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geschrieben am: 23.04.2000 um 01:29 Uhr
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Sarai1!
So eine ähnliche "Antwort" (zumindest Anfangs) habe ich schon mal ge-
schrieben, irgendwo bei Poesie u.s.w - Titel "Philosophie" (ich weiß
nur noch die Nummer des HTML-Files: 000303.html).
Ich meine, der menschlichen Verstand ist überhaupt nicht in der Lage
die Fakten zu begreifen, selbst wenn sie ihm jemand erzählt. Der Mensch
ist für irdische Verhältnisse gemacht, er kann 3 Dimensionen und die
Zeit wahrnehmen. Aber das reicht [b]mit Sicherheit[/b] nicht aus, für
[b]die Erklärung[/b]. (siehe Vero*)
Du hast Gott gefunden. Vielleicht kannst du mir und den anderen Zweif-
lern auch dazu verhelfen: Wir würden ja so gerne glauben...
Aber ich bezweifel (mit Bedauern), daß du uns überzeugen kannst.
Hey Sam!
Mann! Bist du gebildet. Augustinius! [b]Ach was![/b] (loriotartig
ausgesprochen ). Ich armer Hauptschüler muß da passen...
...aber an Vero* reichst du wohl nicht heran...
Elanda!
Wozu muß man die Bibel kennen, um über Gott nachzudenken. Ich habe ein-
mal begonnen sie zu lesen (AOK-Hotel, Langeweile): Die Genesis ist echt
toll (richtig poetisch), aber danach kam nur noch "...zeugte...zeugte
...zeugte u.s.w.).
Overon!
Eigentlich sollte man ja meinen, das Gläubige niemals psychische
Probleme und eine stoische Ruhe haben. Das ist aber definitiv
[b]nicht[/b]
so.
Erzähler!
...du warst ja wirklich mies drauf...
Metaphysik: Kinder, die nicht lesen können, halten ernst ein Buch vor
sich und sagen, was sie wollen, daß darin steht.
Otto Stössl |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 02:03 Uhr
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Wildwesthero -
Nicht ich habe Gott gefunden, sondern er mich! Zudem möchte ich nochmals ganz deutlich sagen: Ich selbst bin erst am Anfang eines langen Weges, auf der Suche nach der Wahrheit, von der ich einen Bruchteil bereits habe erfahren dürfen.
Wenn überzeugen, dann höchstens mit Logik - das Ueberzeugen mit vielen Worten oder süssem Gesäusel übernehmen schon all die sogenannten Christen...und die werden irgendwann dafür grade stehen müssen!
Doch, ich denke durchaus, dass es dem Menschen bestimmt und auch verheissen ist, dass er die ganze Wahrheit, vom Anfang bis zum Ende, erfahren soll.
Wir alle, alle Menschen wollen doch die Wahrheit verstehen und wissen, wie es denn nun WIRKLICH ist...woher kommen wir, wohin gehen wir; was ist nach dem Tod; gibt es Engel, gibt es die Hölle oder das Paradies...?
Und Fakt ist doch auch, dass es nur EINE Wahrheit gibt, wie es war und ist und sein wird.
Stellt euch aber nun mal vor, irgendjemand erfährt tatsächlich diese Gnade und wird, sei es durch einen Engel oder einen Propheten oder von Gott selbst, in diese Wahrheit geführt mit dem Auftrag, den anderen Menschen diese Wahrheit weiterzugeben...
Was denkt ihr, wie viele würden es ihm glauben?
Wie viele würden zuhören?
Und - wie viele würden diesen Menschen wohl für einen total abgedrehten Spinner halten, "einer von vielen"..?
Oder würde er überhaupt so weit kommen, mit Menschen zu reden, bevor er in die Klapsmühle gesteckt würde...auch dort einer unter vielen, die behaupten, ihnen sei Gott erschienen?
In der ehrlichen Hoffnung,den einen oder anderen Gedanken angeregt zu haben...
Sarai |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 10:40 Uhr
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an madnes...
ist das "an-nichts-glauben" nicht auch schon wieder ein Glaube?
[i]das nur mal so am Rande bemerkt[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 13:52 Uhr
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[b]EXPERIMENT[/b]
Search über Altavista: [b]gott.gif[/b]
. Antwort: [b]171 [/b]Seiten (schaue natürlich nicht überall nach)
. Links + Bilder auf die Schnelle:
Link
Link
Link
Link
Link
Link
So, nun mag ich nicht mehr. Mal gucken, wie sich das anschaut. Wahrscheinlich gibt es also Gott - wenn sooo viele *.gifs vorhanden sind.
vero
PS:samy: Glücklicherweise entlastet mich Deine Art der Auflockerung auch etwas!!!
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geschrieben am: 23.04.2000 um 15:12 Uhr
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Ich glaube an nichts, alles ist heilig.
Ich glaube an alles, nichts ist heilig... |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 15:55 Uhr
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Sam - ich sehe, dass Du Dir einige Gedanken gemacht hast...find`ich wirklich erfreulich, denn heutzutage sind die Menschen viel zu schnell bereit, "vorgekaute" Lösungen anderer anzunehmen ohne sie zu hinterfragen.
Doch - man kann göttliches mit Logik oder Klarheit erklären - jedoch muss beim Zuhörer die Bereitschaft da sein, zuzuhören und sich ernsthafte Gedanken zu machen...und gegebenenfalls "alte" Meinungen zu revidieren und neue anzunehmen.
Wenn also jemand jeden Versuch einer Erklärung gleich mit einem Scherz abtut und gar nicht bereit ist dazu, zuzuhören,kann man auch mit der klarsten Logik nichts bewirken.
Verstehst Du, was ich meine?
Ich merke anhand Deiner Aussagen, dass Du vielfach versuchst,Antworten wissenschaftlich zu beantworten oder zu stützen...jedoch ist die Wissenschaft wider geistige Gesetze und kann somit göttliches nicht "beweisen"...eher ist es das Ziel der Wissenschaft, göttliches und somit auch den Glauben daran zu widerlegen und zu zerstören.
Ich bin vielleicht die Antwort wegen der "Erschaffung" Gottes falschherum angegangen - es ist vielleicht besser verständlich, wenn ich es also formuliere:
IM "Alles" war das "Nichts" (sonst wäre es ja nicht alles..)- und diese Leere hat wohl eine Begrenzung, denn wenn Du ein leeres Zimmer oder Raum hast, ist dieser zwar leer, aber umgrenzt.
(In diese "Leere" hinein wurde dann später die Erde gesetzt...und alles drumherum war Gott-so von wegen den Dimensionen und so...unsere menschliche Vorstellungskraft übersteigend..!)
Warum das "ich bin" angefangen hat zu sondieren, ist auch erklärbar: Jedem Gedanken "Ich bin" folgt automatisch der zweite "Was bin ich"...es war also ein Prozess bis dann hin zum aussortieren solcher Gedanken, die man nicht als eigene annehmen will.
Das "Gedankenmeer", ich sagte es bereits, beinhaltete sämtliche Gedanken, die man haben kann; alle, die es gibt...vom schlechtesten Mordgedanken bis hin zur grössten Liebe.
VERO...vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast, allerdings möchte ich noch 2 Dinge dazu sagen:
- nur allein, weil es viele Bücher, Filme, Internetseiten, Gedichte und sonstiges zu einem Thema gibt, heisst das für mich noch lange nicht, dass ich eine Meinung gleich ohne zu hinterfragen annehme...
Das andere ist: All diese Seiten, Bücher usw.usw. sind von solchen Leuten gemacht, die sich "Christen" nennen, die bereits gefunden haben...
Jedoch habe ich noch niemals von einem von diesen Heuchlern gehört, dass durch ihn Blinde sehend oder Tote wieder lebendig gewoden wären...
und dies sind die Massstäbe, die ich an einen Christen, der gefunden hat, setze...
Sarai |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 20:48 Uhr
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«Gott ist tot»
«Es lebe der Übermensch»
v. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 21:40 Uhr
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Du bezahlts für ihren Segen, für die Angst vor dem Tod
Dein Geld hält sie am Leben, gibt ihnen ihr täglich Brot
Du hängst an ihren Lippen und Du glaubst, daß Du sie brauchst.
Dann klammer Dich an sie, bis Du verfaulst
bis Du verfaulst (4 times)
Refrain 1:
Ich scheiße auf die Kirche, ihren Papst und seinen Segen
Ich brauch ihn nicht als Krücke, ich kann alleine leben.
Falls Du das nicht kannst, ja falls Du ihn brauchst
Werde mit ihm glücklich, doch zwing mir nicht Deinen Glauben auf
Zensur und Moralismus, ist alles was sie bringt.
Eine halbe Erlösung, der Himmel stinkt.
Und Du willst für sie sterben, in ihrem Namen
Für die Kirche, für ein Amen
für ein Amen (4 times)
Refrain 2:
Ich pisse auf den Papst und seine römische Zentrale
Auf den Vatikan und seine Sklaven
Ich glaube nicht an Eure Worte, ich bin doch nicht bekloppt
Denn wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott.
Text By Onkelz
Madnes
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 21:55 Uhr
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| Overon - Schade, erst eröffnest Du einen so interessanten Thread, und dann schaffst Du es nicht mal, Deine eigene Meinung zu äussern... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 22:18 Uhr
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Ich schreibe meine eigene Meinung doch ich will erst die Meinungen anderer erfahren
Madnes
*still believe*
to a God?? no
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.04.2000 um 22:49 Uhr
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Ich denke Gott wie ich ihn erlebt habe in meinem Leben gibt es nicht. Ich bin auch ohne eine Relligion aufgewachsen. Ich denke auch das ich den Rest meines Lebens auch weiterhin ohne Gott überleben kann. Ich denke aber nicht an Gott ich denke an die Wiedergeburt und daran das alles was es gibt einfach entstanden ist und es nicht erschaffen wurde der Mensch findet nur keine erklärung weil er nicht weit genug ist.
Irgendwann wird er eine Erklärung finden aber bis dahin werden noch viele Blind einem Glauben follgen. Ich weiss nicht ob ich jemals glauben werde weil man überall mit Gott und Relligionen konfrontiert wird. Ich finde jeder sollte seine eigene Meinung haben und sie sollten nicht von anderen davon abgeblockt werden das sie sagen das Gott es so wollte oder so etwas. Der Mensch ist ein Denkendes wesen und wenn er Lange genug Nachdenkt wird er auf alles eine Lösung finden.
Madnes
Das ist meine Meinung und bei gelegenheit werde ich dann meine Meinung noch weiter vertiefen. |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 00:44 Uhr
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an Vero:
Etwas off topic schadet nie, lockert so einen Thread doch etwas auf.
Bin halt spontan und mir fiel gerade auf, daß Du immer noch dein Sternchen hast.
Aber das das die Wirkung eines Heiligenschein haben könnte, gaube ich nicht so recht!
An Wildwesthero:
Bin auch nur armer Hauptschüler gewesen, hab' dann Abi nachts gemacht - hat aber nicht viel genutzt, hab's beim Träumen wieder vergessen.
So ein richtig cooler Intelektueller werde ich wohl nie werden.
Loriot? Wann hat der dann gelebt?
- Siehste Abi hat nix genutzt!
Aber mir nix machen viel aus, daß du nur Hauptschule, ich reden auch mit Dir, ich mich passen einfach an!!
An Sarai1:
Du sagst, am Anfang war das "Nichts", also auch kein Gott.
Das Nichts war aber umgeben von dem "Alles".
Nichts bedeutet absolutes Fehlen jeglichen Seins.
Der Weltraum, der leere Raum, ist kein Nichts.
Der Weltraum wird durchwoben von Kräften und Feldern.
Der Weltraum als bloßer Raum gedacht, also ohne Materie, wäre dennoch nicht leer, er wäre erfüllt mit Kräften!
(Nebenbei: Materie ist nicht anderes als ein Konglumerat von Kräften, Feldern und Eigenschaften)
Wenn am Rande des Nichts "Alles" gewesen wäre, dann wäre es kein "Nichts", denn es kann kein begrenztes "Nichts" geben -> Wie kann das "Nichts" ein Rand haben, das "Nichts" hat keine räumliche Dimension?
Das "Nichts" hat keine Eigenschaften, es kann daher auch nicht die Eigenschaft besitzen, begrenzt zu sein!
Ich verstehe auch nicht, warum der eine Gedanke plötzlich aus sich heraus begonnen haben sollte, das Gedankenmeer zu sondieren?
Es hätte genauso ewig weitergehen können - das von dem "Nichts" umfangene "Alles" wäre unverändert geblieben.
Von was für Gedanken redest Du? Wessen Gedanken? - Es existierte doch noch "Nichts", was denken konnte?
Wenn von allem, was es gibt, ein Gegenteil existiert, dann auch von dem Regen und von mir - aber wie sieht das Gegenteil von Regen aus? Ich denke, das Gegenteil von Regen ist: Es regnet nicht! Aber daß es nicht regnet bedeutet nicht, daß das "Nicht-Regnen" ein Seiendes in der Art wie "das Regnen" wäre - es ist viel mehr das Fehlen eines "Seins". Das Böse wäre dann auch nur die Abwesenheit des Guten, und hätte kein eigentliches Sein!
Ich denke es gibt keinen Weg logischer Argumente zu Gott. Zumindest nicht einer, der das Herz ausschließt!
Gruß Sam |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 04:23 Uhr
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Ich kann einfach nicht glauben das es einen (jüd.,christ.,mosl.) Gott
gibt, der dieses ganze Theater nur veranstaltet, um sich seine Men-
schen zu erzeugen und sich dann um sie zu kümmern.
Ein Programmierer kann Spass an künstlicher Intelligenz haben, weil
die Entwicklung (Evolution) für ihn interessant ist (besonders die
Überraschungen).
Gott aber ist allwissend, es kennt das Endergebnis ja schon. Das macht
doch keinen Spass (kann Gott Spass empfinden???).
Vielleicht ist unser Kosmos nur ein Gedankenspiel von Gott, das es,
wenn es durchdacht ist, als unbrauchbar wieder verworfen wird.
Was kann es einem so unermesslich mächtigem Wesen bringen, einen Kos-
mos zu erschaffen? Erkenntnis (Erleuchtung)? Nein. Höchstens Amüsement.
Warum sollte ein Forscher ein Experiment durchführen, wenn er das Er-
gebnis schon kennt?
So wie ich die Urknall-Theorie verstehe, war da mal in [b]irgendeinem[/b]
Kontinuum ein Fehler in dessen "Dimensions-Struktur" - und daraus ent-
stand unser Kosmos. Also ist er durch Zufall entstanden...
Wenn man jedoch annimmt, daß auch dieses Kontinuum von einem all-
wissenden und unfehlbaren Gott geschaffen wurde, dann war unser Kosmos
doch wieder (ein)geplant.
Ich nenne dieses Kontinuum einfach einmal XYZ. Ein paar Fragen dazu:
- ist XYZ die höchste Stufe (die Basis) aller "Kosmen"?
- gibt es in XYZ so etwas wie Zeit?
- wenn es dort "Zeit" gibt; hat XYZ einen Anfang, oder...?
- kann XYZ existieren ohne Schöpfung durch einen Gott
... aber wenn XYZ von einem Gott erschaffen wurde, wie entstand dann
Gott?
[i]...habe einen ziemlichen Knoten im Gehirn...[/i]
WWH
P.S. ...ich habe die Fragen spontan eingetippt. Aber wie heißt es
doch: Um Antworten zu bekommen, muß man die [b]richtigen[/b] Fragen
stellen. Also: Welche Frage betreffs XYZ habe ich vergessen ???
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 04:54 Uhr
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| nun, das scheint mit der vielgerühmten freiheit zusammenzuhängen .. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 08:42 Uhr
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.. zudem erscheint es mir vermessen, bei Gedanken über einen Gott davon auszugehen, daß er vom - nun wirklich sehr beschränkten - menschlichen Denken erfaßt werden könne. Mensch würde ihn zu seinesgleichen machen.
Wer weiß schon ob diesen Overload überhaupt ein menschlicher Geist erfassen könnte ohne daran verrückt zu werden. Selbst Wotan verlor ein Auge ..
Ebenso vermessen wäre das Herausfordern anzusehen : Zeig dich und ich glaub an dich. Warum greifst du nicht ein ? - Wer prüft denn da wen ? [i]lächelt[/i]
Wer behauptet eigentlich, daß es ein ‚lieber‘ Gott sein muß ? Die meisten Gottgestalten sind als kämpferisch und insbesondere Ungläubigen gegenüber sehr brutal geschildert worden .. Na ja, Menschenopfer aus den eigen Reihen gab es nicht nur bei den Inkas sondern selbst im Alten Testament.
Soweit ich informiert bin tendieren Offenbarungen stets auf einseitig initiierter Kontaktaufnahme. Eine andere Möglichkeit der Gotteserfahrung haben die Mystiker beschritten die in der Regel sehr lange sehr hart an sich arbeiten mußten um ihr Ziel zu erreichen, - soweit sie es erreichen ‚durften‘.
Eine logisch abstrakte Betrachtung kann dem Gottesgedanken sicherlich nicht dienlich sein da hier Glaube mit Naturwissenschaft in Konflikt kommt. Glauben bedeutet doch nichts anderes als 'fest von etwas überzeugt sein'. Und hier liegt wohl auch des Pudels Kern begraben. will ich es nicht zulassen dann klappt es nicht, - ich werde es immer wieder anders zu erklären wissen. deshalb ist es sicherlich sinnlos andere zu bekehren.
Logik ( so eine Art verbale Statistik ) ist sicherlich auch ein ungeeignetes Instrument, - da ein Gottesgedanke meines Erachtens [i]zwingend[/i] alogisch ist.
Viele bedeutende Naturwissenschaften haben im Laufe ihrer Karriere Löcher erkannt in unserem Denkgebäude welche sie nicht erklären konnten. oder Großartiges erkannt haben in der Natur. Ihre Sprachlosigkeit legten sie als ihren Gottesbeweis aus.
Viele Leute deren weltliches Ende naht entschließen sich rein zufällig ‚gläubig‘ zu werden. Einfach um die Möglichkeit offenzulassen ..
Das erinnert mich an die alten Römer .. sie errichteten für alle Gottheiten der Gegner Tempel und opferten diesen fleißig mit. Denn sollten ihre eigenen Götter schwächer sein als die der Gegner konnte es ja nicht schaden den Stärkeren ‚umzustimmen‘. Ja, sie waren da sehr vorsichtig, die ollen Römer ..
Schwierig wurde es da nur beim Christentum, - da ja kein anderer Gott mehr verehrt werden durfte.
Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Glauben oder nicht. Letzeres ist ein schwierigerer Weg, da der Mensch auf sich selbst verwiesen ist und wie Overon schon bemerkte, die Verantwortung für sein Tun nicht mehr verlagern oder gar ‚sühnen ‘ kann.
Das liegt wohl daran, daß jenseitsorientierte Religion sich nicht mit diesseitszentrierter Ethik verträgt. Ein Gott entwertet den ethisch handelnden Menschen, degradiert ihn durch Unfreiheit ( durch seine Vorsehung, durch seinen Willen ). Erlösung‘, Schuldenbefreiung gibt es nur in der Religion.
Nietzsche meint dazu, wie Vero sagte, Gott sei gestorben .. aus Mitleid zum Menschen . Aber was ist schon gesagt damit ? Seiner Meinung nach ist es oberste Pflicht, den Menschen zu besiegen. [i] der Mensch ist etwas das überwunden werden soll. Was habt ihr getan, ihn zu überwinden ? .. [/i] Also zuerst einmal hart sich selbst gegenüber zu sein, unbestechlich und damit würdig seinem eigenen Gesetz unterworfen zu sein. Und wer das schafft der kann sich gern der Schwächeren ( also derer die nicht erkennen, worauf es ankommt ) bedienen.
Was sollte es bringen, einem Gott die große Frage zu stellen ? Über das worauf es ankommt wird wohl jeder im Lauf seines Lebens irgendwann stolpern, - wahrscheinlich mehr als einmal. Ob er die Antwort nutzt das sei ihm anheimgestellt.
Sollte es einen Gott geben, dann hat er doch alles sehr schön gemacht. All das Klagen und Murren .. Ein wunderbares System hat er dann geschaffen. Man gehe nur mal vor die Tür. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 08:47 Uhr
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| sorry .. wollte mich eigentlich kürzer fassen ! [i]lächelt[/i] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 12:05 Uhr
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Danke, Mad, für Deine Äusserungen - hab mich wirklich über Deine Ehrlichkeit gefreut!
Ich weiss, dass fast alle Menschen sich irgendwann in ihrem Leben die Frage nach dem Sinn stellen und sich auch mit Gott auseinandersetzen...und die meisten davon lehnen es von vorneherein ab, sich selbst mal mit der Bibel hinzusetzen und mal darin zu lesen ..("ist doch alles Märchen..") - und durch die vielen verschiedenen Meinungen und Theorien der verschiedenen Theologen und Studierten ist die Verwirrung so gross (.."die sind sich ja noch nicht mal selbst einig..") dass man Gott dann doch lieber irgendwo anders suchen geht.
Oder aber man stellt sich genau die Frage, die sich hunderttausende oder Millionen Menschen auch stellen: Wie kann Gott all dies Elend, das es gibt, zulassen - wenn er der allmächtige ist - weshalb tut er nicht etwas dagegen..?
Aber dies ist doch allein das Unverständnis, wir wissen nicht, WARUM er es zulässt und WARUM alles genau so sein MUSS wie es ist.
Ein Beispiel: Ein kleines Kind bekommt von seiner Mutter den Hintern versohlt, weil es seinem Ball nachgerannt und auf die Strasse gelaufen ist.
Das Kind versteht mit 3 Jahren noch nicht, weshalb seine Mutter es so bestraft - es sieht noch nicht den Zusammenhang und sieht somit die Gefahr auch nicht.
Vielleicht denkt es sich sogar in seiner kindlichen Naivität, wie gemein doch die Mutter ist - schliesslich wollte es bloss den Ball holen,um nicht deswegen bestraft zu werden, dass es diesen verloren hat...
Verstehst du, was ich meine?
Man kann sich doch erst eine gerechte Meinung bilden, wenn man die Zusammenhänge sieht!
In der Hoffnung, dass Du Dir hierüber ein paar Gedanken machst...
Sarai |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 14:26 Uhr
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an Sarai1:
Das Nichts ist nicht gleichzusetzen mit "Leere" oder "leerer Raum".
Eine Leere bedeutet, da ist so eine Art Gefäß, Körper, Raum in den kann etwas gefüllt werden. Es ist ein Begriff aus der Erfahrung:
zB. "Eine leere Flasche, ein leerer Eimer, die Leere des Weltraumes".
Aber alle diese "Leeren" sind kein Nichts.
In der Flasche ist Luft, sie wird aus Glas gebildet.
Der Eimer ist zB. aus Plastik und enthält ebenfalls Luft.
Der Weltraum enthält nur sehr wenig "Luft" oder "Gaspartikel", aber er wird durchwoben von "Feldern" und von "Kräften", wie zB. die Gravitationskraft, die an allen Orten des Weltraumes wirkt. Raum, Zeit und Materie (mit ihrer Gravitationskraft) bilden den Raum.
Die Leere ist kein "Nichts".
Das Nichts hat keine räumliche Dimension, das Nichts enthält nichts, das Nichts hat keine Form, nimmt keinen Raum ein.
Es ist keineswegs so, daß zuerst der Raum und die Zeit existierten, in die dann die Materie, die Erde und soweiter hineingeworfen wurden.
Raum, Zeit und Materie gehören untrennbar zusammen.
Du redest von den Gedanken, als seinen sie etwas, was unabhängig von einem Denkenden existierten. Woher kamen die ersten Gedanken? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 14:58 Uhr
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an Wildwesthero:
'Was kann einen Gott dazu bewegen, einen Kosmos zu erschaffen?'
Mögliche Antwort:
Ein Gott, der allwissend, vollkommen ist, würde ewig in sich selber ruhen, ohne irgendwie tätig zu werden.
Da er, als vollkommenes Wesen, den Drang in sich hat, selbstätig zu sein, muß er etwas schaffen an dem er tätig werden kann.
Tätig werden kann er aber nur, wenn er etwas hat, an dem er tätig werden kann.
Etwas was er nicht ist.
Er schafft daher ein "Nicht-Ich". (frei nach Fichte)
Das Nicht-ich ist ein Konglumerat von unterschiedlichen Aspekten (so ähnlich wie Leibniz' Monaden) der Gottheit.
Objektivierungen seiner Selbst. Aus diesen Objektivierungen heraus kann er sich selbst, aus unterschiedlichen Perspektiven, beobachten und tätig werden.
Diese Objektivierungen sind in ihrem Erkenntnisvermögen zwangsläufig begrenzt.
Jede Objektivierung trägt allerdings die usprüngliche Vorstellung in sich, der einzige Gott zu sein, was ein Grundmotiv des Bösen ist.
Zu deinem Kontinuum:
Interessanter Gedanke!
Zu dem, was vor dem Urknall war, äußern sich Physiker nur ungern.
Wenn sie sich aber dazu hinreißen lassen, so fallen dann Begriffe wie "Felder", "Kräfte" und "Asymetrien in der frühen Struktur des Universums".
Unser ganzer Kosmos besteht nur aus Feldern und Kräften, die nach mathematisch beschreibaren Regeln miteinander interagieren.
Erst durch einen Beobachter entsteht unsere "bildliche" - daher durch unseren Augensinn geprägte Vorstellung des Kosmos.
Vor dem Urknall gab es keine Zeit, da diese nicht unabhängig von Raum und Materie ist.
Jede wissenschaftliche Beschreibung, was vor dem Urknall lag, ist rein spekulativ, im Grunde unwissentschaftlich! (Weswegen Physiker sich im allgemeinen auch davor drücken, darüber etwas auszusagen!) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 15:15 Uhr
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an Starchaser:
Ich glaube wie du, daß es dem Menschen unmöglich ist, Gott ganz zu erfassen.
Ich denke auch, daß man niemanden den Glauben aufzwingen kann oder darf.
Ich denke aber nicht, daß ein religiöser Mensch die Verantwortung für sein Handeln abgeben kann.
Er bleibt nach wie vor seinem Gewissen gegenüber verantwortlich.
Es sollte keine Rolle für das Handeln eines Menschen spielen, ob er religiös ist oder nicht.
Die Beichte entschuldigt oder legitimiert das Unrecht eines Menschen nicht.
Nietzsche ist auch tot!
Wenn Gott tot wäre, dann würde dies bedeuten, daß er einmal existiert hatte. Wenn er aber existiert hatte, dann können wir, ohne von größeren weiteren Annahmen ausgehen zu müssen, auch seine Unsterblichkeit annehmen, was der Aussage, daß er tot sei, widersprechen würde.
Nietzsches Auspruch ist polemisch, provokativer Art, aber keine ernstzunehmende philosophische These! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 20:53 Uhr
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Nun, - ich denke selbst das Gewissen wird zum Teil von Religion beeinflußt. ( Kreuzzug, Heiliger Krieg, Assassini ) Die Verantwortung vor sich selbst ist eine ethische Angelegenheit. In der Beichthandlung verzeiht der Gott.
Nietzsches Ausspruch, - ja darum ranken sich viele Diskussionen. Sterben hat auch mit Vergessen zu tun. Im übrigen verkündete er diese Worte, er behauptete es nicht. Gott ist tot und deshalb ist eine Wahrheit jenseits des Ich unerreichbar. Sinnverlust ! Nachdem er dies entdeckte versuchte er den Faden weiterzuspinnen und warf den Menschen auf sich selbst zurück. Die Folgen dessen, was Nietzsche voraussah, nachdem jener Gott, der einst alles regulierte die Zügel aus der Hand geben mußte offenbarten sich immer mehr erst im Laufe der Folgegenerationen. Es sind hochaktuelle Themen, die er anspricht in seinem ‚Fünften Evangelium‘.
Schlimm ist nur, daß einzelne seiner Gedanken immer schon verfremdet, zweckentfremdet wurden. Man kann sich doch mit Splittern nicht ein Bild vom Ganzen machen. Die welche die Herrenmenschen ausriefen zum Beispiel wären in seinem Sinne die Schwachen.
Polemisch ?
Nun, Nietzsche war sicherlich sehr zeitkritisch und hatte durch seine unbestechliche Beobachtungsgabe viele Mißstände seiner Zeit aufgedeckt, welche bis heute Geltung haben. Ein unbequemer Zeitgenosse. Doch ist er nichts für Leser mit dünner Haut.
Ich denke, er ist in vielen Dingen sehr ernst zu nehmen.
‚Einst war der Frevel an Gott der größte Frevel, aber Gott starb, und damit starben auch diese Frevelhaften. An der Erde zu freveln ist jetzt das Furchtbarste, und die Eingeweide des Unerforschlichen höher zu achten als den Sinn der Erde‘ – hallen diese Worte nicht aus jedem Tempel ? (sei es Religion, sei es Esoterik )
Ganz sicher wollte er provozieren zu einer Diskussion über die christliche Moral und darüber was daran noch christlich ist. Wetterte er gegen Scheinheiligkeit und Sonntagschristen. Seines Erachtens war Jesus der erste und einzige Christ, die Jünger Kopisten und Paulus ein genialer Theologe mit Charisma. Die christliche Mystik des Mittelalters hält er für atavistisch also nicht mehr zeitgemäß.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 20:59 Uhr
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Im Grunde genommen finden sich hier Overons einleitende Gedanken ..
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 21:23 Uhr
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ogottogott..
[i]schwerlich einen Einstieg zu finden, nachdem hier soviele tiefsinnige Gedanken geäußert wurden..[/i]
vielleicht einfach der Reihe nach:
Was ist Gott?
für mich, hier vero zustimmend, ein Konstrukt des Menschen, dem die Last des (momentan) Unerklärbaren aufgebürdet werden kann. Schlichtweg ein Alibi.
Positiv gesehen eines, daß einem Hoffnung geben kann-andersherum natürlich auch eines, dem man die Schuld an so vielen geschehenen Dingen geben kann.
Oder bildlich: in die Zukunft gehofft der Garten Eden, zurückblickend die Mülltonne unserer Unzulänglichkeiten und fehlgelaufenen Träume und im Augenblick immer die letztmögliche Rechtfertigung meines Handelns.
Das erklärt für mich dann auch gleich die Frage. Warum einen Gott?
Wer ist Gott?
Ich hab mich dieser Frage von der anderen Seite genähert, Wer ist Gott auf keinen Fall?
und irgendwann wird einem doch klar, daß dieser personifizierte Karneval in all seiner Buntheit weltweit, ob monotheistisch oder polytheistisch, wiederum nur Mittel zum Zweck ist. Die oberste Instanz, in dessen Namen alles erlaubt ist und alles gerechtfertigt/verziehen/gesühnt werden kann.
Die Antworten auf die Fragen WER/WAS/WARUM Gott laufen für mich immer darauf hinaus, daß menschliches Denken/Handeln vor anderen Menschen legitimiert wird - zu welchem Zweck, müßte man jetzt fragen - die Antwort war schon gegeben: Gott ist das "mächtigste"/"machtvollste" Alibi das ein von egoistischen Trieben zefressenes Tier wie der Mensch nur haben kann.
"Gott ist Opium" zitiert vero [i]..und nachdem das heut nicht mehr recht zeitgemäß ist, machte Böll "Konsum ist Opium.." draus[/i]....
Was also in der menschlichen Entwicklungsgeschichte passierte war folgendes: Ein paar von den Bäumen heruntergefallene Affen saßen ängstlich in der Steppe und konnten sich so einiges nicht erklären. In ihrer Not gaben sie dem Unerklärbaren einen Namen und die Welt war in Ordnung. Oberaffe Grumpfgrumpf merkte jedoch recht schnell, daß sich die Unwissenheit (die immer auch ein Moment Angst beinhaltet) hervorragend in seinem Interesse benutzen ließ. Also wurde er Medizinmann, Schamane oder Papst. Und da er oder seine Söhnessöhne es in ihrer (unserer Aller???) Machtgeilheit übertrieben, gabŽs einen Affen, der von mir aus Jesus oder Mohammed hieß, und der da sagte: "back to the roots" Eine "neue" Idee war geboren und ein kraftvoller Aufschwung in Wissenschft und Künste konnte der Unwissenheit,(die immer auch die Angst beinhaltet) etwas von ihrer Schwärze nehmen. Doch sehr schnell gab es auch hier einen Grumpfgrumpf und die Idee institutionalisierte sich und wurde dogmatisch - wehe wenn ihr an den Festen rüttelt!!......
und immer wieder wird es in diesem Affentheater einen Jesus und einen Grumpfgrumf geben......
[i]..soweit sogut..[/i]
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.04.2000 um 22:03 Uhr
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[i]..sogut soweit..[/i]
nun gibt es jedoch auch einen ganz anderen Ansatz, über Gott nachzudenken..
die ganz einfache These: Ich bin Gott
Nennen wir es Egohteismus (falls es dieses Wort noch nicht gibt, bitte ich um patentrechtliche Anerkennung)
Götter sind Schöpfer von Etwas...
das bin ich auch!
schaffe Bilder, in Gedanken in Worten, in Farben und manchmal schöpfe ich auch Wasser..
Götter sind verzeihende/strafende/helfende Wesen....
das bin ich auch!
Die Klippe der Allwissenheit Gottes umschiff ich, indem ich einfach mal beweise, daß Gott (zumindest der christliche) nicht allwissend ist. Ganz zu Anfang der biblischen story stürmt Gott in Paradis und fragt. WO BIST DU ADAM (kann jetzt die Stelle nicht quoten aber Žs steht dort), somit kann er nicht allwissend sein -
muß ich dann auch nicht!
Die meisten Götter wohnen im Himmel (mal Hades,Poseidon&Co ausgenommen)
ich wohn grad auf Wolke sieben, lieg in der Badewanne und geh ab+an in den Keller Wein holen!
ich bin Gott!
ogottogott.... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.04.2000 um 21:08 Uhr
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Noch ne Frage##
Was ist das Paradies??
Ist es für alle gleich??
wie sieht es aus??
Was gibt es dort tolles???
Madnes
...Meine Meinung kommt bald..
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