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geschrieben am: 14.11.2003 um 10:51 Uhr
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(zitat)dieses land gehörte davor nicht den palästinensern sondern den briten, bzw. irgendwelchen reichen sheiks in damaskus. die JA (jewish agency) kaufte dieses land von diesen sheiks und schlussendlich entschied die UNO mit eindeutiger mehrheit (dank der vereinten stimmen des Westens und des Ostens) das das land aufgeteilt werden sollte. die israelis akzeptierten, die palästinenser und die arabischen länder riefen zum krieg auf und verloren...sprich sie haben ihr land selbst verloren(/zitat)
Mal ein kleiner Exkurs in Geschichte:
Palästina wurde 7000 v. Chr. (in Worten: siebentausend, gemeint sind Jahre) das erste mal durch die Gründung Jerichos, der ältesten Stadt der Welt (!), erwähnt. Damals gab es weder Briten noch Israelis. Auch keine Scheichs. Und kein Damaskus... ;-)
Die Pharaonen eroberten das Land, das wegen seiner Fruchtbarkeit und wegen seines Reichtums an Bodenschätzen sehr begehrt war, ca. 2800 Jahre vor Christus. Um 1500 vor Christus machten es die Ägypter zur Provinz. Und schon satte 1225 Jahre vor Christus ließen sich erste israelitische Stämme dort nieder. Vielleicht haben sie ja deswegen das Recht, die Palästinenser zu vertreiben.
Aufgrund antisemitischer Tendenzen in ganz Europa und der Vertreibung der Juden von dort entstand die Idee des Zionismus. Er sollte einen Staat schaffen, der den Juden eine „nationale Heimstätte" bieten und sie zu einer Nation wie jeder anderen machen sollte, um dadurch dem Antisemitismus seine Basis zu entziehen.
Nach der Niederlage des Osmanischen Reiches und dessen Auflösung (1920/22) wurden die arabischen Völker, mit Ausnahme des Higaz, nicht in die Unabhängigkeit entlassen, sondern auf Veranlassung des Völkerbundes einer englischen bzw. französischen Mandatsregierung unterstellt. So bestimmte von 1922 an der britische Hochkommissar und Anhänger des Zionismus Sir Herbert Samuel die Geschicke Palästinas. Unter seiner Regierung konnte die zionistische Bewegung gezielte politische und wirtschaftliche Maßnahmen ergreifen, die eine fortschreitende Konsolidierung der eingewanderten Juden in Palästina ermöglichte. Der überwältigenden Mehrheit im Lande hingegen - 1922 machen die Palästinenser 88 % der Bevölkerung aus - wurde die Mitsprache bei den politischen Entscheidungen verweigert.
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Eine Mandatsregierung, verstehst du ? Von gehören in Bezug auf die Briten kann nicht die Rede sein. Und die Teilung Palästinas 1947 wurde mit 33 zu 13 Stimmen beschlossen, bei 10 Enthaltungen. Wahrhaft ein "deutliches" Ergebnis. Noch ein paar Details: 609 000 Juden erhielten 56% des Bodens (fruchtbare Küstenregion), wohingegen 1,38 Mio. Palästinensern nur 42% zugesprochen wurde.
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Ich habe im Gegensatz zu dir versucht, Fakten zu bringen und möglichst nicht zu interpretieren. Aber ich will es doch mal versuchen.
Daß die UNO (die übrigens, wie schon von mir erwähnt, die Israelis 1967 zum Rückzug aus den eroberten Gebieten aufforderte), bedingt durch die Einwanderung der Juden nach Palästina und die zahlenmäßig schon sehr starke Penetration des Landes 1947, eine politische und diplomatische Entscheidung treffen mußte, ist für mich arschklar. Oder hätten sie einige hunderttausend Juden wieder ausweisen sollen ? Und daß die israelischen Juden diese Entscheidung nur zu gerne akzeptiert haben, da ihnen vorher gar nichts gehörte, ist auch klar.
Nun zu dem, was sich deiner Meinung nach ändern muß. Ich gebe dir in fast allen Punkten recht, da ich eh keinen Nationalstolz habe und es mir egal ist, wo jemand herkommt, oder welcher Religion er angehört. Ich habe zuerst grundsätzlich Respekt vor jedem Menschen. Das mag sich ändern, wenn ich ihn näher kennenlerne... ;-)
Was ich nicht leiden kann, ist übertriebener religiöser Fanatismus, der heutzutage allzu deutlich von Muslimen betrieben wird, meiner Meinung nach.
Was ich nicht ohne weiteres akzeptieren kann, ist, daß deutsche Firmen heute noch Entschädigungszahlungen leisten, weil Juden im 3. Reich für diese Firmen, wohlgemerkt unter anderer Führung, Zwangsarbeit verrichten mußten. Worin besteht die heutige aktuelle Belastung der Juden in Bezug auf diesen damaligen Umstand ? Habe die Kinder und Enkel der damaligen geknechteten Juden dadurch schlechtere Voraussetzungen, ihr Leben zu meistern ?
Die moralische Schuld, die die Deutschen im 3. Reich auf sich geladen haben, ist unumstritten. Aber was ich mit 34 Jahren ohne Beteiligung an diesen Greueltaten gutmachen soll, ist mir schleierhaft. Ich empfinde für mich selbst weder Schuld noch Scham.
Gruss Azze
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