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geschrieben am: 02.02.2003 um 19:40 Uhr
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Hat ein Krieg gegen den Irak etwas mit dem Krieg gegen den islamistischen Terrorismus zu tun?
Nein. Auch der US-Regierung ist klar, dass die Verbindungen der El-Kaida und ihrer Verbündeten in den Irak vergleichsweise schwach sind. Zwar gibt es vage Berichte, nach denen sich Mohammed Atta in Tschechien mit irakischen Agenten getroffen haben soll. Die Quellen dieser Information gelten jedoch als dubios. Ironischerweise sollen sich die angeblich aus Afghanistan in den Irak geflüchteten El-Kaida-Kämpfer just in den von den USA geschützten autonomen Kurdengebieten verstecken – also außerhalb von Saddams Einflussbereich. Nichtsdestoweniger hat Präsident Bush es geschafft, große Teile der amerikanischen Bevölkerung nach den Attentaten des 11. September 2001, auf den Krieg gegen den Irak einzustimmen. Der Schock über die Attacke im Herzen Amerikas scheint die Abgrenzungen zwischen den verschiedenen Schurken vor den Augen vieler Amerikaner verschwimmen zu lassen. Dennoch fordern die Menschen auch in den USA zunehmend stichhaltigere Beweise gegen den Irak.
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geschrieben am: 02.02.2003 um 19:41 Uhr
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Wird ein Krieg den Terrorismus anheizen?
Mit Sicherheit. Bereits im Vorfeld des Waffengangs häufen sich in den Staaten am Golf die Attentate auf US-Bürger. Der Grund: Sogar nicht religiöse Menschen fühlen sich durch die ständigen Einmischungen der USA und ihre dauerhafte Präsenz – vor allem in Saudi-Arabien, dem Land der heiligen Stätten Mekka und Medina – beleidigt. Dies erinnert die Araber an die europäischen Kreuzfahrer des Mittelalters. Attentate im internationalen Rahmen, durch Organisationen wie El-Kaida, finden vor diesem Hintergrund umso mehr Unterstützer. Zusätzlich könnten die Amerika-freundlichen Regierungen in Jordanien, Saudi-Arabien und Ägypten, die selbst in ihren Ländern den Menschenrechten wenig Wert beimessen, in einem bislang unbekannten Ausmaß unter Druck geraten.
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geschrieben am: 02.02.2003 um 19:43 Uhr
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Wie hoch wird voraussichtlich der Blutzoll sein, den die Menschen im Irak zahlen müssen?
Unabhängige Ärzteorganisationen rechnen im Verlauf eines Krieges mit bis zu 250.000 Toten. Auf Grund längerfristiger Auswirkungen des Krieges könnten nach Meinung von Vertretern der internationalen Ärzteorganisation Medico weitere 200.000 Menschen sterben. Mehrere Millionen wären auf der Flucht. Bereits jetzt seien die Krankenhäuser mit Medikamenten chronisch unterversorgt. Da die USA diesmal nicht nur die Vertreibung der irakischen Armee, sondern die Einnahme des ganzen Landes anstreben, sei der Konflikt notwendigerweise intensiver und zerstörerischer als 1991, so Medico. Schwere Verluste unter der Zivilbevölkerung seien vor allem bei der Einnahme der weitläufigen Fünf-Millionen-Stadt Bagdad zu erwarten. Dessen ungeachtet werden sich Saddams Republikaner-Garde sowie seine persönliche Schutztruppe, zusammen etwa 70.000 bis 100.000 Mann, beim Endkampf vermutlich in den Wohnvierteln der Hauptstadt verschanzen. Die UN geht offiziell von "500.000 Verletzten" aus. Die USA rechnen mit bis zu 1000 Toten auf ihrer Seite.
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geschrieben am: 02.02.2003 um 19:45 Uhr
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Wie stehen die Chancen für einen demokratischen Neuanfang nach Saddam?
Bei der Londoner Konferenz der exil-irakischen Gruppen Ende 2002, zeigte sich die Uneinigkeit der Opposition. Auch im Irak selbst gibt es keine aktionsfähige Opposition. Statt eines friedlichen Neubeginns droht der Ausbruch eines Bürgerkrieges: Ähnlich wie in Afghanistan teilt sich die Bevölkerung in drei große und zahlreiche kleine ethnische Gruppen auf. Die Schiiten im Südirak, mit über sechzig Prozent die größte Bevölkerungsgruppe und politisch eng mit dem Iran verbunden, warten schon lange darauf, sich von der Vorherrschaft der sunnitischen Minderheit freizumachen. Die Kurden im Nordirak sind dagegen praktisch autonom. Ihre Führer dürften wenig Interesse zeigen, sich wieder den Befehlen Bagdads zu unterwerfen. Statt dessen könnten radikale Gruppen versuchen, alte Rechnungen aus zahllosen Morden und unterdrückten Konflikten zu begleichen. So rückt für die Nachkriegszeit die schlechteste aller Optionen in greifbare Nähe: Ein amerikanischer Militärgouverneur, der einem schwachen Herrscher von Amerikas Gnaden zur Macht verhilft – für die arabische Welt der Gipfel der Unglaubwürdigkeit.
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geschrieben am: 02.02.2003 um 23:30 Uhr
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| Angst machen mir irakische Aussagen, daß ein Krieg gegen den Irak mit Selbstmordattentaten gesühnt werden sollen. Diese könnten nicht nur auf amerikanische Truppen vollbracht, sondern auch in den USA oder womöglich sogar in Europa an Zivilisten verursacht werden. Werden wir Zustände wie in Israel bald auch in den USA oder sogar hier erleben??? |
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geschrieben am: 08.02.2003 um 15:37 Uhr
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Briten kupferten bei "Geheimdienst-Dossier" ab
Die britische Regierung hat zugegeben, dass ein angebliches Dossier zu den Geheim- und Sicherheitsdiensten im Irak zu einem großen Teil aus der veralteten Arbeit eines Studenten abgeschrieben worden ist. Es sei ein Fehler gewesen, diese Quelle nicht anzugeben, sagte ein Sprecher von Premierminister Tony Blair. Er bestritt aber, dass die Regierung die Öffentlichkeit belogen habe. Was in dem Dossier gesagt werde, entspreche den Tatsachen.
Das am Montag veröffentlichte Dossier war von US-Außenminister Colin Powell bei seinem Vortrag vor dem UN-Sicherheitsrat besonders gewürdigt worden. Mit dem Dossier wollte die britische Regierung die Bevölkerung von der Notwendigkeit eines entschiedenen Vorgehens gegen den irakischen Präsidenten Saddam Hussein überzeugen.
Medien: Arbeit bis zu zwölf Jahre alt
Der Fernsehsender "Channel 4" und andere britische Medien konnten jedoch nachweisen, dass mindestens zehn der 19 Seiten aus frei verfügbaren wissenschaftlichen Arbeiten übernommen worden sind. Das Material ist demzufolge bis zu zwölf Jahre alt und zum Teil völlig überholt. Dan Plesch, ein Verteidigungsexperte des Royal United Service Institute in London, sagte: "Dieses Dokument wird der britischen Öffentlichkeit ganz klar als Erzeugnis der britischen Geheimdienste präsentiert - was es ganz klar nicht ist. Das Wort "skandalös" ist in unserer politischen Kultur ziemlich abgedroschen, aber hier trifft es ganz sicher zu."
"Die haben sogar meine Fehler dringelassen"
Ein großer Teil der Informationen stammt aus einer Arbeit des 29- jährigen Wissenschaftlers Ibrahim al-Marashi aus Kalifornien. Sie wurde von ihm noch als Student verfasst. "Zuerst war ich geschmeichelt - und dann überrascht, dass sie mich nicht zitiert haben", sagte al-Marashi. "Künftig werde ich misstrauischer sein, wenn ich etwas vom britischen Geheimdienst lese." Das Material sei zusammengeklaubt und veraltet. "Die haben sogar meine Fehler dringelassen."
Die Labour-Abgeordnete und ehemalige Staatssekretärin Glenda Jackson sagte, das Dossier sei "ein weiteres Beispiel dafür, wie die Regierung das Land und das Parlament beim Thema eines möglichen Irak-Krieges zu täuschen versucht".
tagesschau |
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geschrieben am: 08.02.2003 um 16:08 Uhr
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(zitat)Briten kupferten bei "Geheimdienst-Dossier" ab (/zitat)
Geheimdienst schrieb aus Studentenarbeit ab, toll. Wie dumm können Geheimdienstler eigentlich sein?
Oder anders gefragt: Für wie dumm hält man das Volk im
allgemeinen, das (US-)englischsprachige im besonderen?
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geschrieben am: 08.02.2003 um 17:15 Uhr
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Nun scheinbar ist Geheimdiensten nichts dumm genug. Mit solchen "Infos" soll dann auch noch ein Krieg gegen einen Staat begründet werden.
Ich möchte gar nicht erst wissen, wo die amerikanischen "Beweise" die der UNO vorgeführt wurden herkommen.
Welche PR - Agentur darf den heuer die Massen von einem Krieg überzeugen. Die Baby - Story aus dem Kuweit Krieg hatte ja auch vorzüglich funktioniert. War zwar alles erfunden...die UNO von Amerikas Gnaden belogen...aber wo kein Kläger.
BZ |
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geschrieben am: 08.02.2003 um 23:05 Uhr
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New York (dpa) - In der Rede des UN-Chefwaffeninspekteurs Hans Blix vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen heißt es in Wortlautauszügen (dpa-Übersetzung):
Zu Chemiewaffen: «Über die Entdeckung einer Anzahl von 122-mm Chemiewaffen-Sprengköpfen in einem Bunker auf einem Lagergelände 170 Kilometer südwestlich von Bagdad ist umfassend berichtet worden. (...) Sie könnten die Spitze eines Eisbergs sein. Der Fund einiger weniger Raketen löst nicht das Problem, sondern verweist auf die Frage, dass der Verbleib von mehreren Tausend chemischen Raketen ungeklärt ist.»
Zu Anthrax: «Der Irak hat erklärt, dass er rund 8500 Liter dieses biologischen Kampfstoffes produziert hat. Nach seinen Angaben hat er sie von sich aus im Sommer 1991 vernichtet. Der Irak hat wenig Beweise für diese Produktion und keine überzeugenden Beweise für ihre Zerstörung vorgelegt. Es gibt deutliche Hinweise, dass der Irak mehr Anthrax hergestellt hat, als er zugibt.»
Zur Suche nach Dokumenten: «Der jüngste Fund einer Kiste mit 3000 Dokumentenseiten in der Privatwohnung eines Wissenschaftlers (...) nährt eine seit langem gehegte Sorge, dass Unterlagen in den Häusern von Privatleuten deponiert wurden. (...) Was uns betrifft, so können wir nicht umhin anzunehmen, dass dies kein Einzelfall ist und dass die Verteilung von Dokumenten absichtlich erfolgte, um die Entdeckung zu erschweren.»
Befragung von Wissenschaftlern: «Bislang sind 11 Personen zu Befragungen in Bagdad aufgefordert worden. Die Antworten lauteten stets, dass die Personen nur in der irakischen Überwachungsbehörde oder in jedem Fall nur im Besein eines irakischen Beamten aussagen würden. Wir hoffen jedoch, dass mit der Ermutigung durch die Behörden informierte Personen Befragungen unter vier Augen in Bagdad oder im Ausland zustimmen werden.»
© dpa - Meldung vom 28.01.2003 10:23 Uhr
Klingt doch sehr beruhigend und friedfertig...
Uziel |
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geschrieben am: 08.02.2003 um 23:39 Uhr
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Dieses rechtfertigt aber noch keinen Überfall auf einen anderen Staat.
Paragraph 14 der UN-Resolution 687 fordert als Grundlage für die Reduktion des irakischen Arsenals eine Abrüstung der gesamten Region.
Diese Grundlage für die irakische Abrüstung wurde von den nun zum Krieg treibenden Staaten nie geschaffen. Eher wurden die Nachbarstaaten massiv aufgerüstet. Wer bricht nun die UNO Resolution?
BZ |
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geschrieben am: 09.02.2003 um 01:53 Uhr
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Ich stelle mir manchmal vor es wären nicht die Amis, die die Macht auf dieser Erde haben, sondern irgend was Neutrales. Und diese Neutralen sollen gegen Massenvernichtungswaffen vorgehen.
Natürlich finden sie die meisten in den USA
Die meisten Atombomben
die meisten Chemiewaffen
die meisten biologischen Waffen
Na gut sagen die Neutralen, aber wer von all den Staaten, die sowas haben, hat denn damit schon Menschen umgebracht?
Die meisten (als einzige) Mit Atombomben: die USA
Die meisten mit Chemiewaffen: Die USA (z.B Vietnam)
Nagut, sagen die Neutralen, aber vielleicht war das ja Selbstverteidigung.
Also, wer hat denn nach dem 2. Weltkrieg am häufigsten andere Länder überfallen?
Die Russen?
Naja, Ungarn, Tschechoslowakei, Afghanistan.. immerhin 3
USA?
Vietnam, Kuba (Schweinebucht) Chile (oder zählen CIA-Putsche nicht?), Nicaragua, Grenada, Jugoslawien und die Dauerbombardierung Iraks in den selbsternannten "Flugverbotszonen"
Hm, wer gefährdet eigentlich den Weltfrieden?
Der größte Besitzer und Anwender von Massenvernichtungswaffen oder ein diktatorisch regiertes, völlig verarmtes Land?
Hätten die Iraker kein Öl, würden sie von den Amis natürlich in Frieden gelassen
Hätten sie Atomwaffen, auch
Mfg
Wauhund
der sich wieder mal darin bestätigt sieht, daß Religion und mit ihr die irren religiösen Fanatiker eine ernsthafte Gefahr darstellen. Der eine ermordet 3000 Menschen durch ein Attentat, der andere setzt mit seinem Militär die halbe Welt in Brand. Irgendwie sind die beiden doch derselbe religiöse Abschaum. Geändert am 09.02.2003 um 01:54 Uhr von Wauhund |
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geschrieben am: 09.02.2003 um 11:44 Uhr
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Zu wauhund:
Ich stelle fest, daß Du die Meinungsfreiheit und die Demokratie die Dir durch diesen Verbrecherstaat gegeben und jahrzehntelang verteidigt wurden, sehr geniesst. Du solltest doch wohl eher gegen unseren Staat vorgehen. Schließlich ist er nur ein Produkt davon... Auch das Du Länder in Deiner Aufzählung nennst, die angegriffen wurden um Diktaturen zu beenden und ethnische Gruppen vor ihrer Ausrottung zu schützen läßt mich doch staunen.
Dein geforderter Humanismus ist eine Farce in sich...
By the Way:
Pervertieren wir das ganze doch mal:
Diejeniegen Staaten und Bürger die sich momentan gegen einen Krieg im Irak stark machen, die treiben die USA und den Irak erst recht in einen Krieg hinein. Sie geben dem Saddam Hussein erst wieder den Raum und die Luft zu taktieren und seine Spielchen zu spielen. Sie geben der irakischen Presse das Material um dem Volk klar zu machen, daß die ganze Welt auf der Seite des Irak steht.
Diese Staaten haben den Druck auf den Irak vermindert und somit die finale Folge des Krieges erhöht. Wenn der Druck von einer geschlossenen Weltöffentlichkeit gekommen wäre, hätte das nicht so sein müssen...
Tja, wer halt nicht für seine eigene Sache kämpft, kämpft für die des Feindes...
Uziel |
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geschrieben am: 09.02.2003 um 23:16 Uhr
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zu Uziel
Es waren also Diktaturen die von den Amis überfallen wurden, damit unterdrückte Minderheiten befreit wurden?
Also die Vietnamesen, die seit Jahrzehnten gegen die Ausbeutung durch die Kolonialherren kämpften?
Die Chilenen, die in demokratischer Wahl Allende zum Präsidenten gewählt hatten? Immerhin konnten durch den CIA-Putsch einige Gewaltverbrecher um Pinochet von ihrer Unterdrückung durch das demokratische Justizwesen befreit werden.
Die Kubaner, die ihren unterdrückten Diktator davongejagt hatten? Die hätten sich sicher gefreut, wenn sie ihn bei einer geglückten Invasion in der Schweinebucht wiederbekommen hätten.
Die Niacaraguaner, die gerade ihre von den USA unterstützte Diktatorenchlique um Somoza heim in die USA geschickt hatten?
Ist es so schwer zu begreifen, dass es den Amis nicht um Menschenrechte oder sonst was geht? Diese Rechte interessieren die USA, wenn überhaupt nur für die eigenen Bürger. Ansonsten geht es denen nur, wie jeder Großmacht, um Macht und Einfluss. Und die USA wissen, dass sie sich beeilen müssen, denn mehr als ein paar Jahrzehnte wird diese Überlegenheit nicht mehr anhalten, das ist aus der Weltlage leicht herauszulesen.
Allerdings glaube ich nicht, dass diese Einschätzung die USA normalerweise dazu gebracht hätte, ein anderes Land zu überfallen. Die Lektion, die sie in Vietnam erhalten haben, ist durchaus noch present. Schlimmer ist ein Präsident, der sein Handeln dem religösen Fundamentalismus und Fanatismus entnimmt und in abstrusen Sendungswahn die scheinbar unvollendete Sache seines Vaters zu einem Ende bringen will.
Wenn die erzreaktionären Christen sich jetzt wieder auf die Stufe der Kreuzzüge stellen, dann braucht sich der Islam mit seinen Vorstellungen von Frauenrechten, Trennung von Kirche und Staat, usw auch nicht als zurückgebliebene, mittelalterliche Ideologie ansehen lassen.
200 Jahre Aufklärung in Europa und was bleibt.... s.o.
MfG Wauhund
Übrigens, was die Freiheit bei uns durch die Amerikaner betrifft, so hat das wohl zwei Gründe. Zum einen das Sendungsbewußtsein der von Gott Auserwählten, die die Freiheit bringen. Das war wohl ein Zeitgeist damals.
Und natürlich die Weltlage. Man hat Deutschland gebraucht.
Fazit: wir hatten eben mehr Glück als z.B die Chilenen |
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geschrieben am: 14.02.2003 um 12:11 Uhr
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Zu wauhund:
Die USA haben Deutschland erst zu einem Faktor gemacht den man braucht. Und nicht einen fertigen übernommen. Ich erinnere da mal wieder an den Marshallplan. Also, ein wenig mehr Quellenstudium muß da schon sein.
In Deinem Posting auf das ich Bezug nahm, hast Du auch Jogoslawien erwähnt. Den Einsatz hast Du in Deiner Antwort ganz vergessen zu beurteilen. Und nimm auch bitte gleich Bezug zu Somalia.
Wenn Du Macht- und Profitgesteuerte Staaten ablehnst, dann suche Dir einen anderen Planeten. Jeder Staat ist es. Gleich welcher Politik.
Und nochmals:
Deutschlands "Nein" zum Krieg ist wohl auch nicht von humanitären Gründen geprägt. Wohl eher von den Schulden die der Irak noch von deutschen Rüstungslieferungen zu tilgen hat. Und leider haben auch die Franzosen wohl eher Öl im Sinn. Als größter Abnehmer von irakischem Öl (Elf-Oil).
Also, einen Massenmörder und Diktator an der Macht zu lassen, nur auch reiner Profitgier... Komisch, irgendwie sind das die Vorwürfe die Du den USA machst, nur das bei denen als "Kollateralschaden" noch Hussein verschwindet...
Uziel |
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geschrieben am: 19.02.2003 um 00:05 Uhr
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| Was ich unglaublich finde ist ja, daß die Nordkoreaner offen sagen, daß sie einen Atomkrieg gegen die USA klar gewinnen würden! Soweit ist es schon gekommen! Aber hier handelt die USA kaum. Die einzige Antwort ist (immerhin) ein gemeinsames Manöver mit Südkorea in einiger Wochen! Mir ist klar, daß man mit einer Atommacht nicht einfach rumspielen kann, aber kommen die Amis sich nicht irgendwie komisch vor in ihrer "Friedensmission" nur die für sie lukrativen Teile zu "befrieden"??? |
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geschrieben am: 23.02.2003 um 01:51 Uhr
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Komme leider erst jetzt zum antworten.
Also was Jugoslawien betrifft, ist das Ergebnis der "humanitären" Hilfe wohl selbsterklärend. Ich kenne das Land sehr gut und auch das Kosovo. Es haben dort vielleicht die Banditen gewechselt, mag sein. Aber weniger sind es bestimmt nicht geworden. Die Menschenrechtssituation ist schlimmer als vorher. Nur die Täter sind andere.
Und der Mershallplan? Was soll das mit Quellenstudium? Natürlich war der gedacht, Deutschland zu dem zu machen, was es dann wurde, nämlich zu einem treuen Vasall der Amerikaner. Genau das habe ich doch auch behauptet. Aber das ist noch lange kein Grund, den Siegern von damals dafür dankbar zu sein. Und schon gar keiner, zum Mittäter bei Menschenrechtverbrechen zu werden.
Was soll das Beispiel Somalia? Da sind die Ami rausgeflogen. Wären sie dortgeblieben, dann... siehe Kosovo.
Warum soll ich andern Planeten suchen, wenn ich Machtmißbrauch anprangere? Willst Du das Schlechte gutheißen, nur weil es so viele Schurken gibt?
Mir machen die Millionen Menschen Mut, die auf die Straße gegangen sind, um gegen das Ungeheuer Krieg und damit auch gegen dieses kriegerische Ungeheuer zu demonstrieren.
Ich fühle mich jedenfalls von Saddam weit weniger bedroht, als von der durch ein übermächtiges Militär gestützten Macht der Amerikaner auf allen Ebenen. Das ganze war noch ertragbar, als dieses Land meistens von halbwegs normalen, durch demokratische Wahlen an die Macht gekommenen Menschen regiert wurde. (Auch nicht immer, ich weiß, aber Nixon und Reagan sind ja Geschichte). Aber diese (nichtgewählte!) Person jetzt ist durchaus in einer Linie mit anderen (nichtgewählten) wohlbekannten Sektieren zu sehen.
Ach ja, was war vor kurzem zu hören, der Krieg müsse gaaaaanz schnell gehen, wegen der Ölfelder. Da gabs doch einen Namen dafür: Blitzkrieg oder???
Ob die USA auch bald ein Volk ohne Raum sind.......?
Einen Führer scheinen sie ja schon zu haben, auch wenn den keineswegs alle wollen.
Geschichte schein sich manchmal doch zu wiederholen. Hoffentlich nicht zu sehr.
MfG Wauhund
der sich langsam aufregt über diese unkritische Unterwürfigkeit und Anbiederei an die schlimmste Militärmaschinerie, die die Menschheit je gesehen hat.
PS. Lieber U. ich vermisse bei Deinem posting ein paar Worte zu Vietnam, Chile und anderen Menschenrechtsverbrechen unserer verbündeten Gutmenschen.
Oder sind das alles nur Kollateralschäden beim Kampf um höhere Güter? |
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geschrieben am: 23.02.2003 um 03:12 Uhr
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Zu Wauhund:
Bezug Jugoslawien:
Erkläre mir doch mal bitte das "Ergebniss" in Jugoslawien.
Fakt ist, daß die Zahl der Verbrechen, die auf die organisierte Kriminalität zurüchgehen (Frauenhandel, Prostitution, Waffenhanden, Drogenhandel) weitaus höher ist, als die der Verbrechen motiviert durch ethnische Hintergründe.
Bezug "Sieger von Damals":
Diese "Sieger" haben Dir einen Diktator vom Hals geschafft, Dir eine Demokratie gegeben, und die amerikanischen "Sieger" haben Dir einen Wirtschaftsstaat und Welthandelspartner gegeben. Sie haben 40 Jahre lang Dein Recht geschützt jetzt überhaupt offen dikutieren und demonstrieren zu dürfen.
Kein Grund zur Dankbarkeit???
Bezug Somalia:
Ich habe Dir diesen Einsatz genannt, da er wohl kaum etwas mit Wirtschaft zu tun hatte, wie im Übrigen auch der Jugoslawieneinsatz, wo die USA jetzt noch mit fast 9000 Mann vertreten sind. Desweiteren sind die USA dort nicht rausgeflogen, sondern haben Ihre 20000 Marines die den Krieg beendet haben selber abgezogen. Leider ein Fehler, da der Diktator nicht beseitigt wurde, was noch mehr Leben gekostet hat. Erläutere mir Deinen Vergleich zwischen Somalia und Kosovo!
Bezug Demonstranten:
Diese Menschen geben der irakischen Propaganda das Futter um ihrer Diktator zu stützen. Nur auf Grund dessen glaubt das irakische Volk immernoch, ihr Saddam ist der Größte und stürzt ihn nicht. Diese Demonstranten nehmen den UN-Inspektoren die Luft zum Arbeiten, da sie Saddam stärken. Und damit treiben sie den Krieg nur voran. Bei einer vollständigen, freiwilligen Entwaffnung des Irak gibt es keine Grundlage mehr für einen Krieg.
Bezug USA:
Nur durch den militärischen Druck der durch die USA / England ausgeübt wird, gibt es überhaupt wieder UN-Inspektoren. Ansonsten würde sich eine Frage ob ein anderer Weg als Krieg möglich wäre gar nicht erst stellen.
Bezug Menschrechte:
Sollen wir mal die Menschenrechtsverletzungen gegenüberstellen? USA / Deutschland / Irak ?
Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.
Uziel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.02.2003 um 15:03 Uhr
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Die Worte Kurde und Kurdistan wurden aus allen Schulbüchern, Lexika und Landkarten getilgt oder gelten nur noch für die Kurden in den Nachbarstaaten. Die öffentliche Verwendung der Sprache ist verboten, ebenso sind dies kurdische Kulturvereine und politische Parteien. Kurdische Schulen wurden nicht zugelassen. Kurdische Zeitungen, Zeitschriften und Bücher werden immer wieder beschlagnahmt oder verboten, Verlage geschlossen. Kurdische Familien- und Ortsnamen wurden zwangsgeändert.
1934 wurde ein Gesetz erlassen, das die Zwangsumsiedlung solcher Bevölkerungsgruppen, die nicht mit der nationalen Kultur verbunden sind, rechtfertigt. Seit 1979 werden regelmäßige Razzien des Militärs in den kurdischen Dörfern durchgeführt. Seit August 1984 führt die Widerstandsbewegung einen Guerillakrieg gegen militärische und zivile staatliche Einrichtungen, aber auch gegen Kurden, die der Zusammenarbeit mit dem Staat bezichtigt werden. Dieser Aufstand wird von der herschenden Regierung nicht mit politischen Mitteln unter Einbeziehung der politisch arbeitenden kurdischen Opposition geführt, sondern mit brutalem militärischen Einsatz, der keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nimmt.
Dem Bericht einer Untersuchungskommission des Parlamentes von 1998 zufolge wurden insgesamt 3.428 Dörfer zerstört und drei Millionen Kurden zu Flüchtlingen. Allein das kurdische Siedlungszentrum Diyarbakir nahm ca. eine Million Flüchtlinge auf. 5.500 Zivilisten wurden in diesem brutalen Krieg getötet, 17.000 verletzt. 2.200 von 5.000 Schulen und 740 von 850 Gesundheitsstationen wurden geschlossen. Hinzu kamen Maßnahmen des Staates wie Weideverbot, Verminung der Almwege.
Die Politik im Staat wird faktisch vom Nationalen Sicherheitsrat diktiert, der zu einer Art Staat im Staat geworden ist. Hunderte sitzen wegen Unterstützung der Widerstandsbewegung oder wegen des bloßen Verdachts darauf im Gefängnis. Im Februar 1994 wurden gewählte kurdische Parlamentarier der DEP-Partei (Leyla Zana u.a.) inhaftiert, kurdische Parteimitglieder und Journalisten wurden und werden verfolgt, gefoltert oder von unbekannten Tätern ermordet. 1998 wurde auch die Führungsspitze ihrer Nachfolgepartei HADEP verhaftet sowie etliche ihrer Funktionäre.
Dieses ist keine Beschreibung der Verhältnisse im Irak. Nein, obwohl wer sollte es dann sein?
Der NATO Partner Türkei.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.02.2003 um 15:57 Uhr
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(zitat)Teil 2
Wollt Ihr das nicht sehen? Die Anschläge vom 11.09. und auch die danach waren nicht gegen die USA alleine gerichtet... Es war den Terroristen egal wer unter den Opfern ist. Es waren Kinder, Erwachsene jeden Alters, Menschen jeglicher Hautfarbe, politischer Gesinnung und Glaubens.
(/zitat)
Den Amis ist es auch egal, ob es bei einem Krieg unschuldige trifft. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.02.2003 um 17:37 Uhr
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Zu sweetDiavolina:
Bei jedem Verbrechen trifft es einen Unschuldigen, bei jedem Verkehrsunfall trifft es einen Unschuldigen und auch die Giftgasattacken von Saddam haben unschuldige Kurden getroffen. Der Krieg nimmt sich da nicht aus.
Wenn es den USA egal wäre, ob es Unschuldige trifft, dann würden sie nicht milliardenteure, "intelligente" Waffensysteme einsetzen, sondern B52 und Bombenteppiche.
Nicht gleich alles pauschalisieren...
Uziel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.02.2003 um 18:42 Uhr
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| Genau das meinte ich damit Uziel. Es war nicht nur den Terroristen egal. |
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