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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 18.01.2002    um 17:46 Uhr   
Da scheint aber jemand hellsehen zu können. Hallo "Seher" semper.

Sollten die USA mich überzeugen können, das bin Laden hinter den Anschlägen steckt, und ihre "angeblichen" Beweise endlich mal vorlegen, dann höre ich auch mit meinen Anti-Amerikanischen Berichten auf.

Ansonsten hinterfrage ich eben weiter, und renne nicht blind dem "neuen" Weltführer hinterher.

ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 18.01.2002    um 18:28 Uhr   
auch diese frage stellte ich dir schon einmal, was sind für dich beweise, ein "geständis" bin ladens wirst du nie erhalten und er wird auch nie vor dem tribunal erscheinen das du forderst.

semper fidelis
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 18.01.2002    um 23:48 Uhr   
"Es ist ... sehr wichtig, daß wir Feinde haben. Deshalb
erschaffen wir immer wieder neue."

Die amerikanische Bevölkerung will keine Kriege. Die Führung der Vereinigten Staaten, die Eigentümer dieses Landes müssen jedoch Kriege führen, sonst bekommen sie nicht das nötige Geld für das Pentagon, Summen, die dann an Boeing und Lockheed weitergereicht werden. Es ist also sehr wichtig, daß wir Feinde haben.
Deshalb erschaffen wir immer wieder neue. Das amerikanische Volk weiß dagegen nicht einmal, wo die entsprechenden Länder auf der Landkarte liegen. Wir haben ja kein öffentliches Bildungssystem, der Durchschnittsamerikaner hat fast überhaupt keine Bildung. Die Angehörigen der Upper Class sind natürlich besser ausgebildet, aber sie sind auch mit Propaganda vollgepumpt. Deshalb stecken wir in all diesen Schwierigkeiten, und das Volk weiß gar nicht, wie sehr es hinters Licht geführt wird.

Die Vereinigten Staaten neigen dazu, ausländische Individuen zu dämonisieren: Sie sind drogenabhängig, betrügen ihre Frauen, tragen Frauenkleider und so weiter. General Noriega, der Staatschef von Panama, war angeblich der Schlimmste von allen, der Herrscher über Drogenverbindungen in alle Welt, sagte damals Präsident Bush. Dies ist unsere Spezialität. Nur weil wir unsere Gegner dämonisieren, können wir all diese Kriege führen - seit 1945 sind es rund dreihundert. Seit Pearl Harbor hat uns kein Staat überfallen. Wir haben gegen andere Länder immer als erste losgeschlagen. Und wir hatten immer eine Entschuldigung dafür parat. Diese Länder beherbergten Terroristen oder sie schickten sich an, die freie Welt zu verlassen und kommunistisch zu werden.

Mit solchen Begründungen hat Clinton eine Aspirinfabrik im Sudan bombardiert.

Wir haben keine repräsentative Regierung. Das Volk ist nicht vertreten. Und wir haben keine politischen Parteien.
Wir haben ein Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln, einer nennt sich Republikaner, der andere Demokraten. Aber beide werden von den großen Unternehmen finanziert. Die Republikaner stehen viel weiter rechts, sind reicher und vertreten die Kriegsinteressen wahrscheinlich etwas stärker als die Demokraten.
Aber das ist der einzige feine Unterschied, den man ausmachen kann. Jeder Abgeordnete wird bezahlt, denn die Kosten für Fernsehauftritte vor den Wahlen sind enorm. Die besser aussehenden Rechtsanwälte werden üblicherweise in den Senat oder ins Repräsentantenhaus geschickt. Das Volk hat aber überhaupt keine Verbindungen zu ihnen. Natürlich gibt es Ausnahmen, vor allem in den kleineren Staaten, in denen die Kosten nicht so hoch sind. Aber ein kalifornischer Senator vertritt im allgemeinen Aerospace, den Krieg, Marschflugkörper und Atomwaffen...

Quelle: Gore Vidal, amerikanischer Schriftsteller, in einem Gespräch in der 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' am 18.10.2001
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 19.01.2002    um 00:27 Uhr   
...aus der Gefolgschaft US-amerikanischer Vorherrschaftsansprüche lösen...

Nach langer solidarischer und offener Diskussion hat der Landesbezirksvorstand verdi-Baden-Württemberg am 27. Nov. 2001 folgende Erklärung zu Terrorismus und Krieg nach dem Sturz der Taliban verabschiedet und legt sie dem Gewerkschaftsrat (am 6.12) zur Beschlussfassung vor

Krieg als Befreiung?

Der Sturz des grausamen Taliban - Regimes ist für viele Menschen, insbesondere für die Frauen in Afghanistan eine Chance der Befreiung. Sie ermöglicht auch die Wiederaufnahme der Lebensmittelversorgung der hungernden Bevölkerung. Dennoch stellen sich Fragen: rechtfertigen auch gravierendste Menschenrechtsverletzungen den kriegerischen Angriff auf ein Land? Wenn ja, wie viele Kriege wären dann nötig? Rüsten die USA nicht schon wieder fragwürdige Warlords auf, wie zuvor die Taliban, die wieder neue Kriege provozieren?

Elend und Tod

Wie in allen Kriegen erweist sich auch der Afghanistanfeldzug nicht als kurz und schmerzlos, sondern als brutaler und blutiger Krieg, der bereits jetzt die Zahl der in Ground Zero Begrabenen um ein Vielfaches übersteigt. Ohne dass es eines der Opfer von New York und Washington wieder lebendig gemacht hätte, sind Tausende Soldaten den Kriegstod und viele Tausende ganz anonym den Hungertod gestorben, weil die Lebensmittelversorgung, von der fast das ganze Land abhängt, fast zwei Monate unterbrochen war. Ohne ein Wort der Kritik der Bundesregierung haben die USA flächendeckend und mit Streu- und Splitterbomben bewusst auch den Tod von Zivilisten in Kauf genommen, die genauso unschuldig sind wie die Opfer der Terroristen.

Krieg gegen Terror?

Immer deutlicher wird, dass das offizielle Ziel, den Terrorismus militärisch zu bekämpfen, um weitere Terroropfer zu vermeiden, mit Krieg, und erst recht mit einem solchen Krieg, nicht zu erreichen ist. Die USA setzen sich zunehmend völkerrechtlich ins Unrecht, verstoßen gegen elementare Prinzipien von Rechtsstaatlichkeit, indem sie einen Krieg in Form staatlicher Selbstjustiz führen oder mutmaßliche Terroristen nur noch von Militärgerichten aburteilen lassen wollen. Sie bestärken damit mehr und mehr das Vorurteil, mit zweierlei Maß zu messen, wenn es um das Leben von AmerikanerInnen und Menschen afghanischer oder arabischer Herkunft geht.

Dies ist vielmehr ein Krieg, der den Terror fördert. Er steigert den Hass gegen die westliche Welt und macht Terroristen zu dem was sie immer gern sein wollten: zu Helden und Märtyrern der Armen und der Verlierer der neoliberalen Globalisierung.

Krieg und Interessen

Wer das Terrorismusproblem lösen will, muss bei seinen Ursachen, der angewachsenen globalen Verteilungsungerechtigkeit ansetzen. Dies ist zwar ein langfristiges Ziel, das aber bereits hier und jetzt hätte aufgegriffen werden können. Stattdessen wurde auf der WTO-Konferenz in Katar der Kurs der Deregulierung und Privatisierung verschärft. Das Runterdumpen der Klimastandards bei der Weltklimakonferenz in Marakesch wurde fortgesetzt. Die USA sind weiterhin nicht bereit, einen Beitrag zum internationalen Klimaschutz zu leisten. Sie nehmen eine weitere Erderwärmung in Kauf, die die Verhältnisse in den armen Ländern weiter zuspitzen wird.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass es in diesem Krieg auch um die Verteidigung des Status Quo zwischen Arm und Reich auf der Welt geht. Beunruhigen muss auch, dass sich die Konflikte immer dort entzünden, wo geopolitische Interessen auf dem Spiel stehen: in der Nähe neu entdeckter Erdölvorkommen oder, wie am Horn von Afrika, wo internationale Verkehrswege von wirtschaftsstrategischer Bedeutung sind.

Die Entgrenzung des Krieges

Dieser Krieg hat längst nicht mehr den Charakter militärisch flankierter polizeilicher Maßnahmen einer Täterverfolgung wie ihn viele auch pazifistisch orientierte Menschen akzeptieren würden. In diesem Krieg haben sich innerhalb weniger Wochen die Kriegsziele verschoben: aus einer Militäraktion zur Ergreifung eines mutmaßlichen Terroristen wurde der völkerrechtlich nicht mehr gedeckte Flächenkrieg gegen ein Land. Kaum sind die Taliban geschlagen, beginnen die USA bereits, neue Kriegziele abzustecken. Aus einem anfangs noch mit einer, wenn auch nicht eindeutigen, Unterstützung der Vereinten Nationen geführten Militäreinsatz wird der im eigenen Interesse und Ermessen geführte Krieg der verbliebenen Weltmacht zur Absicherung ihrer globalen Einflußsphären.

Die Mehrheit des Bundestages hat mit ihrem überstürzten Beistandsbeschluss und der Ermächtigung zum Bundeswehreinsatz bedingungslose Solidarität mit den USA zum Ausdruck gebracht und sich damit zum Assistenten einer zunehmend ausufernden Kriegspolitik gemacht.

(Bitte unten weiterlesen. Danke.)
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 19.01.2002    um 00:28 Uhr   
Wieder deutscher Herbst?

In der Folge des 11. September sind auch in Deutschland sogenannte Maßnahmen der inneren Sicherheit beschlossen worden, die teils weit über das Ziel des Schutzes gegen Terrorismus hinausschießen, teils weit daran vorbeigehen. Noch bedrohlicher für die Demokratie ist die Beschneidung eines offenen Klimas der Meinungsbildung. Von Pressefreiheit kann in vielen kriegsbeteiligten Ländern kaum noch geredet werden. Der Anpassungsdruck in der öffentlichen Meinungsbildung, in den Parteien und vielen Institutionen ist vielen unerträglich geworden. Die Meinungsbildung in Parteien und Parlament spiegelt bei weitem nicht die Sicht großer Teile der Bevölkerung.

Die deutsche Rolle

Die vielleicht entscheidende Veränderung im Zuge des 11. Septembers ist die Durchsetzung einer neuen Rolle Deutschlands in der Weltpolitik. Sie wird als "Erwachsenwerden" beschrieben und stellt die bisherige Position der militärischen Zurückhaltung und Beschränkung der Bundeswehr als Verteidigungsarmee als Jugendsünde und die gleichberechtigte Beteiligung an den Kriegen dieser Welt als "Normalisierung" dar.

Gerade den Gewerkschaften fällt jetzt die Rolle zu, den Geschichtsvergessenen entgegenzutreten und sich dafür einzusetzen, dass Deutschland aufgrund seiner Vergangenheit jetzt erst Recht eine besondere Rolle in der Welt zu spielen hat, nämlich die der Deeskalation, der präventiven Friedenssicherung, der zivilen Konfliktlösung. Deutschlands Rolle ist nicht die bedingungslose Solidarität an der Seite einer imperial handelnden Weltmacht, sondern die Unterstützung von Vereinten Nationen, die sich weiter demokratisieren müssen, als globaler staatlicher Institution mit eigenem Gewaltmonopol.

Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf,

>keine deutschen Verbände zur Unterstützung dieses Kriegs zu entsenden, sich für die Einstellung der Flächenbombardements einzusetzen und sich unmissverständlich gegen eine Ausweitung des Kriegs auf weitere Staaten auszusprechen,

>ihre Bemühungen um eine zivile Nachkriegsordnung zu verstärken, der unverhältnismäßigen Einschränkung bürgerlicher Freiheiten und dem Anpassungsdruck in Politik,
Parteien und öffentlichen Einrichtungen entgegenzuwirken,

>sich aus der Gefolgschaft US-amerikanischer Vorherrschaftsansprüche zu lösen und stattdessen im Verbund einer friedensorientierten europäischen Außenpolitik auf die Herausbildung eines Gewaltmonopols demokratisierter Vereinter Nationen hinzuwirken

>hier und jetzt ernstzunehmende Schritte gegen die im Zuge der deregulierten Globalisierung gewachsenen weltweiten Verteilungsungerechtigkeiten zu unternehmen.

Quelle: Erklärung des Landesbezirksvorstands verdi-Baden-Württemberg zu Terrorismus und Krieg nach dem Sturz der Taliban - beschlossen am 27.11.01 bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung
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Nutzer: encoder
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geschrieben am: 19.01.2002    um 10:43 Uhr   
ich meine ja da auch nicht unser herr bush was gegen den terror unternehmen kann gut den terrorchef bin laden töten aber das bring uns auch nicht viel weiter vondaher denke ich das dieses thema hier eine rolle spielen wird wie gorß diese sein wird mag ich nicht festlegen
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 19.01.2002    um 17:42 Uhr   
(zitat)Noch interessanter scheint mir die Interpretation eines britischen Flugingenieurs zu sein, der behauptet, die
Linienmaschinen seien am 11. September nicht gekidnappt, sondern über eine Hintertüre in den Bordcomputernunter Ausschaltung der Piloten vom Boden aus in die Ziele gesteuert worden.

Das Gegenteil ließe sich leicht beweisen, wenn die Ermittlungsbehörden die Auswertung der Flugschreiber und
Voice-Recorder der Flugzeuge drei und vier - die eine ist ins Pentagon gesteuert worden, die andere abgestürzt -
veröffentlichen würde. Aber das passiert nicht.(/zitat)

Das wäre doch z.B. mal ein Beweis. Aber wo bleibt er?

ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 19.01.2002    um 20:47 Uhr   
das nennst du einen beweis??? die behauptung eines britischen ingenieurs? wie belegt er seine beweise?

semper fidelis

ps: sie wurden teilweise veröffentlicht
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 19.01.2002    um 21:48 Uhr   
Jene Technik gibt es bereits seit August 2001.

Und warum wurden diese "Beweise" nur teilweise veröffentlicht?

ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 19.01.2002    um 22:30 Uhr   
das kann ich nicht sagen, aber sonderlich schlüssig ist der beweis auch nicht, das musst du zugeben...

semper fidelis
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 19.01.2002    um 22:53 Uhr   
"In Amerika arbeiten Ingenieure daran, entführte Maschinen künftig durch einen verbesserten Autopiloten ohne Hilfe des Cockpits auf dem nächstgelegenen Flughafen zu landen - ein Notschalter, von der Crew oder der Bodenkontrolle betätigt, soll dann die Hebel im Flugzeug blockieren und den Entführern die Kontrolle aus der Hand nehmen. Wie jetzt bekannt wurde, haben Techniker des US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Raytheon bereits im August ein mit einem speziellen Notlandesystem ausgestattetes Passagierflugzeug sechsmal erfolgreich auf dem Militärflughafen Holloman in New Mexico gelandet, ohne daß die Piloten den Flughafen angesteuert hätten. Die Boeing 727 orientierte sich dabei nicht, wie üblich, am Radarfeuer am Ende der Landebahn, sondern an einer Kombination aus GPS Satelliten- und Bodensignalen, die helfen, die Höhe - und damit den erforderlichen Anflugwinkel - bis auf einen Meter genau zu berechnen."


Der Deutlichkeit halber noch einmal: Die Möglichkeit, Flugzeuge ohne oder gegen den Willen der Piloten an jeden beliebigen Punkt zu dirigieren, besteht seit August 2001.

ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 20.01.2002    um 10:30 Uhr   
(zitat)(zitat)Noch interessanter scheint mir die Interpretation eines britischen Flugingenieurs zu sein, der behauptet, die
Linienmaschinen seien am 11. September nicht gekidnappt, sondern über eine Hintertüre in den Bordcomputernunter Ausschaltung der Piloten vom Boden aus in die Ziele gesteuert worden.


aber worauf stützt er seine behauptung?

semper fidelis
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geschrieben am: 20.01.2002    um 10:34 Uhr   
@ totengraeber & renee
man kann blinde nicht sehend machen ..

D.
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 20.01.2002    um 18:28 Uhr   
Die wundersame Vermehrung der Beweisstücke

Die seltsamen Beweisstücke, die wie bestellt mit Regelmäßigkeit auftauchen, haben viele nachdenklich gestimmt.
Einige scheinen dermaßen weit hergeholt zu sein, daß Argwohn die einzige angemessene Reaktion ist.

Am 16.09.2001 kam die Meldung dreimal im CNN. Die Sicherheitszone um das WTC mußte ausgeweitet werden. Man habe den Paß eines der (ausgerechnet) Terroristen auf dem Bürgersteig gefunden. Anscheinend, durch ein Wunder (oder so), war der Paß diesem höllischen Inferno entflogen, um dann, nur so, ein paar Straßen weiter auf dem Bürgersteig zu landen. Das dürfte jedermanns Vorstellungskraft überstrapazieren!

In einem, in der Nähe eines der Tatorte geparkten Autovan, wurden arabische Pässe (was sonst?) und Fluginstruktionen gefunden.

Zwischendurch war auch die Rede von einem 'Sprühflugzeugshandbuch' (Milzbrand läßt grüßen).

Der 'Koffer Attas', der am Bostoner Flughafen (ausgerechnet!) abhanden gekommen war, wurde einige Wochen später wieder gefunden (Meldung am 01.10.2001). Darin entdeckte man sein vermeintliches 'Privattestament' mit Anweisungen unter anderem für seine Beerdigung, ungeachtet der Tatsache, daß nachher nichts von ihm zum Beerdigen übrig bleiben würde. Das Dokument enthält andere merkwürdige Anomalien, unter anderem den Hinweis auf die Sunna-Religion, die im Islam nirgendwo vorkommt. Ein typischer Fall von Verwirrung, oder Größenwahnsinn. (so lman Hübsch in Frankfurt), oder handelt es sich vielmehr um eine Fälschung? Sollte das Testament tatsächlich echt sein, könnte es darauf hindeuten, daß die Terroristen mit ihrer total physischen Vernichtung nicht gerechnet hatten. Aus dieser Perspektive wäre die Andeutung auf eine eventuelle Fernsteuerung von Bodenstationen aus ('Ossietzky' 20/2001) nicht völlig abwegig.

Der FBI bestätigte, man habe in einem Bostoner Hotelzimmer einen zurückgelassenen Koffer mit Abschiedsbrief, Pilotenuniformen und einen Video über kommerzielle Flugzeuge gefunden. Der Koffer - merkwürdigerweise - gehörte auch Atta ('San Francisco Chronicle' 18.09.2001): In einem Auto deponiert irgendwo auf irgendeinem Parkplatz wurde ein Flugzeug Bedienungshandbuch, natürlich auf arabisch, gefunden.

Dazu kommt, die in einem Auto gefundene Kreditkarte (wessen?), mit der (angeblich) die Flugscheine bezahlt wurden.

Das Glanzstück dürfte aber das 5-seitige 'Anweisungsdokument für Terroristen' sein. Drei Exemplare wurden wundersamerweise an oder in der Nähe von den drei Absturzstellen entdeckt.
>In einem (nicht schon wieder!) geparkten Auto am Dulles Airport / Washington
>In einem Koffer, der angeblich Atta gehörte und am Flughafen in Boston gefunden wurde (das ist schon der dritte Koffer!)
>In der Nähe der Absturzstelle in Pennsylvania (mehrere Meldungen in CNN).

Die drei Fundsachen sollten nun den "endgültigen Beweis liefern, dass die vier Anschläge miteinander verbunden waren", so der FBI-Chef. (Gab es jemals Zweifel daran?)

Die Vielzahl von zurückgelassenen oder abhanden gekommenen Koffern, geparkten Autos und Dokumenten, die allein wegen ihrer peinlich primitiven Sprache und unglaubwürdigen Inhalts Mißtrauen aufkommen lassen, hat doch ihre Logik, nämlich Vernebelung.

Wie in einer konzertierten Aktion werden die passenden Beweisstücke genau an den richtigen Stellen 'gefunden', zurückgelassen von stümperhaften Terroristen, die anscheinend nichts Besseres zu tun hatten, als heiße Spuren
hinter sich zu lassen, jedoch geistig genug auf der Höhe waren, diese einmalige Hochleistungsoperation durchzufahren.
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 20.01.2002    um 18:28 Uhr   
Der Beweis

Die vielen Widersprüche sind augenfällig. Allerdings fehlt das allerwichtigste Beweisstück, nämlich gerichtsverwertbarer Beweis, daß bin Laden selbst an den Anschlägen beteiligt war. Keine Anklageschrift, kein Haftbefehl, kein offizielles Auslieferungsgesuch. Nichts liegt vor!!

Jedes Angebot der Taliban, bin Laden auszuliefern (neuerdings nur gegen "ein förmliches Gesuch" - 'jW' 09.10.2001) wird von Washington abgewiesen. Taliban-Führer waren auch bereit, bin Ladens Computer und elektronische Ausrüstung auf Wunsch auszuliefern und holten sich eine Abfuhr ('Village Voice' 12.09.2001).

Colin Powell (in einem 'New York Times'-Interview) mußte einräumen, daß es sich um "ziemlich verläßliche Informationen" handele. Was soll 'ziemlich' heißen!?

Das sogenannte 'Blair-Dossier', Grundlage für den Krieg gegen Afghanistan, enthält nichts konkretes. Dafür aber schwammige Formulierungen, zusammengeschusterte Anschuldigungen und "Aussagen, die bereits zuvor in den
Medien berichtet worden waren". Es mutet seltsam an, daß keiner der Verdächtigen dort namentlich erwähnt wird. Aus Sicherheitsgründen beteuert man, dürften die Beweise nicht veröffentlicht werden - "zu brisant".

Der Bericht darüber in der 'jungen Welt' vom 11.10.2001 bringt es viel mehr auf den Punkt. Entweder fehlen die belastenden Beweise, oder deren Veröffentlichung würde auf die Verwicklung der Geheimdienste der USA, oder eines verbündeten Staates hinweisen.
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Nutzer: Gast_Totengraeber
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geschrieben am: 20.01.2002    um 18:43 Uhr   
Öl und Opium, oder Cui bono

Ein kurzer Überblick der Querverbindungen ergibt erstaunliches. Die Selbstmordpiloten waren angeblich alle Saudis. Saudi-Arabien, Verbündeter des freien Westens, ist der größte Finanzier des islamistischen Fundamentalismus sowie der Taliban (folglich müßte Saudi-Arabien als Unterstützer des Terrorismus mit bombardiert werden).

Die Saudi-Aufklärung arbeitet wiederum eng mit der CIA zusammen, während die saudische Nationalgarde von ehemaligen CIA-Agenten und ehemaligen Mitgliedern der US-Spezialeinheiten über eine Privatfirma ausgebildet wird (Ken Silverstein, 'Private Warriors'). Die Hälfte des Personals und die Ausrüstung der Taliban kommen aus Pakistan unter der Ägide des pakistanischen Geheimdienstes ISI ('Janes Defense Weekly'). Die ISI wird von der CIA gesteuert.

Indien bezichtigt Pakistan, wie vor kurzem im schärfsten Ton in CNN, der Förderung des Terrorismus und religiösen Aufruhrs und das seit langem (müßte Pakistan wegen Unterstützung des Terrorismus nicht auch bombardiert werden?). Der CIA und das dem US Auswärtigen Amt angegliederte 'Büro für Aufklärung und Forschung' zählen zu den größten Förderern der Taliban und damit schließt sich der Kreis (der Gleichheit wegen, Washington auch mit bombardieren?).

Von besonderem Interesse dürfte das geheime Treffen in Mogadischu 1996 sein, wo (übrigens ganz im Sinne der USA) der Krieg in Tschetschenien geplant wurde. Teilnehmer daran waren unter anderem: bin Laden sowie hochrangige iranische und pakistanische Geheimdienstler. Wie kommt es dann, das dieselben Kräfte, die damals "als Schlüsselinstrument der US-amerikanischen militär-geheimdienstlichen Operationen auf dem Balkan (Bosnien, Kosovo, Mazedonien) und in der ehemaligen Sowjetunion" agierten, nun eine tödliche Gefahr für die USA darstellen? (Chossudovsky in 'Geheim' Nr. 3/01).

Vermengt mit diesem Dickicht von verschiedenen politischen und religiösen Interessen ist die überragende strategische Bedeutung Afghanistans ('jW' 12.10.2001) als Transitland für Erdöl. Das Land selbst ist "mit Erdöl und Erdgas reich gesegnet" und grenzt an Aserbidjan, Turkmenistan und Uzbekistan mit ihren geschätzten fünfzehn Milliarden Barrel Erdöl und neun Billionen Kubikmeter Erdgas, deren Gesamtwert auf ca. drei Billionen US-Dollar geschätzt wird (US-Denkfabrik 'Heritage Foundation').

Im April 1995 gründete das US auswärtige Amt, der Nationale Sicherheitsrat (NSC) zusammen mit der CIA eine Arbeitsgruppe, um "die US-Öl- und Erdgas-Interessen" in der Region um das Kaspische Meer zu untersuchen. ('In These Times' - 12.11.2001). Danach konnten die Taliban nicht nur mit geheimdienstlicher Unterstützung rechnen, sondern auch mit der Unterstützung amerikanischer und saudi-arabischer Olfirmen.

Noch dazu kommt das ungemein gewinnträchtige Drogengeschäft. Die zentralasiatische Region produziert Dreiviertel des Westanteils an Opium. Ist es nur Zufall, daß überall, wo sich Drogen- und Waffenhändler mit Rebellen tummeln, die CIA nicht weit entfernt ist ? Und tatsächlich gilt die CIA unter Experten und Geheimdienst-Kennern als "der größte Drogenhändler der Welt", was übrigens reichlich dokumentiert ist.

Diese zwei Themen, Öl und Drogen, sind bisher unzureichend behandelt worden. Sie sind jedoch von großer Bedeutung!!
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geschrieben am: 20.01.2002    um 18:43 Uhr   
Nun hat die CIA trotz wiederholten Versagens "die umfassendste Aufgabe in der Geschichte des Geheimdienstes
erhalten" ('FR'). Zusammen mit Pakistan (!) soll die CIA fortan für Ordnung bei ihren Hätschelkindern sorgen.

Was aus diesem bodenlosen Sumpf von Rebellen, Söldnern, religiösen Eiferern, Waffen- und Drogenhändlern, kriminellen Syndikaten, Geheimdienstlern, Ölfirmen und Militär werden soll, bleibt vielen von uns verborgen. Gespannt dürften wir auf jeden Fall sein.

US-Außenamtsprecher Richard Boucher erklärte vor kurzem: "Was die Zukunft Afghanistans betrifft, schaut in eine Kristallkugel!" ('Taunus Zeitung' 15.10.2001). Also, während wir in unsere Kristallkugel schauen, sollten wir vielleicht gleichzeitig einige unbequeme, sogar unvorstellbare Fragen stellen.

>Was hat es beispielsweise mit dem BBC-Bericht auf sich, dem zufolge die USA bereits im Sommer Angriffe gegen die Taliban geplant hatten? Fehlte damals nur ein leicht zu verkaufender Anlaß?

>Wem gelten die Angriffe auf Afghanistan, da "der Sturz der Taliban nicht das erklärte Ziel Washingtons" sei (Powell / 'FR') und "die Schläge am Wochenende bin Laden nicht gelten würden"(Bush)?

>Werden andere Ziele verfolgt, wie z. B. die Errichtung eines US-Stützpunktes im Norden Afghanistans vermuten läßt ('TV-Nachrichten' 29.10.2001)? Vielleicht kommt auch daher die unablässige - bisher vergebliche - Bemühung der deutschen Regierung, in dem "Unternehmen Afghanistan" mitzuspielen.

>Wie sind Berichte über die androhende Rezession in den USA und die bis zum 11.09.2001 sinkende Populartät Bush's ('Geheim' Nr. 3) - mittlerweile auf 92% gestiegen - in die Ereignisse einzuordnen?

>Und zuletzt - in jüngerer Zeit hört man wenig bis gar nichts über Ermittlungen wegen Insiderhandel an der Börse, dessen Ausmaß, so Experten, die Fähigkeit und Kapazitäten der bin Laden-Gruppe, oder irgendwelchen anderer Fanatiker, sprengt. ('jW' 16.10.2001). Rechnet man auch in diesem Fall mehr mit dem Kurzzeitgedächtnis der Öffentlichkeit als mit einer rastlosen Aufklärung?

Im Grund genommen wissen wir gar nichts, außer was wir wissen 'sollen'. Aber wie immer, bei der Klärung des Unergründlichen hilft die einfachste Frage, die lautet: 'Cui bono' oder wem nutzt es?
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