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geschrieben am: 19.03.2011 um 08:15 Uhr
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"Der Tod" ihs
Der 5-jähr. Joel ist bei der Oma zu Besuch. "Guck mal", sagt er erwartungsvoll zu seiner Oma,
"ich habe schon ein Grab für Dich gebuddelt." Manche reagieren gelassen, andere schockiert.
Wie reagieren Erwachsene richtig ? An den eigenen Tod wird ja niemand gern erinnert. Kinder
gehen mit dem Tod unbefangen um. Da ihnen ja mit 5 Jahren klar ist, dass ihre Großeltern als
nächstes sterben werden, kommt es öfters vor, dass sie Oma und Opa dazu direkt befragen.
"Wann stirbst Du, Opa" oder "warum lebst du noch, Oma ?"
"Kinder stellen solch Fragen ohne böse Hintergedanken, weil sie einfach neugierig sind", sagt
Gertrud Teusen, Autorin von Familien-Ratgebern. Das sie ein unbeliebtes Thema ansprechen,
ist den Kleinen nicht bewusst. "Man sollte solche Fragen unbedingt ehrlich beantworten", rät
Teusen. Man kann dem Kind sagen, man weiß selbst nicht, wann man stirbt. "Wenn das Kind
selbst nie Erfahrungen mit Trauer macht, kann es die Endgültigkeit vom Tod nicht begreifen",
erklärt Teusen. Ein Besuch auf dem Friedhof hilft, dem Kind das Thema näher zu bringen.
Wenn Kinder sich mit dem Tod beschäftigen, ist der Anlass oft der Hamster, der morgens tot
im Käfig lag oder einfach ein toter Regenwurm. "Es ist wichtig, offen und ehrlich zu sein und
Kindern Fragen zu beantworten", sagt Theologin & Pädagogin Christine Fleck-Bohaumilitzky,
die seit 15 Jahren mit Trauerbegleitung beschäftigt ist und im "Beirat des Bundesverbandes
Verwaiste Eltern in Deutschland" sitzt. Eltern sollten Kindern so klar wie möglich antworten.
"Oma ist eingeschlafen" soll vermieden und es sollte deutlich gesagt werden : "Oma ist tot."
Die Todesursache soll offen gesagt werden, selbst wenn ein Suizid oder Verbrechen vorliegt.
Kinder erfassen den Tod nicht als Endgültiges. Sie glauben, Tote kommen irgendwann zurück.
Sie haben auch kein ausgeprägtes Bewusstsein dafür, dass sie selbst einmal sterben können.
Eltern benutzen Bilder wie "Der Opa ist im Himmel" oder "Mama ist jetzt ein Schutzengel". "Es
ist sinnvoll, Bilder zu wählen, an die man selbst glaubt, so dass man für das Kind glaubwürdig
ist", so Fleck-Bohaumilitzky. Rituale helfen im Umgang mit dem Tod, z.B. eine Kerze anzünden.
Wenn Kinder wünschen, sollen sie auch zur Beerdigung mitgehen dürfen. Und Familienrituale,
wie das abendliche Vorlesen oder Versteckspiel sollen auch im Trauerfall beibehalten werden.
Das Leben soll so normal wie möglich weiterlaufen.
Ja natürlich, während bei zerlatschten Regenwurm 4-wöchige Staatstrauer angeordnet ist, da
geht bei Tod von der Oma ( in dem Fall von der eigenen Mutter ) das abendliche Versteckspiel
weiter oder die Jagd mit der Rassel über den Hof ... während die Nachbarn kopfschüttelnd nur
zuschauen. So, als wär nix gewesen. Tip von Pädagogin Fleck-Bolitzky ... oder so ähnlich.
Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende haben Völker, Rassen, Gruppen und Einzelne ihre
eigenen Trauerrituale. Pflegen ihren eigenen Kult um Tote und Trauer. Plötzlich schießen´s wie
Pilze aus Boden ... die klugen Köpfe. Die alles wissen und zu jedem Furz eine Anleitung haben.
Selbst zur Trauer gibbet mittlerweile genaueste Instruktionen. Stirbt jemand - schnell schlaues
Buch von Fleck-Schnabulsky zur Hand und trauern. Zwischendurch umblättern nich vergessen !
Todesursache sagen ! Dem Kind ! Dem Kind sagen, das kleine Schwesterchen ist womöglich ...
... naja. Oder Oma ist in den Urlaub geflogen .. ohne Flugzeug .. vom Balkon aus. Oder Opa ist
vom Tauchen noch nicht zurück. Brühwarm dem Kind auf die Stulle schmieren. Sagt Expertin.
Bilder wählen, an die man selbst glaubt : -> "Mama ist jetzt ein Schutzengel" - Ja und was ist,
wenn das Kind plötzlich auf den Gedanken kommt, selbst Schutzengel sein zu wollen ? ... :-d
Wenn das Kind der Oma zum Geburtstag ein Grasbüschel schenkt, nur weil Du einmal gesagt
hast, "wenn Oma ins Gras beißt, bekommst Du ein eigenes Zimmer, ... ja, dann hast wahrlich
was falsch gemacht. Oder der Enkel schenkt Opa Hammer, Nägel und Bretter mit dem Hinweis,
Papa hätt gesagt, "wenn Du in die Kiste springst, bekomm ich ein Spielzeugauto" .. ok, da seh
ich ja ein, hättest das Kind besser informieren sollen. Aber was die Fleckulsky da sagt ... /wirr/
Da darfst ja des kleine Poppelchen garnich mitnehmen zum Angeln. Bissu ja Gewaltverbrecher,
wenn´s den Regenwurm an Haken hängst. Wieso geht eigentlich nicht alles so weiter, wie es
immer gegangen ist ? Wieso kommt jeden Tag ein neuer Schlaumeier daher und erzählt uns,
dass das, was wir seit Jahrtausenden tun, falsch ist ? Wieso erleuchten sie uns täglich neu ?
Warum ist unsere Sitzhaltung auf dem Donnerbalken falsch und wieso ist popeln ungesund ?
Wieso und weshalb und warum und weswegen ... und überhaupt ... /vogel
... weil´s dran verdienen ... an uns Narren ... :-)
:-w |
| Im übrigen gilt ja hierzulande derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. |
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