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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 07.06.2006    um 21:05 Uhr   
"Ich verstehe." Lucien nickte langsam und die schwarzen, kurzen Strähnen schmiegten sich zärtlich an die Elfenbeinhaut seiner Wangen. "Ich wünsche mir für dich, dass du mit ihm glücklich wirst, Felice. Ich mag dich sehr gern und ich möchte, dass dich niemand enttäuscht. Natürlich, ich kann nicht dafür sorgen, dass es so ist, aber ich hoffe es sehr. Du hast es endlich verdient ein bisschen Frieden, einen ruhigen Pol in deinem Leben zu finden."
Kurz leckte er sich über die Lippen und verfiel dann in Schweigen. Er konnte sich nicht erklären warum es so war, aber das, was er dem Jungen gerade gesagt hatte, entsprach absolut der Wahrheit. Sicher würde es Probleme geben, wenn er mit diesem Sandro zusammenlebte, aber wenn es ihn fröhlich machte, sollte er es nur tun. Er hoffte nur, dass der andere Felice nicht verletzen würde. Warum machte er sich darum eigentlich solche Gedanken? Er räusperte sich und sah aus dem Fenster.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 07.06.2006    um 21:29 Uhr   
„Du machst dir zu viele Gedanken über solch einfache Dinge. Es ist normal, dass du nicht ständig auf mich aufpassen kannst und ich muss sogar gestehen, dass dies auch gut so ist. Würde ich es so mit Vico machen, hätte ich aber einige Arbeit vor mir.“
Er lachte leise auf und empfand es im Moment als wunderlich, noch immer normal mit Lucien reden zu können. Um die Zeit wäre sonst immer ein Streit ausgebrochen. Anscheinend waren beide zu müde für so was geworden.

„Aber deine Sorge ehrt mich sehr. Wer weiß, vielleicht ist irgendwo alles mehr als nur berechtigt.“
Er neigte seinen Kopf einen Moment, doch dann schob er die Hände hinter seinen Kopf und überlegte einen Augenblick. Es war nicht gerade der beste Weg ein Thema zu wechseln, aber die Neugier und eine Portion Ungewissheit trieben ihn dazu.

„Aber sag doch mal… .“
Begann Felice mit dem Blick nach oben gerichtet.

„Wie wird dieses letzte Bluttrinken sein? Also, was passiert danach? Werde ich in eine Art Ohnmacht fallen? Schmerzen haben oder gar nichts bemerken? Das würde mich nun schon interessieren.“
Er drückte kurz die Lippen zusammen und traute sich erst nach ein paar Sekunden, seinen Gastgeber anzusehen.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 07.06.2006    um 21:41 Uhr   
Der Unsterbliche sah in das Blau der Nacht hinaus. Die Bäume verschwammen in einem Meer aus Dunkelheit, kein Vogel sang und nur das silberne Licht des Monds glitzterte auf den Blumen und Blättern. Es sah alles so unendlich aus. Er hätte problemlos in der Schönheit der Nacht versinken können. Erst Felice riss ihn aus seinen Gedanken. Es fiel ihm schwer sich zusammen zu reißen und sich auf seine Frage zu konzentrieren, denn irgendetwas in ihm stimmte ihn zutiefst traurig, auch wenn er es nicht ausmachen konnte. Vielleicht war es einfach nur eine Kleinigkeit, die er zunächst nicht bemerkt hatte.
"Das letzte Bluttrinken? Du wirst nichts spüren. Nun ja, du wirst dich stärker und gesünder fühlen, aber du wirst keine Schmerzen haben, ganz im Gegenteil. Sie werden abklingen und vollkommen verschwinden. Es ist nichts Schlimmes dabei. Von diesem Moment wirst du Blut nicht mehr, als abstoßend empfinden. Wie gesagt, es hat nur Vorteile..."
Er schaute in die Augen des Menschen und lächelte sanft. Selbst, wenn er nur vor ihm saß und leise mit ihm redete, wirkte er majestätisch. Er mochte den Ausdruck in seinem emotionsgeladenen Gesicht und die Tiefe der Augen. Ach, wenn er doch...
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 11.06.2006    um 20:07 Uhr   
„Ja, ich weiß. Das hast du vorher schon gesagt.“
Und er hatte es sich auch gemerkt. Alles gemerkt, bis in das kleinste Detail. Aber wie die Wirklichkeit sein würde, dass konnte er nicht wissen und genau das machte ihn dann doch irgendwo ziemlich unsicher.
Er streckte sich noch etwas aus und zog es vor zu schweigen.
Nur so konnte er sich etwas beruhigen und wenn er länger drüber nachdachte, fand er kein Grund plötzlich eine Kehrtwendung zu machen. Er hatte es schon zweimal überstanden, also würde das dritte Mal ebenso leicht fallen – oder zumindest halbwegs leicht.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 12.06.2006    um 11:50 Uhr   
Was ging hier nur vor sich? Etwas in ihm schrie. Es schrie so laut, dass er nicht klar denken konnte. Trotzdem verstand er nichts. Das Seufzen, das über seine Lippen huschen wollte, erstickte er schnell und schaute aus dem Fenster. Er musste sich zusammenreißen. Langsam drehte er den Kopf wieder zu Felice hinüber. Er lächelte zärtlich und stand auf. Seine Schritte waren elegant, weich und sehr locker, als er auf sein Bett zuging und sich zu dem Jungen hinüber drehte.
"Komm! Es ist das Beste, wenn wir es nicht noch länger hinaus zögern. Wenn du möchtest, leg dich wieder hier her. Dir wird nicht schwindlig werden, hoffe ich."
Er streckte dem Jungen seine Hand entgegen und sah ihn sanft an. Was war es nur, das ihn so sehr an ihn band? Ihre Ähnlichkeit? Ihre gemeinsamen Wünsche? Oder war es etwas ganz anderes? Je länger er darüber nachdachte, desto weiter entfernte sich die Antwort. Zumindest kam es ihm so vor. Er wusste nur, dass er das Beste für Felice wollte. Zunächst würde er sein Leben retten und dann würde er es ihm so angenehm, wie nur möglich gestalten. Wenn das hieß, dass er ihm und Sandro eine Wohnung suchen musste, würde er es tun. Nein, Felice durfte auf keinenfall traurig sein.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 12.06.2006    um 21:46 Uhr   
Richtig, sie sollten keine Zeit verlieren. Je schneller das Bluttrinken vorbei ist, desto schneller würde er wieder schmerzlos herumlaufen können und genau dieser Aspekt ließ den jungen, impulsiven Italiener keineswegs zögern.
Fast genauso flüssig wie Lucien, der deutlich mehr Zeit zum üben hatte, verließ er den bequemen Sessel und ging hinüber zum Bett. Mit einem zärtlichen Lächeln ergriff er die Hand des Blassen und ließ nicht los, selbst, als er schon saß.

„Ich bin aufgeregt.“
Gab Felice leise aber ehrlich zu. Das Lächeln verschwand nicht.

„Bevor wir anfangen möchte ich dir nochmals sagen, dass mir dies sehr viel bedeutet. Wahrscheinlich mehr als du und ich überhaupt ahnen können. Es ist noch immer wie ein Traum für mich, eine furchtbare Illusion und manchmal will ich gar nicht einschlafen, aus Angst aufzuwachen und zu bemerken, dass alles wirklich nur ein Traum war.“
Er unterbrach kurz, damit er seinen Blick senken konnte und kurz seufzte.

„Aber es ist kein Traum, nicht wahr? Und wenn doch – mein Gott! Ich würde alles dafür tun um ewig darin gefangen zu sein!“
Nun lachte er wieder und traute sich sogar zurück in Luciens hübschen Gesicht zu sehen.

„Ich kann dir das wirklich niemals zurückgeben was du mir schenkst. Es ist wirklich etwas Wunderbares zu wissen, dass ich sehen kann, wie Vico aufwächst und mir irgendwann ziemlich auf die Nerven gehen wird, weil seine Hormone durchdrehen und die Pubertät seine letzten gesunden Hirnzellen vernebelt. Und es ist ebenso wunderbar zu wissen mehr von der Welt sehen zu können, mehr von dir und von Rasmus zu erfahren. Aber ganz besonders von dir. Ja, du musst mir wirklich noch einiges erzählen! Immerhin hast du ein ereignisreiches Unleben!“
Er kicherte leise auf und sah auf Luciens Hand hinab, die noch immer in der seinen lag. Plötzlich klammerte er sich ein bisschen an die Kälte.

„Ich weiß, ich bringe dich oft zur Weißglut, aber das ist keine Absicht von mir. Es sind nur diese unerwarteten Dinge, mit denen ich nicht umzugehen weiß. Aber eines ist mir klar geworden: Was auch immer dieses Blutsband noch bewirken sollte, ich fürchte mich nicht davor. Denn ich weiß, dass du es bist, dem ich verbunden bin und ich kann mir im Moment gar nichts Schöneres vorstellen. Ich werde dir immer loyal bleiben und dich niemals verlassen. Gott nein, ich könnte niemals weit weg von dir sein. Ich weiß nicht, wieso, aber ich denke ich mag dich schon jetzt einfach viel zu sehr.“
Das hatte er schon immer mal sagen wollen. Und nun, als es endlich raus war, fühlte er sich um hunderte Kilos leichter. Ja, es befreite und beflügelte die Seele zugleich.
Vorsichtig sah er erneut Lucien an und neigte den Kopf. Noch immer währte sein sanftes Lächeln, welches gar nicht mehr verblassen wollte.

„So, nun können wir anfangen!“
  TopZuletzt geändert am: 12.06.2006 um 21:49 Uhr von FeliceFoscari
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geschrieben am: 13.06.2006    um 10:30 Uhr   
Lucien benetzte seine Lippen und sah auf die zarten Finger, die sich in seine weiße Hand schmiegten. Was, was sagte er da alles? Er wusste nicht, was er denken sollte. Sein Verstand wurde von einer riesigen Welle von Gefühlen überschwemmt. Er hatte die Hoffnung schon aufgegeben und jetzt sagte Felice ihm diese atemberaubenden Dinge. Er bemerkte tatsächlich, dass er viele Dinge nur für ihn tat, er war ihm dankbar, ja sogar noch viel mehr, er empfand Sympathie für ihn! Am liebsten hätte er ihn nun in seine Arme gezogen und seinen warmen Körper nah an sich gespürt, aber er fürchtete die phantastische Situation zu zerstören. Trotzdem musste er mit seinem Daumen liebevoll über Felice' Hand streicheln. Wenn er hätte atmen müssen, er hätte sicher Probleme damit bekommen, so überwältigt fühlte er sich gerade. Es war, als hätte Felice in ihm etwas geweckt, das seit einer Ewigkeit geschlafen hatte. Und Lucien war ihm mehr, als dankbar.
"Nein, es ist kein Traum. Zumindest hoffe ich das. Es ist ein Geschenk. Vielleicht sogar ein göttliches Geschenk. Es muss Bestimmung gewesen sein, dass ich dich in dieser Nacht in Florenz traf, in diesem kleinen Hotel. Ich bin so dankbar für alles was du gesagt hast."
Er drückte Felice' Hand und drückte seine Lippen sanft aufeinander. Erst dann erschien ein wunderbares Lächeln auf seinem Gesicht.
"Ich mag dich sehr gerne, Felice und wenn ich ehrlich bin, dann muss ich gestehen, dass ich ein bisschen sprachlos bin. Ich hätte nie gedacht, dass du so fühlst und es erfüllt mich mit Freude, dass du es mir sagst."
Man wollte es kaum glauben, aber anscheinend war Lucien wirklich durch diese paar Worte für alles entschädigt worden, was er jemals erlebt hatte. Er sah sehr zufrieden aus, als er endlich in Felice' dunkle Augen schaute.
"Du musst nicht nervös sein. Ich werde auf dich aufpassen, so gut ich es nur kann, mein Freund!"
Und mit diesen Wortem drückte er den Jungen zurück auf das weiche, weiße Laken. Er wollte nicht, dass ihm schlecht wurde, wenn er von ihm trank.
"Wenn es vorbei ist, wirst du nur noch einmal von mir trinken müssen. Ja, ich weiß, ich sagte es müsse nur dreimal sein, aber wir haben eine Nacht ausgelassen, erinnerst du dich? Aber sei nicht besorgt. Morgen ist alles vorbei. Morgen wird dein neues Leben beginnen, Felice..."
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geschrieben am: 13.06.2006    um 20:08 Uhr   
Sacht ließ er seinen Körper in das weiche, weiße Bett fallen als Lucien ihn hinab drückte. Ein paar Strähnen spielten mit dem Kontrast und er selbst schloss kurz die Lider, damit er kurz reflektieren konnte, was er soeben vollkommen ernst gesagt hatte.
Wenn man genau darüber nachdachte, war es ja fast eine halbe Liebeserklärung.
Deswegen musste er nun ganz besonders grinsen.

„Noch einmal trinken? Das wird in Ordnung gehen, denke ich. Wenn nicht, keine Sorge. Ich kenne ein gutes Mittel um mich zu beruhigen. Also wird deinem hübschen Bett auch heute nichts passieren!“
Dessen schien er sich ziemlich sicher zu sein. Aber wieso sollte es auch plötzlich anders kommen als sonst? Bislang hatte er die Übelkeit gut bekämpft.

„Aber das ich dich halb sprachlos gemacht habe ist ja ein großes Ding! Des hätte ich nun genauso wenig erwartet und ich muss sagen, dass es mir gefällt.“
Das Grinsen wurde zu einem sanften Lächeln und er meinte noch immer zu spüren, wie der kühle Daumen von Lucien über seinen warmen Handrücken strich, obwohl jener schon längst nicht mehr an diesem Platz weilte.

„Es ist schön zu wissen dass du noch empfänglich für diese Dinge bist. Aber wenn wir schon beim Thema sind: Wie sieht es eigentlich in deinem Privatleben aus? Ich meine, gibt es da jemanden, der dir irgendwie Zärtlichkeiten zukommen lässt? So was, wie eine Freundin? Du und Lucretia wären sicher ein gutes Team.“
Kurz schmunzelte er, aber als sich der Gedanke vertiefte, gefiel ihm die Sache plötzlich so gut wie gar nicht mehr. Erklären konnte er sich diese Reaktion aber überhaupt nicht.
Schon seltsam, diese Beziehung. Normal war es wohl weniger.
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geschrieben am: 13.06.2006    um 20:25 Uhr   
"Gott bewahre! Lucretia ist eine Freundin von mir, aber nicht das, was du meinst. Wir verstehen uns gut, das kann man nicht verleugnen, aber ich bin jedesmal froh, wenn ich wieder meine Ruhe habe. Sie ist ein kleines Biest und wenn man Ruhe sucht, ist man bei ihr an der falschen Adresse. Und Zärtlichkeiten? Ich glaube, wir Unsterblichen definieren das etwas anders. Eine Partnerin habe ich aber nicht, wenn du das meinst.", sagte er ruhig aber mit einem zärtlichen Lächeln auf seinen schön geformten Lippen. Er strich Felice das pechschwarze Haar aus der Stirn und einen Moment verlor er sich in diesen Augen, die den seinen so ähnlich waren. Dann schüttelte er aber vorsichtig den Kopf und nickte dem jungen Mailänder zu.
"Sag jetzt nichts mehr...", raunte er und grub seine Fänge in die empfindliche Haut an seinem Handgelenk. Zögerlich streckte er es dem Italiener entgegen. Ein dunkler, kleiner Rinsal lief über die makellose Haut.
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geschrieben am: 13.06.2006    um 20:46 Uhr   
Tatsächlich wollte er auf die Antwort etwas erwidern, um die Konversation fortzuführen, doch als da der seltsame Biss in ein blasses Handgelenk sein Vorhaben ablenkte, schwieg er auch.
Diese selbstlose Handlung faszinierte ihn immer wieder aufs Neue und er konnte sich erneut nicht erklären, warum dies so war. Wahrscheinlich nur, weil sich niemand so gut wie Lucien in das Handgelenk beißen konnte. Ja, er würde Arbeit haben sich irgendwann die Haut aufzuschlitzen, doch er musste dies ja gar nicht tun.
Mein Gott, an was er wieder dachte!
Nun, wo Lucien seine Arbeit beendet hatte, lag der Rest wieder bei ihm. Er wollte es nicht noch weiter hinaus zögern, darum richtete er seinen Oberkörper auf und lächelte Lucien nochmals ehrlich zu, bevor er mit einer Hand sein Handgelenk ergriff.
Kaum zu glauben, aber nach all dem Stress fühlte er sich heute ganz besonders wohl. Zumindest in der Nähe des weitaus Älteren.
Ganz ungewöhnlich als sonst leckte er das kleine Rinnsal weg, was sich in der kurzen Wartezeit über die kühle aber weiche Haut von Lucien gelaufen war. Dann erst schlossen sich seine warmen Lippen um die kleine, gerissene Wunde und mit geschlossenen Lidern begann er langsam zu trinken.
Man merkte durchaus, dass langsam Routine darin steckte, und doch waren die Anzeichen des Jüngeren durchaus willkommener als sonst. Diesmal verzog er sein Gesicht nicht und schien körperlich ruhiger zu sein als sonst.
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geschrieben am: 14.06.2006    um 11:19 Uhr   
Fasziniert beobachtete er den jungen Menschen. Was war nur mit ihm geschehen? Es war so wundervoll, dass er seine guten Vorsätze vergaß und Felice vorsichtig über das pechschwarze Haar streichelte. Es erstaunte ihn so sehr, dass der Junge sich so unglaublich schnell an diese Prozedur gewöhnt hatte. Seine hellen Augen schmeichelten über seinen Körper, nahmen jede Kleinigkeit in sich auf. Doch dieser Moment musste, wie jeder andere ein Ende haben. Langsam entzog er Felice seinen Arm und leckte über die Wunde, die sich, wie zuvor, sofort verschloss. Er schaute dem Jungen in sein hübsches Gesicht und strich ihm einen kleinen Blutstropfen aus dem Mundwinkel. Er reichte ihm ein Wasserglas und lächelte ihm zu.
"Trink ein paar Schlucke, dann verschwindet der Eisengeschmack sehr schnell."
Dieser Moment hatte ihn extrem berührt. Sein Körper reagierte zwar nicht mehr auf diese Gefühle indem er wie bei einem Menschen, wenn er sich von Musik oder einem guten Film extrem angesprochen fühlte, eine Gänsehaut hervorbrachte, aber er fühlte sich so wundervoll. Mit einem zärtlichen Lächeln sah er den Jungen an.
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geschrieben am: 14.06.2006    um 17:27 Uhr   
Irgendwann konnte sich ein Mensch an alles gewöhnen, ganz besonders, wenn es eine gewisse Regelmäßigkeit hatte. Im Augenblick war diese Regelmäßigkeit sehr wohl vorhanden. Ob er nächsten Monat genauso ruhig vom Handgelenk des Blassen trinken würde, war eine neue Frage.
Er nahm das Wasserglas entgegen, nachdem Lucien ihn von den restlichen Bluttropfen befreit hatte.
Selbst ihm kam es so schrecklich seltsam vor, dass gerade dieser Abend einer der seltenen ruhigen zu sein schien. Doch er misste ihre Auseinandersetzungen ganz und gar nicht.
Dankend nahm er nun ein paar Schlücke und bemerkte, dass der Geschmack wirklich schnell verschwand. Nachdem er das Glas auf den Nachtisch gestellt hatte, sah er zu Lucien zurück.

„Danke für das Wasser. Du bist immer so schrecklich vorbereitet. Ich schließe daraus, dass diese Prozedur eine Routine für dich sein muss, was?“
Er neigte neugierig den Kopf und entfaltete ein recht charmantes Lächeln auf seinen Lippen. Angst davor etwas Falsches zu sagen hatte er nicht. Irgendwie war dieser Abend ganz anders als die, die sie schon zusammen durchlebt hatten.
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geschrieben am: 14.06.2006    um 18:16 Uhr   
"Nein, ganz und gar nicht. Ich finde Routine ist ein schrecklich negativ belegtes Wort und ich habe kein schlechtes Gefühl dabei. Wirklich nicht. Ich bin so gut vorbereitet, weil ich es dir so angenehm, wie möglich gestalten möchte. Schließlich sind wir Freunde...", sagte er leise und lehnte sich zurück, so dass er sich mit seinen Ellenbogen abstützen konnte. Seine Finger befühlten den kühlen Stoff und er roch deutlich den Duft, den Felice ausstrahlte. "Und wie ist es für dich? Ist es noch immer schwer für dich alles zu akzeptieren? Fühlst du dich mittlerweile etwas besser?" Und erneut musste er dem Drang nachgeben und ließ seinen Blick liebkosend über Felice' Körper streicheln. Diese entspannte Atmosphäre ließ ihn lockerer werden. Der Stress der letzten Tage lag, wie ein dicker, schwerer Mantel auf seinen Schultern, den er jetzt abnehmen und neben sich legen konnte. Vorsichtig leckte er mit der Zungenspitze über seine Unterlippe und zog ein Bein an den Körper. Er sollte diesen Augenblick genießen, so lange er anhielt, denn wenn er ehrlich war, fürchtete er sich, dass dieser Moment eine Aussnahme war, auch wenn er hoffte, dass es nicht der Fall war.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 15.06.2006    um 10:02 Uhr   
„Nach all diesen Fragen, die ich gestellt habe, muss ich wirklich sagen dass ich es durchaus akzeptieren kann. Immerhin habe ich auch keine andere Wahl mehr, wobei dies nun nicht heißen sollte, dass ich unter Druck stehe. Ganz und gar nicht. Es ist in Ordnung, so, wie es ist!“
Felice hatte sich in der Zeit zurückgelegt und blickte auf den Baldachin hinauf.
Er mochte diese angenehme Atmosphäre, die sich wie ein seltener Nebel in diesem Raum ausgebreitet hatte. Er konnte sich im Moment nichts Besseres vorstellen und genau wie Lucien hegte er im Moment Gedanken daran, dass jener Abend für immer anhalten sollte.
Er zwirbelte eine seiner pechschwarzen Strähnen und bemerkte den Blick des Älteren nicht.

„Wie gesagt. Es ist wunderbar zu wissen weiter leben zu können. Zwar ist es ein wenig anders als sonst, aber ich denke, ich werde damit zu Recht kommen. Also lass uns nun von etwas anderem reden! Eh, zum Beispiel…, was machst du denn morgen Abend so?“
Ja, Small Talk war immer etwas Tolles, dazu unheimlich informationsreich. Je nachdem, was man denn hören wollte.
Er hatte sich nun wieder aufgerichtet und sah neugierig auf Lucien.
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geschrieben am: 15.06.2006    um 11:58 Uhr   
"Morgen Abend? Nun, ich weiß noch nicht. Wenn man so viel Zeit hat, wie ich, dann beginnen Planungen sehr langweilig zu werden. Es ist angenehmer in die Nächte hineinzuleben ohne sich an Pläne halte zu müssen, auch wenn das natürlich manchmal vorkommt.", zwinkerte der Unsterbliche und seufzte leise. Ja, er hatte tatsächlich Zeit. Sehr viel Zeit. So viel Zeit, dass ein Mensch sich nicht vorstellen konnte, wie viel Zeit er hatte. "Und was hast du vor, Felice?"
Natürlich es waren nur seichte Unterhaltungen, die sie führten, aber für Lucien waren sie wichtig. Aus dieser Art zu sprechen, hörte man am besten, was dem anderen wichtig war, was er mochte und verabscheute und wenn man geschickt war, musste man noch nicht einmal direkt danach fragen. Er lächelte den jungen Mailänder an und ließ sich dann auf den Rücken sinken.
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geschrieben am: 16.06.2006    um 18:34 Uhr   
„Hm nein, ich habe nichts vor.“
Er hob die Beine etwas an und zog die Decke so nach oben, dass er mit seinem Leib halb darunter schlüpfen konnte.
Eine zeitlang war er ruhig und starrte nur weiterhin zum Baldachin hinauf. Doch in Wahrheit genoss er den Duft, der sich in den feinen Fasern der Wäsche gelegt hatte, aber er bemerkte auch, dass jener nicht nur von Lucien stammen konnte.
So zog er flüchtig die Brauen zusammen und sah zu dem Blassen hinüber.
Hatte er nicht gesagt, er führe keine Beziehung? Ach, wahrscheinlich bildete er sich diesen fremden Nebengeruch nur ein! Ja, so musste es sein.

„Sag mal, wie weit würdest du dich in menschlichen Dingen herablassen? Ich meine, würdest du es wagen dich unter eine Menschenmasse zu mischen?“
Interessiert stützte er seinen Kopf in die Handfläche ab und sah so locker drein. Seine Zunge huschte flüchtig über die hellen Lippen, die trocken geworden waren. So konnte er nur Schlimmeres verhindern.
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geschrieben am: 16.06.2006    um 18:48 Uhr   
"In eine Menschenmasse? Warum nicht? Nirgendwo anders bekommt man so schnell Nahrung." Er grinste schelmisch und wurde im gleichen Augenblick wieder ernst. Flüchtig streifte sein Blick die Fensterscheiben und legte sich dann auf Felice. "Ich mag die Menschen, schließlich war ich mal selbst einer. Es gibt nichts, was mich davon abhalten kann mich mit ihnen zu treffen auch dann wenn sie in größeren Massen vorhanden sind. Nun ja, Sonnenlicht könnte ein Problem sein, aber ansonsten gibt's da wohl nichts. Warum interessiert dich das?" Neugierig stützte er sein Kinn in seine Handfläche und legte den Kopf dabei gleichermaßen schief. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, warum ein Mensch von jemandem wie ihm wissen wollte ob er Menschenangst hatte. Doch dann plötzlich erinnerte er sich, dass er wahrscheinlich das Gleiche gefragt hätte wenn er noch ein Mensch gewesen wäre. Ein wundervolles Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Sie waren sich wirklich ähnlich, beide beherrscht von unstillbarer Neugier und einem Hang zu Schönheit, der nur wenigen Wesen inne wohnte. Irgendwie war es phantastisch.
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geschrieben am: 16.06.2006    um 22:23 Uhr   
Ein sanftes Grinsen überflog seine weichen Lippen, als er die erwartende Antwort erhalten hatte. Es war wunderbar zu wissen, dass es perfekt in seinen Kram passte. Jetzt musste er nur noch ein paar Tage warten, denn herbeizaubern konnte er es leider nicht. Doch es könnte eine gute Gelegenheit sein, die ganzen negativen Dinge einfach aus der Welt zu schaffen.
„Ach, nur so!“
Antwortete er grinsend und zog die Decke über den Kopf, damit er mit diesem emotionalen Gesichtsausdruck besser klar kam, immerhin wollte er sich nicht zu sehr verraten. Aber das würde sicherlich nicht passieren, immerhin hatte Lucien keine Ahnung, was er genau meinte. Das konnte immerhin eine ganze Menge sein.
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geschrieben am: 16.06.2006    um 22:39 Uhr   
Eine Sekunde kräuselten sich die dunklen, perfekten Augenbrauen über den Bergseen, die tiefer, als die Welt und alles andere zu sein schienen. Das Gesicht aus Alabaster sah nachdenklich aus. Aber schon einen Moment später, nur einen Wimpernschlag, war die Frage weggeblasen und ein Lächeln, sanft wie die Flügel eines Schmetterlinges zierten die geschwungenen Lippen. Die kühlen, schlanken Finger legten sich um die gestärkten Laken der Bettdecke und zogen sie langsam zurück. "Warum versteckst du dich vor mir, junger Freund?", hörte Lucien sich selbst sagen. Seine Stimme klang flüssig und warm, ein bisschen wie Sirup. Er streckte seine Hand aus und legte sie auf Felice' Wange. "So erschreckend bin ich doch gar nicht." Seine Finger waren eigenständige Wesen, die sich liebevoll über die weiche Haut streichelten und auf dem Hals des Jungen liegen blieben. Das war ihm nie passiert. Es war, wie ein Zwang, ein unstillbares Verlangen Leben zu spüren. Leben zu spüren und zu zeigen, dass man da war. Für immer. Was auch kommen mochte. Er würde nicht von seiner Seite weichen. Niemals. Das war ein ungeschriebenes Gesetz.
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geschrieben am: 16.06.2006    um 22:57 Uhr   
Er murrte leise, aber verspielt, als die Decke langsam wieder über sein Gesicht huschte. Er blinzelte flüchtig, als seine schwarzen Strähnen durch die Decke über seine Stirn fielen. Mit einem kurzen Pusten beförderte er sie wieder auf die Seiten.
Er wollte fröhlich schmunzeln, doch die Hand ließ ihn kurz stocken. Unsicher linste er auf den kühlen Körperteil, doch genauso schnell verflog diese Unsicherheit. Lächelnd blickte er zu Lucien auf und ließ sich die Berührungen gefallen.

„Das bist du wirklich nicht.“
Gab er leise und etwas scheu zu, doch es war absolut die Wahrheit. Er ergriff das Handgelenk von Lucien, doch er drückte seine Hand nicht weg, hob sie nur ein Stück an und hauchte ihr einen neckenden Kuss in die Innenfläche.

„Ich denke, das ist sogar Beweis genug, findest du nicht auch?“
Er kicherte leise.
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geschrieben am: 21.06.2006    um 19:30 Uhr   
Ein zartes Lächeln, flüchtig wie die Kindheit, lag auf seinen schönen Zügen, als Felice seine Handinnenfläche küsste. Wie wundervoll dieser Mensch war, konnte er noch immer nicht begreifen. Es war, als hätte er endlich gefunden, was er schon immer gesucht hatte. Sanft entwandt er dem Jungen seine Hand und strich ihm flüchtig über die Wange. "Allerdings.", erwiderte er und stand auf. Sein Ziel war der kleine Balkon, der an sein Zimmer angrenzte.
Hier draußen war es herrlich kühl. Der Wind streichelte seine kalte Haut und strich ihm das schwarze Haar aus den Augen. Es würde sicher bald regnen, vielleicht sogar ein Gewitter geben. Lucien seufzte leise.

"Möchtest du nicht hinaus kommen, Felice? Es ist herrlich!", rief er in sein Zimmer zurück und lehnte sich an die Balustrade. Schon bald würde ER wiederkommen und er war sich sicher, dass er etwas dagegen hatte, dass er, Lucien, zum mittelpunkt des Lebens im Hause Montaigner geworden war. Dunkel erinnerte er sich an eine Geschichte aus der Vergangenheit, aber er schüttelte sie schnell aus seinen Gedanken. Nein, heute Nacht würde er nicht darüber nachdenken.
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geschrieben am: 21.06.2006    um 19:54 Uhr   
Er konnte sein Lächeln einfach nicht mehr abstellen. Es war, als genoss er im Moment etwas, was er schon immer mal erleben wollte und da er nun sich an diesen Augenblick klammerte, erlosch die Stimmung nicht, die in ihm herrschte. Zumindest momentan.
Aufmerksam sah er dabei zu wie Lucien sich erhob und das Zimmer verließ, damit er auf den Balkon treten konnte.
Wie wunderbar doch seine Gangart war, ob er sich das alles selbst angeeignet hatte? Wenn ja, wozu? Kam er so etwa leichter an Blut?
Kopfschüttelnd schwang er die Beine aus Luciens Bett und erhob sich, damit er der Aufforderung nachkommen konnte, die man ihm gegeben hatte. So huschte er leise nach wenigen Sekunden hinaus und blieb unweit des Blassen an der Balustrade stehen. Flüchtig benetzte seine Zunge die Lippen, während der Blick ausdauernder über die Gegend flog.

„Uh, du hast aber einen tollen Ausblick! Da wird man ja fast neidisch. Sieht so aus als würde es heute Abend noch regnen, was?“
Er hob den Blick zum Firmament hinauf. Die Sterne konnte man von hier gar nicht mehr erkennen, die Wolken waren viel zu dominant. Dann aber blickte er zu Lucien, wobei die Hände sich in Hosentaschen versteckten.

„Was ist mit dir? Du siehst so nachdenklich aus.“
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geschrieben am: 21.06.2006    um 20:04 Uhr   
Die Aussicht war in der Tat umwerfend. Wenn man den Blick geradeaus schweifen ließ, wurde er von einem hellen Laubwald aufgefangen. Die Blätter rauschten sanft im Wind und das Schwingen der Äste wirkte beruhigend. die ausläufer des Waldes erstreckten sich, bis man auf der rechten Seite nichts mehr sah. Zur linken erstreckte sich ein wilder Garten. Blumen blühten hier, wie sie die Natur wuchsen ließ und wurden nur dann beschnitten, wenn sie über die Wege wucherten oder die großen Pflanzen den Kleinen Licht und Nährstoffe raubten. unweit des Balkon plätscherte ein kleiner Bach in einen Teich, aus dem man das Quacken der Frösche hören konnte. Seltsamerweise passte Lucien perfekt in dieses Bild, als würde er dazu gehören. Erst Felice' Frage schreckte ihn aus seinen Gedanken auf. Oh, es war schon immer ein Nachteil, dass er sein Gesicht manchmal nicht unter Kontrolle hatte.
"Ach, ich dachte nur an das was kommen wird. Nichts wichtiges. Wie wäre es, hast du Lust mich auf einen kleinen Spaziergang durch die Gärten zu begleiten, bevor es zu regnen beginnt?"
Er lächelte dem Jungen zu und drehte sich um, so dass er über das Land blicken konnte.
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"Autor"  
Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.06.2006    um 20:22 Uhr   
Ein sanftes Nicken ging von ihm aus. Eine stumme Antwort auf Luciens Frage. Nachdem sie das Zimmer und das Anwesen verlassen hatten, kehrte zumindest von Felices Seite aus Ruhe ein. Diese eigentliche Ruhe währte aber nur einen Augenblick.
Auf seinen Lippen stahl sich ein gewisses Grinsen.

„Irgendwie ist das wirklich verrückt. Ich lebe hier in einem großen Anwesen, kenne Leute die andere besser meiden würden und führe Allgemein ein sehr seltsames Leben.“
Zumindest seit er Lucien begegnet ist. War das wohl ein Geschenk Gottes? Konnte ein Vampir ein Geschenk von Gott sein? Eher weniger, nicht wahr? Dennoch war das alles mehr als willkommen und mehr als er jemals verlangt hätte.

„Manchmal rede ich mir trotzdem ein, dass du nur ein verrückter kleiner Teenager bist. Ja, genau wie ich ein Mensch der meint sich als einen Vampir ausgeben zu müssen. Vielleicht ein reicher Schnösel dem furchtbar langweilig geworden ist. Und damit alles auch Sinn hat, heuert man sich Leute an die genauso verrückt sind wie du.“
Er lachte plötzlich leise und fröhlich auf.
Ja, das war sicher alles nur ein abgekartetes Spiel!
Hey, wo ist die versteckte Kamera?
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"Autor"  
Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.06.2006    um 20:35 Uhr   
"Eine wirklich amüsante Vorstellung." Lucien schmunzelte zurückhaltend, während sie über die Kieswege schlenderten und er sich Felice' Theorien anhörte. Es war selbstverständlich, dass ein Mensch Probleme damit hatte zu akzeptieren, dass es noch andere Wesen gab, die ihnen zwar ähnlich waren, die sie aber um Längen übertrafen. Auch er hatte Allegro damals nicht geglaubt, als er ihm die Wahrheit über sich und sein seltsames Leben erzählt hatte. Schnell musste er aber merken, dass es so war, wie er sagte. Der Kies knirschte unter ihren Füßen, als sie weitergingen.
"Vielleicht bin ich wirklich verrückt. Nicht, weil ich ein Mensch bin, der Vampir spielt, sondern weil ich ein Vampir bin, der Mensch spielt. Es ist in unserer Gesellschaft nicht üblich sich mit Menschen zu umgeben. Für die meisten von uns sind sie nichts weiter als loyale Diener und Nahrung. Deswegen schauen sie mich oft fragend an. Verständlich, man würde dich schließlich auch für seltsam halten, wenn du dich mit einem Schnitzel unterhalten würdest.
Nun, mir ist es egal, was sie sagen. Ich glaube, sie haben nicht das Recht Menschen so zu behandeln. Niemand hat das verdient. Schließlich waren sie selbst einmal so." Er schüttelte seinen Kopf und schaute Felice an.
"Hat du dir schon einmal überlegt dich malen zu lassen? Vielleicht von deinem Bruder?" Tatsächlich, es war ein großer Themensprung, aber so war Lucien nun einmal.
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