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geschrieben am: 17.08.2002 um 10:16 Uhr
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Es steht ein Schloß in einem Land,
das hat bisher niemand gekannt,
schwarz ist der Himmel,
schwarz der Stein,
schwarz sind die Blätter der Bäume,
sie werden es immer sein.
Es ist die Welt des Ritter der Dunkelheit,
der dort herrscht für alle Zeit,
kein Licht, nur dunkle Schatten,
fallen in des Wanderers Gesicht.
Ein Sturm, der weht übers Schloß,
es regnet und ein jemand der geht schnell,
man hört Hundegebell.
Es ist ein Mensch mit langer Kutte,
aus altem Stoffgeflecht,
er geht, er rennt,
Schweiß in seinem Gesicht.
Rote Augen scheinen aus dem Dunklen,
wie der Tod auf vier Pfoten daher,
geschwind und ohne Gnad',
sie rennen, fletschen ihre Zähne,
weißes Blitzen in der Dunkelheit.
Regen prasselt auf die Blätter nieder,
der Boden ist glitschig, matschig und glatt,
die Augen kommen näher,
das Herz schlägt im hundert Takt.
Vier rote Augen, als wären es Dämonen aus der Hölle,
man hört ihr Geschrei,
wie ein Sack verlorener Seelen.
Sie schreiten daher,
lautlos man hört keinen Stein,
nur das Leuchten am Firmament.
Der Mensch geht schneller,
ist jetzt am Rennen,
sein Herz schlägt wie das eines Vogels,
der in den Krallen einer Katze liegt,
seine Beine tragen, seine Seel'
zum Schlosse hin und das geschwind,
wie der Sturmwind,
so schnell er kann,
die Zeit davonrann.
Die Hunde hinter ihm,
mit zwei Köpfen und Hörnern noch,
voller Blut im Maule,
werden sie ihn fassen noch?
Hinterm Hügel das Dunkle Schloß der Finsternis,
gebaut auf schwarzen Stein des Todes,
auf Knochen liegen die Balken hier,
das Tor ein Gerippe aus Elfenbein,
erbaut von Gevatter Tod.
Der Mensch der keucht,
die Kräfte schwinden,
die Luft, die drückt die Kehle zu,
wie eine unsichtbare Hand des Teufels.
Herz schlägt schneller, ist bald aus dem Takt,
Kälte durchfährt des Menschen Haut,
Panik dehnt dich aus, im Lumpenfrack.
Die Hunde sind an den Fersen jetzt,
man spürt den Atem an den Beinen,
das Gebell so laut wie tausend Donner,
das Rote leuchten kalt und voller Feuer.
Der Sturm der tobt,
der Regen kracht hernieder,
fließt über die Augenlieder,
brennt in den Augen,
wie als wäre es Essig,
Bäumen ziehen Fratzen,
in der Dunkelheit.
Schweiß, Angst,
die Hunde voller Gier,
wollen diesen Menschen hier.
Doch was sie nicht bedacht,
sie rennen in die tiefe Nacht,
des Herrn der Dunkelheit.
Die Kutte weht im Wind,
Risse durchziehen sie,
wie ein Baum zerfetzt vom Sturm,
kein Gewand, nur ein stumpfer Lumpen,
das Tor glänzt im dumpfen Mondenschein.
Erreicht, Hoffnung, Angst,
die Hunde gleiten hinterher,
bald sie werden ihn haben,
werden sich an seinen Gedärmen laben.
Doch das Spiel nicht verloren,
ein Blitz lacht vom Himmel her,
leuchtet wie tausend Fakeln,
entlädt seine Macht,
in den Boden hinab.
Löcher voller Qualm und Hitze,
man sieht noch eine verbrannte Hundespitze.
Die Höllenhunde verbannt in ihr Reich,
auf einen Streich.
(Blitz und bumm, das war gar nicht dumm...)
Der Mensch mit der Kutte,
sitzt auf einem Stein,
im Schlosse drein,
versucht Atem zu fassen,
kann das Zittern nicht lassen,
kalt ist ihm,
eingeschlossen in Eis,
in einem Sarg aus Zeit und Einsamkeit.
Erschöpft tragen ihn sein Gebein zu einem Tor,
aus Holz, ragt riesig empor,
als wäre es für eine Armee gebaut.
Hindurch geht der Mensch,
wacht auf,
alles nur ein Schein der Nacht,
wer hatte dieses vollbracht?
Das war kein Traum,
seine Kutte zerrissen,
von Hundezähnespitzen?
Was könnte der Traum ihm haben gesagt?!
Zitternd die Kerze, das Licht in der Nacht.
Der Mond scheint hell,
dumpfes Licht erhellt das Dunkle.
Wie die Sonne den Tag.
Und das Schloß steht im Sturm,
schwarz und unendlich lang,
wie die Welt, wie der Stoff der Träume hällt,
wie die Seel', als Tor zur anderen Seite.
Und es regnet, prasselt, der Sturm der heult,
und der Ritter der Dunkelheit,
schaut vom Schlosse hinab,
weint und lacht....
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Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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