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geschrieben am: 09.03.2005 um 22:43 Uhr
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Bevor ich mich hier äussern will, will ich allen beteiligten einen Liedtext empfehlen, den zu lesen es sich vielleicht lohnt
STS - Es fängt genauso an
einfach mal googeln, ihr werdet den Text schon finden...
Was das Thema nun betrifft. Verdrängen, verbieten und Unterdrücken, ist etwas, dass, wenn man ein wenig in die Vergangenheit schaut, noch nie gewirkt hat.
Das Judentum wurde zur Weltreligion obwohl es von den Ägyptern versklavt worden war
Das Christentum wurde zur Weltreligion obwohl die Römer Christen verfolgen und ermorden liesen
Die Partei mit rechter Gesinnung, die den Tod von Millionen Menschen zu verantworten hat, wurde zur stärksten Kraft Zentraleuropas, obwohl sie kurz davor verboten worden war
Die Liste liese sich fortsetzen, es gibt viele Beispiele
Es liegt vermutlich in der Natur des Menschen, sich gegen Bestehendes aufzulehnen. Es ist vermutlich seine Natur, dem die Schuld zu geben, was er nicht kennt, was nicht so ist, wie er. Es ist vermutlich seine Natur, dem zu folgen, der am lautesten schreit.
Und es war schon vor Jahrtausenden so. Es hat sich nichts geändert. Der Mensch an sich ist immer noch in seinen Instinkten gefangen, egal wie "gebildet" er auch sein mag. Und hier liegt das Problem, denn über den eigenen Tellerrand zu springen, die Welt aus anderen Blickwinkeln zu sehen, ist ein Sport der uns nicht liegt. Denkt mal drüber nach...
Bevor mir wieder vorgeworfen wird, ich würde nur analysieren, und hätte keine Meinung zu dem Thema...
Ich habe kein Problem mit Asylanten, Ausländern, oder wem auch immer. Ich habe aber ein Problem mit Leuten, die Verbrechen begehen. Ich habe ein Problem mit Leuten, die auf Schulhöfen Drogen verkaufen wollen. Ich habe ein Problem mit Leuten, die um die Häuser ziehen, nur um irgendjemanden aufzumischen. Ich habe ein Problem mit Leuten, die in Geschäfte, Banken, oder ähnliches einbrechen, um zu stehlen. Aber... es ist mir verdammt egal, woher derjenige kommt, der das Verbrechen begangen hat.
Weiter im Text. Ich finde es ungerecht, wenn jemand aufgrund seiner Herkunft diskriminiert wird. Jedoch hält sich mein Mitgefühl in argen Grenzen, wenn man erfährt, dass derjenige zu Hause seine Frau schlägt und sie einsperrt, weil sie eine Frau ist (ist auch schon vorgekommen, und ist ein Problem, daß Frauen gewisser Herkunft ein wenig öfter haben, als andere. Jedoch... Jeder(!) der seine Frau schlägt, ist bis zu einem gewissen Grad diskriminierend, auch ein Deutscher, Österreicher, Italiener usw.)
Meine Meinung ist einfach, dass der Maßstab, den man anlegt kein anderer sein soll, als der, den man bei sich anlegen würde +- den Abweichungen, die eine andere Kultur oder Herkunft mit sich bringen. Zum Beispiel würde ich niemanden, der beispielsweise dem jüdischen Glauben angehört deswegen weniger achten, weil er kein Schweinefleisch ist, genauso, wie er mich nicht weniger achten wird, weil ich nicht beschnitten bin.
Vielleicht sollten wir einsehen, dass die Wahrheiten, die wir zu kennen glauben nicht immer und überall anwendbar sind, dass wir bereit sein sollten, einen Schritt aufeinander zuzugehen, anstatt immer nur zu rufen: "Kenn ich nicht, mag ich nicht" Das sollte jedoch für jeden gelten, sonst funktioniert es wohl nicht. Dazustehen, und zu warten, daß der andere den ersten Schritt tut ist zu wenig
Ich halte mich da an einen Ausspruch, den Sokrates einst getätigt haben soll
(zitat)Ich weiß, dass ich nichts weiß(/zitat)
na dann
dat coki aka Don Coke Geändert am 09.03.2005 um 22:46 Uhr von coke501(tm) Geändert am 09.03.2005 um 22:47 Uhr von coke501(tm) |
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