Auf den Beitrag: (ID: 22618) sind "121" Antworten eingegangen (Gelesen: 6674 Mal).
"Autor"

Irak-Nordkorea

Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 28.12.2002    um 12:05 Uhr   
Ich verstehe nicht, daß die USA so hinter den Irakis her sind, obwohl es doch offensichtlicher ist, daß Nordkorea deutlich gefährlicher als der Irak für den Weltfrieden ist. Das man in Nordkorea ein hohes Interesse am Bau von Atombomben hat, sieht man ja grade erst diese Tage. Von der US-Regierung habe ich aber immer noch keinen Beweis gesehen, daß Saddam Verbindungen zur Al Quaida besitzt oder das er gefährliche Waffen besitzt (wobei ich aber auch denke, daß er welche besitzt)! Wenn die USA einen guten Beweis für eine Schuld Saddams liefern würde, könnte man den Irak doch vor aller Welt bloßstellen!!! Aber der Braten riecht faul! Weiterhin habe ich das Gefühl, daß die Amis hinter dem irakischen Ölvorkommen her sind. Die Irakis haben die größten Ölvorkommen in dieser Welt und mit irakischem Öl in amerikanischer Kotrolle könnte die Amerikaner die OPEC unter Druck setzen und niedrigere Preise erzwingen. Zudem ist der größte amerikanische Öllieferant Venezuela ja grade in einer Krise, das Öl wird soweit ich weiß, augenblicklich gar nicht gefördert, weshalb die Amis zusätzliche Probleme haben. Den Amis gehts nur mal wieder um ihre Wirtschaft und ihrem Dollar und heucheln politische Motive vor.
  Top
"Autor"  
Nutzer: cloud
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 25.08.2002
Anzahl Nachrichten: 521

geschrieben am: 28.12.2002    um 12:21 Uhr   
Die USA sind nicht hinter dem Irak her, weil er Verbindungen zur Al Quaida hat, sondern weil von diesem diktatorisch geführten Land eine Gefahr für den Weltfrieden ausgeht. (sagen zumindest die Amis...)

Bush sagte selber, das die Länder "Iran, Irak und Nordkorea eine Achse des Bösen darstellen, gegen die vorgegangen werden muss."

Also keine Angst, im Februar ist der Irak dran, dann sind die Leute eh schon mal da unten und gehen gleich noch auf den Nachbarn Iran los (warum auch immer, ich hab von dem Land überhaupt noch nix böses gehört...) und am Ende läuft die Pazifikflotte der US-Marine aus in Richtung Nordkorea...

Und wenn das alles läuft, schafft das der leibe Herr Bush sogar noch in seiner ersten (und hoffentlich auch letzten!) Amtszeit...

der cloud der diesen Mann in 100 Jahren noch nicht verstehen wird
Und Gott sagte: "Lächle und sei froh - es könnte schlimmer kommen!" -
Und ich lächelte, und war froh - und es kam schlimmer...
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 28.12.2002    um 12:39 Uhr   
also es hieß ja von seiten Bushs und TOny Blairs, daß Saddam ganz Enge Kontakte zur Al Quaida und Osama bin Laden hätte und diese sich sogar wohl gegenseitig unterstützen würden. den bush werd ich auch garantiert nie verstehen. wenn der den iran und nordkorea auch angreifen würde, ist der dollar bestimmt dann mal so stabil wie der rubbel, zloty und selbst der irak hätte ne stabilere Währung!!!
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_Rammsteiner
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.09.2001
Anzahl Nachrichten: 1872

geschrieben am: 28.12.2002    um 12:39 Uhr   
Hätte Nordkorea mehr Öl und hätte Bush im Vorraus gewusst was Nordkorea da mit dem Bau der Bombem vor hat, wäre es sicher eine Nordkoreanische Terrorgruppe gewesen die ins World-Trade-Center raste. *hust*



+
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 28.12.2002    um 12:57 Uhr   
Moin...

Nur mal so als Gedankenanstoß:

Das der "liebe, unschuldige, Diktator von Bagdad" bereits gegen den Iran und gegen die Kurden im eigenen Land Massenvernichtungswaffen in Form von chemischen Kampfstoffen eingesetzt hat, scheint ihr etwas zu vergessen...

Das die Amerikaner nicht "durchgezogen" haben im ersten Golfkrieg liegt wohl eher daran, daß man einen demokratischen Prozeß im Irak "lostreten" wollte. Mithilfe von Sanktionen die Iraker daz bewegen Saddam abzusetzten. Lernen durch Einsicht halt. Da es nicht funktioniert hat kommt jetzt halt der endgültige Schritt...

Ein totalitäres Staatssystem das die Menschenrechte mit Füßen tritt und im Besitz von Massenvernichtungswaffen ist. Zudem noch ziemlich nah an extremistischen Gruppen steht...

Für mich seit dem 11.09. nicht mehr tragbar...

Glaubt Ihr denn wirklich der Kampfstoff oder der Anschlag macht vor Euch halt???

Zum Thema Nordkorea:
Die USA stehen schon seit langer Zeit in Südkorea um eine "feindliche Übernahme" durch den Norden zu verhindern. Ich wiederhole mich auch noch mal gerne:
Ein Staat der Mittelstreckenraketen, die fähig sind als Waffenträger für ABC-Waffen zu dienen, an einen Staat liefert, der, bekannterweise, Terroristen unterstützt und zeitgleich sein Atomprogramm verbotenerweise wieder aktiviert hinterläßt bei mir einen ziemlich faden Beigeschmack....

Manchmal gibt es leider nur noch einen Weg...



Uziel
  Top
"Autor"  
Nutzer: lestatia
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 159

geschrieben am: 28.12.2002    um 14:31 Uhr   
Hm, also haben wir denn so viel "böses" über den Irak in letzter Zeit gehört?!
Gut, dass in der Vergangenheit vieles in diesem Staat falsch gelaufen ist, ist nicht zu leugnen. Jedoch gibt jenes keinem EINZELNEN Land die Berechtigung diesen Staat anzugreifen, denn dieses hat nichts mehr mit Menschenrechten zu tun...

Propagandamache für einen Krieg gegen den Irak...
Sagt mal ist hier auch wirklich nur ein einziger, der wirklich glaubt, dass die amerikanische Regierung darauf aus ist den Irak "zu beseitigen". Ein Krieg, dem man ein "Startdatum" gibt?! *auflacht* Ein Krieg, der noch nicht einmal angefangen hat, aber die Presse kennt jetzt schon ihre Standorte von denen sie life berichten darf?!
Und wieso spricht eigentlich keiner mal von amerikanischen Waffen? Wäre doch einmal eine günstige Gelegenheit die ihrigen "auszuprobieren", NATÜRLICH alles unter dem Vorwand eines Präventivschlages. (Präventivschlag? Von einem Land, von dem keine konkrete Bedrohung ausgeht... *ts)

Nur ein Denkanstoß...

~les~
  Top
"Autor"  
Nutzer: Bautzius
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.07.2001
Anzahl Nachrichten: 176

geschrieben am: 28.12.2002    um 14:57 Uhr   
(zitat)Das der "liebe, unschuldige, Diktator von Bagdad" bereits gegen den Iran und gegen die Kurden im eigenen Land Massenvernichtungswaffen in Form von chemischen Kampfstoffen eingesetzt hat, scheint ihr etwas zu vergessen... (/zitat)

Übrigens hat bisher kein "Diktator" so oft Massenvernichtungswaffen eingesetzt wie Amerika.

Atombomben auf Japan und chemische Kriegsführung in Vietnam. Die Streu und Kugelbomben sind ja schon fast "normale" Tötungsmittel die Amerika massenhaft eingesetzt hat.

BZ
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 28.12.2002    um 16:35 Uhr   
So ungefähr habe ich mir das vorgestellt...

Schauen wir uns die Argumentation doch mal etwas genauer an...

Zu lestatia:

Hatte denn der Irak in letzter Zeit soviel Möglichkeit "böses" zu tun?
Gibt es da nicht 2 Flugverbotszonen... Genau in den Bereichen in denen es gilt Minderheiten zu beschützen.
Gibt es nicht genug Geheimdienste und Spionagesateliten
die größere Militäraktionen sofort erkennen und damit verhindern?
Ist es rechtens einen Krieg zu beginnen um Minderheiten zu schützen?
Ja, ich denke schon... Ich persönlich befürworte es, daß Deutschland im 2.Weltkrieg von den Amerikanern angegriffen wurde und der deutschen Kriegserklärung entsprochen wurde.
Auch bewerte ich es als durchaus positiv das die NATO (im Übrigen zuerst ohne die Amerikaner) die Luftschläge im ehemaligen Jugoslawien begonnen haben. Auch dort wäre heute keine Ruhe, wenn nicht an jeder Straßenecke KFOR vertreten wäre...
Außerdem ist es kein einzelnes Land das den Irak angreifen will, sondern auch die UNO und die NATO sehen den Schlag als erforderlich an, wenn die UN-Resolutionen nicht erfüllt werden.

Zu den amerikanischen Waffen:
Warum wohl werden um ein zigfach teurere Raketensysteme eingesetzt, die zudem noch teilweise erfordern, daß Spezialeinheiten am Boden die Ziele "anlasern"?
Mit Sicherheit nicht, weil es einfacher ist einen Nuklearschlag auszuführen oder eine Staffel B52 loszuschicken...

Zu Bautzius:

Erstens handelt es sich bei den USA um keine Diktatur. Und da kannst Du jetzt noch soviel aufschreien und vom Überwachungsstaat reden... Es ist keine Diktatur sondern eine Demokratie.
Zweitens haben die USA zweimal Massenvernichtungswaffen eingesetzt (Hiroshima und Nagasaki) richtig. Aber damit ist auch verhindert worden, daß irgendein anderer Staat sie einsetzt. Und Rußland hatte sein komplettes Atomprogramm von den USA ausspioniert. War also auch nicht weit weg von der Bombe. Wieviel Leben hat der Abwurf dieser beiden Bomben gefordert? Und wieviel Leben hätte ein weiterhin konventionell geführter Krieg noch gefordert? Denn nur der Abwurf hat Japan zur sofortigen Kapitulation gebracht...
In Vietnam wurden keine Massenvernichtungswaffen eingesetzt, sondern ein chemisches Mittel zur Entlaubung. Chemische Kriegsführung ist etwas anderes als Massenvernichtung...

Aber vielleicht habt ihr beide recht... Vielleicht war es falsch diese Kriege zu führen. Die zig Millionen unschuldiger Juden, Albaner, Kurden, Moslems, Christen, Männer, Frauen und Kinder hätte man ja nicht in der Weltöffentlichkeit präsentiert und somit wären sie auch nie in Eure Welt eingedrungen...

Uziel

PS:

"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch !
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen :
Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will,
Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

Bertold Brecht (1898 - 1956) (Korrekt : Eugen Berthold Friedrich Brecht)
  Top
"Autor"  
Nutzer: Bautzius
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.07.2001
Anzahl Nachrichten: 176

geschrieben am: 28.12.2002    um 17:11 Uhr   
(zitat)Außerdem ist es kein einzelnes Land das den Irak angreifen will, sondern auch die UNO und die NATO sehen den Schlag als erforderlich an, wenn die UN-Resolutionen nicht erfüllt werden. (/zitat)

Frage: Welche UNO Resolutionen haben bisher weder Israel noch Amerika erfüllt? Wann gibt es Krieg gegen diese Staaten?


(zitat)
In Vietnam wurden keine Massenvernichtungswaffen eingesetzt, sondern ein chemisches Mittel zur Entlaubung. Chemische Kriegsführung ist etwas anderes als Massenvernichtung... (/zitat)

Im Reiche Hitlers wurden auch "nur Entlausungsmittel" eingesetzt. Nebenwirkung nur ein paar Millionen Tote. In Vietnam wurde "nur Entlaubungsmittel" eingesetzt.....Nebenwirkung nur ein paar Tausende tote und verkrüppelte Kinder....bis heute.

...ist alles nur Ansichtssache.

(zitat)Zweitens haben die USA zweimal Massenvernichtungswaffen eingesetzt (Hiroshima und Nagasaki) richtig. Aber damit ist auch verhindert worden, daß irgendein anderer Staat sie einsetzt. Und Rußland hatte sein komplettes Atomprogramm von den USA ausspioniert. War also auch nicht weit weg von der Bombe.(/zitat)

Deine Geschichtskenntnisse sind verblüffend...eher mangelhaft..oder doch eher zum kotzen. Bildzeitungsniveau?

Hoch lebe die Demokratie, die zum Zwecke der Abschreckung die Todesstrafe besitzen und die Verurteilten vergasen, vergiften oder mit Strom ermorden.

BZ



  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_Norway
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.12.2002
Anzahl Nachrichten: 43

geschrieben am: 28.12.2002    um 17:28 Uhr   
die vergasung wurde in den usa als todestrafe verboten
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_Rammsteiner
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.09.2001
Anzahl Nachrichten: 1872

geschrieben am: 28.12.2002    um 17:37 Uhr   
(zitat)Zu lestatia:

Hatte denn der Irak in letzter Zeit soviel Möglichkeit "böses" zu tun?
Gibt es da nicht 2 Flugverbotszonen... Genau in den Bereichen in denen es gilt Minderheiten zu beschützen.
Gibt es nicht genug Geheimdienste und Spionagesateliten
die größere Militäraktionen sofort erkennen und damit verhindern?
Ist es rechtens einen Krieg zu beginnen um Minderheiten zu schützen?(/zitat)
Lieber Uziel, schaut man sich mal die gesamten Beiträge an in denen es um den Irak geht hört man manhce Wörter sehr oft. das wären: wenn, möglich, wahrscheinlich, hoffentlich, kann sein, vorstellen.
So kann auch die USA ein Böses sein. Nur die haben ja keine Diktatur, hm? Nein, die Amerikaner haben ein demokratischen Staat der andere diktiert, so wird was draus.
Das sich der Iran in einer Diktatur befindet und Diktaturen seit Hitler, Stalin, Mussolini etc. verschrien sind ist auch klar. Und eben diesen Komplex der Demokraten gilt es zu beseitigen. Garnicht lange ist es her, da haben im Irak Wahlen stattŽgeunden und über 95% wollten Saddam*. Nur sind da leider noch die USA die sich in jede Diktatur einklinken wollen weile s diese ja zu zerstören gilt. Auch wenn es das Land nicht will. Soviel zur Gleichberechtigung, Volksherrschaft.
(zitat)Ja, ich denke schon... Ich persönlich befürworte es, daß Deutschland im 2.Weltkrieg von den Amerikanern angegriffen wurde und der deutschen Kriegserklärung entsprochen wurde.(/zitat)
Richtig, auch wenn Deutschland dafür der amerikanische 'U.S.-Basen in dein Land'-Virus befallen hat und Deutschland dadurch ein stück Independence verloren geht.
(zitat)Auch bewerte ich es als durchaus positiv das die NATO (im Übrigen zuerst ohne die Amerikaner) die Luftschläge im ehemaligen Jugoslawien begonnen haben. Auch dort wäre heute keine Ruhe, wenn nicht an jeder Straßenecke KFOR vertreten wäre...(/zitat)
In Jugoslawien ist Ruhe? Seit wann das? Also ich hab da in meinem Hinterstübchen ein paar Fernsehbilder mit tötlichen Schlägereien und Gewaltdemos im Kopf. Und dankbar wäre ich auch für eine Erläuterung der Verbessrungen in diesem Land seitdem offiziellen Kriegsende (Ausser eben die, das dort kein Krieg mehr ist ;-))
(zitat)Außerdem ist es kein einzelnes Land das den Irak angreifen will, sondern auch die UNO und die NATO sehen den Schlag als erforderlich an, wenn die UN-Resolutionen nicht erfüllt werden.(/zitat)
Richtig, aber wodurch ziehen die NATO und UNO einen Angriff in betracht? Durch das enorme Drängen des grossen B qus Übersee, oder irre ich mich da?
(zitat)Zu den amerikanischen Waffen:
Warum wohl werden um ein zigfach teurere Raketensysteme eingesetzt, die zudem noch teilweise erfordern, daß Spezialeinheiten am Boden die Ziele "anlasern"?
Mit Sicherheit nicht, weil es einfacher ist einen Nuklearschlag auszuführen oder eine Staffel B52 loszuschicken...(/zitat)
Wäre ja auch nicht zivilisiert und legitim, gelle?
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_Rammsteiner
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.09.2001
Anzahl Nachrichten: 1872

geschrieben am: 28.12.2002    um 17:38 Uhr   
(zitat)Zu Bautzius:

Erstens handelt es sich bei den USA um keine Diktatur. Und da kannst Du jetzt noch soviel aufschreien und vom Überwachungsstaat reden... Es ist keine Diktatur sondern eine Demokratie.(/zitat)
Da hab ich ja schon was zu gesagt. Schon oft gesagt und immer wieder passend: Sagt dir die Diktatur des Kapitals was?
(zitat)Zweitens haben die USA zweimal Massenvernichtungswaffen eingesetzt (Hiroshima und Nagasaki) richtig. Aber damit ist auch verhindert worden, daß irgendein anderer Staat sie einsetzt.(/zitat)
Bitte was? Sollen wir diese Abwürfe auch noch positiv betrachten? Auch hier wieder ein 'wenn und aber', 'hätte können' und 'wahrscheinlich'. Die Ameriakner waren die Ersten und haben damit niemandem einen Gefallen getan ausser vielleicht sich selber. (zitat)Und Rußland hatte sein komplettes Atomprogramm von den USA ausspioniert. War also auch nicht weit weg von der Bombe. Wieviel Leben hat der Abwurf dieser beiden Bomben gefordert? Und wieviel Leben hätte ein weiterhin konventionell geführter Krieg noch gefordert? Denn nur der Abwurf hat Japan zur sofortigen Kapitulation gebracht...(/zitat)
Ich kenne den Kriegsablauf nicht bis ins Detail. Dennoch finde ich es irgendwie pervers, den Amerikanern all die toten Menschen von den Schuktern nehmen zu wollen. Denn es waren nur die USA.
(zitat)In Vietnam wurden keine Massenvernichtungswaffen eingesetzt, sondern ein chemisches Mittel zur Entlaubung. Chemische Kriegsführung ist etwas anderes als Massenvernichtung...(/zitat)
Noch perveser ist es allerdings, tausend Morde durch die verschiedenen Durchführung verharmlosen zu wollen. Die Menschen sind tot Uziel, unschuldig tot. Napalm oder Atombombe, sie sind tot.
(zitat)Aber vielleicht habt ihr beide recht... Vielleicht war es falsch diese Kriege zu führen. Die zig Millionen unschuldiger Juden, Albaner, Kurden, Moslems, Christen, Männer, Frauen und Kinder hätte man ja nicht in der Weltöffentlichkeit präsentiert und somit wären sie auch nie in Eure Welt eingedrungen...(/zitat)
Frißt du eigentlich alles ohne dran zu riechen? Kann ja nicht sein...

+
  Top
"Autor"  
Nutzer: tiroxxx
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.11.2001
Anzahl Nachrichten: 1197

geschrieben am: 28.12.2002    um 20:12 Uhr   
da werd ich auhc ein wenig sprachlos:
(zitat)Zweitens haben die USA zweimal Massenvernichtungswaffen eingesetzt (Hiroshima und Nagasaki) richtig. Aber damit ist auch verhindert worden, daß irgendein anderer Staat sie einsetzt.(/zitat)
also sollten wir glücklich sein, dass die "guten" die atombombe einsetzten? wer solche freunde hat, braucht wohl keine feinde!
dass die amis im irak weniger den dortigen diktator ausradieren als vielmehr sich selbst die dortigen erdölreserven zu sichern wollen, kann wohl nur den absolut verblendeten bush-freunden verborgen geblieben sein. nach saudi-arabien hat der irak die zweitgrößten reserven der welt, die amis haben schon überlegt, in der nachkriegsära einen gouverneur dort einzusetzen und bush ist nun einmal lobbyist der ölindustrie (achja und präsident der usa...aber ob er das immer berücksichtigt....).
und zu allem übel war hussein solange ein "guter"diktator, solange er für die interessen der usa (gegen die iranischen ayatollahs) einzusetzen war.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_Norway
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.12.2002
Anzahl Nachrichten: 43

geschrieben am: 28.12.2002    um 20:34 Uhr   
amerika bombardiert jedes land weg, welches ihm in weg steht: deutschland, japan, vietnam, korea, serbien, afghanistan bald irak uvm. dazwischen noch einige kriege verursacht für ihre interessen (panama, guatemala) usw. aus reiner menschlichkeit wurde kein krieg geführt, die usa und die menschen dahinter sind nur an geld, einfluss und macht interessiert.
Geändert am 28.12.2002 um 20:39 Uhr von Norway
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_Norway
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.12.2002
Anzahl Nachrichten: 43

geschrieben am: 28.12.2002    um 20:35 Uhr   
(/zitat)

Ja, ich denke schon... Ich persönlich befürworte es, daß Deutschland im 2.Weltkrieg von den Amerikanern angegriffen wurde und der deutschen Kriegserklärung entsprochen wurde.
--------------------------------------------------------------------------------
(/zitat)

die deutschen sind sicher, dass einzige volk was die vernichtung des eigenen heeres und die einnahme des eigenen hoheitsgebietes gutheißt.
Geändert am 28.12.2002 um 20:42 Uhr von Norway
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 28.12.2002    um 20:44 Uhr   
(zitat)Nur mal so als Gedankenanstoß:

Das der "liebe, unschuldige, Diktator von Bagdad" bereits gegen den Iran und gegen die Kurden im eigenen Land Massenvernichtungswaffen in Form von chemischen Kampfstoffen eingesetzt hat, scheint ihr etwas zu vergessen...
(/zitat)

Ich glaub, niemand hier denkt, daß Saddam ein guter Mensch ist. Aber wenns nach deiner Argumentation nach ginge, könnten die Amis gleich Krieg gegen die ganze Welt führen!!
  Top
"Autor"  
Nutzer: tiroxxx
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 22.11.2001
Anzahl Nachrichten: 1197

geschrieben am: 28.12.2002    um 21:03 Uhr   
naja, enfant, wenn man glaubt, dass die usa in jedem falle die guten sind, dann ist das ja auch nur folgerichtig.
  Top
"Autor"  
Nutzer: MalcolmX_
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 12.11.2002
Anzahl Nachrichten: 169

geschrieben am: 28.12.2002    um 23:03 Uhr   
ich weiß nicht, warum führt die eu keinen "präventivschlag" gegen die usa? die usa besitzt abc waffen (die sie früher sogar an den eigenen soldaten ausgetestet haben), die usa verstoßen gegen sämtliche un-resolutionen und in den usa kommen auch menschenrechtsverletzungen vor. (liest meinen thread zu mumia abu jamal) sind das nicht die selben dinge die dem irak angelastet werden. und das die usa den weltfrieden stören, und das nur aus profitgeilheit, sehen wir jeden tag. aber nein, niemand ausser terroristen und leute die sowieso nichts zu verlieren haben wehren sich gegen dieses machtgierige system. und viele deutsche bundesbürger verherlichen all das auch noch... erinnert mich irgenwie an einen unaufhaltsamen aufmarsch
  Top
"Autor"  
Nutzer: Andabata
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.01.2002
Anzahl Nachrichten: 52

geschrieben am: 29.12.2002    um 01:07 Uhr   
und um das jetzt mal mit meinem begrenzten Fassungsmöglichkeiten konform zu bringen

USA: Geld u. Öl-geil
Sadam: "nur" Machtgeil
Nordkorea: ganz böse da Atomwaffen (ich spare mir mal die Ausführung wer noch welche hat)
NATO: der Dumme mittendrin
UNO: auch einer der Dummen
Iran: Teil einer "Bösen Achse" ("Die Achese des Bösen" gesprochen Bush Senior während des Irak Krieges das war vor wieviel Jahren? )[...]
ich: währe dann ein Staat dessen diplomatische Verbindungen Eingefrohren würden da ich Kritik außere
[Ich sehe schon den roten Punkt über meine Schlefen wandern];-)
Geändert am 29.12.2002 um 01:15 Uhr von andabata
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 29.12.2002    um 01:08 Uhr   
Mal angenommen, die Europäer würden gegen die Amerikaner einen Krieg beginnen, würden die Europäer sicherlich verlieren. Das amerikanische Militär ist den europäischen um einiges voraus. Am Ende würds in Europa so aussehen, wie nach dem 2. Weltkrieg, womöglich sogar schlimmer Malcolm!!
  Top
"Autor"  
Nutzer: Andabata
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 23.01.2002
Anzahl Nachrichten: 52

geschrieben am: 29.12.2002    um 01:18 Uhr   
ich glaube Malcolm hat mehr rhetorisch gesprochen... .
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 29.12.2002    um 01:23 Uhr   
Ich habe Eure Antworten auf meinen Beitrag gelesen und werde mich mal dazu äußern:

Zuvor aber ein Wort zu Bautzius:
Ich denke hier wird eine Diskussion geführt? Dies setzt vorraus, daß man sachlich argumentiert. Du unterläßt dies. Ich kann Dir versichern, daß mein Geschichtswissen ausreichend und fundiert ist. Deine Aussage ist schlicht eine persönliche Beleidigung. Aber so ist es ja meißtens: Wenn die Argumente ausgehen, dann wird man persönlich. Ist es nicht gerade dieses Verhalten das Du bei den USA bemängelst? Du wirst sicher verstehen, daß ich mich weiter mit irgendeiner Deiner Aussagen auseinandersetzte, sondern mich zu qualifizierten Beiträgen äußere...

Ich werde mich aber nicht mehr zu einzelnen Schreibern, sondern nur zu den Aussagen äußern, da sich ja bei vielen Antworten die Kernaussage deckt.

Zu meinem Wissen über das ehemalige Jugoslawien: Die Lage wird von NATO-Sicherheitsexperten als "ruhig aber nicht stabil" eingestuft. Das bedeutet: Es passiert gerade nichts, aber die Möglichkeit ist dennoch nicht gebannt. Ausschreitungen und Demos, sowie das organisierte Verbrechen, bewegen sich auf einem Niveua, daß sich weltweit auch außerhalb von Kriegsgebieten beobachten läßt. Woher mein Wissen stammt? Ich komme gerade von einem 6-monatigen Einsatz dort unten. Und ich kann durchaus Vergleiche ziehen. Auch braucht ihr mir nicht erklären, wie es in ehemaligen oder aktuellen Kriegsgebieten aussieht, auch das weiß ich aus eigener Erfahrung. Rammsteiner, ich bin gerne bereit, dir Fragen diesbezüglich zu beantworten, aber das wäre hier nicht der Rahmen und außerdem OT. Sprich mich im Chat an (FF) oder gib mir Deine EMail-Addi...

Zu dem Argument der Wahlen im Irak kann ich nichts sagen, da es mir nicht eindeutig ist, was damit ausgesagt werden soll. In der ehemaligen DDR haben auch 99% die SED "gewählt"... Von freien, demokratischen Wahlen im Irak habe ich noch nichts gehört, geschweige denn das sie durch irgendeine unabhängige Kommission (OSZE, UNO, etc.)überwacht worden wären. Wenn dahingehend meine Informationen falsch sein sollten, so bitte ich mir eine Quelle, Link zu nennen...

Zur militärischen Nutzung der Kernenergie:
Die Atombombe war weder eine Erfindung, noch eine Bestellung der Amerikaner. Ich denke Oppenheimer dürfte ein Begriff sein. Gottlob haben die deutschen Wissenschaftler ihre Arbeit den Nazis vorenthalten können. Dennoch wäre es wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie auch dort fertiggestellt worden wäre. So eine Waffe in ******s Händen? Undenkbar. Das die Amerikaner diese Waffe eingesetzt haben möchte, und habe ich nie, gepriesen. Das der Einsatz furchtbar war auch nicht... Es ist aber nunmal Fakt, daß der Einsatz die letzten Kriegshandlungen beendet hat. Die Zahl der Opfer durch eine "konventionelle" Besiegung Japans wäre nicht niedriger gewesen. Wie man wohl an der unmenschlichen Bombadierung der Städte in Deutschland gesehen hat. Die Erfindung an sich ist schrecklich, ihre Folgen noch viel schlimmer. Aber das Wissen läßt sich leider nicht mehr rückgängig machen. Und das einzige was einen durchschnittlichen Physikstudenten davon abhält eine Atomwaffe zu produzieren, liegt in der Beschaffung von geeignetem Material... Die Abschreckung durch den Gegenschlag ist das einzige Mittel, daß die Welt bis jetzt vor einem weiteren Einsatz von Atomwaffen in einem Konflikt bwahrt hat...

Der "Virus der US-Basen"...
Haben nicht diese Basen und die atomare Abschreckung den Ostblock an der deutsch-deutschen Grenze zum Stillstand gebracht und sowohl eine militärische Intervention seitens der westlichen Welt oder des Ostblocks jahrzehntelang verhindert? Und damit auch den Bestand dieses Staates und seiner Demokratie gerettet? Es mag pervers klingen und auch ein Paradoxon sein. Aber diese "Gewalt" hat nunmal den Frieden gesichert. Der Virus "Homo sapiens" ist nun mal nur in der Lage friedlich und zivilisiert zu leben, wenn man ihm ein enges Regelwerk für das Zusammenleben, unter gleichzeitiger Androhung von Strafe im Falle der Nichteinhaltung, an die Hand gibt. Das ist leider die Natur des Menschen...

Ihr prangert immer die ungesühnten Opfer unter den Zivilisten an... Völlig zurecht... Und wer sühnt die Opfer des 11.09.? Glaubt Ihr denn wirklich Deutschland kann nicht das Ziel eines solchen Anschlags werden? Die Anschläge nach dem 11.09. in der ganzen Welt lassen einen anderen Schluß zu... Dann würde ich gerne Eure Aussagen hören, wenn das, was ich nicht hoffe, in Deutschland passieren wird...

Ende Teil 1
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 29.12.2002    um 01:24 Uhr   
Teil 2

Wollt Ihr das nicht sehen? Die Anschläge vom 11.09. und auch die danach waren nicht gegen die USA alleine gerichtet... Es war den Terroristen egal wer unter den Opfern ist. Es waren Kinder, Erwachsene jeden Alters, Menschen jeglicher Hautfarbe, politischer Gesinnung und Glaubens.

Ihr beschwert Euch über die Mißachtung der UN-Resolutionen der USA? Waren denn all diese Anschläge gemäß der Genver Konvention, der Haager Landkriegsordnung geführt? Hatten Sie jemals Kombattanten zum Ziel? Nein...

Ich wehre mich ganz entschieden dagegen, daß diese Täter nicht zur Rechenschaft gezogen werden und diese Symphatisanten nicht bestraft werden, die solchen Verbrechern ermöglichen derartige Dinge zu planen und auszuführen.

Warum immer wieder die USA die Federführenden bei solchen Aktionen sind? Vielleicht weil sie die einzige Nation sind, die das technische Kno-How und die finanziellen Mittel besitzen, so wenig wie möglich eigene Soldaten zu
töten und so wenig wie möglich zivile Opfer zu fordern.

Ich habe nie gesagt, daß Krieg "sauber" und gut ist. Dafür kenne ich sein Gesicht zu gut. Aber manchmal ist er einfach die letzte Möglichkeit noch viel schlimmeres Leid zu verhindern. Und Krieg und Gewalt sind leider keine vom Menschen erfundenen Dinge, sondern sie sind tief im Menschen selbst verankert. Leider... Aber das sieht man vom Anbeginn der Zeit an...

Ihr prangert die Verletzung der Menschenrechte in den USA an? Völlig zurecht. Aber auch dort gibt es Menschen die sich dagegen zur Wehr setzen, genauso wie hier... Und das ist gut so... In anderen Ländern gibt es diese Menschen aber nicht, oder sie werden schon im Keim erstickt...

Das weder die Demokratie, noch die Diktatur, nicht der Kapitalismus noch der Kommunismus ohne Fehler sind, das zu bestreiten währe weltfremd. Der Fehler liegt aber nicht im System, sondern in der Habgier des Menschen und die wird nicht durch ein System erzeugt, sie ist dem Menschen eigen... Es bleibt wohl auf ewige Zeiten eine Wahl des geringeren Übels... Oder vielleicht findet mal ein Forscher das verantworliche Gen dafür. Aber währen wir dann nicht schon in Huxley's "Brave New World"? Und ist die so wünschenswert?

Vielleicht sollte ich meine Intention mal etwas klarer herausstellen, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt:
Ich befürworte weder den Krieg, noch finde ich ihn, oder andere Gewalt gut. Aber es ist wie es ist, sie bleibt, dank dem Menschen selbst, manchmal die einzige Möglichkeit andere zu schützen. Gegen die, m.E., Blauäugigkeit das Verneinen zu wollen, dagegen richtet sich mein Beitrag.

Wie würdet Ihr denn reagieren, wenn einer Eurer Angehörigen oder Freunde in den Anschlägen seit dem 11.09. umgekommen wären? Oder es vielleicht noch wird, in Anschlägen die uns noch bevorstehen können, da die Gefahr ja immer noch nicht gebannt ist... Würdet Ihr in Eurer Trauer nicht auch Gerechtigkeit, Genugtuung fordern? Sie von den Politikern verlangen? Wie oft wird hier im Forum gegen das deutsche Rechtssystem, die deutschen Politiker gewettert, wenn es um die gerechte Bestrafung von Sexual- oder Gewalttätern geht? Wie oft wird dort die Todesstrafe gefordert? Wer sühnt denn die toten Kinder, Väter, Mütter, Brüder, Schwestern und Freunde die in den Terroranschlägen ums Leben kamen? Welche Strafe ist Euch denn für die Täter, Planer und Symphatisanten gerecht?

Und das diese Personen ungestraft davon kommen oder irgendwo Asyl finden sollen, dagegen wehre ich mich und ich bin auch bereit dafür zu kämpfen, wenn es sein muß. Diese Menschen haben das Recht auf Unbehelligkeit und Freiheit verwirkt...

Darüber mal nachzudenken, dazu wollte ich mit meinem Posting anregen.

Abschließend werde ich aber doch auf einen Schreiber persönlich eingehen: MalcomX

Deine Aussage bezüglich der "Terroristen und leute die sowieso nichts zu verlieren haben" hat in mir blankes Entsetzen und Empörung hervorgerufen. Diese Geschmacklosigkeit tritt nicht nur das Andenken an die Opfer und das Mitgefühl für die Hinterbliebenen mit Füßen, sondern es stellt sich auch ganz klar gegen die freiheitlich, demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Mal ganz davon ab, daß Du Dich mit dieser Aussage weit im strafrechtlichen Bereich befindest. Ich ersuche Dich dringenst dein Posting zu ändern und Deine Aussage richtig zu stellen. Wenn es nicht vorher schon ein Mod macht. Dieses Posting ist nun weit unter der tolerierbaren Meinungsäußerung.


Uziel
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 29.12.2002    um 01:24 Uhr   
Deswegen sagte ich ja auch "mal angenommen" anda!!
  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_enfantterrible
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 15117

geschrieben am: 29.12.2002    um 01:40 Uhr   
In der Vergangeheit bewegte man sich mit der atomaren Abschreckung auf einem sehr dünnem Pfad. Kleinigkeiten hätten womöglich etwas anders sein können und wir hätten einen dritten Weltkrieg gehabt und den EInsatz von Atombomben vielleicht sogar einen Overkill...

Nun ist der 11.9. nun einmal nicht der einzige Terroranschlag. Es ist grauenvoll was passiert ist, aber es ist auch grauenvoll, daß in Afrika Staatschefs rummetzeln dürfen und es kaum wen interessiert. Wer sühnt bzw. kümmert sich um die Opfer solchen Terrors??
Was mich stört ist einfach nur, daß die Politik der USA sehr von ihren eigenen Interessen, ganz besonders den Wirtschaftsinteressen geleitet wird. Ein Beispiel, in Afgahnistan kam man doch mit dem so großherzigen Argument, die Taliban zu verjagen und zu verbomben, damit Frauen wieder Rechte besitzen und die Menschen ihre Freiheit (wieder)erlangen. Jetzt entwickeln sich aber wieder die alten Strukturen wieder, wenn auch nicht mehr ganz unter den alten Führern, aber auf einmal interessieren die Amerikaner wohl ihre großherzigen Ziele nicht mehr.
Genauso ein Gefühl habe ich auch wieder beim Irak!!!
  Top
"Autor"  
Nutzer: Uziel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 135

geschrieben am: 29.12.2002    um 02:17 Uhr   
enfantterrible...

Sicherlich haben wir uns jahrzentelang auf einer Gradwanderung befunden, daß hat nicht zuletzt die Kuba-Krise sehr eindrucksvoll bewiesen.
Und es gibt auch eine sehr gute Dokumentation der BBC, was bei der "friedlichen Revolution" 1989 alles hätte passieren können, sie zeigt den Weg bis zum Einsatz der Atomwaffe... Leider ist mir momentan der Titel entfallen, ich recherchiere ihn aber gerne, falls es interessiert.

Gott sei Dank, wenn es "ihn" denn da oben gibt (ich persönlich glaube nicht an "ihn"), hat man aber immer wieder durch die Besonnenheit einige Politiker "die Kurve gekriegt".

Das die USA natürlich auch Ihre eigenen Interessen verfolgen habe ich nie bezweifelt, aber welches Interesse hatten z.B. die USA an Afghanistan? Zumindest kein wirtschaftliches. Das natürlich auch die Stabilisierung des nahen Ostens zu einem wirtschaftlichen Faktor wird, ist aber nicht nur für die USA von Interesse. Das aber der einzige, oder der Hauptbeweggrund für die USA das Öl sein sollen, das widerstrebt mir. Saudi-Arabien hat die größten Öl-Vorkommen, sie gewähren den USA sogar Militärbasen zur Überwachung der Flugverbotszonen. Die USA/NATO werden zweifelsohne einen Krieg gegen den Irak gewinnen, deswegen werden sie aber den Irak nicht zum amerikanischen Staatsgebiet erklären und sich die Ölvorkommen unter den Nagel reißen. Auch Kuwait, die ja von den Amerikanern im ersten Golfkrieg befreut wurden, schenken den USA kein Öl. Seit dem ersten Golfkrieg beziehen die USA kein Öl mehr aus dem Irak, deswegen haben sie trozdem keine Ölknappheit oder horende Preissteigerungen. Auch werden sie im Falle einer pro-amerikanische Folgeregierung im Irak nicht das Öl geschenkt bekommen, da sich sonst gar keine Wirtschaft im Irak entwickeln kann, und diese Region somit immer ein Krisenherd bleiben wird. Nur durch die Ankurbelung der Wirtschaft im Nachkriegs-Deutschland konnten sich die Amerikaner sicher sein, nicht ewig investieren zu müssen und ein starkes demokratisches System etablieren zu können (Marshall-Plan). Auch in den Irak können sie nicht ewig "reinbuttern"...

Mit Afghanistan verhält es sich glaube ich etwas komplizierter. Die USA haben ja immer noch ihre Truppen zur Stabilisierung vor Ort, genauso wie viele andere Nationen. Das nicht alle alten Strukturen aus Afghanistan entfernt worden sind, liegt wohl auch zum Großteil daran, daß so eine Aktion nur mit schwersten Verlusten unter der Zivilbevölkerung zu erreichen gewesen wäre. Außerdem läuft da unten nun mal keiner mit einem "Ich bin ein Taliban"-Schild herum. Wie will man diese Strukturen herauslösen? In Deutschland brauchte man dazu die Nürneberger Prozesse und die "Entnazifierung". Schwer vorstellbar.. Auch sehe ich es so, daß so ein Prozess aus der Kraft der Reformatoren in Afghanistan gestartet werden muß. Und um die zu unterstützen und auch zu sichern ist ja ISAF vor Ort. Aber das wird wohl kaum von heute auf morgen funktionieren. Und ich befürchte, daß dies noch ein langer, gewaltvoller Weg werden wird. Und auch werden die Opfer wohl nicht nur bei den Afghanen zu finden sein... Wie ja auch die Anschläge vor dem "Camp Warehouse", dem deutschen Lager dort unten, zeigen. Aber das jedes Land, das dazu in der Lage ist, mithelfen muß, solche Krisenregionen zu entschärfen, daß ist, denke ich mal, jedem klar. Denn wenn wir solche Krisenherde nicht stabilisieren, entwickeln sich daraus unvorhersehbare Katastrophen... Wie ja die Geschichte immer wieder uns schmerzlich beigebracht hat...

Ich stimme Dir und auch jedem anderen hier zu, daß die USA weiß Gott kein Unschuldslamm sind, aber sie sind für mich auch ein Garant für den Bestand der westlichen Demokratien.

Und wie gesagt, ich sehe den Fehler nicht im System, sondern im Menschen. Und für mich gilt es, das geringere Übel zu wählen, da es ohne Übel niemals geben wird.

Und ich muß ganz ehrlich sagen, für ein fehlerhaftes System funktioniert unser Staat doch recht gut. Und er bietet auch jedem Menschen eine Plattform sein freies Leben zu führen, wenn er sich an die Spielregeln des Grundgesetztes hält. Und das Fehler die offensichtlich sind, und angeprangert werden auch behoben werden, das können wir jeden Tag in den Nachrichten sehen. Das manche Korrektur noch ein wenig Nachbesserung bedarf... OK, auch "die da oben" sind nur Menschen... Und der Mensch ist ja, leider, oder vielleicht auch dankenswerter Weise nicht perfekt...

Uziel
  Top