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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.06.2006    um 20:51 Uhr   
Wenn er es gestehen müsste, so würde er sehr wohl sagen dass er die Einstellung von Lucien mehr als genoss. Er war froh, dass Lucien mehr als nur Futter und ein Spielzeug in ihm sah, zumindest hatte es danach geklungen. Es…, war sicherlich mehr dahinter, anders konnte es einfach nicht sein. Immerhin war er es gewesen der sagte, dass sie Freunde waren. Und ja, er ah es ganz genauso.
Plötzlich sah er erschrocken zu Luciens Seite hinüber.

„Mich…, mich malen lassen?“
Wiederholte er überrascht. Dann schüttelte er ziemlich genau seinen Kopf, sodass ein paar kürzere Strähnchen wild durch die Luft flogen.

„Nein, wozu? Wenn ich will sehe ich mich jeden Tag im Spiegel. Ich bin der Meinung, dass Bilder dazu da sind um anderen Leuten Freude oder Leid mitzuteilen, in dem Fall ist das nicht Sinn der Sache. Immerhin brauche ich kein Portrait von mir selber. Ich weiß doch, wie ich aussehe.“
Wieder lachte er leise auf und schien den anfänglichen Schock gut überstanden zu haben.
Hoffentlich hatte er sich mit dieser Reaktion nicht zu sehr verraten, denn er hatte natürlich darüber nachgedacht, immerhin war er sehr neidisch gewesen als er miterleben durfte, wie sein Bruder Lucien ein Porträt geschenkt hatte. Aber so waren die Dinge im Leben, die kleinen süßen Sachen schienen nicht für ihn bestimmt zu sein.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.06.2006    um 21:03 Uhr   
"Du müsstest das Bild nicht selbst behalten. Es gibt viele Leute, die sich an deiner Schönheit erfreuen würden. Menschen sind ganz versessen auf das Besondere. Manchmal genügt ihnen der Blick auf ein schönes Gemälde um für einen Moment alles andere zu vergessen. Nun, warum solltest du dich nicht malen lassen? Du siehst wunderbar aus. Ich glaube, ich wüsste schon, wo wir ein Bild von dir Ausstellen könnten..."
Er zog seine Stirn in Falten, als er darüber nachdachte, aber dann musste auch er schmunzeln. Warum wollte Felice sich nicht malen lassen. Es gab doch überhaupt keinen Grund seinen schönen Körper zu verstecken. Nun, vielleicht sah er es auch ein wenig anders.
"Wie dem auch sei. Ich finde, dass du deine Schönheit der Menschheit nicht vorenthalten solltest."
Sie verließen den Kieselweg und gingen über einen kleinen Trampelpfad in den Wald hinein. Hier war es natürlich noch etwas dunkler, als auf dem Rest des Grundstückes.
"Fürchtest du dich eigentlich gar nicht? Es ist ungewöhnlich. Menschen haben Angst vor der Dunkelheit. Es ist, wie ein angeborerner Reflex, der ihnen sagt, dass sie sich nicht trauen sollen, im Dunkeln umher zu wandern."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.06.2006    um 21:15 Uhr   
„Wie kommst du denn nur darauf?“
Die ganze Sache mit dem Bild stimmte ihn noch fröhlicher, als er eh schon war. Irgendwie schien sich Lucien in dieser Sache sehr sicher zu sein. Gut, ihn würde es auch interessieren, wie sein Bruder ihn malen würde, aber er konnte ihn nicht darum beten. Nein, das war ihm dann doch irgendwie viel zu peinlich. Er hoffte einfach darauf dass Vico sehr bald die Lust dazu bekam, seinen Bruder mal ordentlich in Szene zu setzen. Wer weiß, vielleicht würde es dann tatsächlich zusammen mit Luciens Bild ausgestellt werden?
Die plötzliche Frage, die da an seinem Instinkt rüttelte, ließ seinen Kopf heben und nun aufmerksamer die Welt erkunden.

„Hu-huch… .“
Entkam es dem jungen Italiener überrascht, er hatte gar nicht bemerkt, wo sie hingegangen waren. Das Gespräch hatte ihn da einfach viel zu sehr abgelenkt. Das zeigte wiederum Vertrauen zum Gastgeber. Nun schluckte er jedoch leicht und unsicher sah er sich um.

„Also wo du es gerade ansprichst muss ich gestehen mich etwas unwohl zu fühlen. Da nützt mir sogar die Tatsache nichts zu wissen, ein starkes Wesen an meiner Seite zu haben. Erm, wo willst du denn hingehen?“
Er warf einen flüchtigen Blick über seine Schulter zurück. Das Anwesen wurde zunehmend von den dunklen Ästen verschlungen, die sich am Wegesrand und nun hinter ihm die Welt verbargen. Irgendwie war das ziemlich unheimlich!
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.06.2006    um 21:30 Uhr   
"Es ist nicht sehr weit." Vorsichtig, um dem jungen Menschen die Chance zu geben seine Hand zurück zu ziehen, wenn er wollte, schlossen sich seine Finger um die Hand des Mailänders. "Es wird dir dort gefallen. Ich bin mir sicher."
Ruhig führte er Felice weiter durch die Dunkelheit. Je weiter sie in den Wald hinein kamen, desto schwerer würde es für einen Menschen werden zu sehen. Lucien jedoch hatte keine Probleme. Seine Augen, die durch den Kuss geschärft und auf das Leben in der Dunkelheit eingestellt worden waren, zeigten ihm jeden noch so kleinen Stein, jeden Ast, jede Kuhle und jede Wurzel.
"Vorsicht, zieh den Kopf ein. Eine Beule würde dein Gesicht zwar nicht entstellen, aber sich weh tun." Lächelte er.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.06.2006    um 21:45 Uhr   
Dass er zuvor die Hand nicht abgelehnt hatte fand er in diesem Moment als ein guter, strategischer Zug, denn er war im Augenblick fürchterlich auf die Hilfe von Lucien angewiesen. Ohne seine Warnungen hätte es ihn sicherlich dreimal auf die Nase gelegt, zweimal wäre er hängen geblieben und einmal hätte er einen Ast gegen den Kopf gekriegt.
„Danke, Lucien.“
Wisperte Felice leise, wie nach jeder Warnung, die er von dem weitaus Älteren erhalten hatte. Mittlerweile hatten sich seine warmen Finger jedoch fester um die kalte Hand des Blassen geschlossen. Es zeugte gar immens von seiner momentanen Hilflosigkeit. Nie im Leben hätte er nun von dieser Hand abgelassen.

„Ich hoffe, es ist ein schöner Ort. Wenn nicht, dann werde ich wohl ziemlich enttäuscht sein. Obwohl diese Führung ja auch etwas Interessantes an sich hat.“
Immerhin wurde er nicht jeden Tag so nach Mitternacht durch die Wälder gezerrt, wo er selbst so gut wie nichts erkennen konnte. Er roch nur die Bäume und Lucien, hörte das Rauschen der Winde und ihre Schritte und irgendwie war es durchaus fürchterlich aufregend, darum musste er kurz lächeln.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.06.2006    um 21:58 Uhr   
"Ich würde dir schon fast versprechen, dass es dir gefällt!", erwiderte der Unsterbliche und führte Felice sicher durch den Wald. Es war wirklich ein schöner Ort und er hätte alles dafür gegeben noch einmal bei Tageslicht zwischen den Buchen und Eichen umher streifen zu können. Aber das war ihm ein für alle mal verwehrt. Oft gab es Tage an denen er sich dafür verfluchte, die Sonne gegen ein Leben eingetauscht zu haben, das von dem Leben anderer Menschen zerrte. Er unterdrückte ein Seufzen und schob einige Äste zur Seite. Dann plötzlich sah er den Felsen. Er ragte aus dem Boden, wie eine kleine Burg, doch ein Loch führte tief in das Innere.
"Wir sind da.", hauchte er. Felice konnte den Stein unter seinen Schuhen spüren. Es ging ein bisschen bergab und je weiter sie in die Höhle hinein gingen, desto kälter wurde es. Nach der schwülen Wärme kam diese Abwechslung, aber gerade recht. Langsam konnte auch Felice wieder etwas sehen, denn warmer Fackelschein warf bizarre Flammen auf die Wände. hundert Meter später standen sie in einer riesigen Halle. Alles glitzerte, wie Edelstein, aber es waren nur Salzkristalle, die sich an Stalaktiten und Stalakmiten schmiegten. Einige kleine Pfützen schimmerten in tiefstem Blau und die Luft roch, wie am Meer. Es war atemberaubend. Sogar für Lucien.
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geschrieben am: 23.06.2006    um 22:09 Uhr   
„Oh wow…, das ist ein wundervoller Ort!“
Und der Jüngere staunte durchaus nicht schlecht, als er diese Höhle mit seinen eigenen Augen erkunden durfte. Sehr nah ging er an den salzbesetzten Wänden entlang und wagte es kaum jene zu berühren, obwohl der Drang sehr groß war, denn er wollte diese natürliche Schönheit ungern zerstören. Er machte noch ein paar Schritte, bevor er die Pfützen auf dem Boden bemerkte. Jeder Schritt hallte ihm sanft in den Ohren nach.

„Sag bloß du hältst dich hier auch noch auf? Immerhin sind die Fackeln doch recht ungewöhnlich. Wozu dient dieser Ort?“
Doch nicht etwa für eine natürliche Salzgewinnung?
Aber egal, Felice schien wie Lucien mehr als beeindruckt zu sein.
  TopZuletzt geändert am: 23.06.2006 um 22:10 Uhr von FeliceFoscari
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geschrieben am: 23.06.2006    um 22:23 Uhr   
"Ich komme ab und zu her um nachzudenken. Nicht einmal Allegro kennt diesen Ort. Nun, wahrscheinlich kennt er ihn, aber er hat mich niemals hier unten gesucht. Das hier ist so etwas, wie mein kleines Reich. Hier kann ich machen was ich will. Das ist die einzige Aufgabe dieses Ortes. Dort drüben gibt es eine weitere, kleinere Höhle. Komm!"
Erneut schlossen sich Luciens Finger um die warme Hand des Menschen und er führte ihn tiefer in die Höhle hinein. Als sie an besagter Stelle ankamen, lächelte der Unsterbliche. Die Halle war in tiefes, orangenes Licht gehüllt, das von den Fackeln kam. Ein kleiner See, der dunkelblau und tief schien, schmiegte sich an die Höhlenwand und auf einer kleinen Anhöhe fand man eine gemütlich eingerichtete Ecke. Hier lagen ettliche Matratzen und Kissen und Decken. Sie waren passend zum Rest der Höhle in helles blau gefärbt worden. Einige unbedeutende Kleinigkeiten rundeten den Raum ab.
"Ich liebe es meine Tage hier zu verbringen..."
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geschrieben am: 23.06.2006    um 22:38 Uhr   
Nachdem er aufgestanden war und bemerkte, wie sich die kühlen Finger um seine Hand schlossen, ließ er sich erneut durch jenen unbekannten Ort führen. Er konnte kaum glauben, dass dies eigentlich so was wie etwas ganz persönliches war, eben etwas, was nicht jeder zu sehen bekam. Die Vorhalle war ja sehr bezaubernd gewesen, aber dies war nun der Hammer schlechthin.
Mit offenem Mund geriet Felice wirklich ins Staunen. Dieser Ort betraf den vorherigen fast um Weiten, aber nur fast! Er lächelte dann und sah jede Kleinigkeit, auch wenn sie noch so verborgen schien. Ja, er war ein aufmerksamer Beobachter.

„Das glaube ich dir gerne! Diesen Ort würde ich auch so oft wie möglich besuchen. Er ist wirklich etwas ganz Besonderes.“
Er wartete einen Augenblick, aber dann entzog er Lucien sanft seine Hand und ging etwas weiter vor. Sein neues Ziel war jener See, der sich in der Mitte dieses Raumes befand. Ganz wundersam, dass es ihn hier gab, immerhin war schon unter dem Anwesen so ein Bereich.
Neugierig ließ er seine Hand in das Wasser gleiten.
Nur so konnte er erfahren, ob das Wasser eine angenehme Temperatur besaß. Nicht, dass er schwimmen wollte, es war in erster Linie wirklich nur Neugier. Vielleicht war der See mit dem unter dem Anwesen irgendwie verbunden? Das könnte natürlich eine gewisse Möglichkeit sein und alles genauer erklären.
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geschrieben am: 23.06.2006    um 22:51 Uhr   
Seine Augen, die auf seltsame Art und Weise die gleiche Farbe, wie das Wasser hatten, verfolgten jede Bewegung des jungen Menschen. Mit einem Lächeln registrierte er die Neugier des Mailänders. Tatsächlich war das Wasser des Sees genauso warm, wie das in der Therme unterhalb des Anwesens. Ruhig ließ er Felice die Umgebung erkunden. Er selbst ging über die kleine Schräge hinauf zur Liegefläche. Sie war außergewöhnlich breit. Acht bis neun Menschen hätten hier bequem Platz gefunden. Lucien ließ sich nieder und beobachtete den Jungen weiterhin.
"Vielleicht sollte ich Vico vorschlagen dich hier zu malen. Es wäre sicher ein außerordentliche Gemälde. Was hältst du davon?"
Er drehte sich auf die Seite, so dass er seinen Kopf in die Handfläche stützen konnte und trotzdem nicht den Blickkontakt zu Felice verlor.
"Wenn du dich traust, könnte man sogar über ein Aktbild nachdenken. Natürlich im künstlerischen Sinne ohne dass man zu viel sieht, aber ich finde den menschlichen Körper einfach beeindruckend schön."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 23.06.2006    um 23:07 Uhr   
Er schluckte, als er die Worte des Blassen vernahm. Zögerlich zog er seine Hand wieder aus dem Wasser und traute sich im ersten Moment nicht, etwas zu erwidern.
Der letzte Satz von Lucien änderte dies jedoch, deswegen stand er nun geschmeidig wieder auf und suchte sich einen Weg auf die Anhöhe. Kurz darauf setzte er sich zu dem Älteren und stellte fest, dass diese Konstruktion wirklich wunderbar bequem war.
Lächelnd sah er nun zu Lucien.

„Menschliche Körper findest du beeindruckend schön? Warum? Dein Körper ist doch auch recht menschlich, oder irre ich mich da etwas?“
Absichtlich musterte er den anderen genauer, bevor er wieder weiter sprach.

„Wieso bist du eigentlich so scharf darauf, dass ich mich malen lassen soll? Sicher, der Ort hier ist wunderbar für ein Bild geeignet und Vico würde sich sicher herausgefordert fühlen, aber ich bin da nicht so die Sache, die hier hinein passt. Nein, das bist dann doch eher du.“
Er lachte leise auf und überkreuzte die Beine gekonnt.
Er verstand wirklich nicht wieso er dieses Thema nun wieder ins Rollen brachte.
Seine Zunge benetzte vorsichtig die feine Haut der Lippen.

„Aber gut, ich kann Vico ja fragen, auch wenn ich nicht weiß ob er so was machen würde. Ich kenne nicht so viele Künstler die ihre Familienmitglieder malen, weißt du?“
War so was überhaupt schon mal vorgekommen? Dazu noch als eine Art Aktbild? Nein, er wusste wirklich nicht, ob er so was machen konnte vor seinem jüngeren Bruder. Hm, er war eben doch verklemmt…, was soll’s!
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geschrieben am: 23.06.2006    um 23:23 Uhr   
"Nun, grundsätzlich gleichen sich unsere Körper durchaus. Wie du vielleicht schon bemerkt hast, haben wir beide zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf, aber es sind die Kleinigkeiten, die Menschen so wunderschön machen. Nach dem Kuss - so nennt man die Erschaffung eines Unsterblichen - verändern sich unsere Körper. Unsere Haut wird makellos und rein und bei manchen bekommen die Augen einen unbeschreiblichen Ausdruck, eine Tiefe, die man bei Menschen nicht sieht. Es sind viele Kleinigkeiten, die uns von einander unterscheiden. Menschen würden die meisten Vampire als schön bezeichnen, aber ich mag die Unvollkommenheit der Menschen! Ich mag die Farbe eurer Haut und die Augen, die so voller Leben stecken. Und wenn ich ehrlich bin, könnte ich dich stundenlang ansehen ohne dass mir langweilig würde. Ich glaube, du bist ein ganz außergewöhnlicher Mensch, sowohl körperlich, als auch geistig. Diese Einheit macht dich schöner, als jedes andere Wesen, das ich kenne."
Er lächelte ganz unverfänglich und seufzte leise auf. Was für eine perfekte Nacht!
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 23.06.2006    um 23:44 Uhr   
„So ist das im Leben: Gegensätze ziehen sich meistens an.“
Wisperte er leise und eine Spur verträumt. Schließlich sah er wieder zu dem Älteren und kicherte leise auf.

„Danke für dein Kompliment, aber das kann ich wirklich nur zurückgeben. Du hast Recht: Du bist auch gut zu Mustern. Immerhin besitzt du eben etwas Außergewöhnliches, was bei einem Menschen ebenso selten vorkommt. Hm, vielleicht lasse ich mich wirklich als Aktbild malen, aber nur, wenn du es auch tust.“
Er schmunzelte breit und offen, langsam schien er die anfängliche Verklemmtheit abwerfen zu können, aber nur langsam.
Er überlegte einen Augenblick, dann sah er wieder zu dem See hinüber.
Irgendwie fühlte er sich hier sehr wohl, auch wenn er sich nicht erklären konnte, wieso.

„Wie sieht es aus? Wollen wir eine Runde schwimmen gehen, oder hast du eine Allergie gegen so klares Wasser?“
Sogleich erhob er sich und ging den Weg zurück, den er gekommen war.
Er sollte die Gelegenheit seiner Offenheit nutzen, solange sie vorhanden war. Wenn er nun zögerte, war alles vorbei.
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geschrieben am: 23.06.2006    um 23:56 Uhr   
'Was für ein seltsames Angebot du mir da unterbreitest, Felice Foscari!', dachte Lucien und schüttelte den Kopf, so dass die feinen, schwarzen Haare die blauen Augen halb verdeckten. 'Das hätte ich dir niemals zugetraut. Ich hätte gedacht, dass du ein guterzogener, junger Mann bist, der es als unsittlich empfindet sich vor anderen nackt zu zeigen. Wirklich, du überraschst mich immer wieder!' Mit einem Lächelnd stand der Unsterbliche schließlich auf.
"Ich soll mich also nackt portraitieren lassen? Nun, warum nicht? Ich sehe nichts Verwerfliches daran. Also haben wir einen Packt geschlossen, ja?"
Amüsiert folgte er Felice hinab zum Wasser. In der Gegenwart des Jungen wurde er noch einmal wirklich kindisch. Oh ja, er genoss es wirklich! Kurz glitt sein Blick über Felice' Körper, aber dann nickte er.
"Ein Bad klingt gut. Ich hatte einen nicht ganz so guten Tag."
Und ohne zu überlegen, begann er sein Hemd zu öffnen.
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geschrieben am: 24.06.2006    um 00:13 Uhr   
Er nickte dann doch verlegen, denn wenn er genau darüber nachdachte war das wirklich eine Sache gewesen, zu die man ihn hätte überreden müssen. Das Lucien so einfach auf den Deal einging war ihm bewusst gewesen, vielleicht war der Reiz an der Sache einfach sehr herausfordernd.
Am Rand des kleinen Sees begann er sich dann auch zu entkleiden. Er schien nicht großartig darüber nachzudenken, was wäre, wenn er nun nackt hier herum stände, denn dann ist sein Mut komplett verflogen. Ja, heute wollte er etwas ausgelassener sein, als sonst! Heute wollte er einfach ein bisschen Spaß am Leben haben, was ihm geschenkt wurde! Ja verdammt, er sollte es endlich genießen!
Das letzte Kleidungsstück, was seine Short war, fiel dennoch langsam zu Boden. Schnell stieg er in das Wasser hinein und ließ den Leib langsam hinein gleiten. Dabei entließ er ein sehr angenehmes Geräusch aus seiner Kehle.
Nachdem sich sein Körper auf die Wärme eingestellt hatte, lehnte er sich an die harte Felswand und sah zu Lucien hinüber. Dann stieß er sich jedoch ab und schwamm etwas mehr in die Mitte hinaus. Auch hier war da die Neugier vorhanden, ob das Steinbecken in der Mitte tiefer war als am Rand.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 24.06.2006    um 00:25 Uhr   
Der Unsterbliche ließ sich Zeit beim Ausziehen. Er faltete Hemd und Hose und stieg aus der Short die er trug. Alles zusammen legte er ordentlich auf einen rauen Felsen, bevor er sich langsam in das Wasser gleiten ließ. Er spürte die Wärme nicht mehr so, wie sie Menschen spürten, aber das Gefühl, das das warme Wasser in ihm herauf beschwor, war phantastisch. Er tauchte kurz unter und als er wieder an die Oberfläche kam, klebten die dunklen Haare an seinen hellen Wangen. Mit langen, perfekten Zügen schwamm er zum Beckenrand und machte es sich dort gemütlich. Er war schon lange nicht mehr in diesem See gewesen. Mit geschlossenen Augen genoss er die Umgebung. Schließlich beobachtete er doch Felice. Es gefiel ihm, dass der Junge einfach war, wie er sein wollte, dass er sich nicht mehr verstellte, sich nicht mehr kühl gab.
"Ist die Temperatur angenehm für dich? Wenn nicht können wir auch gerne etwas anderes machen."
Seltsam, er war schon wieder so besorgt um den Jungen. Woher kam diese Sorge?
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geschrieben am: 24.06.2006    um 00:40 Uhr   
Ja, woher kam diese Sorge nur? Auch Felice stellte sich die Frage, denn er hatte sich gar nicht so seltsam benommen, oder etwa doch? Vielleicht irritierte ja wirkliche die Tatsache, dass Felice im Grunde ein ganz anderer Mensch war als man kennen lernen durfte.
Er schwamm zu Lucien zurück, nachdem er bemerkte, dass die Mitte nicht viel an Tiefe vorzuweisen hatte. Geschmeidig kam er neben dem anderen am Beckenrand zurück und lehnte sich erneut daran.

„Mir geht es gut, keine Sorge. Wäre es mir zu blöd gewesen, wäre ich doch gar nicht erst ins Wasser gestiegen! Oder ist dir etwa plötzlich langweilig geworden? Ich meine, ich kann ja so tun als ob ich ertrinke, wenn du unbedingt etwas Gutes tun möchtest.“
Er lachte wieder auf und tauchte danach ebenso einmal gänzlich unter Wasser. Als er wieder an die Oberfläche kam, musste er die Strähnchen sortieren, die sein Blickfeld behinderten. Nachdem er dies geschafft hatte, legte er die Arme überkreuzt auf den steinernen Boden und darauf bettete er seinen Kopf.
Es war ein schönes Gefühl mal einfach nur nichts zutun.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 24.06.2006    um 00:45 Uhr   
"Hm, das wäre durchaus eine Überlegung wert, wobei ich nicht Schuld daran sein möchte, wenn dir hinterher wirklich etwas passiert. Also lassen wir das lieber und überlegen uns etwas anderes. Was hältst du vom Wetttauchen? Von hier bis zum anderen Ende des Beckens. Der Gewinner... hat einen Wunsch frei!"
Amüsiert kicherte Lucien. Das hatte er lange nicht mehr gemacht. Eigentlich waren es auch Kinderspiele, aber er wurde das Gefühl nicht los, dass diese Spiele genau das Richtige für ihn waren. Er neigte den Kopf und sah Felice erwartungsvoll an. Nun, vielleicht war es ihm auch zu langweilig, oder kinidsch, was er durchaus verstehen würde.
"Also, was hältst du davon?"
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 24.06.2006    um 00:55 Uhr   
„Das schaffe ich doch nie… .“
Entkam es ihm murmelnd, als er bis zu der anderen Seite dieses Beckens hinüber sah.
Außerdem war doch Lucien im Vorteil, der musste doch gar keine Luft holen! Der atmete sicherlich gar nicht mehr.
Dennoch wendete er sich nun richtig herum, überlegte einen Augenblick und nickte dann entschlossen.

„Na gut, ich kann es zumindest versuchen!“
Die Tatsache dass er sich durch den Wunsch irgendwas blödes raussuchen konnte war dann doch sehr reizvoll.
So machte sich Felice startklar und zog es vor, von drei auf null herab zu zählen, so konnte er vielleicht eine kleine Chance herausarbeiten. Nachdem er die letzte Zahl genannt hatte, tauchte er unter Wasser und stieß sich von dort kräftig ab. Da dieses Wasser sicherlich auch Salz beinhaltete, konnte er die Augen nicht öffnen, dafür versuchte er sich aber mit den Händen zu orientieren.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 24.06.2006    um 11:56 Uhr   
Oh ja, es war eine unfähre Wette, denn Lucien musste tatsächlich keine Luft mehr holen, und wenn er gewollt hätte, hätte er allein durch sein 'Vampirsein' dieses kleine Wettrennen gewonnen. Aber wenn er ehrlich war, wollte er das gar nicht. Er war gespannt, was sich der Junge wünschen würde und so gewährte er ihm einen guten Vorsprung. Auch er wagte sich nicht unter Wasser die Augen zu öffnen, der Salzgehalt war wirklich erschreckend hoch. Er schwamm mit kurzen Zügen und öfters ausgestreckten Armen um nicht vor eine der Felswände zu stoßen. Sein Vater würde ihn für dieses Verhalten sicher zurechtweisen, schließlich gehörte es sich für einen Unsterblichen seines Alters nicht Wasserspielchen mit Menschen zu spielen. Ohne weiter darüber nachzudenken, tauchte er kurz auf um zu sehen, wo Felice war. Und, er konnte nicht verleugnen, dass er seinen Körper ein wenig genauer betrachten wollte. Schließlich war der Junge ein Prachtexemplar eines Menschen. Noch nie hatte er jemanden mit so perfekten Proportionen und so geschmeidigem Haar gesehen.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 24.06.2006    um 12:18 Uhr   
Von dem Vorsprung, den man ihm aus Absicht gewährt hatte, wusste er nichts. Auch nichts von der Sache dass Lucien diese Wasserspielchen nicht spielen durfte. Was war denn schon dabei? Es war doch nur eine simple unwichtige Wette, mehr nicht. Gut, dass Lucien hier eben Dinge tun durfte, die man ihm wo anders verwerte.
Mit kräftigen Zügen schwebte sein Leib zwischen dem Wasser hindurch.
Er schien keine große Mühe zu haben sich fortzubewegen, doch die Lunge war nicht für diese Tauchdinge ausgebildet, sodass er knapp vor der anderen Seite wieder an der Oberfläche auftauchte und nach Luft schnappte. Es war durchaus ein wunderbares Bild. Die Perlen, die sich auf seiner Haut hielten oder hinab segelten glitzerten blass im Schein der Fackeln. Die Bewegung der Hand, die sein nasses, pechschwarzes Haar zurück strich war auf wundersame Weise perfekt gewesen, obwohl er dies als Mensch ganz und gar nicht sein konnte.
Vorsichtig öffnete er die Lider, nachdem dieselbe Hand das Wasser aus der Gesichtgegend entfernt hatte. Er erkundigte sich mit einem kurzen Rundumblick wo er und wo Lucien überhaupt war.
Diesen entdeckte er hinter sich. Es verwunderte ihn zwar, doch die Chance nahm er war.
So tauchte er wieder grinsend ab und hatte es dann auch nicht mehr weit. So erreichte er vor Lucien die andere Seite, gewollt oder nicht gewollt. Seine Hände packten nach dem Felsrand und er keuchte leise auf. Grinsend sah er sich erneut nach Lucien um.
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geschrieben am: 24.06.2006    um 12:29 Uhr   
Überrascht wollte er schon wieder untertauchen, als er den Jungen an der Wasseroberfläche sah, aber dann zwinkerte er ihm doch nur zu und entschied sich einen Augenblick später, weiterzutauchen. Er teilte das Wasser mit kräftigen Zügen und erreichte nur knapp hinter Felice das Ziel. Er musste nicht nach Luft schnappen, das war der Vorteil, wenn man von Natur aus nicht atmete. Trotzdem strich er sich die dunklen Haare aus dem hellen Gesicht und lächelte dem Mailänder entgegen.
"Nicht schlecht... für einen Menschen!" gab er ehrlich zu und lehnte sich wieder an die raue Felswand. Seltsam daran war nur, dass die Felsen nicht in die Haut schnitten. Es war, als hätte das Wasser sie geglättet, obwohl es ganz ruhig stand.
"Du hast einen Wunsch frei. Einen Sonnenbad wär vielleicht nicht so toll, aber ansonsten wünsche dir was du nur willst."
Er drehte sich auf den Rücken und schwamm in dieser Position bis zum anderen Ende des Beckens.
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geschrieben am: 24.06.2006    um 12:44 Uhr   
„Du hast mich absichtlich gewinnen lassen, das weiß ich!“
So leicht führte man den jungen Mailänder wohl doch nicht an der Nase entlang.
Sicher, er hatte sich ausgerechnet dass Lucien seine vampirischen Kräfte nicht direkt einsetzen würde, aber ans Gewinnen war dann doch nicht der Gedanke verschwendet worden und doch hatte er es geschafft.
Trotzdem lachte er amüsiert auf, denn es war ihm irgendwie egal.
Gewonnen ist gewonnen und nun durfte er sich einen Wunsch aussuchen. Das war doch auch mal etwas Tolles! Einen Wunsch… . Oh Gott, was sollte er sich denn wünschen? Da gab es durchaus eine Sache die er schon länger in seinem Kopf herumgeistern sah, aber wäre das nicht etwas…, nun, zu intim?
Schwer überlegend biss er sich auf die Unterlippe. Die Neugier ergriff seinen Leib und ließ ihn später denselben Weg zurück nehmen, denn auch Lucien gerade bestritt.
Auf der anderen Seite wieder angekommen hatte er den Blick verlegen gesenkt. Er wusste nicht, wie er den Wunsch am Besten aussprechen sollte. Ah, sollte er es überhaupt sagen? Ach, besser jetzt als nie! Wer weiß, wann er wieder jene seltene Gelegenheit bekommen würde!

„Also…, also ich hätte da schon einen Wunsch, oder besser gesagt eine Bitte. Ich, ich würde zu gerne wissen…, wie…, wie… .“
Ach nein, das konnte er nicht machen! Was würde Lucien wohl von ihm halten?
Seufzend wendete er sich ab und lehnte sich mit dem nackten Rücken gegen die Felswand.
Er brauchte noch einen Augenblick, bevor neuer Mut ihn erfüllte und er seinen angefangenen Satz stilecht beenden konnte.

„Wie du dich anfühlst!“
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geschrieben am: 24.06.2006    um 12:58 Uhr   
"Ja, ich gebe zu, dass ich nicht ganz fair gespielt habe."
Er schmunzelte und sah zu Felice hinüber. Auf eine seltsame Art und Weise gefiel es ihm, dass der Junge erkannt hatte, dass er ihn absichtlich hatte gewinnen lassen. Er konnte nur schwer sagen woran es lag, aber es erfüllte ihn mit Stolz. Als der Junge aber plötzlich ins Stottern geriet, sah er ihn überrascht an. Was konnte es für einen Wunsch geben, der so viel Überwindung benötigte um ausgesprochen zu werden. Ruhig blieb sein Blick auf seinem Gesicht liegen und er wartete, bis er ausgesprochen hatte, was er sagen wollte. Diese Bitte verwunderte ihn natürlich und einen Moment wusste er nicht, was er nun tun sollte. Dann schwamm er aber auf Felice zu und hob sein Kinn mit Zeige - und Mittelfinger an.
"Du musst dich nicht schämen. Vermutlich hätte ich denselben Wunsch, wenn ich ein Mensch wäre."
Er hauchte diesen Satz leise in Felice' Ohr und wenn er ehrlich war, war er von dem Jungen beeindruckt. Wie konnte man nur so viel Vertrauen in ein untotes Wesen, wie ihn fassen, dass man es sogar freiwillig berühren wollte? Zögerlich nahm er Felice' Hand und legte sie vorsichtig auf seine eigene Schulter. Aufmunternd lächelte er ihm entgegen.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 24.06.2006    um 13:31 Uhr   
Durch Lucien geschah es wirklich so, wie er es sich gewünscht hatte. Noch immer war es ihm peinlich gewesen und es änderte sich auch nicht, als er plötzlich das Kinn angehoben bekam und mit einem schweren Schlucken in Luciens wunderschönem Gesicht sah. Die Stimme so nah an seinem Ohr war etwas, was er mochte. Der Blasse hatte eine fürchterlich angenehme Stimme die oft sehr beruhigend auf ihn wirkte. Wahrscheinlich war dass durch das Blutsband so gekommen, aber generell wusste er, dass er die Stimme auch davor schon immer heimlich als angenehm empfunden hatte.
Die Scheu und die Peinlichkeit verschwanden erst, als Lucien die Hände von Felice auf seine Schultern gelegt hatte.
Er zögerte, bevor seine warmen Fingerspitzen über die kühle Haut wanderten. Nur selten berührte er diese makellose Haut mit sanftem Druck, denn zu aufdringlich wollte er absolut nicht wirken.
Die Tatsache, dass Lucien es nachvollziehen konnte, war schon Dank genug. So musste er sich nicht als völliger Vollidiot abstempeln lassen.
Noch wollten die filigranen Fingern des Dichters keine Ruhe geben, denn es gab noch zuviel Gebiet was unerforscht war. So verließen sie schnell die Schultern, strichen sich an den Schlüsselbeinen zentraler auf die Brust zu und fuhren dann langsam hinauf. Dabei berührte er nun mit ganzer, feuchter Handfläche die kühle aber so absolut weiche Haut des Älteren. Ab und Zu wurde noch ein Blick in die intensivblauen Augen des anderen geworfen, nur um sicher zu gehen, dass es in Ordnung war was er hier anstellte.
Würde Lucien ihn also nicht weiter abhalten, so streichen die Hände den schmalen Hals hinauf, fuhren über den Unterkiefer weg und legten sich dann auf die Wangen. Kurz wartete er einen Augenblick, doch die Neugier trieb ihn dazu seine Daumen ausbrechen zu lassen, sodass sie über die feine Haut jener kühlen Lippen streichen konnte.
Felice merkte gar nicht wie er in diesem Augenblick aufgeregt die Luft anhielt.
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