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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 31.05.2003    um 20:00 Uhr   


Dunkle Rose, tiefe Glut,
Samtverhüllte Liebestaube,
Gurrend weiches Federwölkchen,
Hütest noch die Traumgestalten.
Lass mit allen Schleiern fallen
Alles Zögern, alle Schranken,
Bis Vergehen dich umhüllt
Schmerzgelöst im Aufbegehren.
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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 01.06.2003    um 10:57 Uhr   


Rosenrot.....

Siehe beider Hände fahl
wollen fangen einen weinroten Moment
sehnen einen Schatz herbei, süß

Siehe beider Hände blass
wollen fassen einen karminroten Augenblick
wünschen einen Traum herbei, lieb

Siehe beider Hände matt
wollen binden einen scharlachroten Atemzug
hoffen einen Duft herbei, mild

Siehe beider Hände stark
wollen umklammern eine purpurrote Blüte
lauern den Schmerz herbei, kalt
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 02.06.2003    um 06:19 Uhr   


Guten Morgen liebes Röschen :)
Wundervolles Gedicht, und das am diesem Morgen, das hebt meine Laune für diesen Tag, der wieder so lang wird....



Cythera


Ein Pavillon mit leichten Stäben
Schirmt sacht das Glück, das wir uns geben,
Von Rosen sind wir hold umhaucht;


Die zarten Rosendüfte mischen
- weil Sommerwinde uns erfrischen -
Sich dem Parfum, das sie gebraucht;


Ihr Blick versprach es froh und licht:
Ihr Mut ist groß, es überträgt
Ihr Mund ein Fieber, süß gehegt,


Und alles stillt die Lieb', nur nicht
Den Hunger. Doch Erquickung schenken
Uns Zuckerfrüchte nebst Getränken.

PAUL VERLAINE
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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 02.06.2003    um 06:44 Uhr   
Einen wundervollen Morgen auch Dir skies
lächelt Dein Gedicht ist auch schön
wünsche Dir einen zauberhaften Tag
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 02.06.2003    um 08:36 Uhr   


Es blüht eine Rose im dunklen Wald,
muß weiter nichts tun,als schön zu sein.
Im Winter stirbt Sie,denn es wird kalt,
stolz ist Sie und traurig,verwelkt allein.
Im nächsten Jahr erblüht Sie wieder,
bringt Farbe zu den finsteren Bäumen.
Kommt Herbst,fällt Sie zu Boden nieder
und Ihre Wurzeln beginnen zu träumen.
Träumt von den wärmenden Sonnenstrahlen,
die Ihr bei neuem wachsen helfen.
Tun zwischen Bäume Schatten malen,
dort spielen fröhlich kleine Elfen.
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 03.06.2003    um 08:22 Uhr   


Rose rot, noch sanft verschlossen
Hat der Liebe Tau begossen.
Wenn die Sommerwinde schmeicheln
Freundlich übers Haar mir streicheln

Wünscht mein Herz, Du schönes Kind,
Öffne Deinen Kelch geschwind,
Schließ' Deine Blätter über mir,
Laß mich ruhen so bei Dir.

Duft und Freude sich verschlingen,
Meinen Ängsten Ruhe bringen.
Morgentau und Tränen heiß
Ich im gleichen Kelche weiß.

@unbekannt
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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 03.06.2003    um 08:23 Uhr   
Hoffnung ist eine
Knospe,
die dir eine Rose
verspricht.
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 03.06.2003    um 09:42 Uhr   
Die Bäume verlieren die Blätter,
die Tage werden kürzer,
die Menschen ziehen sich zurück.
Aber dennoch blüht eine Rose.
Oder .... ?
Ich gehe zu der Rose.
Aber was ist denn das?
Deine Blütenblätter sind gefroren.
Du arme Rose!
Dein Körper ein Eisklumpen.
Ich berühre dich sanft.
Ein Blütenblatt fällt zu Boden
und zersplittert.
Es war das Blütenblatt der Jugend.
Als erstes hat es dich verlassen.
Ich streichle über deinen Stengel.
Ein weiteres Blütenblatt macht sich selbständig
und zerbricht auf der Erde.
Als zweites hat es dich verlassen,
das Blütenblatt der Energie.
Ich hauche dir warme Luft zu.
Das nächste Blütenblatt fällt,
und wird auch kaputt.
Als drittes hat es dich verlassen,
das Blütenblatt des Glaubens.
Ich steche mich an einem Dorn,
das vierte Blütenblatt fällt zu Boden
und zersplittert wiederum.
Es war das Blütenblatt der Zukunft,
das dich verlassen hat.
Eine Träne fällt auf dich herab,
und das letzte Blütenblatt fällt,
zerbricht aber nicht!
Es ist das Blütenblatt der Hoffnung,
das deinen Körper verlassen hat.
Ich sehe dich an,
kann man zu dir noch Rose sagen?
Ich zerre an deinem Stengel.
Du darfst doch nicht sterben!
Tränen rollen über meine Wangen,
würden dir das Wasser des Lebens schenken.
Stirb nicht!
Da hörte ich deine Stimme:
„Vergiß meinen Körper,
aber nimm das Blütenblatt,
halte die Hoffnung in dir,
und verschenk sie weiter."
Dies brachte mich zum Nachdenken.
Wie weise du bist Rose.
Ich sah das Blütenblatt am Boden,
nahm es in die Hand.
Schnell taute es in meiner Hand auf,
und ich spürte sofort Wärme
und ein Gefühl der Geborgenheit.
Die Hoffnung liegt nun in meiner Hand.
Ein letztes mal streiche ich über deinen Körper.
Sie hat mir die Hoffnung wiedergeschenkt
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

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Nutzer: SilenceStinger
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geschrieben am: 03.06.2003    um 15:06 Uhr   
ich muss nicht wissen warum ihr schreibt ich weiss nur das es wahrlich einzigartig ist...respekt an euch beide

Silence
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 04.06.2003    um 12:57 Uhr   
Ode an die Rose

Rose, Wunder aller Blumen, die blühen,
jedes Blatt ein Zeuge der Liebe im Frühling.
Selbst die himmlischen Mächte erfreuen sich ihrer.
Sie ist die junge Leidenschaft der Aphrodite,
sie ist der Liebling der Cythere,
die Schläfe mit Blumenblättern umkränzt
und mit ihrem süßen Parfüm
macht sie ihre Herren trunken

Anakreon (580-495 v. Chr.)

Der Rosenelf

Inmitten eines Gartens wuchs ein Rosenstrauch,
der war ganz voller Rosen,
und in einer davon, der schönsten von allen,
wohnte ein Elf; er war so winzig klein,
daß kein menschliches Auge ihn sehen konnte,
hinter jedem Blatt in der Rose
hatte er so wohlgestalt und hübsch,
wie ein Kind nur sein konnte,
und hatte Flügel an den Schultern,
hinab bis zu den Füßen.
Oh, es war ein Duft in seinen Zimmern,
und wie hell und schön waren die Wände!
Sie waren ja die feinen hellrosa Rosenblätter.

Hans Christian Andersen

*Das Stinger, sowie das Röschen lieb knutschtknuddelt*
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 04.06.2003    um 13:00 Uhr   
Andersen, Hans Christian (1805-1875)

Wer war die Glücklichste?



"Welch schöne Rosen!" sagte der Sonnenschein. "Und jede Knospe wird sich entfalten und ebenso schön werden. Das sind meine Kinder! Meine Küsse haben sie belebt."
"Meine Kinder sind es", sagte der Tau; "ich habe sie mit meinen Tränen gesäugt."
"Ich sollte doch meinen, daß ich ihre Mutter sei", sagte die Rosenhecke; "ihr andern seid nur Gevattern, die nach Vermögen und gutem Willen ein Patengeschenk gaben."

"Meine lieblichen Rosenkinder!" sagten sie alle drei und wünschten jeder Blume das schönste Glück; aber eine nur konnte die Glücklichste, eine mußte die am wenigsten Glückliche werden - aber welche von ihnen!

"Das will ich schon zu wissen bekommen", sagte der Wind; "ich jage weit umher, dränge mich in die engste Ritze und weiß außen und innen Bescheid."

Jede der aufgeblühten Rosen hörte, was gesagt wurde, jede schwellende Knospe vernahm es.

Da kam eine tiefbetrübte liebevolle, in Trauerkleider gehüllte Mutter in den Garten; sie pflückte eine von den Rosen, die halb erblüht, frisch und voll war und welche ihr die schönste von allen zu sein schien. Sie trug die Blume in die stille, schweigsame Kammer, wo vor wenigen Tagen noch die junge, lebensfrohe Tochter sich bewegte, welche jetzt, einem schlafenden Marmorbilde gleich, in dem schwarzen Sarge lag. Die Mutter küßte die Tote, küßte darauf die halberblühte Rose und legte diese auf die Brust des jungen Mädchens, als ob sie durch ihre Frische und den Kuß der Mutter ihr Herz wieder schlagen machen könnte.

Die Rose schien zu schwellen; jedes Blatt bebte in freudigen Gedanken. "Welch ein Weg der Liebe ist mir vergönnt! Ich werden wie ein Menschenkind, ich bekommen einen Mutterkuß, ich empfange ein Segenswort, und ich gehe mit in das unbekannte Reich, träumend an der Brust der Toten! Gewiß, ich wurde die Glücklichste von allen meinen Schwestern!"

In den Garten, in welchem der Rosenbusch stand, ging auch die alte Gärtnerin. Auch sie betrachtete die Herrlichkeit des Rosenstrauches, und ihr Auge haftete auf der größten voll erblühten Rose. Ein Tautropfen und ein warmer Tag - und die Blätter würden fallen. Das sah die Frau und fand, daß die Rose, welche den Gipfel ihrer Schönheit erreicht habe, auch Nutzen bringen müsse. Sie pflückte sie also und legte sie zwischen ein Zeitungsblatt, um sie mit nach Hause zu andern entblätterten Rosen zu nehmen, um Potpourri davon zu machen, in Gesellschaft mit den kleinen blauen Burschen, die man Lavendel nennt, und sie mit Salz einzubalsamieren. Balsamiert, das werden nur Rosen und Könige.
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 04.06.2003    um 13:01 Uhr   
"Ich werde am höchsten geehrt!" sagte die Rose, als die Gärtnerin sie pflückte. "Ich werde die Glücklichste! Ich werde balsamiert werden."

Zwei junge Männer traten in den Garten, der eine war ein Maler, der andere ein Dichter. Jeder pflückte eine Rose, schön anzusehen.

Und der Maler gab der Leinwand ein Bild der blühenden Rose, so treu, daß diese sich im Spiegel zu sehen glaubte.

"So", sagte der Maler, "soll sie viele Menschalter leben, während Millionen und abermals Millionen Rosen welken und sterben."

"Ich bin die Begünstigste", sagte die Rose; "ich gewann des größte Glück!"

Der Dichter betrachtete seine Rose, schrieb ein Gedicht von ihr, eine ganze Mysterie, alles, was er von jedem einzelnen Blatt der Rose las: "Das Bilderbuch der Liebe"; es war eine unsterbliche Dichtung.

"Mit ihr bin ich unsterblich", sagte die Rose. "Ich bin die Glücklichste!"

Unter all der Pracht von Rosen war noch eine, welche fast vor den andern verborgen saß. Zufällig - zum Glück vielleicht - hatte sie ein Gebrechen; sie saß schief auf dem Stengel, und die Blätter der einen Seite entsprachen denen der andern nicht, ja, mitten aus der Blume heraus wuchs sogar ein kleines, verkrüppeltes grünes Blatt. Das kommt wohl zuweilen bei Rosen vor.

"Armes Kind", sagte der Wind und küßte ihre Wange. Die Rose glaubte, da sei ein Gruß, ein Liebesgruß; sie hatte ein Bewußtsein davon, daß sie etwas anders geschaffen sei als die andern Rosen und daß ein grünes Blatt mitten aus ihrem Innern herauswachse, und sie betrachtete das als eine Auszeichnung. Ein Schmetterling flatterte auf ihre Blätter herab und küßte sie: das war ein Freier; sie ließ ihn wieder fliegen. Dann kam ein gewaltig großer Grashüpfer; der setzte sich richtig genug auf eine andere Rose und rieb verliebt sein Schienbein (das ist bei den Grashüpfern ein Liebeszeichen); die Rose, auf welcher er saß, verstand es nicht, aber die Rose mit dem auszeichnenden grünen Blatte in ihrer Mitte verstand es, denn der Grashüpfer betrachtete sie mit Augen, welche sagten: "Ich könnte dich vor Liebe fressen!" Und weiter kann die Liebe doch nicht gehen: einer geht in dem andern auf! Aber die Rose wollte nicht in dem Springinsfeld aufgehen. Die Nachtigall sang in der sternenklaren Nacht.

"Die singt für mich allein!" sagte die Rose mit dem Gebrechen oder der Auszeichnung. Weshalb soll ich vor allen meinen Schwestern so ausgezeichnet werden, weshalb ward mir diese Auszeichnung, welche mich zu der Glücklichsten macht?"

Da kamen zwei Herren, welche eine Zigarre rauchten, die sprachen von Rosen und von Tabak. Rosen sollen den Tabaksrauch nicht vertragen können, sie sollen die Farbe verändern und grün werden. Die Herren wollten das versuchen. Sie mochten keine von den prächtigsten Rosen nehmen, sie nahmen die Rose, welche das Gebrechen hatte.

"Welche neue Auszeichnung!" rief diese. "Ich bin über alle Maßen glücklich, die Allerglücklichste!" Und sie ward grün in Bewußtsein und Tabaksrauch.

Eine Rose, halb noch Knospe, die Schönste vielleicht am ganzen Rosenbusche, erhielt den Ehrenplatz in des Gärtners kunstvoll gebundenem Bouquet, welches dem jungen gebietenden Herrn des Hauses gebracht wurde und mit ihm im Wagen fuhr. Sie saß als schönste Blume inmitten andrer Blumen und schönem Grün, sie kam zu einem glänzenden Feste, da saßen Männer und Frauen so prächtig beleuchtet von Tausenden von Lampen, die Musik erklang, es war im Lichtmeere des Theaters; und als unter stürmischem Jubel die gefeierte junge Tänzerin hervor auf die Bühne schwebe, flog Bouquet auf Bouquet wie ein Blumenregen zu ihren Füßen nieder. Da fiel das Bouquet, in welchem die schöne Rose, gleich einem Edelsteine, saß, sie fühlte ganz ihr namenloses Glück, die Ehre, den Glanz, in welchem sie hineinschwebte, und indem sie den Boden berührte, tanzte sie mit, sie sprang, fuhr über die Bretter hin und brach im Fallen von ihrem Stengel. Sie kam nicht in die Hände der Huldin, sie rollte hinter die Kulissen, ein Maschinist nahm sie auf, sah, wie schön sie war, sie lieblich sie duftete, aber sie hatte keinen Stengel. Er steckte sie in seine Tasche, und als er abends nach Hause kam, erhielt sie einen Platz in einem Schnapsglase und lag in demselben die ganze Nacht im Wasser. Frühmorgens wurde sie vor Großmutter hingestellt, welche alt und kraftlos im Lehnstuhle saß, sie betrachtete die geknickte schöne Rose und freute sich über sie und ihren Duft.
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 04.06.2003    um 13:04 Uhr   
"Ja, du kommst nicht auf den Tisch des reichen feinen Fräuleins, sondern zu der armen alten Frau; aber hier bist du wie ein ganzer Rosenstrauch, wie schön bist du!"

Und mit kindlicher Freude blickte sie auf die Blume und gedachte wohl auch ihrer eigenen längst entschwundenen frischen Jugendzeit.

"Da war ein Loch in der Fensterscheibe", sagte der Wind, "ich konnte leicht hineinkommen und sah die jugendlich strahlenden Augen der alten Frau und die geknickte schöne Rose in dem Schnapsglase. Die Glücklichste von allen! Ich weiß das! Ich kann das erzählen!"

Jede Rose von dem Rosenstrauche des Gartens hatte ihre Geschichte. Jede Rose glaubte und dachte, die Glücklichste zu sein, und der Glaube macht selig. Aber die letzte Rose an dem Strauche war doch die Allerglücklichste, wie sie meinte.

"Ich überlebte sie alle! Ich bin die Letzte, die Einzige, Mutters liebstes Kind!"

"Und ich bin ihre Mutter", sage die Rosenhecke.

"Das bin ich", sagte der Sonnenschein.

"Und ich", sagten Wind und Wetter.

"Jeder hat teil an ihr!" sagte der Wind. "Und jeder soll einen Teil von ihr haben"; und damit streute der Wind ihre Blätter hin über die Hecke, auf welcher die Tautropfen lagen und auf welche die Sonne schien. - "Auch ich bekam mein Teil", sagte der Wind, "ich bekam die Gesichte aller Rosen, die ich nun der ganzen Welt erzählen will. Sage mir nun, welche war die Glücklichste von allen? Ja, das mußt du sagen, ich habe genug gesagt!"

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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 04.06.2003    um 14:35 Uhr   
SilenceStinger danke

Skies lieb drückt
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 05.06.2003    um 06:34 Uhr   


Die wilde Rose
Da droben auf einsamer Höhe
Die wilde Rose blüht.
Und wer sie von Ferne gesehen,
in heißer Sehnsucht erglüht.
Zu ihr über Felsen und Klüfte
ein kühner Jäger klimmt
Schon ist er in nächster Nähe-
Das Auge in Thränen ihm schwimmt.

Er will sie erfassen und pflücken
da strauchelt jäh sein Fuß,
des Abgrunds finstere Tiefe
Empfängt ihn mit kaltem Kuß.

Dort droben auf einsamer Höhe
Die wilde Rose blüht.
Und wer sie von Ferne gesehen
in heißer Sehnsucht erglüht.

Aston, Luise (1814-1871)


Moin Röschen :) *Frühstrück rüberschiebt, warmer Toast, warmer Kaffee, Marmelade, Butter, oder Magarine :)*

Hab mir nen schönen Tag..*lieb knuffelt*
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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 05.06.2003    um 06:52 Uhr   
Moin Skies ui danke :o)
Wünsche Dir auch nen wundervollen Tag dich lieb drückt
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 06.06.2003    um 12:41 Uhr   

Black Rose

Durch meine Augen
in meine Seele
deinen Blick
durchdringt und zerstört
die Welt
steht still für mich
dreht sich alles
um dich Wunder
die ich sah
Momente
die ich fand
für immer fest-gehalten
kann dies nicht immer sein
kann dies nicht für immer sein
was soll ich tun
an was soll ich denken
nichts erscheint wichtig
nichts ergibt Sinn
reden
du
Existenz
Gefühle
ich will dir alles geben
meine Seele
mein Licht
wo bist du.

(unbekannt)
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 10.06.2003    um 12:45 Uhr   
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 10.06.2003    um 12:47 Uhr   

Der Sage nach soll die Rose durch das Blut der Aphrodite
Duft und Farbe gewonnen haben, ein Dorn hatte
die Göttin verwundet. Von meiner gelben Rose weiß ich
es anders. Als nämlich Adam und Eva das Paradies
verlassen mussten, unsäglich betrübt, da erbarmte sich sogar
der strenge Engel am Tor. Er übersah es gnädig, dass Eva
noch schnell eine Ranke im Garten brach, um wenigstens das Haar
damit zusammenzuhalten. Später nachdem Adam den ersten
Ackerfleck in der Wildnis bestellt hatte, pflanzte die Frau auch den
Zweig aus Eden in die grobe Erde. Sie wärmte ihn mit dem
Hauch ihrer Seufzer und begoss ihn mit Tränen, bis er zu sprießen
begann, dornig zwar, aber mit hundertfältiger Blüte.
Und seither ist die Rose bei den Menschen geblieben, auch bei mir.
Hätte ich je den Mut gehabt, ein Tagebuch zu führen, so würde
jede erste Morgenstunde im Sommer mit der gleichen Eintragung
verzeichnet sein: <<Bin bei der Rose gewesen.>>

KARL HEINRICH WAGGERLN
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 10.06.2003    um 12:49 Uhr   

Rose und Stern

Nur ein Röslein fand ich in dem Grase
Auf dem Pfade durch den Wald gewunden,
Wie der Seher auf der Himmelsstraße
Irgend eine Wunderwelt gefunden.

Und doch bist du Stern der Waldesgassen
Wie du Rose in den Himmelsbreiten
Nur ein Einen und Zusammenfassen
Ungezählter Weltenseligkeiten.

Aber schmerzhaft zuckt mirs nach dem Innern,
Und das Herz will mirs zusammenpressen,
Dass von beiden nur ein kurz Erinnern
Überbleiben soll vor dem Vergessen.

CHRISTIAN WAGNER
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"Autor"  
Nutzer: FallonRotance
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geschrieben am: 15.06.2003    um 18:06 Uhr   


Traurig lehnst du dein Gesicht
Übers Laub, dem Tod ergeben,
Atmest geisterhaftes Licht,
Lässest bleiche Träume schweben.
Aber innig wie Gesang
Weht im letzten leisen Schimmer
Noch den ganzen Abend lang
Dein geliebter Duft durchs Zimmer
Deine kleine Seele wirbt
Ängstlich um das Namenlose,
Und sie lächelt, und sie stirbt
Mir am Herzen, Schwester Rose.

HERMANN HESSE

So, nun auch mal was herein stellen wollte ^^
Geändert am 15.06.2003 um 18:09 Uhr von FallonRotance
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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 17.06.2003    um 07:11 Uhr   
Rose, oh du Königin

deine Farben, deine Grazie

und dein Duft so süß und mild

wo gibtŽs noch ein solches Bild?!

Jedes einzŽge Blatt von dir,

kann die Tafel schmückend zieren.

Erst ein ganzer Strauß von dir

Liebende im Herzen rühren.

Doch die kleine Hagebutte,

Heckenröselein genannt,

blüht bescheiden und alleine

irgendwo am Wegesrand.

Auch sie ist ein kleines Röschen

doch sie reicht nicht ran an dich.

Du wirst ständig neu gezüchtet

sie hat nur das Sonnenlicht.

(unbekannt)

Euch lieb grüsst und Skies lieb drückt
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
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"Autor"  
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geschrieben am: 18.06.2003    um 07:41 Uhr   
Wenn der Sommer sich verkündet,
Rosenknospe sich entzündet,
Wer mag solches Glück entbehr`n?
Das Versprechen, das Gewähren,
Das beherrscht in Florens Reich
Blick und Sinn und Herz zugleich"

Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832)
Das Sterben der Seele
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"Autor"  
Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 18.06.2003    um 07:42 Uhr   
Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber goldig zart
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.

Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?
Das wüßt' ich gar so gern.
Ist es die singende Nachtigall?
Ist es der schweigende Abendstern?

Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;
Ich aber lieb' euch all?:
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.

copyright Heinrich Heine (1797-1856)
Das Sterben der Seele
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geschrieben am: 19.06.2003    um 00:32 Uhr   


Mit einem gemalten Band

Kleine Blumen, kleine Blätter
streuen mir mit leichter Hand
Gute junge Frühlingsgötter
Tändelnd auf ein luftig Band.


Zephyr, nimm's auf deine Flügel,
Schling's um meiner Liebsten Kleid!
Und so tritt sie vor den Spiegel
All in ihrer Munterkeit.


Sieht mit Rosen sich umgeben,
Selbst wie eine Rose jung:
Einen Blick, geliebtes Leben!
Und ich bin belohnt genung.


Fühle, was dies Herz empfindet,
Reiche frei mir deine Hand,
Und das Band, das uns verbindet,
Sei kein schwaches Rosenband!


JOHANN WOLFGANG VON GOETHE


Siehe, die Rosen im Garten
Öffnen sich alle dem Licht
Seele, meine Seele
Zögere du nicht.

MATTHIAS CLAUDIUS


ganz lieb knutschtknuddelt
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