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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 06.01.2004    um 08:04 Uhr   
Du hast mich geineswegs genervt, wirklich nicht!
Bevor meine Tochter geboren war ging es mir wie jetzt auch.
Ich habe einfach nur gelebt um zu leben. Dann wurde ich schwanger und ich lebte anders, dann wurde Sie geboren und ich war glücklich. Sie wurde immer "älter" und ich somit immer glücklicher, durch das zusehen wie Sie sich entwickelt hat, durch das sehen wie Sie das Erste mal so richtig sehen konnte, das Erste mal Mama sagte, das Erste mal im Ihren Leben krabbelte, zu sehen das Ihre Haare immer länger wurden. Ich liebete Ihre Haare über alles es waren Engelslocken die Sie hatte.

Ich bin fast 22 Jahre jung doch fühle mich alt. Mein Körper ist jung aber meine Seele alt. Ich war 19 Monate meines Lebens glücklich und das waren die 19 Monate die meine Tochter bei mir auf dieser Erde verbringen durfte. Wenn ich wie gestern an Ihr Grab gehe dann frage ich mich warum. Warum musste Sie sterben und dazu auch noch WARUM auf so eine schreckliche Art und Weise.

Ich weiss das es sich für aussenstehende komisch anhört, doch ich bin der Meinung, wenn ich hätte nicht das Zimmer verlassen in dem es geschah wäre Sie nicht tod, SIe wäre 100% noch hier bei mir und ich würde Sie wahrscheinlich zur dieser Zeit gerade füttern. Denn Sie wachte um Punkt 07.30 Uhr jeden morgen auf und Sie sagte immer so süss "Mamma, Schokobrei will."

Ich frage mich manschmal wo der Sinn drinn stecken soll das gerade Sie gehen musste. Das mir mal wieder ein Mensch den ich über alles liebe sterben musste. Aber ich will dann auch wieder ehrlich sein, ich will es garnicht erst wissen.

lula
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Nutzer: Tyriael
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geschrieben am: 06.01.2004    um 11:27 Uhr   
stobmahl ähm ein kind kommt ja nicht von alleine da mus es ja auch nen vater geben warum war der nicht da?
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Nutzer: Tyriael
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geschrieben am: 06.01.2004    um 11:28 Uhr   
Ich würd mich freuen wenn ich mich mahl so mit dir unterhalten könnte aber hm ich weiß nicht wann du hir bist
weil im forum labern find ich net so prikelnt
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Nutzer: Tyriael
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geschrieben am: 06.01.2004    um 11:28 Uhr   
Ich würd mich freuen wenn ich mich mahl so mit dir unterhalten könnte aber hm ich weiß nicht wann du hir bist
weil im forum labern find ich net so prikelnt
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 06.01.2004    um 12:26 Uhr   
Zum Thema Vater möchte hier nicht offen sprechen. ich würde es Dir gerne erzählen aber hier ist halt alles offen damit kann ein jeder hier mit lesen was man schreibt.

Gerne können wir uns näher unterhalten. Und ja ich gebe Dir Recht, im Forum sich zu unterhaltend ist keines wegs prikelnd.

Liebe Grüsse
lula
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 06.01.2004    um 13:04 Uhr   
Zeit
Zeit, was ist das?

Hat Zeit noch andere Eigenschaften außer der Vergänglichkeit?
Hat Zeit auch noch eine andere Dimension außer sich selbst?
Hat Zeit eine Temperatur?

Die Zeit bleibt stehen.
Die Zeit heilt alle Wunden.
Kommt Zeit - kommt Rat.

Ich glaube nicht daran, denn nichts davon scheint wahr zu sein.
Die Zeit heilt keine Wunden und wenn, dann nur bei Menschen denen die Gnade des Vergessens gegeben ist.
Mit der Zeit kommt auch kein Rat, keine Hilfe, keine Besserung.
Die Zeit vergeht nur, gleichmäßig, konstant, monoton, so als wäre nichts geschehen.
Die Zeit ist egoistisch, denn sie kümmert sich nur um sich selbst.
Sie bleibt auch nicht stehen oder wird schneller.
Und noch weniger lässt sie sich zurückdrehen.

Aber die Zeit hat eine Temperatur, das weiß ich und das spüre ich.
Die warme Zeit mit dir, meine Liebefehlt mir. Sie fehlt mir so, wie du mir fehlst.
Es ist kalt geworden ohne dich.
Mir ist kühl im Frühling.
Mich fröstelt mitten im Sommer.
Ich friere im Herbst und im Winter erstarre ich vor Kälte.

„Du hast den Raum mit Sonne geflutet“, singt Herbert Grönemeyer und er hat recht.
Schöner kann man dieses Gefühl mit Worten nicht beschreiben.

Lass mich noch einmal Wärme spüren.
Sei mir noch einmal Morgensonne und Abendrot.
Flute meine Welt noch einmal mit deinem Licht und deiner Wärme.
Bring mir noch einmal Licht in meine kalte Zeit.

Bitte.

In Liebe deine Mama

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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 06.01.2004    um 13:06 Uhr   
„Hallo Prinzessin“, sage ich leise, „was machst du denn für einen Scheiß? Du kannst dich doch nicht einfach hinlegen und sterben. Nicht jetzt. Du bringst die Reihenfolge durcheinander. Ich wäre als erster dran gewesen. Nicht du. Das kannst du nicht machen.Ich lege meine Hand auf Deinen Kopf, Ihre kurzen Haare sind weich und lockig, wie immer. Ich fahre ihr durchs Haar und spüre die Kälte wo sonst kuschelige Wärme war. Sie dreht Ihren Kopf nicht mehr in die kraulende Hand hinein, Sie drängt nicht mehr nach noch mehr Streicheleinheiten. Nein, Sie bleibt einfach so liegen. Verzieht keine Miene. Bewegt sich nicht.
Ich betrachte Sie lange, sauge jede Kleinigkeit in mich auf, kann den Blick nicht von Ihr wenden.
Ich weiß, wenn ich mich jetzt umdrehe, werde ich Sie nie mehr sehen.
Nie mehr.
Nie mehr in meinem ganzen Leben.
Solange es auch dauern wird, Celine werde ich nicht mehr sehen.
Wenn ich jetzt die Augen schließe, muss ich Sie mir vorstellen können.

Celine Marie 10.01.01 - 05.06.03

~lula~ 05.Jan.04
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 06.01.2004    um 21:44 Uhr   
Meine kleien Prinzssin,

ich wünsche Dir eine gute nacht und schlage gut.
Ich werd emich gleich zu bett legen.

Ich liebe und vermisse Dich.

Deine Mama
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 06.01.2004    um 22:13 Uhr   
Am Kinderspielplatz

freudig kreischende Kinderstimmen
mahnend erziehende Erwachsene
ein Tollen und Toben
Rutschen, Schaukeln und
Sand, der vom Schnee verdeckt ist
oder war
und nun Matsch geworden ist
von überall her Zurufe
„Schau Mama!“
strahlende Kinderaugen
die die schmutzige Kleidung
vorübergehend vergessen lassen
„Papa, hilf mir rauf!“
ungeduldiges und erwartungsvolles
Zappeln und Drängen
„Toll machst du das“
stolzes und breites Grinsen
„Da will ich auch hin“
feste Entschlossenheit
„Aber nur noch ein Mal, dann ist Schluߓ
liebevolles Nachgeben
„Nur noch ein bisschen“
viele Kinderstimmen,
viele Mamas und Papas
viel Gelächter, viel Geschrei
Aufregung und buntes Treiben
und eine Person
die über den Trubel
lächeln muß und sich fragt
ob das eigene Kind
im Himmel
jetzt gerade
auch so vergnügt ist
an seinem 2. Geburtstag
der heute sein sollte.

Dies schrieb ich an Ihrem 2ten Geburtstag (28.10.01)

lula
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Nutzer: Tyriael
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geschrieben am: 06.01.2004    um 22:31 Uhr   
ich vertrau dir mal und geb dir mal meine e-mail: SuWeif@lycos.de
icqnr: 265895027
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Nutzer: Sprye
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geschrieben am: 07.01.2004    um 01:31 Uhr   
Ich habe leider nur die erste Seite gelesen und mir lief eine Träne über das Gesicht!
Ich selbst habe kein Kind verloren, ich bin erst 15, aber ich habe öfter versucht mich umzubringen.
Ich habe mir dabei nie überlegt wie es meinen Eltern gehen könnte,jetzt weiß ich es..es wäre die Hölle auf Erden!
Keine Mutter und kein Vater sollten ihr Kind zugrabe tragen!
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 07.01.2004    um 08:40 Uhr   
Ich habe deine Email addy notiert. Icq habe ich leider nicht habe nur Msn.

lula
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Nutzer: Tyriael
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geschrieben am: 07.01.2004    um 19:46 Uhr   
*lächelt* naja wenn du mir keine e-mail schreibst nützt dir die eddy leider nicht viel
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 08.01.2004    um 08:35 Uhr   
So Mail ist raus.
Doch bitte nicht zu viel denken davon, sie ist ziemlich kurz und üpig.

gruss lula
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 12.01.2004    um 09:55 Uhr   
Meine liebe kleine Celine,

wie Du heute sicherlich gesehen hast wat ich auf dem Friedhof. Wieder einmal musste ich eine Beerdigung mitmachen, wieder einmal musste ein Mensch der mir sehr nahe am herzen gewachsen wahr vonmir gehen. Mike ichhoffe DU kannst meine kleine dort oben sehen und Sie für mich in die Arme nehmen. Sage Ihr das ich Sie niemals nir vergessen werde. Und Dich lieber Mike, Dich werde ich auch niemals vergessen, wie könnte ich auch. Du warst ein wundervoller und eifühlsamer Mensch. Für mich warst Du etwas ganz ganz besonders. Nun lebe dort oben in Frieden und in Ruh.

Ich habe Euch beide lieb.

lula
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 12.01.2004    um 13:12 Uhr   


...und der wind heult auf
voll trauer und voll wut....

... kleine stimmen flüstern leise:

"mama ,es geht mir gut"...


ich wünsche dir viel kraft


presi

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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 12.01.2004    um 13:33 Uhr   
Zu presea hoch schaut und sich für die Lieben worte bedankt und traurig wieder geht....
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 15.01.2004    um 19:24 Uhr   
Meine Liebe Celine,

ich habe die ganze letzte Nacht kaum schlafen können.
Musste immer an die wunder schöne Momente die ich mit Dir hatte denken. Ich weiss noch Dein "Pinzettengrief" wie Du immer mit den Daumen und Zeigefingrt hast versucht was zu halten.*lächel* Nun haben wir schon das Jahr 2004 und ich muss sagen wo ist die Zeit geblieben. Weisst Dud mir ist klar geworden, egal was einem auch im Leben geschieht, das Leben geht einfach so weiter. Tag für Tag vor sich hin. Nun ist es schon über ein halbes Jahr her das Du von dieser Welt gehen musstest, doch meine Prinzessin für mich ist es so als wenn es erst gestern geschehen wäre.*zeufz*

Hab Du einen schönen Tag mit Deinen Sternenengels Freuden dort oben. Ich denke an Dich.

Ich liebe und vermisse Dich.

Deine Mama

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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 19.01.2004    um 14:30 Uhr   
Das kleine Mädchen

Ich steh' in einem dunklen Raum...
Um mich rum vier Türen...
Ich geh' zur ersten und öffne sie...

Ich seh' einen Spielplatz mit vielen Kindern...
Sie spielen gemeinsam...
Ich seh' ein kleines Mädchen...
am Rand des Spielplatzes...
auf einer Bank sitzen...
Ich geh' zu ihr...
"Warum sitzt du hier alleine ?"
Traurig schaut mich das kleine Mädchen an...
"Keiner will mit mir spielen..."

Ich steh' wieder im dunklen Raum...
Öffne die zweite Tür...

Ich seh' meine Grundschule...
Es ist Pause...
Ich seh' wieder Kinder, die miteinander spielen...
und sehe wieder das kleine Mädchen...
alleine auf einer Treppe sitzen...
Ich geh' wieder zu ihr...
"Warum sitzt du hier alleine ?"
"Keiner will mit mir spielen.... wie immer...."

Ich steh' wieder im dunklen Raum...
Öffne die dritte Tür...

Ich seh' meine Realschule...
Wieder ist Pause...
Ich seh' die Jugendlichen miteinander reden und rumalbern...
Und das kleine Mädchen...
wieder alleine auf einer Treppe...
Ich geh' zu ihr...
"Warum sitzt du hier alleine ?"
"Mit mir will keiner was zu tun haben.... wie immer.... "

Wieder bin ich im dunklen Raum....
Öffne die vierte Tür...

Ich seh' mein Zimmer...
Das kleine Mädchen sitzt alleine auf meinem Stuhl...
Ich seh' wie sie sich in den Arm ritzt...
Sehe das Blut auf den Boden tropfen...
Ich geh' zu ihr und schau ihr ins Gesicht...

.. und sehe mich ...

lula
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Nutzer: lula21
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geschrieben am: 19.01.2004    um 14:56 Uhr   
Die Freundin

Wir kannten uns von Kindheit an:
Sie hieß Ermina Quast;
ihr Vater war Gewerkschaftsmann,
der meine saß im Knast.

Erminas Mutter blickte mich
meist voller Missgunst an,
und meine Mutter grämte sich,
was hatte ich getan?

Die Schule sah ich nie als Zwang;
ich lernte mühelos.
Ermina schwänzte tagelang,
was wenige verdross.

Die Lehrerschaft hofierte ihr,
belächelte die Lücken.
Dem Alten, der ein hohes Tier,
kraulte man den Rücken.

Doch uns're Freundschaft schien ein Band
von steter Festigkeit;
wir schufen uns ein eig'nes Land,
fern ab vom Strom der Zeit.

Ein Paradies der Harmonie,
dessen Glanz wir pflegten,
gleich einer zarten Melodie,
deren Klang wir hegten.

Der Freundin stille Heiterkeit
war wie ein warmes Licht;.
Die Mächte tiefster Dunkelheit,
ahnten wir damals nicht.

Und es kam jener Junitag,
der unsern Bund zerbrach;
bitterer Fügung Hagelschlag
machte uns hilflos, schwach.

Ein falscher Ton begehrte Raum
und nistete sich ein;
wundes Herz, zertret'ner Traum,
die Seele kalt wie Stein.

Ermina steuerte ihr Ziel
auf üble Weise an;
mein Schmerz begleitete das Spiel
und manche Träne rann.

In Hohn getaucht war jedes Wort,
sie holte mächtig aus;
Nahm, was ich liebte, mit sich fort,
bespie mein Elternhaus.

Nein, ich wollte nicht versinken,
in einem Meer von Pein,
nicht in Selbstmitleid ertrinken,
auch kein Verlierer sein.

Doch sie behielt die Oberhand,
wir trennten uns in Hass;
was einst auf festen Füßen stand,
zerbarst wie dünnes Glas.

Ich sah Ermina dann nach Jahren,
erkannte sie im Stadtgewühl;
sie wirkte rastlos und zerfahren
und mich beschlich ein Angstgefühl.

Sie hastete an mir vorbei,
als sei sie auf der Flucht.
Ahnte ich den Hilfeschrei,
der einen Ausweg sucht?

Ich überlegte und entschied
den schweren Schritt zu wagen;
auch wenn sie meine Nähe mied,
wollte ich dies ertragen.

Doch es verlor sich ihre Spur,
ich trat den Heimweg an;
erlag ich einer Täuschung nur,
geriet ich aus der Bahn?

Und plötzlich war sie neben mir,
ich nahm sie bei der Hand;
wie früher ging ich neben ihr,
als Freundschaft uns verband.

Willenlos ließ sie sich führen,
stumm traten wir ins Haus.
War noch ein Hauch von Glück zu spüren
oder war alles aus?

Erminas Blick, mir wurde kalt,
noch immer schwiegen wir.
Da saß sie, lebensmatt und alt,
doch etwas rang in ihr.

Dann sprach Ermina und mir war,
als drehte sich der Raum;
es lauerten Not und Gefahr,
Wirklichkeit - kein Traum.

Ihr Ehemann sei das Verderben,
in schrecklicher Gestalt,
ihr blieb ein Berg von Schutt und Scherben,
im Schatten von Gewalt.

Dem kleinen Sohn bot dies Zuhaus'
an Bitternis zuviel;
und eines Abends blieb er aus:
Man fand ihn und sein Ziel.

Um einer Hölle zu entflieh'n,
warf er sich vor den Zug.
Ermina hielt den Brief mir hin,
den stets sie bei sich trug.

Ich las den Inhalt und sie schlug
die Hände vors Gesicht.
Zum nahen Brunnen trieb's den Krug,
jedoch sie weinte nicht.

Ronalds kurze Abschiedszeilen
weckten Erinnerung;
mit seinem Vater wollt' ich teilen
mein Leben, als ich jung.

Ermina riss das Rad herum,
doch das, was sie gewann,
zerfiel auf morschem Podium;
ein Teufelstanz begann.

Trieb dieses kleine Stück Papier
jetzt alles über Bord?
War nur noch Bitterkeit in ihr
und jede Kraft verdorrt?

Sie strich mir übers Haar und ging;
fast tonlos sagte sie:
"Verzeih' dem müden Schmetterling,
er fand die Rosen nie."

Wie damals ließ sie mich allein,
ich fühlte mich so leer.
Was konnte ich noch für sie sein?
Ich wusste es nicht mehr.

Ermina setzte aller Qual
jäh und hart ein Ende.
Leis' singt der Wind: Es war einmal;
am Grab falt' ich die Hände.

Zwei Schmetterlinge zieh'n vorbei;
ich weine in den Wind:
Liebe Ermina, du bist frei,
vereint mit deinem Kind.

traurig weiter zieht..

lula

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"Autor"  
Nutzer: lula21
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geschrieben am: 19.01.2004    um 15:06 Uhr   
Die verlassene Straße


Ich stehe an einer langen verlassenen Straße
und sehe eine schwarze Gestalt die mitten
auf der Straße steht....

Der Wind fängt an zu wehen....
Ich merke wie die Sonne verschwindet
und sie durch dunkle Wolken verdeckt wird....

Die Gestalt blickt in den Himmel...
Es fängt an zu regnen,
es donnert....

Der Regen prasselt auf ihr Gesicht....
Sie sackt zu Boden,
fällt auf die Knie,
der Blick ist nach unten gesenkt....

Ich höre ein leises wimmern....
Und leise Worte....

Es donnert,
fängt an zu blitzen.

Sie steht ruckartig auf,
blickt in die HöhŽund schreit laut auf!
Sie hat etwas in der Hand
doch ich kann es nicht genau erkennen.
Es schimmert durch das bisschen Licht....
ich erkenne Umrisse...

- Ein Messer!

Sie schreit in den Himmel
“Wieso hast du das getan?“
“Wieso hast du das getan?“
“Wieso hast du sie von mir genommen?“
“WIESO?“

Ich höre ihr verzweifeltes weinen,
spüre ihre Schmerzen die sie mit sich trägt.

“WIESO?“ - ruft sie immer wieder....

Sie fällt wieder auf die Knie....
Schaut noch einmal in den Himmel....
schließt die Augen und Tränen laufen
über ihr Gesicht....

- Es donnert leise -

Im nächsten Moment ist es still....
sie liegt am Boden und rührt sich nicht mehr....

lula

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"Autor"  
Nutzer: Gast_silli
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geschrieben am: 25.01.2004    um 19:03 Uhr   

Leise hört man das quietschen der Schaukel, die vom Winde angeschubst.
Leise hört man die Träne die auf den Boden fällt.
Die Träne ist von mir, weil ich die Erinnerungen an dein Lächeln in mir trage.
Deine kleinen Finger umgriffen die Seile an der Schaukel.
Du lächeltest, als ich dich versuchte in die Wolken zu schubste.
Nun bist du in den Wolken. Und ich sehe dein Lächeln nie wieder.
Ich werde dich nie mehr anschubsen können.
Die Trauer dich schon so früh verloren zu haben zerreißt meine Seele!!!

(c)by silli


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"Autor"  
Nutzer: lula21
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geschrieben am: 02.02.2004    um 11:59 Uhr   
Hallo Silli,
das sind wirklich wundervolle traurige Zeilen.
Ich Danke Dir dafür.

~lula~
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"Autor"  
Nutzer: Gast_silli
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geschrieben am: 04.02.2004    um 18:03 Uhr   
mal hoch schiebtz...und kerze aufstellt!
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"Autor"  
Nutzer: lula21
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geschrieben am: 05.02.2004    um 18:51 Uhr   

Fragen vom Schmetterling



.“Wie lang ist das Leben und was kommt danach?” fragte der Schmetterling Gott. “Was war davor? Warum weiß ich nichts davon?” - Viele, schwere Fragen an einem schönen Frühlingstag. Fragen an Gott und es gab keine Antworten. Oder? träumte der Schmetterling? Etwas oder jemand ließ ihn spüren, dass er nicht alleine war: “Du kannst dein ganzes Leben noch einmal erleben. Fliege ganz hoch, so hoch wie du kannst, und du wirst Augen haben, die alles sehen; Ohren, die alles hören und eine Seele, die alles fühlt.” - Und der Schmetterling flog und flog. Er strengte sich an, höher und höher. Er gab seine ganze Kraft hin.



Als er nicht mehr konnte, gab er auf und ließ sich fallen. Aber er fiel nicht, er wurde gehalten, unsichtbar getragen. Er schwebte. Er spürte Licht um sich herum, hörte unbekannte Töne und sah plötzlich ein Bild vor sich. Er platzte auf, wie eine Seifenblase. Er sah einen Schmetterling, der an einen Busch flog, seine Eier ablegte und verschwand. Die Sonne kam, der Regen fiel und aus einem Ei schlüpfte eine Raupe, ganz klein und fast unsichtbar. Der Schmetterling spürte plötzlich in seiner Seele: - Das bin ich. Ich bin dieser kleine Wurm. - Er staunte.

Die Raupe kletterte los, fraß von den Blättern, versteckte sich vor den Vögeln und Insekten. Sie lebte gut. Kein Tag war wie der andere. Manchmal hatte sie Angst, gefressen zu werden, und versteckte sich. Mal sonnte sie sich übermütig. Sorgen kannte sie nicht und wuchs prächtig. Sie wurde dicker, träger und langsamer. “Was soll aus der wohl werden”, fragte sich der Schmetterling, “und wie bin ich so schön geworden?”

Die Raupe suchte sich einen schönen versteckten Platz. Sie streckte sich an der Unterseite eines kleinen Zweiges und spann sich ein. Langsam aber war nicht mehr viel von ihr zu sehen. “Stirbt die Raupe?” sorgte sich der Schmetterling. “Ja,” hörte er Antwort, “sie stirbt und erwacht zu neuem Leben. Sie wechselt ihre äußere Hülle. Das Alte vergeht und das Neue wächst heran. Schau!” Und er sah hinein in die Hülle, die Puppe. Die Raupe war nicht mehr da, er erschrak.

Feine Gliedmaßen entstanden, alles verwandelte sich. Ein Bild löste das andere ab. - Der Schmetterling staunte. - Beinah hätte er übersehen, wie die Puppe sich unten öffnete. Ein kleines Loch entstand. Eine neue Gestalt kletterte, nein schob sich langsam heraus und saß im Licht. Die Sonne wärmte sie und sie atmete tief ein. Das neue Leben hatte begonnen. Die Gestalt breitet die zarten Flügel aus und erhob sich in die Luft.

“Das bin doch ich.” dachte der Schmetterling. “Ich fliege dort.” Er sah noch einmal sein Leben bis zu dem Flug, der ihn höher und höher trug. “Ja, das bist du.” sagte Gott. “Du weißt nun, was vorher war und was nachher kommt. Sonst sieht jeder nur seinen Lebenszeitraum, seine Erfahrung. Er spürt nicht das neue Leben und auch nicht die Ankunft im Licht. Nur weil du dich fallen gelassen hast, weil du vertraut hast, konntest du mehr sehen. “

Verfasser unbekannt


In Gedenken an meine Tochter Celien Marie!
*28.10.01 - 05.06.03*

Ich liebe Dich meine kleine Prinzesin. Ich habe heute am 5ten den ganzen Tag versucht mir nicht anmerken zu lassen das es mir schlecht geht, doch als ich nach der Arbeit nach Hause kam bin ich zusammen gebrochen. Ich schaffe dieses unterdrücken einfach nicht mehr. Ich weiss nicht mehr wie ich dies alles aushalten soll meine Maus. Ich bin so unendlich traurig.

Deine Mama

Geändert am 05.02.2004 um 19:03 Uhr von lula21
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