Auf den Beitrag: (ID: 26269) sind "78" Antworten eingegangen (Gelesen: 12069 Mal).
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 09.06.2000    um 01:12 Uhr   
[b]Herbert Grönemeyer[/b]
[b][i]Männer [/b][/i]
Männer nehmen in den Arm
Männer geben Geborgenheit
Männer weinen heimlich
Männer brauchen viel Zärtlichkeit
Männer sind so verletzlich
Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich
Männer kaufen Frauen
Männer stehen ständig unter Strom
Männer baggern wie blöde
Männer lügen am Telefon
Männer sind allzeit bereit
Männer bestechen durch ihr Geld und ihre Lässigkeit
Männer haben's schwer, nehmen's leicht
Außen hart und Innen ganz weich
Werden als Kind schon auf Mann geeicht
Wann ist man ein Mann
Männer haben Muskeln
Männer sind furchtbar stark
Männer können alles
Männer kriegen 'n Herzinfarkt
Männer sind einsame Streiter
Müssen durch jede Wand, müssen immer weiter
Männer haben's schwer, nehmen's leicht
Außen hart und Innen ganz weich
Werden als Kind schon auf Mann geeicht
Wann ist man ein Mann
Männer führen Kriege
Männer sind schon als Baby blau
Männer rauchen Pfeife
Männer sind furchtbar schlau
Männer bauen Raketen
Männer machen alles ganz genau
Männer kriegen keine Kinder
Männer kriegen dünnes Haar
Männer sind auch Menschen
Männer sind etwas Sonderbar
Männer sind so verletzlich
Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich
Männer haben's schwer, nehmen's leicht
Außen hart und Innen ganz weich
Werden als Kind schon auf Mann geeicht
Wann ist man ein Mann

  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 09.06.2000    um 04:05 Uhr   

[b]Beiß nicht gleich in jeden Apfel[/b]
Beiß nicht gleich in jeden Apfel
er könnte sauer sein
denn auf rote Apfelbäckchen
fällt man leicht herein
Küß nicht jedes schöne Mädchen
das kann gefährlich sein
denn auf rote Apfelbäckchen
fällt man leicht herein
Ja, ja, ja, ja
es ist nicht alles Gold was glänzt
Nein, nein, nein, nein,
es trügt oft nur der Schein
Eine schicke Illustrierte
sah ich neulich an
hundert hübsche Mädchen
und kein einz'ger Mann
alle waren frisch und rosig
zauberhaft und süß
doch die Preisauschreibenlösung
dieser Zeitung hieß:
Beiß nicht gleich in jeden Apfel
er könnte sauer sein
denn auf rote Apfelbäckchen
fällt man leicht herein
Küß nicht jedes schöne Mädchen
das kann gefährlich sein
denn auf rote Apfelbäckchen
fällt man leicht herein
[i]Wencke Myhre[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 12.06.2000    um 01:11 Uhr   
[i][b]Rainhard Fendrich[/i][/b]
[b]Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk [/b]

Weu du stolz bist wenn du wanst
und di trotzdem zuwelahnst
wü i di
Weu rna warm wird wenn du lachst
und an Herbst zum Summa machst
wü i di

Weu a bissl Glück
für di no lang net reicht
weus'd bei mir bleibst
wenn da beste Freund si schleicht

Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk
weus 'd a Wahnsinn bist fia mi
steh i auf di

Weu i mit dir alt werdn kann
weu ma ewig Kinder san
brauch i di

Weus'd des Brennen in mia fühst
und mi nie besitzn wüst
brauch i di
Weus'd den Grund
warums 'd bei mia bist
nimma waßt
weus'd an mia afach
an Narren gfressn hast

Weu i nur bei dia daham bin
weus'd a Wahnsinn bist fia mi
steh i auf di

Weu a bißl Glück
fia di no lang net reicht
weus'd bei mia bleibst
wenn da beste Freund si schleicht

Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk
weus 'd a Wahnsinn bist fia mi
steh i auf di

  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 14.06.2000    um 02:27 Uhr   

[b]Schwarzfahrer[/b]
Wann a Fahrgast in der Tramway
ganz auf lässig macht,
dann waaß i scho alles,
dann schöpf' i Verdacht!
Wann i ruf: "Fahrscheine, bitte!"
und aaner zuckt z'am,
des is dann a Schwarzfahrer,
der kann kan Fahrschein ha'm,
des is dann a Schwarzfahrer,
der kann kan Fahrschein ha'm!
Für so an, da hab i an Blick
Wie die Katz für die Maus.
Schwarzfahrer ha'm bei mir ka Glück,
weil: mir kommt kaner aus!
Der Fahrscheinbesitzer ist
ruhig und eiskalt.
An Schwarzfahrer, den kenn i
schon an der G'stalt.
Der hockt ganz verkrampft im Eckerl
und schaut penetrant
durch's Fenster, als wär's auf der Gass'n
b'sonders interessant,
durch's Fenster, als wär's auf der Gass'n
b'sonders interessant.
Für so an, da hab i an Blick
Wie die Katz für die Maus.
Schwarzfahrer ha'm bei mir ka Glück,
weil: mir kommt kaner aus!
Und wann er dann no sucht,
i hab' ja Zeit und wart',
aa wann er schon schwitzt,
da bleib i dann hart.
Doch wenn er dann geständig ist,
dann bin i aa net kleinlich,
dann druck' i beide Augen zu,
weil eigentlich is' mir peinlich.
Dann druck' i beide Augen zu,
weil eigentlich is' mir peinlich.
Der Jagdinstinkt is befriedigt,
und i schick' eam z'Haus.
Der waß, daß des bei mir net einigeht,
weil: mir kommt kaner aus!
[i]Wolfgang Ambros[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 14.06.2000    um 02:32 Uhr   

[b]Ganz von allaa[/b]

Schwer is a jeder Anfang,
wer dir hüift, is dei Freind.
Gscheit geht ma jede Wand lang,
weil des sicherer scheint.
Doch wenn ma pfeift und tanzt,
weilst nix anderes kannst,
bist scho gsturbn.
Brav machst dein' ersten Diener,
weil a Watschen tuat weh.
Weit soll ma springen können,
hebt di wer in die Höh.
Und manche treibende Kraft
war a Blutsbrüderschaft
in deim Lebn.
Aber ganz von allaa
fangt in mir wer zum Singen an,
und i bin mir so nah,
daß i 's niemand beschreiben kann,
weil i hör, weil i gspür,
wie a Mantra klingt in mir.
Leicht gwinnt a jede Karten
mit dem Glück auf'm Schoß.
Glück hast auf tausend Arten,
is die Gönnerschaft groß.
Und manchmal
hast an Kopf hinter dir,
der an di denkt.
Aber ganz von allaa
fangt in mir wer zum Singen an,
und i bin mir so nah,
daß i 's niemand beschreiben kann,
weil i hör, weil i gspür,
wie a Mantra klingt in mir.
[i]Rainhard Fendrich[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_bond,jamesbond
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 10

geschrieben am: 14.06.2000    um 12:26 Uhr   
... und noch ein grönemeyer
einer meiner favoriten auf dem letzten album.

REINES HERZ
verkauf meine mutter, behalt deine seele
setze alles auf nummer null
geh' nur geradeaus
schmeiße bedenken in den strom
würg moral, bin geklont
tausche nähe gegen ein stück stahl
gegen ein stück stahl
die welt lebt nicht vom brot
die welt ist nicht rosarot
stell mich zynisch in die schlange
zahl mit gleicher münze zurück
die währung ist egal
die aktien steigen, die erde bricht
kämpf allein, zeig keinem mein gesicht
bin bereit, bin bereit für den börsengang
den börsengang
das grinsen ist 'ne bank
mein grinsen ist 'ne bank
eiskalt, das herz ist eine lüge
sprenge die gefühle, überflüssiger ballast
eiskalt, das leben ist nur hobby
meine eiserne lobby
jeder für sich, erst ich
dann lange nichts
kühl, stark und beredt in der welt des schnees,
jonglier' die oberflächlichkeit
zu jeder schandtat bereit
setzte die zeichen der zeit
ich treib es weiter als weit
weiter als weit
bestimm die regeln in dem spiel
bestimm die regeln in dem spiel
eiskalt ...
bei kontakt nur liebe vielleicht
alleine gegen den rest der welt
keine geschichte, keine schwäche
es ist nur der mythos der zählt, der zählt
die aktien steigen, die erde bricht
kämpf allein, zeig kein gesicht
bin bereit für den börsengang
für den börsengang
mein grinsen ist ne bank
das grinsen ist ne bank
eiskalt ...
jeder für sich
dann lange nichts
erst ich, dann lange nichts
erst ich, dann lange nichts
Herbert Grönemeyer
  Top
"Autor"  
Nutzer: sonnenkäfer
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 70

geschrieben am: 14.06.2000    um 23:38 Uhr   
ES IST AN DER ZEIT
Weit in der Champagne im Mittsommergrün,
da wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blühn,
da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht
im Wind der sanft über das Gräberfeld streicht.
Auf deinem Kreuz finde ich, toter Soldat,
deinen Namen nicht, nur Ziffern, und jemand hat
die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt,
und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt.
REFRAIN:
Ja auch dich haben sie schon genauso belogen,
so wie sie es mit uns heute immer noch tun.
Und du hast ihnen alles gegeben:
deine Kraft, deine Jugend, dein Leben.
Hast du, toter Soldat, mal ein Mädchen geliebt?
Sicher nicht, denn nur dort, wo es Frieden gibt,
können Zärtlichkeit und Vertrauen gedeihn.
Warst Soldat, um zu sterben, nicht, um jung zu sein.
Vielleicht dachtest du dir, ich falle schon bald,
nehme mir mein Vergnügen wie es kommt mit Gewalt.
Dazu warst du entschlossen, hast dich aber dann
vor dir selber geschämt und es doch nie getan.
REFRAIN
...
Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur
von deinem Leben. Doch hör meinen Schwur
für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein.
Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein,
dann kann es geschehn, daß bald niemand mehr lebt,
niemand, der die Milliarden von Toten begräbt.
Doch es finden sich mehr unhd mehr Menschen bereit,
diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit.
[i]dt.T.:Hannes Wader[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 15.06.2000    um 01:03 Uhr   
[b]Sei Poet![/b]
Sei Poet!
Benütz' die Sprache als ein Federbrett!
Spring einen Salto in die Alphabete!
Zieh' jeden Satz wie eine Flagge hoch!
Sei Poet,
Nicht Schaf im Wolfspelz für ein Schattenspiel,
Nicht Winterkleid für all' die dünnen Phrasen,
Die jedermann zu jedermann an jedem Tag erzählt!
Dann kannst Du Gärtner der Träume sein!
Und kannst Kalif von Bagdad sein.
Mehr will ich nicht von Dir.

Sei Poet!
Den inn'ren Erdteil sollst Du projizier'n
Mit magischen Laternen und mit Spiegeln,
Die man für zwei Kometen
Überall erhält.
Sei Poet!
Nicht Schaf im Wolfspelz für ein Schattenspiel,
Nicht Winterkleid für all' die dünnen Phrasen,
Die jedermann zu jedermann an jedem Tag erzählt!
Dann kannst Du Gärtner der Träume sein!
Und kannst Kalif von Bagdad sein.
Mehr will ich nicht von Dir.
[i]André Heller[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 17.06.2000    um 11:49 Uhr   

[b]Der Souffleur[/b]
In meinem Verschlag, von dem aus ich der Literatur unter die Röcke sehe, in diesem erbärmlich kleinen Lichtkegel, sitze ich hautnah, als erster, wissendster Zuschauer. Ich bin Souffleur. Während die anderen dort oben mit ihrer Bronchitis kämpfen oder dem nervösen Asthma, wiederhole ich stundenlang den Text, den ich offenbar als einziger auswendig kann.
Das ist kein Vergnügen. Der Faust war vielleicht in seiner Jugend vor sechzig Jahren ganz begabt, aber mittlerweile ist er Provinz, und wie er outriert! Was dieses Möchtegern-Gretchen betrifft, sollte sie sich lieber ein oder zwei Kinder machen lassen. Ich meine, wenn sich jemand dafür hergibt. Das ist doch nicht seriös. Würde ich an die Stelle dieses Mephisto treten, wäre das Theater nicht so gähnend leer.
Gott, hab'ich es satt!
Laßt mich doch Vergeltung üben!
Diese Bretter sollen brennen,
und ich möchle niedersinken unter Bravo-Rufen
zwischen Jubel-Schreien,
Blumen werden auf mich regnen.
Man wird trampeln,
wird mich segnen.
Mich, den König der Tragöden.
Wäre da nicht der Direktor, das Cretin, der meine Begabung nicht erkennt.
Es schmerzt, diese alte Schlange zu beobachten, die die Marthe Schwertlein schmiert; ihr Satz: "Hat sich das Herz nicht irgendwo gebunden?" klingt, als würde sie fragen: "Wie spät ist es?" Unglaublich das Ganze. Ich schwöre bei der heiligen Duse, ich besitze noch im Schlaf mehr Seele und Grandezza. Es gibt tatsächlich Abende, wo die Leute von den Rängen Wiederholung fordern, wenn sie mich soufflieren hören.
Laßt mich doch Vergeltung üben!
Diese Bretter sollen brennen,
und dann geh' ich in das Toben,
in die Bravo-Rufe, -
hört das Jubel-Schreien!
Vor mir seh' ich die Kritiken,
das euphorische Entzücken.
Und sie alle wollen wissen,
wie es dazu kommen konnte,
daß der Trottel von Direktor
mein Talent solange verkannte.
Man muß sich das vorstellen, dieses Pack, an Sprachfehlern und Stotterern, das über die Bühne stolziert: "Du gleichst dem Geist, den du begreifst" oder "Da seid ihr eben recht am Ort".
Im übrigen, Gretchens Bruder trinkt, ja, sogar mehr als ich, er wird an einer anmutigen Zirrhose krepieren, oder vielleicht torkelt er auch in eine Straßenbahn. Das ist auch sehr hübsch, aber noch bin ich ihm nahe. Ich helfe ihm oder ich lasse ihn hängen.
Seht, ich werde mich erheben,
in Kostüm und Maske leben,
um dem Publikum zu dienen,
das mich so vergöttert,
das mir applaudiert.
Einmal steht zwischen Kulissen
dann der schwitzende Direktor,
und er möchte mir versichern,
daß er immer an mich glaubte,
und ich sage: Es ist gut: sie können gehn, mein Lieber.
Das sind Triumphe!
Was ist denn los da oben, was starren denn schon wieder alle auf mich hinunter, warum schweigen sie denn alle?! Was, mein Gott, wem hab' ich vergessen zu soufflieren? Madonna hilf mir, in welchem Akt sind wir denn überhaupt? Na ja, nicht gleich eine Panik, keine Panik, ich weiß ja: Faust, Faust! Natürlich, Domszene, Gretchen, Gretchen, unter vielem Volke, das ist es ja, ja, der böse Geist hinter Gretchen. Gretchen sagt: "Weh, wär' ich die Gedanken los, die mir herüber und hinüber gehen, wider mich." Gedanken versteht sie mich nicht?! Gedanke, G. G, Goethe, wie Grundgens.
Schwerhörige Mißgeburt, Unbegabte, die Dame sollte die Glöcknerin von Notre Dame spielen ...!
[i]Andre Heller[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_dernörgler
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 21

geschrieben am: 17.06.2000    um 18:02 Uhr   
(c)
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 18.06.2000    um 02:30 Uhr   
ist das ein lied oder eine gruppe ?
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 18.06.2000    um 02:37 Uhr   
[b]Im Anfang[/b]
"Niemand kann deine Schönheit bewundern", sprach der Teufel zu Gott in der Höh'. Und ich hab mich selbst an die Wand gemalt, auch das kann niemand sehen! Wozu diese ewige Finsternis? Entschuldige, du Gott, ich verstehe das nicht!" -- "Du hast recht!" rief der Herr zum Teufel und er sprach: "Es werde Licht!"
"Gut", sprach der Teufel zum Herrn, "du hast Tag und Nacht geschaffen, doch wenn es Tag ist, wo wirst du spielen, wenn es Nacht ist, wo wirst du schlafen?" -- "Du hast recht!" rief der liebe Gott, "du weißt, der Herr baut nie auf Sand!" Und er nahm sich sogleich den Himmel und besetzte ihn instand.
"Gut gemacht", sprach der Teufel", du wohnst jetzt wie sich's gehört. Nur der Ausblick, den du hast, der ist deiner noch nicht wert! -- "Ja, bunte Blumen sollen blühen auf der Erde, ich will Farben sehen", rief der Herr, und er schuf auch die grünen Wälder, und er schuf das blaue Meer.
"Sei gepriesen!" rief der Teufel", du hast ein Wunder vollbracht! Du hast die Erde da unten schöner als deinen eigenen Himmel gemacht!" -- Schöner als den eigenen Himmel? Das hörte der Herr nicht gerne, und er schmückte ihn schnell mit Juwelen, das waren Sonne, Mond und Sterne.
"Welch eine Pracht!" jubilierte der Teufel", Psalmen sollen erklingen, doch das Problem ist, edler Herr, es ist niemand da, sie zu singen!" -- "Dann müssen Sänger her!" rief Gott, "die zu mir schnattern, miauen, tirilieren, die zu mir bellen, die zu mir röhren!" Und der Herr schuf die Tiere.
"Geliebter Herr", schleimte der Teufel", fünf Wunder hast du vollbracht, aber fehlt nicht noch ein Wesen, nach deinem Ebenbild gemacht?" -- "Das mach' dir selbst!" sprach der liebe Gott, "ich bin müde, ich will schlafen!"
Und so hat am sechsten Tag der Teufel den Menschen erschaffen
[i]Ludwig Hirsch[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 18.06.2000    um 03:08 Uhr   


[b]Der Berg[/b]
Groß und mächtig
Schicksalsträchtig
Um seinen Gipfel jagen
Nebelschwaden
A Donnern schickt er oft in's Tal
Und dann schaudert's alle, auf amal.
Wann er donnert -- Gott behüt'
Der Berg der kennt ka Einseh'n nit
Watzmann Watzmann Schicksalsberg
Du bist So groß -- und ich nur ein Zwerg.
Viel' hat's schon 'packt
Am Berg aufeg'lockt
G'folgt san's ihm tapfer
Aber der Berg
Der will sein Opfer
Der Berg der lasst halt niemand aus
'rum seigt's net aufe
bleibt's lieber z'haus
Alles sind sie lange tot
Weil halt der Berg kein Einseh'n hat.
Watzmann Watzmann Schicksalsberg
Du bist So groß -- und ich nur ein Zwerg.
Watzmann Watzmann Schicksalsberg
Du bist So groß -- und ich nur ein Zwerg.
[i]Wolfgang Ambros[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 18.06.2000    um 03:11 Uhr   

[b]Aufi Aufi[/b]
Aufi zu die Schnadawipfl
Aufi zu die Bergesgipfel
Zieht's mi halt so hin
Der Berg schickt' ma sein' Gruß.
Aufi muß i -- i muß, i muß!
Voda, Voda lass mi ziehn
Der Berg i muß eam unterkrieg'n
Voda, Voda lass mi ziehn
Der Berg i muß eam unterkrieg'n
Aufi mecht i -- und net brodl'n
Aufi mecht i und ob'n jodln
Im Tal hob i ka Ruh.
Mit die Fü'ß und mit die Händ
Tät i kletternauf die Wänd...
Voda, Voda lass mi ziehn
Der Berg i muß eam unterkrieg'n
Voda, Voda lass mi ziehn
Der Berg i muß eam unterkrieg'n
Aufi zu die schwarzen Wolken
Zieht's m halt mit aller G'walt
I kimm scho Berg -- i kimm
Seht's es denn net wie i leid
I muß am Berg rauf, jetz und heut!
Voda, Voda lass mi ziehn
Der Berg i muß eam unterkrieg'n
Voda, Voda lass mi ziehn
Der Berg i muß eam unterkrieg'n
[i]Wolfgang Ambros[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 19.06.2000    um 12:29 Uhr   
[b]Rainhard Fendrich[/b]
[i][b]Heimatlied[/i][/b]
Wo auf steile Bergeshöhen
einsam Gondelbahnen zieh'n
kann man schon von Ferne sehen
wie Millionen stehn
und die Sennen hört man jodeln
von den Almen froh und hell
sie sind längst nicht mehr die Dodeln
jeder hat sein Schihotel

Irgendwann will auch der Bauer
nichts mehr sehn vom Schweinedreck
und ist er ein ganz ein Schlauer
baut er eine Discothek.
Wo vor kurzem noch vergnüglich
Säue wälzten sich im Mist
unterhält sich jetzt vorzüglich
jeder zahlende Tourist

Jodler

Selbst den Knechten in den Ställen
wird es irgendwann zu blöd
warum sollen sie sich quälen
wo es doch viel leichter geht
denn als Schilaufpädagogen
hat sie einfach mit der Zeit
weitaus stärker aingezogen
die geformte Weiblichkeit

Jodler

Wo die Pistenraupen tanken
wo die Schneekanonen sprühn
wo die kranken Tannen wanken
riecht's nach Diesel und Benzin

(LP-Version
Wer den Winter will genießen
darf in keiner Weise spar'n
wenn nicht blaue Scheine fließen
kriegt man einen großen Schmarrn.

Nur ein echter Sportlergeist
sagt sich ich fahr Kneissel Schi
auch wenn ich wie viele meist
schrecklich in der Scheissel knie

(Single-Version
Wo einst Gams und Murmel pfiffen
wo man einsam war und frei
hat man ziemlich rasch begriffen
fehlt ein Liegestuhlverleih
Und seit vielen langen Wintem
schleppt man gern zum gleichen Preis
jeden noch so fetten Hintern
bis hinauf zum ew'gen Eis

Wo die Pistenraupen tanken
wo die Schneekanonen sprühn
wo die kranken Tannen wanken
ja dort gibt's ein Wiederseh'n.

  Top
"Autor"  
Nutzer: ghostsurfer
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 35

geschrieben am: 26.06.2000    um 22:00 Uhr   

Mein kleiner grüner Kaktus / Comedian Harmonists
1
Blumen im Garten so zwanzig Arten
von Rosen, Tulpen und Narzissen
leisten sich heute die kleinsten Leute.
Das will ich alles gar nicht wissen.
Refrain:
Mein kleiner grüner Kaktus
steht draußen am Balkon,
hollari hollari, hollaro!
Was brauch‘ ich rote Rosen
was brauch‘ ich roten Mohn,
hollari hollara hollaro!
Und wenn ein Bösewicht
was Ungezognes spricht
dann hol ich meinen Kaktus
und der sticht, sticht, sticht.
Mein kleiner grüner Kaktus
steht draußen am Balkon,
hollarai hollari halloro!
2
Man find’t gewöhnlich
die Frauen änhlich
den Blumen, die sie gerne tragen.
Doch ich sag täglich:
Das ist nicht möglich
was soll’n Leut‘ sonst von mir sagen.
Refrain
3
Heute um Viere
klopft’s an die Türe
nanu Besuch so früh am Tage?
Es war Herr Krause
vom Nachbarhause,
der sagt: „Verzeih’n Sie, wenn ich frage.
Sie habÂ’n doch einen Kaktus
auf ihrem klein Balkon
Hollari hollara hollaro!
Der fiel soeben runter
was halten sie davon
Hollari hollara hollaro!
Der fiel mir ins Gesicht,
obÂ’s glauben oder nicht,
nun weiß ich das ihr kleiner grüner Kaktus sticht.
BewahrÂ’n sie ihren Kaktus
gefälligst anderswo,
Hollari hollara hollaro!
Freiheit / Westernhagen
1
Die Verträge sind gemacht, und es wurde viel gelacht, und was süßes zum Dessert. Freiheit, Freiheit.
2
Die Kapelle rumtata, und der Papst war auch schon da, und mein Nachbar vorne weg.
Refrain:
Freiheit, Freiheit ist die einzige die fehlt.
Freiheit, Freiheit ist das einzige was zählt.
Freiheit, Freiheit ist die einzige die fehlt.
Freiheit, Freiheit ist das einzige was zählt.
3
Alle die von Freiheit träumen, sollten‘ Feiern nicht versäumen (sowie wir heute abend hier), sollten tanzen auf den Gräbern.
Refrain:
4
Der Mensch ist leider nicht naiv, der Mensch ist leider primitiv.
Freiheit, Freiheit wurde wieder abgestellt.
(D.C. Vers 3 al fine)
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 27.06.2000    um 17:32 Uhr   

[b]Mein Freund, der Baum[/b]
Du wirst dich nie im Wind mehr wiegen
Ich wollt' dich längst schon wiedersehn,
mein alter Freund aus Kindertagen,
ich hatte manches dir zu sagen
und wußte, du wirst mich verstehn.
Als kleines Mädchen kam ich schon zu dir
mit all den Kindersorgen;
ich fühlte mich bei dir geborgen,
und aller Kummer flog davon.
Hab ich in deinem Arm geweint,
strichst du mit deinen grünen Blättern
mir übers Haar, mein alter Freund.
Mein Freund, der Baum ist tot,
er fiel im frühen Morgenrot.
Du fielst heut' früh, ich kam zu spät,
du wirst dich nie im Wind mehr wiegen,
du mußt gefällt am Wege liegen,
und mancher, der vorübergeht,
der achtet nicht den Rest von Leben
und reißt an deinen grünen Zweigen,
die sterbend sich zur Erde neigen.
Wer wird mir nun die Ruhe geben,
die ich in deinem Schatten fand?
Mein bester Freund ist mir verloren,
der mit der Kindheit mich verband.
Mein Freund, der Baum ist tot,
er fiel im frühen Morgenrot.
[i]Alexandra[/i]
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 03.07.2000    um 01:28 Uhr   
[b]Peter Maffay[/b]
[i][b]Nessaja [/i][/b]
Ich wollte nie erwachsen sein,
hab immer mich zur Wehr gesetzt.
Von außen wurd' ich hart wie Stein
und doch hat man mich oft verletzt.
Refrain:
Irgendwo tief in mir
bin ich ein Kind geblieben.
Erst dann,
wenn ich's nicht mehr spüren kann,
weiß ich
es ist für mich zu spät, zu spät, zu spät.
Unten auf dem Meeresgrund,
wo alles Leben ewig schweigt,
kann ich noch meine Träume sehn,
wie Luft, die aus der Tiefe steigt.
Refrain
Ich gleite durch die Dunkelheit,
und warte auf das Morgenlicht.
Dann spiel ich mit dem Sonnenstrahl,
der silbern sich im Wasser bricht.
Refrain
Erwachsen - was heißt das schon ?
Vernünftig - wer ist das schon ?
Ich bin ich, und Du bist Du -
Das ist alles, was ich weiß
Du bist jung, und ich bin alt -
aber was kann das schon bedeuten ?


  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 03.07.2000    um 01:38 Uhr   
[b]Westernhagen[/b]
[i][b]Ich bin wieder hier [/i][/b]
Ich hab Dich wirklich lieb, wenn es so etwas gibt.
Ich hab Dich wirklich lieb, in meinen Träumen.
Ich find Dich wunderschön, zu schön um zu verstehn.
Das alles mal vergeht, in meinen Träumen.

Ich bin wieder hier, in meinem Revier,
war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.
Ich rieche den Dreck, ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher, wieder zu Hause zu sein.

Ich hab Dich wirklich lieb, auch wenn ich Dir nie schrieb
und Dich verleugnet hab, in meinen Träumen.
Wenn Du vergessen kannst, alles vergessen kannst,
dann schenk mir diesen Tanz, ich will nichts versäumen.

Ich bin wieder hier, in meinem Revier,
war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.
Ich rieche den Dreck, ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher, wieder zu Hause zu sein.

hm hm hm hm hm

Ich bin wieder hier, in meinem Revier,
war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt.
Ich rieche den Dreck, ich atme tief ein
und dann bin ich mir sicher, wieder zu Hause zu sein.

Ich bin wieder da, noch immer ein Star,
noch immer ein Held, für kein Geld der Welt.
War nie wirklich weg, hab mich nur versteckt
und eines ist sicher, ich geh nie wieder weg.
Ich bin wieder hier.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 09.07.2000    um 23:05 Uhr   
[b]Rainhard Fendrich[/b]
[i][b]Sorglos und blind[/i][/b]

Rosarot malen's da Bilder
doch in Wahrheit
sans nur Gefahrenschilder
niemand gspiat wias allmählich
finsta wiad

Kana braucht die Wahrhaftigkeit
an jeden schmeckt die Verlogenheit
auf amoe waßt nimma
was mit dir passiert

Nur die Flucht aus der Behaglichkeit
reißt di weg
von deiner Selbstzufriedenheit
du muaßt kämpfen geg'n die Sattheit
weu's da sunst
wia Honig in die Augen rinnt
und di sorglos macht und blind

Kla und schwach wolln's di habn
und dei Selbstvertrauen
langsam untergraben
nach und nach
lassn's dein Verstand erfriern

Nimmer lang und du gehst zu denen
di ala si net wehren können
und dann hast willenlos
zu funktionieren

Doch wenn irgendwann die Zuversicht
an dein Hirn
wenns dann no zweifeln kann zerbricht
dann muaßt kämpfen gegn die Sattheit
weu's da sonst
wia Honig in die Augen rinnt
und di sorglos macht und blind

Wennst da net dein Stolz zertretn laßt
weus des Letzte is
was'd zum Vergebn hast
dann muaßt kämpfen
gegn die Sattheit
weu's da sonst
wia Honig in die Augen rinnt
und di sorglos macht und blind

  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 17.07.2000    um 01:34 Uhr   
[b]Wolfgang Ambros[/b]
[i][b]A LANGER WEG[/i][/b]
Jetzt wird die Sunn boid aufgehŽn
Der Horizont wird langsam rot,
i sitz alla und schau aufs Wossa,
draußen ziagt a weißes Fischerboot.
I spür wie i mei Angst verlier,
von meinen Schultern fallt der Druck.
Mei Kopf wird frei, mei Herz wird leicht,
i schau nach vorn,
und nimmer zŽruck.
Es woa a langer Weg zu Dir.
A Weg durch Nacht und Wind.
I bin eam Žgangen
zŽruck zu Dir,
weu i jetzt waß,
daß des wos i suach,
i nur bei Dir find.
Es is a wunderbare Wärme
Die i jetzt tief in mir spürŽ.
I lieg nur do und schau inŽ Himmel
A Möwe fliegt hoch über mir.
I hob ka Angst mehr
und kane SorgŽn,
des Meer liegt ruhig und still.
I denk an heut,
und nimmer an morgŽn.
Ma is am Ziel, wann ma nix mehr will.
Es woa a langer Weg zu Dir.
A Weg durch Nacht und Wind.
I bin eam Žgangen
zŽruck zu Dir,
weu i jetzt waß,
daß des wos i suach,
i nur bei Dir find.
Es woa a langer Weg zu Dir
a Weg durch Eis und Gluat.
Jetzt bin i endlich wieder zŽruck bei Dir,
jetzt bin i frei,
jetzt bin i glücklich,
und jetzt will i nie wieder fuat.
------------------------------------------------------------------------------------------
[b][i]VERWAHRLOST ABER FREI[/b][/i]
ES HAT JEDER RECHT, DER MI VERURTEILT
I BIN GANZ SICHER SCHLECHT
I BIN NED SO, I BIN NET ANDERS
I BIN KEIN HERR, I BIN KEIN KNECHT
DOCH MIR SCHAFFT NIEMAND IRGEND ETWAS AN
EGAL WER DAS AUCH SEI
I BIN VERWAHRLOST UND I WASS ES
I BIN VERWAHRLOST, ABER I BIN FREI

I HAB DIE SUNN, I HAB DEN REGŽN
I HAB NUR DAS, WAS MIR WER SCHENKT
I BIN SO EINER, DER IMER NUR AN HEUTE
UND NIE AN MORGEN DENKT
DOCH I MACH WAS UND WIE UND WANN IŽS WÜ
UND I GENIESSŽ MEIŽ LEBŽN DABEI
I BIN VERWAHRLOST, DES KANN A JEDER SEHN,
I BIN VERWAHRLOST, ABER I BIN FREI

ES KOMMT WIE ES KOMMT, I FÜRCHTŽMI NED
I HABŽNIX ZUM VERLIERN
ES KOMMT WIE ES KOMMT, DOCH WAS A KOMMT
WAS SOLL MIR SCHON PASSIERN?

SO VIELE JAHRE LIEGŽN SCHON HINTER MIR
UND NIEMAND WEISS, WIEVIELŽS NO WERDEN
DOCH SELBST WANN I HEUTŽ NOCH STERBEN MÜSST,
DANN GÄBŽS FÜR MI KAN GRUND ZUM PLÄRRŽN
DENN I LEBŽ SO, DASS MIR NIX ÜBERBLEIBT
UND WANN I STIRB IS HALT VORBEI,
I BIN VERWAHRLOST UND DAS WERDŽ I BLEIBŽN
I BIN VERWAHRLOST, ABER I BIN FREI,
I BIN FREI
I BIN FREI
I BIN FREI
I BIN FREI
  Top
"Autor"  
Nutzer: margaret
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 26.12.2001
Anzahl Nachrichten: 253

geschrieben am: 17.07.2000    um 09:51 Uhr   
Schöne Texte.... lächel
KINDER v. Bettina Wegner
Sind so kleine Hände,winzige Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen,die zerbrechen dann.
Sind so kleine Füsse mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten,könn sie sonst nicht gehn.
Sind so kleine Ohren scharf,und ihr erlaubt:
Darf man nie zerbrüllen werden davon taub.
Sind so schöne Münder sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten kommt sonst nichts mehr raus.
Sind so klare Augen die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden könn sie nichts verstehn.
Sind so kleine Seelen offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen gehn kaputt dabei.
Ist son kleines Rückgart sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen weil es sonst zerbricht.
Grade, klare Menschen wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat hab`n wir schon zuviel.
  Top
"Autor"  
Nutzer: schlau
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 1433

geschrieben am: 17.07.2000    um 13:09 Uhr   
Alles was ich weiß, weiß ich von einem andern
und alles was ich laß, laß ich für einen andern
alles was ich hab, ist ein Name nur und den hab ich von einem andern.
"Herman," ruft ein Mann, und ich lauf fort
"Herman," ruft eine Frau, und ich zögre
"Herman," ruft ein Kind, und ich fühl mich alt
"Herman," ruft der Wind, und mir wird kalt.
Alles was ich sag, sag ich einem andern
und alles was ich geb, geb ich einem andern
alles was ich hab, ist ein Name nur
und den hab ich von einem andern.
Die Hand die ich geb, geb ich einem andern
und die Tränen die ich laß, wein ich um einen andern
den Sinn den ich hab, hab ich in einem andern
und die Liebe die ich fühl, ist für einen andern.
Nur meine Gänsehaut ist von mir selbst.
(Herman van Veen)
 

[Diese Nachricht wurde geändert von: schlau (geändert am: 17-07-00).]
alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 18.07.2000    um 00:54 Uhr   
Danke Margaret...das Lied hab ich zur Taufe meiner Kinder singen lassen und schon lange nicht mehr gehört...
ina**
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_ina**
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 63

geschrieben am: 12.08.2000    um 23:01 Uhr   
[b]Rainhard Fendrich[/b]
[i][b]Ich wollte nie einer von denen sein[/i][/b]
Ich wollte nie einer von denen sein,
die sich von fremden Zungen ihre Weisheit stehlen,
dressierte Ohren mit schlechtkopierter Klugheit quälen,
die in den Spiegeln der Vernunft sich selber sehn
und Unzulänglichkeiten niemals eingestehn.

Die nie im Leben aufbegehren,
sich mit jedem arrangieren,
die verdammt in ihrer Mittelmäßigkeit.
Die auf ausgetretnen Wegen
keinen Schritt zu weit bereun,
ich wollte nie einer von denen sein.

Ich wollte nie einer von denen sein,
die sich mit vorgewärmter Sicherheit
begnügen,
und überängstlich ihre dicken Häute pflegen,
verbittert lebenslänglich ihre Kreise ziehn,
mit toten Augen ahnungslos im Dunkeln stehn.

Die eingebettet in Schablonen, sich in
Bequemlichkeiten sonnen.
Ständig wiederkäuend, niemals hungrig sind.
Die auf ausgetretnen Wegen keinen Schritt zu weit bereu'n.
Ich wollte nie einer von denen sein.
  Top