|
|
|
geschrieben am: 28.05.2003 um 08:03 Uhr
|
|
Puh... der wird was länger ich sehŽs schon... :-)
Also gut, Hälfte No. 1
Eine junge Frau meines Alters (20) sagte einmal zu mir :
"Selbst wenn es Gott nicht gegeben hat am Anfang. Wenn er die Welt nicht geschaffen hat, es Adam und Eva nie gab und Jesus ein Märchen ist, dann glaube ich, daß spätestens jetzt, nachdem Millionen von Menschen daran Glaube, Gott existiert, wie auch immer und in welcher Form."
Und dieser Meinung bin ich ebenfalls. Ich glaube, daß Gott existiert. Und ich glaube, daß sein Weg vielen Menschen Gutes bringt und gut tut. Aber mein Weg ist es nicht. Irgendwann - ich glaube da war ich 5 - habe ich im Stillen ein Abkommen mit Gott geschlossen. Ich weiß, daß es ihn gibt, er weiß, daß es mich gibt, ich ihm aber nicht folgen kann, weil es sich in mir falsch anfühlt.
Ich muß auch gestehen, als ich bei meiner Konfirmation vor dem Altar niederknien sollte, fiel es mir mehr als schwer. Und da habe ich wieder angefangen, mich im Stillen mit Gott zu unterhalten. Ich habe ihn gebeten, beiseite zu treten, weil ich es so nicht tun konnte und ich denke, er hat es getan.
Gott ist für mich so ähnlich wie...hm.. der Arbeitgeber meines Verlobten ? Jemand, den ich durchaus schätze und respektiere und von dem ich weiß, daß er für andere Menschen, grade auch Menschen, die mir wichtig sind, wichtig ist, aber einen direkten Bezug zu mir hat er nicht.
Und ich weiß, und dessen bin ich mir vollkommen sicher, daß - wenn es nur diesen einen Gott gibt, was ich bezweifle - und das, und nur das der einzige wahre, allmächtige (s.u.) und liebende Gott ist, aus dem alles entsprang und in dem alles endet... Dann ist es gut so, wie es ist, in meinem Leben und in meinem Kopf. Denn wenn ich handle und durchs Leben gehe, wie mein Herz und mein Kopf es mir vorgeben - wenn ich mich abends in mein Bett legen kann und in Ruhe einschlafen, weil ich weiß, alles, was ich getan habe, an diesem Tag, kann ich vor mir selbst rechtfertigen - und es ist für Gott nicht in Ordnung, dann möchte ich vielleicht auch gar nicht bei ihm enden und akzeptiere es für mich, daß ich dann eben mit der anderen Seite Vorlieb nehmen muss.
Wenn Gott so selbstgerecht sein sollte, daß er eine Seele (dieses Wort benutze ich jetzt einfach) ablehnt, weil sie ein Leben lang "gutes" getan hat, aber nicht in seinem Namen, dann - nein danke.
Ich glaube nicht an Gott, sondern daran, daß er existiert. Mein Gott ist ein anderer ;-)
Ich glaube auch nicht daran, daß es "Gut" und "Böse" gibt. Ich glaube, es gibt jeden Tag Menschen, die Hilfe brauchen, denen man etwas "gutes" tun kann und Dinge, die man bewirken kann. Und wenn man diese Chancen nutzt, dann wird irgendein Gott, wenn er überhaupt irgendeinen Gott gibt, lächeln und sich dein "Gesicht" merken und wenn es einmal hart auf hart kommt, vielleicht ein bisschen an der Sache drehen für dich.
So, nun zu Hälfte No. 2
1. Allmächtig : Bitte Gott, einen Felsen zu erschaffen, der so groß und schwer ist, daß Gott selbst ihn nicht mehr hochheben kann.
Und dann bitte ihn, diesen Stein hochzuheben ;-)
2. Gut, es lebte also ein Mann Namens Jesus, der am Kreuz gestorben ist, so wie viele nach ihm und vor ihm, dem aber viele Menschen wegen seiner Reden gefolgt sind.
Und nun ? Diese Schriften, mit denen du zu belegen versuchst, sind so alt, unvollständig und von Aberglauben u.ä. durchzogen, daß man es nicht als Beweise vorlegen kann.
3. Zitat Albert Einstein : "Nichtexistenz läßt sich nicht beweisen."
Insofern ist es albern, jemanden aufzufordern, die Existenz einer Gottheit zu beweisen und das weißt du doch auch, Ravenlord ;-)
puuuh
ich habŽs geahnt ;-)
Jalima |
|
|
|
|