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geschrieben am: 07.12.2002 um 06:32 Uhr
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.. ich liege auf der couch, die augen geschlossen.
bin vor ein paar sekunden aus dem tiefschlaf erwacht,
liege noch dar und döse vor mich hin,
gewöhne mich an den gedanken -> 'wach' zu sein.
eine stimme, seuselnd, lallend durchschneidet die stille,
"steh auf, geh ins bett". ich antworte träge :"ja"
die stimme redet weiter auf mich ein: "schwörst du, daß du jetzt aufstehst und rüber ins bett gehst?". ich öffne die augen und sehe auf das ziffernblatt der uhr - sie zeigt halb fünf morgens und ich antworte wieder, ebenso träge: "ja"
richte mich nach einer weile schwerfällig auf und blicke mich um. es ist dunkel und die wohnzimmertür geschlossen.
ich blicke rüber, zu unserem schreibtisch. dort stehen 6 dosen bier, zwei weitere dosen stehen auf dem boden.
meine eigene (eine) dose, steht vor mir, auf dem wohnzimmertisch. ich habe 2 schlücke getrunken. sie ist noch voll.
die wohnzimmertür geht auf und mein freund kommt wankend auf mich zu, ein verzerrtes grinsen ziert sein gesicht, er blickt wirr um sich.
was dann kommt, kenne ich und kennt er nur zu gut.
ein streit, wie fast jedes wochenende. er nennt es 'ein bisschen feiern', wenn er bier trinkt.
ich weiss bloss, dass ich ihn meide -> wenn er getrunken hat, aggressiv auf ihn reagiere, weil er so jämmerlich aussieht, ich ihn nicht mehr ernst nehmen kann, wenn er lallt und nicht weiss -> wie er diesmal reagieren wird. er themen anspricht die irrelevant sind: "ich komme gerade aus dem schlafzimmer" er zieht die augenbrauen hoch, "weisst du was da los ist?" ich schaue ihn fragend an: "nein," antworte ich schon leicht gereizt. "da war die ganze zeit seit heute mittag die heizung an!" anwortet er in einer art die an ein kleines kind erinnert, welches gerade die erkenntnis gewonnen hat, dass es etwas wie schwerkraft gibt. ich: "ah ja, dann ist es drüben wohl sehr warm". ich wende mich ab, kann den anblick nicht ertragen, den anblick des menschen den ich so sehr liebe. hinter mir höre ich sein lachen über die warme luft im schlafzimmer.
ich bitte ihn, mich kurz in ruhe zu lassen, ich würde gleich nachkommen -> ins warme schlafzimmer. ich wolle morgen mit ihm reden und nur noch eine zigarette in ruhe rauchen. er lässt nicht locker, setzt sich neben mich, zündet sich unsere letzte zigarette an(die letzte von 13 etwa <- die wir hatten als ich um zwölf einschlief) und grinst mich weiter wirr an.
wir streiten uns, er meint ich würde wieder einen streit vom zaun brechen, meine schlechte laune an ihm auslassen - es gäbe keinen grund für ein solches theater. ich merke, wie meine wertschätzung für ihn immermehr schwindet, ihn nicht ernst nehmen kann.
jetzt sitze ich hier, die letzte zigarette vor 2 stunden geraucht und spüre abneigung, mich neben ihn zu legen. neben dem mann zu schlafen den ich liebe, der mir halt bietet und dem ich vertraue.
morgen ist samsteg, wir werden streiten, danach schweigen - vielleicht wieder mehrere tage nicht miteinander sprechen und er wird einen grund finden um morgen -> heute abend wieder zu trinken.
es ist ja schliesslich wochenende, er wolle ja bloss feiern. Geändert am 07.12.2002 um 06:34 Uhr von Pinox Geändert am 07.12.2002 um 06:37 Uhr von Pinox |
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