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Nutzer: Gast_nadel.im.heu
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geschrieben am: 14.05.2000    um 01:53 Uhr   
[b]Eisbär[/b]
Eisbär, Eisbär,
kaltes Eis, kaltes Eis,
Eisbär, Eisbär,
kaltes Eis, kaltes Eis.
Ich möchte ein Eisbär sein
im kalten Polar,
dann müßte ich nicht mehr schrei'n,
alles wär so klar.
Ich möchte ein Eisbär sein
im kalten Polar,
dann müßte ich nicht mehr schrei'n,
alles wär so klar.
Ich möchte ein Eisbär sein
im kalten Polar,
dann müßte ich nicht mehr schrei'n,
alles wär so klar.
Ich möchte ein Eisbär sein
im kalten Polar,
dann müßte ich nicht mehr schrei'n,
alles wär so klar.
Eisbären müssen nie weinen.
Eisbären müssen nie weinen.
Eisbären müssen nie weinen.
Eisbären müssen nie weinen.
[/i]Grauzone[i]
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Nutzer: Gast_eishe
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geschrieben am: 14.05.2000    um 11:53 Uhr   
Dunkler Ort
jeden Tag
treten menschen in mein leben
und wieder raus
ich habe aufgehört zu zählen
wir begrüssen uns mit floskeln
versehen uns mit spott
belegen uns mit dogmen
doch richten kann nur gott
chor:
dies ist ein dunkler ort
weil du ihn dazu machst
dies ist ein dunkler ort
du hast ihn erdacht
wir warten auf den tod
verschwenden unsere zeit
tun was man von uns erwartet
zahlen den preis für unsere feigheit
die tage ziehen vorbei
wir scheissen und fressen
unsere zimmer sind särge
geld hilft uns zu vergessen
chor:
wir leben unbedeutende leben
und bewirken nichts
dich verschluckt das vergessen
und niemand erinnert sich an dich

böhse onkelz
mfg rommel
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"Autor"  
Nutzer: schermbeck
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geschrieben am: 15.05.2000    um 22:16 Uhr   
SCHWEINEHERBST
ref.:
deutschland, ein land kotzt sich aus
einen alten, braunen brei
und seh ich aus dem fenster wird mir übel
von dieser heuchelei in
deutschland
der regen zog im westen auf und wusch das land hinfort
frohsinn, dummheit, ausverkauf
und dieses große wort:
alle schauen sich hilflos um und wissen nicht warum
und in welchen löchern die ratten lagen
die hier marsschieren und losschlagen
doch sie lagen nicht in löchern rum
oft sahen wir sie auf der straße gehen
und sie grüßten dich mit gestrecktem arm
du hast einfach weggesehen
ref.:
und wieder setzt du dich hin und fängst an zu beten
dabei müßtest du wissen, du solltest schreien
und diese kleinen tiere zertreten
doch das geht zu weit, ich seh euch winden
und während sie immer mehr menschen anzünden
bist du noch immer am reden, am differenzieren
man dürfte seine werte jetzt nicht verlieren
dieser wert im klartext heißt:
das weiterleben vom großdeutschen geist
ref.:
die tore fallen ins schloß und wer drin ist, wird gesiebt
wie schade, daß es zum sieben keinen schnelleren weg mehr gibt
heut sah ich eichmann auf der straße gehen
ich folgte ihm, er hat mich nicht gesehen
ich hielt eine streife, zu erstatten den bericht
doch sie lachten mir nur ins gesicht
Ref.:


GEWALT
die asche der abgebrannten häuser ist noch warm
die toten noch nicht begraben
da werden schon wieder leute eingefahren
und geprügelt, weil sie es nicht einfach hingenommen haben
fast tausend glatzen beim faschokonzert
und sie sagen "na und es hat sich niemand beschwert"
doch stehen leute gegen faschisten auf
gegen die lassen sie ihrem hass freien lauf
ref.:
mit rassismus gegen die eigene leere
mit terror gegen die eigene not
die lüge in ihren köpfen hallt
erzeugt in ihren herzen - gewalt
schau dir die entseelten gesichter an
sie wissen nicht, worüber sie reden
weil das einzige, was sie interessiert
ist die erhaltung ihrer macht
wolfgang grams mit ner kugel im kopf
am hellichten tag, leute babens gesehen:
ein killerkommando ohne istruktion
und sie lügen und tun als wäre nichts geschehen
ref.:
hunderte faschos heben auf dem domplatz den arm
vom staatsschutz in die stadt eskortiert
der präsident als paraderassist
als er ausländer in gute und schlechte sortiert
dann die lügner, die sich von all dem distanzieren
aus angst im ausland das gesicht zu verlieren
dafür ist es schon längst zu spät
denn das ist die deutsche realität

[i]Slime, Schweineherbst, 1992[/i]
[Diese Nachricht wurde geändert von: schermbeck (geändert am: 15-05-00).]

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 15.05.2000    um 23:43 Uhr   
köln ?
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.05.2000    um 02:15 Uhr   
[b]Abendland[/b]

Späte Zeit, Dämmerung, Stunde, die Hoffnung, Trauer
und Asche trägt.
Atemholen, einsam sein.
Herbst der Gedanken und letzte Zuflucht für mich.
Abendland, Abendland.
ich achte und verachte dich,
Abendland
Abendland, nicht meine Müdigkeit, sondern die
Sehnsucht nach Träumen läßt mich Schlaf suchen, die
bestürzende Möglichkeit der Verwandlungen meiner
Figur in andere Figuren und Schauplätze: in den von der
Vogelweide, Cervantess, Appollinaire und James Joyce;
Kinderkreuzzüge, Scheiterhaufen, Guillotinen, Kolonien
der Ehrlosigkeit, in Hurenböcke auf Heiligem Stuhl,
Expeditionen an den Saum des Bewußtseins, Bankrott
der guten Vorsätze, Kongresse der zynischen Lachmeister
Marc Aurels "Astronomie der Besinnung", die Sturmtaufen
Vasco da Gamas, Leonardos Spiegelschrift,
Gaudis Anarchie der Gebäude, in Pablo Ruiz Picasso,
der die Wünsche beim Schwanz packte; den Aufstand
im Warschauer Ghetto, die großen Progrome Armeniens
und Spaniens,
Parsival, Hamlet, Woyzeck, Raskolnikow, die Blumen
des Bösen, de Sade, Hanswurst und den Mann ohne
Eigenschaften,
Abendland, Abendland,
wir sind aus dir geboren,
wir fahren auf deinem Narrenschiff dem Abschied
entgegen.
Die Frau, bei der ich Kind war, lehrte mich beten.
Worte, die älter waren als die Haut an ihrem Hals.
Worte der Demut und Anmaßung.
Jetzt, mit meiner Angst, die schon von jeher so zum
Lachen war, will ich diese Worte sprechen, wie damals
vor vielen, vielen Jahren, als ich das erste Mal begriff,
daß wir nicht an der Fähigkeit zu sterben, sondern an der
Unfähigkeit zu leben zugrundegehen:
Herr gib, daß ich Liebe gebe, wo Haß ist,
daß ich verzeihe, wo Schuld ist,
vereine, wo Zwietracht herrscht,
nicht um getröstet zu werden, sondern um zu trösten,
nicht um verstanden zu werden, sondern um zu verstehen,
nicht um geliebt zu werden, sondern um zu lieben.
Nur dies ist wichtig.
Denn, da wir geben, empfangen wir,
da wir uns selbst vergessen, finden wir,
da wir verzeihen, erhalten wir Vergebung,
da wir sterben, ehen wir in das neue Leben.
Späte Zeit, Dämmerung, Stunde, die Hoffnung, Trauer
und Asche trägt.
Atemholen, einsam sein.
Herbst der Gedanken und letzte Zuflucht für mich.
Abendland, Abendland,
ich achte und verachte dich,
Abendland.
Chor: Abendland,
we've got no dream, that bears your name.

[i]André Heller mit Ingfried Hoffmann 1975[/i]
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 16.05.2000    um 02:17 Uhr   
.. und weil's gar so schön war noch ein Trio :
[b]Für immer jung[/b]
Di sollŽs gebn solangs die Welt gibt
und die Welt solls immer gebn
ohne Angst und ohne Dummheit
ohne Hochmut sollst du lebŽn.
Zu de Wunder und zur Seligkeit
is dann nur a Katzensprung
und wann du wülst
bleibst immer jung.
Für immer jung
Für immer jung
wann Du wülst
bleibst immer jung.
Du sollst wochsn bis in Himmel
wo Du bist soll Himmel sein
Du sollst Wahrheit redn und Wahrheit tun
Du sollst verzeihn.
Wannst Vertraun hast in die sölba
dann brauchst ka Versicherung
und du bleibst für immer jung
Für immer jung
Für immer jung
wann Du wülst
bleibst immer jung.
Du sollst nie aufhörn zum lernen
arbeit mit der Phantasie
wanns d dei Glück gerecht behandelst
dann valaßts di nie
du sollst vor Liebe brennen
und vor Begeisterung!
Weu dann bleibst für immer jung.
Für immer jung
Für immer jung
[i]wann Du wülst[/i]
bleibst immer jung
[i]Bob Dylan/Wolfgang Ambros/André Heller, 1982[/i]
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Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 16.05.2000    um 08:11 Uhr   
......Hallo starchaser!..................
*** Ein großes Dankeschön ****
## für die schnelle Wunscherfüllung ##
:-)))
Ina**
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Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 16.05.2000    um 10:18 Uhr   
*********Alle Zeit der Welt**********
Mir hab'n uns alle sehr guat g`halten
i glaub' mir san no ganz die alt'n.
A jedes weiße Haar
sagt ma, des is net wahr.
Da war die Unbefangenheit,
a Summertag, a Ewigkeit.
Mei ganzer Kopf war voll
mit lauter Rock`n Roll.
Nur die Zeit treibt jeden weiter,
manchmal rennt's da a davon.
"Du muaßt jetzt bald erwachs'n werd`n",
kann i heut no mei Mutter hör`n.
Mei Mutter is jetzt stolz auf mi,
wer's g'schafft hat, hat die Symphatie
und so schön langsam g'spiat ma,
daß nix mehr passiert.
Wird das Glück amoe Routine
is des Beste scho vorbei.
Des kann's doch no nit g'wesen sei?
I mecht lach'n, i mecht wana,
i brauch Stana auf mein Weg.
Des kanns doch no net g'wesen sei?
Na, na, na es geht nie vorbei.
Soviele Fehler,für jeden zahl'i gern mein Preis,
doch ich brauch alle, i brauch alle Zeit der Welt.
Nur die Zeit treibt jeden weiter
manchmal rennt sie dir auch davon,
ihr müßt's jetzt bald erwachsen werd'n
können heute schon meine Kinder hör'n.
I mecht lach'n, i mecht wana
i brauch Stana auf mein Weg.
Des kann's doch no net g'wesen sei?
Soviel Fehler, für jeden zahl i gern mein Preis.
Doch i brauch alle, i brauch alle Zeit der Welt.
*** Rainhard Fendrich ****
.....für alle "Mid-lifer" ;-))
ina**
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Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 16.05.2000    um 10:31 Uhr   
**************Rattenfänger****************
Es war einmal vor langer Zeit
Man könnt' fast sagen vor einer Ewigkeit
Ein kleiner Mann, ein Musikant
Er war bekannt im ganzen Land
Für die Macht und die Magie
Seiner Flötenmelodie.
Doch die Leut' dumm wie die Nacht
War'n bald neidisch auf die Macht
Hab'n ihn g'jagt und g'schrien dabei
Das kann doch nur der Teufel sein.
Der Teufel sein.
Seid's ängstlich und paßt auf
paßts auf die Kinder auf!
Es gibt noch so viele Rattenfänger.
Sie stengen ob'n im Licht
Un zahn mit jedem Ton
Die Kinder Euch davon.
Solang noch Kinder leb'n
Wird's immer G'schichten geb'n
Über so manchen Rattenfänger
Sie hab'n ihr ganze Macht
Ihr' Kraft und ihr' Magie
Durch Eure Fantasie.
Doch seid's ängstlich und paßts auf
Paßts auf die Kinder auf
Es lauern immer Rattenfänger
Auf einmal rennen's los
Und alle hinterher
Wie Lemminge ins Meer.
********Rainhard Fendrich************

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geschrieben am: 16.05.2000    um 10:49 Uhr   
s.net/animate/ghostmusic.gif
[b]Es lebe der Zentralfriedhof![/b]

Es lebe der Zentralfriedhof und alle seine Toten!
Der Eintritt ist für Lebende heut' ausnahmslos verboten.
Weil der Tod a Fest heut gibt, die ganze lange Nacht.
und von die Gäst' ka einziger a Eintrittskarten bra[u]cht.
Wann's Nacht wird über Simmering, kummt Leben in die Toten,
und drüben beim Krematorium tan s' Knochenmark verbraten.
Dort hinten bei der Marmorgruft, dort stengan zwei Skelete,
die stessen mit zwei Urnen z'samm und saufen um die Wette.
Am Zentralfriedhof is Stimmung, wia seit Lebtag no net woa,
weil alle Toten feiern heut seine ersten hundert Jahr.
Es lebe der Zentralfriedhof und seine Jubilare.
Sie liegen und verfaul'n scho da seit über hundert Jahre.
Draußt is kalt und drunt is warm, nur manchmal a bissel feucht,
wenn ma so drunt liegt, freut ma sich, wann's Grablaternderl leucht.
Es lebe der Zentralfriedhof, die Szene wird makaber;
die Pfarrer tanzen mit die Huren, und de Juden mit d' Araber.
Heut san alle wieder lustig, heut' lebt alles auf.
Im Mausoleum spielt a Band, die hat an Wahnsinnshammer drauf.
Am Zentralfriedhof ist Stimmung wia seit Lebtag no net woa,
weil alle Toten feiern heute seine ersten hundert Jahr.
Es lebe der Zentralfriedhof! Auf amoi macht's a Schnalzer,
der Moser singt's Fiakerlied, die Schrammeln spüln an Walzer.
Auf amoi is die Musi still, und alle Aug'n glänzen
weil dort drübn steht der Knochenmann und winkt mit seiner Sensen.
Am Zentralfriedhof ist Stimmung wia seit Lebtag no net woa,
weil alle Toten feiern heute seine ersten hundert Jahr.
[i]Wolfgang Ambros[/i]
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geschrieben am: 18.05.2000    um 01:30 Uhr   
[b]Verdamp lang her[/b]
Verdamp lang her, dat ich fast alles ähnz nohm
Verdamp lang her, dat ich ahn jet jegläuv
un dann dä Schock, wie't anders op mich zokohm
merkwürdich, wo su manche Haas langlööf.
Nit resigniert,
nur reichlich desillusioniert,
e bessje jet hann ich kapiert.
Wer alles, wenn dir't klapp, hinger dir herrennt,
ding Schulder klopp,
wer dich nit all hofiert,
sich ohne ruut ze wedde dinge Fründ nennt,
un dich daachs drop janz einfach ignoriert
Et ess lang her, dat ich vüür sujet ratlos stund
un vüür Enttäuschung echt nit mieh kunnt.
Ich weiss noch, wie ich nur dovun jedräump hann,
wovun ich nit woss, wie jet sööke sollt,
vüür lauter Söökerei et Finge jlatt versäump hann
un övverhaup, wat ich wo finge wollt.
Ne Kopp voll Nix,
nur die paar instinktive Tricks,
et duhrt lang, besste dich durchblicks.
Dat woor die Zick, wo ich noch nit ens Pech hat,
noch nit ens dat, ich hatt se nit ens satt.
He woor John Steinbeck,
do stund Joseph Conrad,
dozwesche ich - nur relativ Schachmatt.
'T ess paar Johr her,
doch die Erinnerung fällt nit schwer,
hück kütt mer vüür,
als wenn et jestern wöör.
Verdamp lang her!
Frööchs mich, wann ich zoletz e Bild jemohlt hann,
ob mir e Leed tatsächlich jetz jenüsch,
ob ich jetz do benn,
wo ich hinjewollt hann,
ob mir ming Färv op die Tour nit verdrüsch
Ich gläuv, ich weiß, ob de nu laut mohls oder leis,
't kütt nur drop ahn,
dat do et deis.
[i]BAP[/i]
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 20.05.2000    um 02:56 Uhr   
[b]Jraaduss[/b]
Manchmol setz ich he roem un ich frooch mich, woroem
et su kumme moot, wie et kohm, wie et jetz ess
un ich saach mer, dat et irgendwo wiggerjonn muss, jraaduss.
Noch haeng ding Bild ahn der Wand un maeht mich rejelraesch krank
ich han ding Stemm noch em Uhr un ich froore mich nur
ob dat alles nix woor, en dae letzte paar Johr, met dir.
Bliev do, wo de bess,
halt dich irgendwo fess.
un bliev su, wie de woors,
jraaduss.
Avv un zo merk ich dann, wie joot et dunn kann,
wmmer Luftschloesser baut un op Zofall vertraut,
janix mieh plant, op janix mieh waat, nur su.
Dann weet alles verdraeng, weil sons nix mieh jet bring,
weil sons himmelblau grau weet und mir alles zovill weet
weil em jedem Jedanke e Bild vun dir steck, jank weg.
Bliev do, wo de bess,
halt dich irgendwo fess.
un bliev su, wie de woors,
jraaduss.
We woor schoen, et woor joot, ahm Eng e bessje ze koot,
dausend un ein Naach, wo Donner un Bletz kraach,
'ne Film ohne Schlua, wo nix ess wie et muss, jraaduss.
Denk ens aff un zo dran, ahn dat wat met noch hann,
wat uns keiner mieh nemp, weil et wohr ess un stemp,
ahn dan Stoeck 'Ich' vun dir un dat Stoeck 'Do' von mir, jraaduss.
Bliev do, wo de bess,
halt dich irgendwo fess.
un bliev su, wie de woors,
jraaduss.

[i]BAP[/i]
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 23.05.2000    um 02:26 Uhr   
[b]Witterlich[/b]
Wer nur hass säht
dä weiß
dat Jewalt druss entsteht.
Wer op Neid setz
dä weiß
wie dä Pöpel met Fremden ömjeht
en 'nem Ellboore-Land
wo mer Sündeböck schon ens verbrannt.
He
spart üch die kränz
ihr künnt mich nit blende.
Die Betroffenheitsphrase sinn zynisch
su falsch wie Krokodilsträne.
Ihr sitt widderlich
nimieh zo erdraare
ihr sitt penetrant
wohre Asoziale
ihr sitt ignorant.
Wat kammer vun üch schon erwaade?
Karrierejeil sitt ihr Versaager
sonst nix.
Ihr sitt widderlich!
Während ihr ohne Skrupel Grundräächte verkrüppelt
zersägt
un en Talkshows op dufte maht
domet dat jonit opfällt
freut ihr üch weg
wenn unsereins schön brav dä Pausenclown mäht
dat die Welt nur nit denk
et künnt noch ens passiere.
Deit mer leid
keine Schlaach mieh
sulang Schleimer wie ihr
dat Land he rejiere.
Ihr sitt widderlich
nimieh zo erdraare
ihr sitt penetrant
wohre Asoziale
ihr sitt ignorant.
Wat kammer vun üch schon erwaade?
Karrierejeil sitt ihr Versaager
sonst nix.
Ihr sitt widderlich!
Wie künnt ihr üch selvs em Spejel erdraare?
Wenn ihr'n Unschuld de Häng wäscht
en Kameras strahlt
litt üch dann nix em Maare?
Ihr sitt widderlich
nimieh zo erdraare
ihr sitt penetrant
wohre Asoziale
ihr sitt ignorant.
Wat kammer vun üch schon erwaade?
Karrierejeil sitt ihr Versaager
sonst nix.
Ihr sitt widderlich!
[i]BAP[/i]
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 23.05.2000    um 22:43 Uhr   

[b]Die Abwesenheit[/b]
Es ist der Lärm der Flügel, wenn Möwen ein Stück Kork berühren,
es ist der schmale Riß im Leinen meines Schuhs,
die Dämmerung in der Bibliothek
und dieser Duft von Mandarinen
während ein alter Offizier "Die Welt von gestern" liest.
Die Abwesenheit,
das Fehlen einer Frau, eines WortŽs
mir ist das vertraut,
Und nach dem Satz: Ich liebe dich,
ist die Stille die gleiche.
Es ist die Eifersucht auf jemand, der zugrundegeht,
der Teller und das Brot, der Weißwein und der Fisch,
Ein Wetterleuchten am Himmel über Wien,
Und die Fronleichnamsprozession mit kleinen Mädchen
in Batist, die ihren Kardinal verehren.
Die Abwesenheit,
das Fehlen einer Frau, eines WortŽs,
mir ist das vertraut.
Und nach dem Satz: Ich liebe dich,
ist die Stille die gleiche.
Es ist das Zittern, wenn man nachts aus Schachtelträumen schreckt
oder von Oskar Werner ein Bild aus "Jules et Jim".
Es ist Jerusalem im Schnee,
auch die Bewegungen der Zweige im kargen Park
nahe dem Internat,
Die Abwesenheit,
das Fehlen einer Frau, eines WortŽs,
mir ist das vertraut.
Und nach dem Satz: Ich liebe dich,
ist die Stille die gleiche.
[i]Jacques Datin/Jean-Loup Dabadie/André Heller 1974 [/i]

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"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 25.05.2000    um 11:17 Uhr   

DAS LEBEN, DIE LIEBE UND DER TOD
(Ambros/Ambros)

KOMM HER UND HÖRŽZU
I ERZÄHL DIR VOM LEBEN
UND WIE SEHR ES ABHÄNGT
VOM NEHMEN UND GEBEN

DENN WENN DU ZUVIEL NIMMST
WIRD DER PREIS ZU HOCH
UND WENN DU ZUVIEL HERGIBST
MACHST DICH SCHWACH.

KOMM HER UND HÖRŽ ZU,
I ERZÄHLŽ DIR A GŽSCHICHT,
A GŽSCHICHT VON DER LIEBE
UND WIE SIE ZERBRICHT.

WENN DIE LIEBE NOCH JUNG IST,
DANN GLAUBST DU ES NICHT,
ABER DIE LIEBE ZERBRICHT
UNTER ZUVIEL GEWICHT.

DIE LIEBE KANN NIE KLEIN SEIN,
DIE LIEBE IST GROSS,
ABER DIE LIEBE FALLT DIR MANCHMAL
DIREKT INŽ SCHOSS.

UND DANN SETZT DU SIE AUFŽS SPIEL
WIE EIN IDIOT
UND SO SEHR DUŽS AUCH BEREUST,
SPÄTER IST DIE LIEBE TOT.

KOMM HER UND HÖR ZU,
I ERZÄHL DIR VOM TOD
UND VON DER GROSSEN BEDEUTUNG,
DIE ER FÜR UNS HOT.

OB ER DAS ENDE IST,
WIR WERDENŽS NIE WISSEN,
ABER EGAL WORAN DU GLAUBST,
VERTRAUŽ DEINEM GEWISSEN.

EGAL WORAN DU GLAUBST,
VERTRAUŽ DEINEM GEWISSEN
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"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 25.05.2000    um 11:22 Uhr   
LANGSAM WOCHS' MA Z'AMM
Ambros / Ambros

Wir lach'n viel,
wir streit'n oft,
wir flieg'n übers Meer.
Wir wiss'n haargenau
wann's g'nua is,
doch immer woll'n ma mehr.
Wir san uns manchmal völlig fremd
doch froh, dass wir uns hab'n,
wir hab'n uns und wir hab'n uns gern,
und langsam wochs' ma z'amm.
Wir seh'n uns oft 2 Monat' net,
das is halt so, das g'hört dazu.
Doch wir riskier'n nix
wir prüfen uns täglich,
wir lass'n uns ka Ruh'.
Manchmal treib'n ma's furchtbar wild,
doch meistens ganz normal
und manchmal san ma direkt fromm -
manchmal san ma unausstehlich,
und langsam woch's ma z'amm.
Wir mach'n zwar meist'ns dasselbe,
doch selten nur denk' ma des gleiche,
und wenn du willst verwundest mi
jeden Tag aufs Neue.
Man bild't sich ein, das was man hat,
is das, was man si nimmt,
doch dass wir zwa uns 'kriegt hab'n,
war größtenteils bestimmt.
Wir bleib'n z'amm
solang ma woll'n
und solang wir uns was geb'n.
Und irgendwie
glaub i, i spür'
es wird sein fürs ganze Leb'n.
Manchmal is alles einfach,
und dann wieder net,
und manchmal is' einfach ein Traum,
doch eigentlich is es unbeschreiblich
und langsam wochs' ma z'amm.
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"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 26.05.2000    um 00:40 Uhr   
Xavier Naidoo
**********Sie sieht mich einfach nicht ******
Wenn sie vorbeigeht,
dann scheint es wie ein Feuerwerk.
Vor einem Himmel ist es sie,
die ich bemerk.
Königlichkeit ist nur ein König wert.
Und ich bin wenig königlich.
Sie sieht mich einfach nicht.
Wenn sie tanzt, dann tanzt alles,
ihre Hüften und Arme.
Alles erhellt sich im Licht, dieser Tag.
Sie hat die Anmut und die Reinheit,
die die anderen nicht haben, Sie hat alles,
was ich nicht hab.
Sie sieht mich einfach nicht.
Je mehr ich mich ihr näher,
desto ungeschickter bin ich.
Mein Körper, meine Stimme, mein Gesicht.
Es gibt Grenzen,
die man trotz Millionen von Soldaten wegkriegt,
aber unsere überwindet man nicht.
Er hat Stil, ist delikat, bedient sich Gesten so zart.
Das leichte Leben dieser Welt, ist seiner Art.
Er ist so sehr auch das, was er nicht zu sein vermag.
Doch die Frauen wissen nicht von diesen Dingen,
wenn er spricht.
Sie sieht mich einfach nicht.
Man kann so vieles ändern,
wenn man zu kämpfen bereit,
ist aber nicht diese Ungerechtigkeit.
Wenn sie vorbeigeht, dann scheint es wie ein Feuerwerk.
Vor einem Himmel ist es sie, die ich bemerk.
Ihre Königlichkeit ist nur ein König wert.
Ein anderer als ich. Ich bin wenig königlich.
Sie sieht mich einfach nicht.
Sie sieht mich einfach nicht...

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"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
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Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 26.05.2000    um 15:09 Uhr   

**************Zweierbeziehung*************
Jetzt sitz i wieder da und bin allan, wie hast mir des nur antun können? I trau mi gar net ins Kaffeehaus umme, weil sa se wieder ohaun tätn über mi, die G'sichter. Immer woa i nur der Depperte, der Blede, aber wia i auf amoe mit Dir daherkommen bin, do eana die Lad'obeg'falln, da ham's g'schaut. Neidisch san's g'wesen, voi ersten Augenblick an hab i gwußt, dass neidisch war'n, aber Du hast mir g'hürt mir ganz allan.

Gestern hat mis Glück verlassen,
Du liegst am Autofriedhof draußen
dabei warst Du doch immer oes für mi
I kann mir's Wana net verbeißen,
was warst Du für a haßes Eisen
und überblieb'n is nur a Havarie.

Nie werd' i den Tag vergessen, wie wia zwa uns das erste Mal g'sehn ham: es war Liebe auf den ersten Blick. I hab sofort g'wußt, di muaß i ham, um alles in der Welt. Am Anfang hat er noch Mucken g'macht, der Herr Papa, aber dann is er schon außeg'ruckt mit den Tausender. Und wia'st dann vor mia g'standen bist mit deine braden Rafe und deine Schweinsledersitz: ein Bild für Götter.
Kannst di noch erinnern, wie ma s'erste Mal auf der Autobahn war'n, mia zwa ganz allan, wie ma dem Porsche no bei 200 davonzogen san? Bei Dir hot er die Gurken g'habt, der Herr Carrera.

Gestern hat mis Glück verlassen,
Du liegst am Autofriedhof draußen,
dabei warst Du doch immer oes für mi
I kann mir's Wana net verbeißen,
was warst Du für a haßes Eisen
und überblieb'n is nur a Havarie.

I kann gar net vastehn, wie des alles hat passiern können. Die Kurven hat do leicht 130 vertragen. No, vielleicht hätt' i de sechs Vierteln net trinken solln, aber mit sechs Vierteln is ma do net ang'soffen, oder?
Uberhaupt nix wär passiert, wann net der Bam dagstanden wär: "Für ein grünes Wien", so a Bledsinn. De solln ihre Stauden woanders hinpflanzen.
Gar nix hätt's ma gmocht, wenns ma den Führerschein weggnumma hätten, hätt'ma halt in wilder Ehe zusammengelebt, aber daß i di jetzt umman Kilopreis hergeben muß,des reißt ma's Herz auße.

Gestern hat mi's Glück verlassen,
Du liegst am Autofriedhof draußen,
dabei warst Du doch immer oes für mi.
I kann mir's Wana net verbeißen,
was warst Du für a haßes Eisen
und überblieb'n is nur a Havarie.
Rainhard Fendrich
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geschrieben am: 26.05.2000    um 15:16 Uhr   

**************Land unter**************
Der Wind steht schief
die Luft aus Eis
die Möven kreischen stur
Elemente duellieren sich
Du hältst mich auf Kurs
hab keine Angst vorŽm UntergehŽn
Gischt schlägt ins Gesicht
kämpf mich durch zum Horizont
denn dort treff ich Dich
Geleite mich heim
rauhe Endlosigkeit
bist zu lange fort
mach die Feuer an
damit ich Dich finden kann
steig zu mir an Bord
übernimm die Wacht
bring mich durch die Nacht
rette mich durch den Sturm
faß mich ganz fest an
daß ich mich halten kann
bring mich zu Ende
laß mich nicht mehr los
Der Himmel heult
die See geht hoch
Wellen wehren Dich
stürzen mich von Tal zu Tal
die Gewalten gegen mich
bist so ozeanweit entfernt
Regen peitscht von vorn
und istŽs auch sinnlos
sollŽs nicht sein
Ich geb Dich nie verlorŽn
Geleite mich heim
rauhe Endlosigkeit
bist zu lange fort
mach die Feuer an
damit ich Dich finden kann
steig zu mir an Bord
übernimm die Wacht
bring mich durch die Nacht
rette mich durch den Sturm
faß mich ganz fest an
daß ich mich halten kann
bring mich zu Ende
laß mich nicht mehr los

Herbert Groenemeyer
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Nutzer: Gast_ina**
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geschrieben am: 29.05.2000    um 13:08 Uhr   
[b]Rainhard Fendrich[/b]
**********Der Drachen*****************
An klanen Buam sei Vater zeigt
wie mühelos a Drachen steigt
Auf amoe gÂ’spiat er wie er ziagt
Als wollt‘ er dass er mit ihm fliagt
Es kommt a Windstoss
Und er reisst si los
Wie mühelos a Drachen steigt
Halt‘ man nur immer fest die Schnur
Da Klane schaut ihm nach und want
Da Vater hat das schon geahnt
Und sagt:
"Du muasst net traurig sein mei Bua
Jetzt wird er fliagÂ’n so hoch er kann
Vielleicht sogar bis in die Sunn'

Da Vater is im fremder wordÂ’n
Sie gengan auseinand im Zorn
Und die Jahre ziagÂ’n vorbei
Da Vater war sei Leb’n lang stü
Hat nie kriagt was er wirklich wü
Doch er wü alles hab’n am besten glei
Sei bester Freund sagt: "Kein Problem"
Und er hat ihm a Paar Tabletten gebÂ’n
"Was besseres is nirgendwo zum kriagÂ’n
Damit wirst fliagÂ’n wiaÂ’s kana kann"
Vielleicht sogar bis in die Sunn'

Es läutet spät das Telefon
Da Vater sagt ich hab kann Sohn
Was wü die Polizei?
"Er war als man ihn gfundÂ’n hat
schon mehr als zwa, drei Stunden tot
A Drachen aus Papier lag nebenbei
DÂ’rauf hat er gÂ’schriebÂ’n sein
Abschiedsbrief
Wenn i des ganz kurz amoe lesen darf
Fangen Sie mit diesem Wortlaut
Etwas an:
I bin so hoch gÂ’flogÂ’n wie i kann
Es hat net gÂ’reicht bis in die Sunn'
Es hat net gÂ’reicht bis in die Sunn'
Es hat net gÂ’reicht bis in die Sunn'

[Diese Nachricht wurde geändert von: ina** (geändert am: 30-05-00).]
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 30.05.2000    um 01:30 Uhr   
[b]Samma wieda guat[/b]
Gestern war die Liebe no' so riesengroß,
du warst so lieb und zart,
jetzt bist auf einmal hart,
ja sag', was ist denn los?
Die Liebe war so tief, ja beinah' bodenlos,
jetzt schaust mi' nimmer an,
was hab i dir denn tan,
sag' mir, warum denn bloß?
Geh bitte, samma wieder gut,
du weißt genau wie weh das tut,
wenn man si nimmer in die Aug'n schaun kann,
komm bitte schau' mi' an,
komm bitte schau' mi' an.
Denn wie die Streiterei sich auch entwickeln mag,
wir lassn's ned passier'n - lassn's ned eskalier'n,
morg'n is a neuer Tog.
Komm lass uns doch wie früher über alles red'n,
komm bitte moch di' grad,
es wär' doch wirklich schad,
wenn ma's ned schaff'n tät'n.
Geh bitte samma wieder gut,
du weißt genau wie weh das tut,
wenn man si' nimmer in die Aug'n schaun kann,
komm bitte schau' mi' an,
komm bitte schau' mi' an.
Weil eins is sicher, und eins is klar,
nix bleibt immer so, wie's immer war!
Es is ned immer leicht, ned immer so bequem,
doch wir hab'n unsere Liebe und die löst jedes Problem,
ja, wir hab'n unsere Liebe und die löst jedes Problem.
I bin a so ein ganz stinknormaler Mann,
leb' immer nach mein' G'fühl,
i tu immer was i will, weil i gar ned anders kann.
Drum komm jetzt, tu ned trotzen,
sag ka falsches Wort, benütz' dein' Verstand
und gib mir die' Hand.
Komm samma wieder gut,
komm samma wieder gut.
I bitt' di' samma wieder gut,
du weißt genau wie weh das tut,
wenn man si' nimmer in die Aug'n schaun kann,
komm bitte schau' mi' an, komm bitte schau' mi' an.
[b]Ambros[/b]
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Nutzer: Gast_Leonora
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geschrieben am: 03.06.2000    um 11:31 Uhr   
was ich an dir mag, ist unbeschreibbar
ist ein ungeschriebenes gedicht.
besser ich beschränke mich aufs staunen,
mag dich weiter und erklär dich nicht.
was ich an dir mag ist das geheime.
jedes wort zuviel ist schon gefahr;
denn so schnell verfällt ins allgemeine
was zuvor so ganz besonders war.
ist es deine stimme - sind es deine hände
ach dein ganzes wesen fesselt mich.
um dich zu beschreiben bräucht es bände -
besser ich sag schlicht: ich liebe dich.
was ich an dir mag ist ohne frage
auch ein teil von dem was in mir ist.
was ich mir erhoffe, auch was ich beklage,
alles was man an sich selbst vermisst.
manchmal ists dein gang
und manches mal dein lachen,
manchmal deine frechheit, deine wut.
eins ist nicht genug - was soll ich machen,
was ich an dir mag: du tust mir gut.
was ich an dir mag ist ohne frage
auch ein teil von dem was in mir ist.
was ich mir erhoffe, auch was ich beklage,
alles was man an sich selbst vermisst.
konstantin wecker / uferlos

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Nutzer: suerte
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geschrieben am: 05.06.2000    um 09:26 Uhr   
**ina..
ist mein absoluter lieblingstext, LAND UNTER.
war gerade sehr schön ihn mal wieder zu lesen, danke.
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Nutzer: Gast_bond,jamesbond
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geschrieben am: 05.06.2000    um 12:44 Uhr   
HALT MICH
nehm meine träume für bare münze
schwelge in phantasien
hab mich in dir gefangen
weiß nicht wie mir geschieht
wärm mich an deiner stimme
leg mich zur ruhe in deinen arm
halt mich, nur ein bißchen
bis ich schlafen kann
fühl mich bei dir geborgen
setz mein herz auf dich
will jeden moment genießen
dauer ewiglich
bei dir ist gut anlehnen
glück im überfluß
dir willenlos ergeben
find ich bei dir trost
bin vor freude außer mir
will langsam mit dir untergehn
kopflos, sorglos, schwerelos in dir verliern
deck mich zu mit zärtlichkeiten
nimm im sturm, die nacht ist kurz
friedvoll, liebestoll, überwältigt von dir
schön daß es dich gibt
komm erzähl mir was
plauder auf mich ein
ich will mich an dir satthörn
immer mit dir sein
betanke mich mit leben
laß mich in deinem arm
halt mich, nur ein bißchen
bis ich schlafen kann
halt mich, daß ich schlafen kann
Herbert Grönemeyer
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Nutzer: Gast_bond,jamesbond
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geschrieben am: 08.06.2000    um 02:12 Uhr   
hm, ich denke suerte der titel ist nicht zu toppen.
ich versuch's trotzdem.

MUSIK NUR, WENN SIE LAUT IST
sie sitzt den ganzen tag auf ihrer fensterbank
läßt ihre beine baumeln zur musik
der lärm aus ihrem zimmer macht alle nachbarn krank
sie ist beseelt, lächelt vergnügt
sie weiß nicht, daß der schnee lautlos auf die erde fällt
merkt nichts vom klopfen an der wand
sie mag musik nur, wenn sie laut ist
das ist alles, was sie hört
sie mag musik nur, wenn sie laut ist
wenn sie ihr in den magen fährt
sie mag musik nur, wenn sie laut ist
wenn der boden unter den füßen bebt
dann vergißt sie, daß sie taub ist
der mann ihrer träume muß ein baßmann sein
das kitzeln im bauch macht sie verrückt
ihr mund scheint vor lauter glück still zu schrein
ihr blick ist der welt entrückt
ihre hände wissen nicht, mit wem sie reden solln
es ist niemand da, der mit ihr spricht
sie mag musik nur ....
Herbert Grönemeyer
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