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geschrieben am: 22.07.2010 um 23:06 Uhr
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Zitat von: Huschelchen "Schönheitswahn"
Die Vorbilder der Mädchen. Makellos schön, tragen die angesagtesten Klamotten und werden von Millionen umschwärmt. Mädchen wollen aussehen wie die Stars. "Unzufriedenheit mit dem Aussehen beginnt bei Mädchen bereits im Grundschulalter", sagt Pädagogin Katrin Raabe vom Mädchenhaus Heidelberg. Sie stehen vor dem Spiegel, fänden die Hüften zu breit, den Busen zu klein und den Po zu dick. Viele von ihnen verfielen in einen Schönheitswahn.
In der Pubertät schwierig. In einer Zeit, wo der Körperkult zunehme, wachse Unzufriedenheit. Schönheitsidealen entsprechen, kann laut Raabe gefährliche Folgen haben. Von Essstörungen bis zur Beeinträchtigung geistiger Fähigkeiten infolge mangelhafter Ernährung. "Die Methoden und Verbissenheit, gewünschte Ideale zu erreichen, hat sich vergangener Jahren verändert", berichtet Raabe. Viele 12, 13-Jährige hätten bereits Diät gemacht, trieben exzessiv Sport oder setzen ihr komplettes Taschengeld in Beauty-Produkte um. "Manche denken sogar an Schönheits-Operation", weiß Raabe. Jungs würden später "reif" - Pflege und Schönheit sei für sie "Frauensache". 50 % der Mädchen bis 17 haben eine Diät hinter sich. Aber nur 11 % der Jungs.
"Das sich Mädchen wie Prinzessinnen fühlen und Mamas Nagellack ausprobieren, ist normal", sagt die Expertin. Eltern sollten aufmerksam werden, wenn ihr Kind exzessiv Sport treibt, Diät macht oder sich zurückzieht. Sie empfiehlt Eltern, das Gespräch zu suchen. "Es ist wichtig, Probleme der Tochter ernst zu nehmen, sich für sie zu interessieren, warum sie sich in ihrem Körper unwohl fühlt". Man brauche Geduld, sagt Karin Kampwerth aus München, Autorin des Ratgebers "Voll gut drauf. Schön und selbstbewusst im Handumdrehen". Mädchen in der Pubertät haben keine Lust zu reden, man muß die richtige Zeit abwarten."
"Sie müssen auch nein sagen, wenn sich das Kind Markenklamotten oder Schminkutensilien wünscht - auch wenn es ein paar Tage bockig ist", unterstreicht die Autorin. Gleichzeitig ist es hilfreich zu fragen, warum das Kind solche Wünsche hat. "Oft steckt hinter dem Verhalten nur Schwärmerei für einen Jungen oder der Wunsch, einer bestimmten Gruppe anzugehören".
Grenzen ziehen, wenn Schönheitswahn ungesund ist oder Schaden anrichtet. "Es gibt von der Caritas eine anonyme kostenlose Online-Beratung, an die sich Eltern wenden können", sagt Kampwerth. Auch das Elterntelefon des Kinderschutzbundes biete Hilfe. "Auch Jugendämter haben Beratungsstellen". Katrin Raabe warnt : "Wenn der Schönheitswahn bei der Tochter drastische Züge annimmt, können Eltern wenig tun, weil sich das Kind immer mehr von ihnen abgrenzt." Dann sollten Eltern dringend die professionelle Hilfe eines Psychologen suchen.
:-)
Moooment, nich gleich losgackern, wenn´s kleine Töchterchen mit glänzende Augen vor Dich steht und Lippenstift über ganze Gesicht bis zu Hals verschmiert.
In dem Alter isses halt noch bissl ungeschickt mit die Handhabung Deiner Utensilien. Da machs Du kluges Gesicht und sagst . "Ei gugge mal, schaust aus wie Hannah Montana" Prinzessin wollt´s halt sein. Is völlig normal in so Alter. Star halt.
Und Papa sagt erstma rein garnix, wenn Pamela Andersson inne Tür steht - weil, erst Pamela aussprechen lassen - da merkst denn auch, das es des Töchterchen is, wegen an der Stimme. Und sag, die Watte soll´s fein säuberlich dahinpacken, wo´s hergenomm hat. Nämlich von als gestern 0 auf heut 75 DD
... des kann unmöglich über Nacht passiert sein.
Die Hüften finden´s zu breit bei sich als Bohnenstange - der Busen zu klein ( wobei, - kleiner geht´s ja scho nich mehr ) und der Po zu dick ( dabei weißt nich ma bei hinschauen, wo hinten und vorne is ). Schönheitswahn - Jugend - Pubertät. Gar von Schönheits-OP träumen´s. Grad, dass die zweiten Zähnchen da sein, wollen´s Stars sein
Hälfte hat gar Diät hinter sich. Salatblatt als Hauptgang, halbe geriebene Möhre als Nachtisch. Als Krönung Schluck Mineralwasser. Zu Abendbrot 3 sauer eingelegte Erbsen. Diät - Die Jungs sein da nich so pingelich. Da gibbet herzhaftes in Marinade gewälztes Riesensteak mit Portion Pommes auf Extrateller.
Alles wird mit 3 Erdbeershakes runtergespült. Die wissen was gesund is und was schmeckt.
Wichtig -> Gespräch suchen. Warum´s sich in seiner Haut unwohlt fühlt. Sag : Andere Haut gibbet nich ... oder was weiß ich, was die meinen.
Vielleicht schwärmt´s auch nur für den Nachbarsjungen - weiter nix. Ausgerechnet diesen Lackel, den vorlauten ...
Aber ich versteh die ganze Aufregung nich. Dabei isses doch so einfach ... man muß sich doch nur Buch bestellen. Karin Kampwerth, München, Autorin des Ratgebers "Voll gut drauf. Schön und selbstbewusst im Handumdrehen" sagt´s uns doch. In Handumdrehen ... quasi in 10 Min. alle Sorgen los.
Ratgeber ... /wirr/
:-w
Näste Thema : -> Mama, wie bin ich in Dein Bauch gekommen ? |
Und was schliesst man daraus:
Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.....
Die medizinische Forschung hat so enorme Fortschritte gemacht, dass es überhaupt keine gesunden Menschen mehr gibt.
Die meisten Leute beurteilen die Menschen nur nach dem Aufsehen, das sie erregen, oder nach ihrem Vermögen
Kinder mögen manche Untugenden haben, aber wenigstens zeigen sie nicht unentwegt Bilder ihrer Eltern vor.
Ordnung ist ein dehnbarer Begriff. Das weiss jeder, der mit anderen Menschen, insbesondere Kindern zusammenlebt. Dehnbar wie das Gummitwist, der Slimey und all die Kaugummis, die zuweilen im Kinderzimmer herumliegen. Ordnungsfimmel gehört definitiv nicht zu meinen Neurosen, trotzdem gelingt es meinen Kindern mich diesbezüglich aus der Fassung zu bringen. Wenn es ums Aufräumen geht, erweisen sie sich als unglaublich renitent. Statt den Akt einfach zu vollziehen, inszenieren sie lieber ein aufwühlendes Drama darum, das Verweigerung, bitterliche Tränen und schliesslich zähneknirschendes Einlenken beinhaltet.
Nun ist meine Geduld nicht immer so dehnbar, wie besagter Gummitwist. Und als ich jüngst, einen Klassiker zitierend, dem Chaos im Kinderzimmer mit dem Müllsack und der Drohung zu Leibe rücken wollte, es werde alles fortgeworfen, was nicht aufgeräumt sei, schockierte mich der Sohn mit einem achselzuckenden Seitenblick und der lakonischen Bemerkung: «Okay. Wir können ja neue Spielsachen kaufen.» Ich liess den Müllsack sinken. So muss sich Saigo Takamori gefühlt haben, als er zum letzten Gefecht der Samurai gegen die Kaiserliche Armee antrat. Gegenüber der mit modernsten Schusswaffen ausgerüsteten Truppe waren sein Schwert und die edle Gesinnung bloss noch ein schlechter Witz.
Tatsache ist, wenn es um Konsum geht, sind Kinder die denkbar willigsten Opfer. Es beginnt mit dem billigen Plastikschrott, der ihnen überall nachgeworfen wird und den sie mit Freuden um sich raffen und entwickelt sich mit zunehmendem Alter zu der Markenwelt, die zum Massstab gesellschaftlicher Akzeptanz wird. Jeder braucht alles, sonst ist er nicht dabei. Nach einer Umfrage des «Beobachters» besitzen heute 88 Prozent der 12- bis 14-Jährigen ein Handy, rund 65 Prozent haben eine Spielkonsole und gleich viele einen Computer. Und jetzt, da sich Weihnachten nähert, flattern fast täglich Prospekte ins Haus, um Begehrlichkeiten nach noch mehr zu wecken.
Es ist das Eine, sich selber der Macht der Warenwelt und dem Sog der Konsumgesellschaft zu entziehen. Viel schwieriger wird es, wenn es um die Kinder geht. Denn nicht nur die Werbung versucht immer mehr die lieben Kleinen zu ködern, sondern sie trifft uns, die Finanziers, damit auch an unserem schwächsten Punkt. Der amerikanische Forscher James McNeal stellte etwa fest, dass sie auf sieben Arten quengeln können, wobei die niedrigste Eskalationsstufe ein bittendes Quengeln ist, gefolgt vom Schmeicheln, Dauerbitten, der Enttäuschung und demonstrativem Heulen in der Öffentlichkeit. Die ultimative Waffe der Kinder ist schliesslich, mit ewigem Hass zu drohen. Kein Wunder, geben da so viele Eltern nach. In Deutschland etwa geben Eltern bis zur Hälfte ihres monatlichen Haushaltsnettoeinkommens für die Kinder aus. Und es ist ja auch so viel einfacher, Liebe und Zuneigung über Waren auszudrücken, als sich tatsächlich Zeit und Raum für die Kinder mit all ihren Launen zu nehmen.
Ich bin der Meinung das ist falsch. Wir sollten unsere Kinder stattdessen einen verantwortungsvollen Umgang mit Konsum lehren. Die Frage ist nur: wie? Auf Verzicht pochen? Weihnachten abschaffen? Oder hoffen, dass die Konsumlust sich mit dem Alter von selbst erledigt? Vielleicht reicht es auch, sie einfach zu penibler Ordnung im überquillenden Kinderzimmer zu zwingen. Doch letztlich ist es wohl auch hier, wie überall: Vorbild ist alles. Also heisst es, die eigenen Massstäbe prüfen und mit gutem Beispiel vorangehen. Auch wenn das heisst, mit einem altmodischen Säbel gegen Maschinengewehre anzutreten.
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