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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 09.01.2002    um 13:02 Uhr   
Wie war das mit dem Ton wahren?

Wieso hat Amerika eigentlich in den 2.WK eingegriffen?

Aber um zum "eigentlichen" Thema zurückzukommen.
(zitat)ich bin überzeugt, das die amerikaner,als sie in afghanistan einmarschierten, keine wirtschaftliche interessen hatten und haben, sondern bin laden und sein terrororganisation bekämpfen wollten.(/zitat) So? Und warum schmeissen sie jetzt immer noch ihren alten Schrott..äh Bomben auf Afghanistan?

ReneeW

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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 09.01.2002    um 13:52 Uhr   
wir alle kennen den grund für den kriegseintritt der usa, woraufhin das deutsche reich den usa den krieg erklärte. daraufhin wurde beschlossen, nazideutschland zuerst zu bekämpfen (germany first!)
nur weil es jetzt eine neue afghanische regierung gibt, ist das terrornetz al-qaeda noch lange nicht zerschlagen, ferner sind da noch immer zahlreiche taliban kämpfer.
und ich habe den ton gewahrt, ich wollte lediglch aufzeigen, was passiert hätte, wenn die usa deutschland im ww2 nicht bekämpft hätte, zumal sie die damalige udssr massiv mit material unterstützte.

semper fidelis
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 09.01.2002    um 14:09 Uhr   
Hm, also bei uns heisst "jaja" Leck mich am A.....

(zitat)ich finde es nicht gerade geistreich, den usa zu unterstellen, sich täten dies lediglich aus wirtschaftlichen gründen.(/zitat) Und ich finde es nicht gerade geistreich dem lieben Ami immer alles abzukaufen.

Ich muss mal kramen heute abend, vielleicht finde ich ja noch den Text, den ich vor langer Zeit mal gelesen habe, bezüglich den hervorragenden wirtschaftlichen Ausbauten der USA.

(zitat)ferner sind da noch immer zahlreiche taliban kämpfer. (/zitat) Das mag sein, aber ist es dann notwendig immer noch den alten Schrott auf sie zu werfen, da Sie ja sowieso verstreut in ihren Höhlen sitzen?

Oder wollen die USA nur Platz machen für ihre neuen Waffen? Oder tun Sie dies um den Unterstützern die Rechnung auch schönreden zu können, die sie präsentieren?

ReneeW
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geschrieben am: 09.01.2002    um 14:47 Uhr   
als ja ja schrieb, hatte ich dieses zitat nicht im sinn, wollte dich also auf gar keinen fall beleidigen. ich denke auch dir dürfte bekannt sein, welche psychologische wirkung bomben haben können, abgesehen von der zerstörungskraft. ich denke ein ausreichendes, lang anhaltendes bombardment zermürbt einen menschen und treibt ihn, wie im fall der taliban, aus seinem felsversteck. ob sie platz brauchen für neue bomben oder etwas in der art, entzieht sich meiner kenntnis und so kann ich dazu keine angaben machen.
es ist nicht so, das ich alles blind glaube, ich denke so naiv ist wohl kaum einer, ich vertraue darauf, das wir ausreichend informiert werden, natürlich werden wir nie alles erfahren.

semper fidelis
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geschrieben am: 16.01.2002    um 04:10 Uhr   
Luftangriff wie auf Bagdad

Es scheint, daß die Operation von Leuten vorbereitet wurde, die nicht nur Freizügigkeit innerhalb des Landes
besaßen, sondern auch außerhalb jedes Verdachts standen. Sollten das Profis sein, dann haben sie ihre
Erfahrungen nicht im terroristischen Untergrund gesammelt.

Aber auch nicht in den Geheimdiensten. Bush war es vielleicht nicht bewußt, wie recht er mit seiner Feststellung
behielt, die Ereignisse des 11. Septembers wären gleich Krieg. Es geht weder um eine Sonderoperation noch um
einen Terroranschlag, es geht vielmehr um einen gut geplanten militärischen Luftangriff.

Ein solches Fach wird in den Aufklärungsakademien und Freischärlerlagern nicht gelehrt. Dort kann man
durchaus eine Pilotenausbildung erhalten, aber wo lernt man die Planung militärischer Luftoperationen? Die
Luftattacke ist nach denselben Regeln erfolgt wie die amerikanischen Bombardements von Bagdad und Belgrad.
Dieselbe sorgfältige Zielauswahl, die gleichen punktuellen Schläge. Die Ziele sind politisch und nach symbolischer
Wichtigkeit bestimmt worden. Die Terroristen hatten nicht vor, das Land zu zerstören, sonst wären die Flugzeuge
nicht auf Pentagon und World Trade Center abgestürzt, sondern auf nukleare Objekte. Dann ginge es nicht um
Tausende, sondern um Millionen Opfer.

Der Luftangriff wurde nach einigen Angaben durch elektronische Attacken gegen Luftabwehrsysteme begleitet,
wie es während der letzten Kriege üblich war. Weder die irakische noch die iranische Aufklärung wären dazu
imstande gewesen. Was die Ideologen der tschetschenischen Islamisten auch schreiben mögen, die Russen oder
Israelis würden die USA schlecht in die Luft jagen wollen.

Unmöglich ist auch die Vermutung, daß die US- Sonderdienste dermaßen verrückt gespielt hätten, um mit den
eigenen Händen das Heimatland zu sprengen.

Es waren also keine Terroristen und keine Geheimdienste, wer oder was dann? Die Attacke gegen New York und
Washington ist allem Anschein nach aus dem Inneren des eigenen Landes vorbereitet worden. Und zwar durch
Bürger, die militärisch erfahren genug, aber abhold jeden Verdachts waren. Das konnten ehemalige Militärs sein,
wahrscheinlich mit einer verdienstvollen Vita und guten Seilschaften in Geheimdiensten und Armee. Sie könnten
nach Bedarf "Personen arabischer Nationalität" ohne deren Wissen ausnützen. Im letzten Fall zwingen sich
Parallelen auf zwischen diesen Ereignissen in Amerika und den Wohnhausexplosionen in Moskau 1999. Die
Hitleristen haben schließlich auch Kommunisten als Brandstifter des Reichstags aufgeboten.

Mit anderen Worten: Es kann also nicht nur um ultrarechte "Volksmilizen" gehen, sondern um eine Verschwörung
von ganz anderer Dimension, mit derselben Ideologie, doch mit völlig anderen Potenzen. Sollte es wirklich so
gewesen sein, dann ist das Geschehene erst der Anfang. Die Haßwelle gegenüber Moslems und Immigranten,
neue Bombardements im Nahen Osten und - schließlich - die Wiederherstellung westlich-christlicher
Zivilisationswerte, die durch alle möglichen Liberalen unterminiert wurden. Eine Verschwörungstheorie mehr? Aber
Terrorakte sind ohne Verschwörung undenkbar, insbesondere jene solcher Dimension.

Mit der "arabischen" Version lassen sich überdies die Meldungen über Broker nicht vereinbaren, die kurz vor der
Attacke Aktien der mit dem WTC arbeitenden Versicherungsgesellschaften verkauft haben sollen. Diese
Tatsachen sollen erst geprüft werden: Sollten sie sich bestätigen, so hieße es, daß offenbar jemand über
wertvolle Insider-Informationen verfügt hatte. Und dieser Jemand dürfte mit den Islamisten nichts gemein haben.

Quelle: Artkel von Boris Kagarlitzky in 'junge Welt' vom 24.09.2001
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 16.01.2002    um 11:22 Uhr   
ich halte den bericht für sehr gefährlich und für ausgemachten blödsinn. zu unterstellen, das die usa, vielmehr irgendwelche volksmilizen, den terrorangriff selbst geplant und durchgeführt haben ist, wie ich finde eine unverschämtheit. diese mögen vielleicht die militärischen kenntnisse besitzen, aber denen wiederun, fehlen die logistischen möglichkeiten.
es wird den amerikanern unterstellt, sie hätten keinerlei beweise für die schuld und beteiligung osama bin ladens an den terroranschlägen, die aussagekraft der videos sei mehr als fragwürdig... dann sage ich aber, der bericht ist ebenfalls eine diffamierung und entbehrt jedlicher grundlage. ich finde ebenfalls, das der autor hier thesen aufstellt, für die er keine schlüssigen beweise hat.

"es geht vielmehr um einen gut geplanten militärischen Luftangriff.

Ein solches Fach wird in den Aufklärungsakademien und Freischärlerlagern nicht gelehrt." da bin ich anderer ansicht, denn es ist durchaus denkbar und realistisch, das ihnen von seiten einer regierung geholfen wurde, die der us-regierung nicht freundlich gesinnt ist, und somit wären die terroristen durchaus in der lage gewesen, wie sie bewiesen haben, die maschinen in das wtc zu fliegen.
er, der autor, schreibt ja: "Mit anderen Worten: Es kann also nicht nur um ultrarechte "Volksmilizen" gehen, sondern um eine Verschwörung
von ganz anderer Dimension, mit derselben Ideologie, doch mit völlig anderen Potenzen." wie meint er das? wo sind die schlüssigen beweise? ds sind genau die menschen, die sagen, es wäre nicht bin laden gewesen, der die angriffe befahl und dann selbst thesen aufstellen, die sie nicht beweisen können..

semper fidelis
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 16.01.2002    um 15:57 Uhr   
Dann soll die US-Regierung endlich mal Beweise vorlegen, die diese Spekulationen beenden Punkt

ReneeW
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geschrieben am: 16.01.2002    um 20:42 Uhr   
wo sind die beweise, die belegen das es jemand aus den usa war????

semper fidelis

ausserdem wurden beweise vorgelegt
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geschrieben am: 16.01.2002    um 21:10 Uhr   
Trotz aller Dementis bestätigt sich nun der Verdacht, daß etliche der Terroristen vom 11. September in Basen des
US-Militärs in den Vereinigten Staaten ausgebildet wurden. Dies wurde in einem Telefoninterview mit einem
hochrangigen Offizier des Pentagon am letzten Freitag bestätigt. Bereits drei Tage nach den Angriffen auf das
World Trade Center berichteten "Newsweek", die "Washington Post" und die Zeitungen der Knight-Ridder-Gruppe,
daß mehrere der Terroristen während der 90er Jahre in US-Militäranlagen ausgebildet worden seien.

Unter dem Titel: "Angebliche Entführer wurden womöglich auf US-Militärbasen ausgebildet" ("Alleged Hijackers
May Have Trained at U.S. Bases") hatten George Wehrfritz, Catharine Skipp und John Barry in Newsweek am 15.
September berichtet, daß drei der Terroristen den Marineflughafen und das Ausbildungszentrum der
US-Navy-Piloten in Pensacola, Florida, als ihre Adresse angegeben hatten. Auch wurde gemeldet, daß etliche der
Terroristen an einem Militäraustauschprogramm in Pensacola teilgenommen hätten. Auf diesem
US-Marineflughafen werden schon seit vielen Jahrzehnten Angehörige ausländischer Streitkräfte ausgebildet,
aber das kann nur auf Bitte von Regierungen solcher Länder geschehen, die mit der US-Regierung eng
befreundet sind.

Der Newsweek-Bericht berief sich u.a. auch auf Quellen im Pentagon, wonach mindestens zwei der Terroristen
ehemalige saudische Luftwaffenpiloten waren, die in den USA auf militärischen Flugschulen ausgebildet wurden.
Das würde auch die von vielen Luftfahrtexperten gestellte, aber bisher ungelöste Frage klären, wieso Piloten, die
an kleinen Propellermaschinen an privaten Flugschulen in Miami ausgebildet worden sind, große Passagierjets
fliegen und punktgenau steuern können. Einen Tag nach Erscheinen des Artikels gab es ein butterweiches
offizielles Dementi des Pentagon zu der Angelegenheit. Seitdem ist es darum still geworden.

Dem mit staatlicher Vertuschung erfahrenen US-amerikanischen Journalisten und Publizisten Daniel Hopsicker ließ
dies keine Ruhe. Hopsicker ist Autor des kürzlich erschienen Buches "Barry and the Boys" über die CIA, die Mafia
und Amerikas dunkle Geheimnisse. Es ist die Geschichte von Barry Seal, einem der größten Drogenschmuggler in
der US-Geschichte, der in einem Kugelhagel starb und in dessen Geldbeutel man die private Telephonnummer
von George Bush fand.

In einem Interview mit Oberstleutlnant Catherine Abboyt vom Büro des Staatssekretärs im Pentagon hinterfragte
Hopsicker das verschwommene Pentagon-Dementi vom 16. September. Phrasen wie: "Namensgleichheit bedeutet
noch nicht unbedingt daß die (Militär)-Studenten auch die Entführer waren" ließen Hopsicker aufhorchen.
Nachdem Abboyt sich durch die detaillierten Fragen Hopsickers (die Fragen und ein Gedächtnisprotokoll des
Interviews liegen dem Autor vor) wiederholt in Widersprüche verwickelt hatte, erklärte sie schließlich: "Ich habe
nicht die Berechtigung, Ihnen zu sagen, wer (welcher der Terroristen; Anm. R.R.) welche Schule besucht hat."

Damit ist das Dementi vom 16. September Makulatur. Offensichtlich existiert im Pentagon eine Liste mit den
Namen der Terroristen, die auf US-Militärbasen ausgebildet wurden. Diese Enthüllung dürfte von erheblicher
internationaler politischer Bedeutung sein und könnte in der breiten Öffentlichkeit immer deutlicher die Politik
Washingtons, insbesondere die Bombardierung Afghanistans in Frage stellen. Die Beurteilung dieser brutalen
Politik wird auch in Europa deutlicher. Die renommierte irische Tageszeitung The Irish Times veröffentlichte am
Mittwoch einen Leitartikel mit dem Titel: "Die Afghanen - Opfer des US-Terrorismus".

Quelle: Artikel von Rainer Rupp in 'junge Welt' vom 19.10.2001
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 16.01.2002    um 22:16 Uhr   
ich finde auch wenn die terroristen auf luftwaffen-basen ausgebildet worden seien, heisst das noch lange nicht, das die usa wissentlich die terroristen ausbildeten. in dem bericht stand ja auch, das sie sich als saudi-arabische piloten ausgegeben hätten. die legende klingt durchaus plausibel. also langsam nimmt diese verschwörungstheorie kroteske formen an. für mich sind das keine schlüssige beweise ebenso wie für die meisten von euch die beweise der usa nicht schlüssig sind.

semper fidelis

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geschrieben am: 16.01.2002    um 23:18 Uhr   
Die Irreführung der Bevölkerung gehört in den USA zu den strategischen Planungen

Warum wird ein Krieg begonnen? Auf diese Frage gibt es so viele Antworten, wie es Kriege gibt. Nehmen wir zum Beispiel den Vietnamkrieg, der über ein Jahrzehnt wütete und über zwei Millionen Vietnamesen und 60 000 Amerikaner das Leben kostete und ein ganzes Land ökologisch verwüstete. Laut US-amerikanischen Presseberichten griff am 2. August 1964 die nordvietnamesische Küstenwache im Golf von Tongking zwei amerikanische Zerstörer an. Innerhalb einer Woche verabschiedete der US-Kongreß die Tongking-Resolution, die den Präsidenten mit der Vollmacht über das Kriegsrecht ausstattete. Das war der Beginn des Vietnamkrieges.

Jahre später erfuhren wir, daß die erwähnten Presseberichte allesamt Lügen waren.

In dem Buch "The Praetorian Guard" schrieb der frühere CIA-Agent John Stockwell dazu: "Am 30. Juli 1964 griffen die in Norwegen gebauten SWIFTS oder NASTIES, die mit Agenten der CIA bemannt waren, die nordvietnamesische Radarstation auf der Insel Hon Me an und bombardierten Hon Nguin im Golf von Tongking. Die Nordvietnamesen legten bei den USA formalen Protest ein. Die Fregatte Maddox der US-Navy, die innerhalb der Hoheitsgewässer Nordvietnams patrouillierte, um Aktionen von CIA-Marodeuren zu decken, blieb auf Posten. Natürlich wurden die Nordvietnamesen von den CIA-Insurgenten provoziert, setzten ihnen nach und nahmen auch gegenüber der Maddox eine drohende Haltung ein. Die Maddox eröffnete zuerst das Feuer, die Vietnamesen antworteten mit Torpedos, die ihr Ziel verfehlten. Regierungsabhängige Medien posaunten eine frisierte Meldung über diesen Vorfall in die amerikanische Öffentlichkeit und lieferten Präsident Lyndon B. Johnson den Vorwand, formale Schritte zu rechtfertigen, die der Beginn des Vietnamkrieges waren (der sich bereits seit zwei Jahren im Stadium offener Planung befand). Der Rest ist Geschichte."

Und heute? Die Aufmerksamkeit der amerikanischen Öffentlichkeit ist auf Afghanistan gerichtet, das in jahrzehntelangem Krieg verwüstet wurde. 1988, fast zehn Jahre nach dem sowjetischen Einmarsch, gab der frühere US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski dem französischen Le Nouvel Observateur ein Interview, in dem er davon berichtete, daß die USA und die CIA schon Monate vor den Sowjets in Afghanistan aktiv waren. Brzezinski: "Laut der offiziellen Version der Geschichtsschreibung begann die Unterstützung der CIA für die Mujaheddin 1980, nachdem die sowjetische Armee am 24. Dezember 1979 in Afghanistan einmarschiert war. Aber die Wahrheit, die bis jetzt geheim gehalten wurde, sieht völlig anders aus. Tatsächlich war es am 3. Juli 1979, als Präsident Carter die erste Direktive für geheime Hilfsleistungen an die Opponenten des prosowjetischen Regimes in Kabul unterzeichnete. Und genau an diesem Tag habe ich eine Note für den Präsidenten geschrieben, in der ich ihm erklärte, daß meiner Meinung nach diese Unterstützung eine sowjetische Militärintervention auslösen würde." Le Nouvel Observateur: "Bereuen Sie irgend etwas davon heute?" Brzezinski: "Was gäbe es da zu bereuen? Die Geheimoperation war eine exzellente Idee. Sie sorgte dafür, daß die Russen in die afghanische Falle tappten, und das soll ich bereuen?" Die "afghanische Falle" führte zu über zwei Millionen Toten unter der afghanischen Bevölkerung, sechs Millionen Exilanten und 20 000 Toten unter den sowjetischen Truppen.

Provokationen. Anlässe schaffen. Medienmanipulationen. Fallen. Spione. Verdeckte Operationen. Millionen Tote. Millionen ins Exil getrieben. Warum wird ein Krieg begonnen? Auf diese Frage gibt es so viele Antworten, wie es Kriege gibt.

Quelle: Artikel von Mumia Abu-Jamal in 'junge Welt' vom 29.12.2001
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geschrieben am: 16.01.2002    um 23:24 Uhr   
he totengräber, hast du auch ne eigene meinung und warum bringst du nur anti-amerikanische zeitungsmeldungen? es mag ja sein, das diese deine meldung wiederspiegelt, aber wie ist deine meinung?

semper fidelis

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geschrieben am: 16.01.2002    um 23:31 Uhr   
"Amerikaner bis zur Tat völlig ahnungslos"

Aus einem Interview von Jürgen Elsässer mit Andreas von Bülow, ehem. Bundesminister, in 'Konkret' 12/2001

Das merkwürdige ist, daß die Amerikaner bis zur Tat völlig ahnungslos waren, und hinterher keine 48 Stunden brauchten, um der Weltöffenlichkeit den Täter zu präsentieren: Bin Laden und sein sagenumwobenes Terrornetz Al Qaida. (...)

Noch interessanter scheint mir die Interpretation eines britischen Flugingenieurs zu sein, der behauptet, die Linienmaschinen seien am 11. September nicht gekidnappt, sondern über eine Hintertüre in den Bordcomputern unter Ausschaltung der Piloten vom Boden aus in die Ziele gesteuert worden.

Das Gegenteil ließe sich leicht beweisen, wenn die Ermittlungsbehörden die Auswertung der Flugschreiber und Voice-Recorder der Flugzeuge drei und vier - die eine ist ins Pentagon gesteuert worden, die andere abgestürzt - veröffentlichen würde. Aber das passiert nicht.

Es gibt eine Reihe ungeklärter Abstürze an der amerikanische Ostküste, etwa die Swissair-Maschine oder die Egypt Air. Für die Version des britischen Flugingenieurs könnte auch sprechen, daß die angeblichen Flugzeugentführer offensichtlich gar nicht in der Lage waren, eine Maschine zu steuern. Zeitungen aus Florida berichten, daß die Flugausbildung dieser Leute vollkommen gescheitert sei. Über einen der Verdächtigten sagte die Flugschule, nach 600 Flugstunden hätte man ihm noch nicht einmal eine Cessna anvertrauen können. Über einen anderen hieß es, er sei so dumm, dass Zweifel aufgekommen seien, ob er überhaupt ein Auto zu steuern in der Lage sei.

Dabei muß man bedenken, daß zumindest Maschine Nummer drei ein außerordentlich kompliziertes Flugmanöver durchgeführt hat.

Sie steuerte zunächst das Weiße Haus in Washington an und änderte dann mit einem 270-Grad-Looping kurz über die Telegrafenleitungen hinweg ihren Kurs aufs Pentagon. Das erfordert Können und viel Flugerfahrung. Im übrigen mache ich mir die Theorie des britischen Flugingenieurs ja nicht zu eigen. Ich behaupte nur, daß die Zweifel und Fragen, die er und andere formulieren, öffentlich debattiert und fachmännisch untersucht werden müssen.
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geschrieben am: 16.01.2002    um 23:32 Uhr   
Auch bei den Insidergeschäften werden keine Fragen mehr gestellt.

In der Tat. In der Woche vor dem Anschlag stieg der Umsatz mit Aktien, die später infolge der Ereignisse im Kurs drastisch abstürzen sollten, um 1200 Prozent. Die Aktien wurden zum Kurs vor dem Ereignis teuer verkauft, sollten jedoch einige Zeit danach erst übereignet werden. Man konnte sich so als Verkäufer nachträglich zum Crash-kurs eindecken und die Differenz als Gewinn einstreichen. Es handelte sich um Aktien der beiden Fluggesellschaften aber auch der im World Trade Center mit je 22 Stockwerken beherbergten Finanzinstitute wie Morgan Stanley und Merryll-Lynch. Außerdem kauften diese Insider amerikanische Staatsanleihen im Wert von 5 Milliarden Dollar in der Erwartung, daß auf Grund der nationalen Katastrophe der Wert steil ansteigen werde. Wer waren die Insider und über welche Kanäle gelangten sie zu ihrer Kenntnis? Und wo sind die Erkenntnisse der amerikanischen Finanzfahnder, die routinemäßig auffällige Spekulationen auf künftige Terrorereignisse zur Gewinnung von Hinweisen auf Attentate erfasst?

Bush senior arbeitet über die Carlyle Group, eine internationale Anlagefirma, für die Bin Laden-Familie in Saudi Arabien. "Die Vorstellung, daß der Vater des Präsident, auch er ein ehemaliger Präsident, Geschäfte mit einer Firma macht, die vom FBI wegen der Terroranschläge am 11. Sepember untersucht wird, ist schrecklich", schrieb die die US-amerikanische Anti-Korruptions NGO "Judicial Watch".

Bush senior ist ein alter CIA-Mann. Er war Direktor der Agency 1976/77. Bekannt sind seine Verbindungen zum panamesischen Präsidenten Noriega, der auf seinem Staatsgebiet den Drogenhandel nach Amerika und die Landung von Flugzeugen voller Drogengeld zum Zwecke der internationalen Geldwäsche erlaubte. Seine jährlichen 200.000 Extra- Dollars aus CIA-Quellen überstiegen eine Zeitlang das Gehalt selbst des US-Präsidenten.

Es gibt Berichte, daß der Krieg gegen Afghanistan keine Reaktion der USA auf den Terror vom 11.9. ist, sondern bereits vorher geplant war. "Evidence suggests, that Washingon had planned to move against Bin Laden in the summer", schrieb der britische "Guardian".
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geschrieben am: 16.01.2002    um 23:32 Uhr   
Es gibt Berichte, daß der Krieg gegen Afghanistan keine Reaktion der USA auf den Terror vom 11.9. ist, sondern bereits vorher geplant war. "Evidence suggests, that Washingon had planned to move against Bin Laden in the summer", schrieb der britische "Guardian".

Eine amerikanische Öl- und Gasgesellschaft will seit Jahren Öl aus dem Kaspischen Becken über eine milliardenschwere Pipeline durch Afghanistan zum indischen Ozean transportieren. Die CIA hoffte die Taliban zum Schutz der Investition nutzen zu können und zugleich die Trasse über das Territorium des "Rüpelstaates" Iran verhindern zu können. Möglicherweise führt ja der Krieg jetzt zu einer neuen Regierung in Kabul, die dem Vorhaben aufgeschlossen gegenübersteht. Alles in Allem kann man davon ausgehen, daß die strategischen Köpfe der CIA in aller Regel den geopolitischen Vorstellungen folgen, die der bereits erwähnte Brzezinski in "Die einzige Weltmacht" niedergeschrieben hat. Dieses Buch ist zusammen mit Huntingtons "Clash of Civilisations" die Blaupause für die verdeckte, letztlich maßgebende US-Außenpolitik der nächsten Jahre und Jahrzehnte: Brzezinski überprüft die wichtigsten Staaten der Reihe nach, wer sich zum Gegner der US-Dominanz aufwerfen könnte. Es werden Ansätze gesucht, wie diese potentiellen Gegner geschwächt werden können - er sieht das Ganze als Schachspiel, in dem die Hauptfiguren als Staaten gegeneinander gesetzt werden, und innerhalb der Staaten oft ethnische Minderheiten als Bauern Verwendung finden. Man fördert die Scharfmacher unter den Führern von Minderheiten, desavouiert die Friedfertigen, schürt die Leidenschaften, vermittelt Waffen, finanziert über Drogen. Sollte die jeweilige Zentralregierung sich dann gezwungen sehen zur Erhaltung des Landfriedens etwas robuster vorzugehen, folgt die öffentliche Anklage wegen Verletzung der Menschenrechte. Brzezinski ist wie besessen von der Frage nach der Beherrschung des eurasischen Raums zwischen Atlantik und Pazifik, für ihn der Schlüssel zur globalen Dominanz. Und da der Mensch, fehlbar wie er nun einmal ist, hassen will und muß, bietet der Harvard-Professor Huntington den Islam als neuen Gegner des Westens, dem er das orthodoxe Christentum Osteuropas gleich zuordnet.
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geschrieben am: 16.01.2002    um 23:46 Uhr   
nun, das die usa osama bin schon längere zeit jagen, dürfte ja hinreichend bekannt sein, denn schließlich wird er für die angriffe auf us-zerstörer "uss cole" sowie für den anschläge auf die us botschaften in dar es salaam, nairobi verantwortlich gemacht. im original text:

"Usama Bin Laden is wanted in connection with the August 7, 1998, bombings of the United States Embassies in Dar es Salaam, Tanzania, and Nairobi, Kenya. These attacks killed over 200 people. In addition, Bin Laden is a suspect in other terrorist attacks throughout the world"

quelle: die hp des fbi, most wanted terrorists

die anschläge in den usa dürfte das tröpfchen gewesen sein, das das fass zum überlaufen brachte. die berichte die du brachtest, mögen ja schön und gut sein, aber die beweise finde ich ein wenig zu schwammig.

semper fidelis
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geschrieben am: 16.01.2002    um 23:55 Uhr   
Woher eigentlich kennen nach den Anschlägen vom 11. 9. die Verantwortlichen von Anfang an den Namen des Täters hinter den Tätern so genau - vor Abschluß der Ermittlungen?

Wir haben keine andere Informationsquelle: Wir sitzen vor Fernseh- oder Rundfunkgerät und gucken und lauschen. Die Informationen, die uns erreichen, werden zu virtueller Realität. Manchmal fallen Widersprüche auf, ergeben sich Fragen, kleinere, größere, die sich allesamt in der übergreifenden Frage bündeln: Woher eigentlich kennen die Verantwortlichen von Anfang an den Namen des Täters hinter den Tätern so genau - vor Abschluß der Ermittlungen? Den Täter, den zu jagen der "Kreuzzug" ausgerufen wird, der "erste Krieg des 21. Jahrhunderts" geführt werden soll...

Die Rede ist derzeit von 19 Selbstmordterroristen, die die vier Flugzeuge in ihre Gewalt gebracht hatten. Wie wurde diese Zahl ermittelt? Ein Passagier der in Pennsylvania abgestürzten Maschine sprach unmittelbar davor von nur drei Entführern. Ist es denkbar, daß man von den Passagierlisten einfach alle arabisch klingenden Namen zusammengezählt hat und so auf 19 kam?

Es wurde mehrfach - und zwar regierungsamtlich - erklärt, der Selbstmordangriff auf das Pentagon habe ursprünglich dem Weißen Haus beziehungsweise der Präsidentenmaschine gegolten. Woher stammt diese Vermutung? Es gab keine Überlebenden.

Mehrfach wurde in den Medien von Abschiedsbriefen der mutmaßlichen Entführer berichtet. Von dem Verfasser eines dieser Briefe - und zwar von einem der Männer, die lange in Deutschland gelebt haben -, wurde in den Nachrichten das US-amerikanische Fahndungsersuchen gezeigt.Es trug den Zusatz "suicid". Wieviele der 19 verdächtigten Männer hinterließen derartige "suicid"-Briefe? Sind es private Abschiedsbriefe, oder enthalten sie ein Bekenntnis zur beabsichtigten Tat? Wenn es Bekennerbriefe waren, die Motive und Hintergründe offen legen - warum wurden sie der Öffentlichkeit bisher vorenthalten?

In den vier entführten Maschinen befanden sich einschließlich der Entführer insgesamt etwa 250 Passagiere. Da jede Maschine etwa 200 bis 300 Plätze hat, waren nicht annähernd alle Plätze dieser Maschinen belegt. Wie erklärt sich diese geringe Auslastung von Flugzeugen bei US-Langstreckenflügen?

Es wird gemeldet, unmittelbar nach Bekanntwerden der Entführung seien Abfangjäger der US-Luftwaffe gestartet, hätten aber leider die entführten Maschinen vor ihrem Crash mit dem World Trade Center knapp verfehlt. Greift in den USA bei Flugzeugentführungen immer die Luftwaffe ein? Zu welchem Zeitpunkt hat man gewußt, daß es sich um Selbstmordattentate handelte?

Eine der vier entführten Maschinen stürzte in Pennsylvania ab. Es wurde abwechselnd erklärt, die Maschine sei von der US-Luftwaffe abgeschossen worden oder bei einem Befreiungsversuch der Passagiere abgestürzt. Woher stammen diese widersprüchlichen Meldungen? Liegen den Ermittlern inzwischen gesicherte Erkenntnisse zur Absturzursache vor? Der Selbstmordangriff auf das Pentagon erfolgte fast eine Stunde nach dem ersten Attentat auf das World Trade Center. Warum wurde es nicht durch Abfangjäger der US-Luftwaffe verhindert, wenn diese bereits alarmiert waren?

Wiederholt wurde berichtet, den zuständigen US-Behörden seien Warnungen von einem geplanten Anschlag zugegangen (von der ägyptischen Regierung, vom französischen Geheimdienst, schließlich von einem iranischen Häftling in bundesdeutscher Abschiebehaft). Es fehlt jeder Kommentar, warum diese Warnungen nicht beachtet wurden. Es gibt bis jetzt niemand, der sich zu den Attentaten bekannt hat. Ein ehemaliger israelischer Geheimdienstleiter machte darauf aufmerksam, daß verschiedene Gruppen als Urheber in Frage kämen. Deutsche Ermittler stellten mehrfach fest, nachweisliche Verbindungen zwischen den mutmaßlichen Attentätern aus Hamburg/Harburg/Bochum und dem islamischen Fundamentalisten bin Laden könnten nicht festgestellt werden. Warum wird bin Ladens Verantwortung für das Geschehen in New York und Washington von den Medien nicht hinterfragt?

In ersten Fernsehberichten über die weltweiten Reaktionen auf die Terroranschläge wurden immer wieder Aufnahmen mit vor Freude tanzenden und fröhlichen schreienden palästinensischen Kindern gezeigt. Was rufen diese Personen? In einer Sendung des Mitteldeutschen Rundfunks mit Klaus Bednarz übersetzte ein arabischer Talk-Gast diese Rufe mit: "Wo sind die Millionen? Her mit den Millionen!" Stand der Jubel überhaupt im Zusammenhang mit den Attentaten von New York und Washington? Von wem stammen diese Aufnahmen? Wer hat sie zu diesem Zeitpunkt in die Nachrichten gebracht?

Lückenhafte Beobachtungen, abgeleitet aus lückenhaftem Medienkonsum. Fragen und Widersprüche, ungeordnet, offen für Vervollständigung durch den Leser.

Fragen und Widersprüche: Die Öffentlichkeit eines Landes, dessen Regierung es in einen Krieg zu stürzen gedenkt, hat ein Recht auf Antworten.

Quelle: Artikel von Clara Thümmler in 'Ossietzky' Nr. 19 vom 22.09.2001

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geschrieben am: 17.01.2002    um 00:00 Uhr   
Weitere offene Fragen

Aus der Gerüchteküche dampft und brodelt es, und dem arglosen Fernseh-Zuschauer und Radio-Hörer wird's nicht wohler. Er fühlt sich ausgeliefert, denn manche Teile des Puzzles passen ums Verrecken nicht.

So tauchte beispielsweise am 24. September gegen 13 Uhr auf der Videoschrift-Tafel 120 des Krawall-Senders RTL unter der Überschrift "Bush: Geschäfte mit Laden Bruder" folgender Text auf. "US-Präsident George W. Bush hat Ende der siebziger Jahre geschäftliche Beziehungen mit einem Bruder Osama bin Ladens unterhalten. Die Zeitung Daily Mail schreibt, Bush und Salem bin Laden hätten 1978 gemeinsam die Ölfirma Arbusto Oil Energy Company in Texas gegründet. Ein Freund von Bush wurde Repräsentant der Firma in Houston. Bush investierte 50 000 Dollar in das Unternehmen. 1978 kaufte Bush in bin Ladens Namen den Flughafen Houston Golf. Salem bin Laden starb 1983 bei einem Flugzeugabsturz in Texas."

An dieser Meldung, deren politische Bedeutung man schwer einzuschätzen vermag, ist vielleicht das Interessanteste, daß sie gegen 15 Uhr aus dem Videotext schon wieder verschwunden war und auch verschwunden blieb.

Allerdings erschien am 29. September eine Meldung, die Deutsche Bank sei über eine Investment-Tochter an Unternehmen der Familie bin Laden beteiligt...

Weil wir gerade bei Videotexten sind, noch eine Information, die mir nicht aus dem Kopf geht: Auf den Schrifttafeln verschiedener Sender war um den 26./27. September herum bei der Vorstellung des Pakets von Sicherheitsmaßnahmen am Rande auch von einem Verfahren die Rede, den Kurs entführter Flugzeuge von Bodenstationen aus zu ändern, die Flugzeuge also fernzusteuern. Ein solches Verfahren hatte ein Bundeswehr-Luftwaffengeneral bereits am 12. September in einem ARD-Interview als existent (dessen allgemeine Einführung zur Rettung von Geiseln jedoch als zu kostspielig) bezeichnet.

Offen bleibt nach wie vor folgende Frage: Aus dem Nachlaß eines der mutmaßlichen Attentäter werden immer mehr Papiere bekannt gemacht (deren eines, nebenbei, auch auf eine handfeste Paranoia schließen läßt). Bei so viel Selbstentäußerung nicht die Andeutung eines Programms oder von Absichtserklärungen, nichts von Verbindungen, kein Manifest, kein Bekenner-Text?

Beantwortet allerdings wurde inzwischen die letzte der von uns in Ossietzky 19/2001 aufgeworfenen Fragen, und zwar schon, als das Heft im Druck war, am 20. September durch die eindrucksvolle, verdienstliche Sendung des ARD-Magazins Panorama. Die Rede ist von Aufnahmen vor Freude tanzender Palästinenser, die uns tagelang wieder und wieder ins Haus gestrahlt worden waren. Panorama hat ermittelt, daß weder die Kinder noch die dicke Frau sich über das grausige Geschehen in New Yorks freuten. Ihnen waren Süßigkeiten und Kuchen für fröhliches Treiben vor der Kamera versprochen worden. Eine zweite Kamera hatte den Vorgang aus anderem Blickwinkel festgehalten. Da wurde dann die Inszenierung der Show ganz deutlich: Unbeteiligte Zuschauer, ein Einschreier, mehrmalige Wiederholungen, schließlich das lapidare Ende der Veranstaltung, und die dicke Frau geht gelassen davon... Von einer Entschuldigung der Sender, gerichtet am besten an das gesamte palästinensische Volk sowie an die irregeführte Weltöffentlichkeit, war bisher nichts zu hören. Auch nicht von einer Anzeige wegen Volksverhetzung.

Quelle: Artikel von Clara Thümmler in 'Ossietzky' Nr. 20 vom 6.10.2001
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 17.01.2002    um 05:45 Uhr   
Nachdem ich mir nun alle angeführten Berichte von Totengraber durchgelesen habe, kommt mir immer mehr folgender Satz in den Sinn.

"Seit eben wird zurückgeschossen."

ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 17.01.2002    um 10:19 Uhr   
langsam gewinne ich den eindruck, das totengräber nur zeitungsausschnitte kopiert und dann hier postet. irgendwie sind es nur linksgerichtete und anti-amerikanische beiträge.
es kommen nur beiträge, die uns zeigen sollen, wie böse doch die usa sind und welches unheil sie uns bringen.

aber kein wort über bin laden, über seine terrorgruppe, ziemlich einseitige berichterstattung.

semper fidelis
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 17.01.2002    um 10:28 Uhr   
Semper, hast Du denn irgendein paar Antworten auf die hier gestellten Fragen, die in den Berichten vorkommen?

ReneeW
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geschrieben am: 18.01.2002    um 03:58 Uhr   
Vergeltung in Vorbereitung
Washington plant nach Anschlag auf US-Kriegsschiff erneut Luftschläge gegen Osama bin Laden

Seit Tagen hält sich hartnäckig das Gerücht, Washington stehe kurz vor der Entscheidung, erneut die Lager von Osama bin Laden auf dem Staatsgebiet Afghanistans mit Cruise Missiles anzugreifen. Die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete am Mittwoch unter Berufung auf diplomatische Quellen in London, die Luftschläge gegen den international gesuchten mutmaßlichen Terroristen und saudiarabischen Multimillionär sollen noch vor der Präsidentenwahl in den USA am kommenden Dienstag durchgeführt werden.

Der amerikanische Geheimdienst will angeblich Beweise dafür haben, daß bin Laden hinter dem Anschlag vom 12. Oktober auf den US-Zerstörer »Cole« in einem jemenitischen Hafen steckt. Dieser wird von Washington auch für die koordinierten Anschläge auf zwei US-Botschaften in Kenia und Tansania im Sommer 1998 verantwortlich gemacht. Als das neue, eine Milliarde Dollar teure Kriegsschiff »USS Cole« Mitte Oktober in den Hafen von Aden einlief, um auch dort die amerikanische Flagge, bzw. Oberhoheit zu zeigen, näherten sich dem vor Anker liegenden Zerstörer viele kleine arabische Versorgungsschiffe. Darunter auch ein bis an den Rand mit Sprengstoff beladenes Schlauchboot, das mit zwei Selbstmordattentätern besetzt war.
Direkt neben der Bordwand der Cole sprengten sie sich in die Luft. Die Wucht der Explosion riß ein riesiges Loch in die Seite des Zerstörers, genau an der Wasserlinie, was ihn fast zum Sinken brachte. 17 amerikanische Soldaten kamen dabei ums Leben, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt. Der leckgeschlagene Zerstörer konnte nur noch mit fremder Hilfe die Heimreise antreten.

Seit den Anschlägen auf die US-Botschaften in Ostafrika war das der bei weitem schlimmste Terrorangriff gegen die Amerikaner, nicht nur wegen der hohen Zahl der Opfer, sondern auch wegen der Schmach und des verlorenen Prestiges. Vor aller Augen wurde die Verletzlichkeit der mächtigsten Kriegsflotte der Welt demonstriert. Zeitlich fiel der in der arabischen Bevölkerung zumeist mit Genugtuung, wenn nicht sogar mit Jubel aufgenommene Angriff auf die »USS Cole« mit dem Beginn der neuen israelischen Repression gegen die Palästinenser zusammen. Washington hat in der arabischen Welt längst jede Glaubwürdigkeit als ehrlicher Makler verloren. Die von Tag zu Tag blutiger und brutaler werdenden Unterdrückungsmaßnahmen Israels werden, wenn überhaupt, allenfalls zaghaft verbal von Washington verurteilt. Während sich die Clinton-Regierung intensiv bemüht, der israelischen Regierung in diesen »schwierigen Zeiten« mit einer zusätzlichen Finanzhilfe in Milliardenhöhe unter die Arme zu greifen, erklärt sie zugleich, keine Einflußmöglichkeiten auf das politische Verhalten Israels zu haben.

Doch das Land, in dem Washington derzeit tatsächlich wenige Einflußmöglichkeiten hat, ist Afghanistan. Die afghanischen Taliban stellen bis dato dem »Waffenbruder« bin Laden trotz zunehmenden amerikanischen Drucks eine sichere Zuflucht. Wegen der erwarteten Luftschläge hat Kabul die USA gewarnt, einen schweren Fehler zu begehen. Vorsorglich hat die Taliban-Führung bereits ein Kamera-Team des Nachrichtensenders CNN aufgefordert, sofort die Umgebung von Kandahar zu verlassen, in dessen Nähe Ausbildungslager von bin Laden vermutet werden. Zugleich hat nach einem Bericht der International Herald Tribune (Donnerstagausgabe) die pakistanische Regierung erklärt, niemandem pakistanischen Luftraum für Angriffe gegen Afghanistan zur Verfügung zu stellen.

Bereits letzte Woche hatten pakistanische Zeitungen gemeldet, daß amerikanische Kommandoeinheiten über die tadshikische Grenze nach Nordafghanistan in Richtung Kandahar eingedrungen seien, um einen Schlag gegen bin Laden vorzubereiten. Wenn die Informationen stimmen, dann kann es sich nur um sogenannte »Spotter«-Kommandos handeln, die ein Ziel identifizieren, lokalisieren und die genauen Koordinaten für Luftschläge an die eigenen Einheiten durchgeben bzw. aus versteckter Position mit Hilfe eines Lasergerätes das Ziel »anleuchten«. Auf der Reflexion des Laserstrahls »reiten« dann die lasergesteuerten Bomben, die zum Beispiel von dem in sehr großer Höhe fliegenden und vom Boden aus nicht zu hörenden interkontinentalen Tarnkappenbomber B2 abgefeuert werden können, ins Ziel.

In Erwartung des US-Luftschlages schüren radikale Mullahs in Pakistan bereits das Feuer gegen die Amerikaner. Sie drohen mit einem Heiligen Krieg gegen amerikanische Ziele, wenn Afghanistan angegriffen werden sollte. Mullah Maulana Sami ul-Haq, ein einflußreicher pakistanischer Geistlicher, drohte letzte Woche, im Falle eines Angriffes werde in Pakistan »kein einziger Amerikaner am Leben bleiben«.

Quelle: Rainer Rupp

Nachtrag: der Artikel stammt vom 3.11.2000, weit vor dem Datum, 11.September 2001
Geändert am 18.01.2002 um 04:02 Uhr von ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 18.01.2002    um 09:55 Uhr   
ich muss sagen, das ich keine antworten habe. aber es ist ja einfach, vorgefertigte meinungen,ansichten zu übernehmen.

terror, ist in jeder form auf das schärfste zu verurteilen und zu bekämpfen!!! wir können hier noch tagelang reden und schreiben, ich werde niemals deiner meinung sein und du niemals meiner. du wirst weiterhin bin laden verteidigen und die us-aktionen verurteilen und ich anders herum, wenn du weisst was ich meine. die berichte, die du hier zitierst, sind für mich nicht relevant und egal was ich anführe, ist für dich auch nicht relevant...

semper fidelis
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Nutzer: ReneeW
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geschrieben am: 18.01.2002    um 15:39 Uhr   
(zitat)aber es ist ja einfach, vorgefertigte meinungen,ansichten zu übernehmen.(/zitat)

Endlich siehst Du das Mal ein.

ReneeW
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Nutzer: Gast_semperfidelis
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geschrieben am: 18.01.2002    um 17:31 Uhr   
ich schon, du nicht

semper fidelis
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