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geschrieben am: 16.04.2004 um 19:16 Uhr
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ein weiteres reh, das der kurze, fast schmerzlose tod durch seinen pfeil ereilte...
doch noch während der albino auf das darniedergestreckte tier zugeht, trifft es den wald mit grausamer macht, er sieht es aus den augenwinkeln herabstürzen, wendet den kof, die augen weit aufgerissen, nur um sich im nächsten augenblick mit zusammengekniffenen augen und verzerrten zügen abzuwenden, als der gleißende blitz des aufschlages heranflutet. noch ehe er einen gedanken fassen kann, ist er schon instinktiv losgerannt... fluchtwesen wie er ist, schalten seine instinkte immer schneller als sein verstand, und erst einige meter weiter dringten die geschehnisse ins bewusste denken vor. er reisst den mund zu einem ruf auf, doch er wird geschluckt vom heranbrausenden donner des aufschlages, der ihn erreicht. so hetzt er weiter, und als der grauenhafte knall an ihm vorbeigerauscht ist, ruft er ein weiteres mal die entsetzte warnung an seine liebste, ihr gilt sein einziger gedanke
MORWE...
weiter kommt er nicht, denn nach dem schall erreicht ihn nun die geballte wucht der druckwelle, reisst ihn von den beinen und schleudert die schlanke gestalt einige schritte weit, wo er unsanft aufschlägt, weitere schritte über den boden schrammt und mit dem gesicht zur erde leigenbleibt...
doch nach einigen augenblicken lässt ihn eine grausam verzerrte, die natur verhöhnende abart eines knurrens den kopf heben, und er blickt dem schwarzen, fast mannshohen fleischgewordenen alptraum entgegen, der einige schritt von ihm entfernt auf einem mächtigen, frisch entwurzelten stamm sprungbereit lauert. blutt rinnt langsam aus einer verschmutzten schramme an seiner wange, entsetzten lässt seine augen sich noch ein stück weiter aufreissen.
mit kaum wahrnehmbarer schnelligkeit reisst er einen pfeil aus seinem köcher, einen der drei, die ihm eine gute freundin gab, mit einer zerbrechlichen phiole an der spitze, gefüllt mit flüsigem licht. er rollt sich auf den rücken, legt dabei den pfeil auf seinen langbogen, erhebt sich, die sehne spannend, auf ein knie, zielt und lässt die sehne singen.
doch das ergebnis ist wahrlich nicht befriedigend, denn außer, daß sich das knurren in ein ohrenzerfetztendes, wütendes brüllen gewandelt hat, hat er rein gar nichts bewirkt.stumm bewegen sich seine lippen...
...bei den sternen... was ist nur...
weiter kommt der gedanke nicht, denn die grauenhafte kreatur hat zum sprung angesetzt, reisst ihn mit unglaublicher wucht wieder zu boden. den kopf am boden erblicken die schreckgeweiteten augen hinter sich noch zwei weitere dieser monster, die herangestürzt kommen... und sein erstickter schrei geht unter in der heranrollenden flut des dunkels, daß ihn begräbt... |
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