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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 30.12.2002    um 20:38 Uhr   
(zitat)"Made in DDR"(/zitat)


ist schon richtig, die Schreibweise....da war schließlich sowas von der Wurm drin....

:-))
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Nutzer: Gast_enfantterrible
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geschrieben am: 30.12.2002    um 22:09 Uhr   
@ celeste & tinker

Wenn man einen Angriffskrieg plant, was bei den USA momentan ja als sehr offensichtlich erscheint, muß man auch die Vorberitungen für humanitäre Maßnahmen ergreifen. Wenn man niemanden weh tun will, dann darf es zu keinem Krieg kommen, aber das es zu keinem Krieg kommt, scheint ja wohl mehr als aussichtslos!!
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Nutzer: Gast_enfantterrible
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geschrieben am: 30.12.2002    um 22:11 Uhr   
Habe heute einen sehr interessanten Zeitungsbericht zu diesem Thema in der Rheinischen Post gelesen. Ich nehme mir mal die Freiheit, um ihn hier reinzuposten!!




Der Lockruf von "Basra Light"

Präsident George W. Bush kennt den Vorwurf: Ihm gehe es beim Krieg gegen den Irak vor allem um die riesigen Öl-Reserven. Doch die Iraker werden wohl die Kontrolle über ihr Öl behalten - und US-Firmen trotzdem profitieren.



Von RP-Korrespondent THOMAS SPANG

WASHINGTON. "Basra Light" und "Kirkuk" stehen nicht für neue Kaffeesorten, sondern sind die Markennamen für irakisches Öl, das auf der Beliebtheitsskala von US-Unternehmen ganz oben rangiert. Der Grund: es ist qualitativ hochwertig und kann kostengünstig produziert werden. Trotz Embargos und wachsenden Animositäten der US-Regierung gegen Saddam Hussein, exportierten nach der Erhebung des Energie-Fachdienstes "APS-Review" im Jahr 2001 nur drei andere Staaten mehr Öl in die USA als der Irak.

Erst während der letzten Monate übte die US-Regierung Druck auf die eigene Industrie aus, sich andere Quellen zu suchen - jedenfalls vorläufig. Denn nach einem Sieg über den Irak wartet auf die amerikanischen Öl-Multis reicher Lohn für die Zurückhaltung: Erstmals seit zwei Jahrzehnten erhielten Unternehmen wie Exxon-Mobil, Chevron-Texas oder Haliburton wieder direkten Zutritt zu dem Land, das neben Saudi-Arabien mit 112 Milliarden Barrel über die weltweit größten Vorkommnisse an Rohöl verfügt.

Einige Experten vermuten gar, dass im Irak unter dem Wüstensand bis zu einem Viertel der Weltreserven lagern. Von 73 entdeckten Ölfeldern sind erst 15 erschlossen und vieles spricht dafür, dass bei weitem noch nicht alle Vorräte entdeckt wurden.

Trotz dieser Perspektive bemüht sich das Weiße Haus, so zu tun, als spiele das Öl im Kalkül des Präsidenten eine untergeordnete Rolle. "Das ist ein sehr empfindliches Thema", erklärt John Lichtblau von der "Petroleum Research Foundation" in New York. Bush sei bekannt, dass viele Leute dächten, die US-Politik gegenüber dem Irak werde einzig und allein von Ölinteressen bestimmt.

Jüngster Baustein der PR-Strategie Washingtons, die solche Theorien entkräften soll, ist die Ankündigung, dass nicht Amerikaner, sondern "irakische Spezialisten" im Auftrag der Vereinten Nationen über die Rohstoffe wachen sollen. "Das irakische Öl gehört den Bürgern Iraks", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats Sean McCormack. Die auf täglich 30 Millionen Dollar geschätzten möglichen Erlöse aus dem Öl-Export sollten "dem Land zu einer besseren Zukunft helfen".

Gleichzeitig wird Washington nicht müde darauf hinzuweisen, dass es erheblicher Investitionen bedarf, die Ölförderung des Zweistromlandes von derzeit etwa zwei Millionen Barrel am Tag zu steigern. Zweistellige Milliardenbeträge seien notwendig, allein um die Schäden vergangener Kriege zu beheben, sowie die völlig veraltete Ausrüstung zu modernisieren. Ganz zu schweigen von den Kosten, die anfallen könnten, wenn Saddam wie einst in Kuwait diesmal seine eigenen Ölfelder abfackelt. Regierungsbeamte fürchten gar, der Diktator könnte die Quellen "mit biologischen oder chemischen Kampfstoffen, vielleicht sogar mit nuklearem Material verseuchen".

Im Weißen Haus setzte sich zudem die Erkenntnis durch, dass es klüger sei, die Ölpolitik einheimischen Gegnern des Diktators zu überlassen, die den Amerikanern aus Dankbarkeit jeden Wunsch von den Lippen ablesen. "Natürlich werden US-Unternehmen einen Löwenanteil vom irakischen Öl bekommen", sagt schon heute Ahmed Chalabi vom Irakischen National Kongress, ein möglicher Übergangsführer für den Irak. Chalabi versprach, alle unter Saddam geschlossenen Öl-Verträge "kritisch zu überprüfen". Vor dem Ergebnis dieser Revision graut es Moskau und Paris schon heute. Falls sie nicht in letzter Minute auf den Kriegszug der Amerikaner aufspringen, dürften sie am Ende mit leeren Händen dastehen.

Der frühere CIA-Direktor James Woolsey, Verbindungsglied zwischen der irakischen Opposition und der US-Regierung, formuliert es so: "Wenn Russen und Franzosen uns später einmal fragen, ob wir ihnen einen Kontakt nach Bagdad vermitteln könnten, werden wir leider die Telefonnummer nicht mehr finden."

US-Vizepräsident Cheney hat in seinem "Nationalen Energie-Report" den "stabilen Ölfluss vom Persischen Golf" als vorrangiges Interesse der USA ausgemacht. Welch hohe Priorität die US-Regierung den irakischen Rohstoff-Schätzen einräumt, lässt sich auch daran ablesen, dass die Besetzung und Sicherung der Ölfelder zu den ersten militärischen Zielen gehört. Washington strebt damit Unabhängigkeit vom saudischen Öl und den Entscheidungen der OPEC an. Eine US-freundliche Regierung in Bagdad könnte sich nicht mehr an die Absprachen des Öl-Kartells gebunden sehen.

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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 30.12.2002    um 22:19 Uhr   
(zitat)@ celeste & tinker

Wenn man einen Angriffskrieg plant, was bei den USA momentan ja als sehr offensichtlich erscheint, muß man auch die Vorberitungen für humanitäre Maßnahmen ergreifen. Wenn man niemanden weh tun will, dann darf es zu keinem Krieg kommen, aber das es zu keinem Krieg kommt, scheint ja wohl mehr als aussichtslos!!(/zitat)

grins

im Grunde sind wir uns da ja völlig einig....

mich stört nur die Formulierung "humanitäre Maßnahmen"....da klingt so "gut" so positiv. In meinen Augen ist es eher eine sanitäre Maßnahme....quasi nach dem Motto: wo gehobelt wird, muß man für die Späne sorgen...

Für mich ist die Verlegung der Lazarett-Einheiten keine humanitäre Maßnahme sondern ein weiterer Baustein an GeorgeŽs Lieblingsbau: Krieg.
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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 30.12.2002    um 22:55 Uhr   
@uziel
(zitat)Das die USA natürlich auch Ihre eigenen Interessen verfolgen habe ich nie bezweifelt, aber welches Interesse hatten z.B. die USA an Afghanistan? Zumindest kein wirtschaftliches(/zitat)
auf diese frage und behauptung hin gab ich dir hinweise auf sehr handfeste wirtschaftliche interessen der amis in afghanistan!
(zitat)Aber die bloße Reduktion der amerikanischen Interessen auf Wirtschaft und Macht, daß ist Ihrer guten Taten nicht würdig und ist ein Vorurteil und ein Klischee das nun wirklich nicht gerecht ist(/zitat)
hättest du jedoch gleich gesagt, dass du nicht nach argumenten suchst, sondern damit zufrieden bist, die amiŽs einfach lieb zu haben und gut zu finden, hätte ich mir das eigentlich sparen können..
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Nutzer: Uziel
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geschrieben am: 30.12.2002    um 23:58 Uhr   
Mal allgemein:

Für alle diejeniegen, die den Regeln der Rhetorik und der sauber geführten Diskussion noch immer nicht mächtig sind...

Das Thema an sich verbietet es schon, hier mit irgendeinem stilistischen Mittel das sich im Bereich des Zynismus, der Ironie und der Polemik befindet, ans Werk zu gehen. Mal ganz davon ab, daß sie eh nicht als rhetorisches Mittel benutzt werden sollen...

Aber vielleicht sollte ich zur Verdeutlichung auch mal eine Prise davon nehmen:

Zu tiroxx:
Das ich auf Dein Pipeline Argument noch nicht eingegangen bin, musst Du schon entschuldigen, aber ich gehöre nicht zu denjeniegen, die begnadeterweise ihren ganzen Tag vor dem PC verbringen können, um unverzüglich auf jedes "Argument" einen Deckel zu finden. Auch bin ich leider nicht im Dienste der USA, sondern Soldat in der Bundeswehr und kann somit meine Macht- & Profitgeilheit die ich benötige um meinen Lebensunterhalt zu sichern auf Schlachtfeldern erlangen, die ich mir täglich neu erschließe... Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich weder die Hoch-Tief-Bau "Afghanistan" Firma erreicht habe, die gerade in Zusammenarbeit mit "Wir sprengen alles in Null Komma Nix" dabei ist, 10 Millionen Minen aus dem Weg zu räumen, um dann die Pipeline zu bauen die ein findiger Architekt in den Staaten im Kopf hat und deren Bau auch nur die Kleinigkeit von ein paar Milliarden US-Dollar gekostet hat. Nicht das Material und die Arbeitskosten sind so hoch, aber der Krieg der im Vorfeld geführt werden musste, damit man sie bauen kann war teuer. Und natürlich musste man noch auf die Anschläge am 11.09. warten, damit man die Welt auch genug blenden konnte. Nicht das die Bestellung seitens der USA nicht schon frühzeitig erfolgt wäre, aber die Umsetzung durch die Taliban und die Weitergabe an die Al Quaida hat eine Unmenge Zeit verschlungen. Die Taliban waren ja noch damit beschäftigt tausend Jahre alte Kulturgüter, die im Übrigen durch das Humanitäre Völkerrecht geschützt sind, mit dem Mörser kleinzuschießen, damit der amerikanischen Pipeline auch nichts im Wege steht... Aber da der Bau der Pipeline ja noch nicht mal begonnen hat, wird man da wohl auf kurz oder lang noch mal einen Krieg beginnen, um das wieder ins rechte Licht zu rücken.

Zu Rammsteiner:
Ich hatte bewusst DDR geschrieben, denn Englisch war ja glaube ich nicht so gerne gesehen im Ostblock. Und bevor ich den Satz komplett in Englisch schreibe und damit noch irgendwen auf den Gedanken bringen könnte, auch der Ostblock war nur eine Inszenierung der Amerikaner, um einen wirtschaftlichen Konkurenten zu haben (Konkurenz belebt ja bewiesener Maßen das Geschäft) habe ich lieber den Staatsnamen in Deutsch gelassen. Außerdem bin ich auch der russischen Sprache nicht so ganz mächtig und die war ja wohl die erste Wahlmöglichkeit als Fremdsprache in den deutschen Ostgebieten. Mal wieder eine Wahl, wo die Kette am Kugelschreiber so kurz war, daß man nur ganz oben das Kreuz machen konnte...

In eigener Sache:
Ich danke der Bundesrepublik Deutschland für meine Ausbildung, der Firma Heckler & Koch (Ups... schon wieder amerikanisch) für die Waffe und der Firma Dynamit Nobel für die Munition, damit ich jederzeit im Rahmen eines Bw/NATO/Uno - Einsatzes in der Lage bin, den Reichtum und die Macht der USA zu mehren.

So, ich hoffe das reicht jetzt mal als Geschmack und damit hört endlich diese, nun wirklich langsam nervende, Provokation auf...

Also mal wieder ernsthaft:

Welcher Staat auf dieser Welt, welche Person auf dieser Welt lässt sich denn von ausschließlich humanen Zwecken leiten? Stehen nicht immer eigene Interessen mit dabei? Egal ob jetzt etwas weiter im Vordergrund, oder aber zumindest im Hintergrund? Ja und selbst der größte Feind des Kapitals, der Kommunismus, wurde vom kapitalistischen Denken geleitet und von den eigenen Initiatoren vor die Wand gefahren... Die Raffgier hatte auch hier gesiegt...

Ja und selbst Mutter Theresa hat sich mit ihrer unendlichen Barmherzigkeit nur ihre Seeligsprechung und ihren Platz im Himmel erkauft... (Ok, nicht ganz ernst, aber ich war noch so in Schwung...)

Eines hätte ich aber doch schon mal ganz gerne:
Ihr fordert laufend Argumente von mir, Ihr möchtet Eure Argumente entkräftet wissen...
Jetzt nenn mir doch mal einer ein einziges Argument, wo der Irak in den letzten 11 Jahren hat durchblicken lassen, daß er nicht wieder in ein fremdes Land einmarschiert, weiter Massenvernichtungswaffen produziert und damit auch gleich wieder gegen Zivilisten einsetzt...

Ende Teil 1
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Nutzer: Uziel
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geschrieben am: 30.12.2002    um 23:59 Uhr   
Teil 2

Ach ja, und auf meine Anfrage bezüglich Eurer Reaktion auf "Rechtsschwierigkeiten" in Deutschland, die zu milde Bestrafung von Mördern und Vergewaltigern in Deutschland habe ich auch noch nichts gehört...

Eure Reaktion wenn das nächste Flugzeug in die Zeil-Gallerie in Frankfurt einschlägt möchte ich hören, wenn die Antwort der Regierung ist: "Upppssss... Da hat wohl ein Fluglotse zu spät der Bundeswehr Bescheid gesagt, aber soll nicht wieder vorkommen". Hm... Ein Mord an einem Kind mit 15 Jahren bestraft und anschließender Therapie... Zu Recht hier bemängelt... Die Drahtzieher der Anschläge sind noch nicht mal in den Händen der Justiz...

Ich weiß auch nicht, wie oft ich es noch wiederholen soll, daß ich die USA nicht für ein Waisenkind halte. Ist mir auch ehrlich gesagt zu müßig das zu zählen. Genauso wie ich einen Krieg nicht für sonderlich erstrebenswert halte.

Aber das ihr es partout nicht einsehen wollt, daß leider ein paar mehr Gründe für den Militärschlag gegen den Irak im Raum stehen als Dollar für die USA, das ist es was mich die ganze Zeit hier ärgert... Und das wohl auch andere Länder in den Genuß kommen könnten von weiteren Terroranschlägen dieses Ausmaßes verschont zu bleiben, auch das zieht ihr nicht in Betracht. Nein, sturr der Blick auf das böse Kapital gerichtet...

Im Kapitalismus beutet der Mensch den Menschen aus, im Kommunismus ist es genau andersrum...

Für kein Geld der Welt riskieren die USA ein weiteres Vietnam-Trauma wo sie ein paar Bodybags zu viel nach Hause schicken mussten, als die Öffentlichkeit, Gott sei Dank, zugelassen hat... Ein paar mehr Gründe müssen es schon noch sein... Und ein Irakeinsatz ist nun mal nicht mit einer 3-Tages-Sightseeing-Tour in Panama oder Jugoslawien zu vergleichen...

Uziel

Geändert am 31.12.2002 um 00:01 Uhr von Uziel
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Nutzer: Gast_enfantterrible
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geschrieben am: 31.12.2002    um 00:46 Uhr   
(zitat
mich stört nur die Formulierung "humanitäre Maßnahmen"....da klingt so "gut" so positiv. In meinen Augen ist es eher eine sanitäre Maßnahme....quasi nach dem Motto: wo gehobelt wird, muß man für die Späne sorgen...

Für mich ist die Verlegung der Lazarett-Einheiten keine humanitäre Maßnahme sondern ein weiterer Baustein an GeorgeŽs Lieblingsbau: Krieg.(/zitat)

Da geb ich dir recht! Aber leider wird man diesen Krieg wohl kaum verhindern können, weil der werte Herr Bush grade zu paralysiert ist, denn Irak anzugreifen!
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geschrieben am: 31.12.2002    um 00:51 Uhr   
Apropos George, habt ihr von der Kritik von Günther Grass gegen George Bush gehört??
Grass hält Bush als ne "Bedrohung für den Weltfrieden", weil Bush von privaten und familiären Motiven geleitet wird. Der hat noch nen Vergleich mit nem Shakespearedrama gemacht, aber da kann ich mich nicht mehr so 100%ig dran erinnern!
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geschrieben am: 01.01.2003    um 14:19 Uhr   
Wenn man den Medien glauben darf, dürfte ja in diesem Monat (wahrscheinlich am ENde) der amerikanische Angriff auf den Irak beginnen!!! ;(
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geschrieben am: 01.01.2003    um 19:43 Uhr   
Achtung OT !


Hoch lebe die Zensur damit so ein Unfug hier stehen bleiben darf:

(zitat)Ich hatte bewusst DDR geschrieben, denn Englisch war ja glaube ich nicht so gerne gesehen im Ostblock. Und bevor ich den Satz komplett in Englisch schreibe und damit noch irgendwen auf den Gedanken bringen könnte, auch der Ostblock war nur eine Inszenierung der Amerikaner, um einen wirtschaftlichen Konkurenten zu haben (Konkurenz belebt ja bewiesener Maßen das Geschäft) habe ich lieber den Staatsnamen in Deutsch gelassen. Außerdem bin ich auch der russischen Sprache nicht so ganz mächtig und die war ja wohl die erste Wahlmöglichkeit als Fremdsprache in den deutschen Ostgebieten. Mal wieder eine Wahl, wo die Kette am Kugelschreiber so kurz war, daß man nur ganz oben das Kreuz machen konnte... (/zitat)



Wenn hier Bundeswehrangehörige von "deutschen Ostgebieten" schreiben dürfen und dieses von den Moderatoren hingenommen wird, erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar.

BZ

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Nutzer: Gast_enfantterrible
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geschrieben am: 03.01.2003    um 17:30 Uhr   
Fand diesesn sehr interessanten aber leider kurzen Artikel in der Zeitung:


Irak und Nordkorea
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Misst George W. Bush mit zweierlei Maß?

WASHINGTON (RP). George W. Bush kommt aufgrund seiner weichen Haltung gegenüber Nordkorea in Erklärungsnöte. Während der US-Präsident sich gegenüber Bagdad mit Kriegsdrohungen nicht zurückhält, signalisiert er in Richtung Pjöngjang Verhandlungsbereitschaft - obwohl Nordkorea nachweisbar über Atomwaffen verfügt und entgegen internationaler Abkommen sein Atomprogramm wieder aufgenommen hat. Der frühere US-Außenminister Warren Christopher sprach von einer "Fixierung" der Bush-Regierung auf den Irak und forderte sie auf, die Karten auf den Tisch zu legen. Falls sie nicht geheime Erkenntnisse habe, die zeigten, dass das irakische Waffenarsenal gefährlicher sei als bisher bekannt, stellten Nordkorea und der internationale Terrorismus ein größeres Risiko dar als Bagdad.
Auch die US-Lebensmittelhilfe für Nordkorea bleibt unangetastet, obwohl das Weiße Haus unlängst härteste Wirtschaftssanktionen gegen das Regime des Despoten Kim Jong Il angedroht hatte. "Wir benutzen Lebensmittel nicht als politische Waffe", hieß es dazu in Kreisen der US-Regierung. Mal hart, mal weich: US-Präsident Bush.



Diese Frage die in diesem Artikel gestellt wird, stelle ich mich schon seit ner geraumen Zeit, weswegen ich ja auch den Thread hier eröffnet hab!!!
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Nutzer: Uziel
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geschrieben am: 03.01.2003    um 18:11 Uhr   
Tja, was will man denn gegen Nordkorea unternehmen? Ein Staat der über Atomwaffen verfügt, wird sich mit Sicherheit nicht militärisch so ohne weiteres unter Druck setzten lassen. Durch Isolation und Sanktionen nicht, das Alles hat Nordkorea ja schon lange, und militärisch sowieso nicht. Im Falle einer drohenden Zerschlagung des Systems wird dann wohl irgendjemand den Knopf drücken. Und ich muß dazu mal ganz ehrlich sagen, daß ich froh bin, daß G.W.B. jun. dann doch nicht den Cowboy macht, sondern verhandelt.

Die Kuba-Krise währe mit einer Agitationspolitik oder Erstschlagmentalität wohl eher böse ins Auge gegangen. Gelöst wurde sie durch geschickte Verhandlungen und dem nötigen Druck... Da hat JFK ganze Arbeit geleistet.

Uziel
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Nutzer: shalee
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geschrieben am: 31.01.2003    um 01:03 Uhr   
Zwei kurze Einwürfe zu angeführten Argumenten:

a) Selbst Hitler (oh, Autozensur, wie lästig... also der Gröfaz, is klar.) ist auf demokratische Art und Weise an die Macht gekommen. Demokratisch legitimierte Herrschaft rechtfertigt also gar nichts.

b) Saddam und Osama sind nicht besonders gut für eine Kooperation geeignet, da Saddams Partei säkular und nicht religiös-fundamentalistisch ist.
Geändert am 31.01.2003 um 12:16 Uhr von shalee
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Nutzer: Gast_enfantterrible
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geschrieben am: 31.01.2003    um 20:11 Uhr   
(zitat)Zwei kurze Einwürfe zu angeführten Argumenten:

a) Selbst Hitler (oh, Autozensur, wie lästig... also der Gröfaz, is klar.) ist auf demokratische Art und Weise an die Macht gekommen. Demokratisch legitimierte Herrschaft rechtfertigt also gar nichts.

b) Saddam und Osama sind nicht besonders gut für eine Kooperation geeignet, da Saddams Partei säkular und nicht religiös-fundamentalistisch ist. (/zitat)

a)Adolf H war legitimierter Reichskanzler 1933, aber die entdemokratisierung des deutschen Staates entlag keiner Legitimation, daß sie durch Druck und Terror erzwungen wurden. Das Reichspräsidentenamt hat Hitler sich auch nach dem TOde Hindenburgs einfach angeeignet. Hitler hatte ja schon vorher einmal versucht Reichspräsident zu werden, aber er verlor ja damals gegen Hindenburg die Wahl!!
Also von daher kann ich deine Aussage so ganz und gar nicht stehen lassen, dass demokratisch legitimierte "Herrschaft" gar nichts rechtfertigt.
(Wenn du weitere Beispiele willst, frag nur danach!! Ich erspar euch und mir das jetzt, weil wir Freitag Abend haben! ;)) )

b) der Unterschied ist richtig, aber beide einen sich in ihrem starken Hass gegen Amerika doch so sehr, daß solche Unterschiede von minderer Bedeutung sein dürften!! Schwere Zeiten erfordern halt ungewöhnliche Massnahmen!!
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Nutzer: micovitch
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geschrieben am: 01.02.2003    um 02:24 Uhr   
Sprechen wir doch mal von Georgies Legitimation

Al Gore haben 586.000 US Amerikaner mehr gewählt als den lieben Geschichten erzählenden, rüstungskassenaufstockenenden uncle Bush.

Das ist schon schwer legitim, jaja...

Ich hätte nen Vorschlag, er soll sich mit dem Papst versöhnen, sich selbst zum Kaiser Kröhnen und seinen Napoleonkomplex für seine hegemonialen Ambitionen verantwortlich machen.

Ein Argument hat mir sooo nicht ganz gefallen. Zumindest nicht voll. Kam glaub ich von Uziel. Bin aber gerade zu müde zum Suchen.

Wages zitat:
"Jeder Staat handelt nach ökonomischen Interessen; es gibt mehr Gründe als nur den Mamon im Irak zu intervenieren; Saddam hat nie die Gedanken aufkommen lassen, dass er keine territorialen Ziele mehr verfolgt."

1.Kann man so nicht ganz stehen lassen. Sicher hast du recht, dass jeder Staat volkswirtschaftlich Interessen verfolgt, wohl war. Das amerikanische System ist allerdings momentan ein System des reichsten hundertstels der USA. Mir fehlt die Repräsentativität des Systems. Öl und Waffenlobbies sind weit aus einflussreicher, als politische Organisationen. Die Parteienlandschaft; Nun es gibt keine Einheitspartei, aber kann mir einer den Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern heute noch erklären. Der Sinn einer Parteizugehörigkeit liegt allein im Machtinteresse, es gibt kaum Überzeugungstäter wie in Dt. Auch gibt es keine Farbparteien, wie bei uns SED o. sorry PDS, die Grünen und die FDP.
1783 glaub ich trat glaub ich die erste Amerikanische Verfassung in Kraft, die zwar in überarbeiteter Weise auch noch heute gilt. Das erachte ich aber nich unbedingt, als zeitgemäß und Repräsentativ für ein Land, das damals 3.5mio heute 280mio Einwohner hat. Nicht wirklich oder. Die Gefahr, die momentan durch diese Konstellation in den USA entstanden ist solltest du nicht unterschätzen. Und ich weiß, du hältst die USA nicht für einen Waisenknaben, aber manchmal sind sie näher am Verbrecher, als es den Anschein hat.

2. Nach dem Ž91 Krieg ist die Schlagkraft Husseins auf ein Drittel der numerischen Stärke und ein Hundertstel der militärischen Stärke dezimiert worden.
1998 erklärte der damalige Chefinspektor der Un, dass der Irak keine Bedrohung mehr darstelle und beinahe Waffensauber ist.


Warum ist dieses Land aber trotzdem so interessant und warum scheißt sich Geogie Boy, mit einer Armee, die seit 91 wesentlich an militärischer und numerischer Stärke gewonnen hat, vor einer Fliege in die Hose.
Saddam ist ein Zocker, er weiß wie weit er gehen kann. Hunde, die bellen beißen nicht. Er ist kein Märtyrer, kein Idealist, er ist ein kleiner verfickter egozentrischen Wixer, der einen Teufel tun wird, die USA real herauszufordern und militärisch Aktiv wird. Im Notfall hat er an nur einem Tag ausgeschissen, das weiß er. Er will nicht sterben und er will nicht seine Macht verlieren. Er wird sich mit allem was er hat an seinen Thron klammern.

Wird er allerdings in die Ecke gedrängt, wie es jetzt der Fall ist, denke ich will er mit einem lauten Knall verschwinden. Der Krieg könnte ihm den Anlass geben seinen Abgang auch noch zu zelebrieren und letztenendes alle Befürchtungen wahr werden lassen. Dann ist er fähig und gewillt auch Massenvernichtugswaffen einzusetzen. Ein guter Freud von mir ist in der US Armee und, verfickt, mir geht der Arsch auf Grundeis, wenn ich weiß, dass er in den Einsatz gegen einen angeschossenen Keiler gehen muss.

Geändert am 01.02.2003 um 02:28 Uhr von micovitch
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Nutzer: Uziel
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geschrieben am: 01.02.2003    um 11:49 Uhr   
Zu micovitch:

Mit Sicherheit hast Du recht, daß die Politik in den USA durch Interessengruppen geprägt wird (Öl, Waffen, etc.). Keine Frage...

Aber es waren nicht nur die Lobbyisten zur Wahl zugelassen, sondern jeder amerikanische Staatsbürger. Auch in Deutschland verhält es sich nicht anders, daß die großen Parteien natürlich durch Ihre Interessengruppen unterstützt werden und somit auch indirekt Einfluß auf den Regierungskurs haben. Das sollte aber der mündige Bürger, dem das Wahlrecht zugesprochen wird, wissen, wen er mit seiner Stimme "mitwählt". Das ein mittelständischer Unternehmer nicht die SPD wählen sollte, auch wenn ihm ein Schröder menschlich noch so gut gefällt, sollte einleuchtend sein, bei einer "Gewerkschaftspartei"...
(Das diese "Klassifizierungen" heute nicht mehr strikt gelten, weiß ich auch...)

Anders sieht es auch in den USA nicht aus. Wenn ich mir mal den Kopf mache und hinterfrage, woher die Wahlkampfmittel für die Republikaner kommen, weiß ich auch, was ich für die nächste Legislaturperiode in Kauf nehme. Aber tiefgründiges Hinterfragen und Beschäftigen mit politischen Hintergründen ist ja leider in unserer degenerierenden Spaßgesellschaft "out" geworden...

Zum Irak:

Wie weit Saddam gehen kann, wenn man ihn in Ruhe lässt und er seine Waffenprogramme durchziehen kann, sieht man jetzt am Beispiel Nordkorea, die nicht mehr durch irgendwelche politischen Winkelzüge unter Druck gesetzt werden können, da ihre Position durch den Besitz von Nuklearwaffen zu groß geworden ist. Sollte Saddam erstmal in den Besitz von derartigen Waffen kommen, dann ist ihm ein Abgang mit einem "großen Knall" erst ermöglicht worden.

Seit wann lässt Saddam denn wieder Waffeninspekteure ins Land? Erst seit er sich wieder im Fokus der USA wiedergefunden hat... Und nicht durch eine göttliche Eingebung...


Uziel
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Nutzer: micovitch
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geschrieben am: 01.02.2003    um 14:16 Uhr   
hmm, naja.... was wahres dran!

Wahlen in den USA! Ein paar Infos zur letzten Wahl noch, vielleicht auch schon bekannt. Al Gore wurde numerisch von 586.000 Amis mehr gewählt als Bush. Die Wahlbeteiligung lag bei 50% der Wahlberechtigten. Außerdem wurden in Florida Vorbestrafte nicht zur Wahl zugelassen(Ladendiebstahl & Verkehrsvergehen.... Florida war der entscheidende Staat, wie ihr euch sicher noch erinnert), d.h. 1/3 aller Farbigen Floridas durften nicht wählen. Und von denen hätte keiner KKK gewählt, ähm ich mein Bush!
Also, recht hast du damit, dass bei, durch demokratischen Mehrheitsentscheidung, erlangte Rechte, vom Volk bestimmt werden. Ich möchte aber die Repräsentativität dieser Wahl nicht mit einer Wahl innerhalb der BRD vergleichen, das geht gar nicht.

-du kennst glaub ich "stupid white men" von Michael Moore, hab ich irgentwo mal gelesen, glaub ich. ...wenn nicht tu dir das Buch an, voll gut geschrieben und was für die Badewanne, voller Sarkasmus und ... naja man könnte lachen, sollte es eigentlich nicht.

-anderes Buch "Die Einzige Weltmacht(the grand chessboard)" von Zbigniew Brzezinski 1997. Ein Buch über die geopolitische Orientierung der USA. Zbigniew Brzezinski war Sicherheitspolitischer Berater von Carter und ist heute noch dabei. Er erklärt die Wichtigkeit, dieser Region für die geopolitische Zukunft der Staaten, ohne den Hintergrund des 11. Septembers (autentisch ohne den Bezug zur Realität zu verlieren; kein Anti-Bush Treiber, rein objektiv). Auch dieses Buch würd ich mir antun.

Nächstes...
Warum sind die Inspektoren verschwunden im Irak? 1998 wurde der Irak als "ungefährlich" und "sauber" verlassen. Sie wurden defakto nicht des Landes verwiesen, sie durften nur nicht wieder rein. Der CIA fand heraus, dass Hussein sich wieder mit dem Einkauf, potentiell verwendbaren Materials, beschäftigte und drängt schon seit 2000 wieder absolut auf die Inspektionen, die die Un-Resulution schließlich auch fordert.
Saddam markierte den Dicken. Er ist antiamerikanisch, die Amis sind an allem schuld und "die lass ich auch nicht mehr in unser Land, Ätsch". Er trieb Hetzerei gegen den Westen beim Volk und unterstrich seine Macht mit dem Nein zu erneuten Inspektionen. Dass er jetzt kuscht, ist doch nur ein Zeichen für seine Angst, wäre er wirklich derartig gefährlich, hätte er nicht gekuscht, keine Inspektionen zugelassen, es auf einen Krieg ankommen lassen und mit allem geballert was er hat. Er hat gepokert und verliert scheints, weil der Blöff der Jungs in Blau, rot, weiß kein Blöff war und Mann, er hat mal ein scheiß beschissenes Blatt auf der Hand.
Er ist eine Fliege und kann niemanden defakto ans Bein kacken.

Zusammenfassung:
Saddam ist eine kleine, pokerspielende Fliege, mit schlechten Blatt, die sich, 3mm über der Wasseroberfläche, mit einem fliegenfressenden Hecht nicht anlegen möchte. In Saddams Umgebung muss es furchtbar stinken, der scheißt sich mal sowas von die Hose.

Geändert am 01.02.2003 um 14:25 Uhr von micovitch
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geschrieben am: 01.02.2003    um 15:55 Uhr   
Zu micovitch:

Ich kenne beide Bücher. Ich spreche Dir auch gar nichts ab. Entscheidend ist für mich nur folgendes:

Saddam hat diese Waffen !!noch!! nicht, deswegen kann man ihn noch unter Druck setzen. Aber die Programme laufen und wenn die abgeschlossen sind, ist es komplett vorbei mit dem Frieden. Das er jetzt stückchenweise und auch nur scheinbar einlenkt passt genau in das Spiel, daß er immer gespielt hat: Zeitschinden. Ein geschicktes Taktieren aus Zusagen und Blockade. Das Ziel: Zeit gewinnen und möglichst vielen, die sich nicht die Mühe machen hinter die Kulissen zu blicken, auf seine Seite des armen, mißverstandenen, reuigen Sünders zu ziehen, der von den bösen USA bedrocht wird.

By the way:

Warum intervenieren Deutschland, Frankreich und Russland gegen einen Irak-Krieg? Vielleicht weil sie noch Milliardensummen von Saddam zu kriegen haben für die Miliärlieferungen vom Irak-Iran Krieg... Wenn das Regiem Saddam gestürzt ist, hat es sich was mit der Bezahlung. Oder vielleicht weil eine französiche Raffinerie der Hauptabnehmer von irakischem Öl ist? Auch heute noch, und damit die Sanktionen gegen den Irak unterminiert und Saddam Luft zum Leben gibt...

Mal daran gedacht, daß die Kriegsbefürworter die selbe Motivation treibt wie die Kriegsgegner?

Die Demonstranten auf den Strassen sind nur Handlanger ihrer jeweiligen Regierung. Mehr nicht...

Uziel

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geschrieben am: 01.02.2003    um 18:59 Uhr   
Mythos 1: Der Irak besitzt Massenvernichtungswaffen und strebt den Bau weiterer solcher Waffen an. Wenn man ihn nicht unter anderem durch Wirtschaftssanktionen daran hinderte, könnteder Irak seine Nachbarn bedrohen und würde das auch tun.

Laut dem früheren UNSCOM-Chefinspekteur Scott Ritter "ist der Irak von einem qualitativen Standpunkt aus gesehen abgerüstet. Der Irak besitzt heute keine nennenswerten Massenvernichtungswaffen mehr." Während es sicherlich möglich ist, daß der Irak den Grundstock zum Wiederaufbau des ihm unterstellten Arsenals hat, verwies Ritter darauf, daß der Irak derzeit nicht zur Produktion oder Aufstellung chemischer, biologischer oder nuklearer Waffen imstande ist.

Die Vereinigten Staaten fingen erst 1990, nach der Besetzung Kuwaits, an, sich über das militärische Potential des Irak Sorgen zu machen. Die meisten der Waffen des Irak stammen aus den USA. Nur einen Tag vor dem Einmarsch des Irak in Kuwait billigte und unterzeichnete der damalige Präsident George Bush eine Lieferung moderner Datenübermittlungssysteme an Bagdad. In den 80er Jahren waren die USA und Großbritannien die Hauptlieferanten chemischer und biologischer Waffen an den Irak – also während des Iran-Irak-Krieges, in dem die USA beide Seiten mit Waffenverkäufen unterstützten.

Von all dem abgesehen besitzen die USA mehr jederzeit einsatzbereite Atomwaffen als der Rest der Welt zusammen. Viele Iraker halten es für unredlich von den USA – die doch selbst das weltweit größte Kernwaffenarsenal besitzen, sich weigern, internationale Abkommen einzuhalten oder ihr Waffenprogramm von internationalen Experten inspizieren zu lassen, und die außerdem das einzige Land der Welt sind, das je eine Atombombe eingesetzt hat –, dem Irak vorschreiben zu wollen, was er produzieren darf und was nicht. 1998 und 1999 bombardierten die USA vier Länder, nämlich Serbien, Irak, Sudan und Afghanistan. Jedesmal verletzten sie dabei das Völkerrecht.

Mythos 3: Im Gegensatz zu den USA hat der Irak UN-Resolutionen verletzt.

Paragraph 14 der UN-Resolution 687 fordert als Grundlage für die Reduktion des irakischen Arsenals eine Abrüstung der gesamten Region. Mit der Aufrüstung der nahöstlichen Nachbarn des Irak verstoßen die USA gegen eben die Resolution, mit der sie die Aufrechterhaltung der Sanktionen rechtfertigen. Israel besitzt mehr als 200 thermonukleare Waffen und hat gegen zahlreiche UN-Beschlüsse verstoßen, doch gegen diese Verletzung des internationalen Rechts haben die USA vor der UNO bisher nicht ihre Stimme erhoben.

Während die USA behaupten, durch Vernichtung des irakischen Waffenarsenals den Frieden im Nahen Osten voranzubringen, setzen sie gleichzeitig die Aufrüstung der Nachbarn des Irak fort. Die Liste der Käufer amerikanischer Militärtechnologie – im Nahen Osten wie anderswo – liest sich wie ein "Who is Who" von internationalen Terroristen, Menschenrechtsverletzern und Diktatoren. Die USA versorgen Israel, Ägypten, Saudi-Arabien, die Türkei und Iran mit Waffen und Technologie. Sie alle sind Nachbarn des Irak und stellen eine potentielle Bedrohung seiner Grenzen dar. US-Firmen lieferten die meisten der Waffen, die vom indonesischen Militär bei der Invasion und Besatzung Osttimors verwendet wurden.

Original aus: Iraq Under Siege. The Deadly Impact Impact of Sanctions and War, Hrsg. Anthony Arnove (Cambridge: South End Press, 2000), Seiten 67 - 75.



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geschrieben am: 01.02.2003    um 19:28 Uhr   
Zu bestform:

Erstens fehlt zwischen dem Mythos 1 und 3 der 2. Mythos...
Aber egal, wir streiten hier ja nicht um formale Dinge...

1. Für den Bau von chemischen oder biologischen Waffen braucht man weder ein großartiges Programm noch irgendwelche anderen großartigen Dinge. Ein guter Biologie- /Chemiestudent und Gerätschaften die weltweit im Versandhandel zu beziehen sind reichen aus. Vielleicht kann man damit nicht den "globalen Killer" produziern, aber für ein paar tausend Zivilisten reicht es aus...
Beruhigende Vorstellungen sind das nicht.

2. Der Irak war / ist im Besitz von B & C Waffen. Für die Vernichtung dieser Waffen hat der Irak bis heute keinen Beweis vorgelegt.

3. Ich erwähnte es bereits in einem anderen Thread mit einem ähnlichen Thema: Irgendwelche zitierten Artikel oder Buchauszüge besitzen weder Beweis- noch Aussagekraft, da sie nur die Meinung eines Einzelnen widerspiegeln. Völlig subjektiv und ohne irgendeinen Bezug. Das verschiedene Menschen mit grundverschiedenen Meinungen zu einem Thema völlig verschiedene, glaubwürdig klingende Artikel verfassen können, erleben wir jeden Tag...


Uziel
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geschrieben am: 01.02.2003    um 20:03 Uhr   
zu uziel:

für dich auch der Mythos 2

Mythos 2: Die Kampfflugzeuge der USA und Großbritanniens, die die "Flugverbots"-Zonen überwachen, schützen irakische Minderheiten. Seit Ende der Bombenkampagne vom Dezember 1998 gab es in diesen Regionen keine "Kollateralschäden".

Seit der "Bombenkampagne" gegen Irak im Dezember 1998 haben britische und US-Kampfflugzeuge angeblich zum Schutz der Kurden im Norden und der Schiiten im Süden Tausende von Einsätze über den nördlichen und südlichen "Flugverbots"-Zonen geflogen. Den Militärs zufolge überwachen sie den irakischen Luftraum, damit der Irak nicht wie während der 80er Jahre seine eigene Bevölkerung angreifen kann. Während die UN-Resolutionen in der Tat den Schutz irakischer Minderheiten fordern, gibt es dort keine Bestimmung zur militärischen Durchsetzung der Zonen.

Nach Angaben des UN-Büros des Koordinators für humanitäre Hilfe im Irak haben die US-amerikanischen und britischen Flugzeuge Dutzende von unschuldigen Zivilisten getötet und eine Vielzahl von weiteren verletzt. So tötete am 25. Januar 1999 eine Lenkrakete beim Einschlag in ein ziviles Wohnviertel in Basra mehr als zehn Menschen. Während das Pentagon sämtliche zivilen Opfer abstreitet, beschreiben Augenzeugenberichte Zusammenstöße, bei denen zahlreiche Kinder und Familien verletzt und getötet wurden, wenn britische und US-Bomber ihre Ziele verfehlten.

Während die USA behaupten, die Kurden im Norden vor der irakischen Regierung zu schützen, rühren die USA keinen Finger, wenn die Türkei in die "Flugverbots"-Zone über Irak eindringt, um kurdische Dörfer zu bombardieren – denn die Türkei ist ja ein Verbündeter der USA.

Die Bombardierung erschwert ferner auch die humanitären Bemühungen der Vereinten Nationen. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen mußten ihre Reisen in kurdische und schiitische Regionen stornieren. Außerdem wurden viele Zivilisten irrtümlicherweise verletzt, was eine weitere Belastung der Krankenhäuser darstellt, die ohnehin schon mit einer niederschmetternden Last von Krankheiten und vermeidbarem Leiden konfrontiert sind.


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geschrieben am: 01.02.2003    um 20:04 Uhr   
uziel:

zu deiner 1:

ist die Konsequenz nun, daß irak keine biologie- /chemiestudent haben und diverse Gerätschaften mehr besitzen darf?

zu deiner 2:

Ritter: Wenn Sie den Bericht der IAEO aufmerksam lesen, dann steht da drin, daß der Irak keine nuklearen Waffenkapazitäten hat. Die IAEO hat die falsche Interpretation des Weißen Hauses öffentlich dementiert.

konkret: Papiere aus dem Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS) gelten in der Regel als zuverlässig. Auch das IISS warnt vor einer atomaren Bedrohung durch Saddam Hussein.

Ritter: Der IISS-Bericht basiert nicht auf Fakten, sondern auf Spekulationen. Schon die Wahl der Worte ist bezeichnend. Der Irak "könnte bald Atomwaffen haben", heißt es da. Oder der Irak "könnte dies machen" oder "würde vielleicht" jenes tun. Alles unbewiesene Hypothesen, die um so gefährlicher sind, als sie von Washington als angeblich bewiesene Wahrheiten verbreitet werden.

konkret: Und Ihre Behauptungen sind keine Spekulationen?

Ritter: Die UN-Waffeninspektoren hatten bis 1996 zwischen 90 und 95 Prozent der irakischen Programme für Massenvernichtungswaffen zerstört. Allein für das Atomwaffenprogramm müßte Bagdad Milliarden-Dollarbeträge investieren, um auf den Stand von 1991 zurückzukehren. Das würde entdeckt werden. Aber nicht alles Nuklearmaterial, das angeblich im Besitz des Iraks war, wurde gefunden. Material übrigens, dessen Existenz für uns nie gesichert war. Der IISS-Report geht jetzt einfach davon aus, daß Bagdad dieses Material noch hat. Und das gleiche gilt für die angeblichen chemischen und biologischen Waffen. Ich weiß genug von der Materie, um die Quellen zu kennen, die benutzt wurden. Es ist die Art, wie die Autoren zu ihren Ergebnissen kommen, die mir Angst macht.

konkret: Warum?

Ritter: Da ist etwa Kay Taylor, der Leiter des Washingtoner Büros des IISS und wie ich ein ehemaliger UN-Waffeninspektor. In einem Radiointerview sprach er von einer kleinen Impfstoffabrik, in der das Regime kleine Mengen von Botulinum hergestellt haben soll. Angeblich ist dort auch das Anthrax-Labor von Saddam Hussein angesiedelt. Das Problem ist nur: Taylor behauptet, daß diese Fabrik, die von den Waffeninspektoren zerstört und inzwischen wiederaufgebaut wurde, heute wieder biologische Kampfstoffe herstellt. Er hat zugegeben, daß er dies nicht mit Sicherheit weiß. Ihm genügt es, daß die Iraker theoretisch dazu in der Lage sein könnten.

konkret: Und die chemischen Waffen?

Ritter: Die angebliche Produktion des gefährlichsten Nervengifts VX in kristalliner Form haben wir nie beweisen können. Wir haben Tabun und Sarin gefunden. Beide Kampfstoffe verlieren selbst unter perfekten Lagerbedingungen in fünf Jahren ihre Wirkung. Wir haben die irakischen Tabun- und Sarinfabriken zerstört. Und selbst wenn es da einen nicht entdeckten Rest chemischer Waffen gab, wäre der heute wertlos. Das würde übrigens so ähnlich auch für biologische Kampfstoffe gelten.

konkret: Aber könnte es nicht sein, daß der Irak heimlich die Produktion solcher Waffen wiederaufgenommen hat?

Ritter: Bis 1998 haben die UN-Inspektoren keinen solchen Versuch des Iraks entdeckt, die Chemiewaffen-Produktion wieder zu beginnen. Daß wir uns da recht verstehen: Ich teile die Sorgen, daß etwa Düngemittelfabriken ohne die dauernde Kontrolle der UN-Inspektoren schnell wieder umgerüstet werden könnten. Aber wir können doch nicht einen Krieg beginnen, weil wir glauben, daß der Irak etwas getan haben könnte. Bush muß beweisen, daß genau das geschehen ist.

aus In der Oktoberausgabe der Zeitschrift "konkret" (Heft 10/2002)

zu deiner 3:

fakten sind keine meinung.


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geschrieben am: 01.02.2003    um 21:31 Uhr   
Zu bestform:

Du hast nicht verstanden worauf ich hinaus will:
Der Author / Interviewpartner den Du zitierst, stellt Thesen in den Raum, er widerspricht anderen Personen, Berichten. Er legt aber weder Beweise für seine Thesen vor, noch entkräftet er die Aussagen von anderen. Er sagt es einfach nur. Mehr nicht. Das meine ich im Bezug auf die Aussagekraft... Reden könne viele... Eine ganze Menge sogar...

Wenn der Meinung Ritter's nach C & B Waffen nach 5 Jahren ihre Wirkung verlieren, dann bleibt die Frage, warum der Chefinspekteur Blix, der ja gar nicht so sehr nach dem Geschmack der USA ist, immer noch 65000 C-Granaten sucht...

Ach ja... zur Haltbarkeit:
Bacillus anthracis ist ein stäbchenförmiges Bakterium, das in der Umwelt nur eine sehr kurze Lebensdauer aufweist. Allerdings ist es in der Lage, in ein "inaktives" Stadium überzugehen, man spricht von Sporenbildung. Diese Sporen haben eine sehr lange Lebensdauer. Sie können Jahrzehnte im Boden überleben. In der richtigen Umgebung werden sie wieder aktiv und beginnen, sich zu vermehren. Daher ist der Milzbrand-Erreger sehr gefährlich. Im 2. Weltkrieg wurde von den Briten auf der schottischen Insel Gruinard der Milzbrand-Erreger als biologischer Kompfstoff getestet. Die Insel ist heute noch so stark mit dem Erreger verseucht, dass das Betreten strikt verboten ist.


Uziel
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geschrieben am: 01.02.2003    um 22:20 Uhr   
(zitat)Er legt aber weder Beweise für seine Thesen vor, noch entkräftet er die Aussagen von anderen.(/zitat)

diese "beweise" vermisse ich mehr von den zum krieg treibenden nationen.

ob es 65000 granaten sind ist übrigens auch nicht belegt oder?

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