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geschrieben am: 07.12.2010 um 21:09 Uhr
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Wenn Kinder trödeln
Unsere lieben Kleinen haben manchmal unglaublich viel Zeit. Nur wir nicht. Wenn es darum geht, Termine einzuhalten und das Kind trödelt, kann es einen verrückt machen. Wobei Trödelsusen und Bummelhansel in zwei Kategorien einzuteilen sind : Da ist die, die verträumt ist und für alles Zeit braucht und die andere, die genau raus hat, welche Vorteile Trödeln hat. Kinder brauchen keine Uhrzeit, an die sie sich halten sollen. Besser, wenn sie im Spiel versinken können, was auch die Konzentration fördert.
Experten empfehlen dem trödelnden Kind Strukturhilfe anzubieten. Man kann die Kleidung für den Tag am Abend vorher gemeinsam raussuchen und mit Küchenweckern oder Sanduhren arbeiten. Gerade die Kinder orientieren sich bevorzugt an Ritualen. Kommt Hektik erst mal auf, ist die Situation verloren,
denn je nervöser Eltern werden, desto langsamer wird das Kind dann. Die Sätze, die fallen, kennt der Familienberater Jan-Uwe Rogge gut : "Sieh zu, wie
du in die Schule kommst ! - Mir egal, welche Noten du schreibst ! - Ich fahr dich nie mehr in den Kindergarten !" Solche Aussagen werden von Eltern nach
einiger Zeit zurückgenommen. Sollte das mal nicht passieren, haben Kinder Tricks parat, mit denen sie Strafandrohungen mit Charme, Hinterlist und dem
Gespür für das Wesentliche aushebeln." Wenn Kinder eines ganz genau kennen, dann sind es die Achillesfersen ihrer Eltern.
Oft hat Trödeln Erfolg : Die Erwachsenen nehmen Kindern Tätigkeiten ab, damit es schneller fertig wird. Was lernt das Kind daraus ? Trödelt es, findet es Unterstützung. Das gilt für das Anziehen, Schuhe-Zubinden oder Hausaufgaben. Sinnvoller ist es, das Kind die Konsequenzen seines Handelns spüren zu
lassen. "Das Kind hat die Freiheit, Grenzen zu überschreiten, getroffene Absprachen zu mißachten, verabredete Regeln zu übertreten, aber es muß auch Verantwortung für das eigene Tun übernehmen", erklärt Jan-Uwe Rogge.
Statt "Wirst schon sehen, was du davon hast, wenn du zu spät kommst" soll man dem Kind sagen, dass es bummeln kann, dann aber eben zu spät käme.
Auch wenn wir innerlich vor Mitleid zerfließen, wenn das eigene Kind mit Tränen in den Augen dasteht, weil alle anderen schon zum Kindergartenausflug aufgebrochen sind, man lernt aus Fehlern. Da geht es den Kleinen nicht anders als uns Großen.
Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben. Sensible Kinder werden durch Hektik Erwachsener nervöser und verheddern sich. Feste Rituale helfen, den Alltag zu strukturieren. Das Kind weiß bald, was als nächstes kommt und verinnerlicht sich die Reihenfolge. Dadurch wird es schneller. Zeitfenster einplanen ! Oft entzerren sich Trödelsituationen, wenn man 10 Minuten mehr einplant. Es hilft, spielerischer an die Sache heranzugehen. Kleine Wettkämpfe z.B. bringen manchen Trödler auf Trab. Mit Lob arbeiten. Beeilt sich das Kind, bekommt es einen Aufkleber. Bei 10 Aufklebern gibt es einen gemeinsamen Zoobesuch.
:-)
/wirr/ ... Ich krieg nochmal die Krise. Jetzt soll´sch mich Packen Aufkleber zulegen, damit ich das Rhinozeros und den Pavian im Zoo besuchen kann. Näää ...
"Experte" empfiehlt mich, den Bummelinchen Strukturhilfe anzubieten. Soll ich doch wahrlich in ganze Wohnung Sand- und Eieruhren verteilen, damit´s im
Spiel versinken und Rituale lernen. Um mich das mitzuteilen, haben´s studiert. Sanduhren ( gugg oben ). "Experten" ... Die kleinen Quengelchen brauchen
keine Uhrzeit. Wozu auch ? Dafür gibbet ja den Sand in der Sanduhr.
Ruhe bewahren sollen wir, die klein Hoppelchen im Spiel versinken lassen. Zeitfenster sollen wir öffnen. Ich öffne Fenster ... aber nich für die Zeit. Kleine Wettkämpfe veranstalten sollen wir. Während Du eine Abmahnung nach andere bekommst und die drohende Kündigung ansteht, sollst mit die Puffelchen Eierlaufen und Sackhüpfen veranstalten. "Experten" - Na ok, wenns auch gefeuert bist von Arbeit, so hast wenigstens alles richtig gemacht bei Erziehung.
Zeitfenster öffnen, Alltag strukturieren, Aufkleber verteilen, Wettkämpfe veranstalten, Sanduhren aufstellen ... /wirr/ ... mich wächst nochma ne Feder ... /rudi
Wenn es zur spät zur Schule kommt und keine Hausaufgaben gemacht hat, dann lernt es aus Fehlern. Es lernt. Es hat zwar nix gelernt ( Hausaufgaben ),
aber wieder doch. Was lernen wir daraus ? -> Nix. Das sie ein Fehler gemachten haben. Aber dadurch sind´s auch nich schlauer geworden. Oder doch ?
Man muß halt nur genug Fehler machen, um schlauer zu werden. Oder wie ? ... hmmm ... ~grübel~
Es darf Grenzen überschreiten, getroffene Absprachen mißachten, verabredete Regeln übertreten - es muß halt eben nur Verantwortung fürs eigene Tun übernehmen. Na, wenn´s weiter nix is.
Deswegen is ja die heutige Generation so lieb, so gesund, so höflich, so schlau, so sittsam und so arbeitsam ... :-) ... "Experten" ... /vogel
:-w
Näste Thema : ... ~grübel~ ... :-d ... morgen ...  |
| Im übrigen gilt ja hierzulande derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. |
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