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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 23.04.2006    um 21:04 Uhr   
"Warte einen Moment!" Seine Stimme hatte nichts Forderndes in sich. Sie war sanft, und rein, wie die ersten Strahlen der Frühlingssonne. "Möchtest du mir nicht erzählen, wie deine Eltern sind? War dein Vater schon immer so, wie er jetzt ist?" Es wäre kein Problem für ihn gewesen an die Informationen zu gelangen. Er war alt genug um die Gedanken der Menschen ohne größeren Aufwand zu lesen, aber er wollte, dass er Junge es ihm erzählte. Wie sollten sie Vertrauen zueiander aufbauen, wenn sie nicht miteiander sprachen? Er wollte nicht der Herr des Jungen, sondern sein Freund, sein Vertrauter sein. Er wollte die zarte Seele, die er war - das wusste er - in beide Hände nehmen und vor allem Übel beschützen, aber dafür musste der Junge bereit sein, sich darauf einzulassen. "Wenn es dir hier unten zu feucht ist, können wir selbstverständlich nach oben gehen. Wie wäre es, wenn wir mit Vico zusammen eine heiße Schokolade trinken?"
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 23.04.2006    um 21:40 Uhr   
Er stockte, nachdem Luciens wohlklingende Stimme sich hinter ihm erhob. Er wusste nicht, warum, aber kurz jagte es ihm einen Schauer über den Rücken. Peinlich berührt hoffte er darauf, dass nur er es war, der dies bemerken durfte. Sein Körper neigte zurzeit gerne zu Überreaktionen. Kein Wunder bei dem innerlichen Tumult.
Die Frage, die Lucien ihm stellte, überraschte ihn sichtlich. Langsam drehte er sich um 180° um und blickte mit tiefdunklen Augen zum Hellhäutigen.

„K-klar, wieso nicht?“
Es war zwar ein unangenehmes Thema, aber er hatte kein Grund die häuslichen Verhältnisse zu verschweigen, nachdem er genauso viel vom Gastgeber erfahren durfte. Er strich sich ein paar pechschwarze Strähnchen zurück, die sich noch leicht benässt aus dem Zopf gelöst hatten, den er sich nach dem Duschen gebunden hatte.

„Ja, das ist eine sehr gute Idee. Wahrscheinlich wartet der Junge sowieso. Süßigkeiten schlingt er runter wie nichts.“
Ein kurzes, seltenes Schmunzeln erschien auf den weichen Lippen, während er geduldig auf das Aufschließen des anderen wartete.

Der Raum, den sie für ihre kleine, schokoladige Zeremonie benutzten, war das Gästezimmer der Jungs. Felice hatte schnell dafür gesorgt, dass Gemütlichkeit auf der Terrasse herrschte. Aus den schwarzen Stahlstühlen wurden gemütliche Sitzgelegenheiten, da sie mit weichen Kissen belegt waren und der Tisch wurde kurzfristig mit einer Decke geschmückt, die er aus dem eigentlichen Zimmer entnommen hatte. Es war eine wundervolle Nacht. Irgendwo zirpten Grillen und der Mond warf sein fahles Licht über die Welt. Felice wusste nicht, wie spät es war, aber im Moment hatte er keinen Bedarf danach zu fragen. Ab und zu flatterte die Flamme einer roten Kerze, die er als einzige Lichtquelle aufgestellt hatte. Die Haare waren nun getrocknet und offen. In ihrem natürlichen Glanz und Feinheit fielen sie ihm locker ein Stück über die Schulter. Es herrschte kurz Ruhe und sein Black galt Vico, der fröhlich den Kakao trank, bevor er das Wort erhob.

„Mein Vater war nicht immer so gewesen, wie er heute ist. Es kam auf als er bemerkte, dass Talent in uns steckt. Ich wusste früher nicht, dass er Geldgierig war, aber heute weiß ich es. Meine Mutter ist eine einfache, Zartbesaitete Hausfrau. Zu ihr hege ich einen guten Draht und sie ahnte es auch, dass ich eines Tages nicht mehr nach Hause kommen würde.“
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 23.04.2006    um 21:59 Uhr   
"In der Gestaltung eines Raumes erkennt man die Persönlichkeit seines Besitzers", sagte ein kluger Mann einmal und wenn daran auch nur ein winziger Funke Wahrheit war, dann war Felice noch viel zarter, als er bis jetzt angenommen hatte. Die Geräusche und Gerüche der Nacht erfüllten ihn vollkommen. Er saß neben Vico, aber gegenüber seines Bruders, die Beine überschlagen und die langen, schlanken Finger auf der Tischplatte gekreuzt. Ruhig hörte er den Erzählungen des Jungen zu, sah ab und an zu Vico hinüber und antwortete schließlich:
"Ja, man hört zu oft, dass die Menschen sich selbst, oder ihre Familie für ein bisschen Geld ausliefern und schinden. Vielleicht ist es nicht verkehrt, dass deine Mutter mit dir dieses stille Abkommen geschlossen hat. Du und Vico... ihr seid herzlich eingeladen eure Kunst hier auszuleben ohne Angst vor Neid oder Provietgier."
Er nickte ihnen zu und schenkte dem Jüngeren noch etwas heiße Schokolade ein.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 24.04.2006    um 19:10 Uhr   
Vico zog ein freudiges Gesicht. Der Nachschlag war ihm natürlich mehr als willkommen. Mit kindlicher Stimme bedankte er sich.
“Danke, Lucien!“
Ruhig betrachtete der ältere Italiener das Schauspiel. Vor ihm stand ebenso ein Becher mit Kakao, der jedoch noch so gut wie voll war. Durch diese neuen Gedankengänge war er vollkommen abgelenkt zu trinken, geschweige denn einen Durst auf das Getränk zu verspüren.

„Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ihr keinen Profit aus unseren Künsten schlagen könnt. Immerhin sind wir unbekannt und außerdem habt ihr sicher genug auf dem Konto. Kein normaler Mensch könnte sich nämlich so ein riesiges Anwesen leisten.“
Murmelte Felice leise und schwankte direkt zum nächsten Thema weiter.

„Aber Lucien…, wenn du uns wirklich hier behalten möchtest solltest du dir im Klaren sein, dass Verantwortung auf dich zukommen wird. Vico kann hier nicht eingesperrt bleiben. Er braucht eine Schuldbildung und menschlichen Kontakt. Darüber hinaus kann es gut möglich sein, dass man sich das Mundwerk hinter deinem Rücken zerreißen wird. Ist ja sicher nicht normal, dass… .“
Er stockte und linste zu seinem Bruder hinab. Zwar trank der versonnen seinen Kakao, doch hörte er ebenso zu. Noch war die Zeit nicht gekommen die Wahrheit offen auf den Tisch zu legen. Blinzelnd sah Vico auf als er bemerkte, dass sein Bruder ihn ansah und aufgehört hatte zu sprechen. Ausweichend lächelte Felice ihm zu und setzte wieder an.
„…nun, dass wir eben hier sind. Wenn du verstehst, was ich meine... .“
Immerhin: Es ist sicher nicht normal, dass sich Vampire Menschen halten. Es sei denn, sie wollten damit angeben oder seltsame Spielchen spielen. Was wusste er schon davonÂ… .
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 24.04.2006    um 19:36 Uhr   
"Ich verstehe deine Sorgen, Felice, aber glaube mir, dass ich nicht so leichtsinnig bin und grundlegende Dinge vergesse. Für Vicos - und deine - Bildung ist bereits gesorgt und was das Geschwätz betrifft: Ich denke nirgendwo spricht man mehr, als in unserer Gesellschaft. Man wird sich vielleicht wundern, aber ich glaube nicht, dass man den Mut haben wird offen auszusprechen, was man denkt. Ihr beide werdet davon ohnehin nichts mitkriegen."
Er nickte, so dass ihm einige der dunklen Strähnen vor die Augen fielen und schob die Kakaotasse näher an Felice heran. Der Junge musste etwas trinken. Neben den Getränken stand auf dem Tisch noch ein Teller mit Plätzchen. Der Abend verging schnell und je näher der Morgen rückte, desto unruhiger wurde Lucien. Schließlich stand er auf, wuschelte Vico durch das Haar und ließ seine kühle Hand auf dessen Schulter sinken. "Es ist schon spät. Komm, ich bring dich ins Bett, dann kann Felice noch ein bisschen hier draußen sitzen oder ein Bad nehmen, was hältst du davon?"
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 24.04.2006    um 20:07 Uhr   
„Na schön… .“
Wisperte Felice ganz leise.
Es war ungewöhnlich einen Wesen zu begegnen, dass bereit war sich für zwei unbekannte Menschen aufzuopfern. Wieso tat er das nur? Was hatte er nur davon? Sicher, er hatte ihre Anwesenheit…, aber was noch? Sie lagen ihm doch total auf der Tasche, bereitete ihm Probleme und sicher noch mehr in der Zukunft. Warum also?
Das Geräusch der geschobenen Tasse riss ihn wieder aus den Gedanken. Er lächelte flüchtig und nahm die Tasse in beide Hände. Irgendwie war es furchtbar angenehm die Erlaubnis zu bekommen, sich keine Gedanken machen zu müssen. Ein sorgloses Leben…, das hatte er sich schon immer gewünscht!
Vorsichtig trank er vom Kakao und stellte fest, dass jener wirklich sehr gut schmeckte. Als er auf den Geschmack gekommen war, trank er den Becher sogar aus.

Als es sehr spät wurde und Vico wirklich nicht mehr hellwach war, stand er schrecklich freiwillig auf.

„Okay! Ich bin aber auch müde!“
Ein sanftes Kichern klang auf und er drückte noch schnell seinen Bruder, bevor er nach Luciens Hand griff und sich von dem Vampir ins Bett bringen ließ. Erstaunt sah Felice den beiden hinterher.
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geschrieben am: 24.04.2006    um 20:26 Uhr   
Schließlich zog sich auch Lucien auf sein Zimmer zurück. Rasmus wartete auf ihn und er begrüßte ihn mit einer zarten Umarmung.
"Habe ich dich sehr lange warten lassen, mein Freund?"
"Kommt drauf an, ob du neun Stunden, als lang bezeichnest."
"Es tut mir so Leid..."
"Schon in Ordnung. Ich kann verstehen, dass du dein neues Spielzeug ausprobieren musst."
"Sprich nicht so von ihnen, Rasmus. Ich verbiete es dir!" Er beugte sich vor so das seine kühlen Lippen die des Italieners berührten. "Aber nun komm, ich bin müde und brauche deine Gesellschaft. Ich möchte nicht, dass du böse auf mich bist."

Der Tag verging und am nächsten Abend war Lucien schon sehr früh auf den Beinen. Er nahm ein Bad und benutzte ein wenig von dem teuren Parfüm, das eine Freundin aus Persien mitgebracht hatte. Es roch fremdländisch und herb, ohne jedoch unangenehm und aufdringlich zu wirken. Seine Haare band er zu einem ordentlichen Zopf zusammen. Er wählte eine einfache Jeans und ein dunkles Hemd, dazu ein enganliegendes Halsband. Mit einem leichten Schütteln weckte er Rasmus, der ihm entgegen lächelte.
"Du siehst gut aus. Hast du was vor?"
"Oh ja, ich werde mit Vico und Felice ins Kino gehen. Anschließend wollen wir tanzen. Willst du uns nicht begleiten! Oh bitte, ich würde mich freuen. Begleite uns! Wir warten in der Halle auf dich!" Mit einem charmanten Lächeln machte er sich schließlich auf den Weg in die Einkaufshalle, in der er sich in einen hübschen Weidenstuhl sinken ließ um auf die Brüder zu warten.
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geschrieben am: 24.04.2006    um 20:57 Uhr   
Felice gestaltete sich den neuen Tag angenehm. Er verzichtete diesmal auf zu viele Tabletten und verbrachte seine Zeit mit Vico. Sie waren fast den ganzen Tag im riesigen Garten gewesen. Vico malte Bilder und Felice versuchte aus den Einblicken seiner Bruders Worte zu bilden. Es war eine sehr lustige Unterhaltung, denn die Gleichnisse, die dabei heraus kamen, waren erstaunlich! Ihre Gedanken waren sich verdammt nah.
Kurzfristig erfuhren die Brüder von dem anstehenden, abendlichen Ausgang. Wahrlich, Felice hatte absolut nicht damit gerechnet das Lucien sein Wort halten würde. Eilig wurden dann also die Vorbereitungen getroffen. Vico nahm ein Bad und Felice unterzog sich eine weitere Dusche. Danach stellte man fest, dass die Kleidung die sie zur Verfügung hatten nicht die Beste war. Seufzend zog der Dichter dieselben Klamotten an, die er seit ihrer Ankunft trug. Natürlich wusch er sie auch in der Wanne ihres Zimmers, aber alles im allen war das sicher nicht das Beste um Auszugehen. Nun ja, ändern konnte er es nicht.
Lucien durfte eine halbe Stunde in der Halle warten, bevor die beiden Neulinge auftauchten. Äußerlich sah man keinen Unterschied zu die vergangenen Tage, aber Vico strahlte vor Freude. Als jener Lucien auf einem hellen Weidenstuhl erblickte, rannte er auch schon wieder voraus.

„Lucien Lucien! Felice sagte, dass wir ins Kino gehen! Ist das wahr, Lucien?“
Er konnte sich ein sanftes Schmunzeln nicht verwehren. Warum sollte er denn solche Geschichten erzählen? Einen enttäuschten Burschen hatte er ungern um seine Nase herum springen. Nach einigen Schritten war auch Felice da und nickte dem Gastgeber freundlich zu.

„Guten Abend, Lucien.“
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geschrieben am: 24.04.2006    um 21:08 Uhr   
Während er auf die beiden Menschenkinder wartete, erfreute er sich an den hellen Lilien, die vor ihm auf einen Tisch standen, und deren Geruch ganz sanft in der Luft lag. Seine hellen augen konnten sich an dem reinen Weiß der Blüten gar nicht satt sehen. Eine Dienerin, ein junges Mädchen mit roten Locken, brachte ihm etwas zu trinken und ein Buch, aber kaum war sie verschwunden, sah er Vico und Felice die breite Treppe hinunter kommen. Der Kleine, der auf ihn zu rannte, war ja ganz euphorisch.
"Guten Abend! Ja, wir gehen ins Kino und wenn Felice nichts dagegen hat, dann suchst du dir den Film aus. Kommt, setzt euch noch einen Augenblick. Wir warten noch auf Rasmus. Er möchte auch gerne mit."
Dann glitt der Blick aus seinen Bergseeaugen über die Körper der Brüder und er kräuselte seine Nase kaum merklich.
"Hat man euch keine neuen Kleider gebracht? Ich habe Dominique extra gesagt, sie soll sich nach euren Größen erkundigen. Na ja, wie dem auch sei. Dann werden wir vorher noch einkaufen gehen, denn ihr braucht dringend ein paar Sachen. Und keine Angst Vico. Wir gehen einfach in die Spätvorstellung, einverstanden?"
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geschrieben am: 24.04.2006    um 21:30 Uhr   
Peinlich berührt senkte er seinen Blick und ließ sich auf einen der Weidenstühle nieder. Sicher, er hätte sich auch gerne eine andere Garderobe ausgesucht, aber leider wollte er nicht unverschämt wirken und niemanden fragen. Immerhin war doch Kleidung Kleidung, oder etwa nicht? Na ja, er kam aus Mailand, da war Kleidung eben nicht gleich Kleidung… . Sacht leckte er sich über die Lippen und sah zu seinem Bruder, der aus seiner freudigen Laune gar nicht mehr herauskommen wollte.
„Oh ja! Einkaufen und dann den Film ansehen! Ich war noch nie in eine Spätvorstellung! Darf ich da überhaupt noch rein?“
Nachdenklich fasste sich der Junge an sein schmales Kinn. Eine Geste, die er sich sicherlich von seinem Bruder abgeguckt hatte. An ihn sah dies alles verdammt niedlich aus.

„Nein!“
Mischte sich da plötzlich Felice ein.

„Nein, keine neuen Kleider, das ist nicht nötig. Ich…, bin mir sehr sicher noch Geld dabei zu haben. Ich werde den Eintritt für mich und Vico bezahlen. Einen Moment bitte.“
Oh nein, das wurde ja immer peinlicher! Sein Stolz verbat es ihm sich aushelfen zu lassen. Er würde dies auch nie annehmen. So stand er wieder geschmeidig auf und wendete ich ab, damit er den Weg zurück nehmen konnte. Rasmus war sowieso noch nicht anwesend.

„Entschuldige, Felice… .“
Wisperte Vico leise hinterher. Er fühlte sich schuldig.
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geschrieben am: 24.04.2006    um 21:43 Uhr   
In einer so vollkommenen Geste, wie sie kein Mensch beherrschen konnte, strich sich Lucien eine StrÀhne hinter die Ohren, die sich aus seinem Zopf gelöst hatte. Um das zu Ìben, hatte er aber auch genÌgend Zeit gehabt. Verschwörerisch beugte er sich Ìber den Tisch, so dass er Vico zu flÌstern konnte.
"Warte einen kleinen Moment hier. Es wÀre doch gelacht, wenn ich deinen Bruder nicht zu einem langen Einkaufsbummel Ìberreden könnte."
Er zwinkerte dem Jungen zu und ging mit eleganten Schritten hinter Felice her, bis er ihm seine Hand auf die Schulter legen konnte.
"Nicht so schnell." Wisperte er warm und weich direkt neben Felice' Ohr. "Lass mich euch einladen! Oder, wenn du das nicht möchtest, dir einen Handel vorschlagen. Wir gehen zusammen einkaufen und im Gegenzug dafÌr schreibst du mir ein Gedicht." Ohne darÌber nachzudenken strich er mit seinen kÌhlen Fingern die Haare des Jungen zurÌck und wisperte weiterhin. "Du kannst es mir vortragen und wenn du eines Tages berÌhmt bist, kann ich sagen, dass ich der erste war, der dieses Gedicht jemals gehört habe. Das ist doch ein fairer Tausch, findest du nicht?"
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 24.04.2006    um 22:02 Uhr   
Brav nickte der Jüngste. Er war sich ebenso sicher, dass man Felice sehr schnell umstimmen konnte, wenn man wusste wie. Solange setzte er sich auf Luciens Platz und schnappte sich sein Buch. Gespannt blätterte er es durch.
Mit ruhigen Schritten ging indes Felice weiter. Er wusste, dass er all sein Geld schon verbraucht hatte, denn die Menge, die er mitgenommen hatte, war nicht groß gewesen. Plötzlich zuckte er zusammen und kam ins Stocken. Er hatte Lucien gar nicht bemerkt! Die Kühle hand durchfuhr seinen ganzen Leib. Das er ihm dann noch durch das Haar strich, war jedoch selbst für den Italiener zuviel. So drehte er sich schnell um und ging zwei Schritte zurück.

„Schleich dich nie wieder von hinten an mich heran und hör auf, mich anzufassen!“
Platzte es als erstes leicht gereizt aus ihm heraus. Er…, er mochte das nicht. Zu unheimlich war ihm das Ganze noch. Leicht in Ekel versetzt überstrich er die Berührungen, die er am Nacken nur einem Windhauch gleich verspürt hatte.

„Und…, der Deal ist etwas fad. Ich kann dir nicht versprechen, berühmt zu werden, also sollten wir das gleich sein lassen. Wenn du unbedingt darauf bestehst, dann geh mit Rasmus und Vico aus. Sobald ich mein Geld habe, zahle ich es dir wieder aus.“
Er nickte ihm sanft zu. Er konnte gerne verzichten, besonders, wenn er um seinen Bruder ging. Man bemerkte auch, dass Felice fast nur seinen Bruder im Kopf hatte. Man sollte sich da an das gestrige Gespräch erinnern. Er sprach von Ausbildung und Freunde, doch da war nur Vico im Blickfeld gewesen. Die Bereitwilligkeit sich für einen anderen Menschen komplett auszugeben, war faszinierend groß bei Felice.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 24.04.2006    um 22:12 Uhr   
Lucien wandte den Blick von Felice und seine hellen Bergseeaugen wurden einen Moment ganz dunkel. Ein leises Seufzen kam ÃŒber seine vollkommenen Lippen und als er den Italiener wieder ansah, bemerkte man deutlich die Traurigkeit in seinem Blick.
"Gut, dann geh. Du brauchst das Geld nicht zurÌck zahlen. Ich lade Vico ein und er ist auch bereit sich einladen zu lassen. Schade, ich habe mich auf den Abend mit dir gefreut. Wenn du trotzdem in die Stadt möchtest, kannst du gehen. Ich habe den WÀchtern gesagt, dass du kommen und gehen kannst, wann du willst. Und entschuldige meine Forschheit. Ich hÀtte dich wirklich nicht berÌhren dÌrfen."
Er nickte ihm entgegen. Rasmus, der aus einem Nebenzimmer in die große Halle getreten war, sah den Blick seines unsterblichen Freundes. Was hatte Felice schon wieder angestellt? War er sich eigentlich bewusst, dass er Lucien damit krÀnkte? Wahrscheinlich nicht. Er dachte doch, wie die meisten KÃŒnstler nur an sich und die Vermehrung ihres Ruhms. Ruhig blieb der Italiener in der Ecke stehen und beobachtete die beiden.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 24.04.2006    um 22:28 Uhr   
Auch wenn der Blick nur halb so traurig sein sollte wie er war, es zog verdammt gut bei Felice. Flüchtig leckte er sich über die Lippen und wusste nicht, was er machen sollte. Er könnte dieses Angebot ohne weiteres annehmen, aber war er auch wirklich dazu berechtigt? Seine Augen schweiften von dem Hellhäutigen ab und überflogen den Boden. Natürlich würde ihm der Ausgang gut tun, aber…, aber er konnte das doch nicht einfach so machen! Verzweifelt fasste er sich an die Stirn und nickte sacht.
„Schon gut, ich komme mit! Aber nur, wenn es ganz einfache Läden sind. Ansonsten werde ich sofort wieder den Weg zurück nehmen.“
Ja, das klang schon recht akzeptabel, immerhin wollte er seine Schulden recht übersichtlich erhalten. Im Augenwinkel erblickte er dann Rasmus. Recht neutral sah er zu ihm hinauf, bevor er sich wieder wortlos abwendete und zurück zu Vico ging.
Schrecklich, auf was er sich alles herablassen musste. Ein naives Spielzeug…, nein, das würde er niemals werden. Niemals.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 24.04.2006    um 22:39 Uhr   
So traurig sein Blick war, so strahlend wurde sein LÀcheln, als er hörte, dass Felice sich doch noch umentschieden hatte. Es war unglaublich, wie ein einziges Gesicht, in einem einzigen Augenblick so viel Emotion Ìbermitteln konnte! Lucien nickte und zwinkerte Vico Ìber die Schulter hinweg zu, bevor er sich wieder an Felice wandte.
"Sicher, aber nur wenn du mir versprichst, dass du es wirklich als Geschenk annimmst. Das machte man, als ich noch ein Mensch war, nÀmlich noch so."
Rasmus betrachtete die Szene mit gemischten GefÌhlen. Anscheinend hatte Felice die Sache doch noch einmal ins rechte Licht gerÌckt. Trotzdem, er konnte sich nicht erklÀren, was es war, dass ihm sagte, dass es keine gute Idee war, die Jungen in ihr Haus zu holen. Mit einem KopfschÌtteln ging er langsam auf die kleine Sitzgruppe zu.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 25.04.2006    um 10:06 Uhr   
„Als Geschenk? Na schön… . Ich hoffe du weißt auch noch, dass sich Menschen sehr schnell an so was gewönnen können. Ich möchte jedoch gewisse Gegenleistungen erbringen, sonst kann ich nicht zufrieden mit mir sein.“
Sprach Felice, der sich langsam auf den Weg zu seinem Bruder machte.
Bevor Rasmus ihre kleine Sitzgruppe erreichen konnte, hatte er noch etwas mit Vico zu besprechen.

„Vico, auch wenn er heute für uns bezahlt möchte ich nicht, dass du dies als selbstverständlich hinnimmst. Es ist unhöflich einen Menschen so auszunutzen. Darum bitte ich dich heute nur die nötigsten Sachen anzunehmen und dich später im Kino zurück zu halten. Immerhin sind wir zwei selbstständige Personen und keine Haustiere, die man sich nebenbei zum Spaß hält.“
Der letzte Satz war mehr gemurmelt und somit ein lautes Denken. Der Bursche, der sich auf Luciens Platz gesetzt hatte und mit großer Aufmerksamkeit seine Beine schwang, nickte verstehend. Er spürte, dass sein Bruder die ganze Sache wichtig war. Für ihn war es wirklich eine normale Sache, wenn man ihn an der Hand nahm und einkaufen ging. Jedoch war Lucien keiner aus ihrer Familie und da sollte er sich tatsächlich zurück halten.

„Keine Sorge, Felice! Ich werde es dir versprechen!“
Er nickte freundlich und sah auf, als er Rasmus im Augenwinkel bemerkte. Sofort hob er seine schmale Hand und winkte diesem aufgeregt zu.

„Hallo Rasmus! Hallo!“
Dadurch wurde auch Felice aufmerksam. Er wendete den Blick über seine Schulter und setzte ein freundliches Lächeln au. Dann nickte er dem ältesten Italiener zu.

„Guten Abend.“
  TopZuletzt geändert am: 25.04.2006 um 10:06 Uhr von FeliceFoscari
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geschrieben am: 25.04.2006    um 10:45 Uhr   
Rom, die heilige Stadt; der Sitz des Papstes; Ort der Zuflucht für Gläubige! Zumindest am Tag. In der Nacht zeigte Rom sein zweites Gesicht. Wenn man wusste, wohin man sehen musste, entdeckte man hinter jeder Ecke einen Nachtclub, ein Bordell oder eine Spielhalle. Betrunkene liefen lachend über die Straßen und Dirnen boten ihre Körper - wenn auch etwas versteckter, als in anderen Städten - in Nischen und Hauseingängen an. Wenn Rom die Stadt der Heiligen war, dann war sie auch die Stadt der Sünder.
Lucien und besonders Rasmus achteten darauf, dass sie diese Viertel mieden um die Seele des Kleinen zu schonen. Felice würde damit umgehen können, aber Vico musste das nicht sehen. Der Vampir fand es schwer in dieser Stadt ein Geschäft zu finden, das nicht edel und teuer aussah, vor allem, weil er verlernt hatte, was es heißt, bescheiden zu leben. Er musste sich nie einschränken, zumindest nicht, wenn es um Geld ging. Deswegen übernahm Rasmus die Aufgabe. Er wählte schließlich ein ganz normales Geschäft, ohne teure, mit Gold verkleidete Spiegel und einen eigenen Verkäufer. Lucien gab ihm dankbar einen Kuss auf die Wange und wandte sich dann an die beiden Brüder.
"Sucht euch aus, was ihr möchtet und bitte nicht nur ein Teil. Mein Vater besteht darauf, dass ich euch eine angemessene Gaderobe verschaffe!"
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 25.04.2006    um 11:31 Uhr   
„Na komm, Vico. Lass uns mal gucken was wir da drin finden.“
Felice packte seinen Bruder sanft an den Schultern und verschwand mit ihm im Laden. Er sah wirklich normal und nicht zu teuer aus. Dennoch, Unbehagen saß in Felice Nacken. Trotz allem machte er gute Miene zum Spiel. Sie sahen sich erstmal um, nur um dann mit dem Aussuchen und Anprobieren anzufangen. Als erstes sollte eine passende Garderobe für heute Abend her. Immerhin wollten auch die beiden Brüder anständig herum laufen und die Sachen, die er gerade an seinem Leib hatte, konnte er im Moment nicht mehr sehen. Er entschied sich für eine schwarze, breite Hose mit silbernen Kettchen. Die fand er sehr stylisch. Dazu ein leicht enges, ebenso schwarzes Shirt. Seine Schuhe waren noch in Ordnung, auch wenn sie nur einfache Sneekers waren. Zur seiner Überraschung fand er noch ein dunkelrotes Band. Er liebte Bänder, da man sie gut als Haarbänder missbrauchen konnte. Diesmal wurde es jedoch als eine Art Bandana umfunktioniert. Ein paar Strähnchen fielen über den Stoff und bedeckten trotz allem halb die Augen, andere wurden zurück gehalten. Diese Mischung aus Perfektion und Ungradlinigkeit hatten eine gute Wirkung auf Felice. Um Zeit zu sparen, ließ er die Kleidung direkt an und sagte an der Kasse bescheid. Dann sah er sich nach Vico um und half ihm, geeignete Kleidung zu finden. Als auch er etwas Neues und Besseres trug, war sein Bruder ziemlich erleichtert. Das sah schon viel besser aus!
Nach einer Stunde waren sie fertig gewesen. Felice hatte es nicht übertrieben. Das Nötigste war da und mehr würde er auch nicht wollen. Falls Lucien Ambitionen zu anderen Garderobenvorstellungen hegte, musste er sie eben den Brüdern bringen lassen.
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geschrieben am: 25.04.2006    um 20:23 Uhr   
Die Kleidung der beiden Menschen hatte Stil. So viel Stil, dass Lucien völlig begeistert war. Besonders Felice zog ihn in seinen Bann. Die Mischung aus Gehorsam und Rebellion, die sich in diesen Kleidungsstücken ausdrückte, wirkte wie ein Zauber auf ihn, so dass er gar nicht davon ablassen konnte seine hellen Bergseeaugen anerkennend über den Körper des Älteren Italieners schweifen zu lassen. Ja, er hatte beinahe verlernt, welche Schönheit Menschen doch waren. Das sollte nicht heißen, dass Vampire keine Schönheit besaßen, ganz im Gegenteil. Sie waren makellos. Und gerade diese Makellosigkeit machte sie langweilig. An ihnen fand man kein einziges, falsches Haar, keine Narbe, keine rauen Lippen. In ihrer Perfektion waren sie, wie Puppen: Schön anzusehen, aber uninteressant. Menschen - nein nicht Menschen! Felice! - wirkte dagegen, wie ein Gemälde. Er nahm die Sinne des Vampirs vollkommen gefangen. Und auch Vico sah wirklich exellent aus. Ja, diese beiden hatten einen außergewöhnlich guten Geschmack!
"Ihr seht wunderbar aus!" Kam es beeindruckt über seine kühlen Lippen, die sich zu einem sanften, fast schüchternen Lächeln gehoben hatten, als er so viel Eleganz sah. "Man wird sicher überall neidisch auf euch sein."
Gemütlich schlenderten sie durch die Straßen der Stadt und Lucien sog die Luft tief ein. Auch wenn es nach Abgasen und Fäkalien roch, für ihn war es der Duft des Lebens. Bis zum nächsten Kino war es nicht weit, sie erreichten es in einer Viertelstunde, blieb er nachdenklich stehen und schaute sich die Reklamebilder an. Um diese Uhrzeit liefen nicht so viele Filme, die sie sich mit Vico gemeinsam ansehen konnten, aber der Kleine sollte ersteinmal wählen, dann würde man weitersehen können.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 25.04.2006    um 21:03 Uhr   
Blinzelnd stand Felice draußen bei den anderen. In seinen Händen befanden sich zwei große Tüten in denen die neuen Klamotten waren. Auch mit wenig Geld konnte man wohl soviel Stil hervorbringen, dass es selbst einen Vampir beeindruckte! Geduldig ließ er die Musterung über sich ergehen und nachdem er den öffentlichen Kommentar erntete, musste er tatsächlich aufpassen nicht rot zu werden. So räusperte er sich dezent und nickte Lucien dankend zu.
„Vielen Dank für das Geschenk!“
„Ja, danke, Lucien!“
Bedankten sich beide Brüder.

„Nebenbei: Dein Halsband sieht auch ziemlich stark aus.“
Er schmunzelte sanft und wendete sich dann zum Gehen um. Nur noch eine Kette am Halsband und jedes Wesen der schwarzen Szene wäre durchaus begeistert gewesen. Ja, vielleicht konnte man dies bei Gelegenheit wirklich einmal durchführen. Wahrscheinlich würden die Rollen dann nur vertauscht sein… .

Überlegend stand Vico vor den großen Plakaten. Er rieb sich erneut nachdenklich das Kinn und wusste nicht so recht, was er sich ansehen wollte. Felice stand dicht neben ihn, hatte die Taschen zu Boden gestellt und streckte sich gähnend aus.

„Oh… . Wie wäre es damit?“
Damit sie nicht ewig hier draußen herum standen, machte der Dichter einen Vorschlag und deutete auf einen Komödienfilm. Mit ihrem großen Glück fing der auch in 15 Minuten an.

„Hab gehört, der soll lustig sein.“
Felice lächelte und legte seinem Bruder einen Arm über die Schulter. Der sah sich die Sache noch einmal ganz genau an und nickte dann.

„In Ordnung! Sehen wir den uns also an?“
Fragend sah Vico zu Rasmus und Lucien hinüber.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 25.04.2006    um 21:16 Uhr   
Auch wenn man es ihm nicht ansah, so war er doch mindestens genau so aufgeregt, wie der kleine Vico. Er war seit einer Ewigkeit nicht mehr in einem Kino, aber der Geruch von Popcorn weckte die Erinnerungen und die Lust es noch einmal zu probieren. Die Filmwahl sollten den Jungen überlassen bleiben, sofern sie etwas fanden, das für Vico geeignet war. Die Entscheidung, die sie letztendlich trafen, traf sogar Rasmus' Geschmack, der zustimmend nickte.
"Sicher, den sehen wir uns an. Möchtete ihr Popcorn oder Taccos und was zu trinken? Ich denke, dass können wir jetzt sicher gut gebrauchen. Lucien, kümmerst du dich um die Karten?"
Fragend hob der Italiener seine Augenbrauen, denn eigentlich war er sich nicht sicher, ob der Vampir noch wusste, wie man das machte: Karten an einer Kinokasse kaufen.
"Ja, ich mache das. Wir treffen uns dann drinnen!"
Er lächelte, als er den drei anderen hinterher sah. Wie seltsam es war, unter so vielen Menschen zu sein, das pulsierende Leben zu sehen. Er war froh, dass er seine Bedürfnisse betrefflich der Nahrung gut unter Kontrolle hatte. Alles andere hätte zu einem Desaster geführt.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 25.04.2006    um 21:36 Uhr   
Nun gut, wenn Lucien damit zu Recht kam, würden die Brüder eben Rasmus folgen und ihm bei den Getränken und dem Essen helfen. Ruhig strich er Vico über den Kopf. Er war wirklich aufgedreht, obwohl er diese Dinge kannte. Sie kamen eben selten aus dem Haus, besonders, wenn man tagtäglich an seine Begabung feilen musste, nur, weil ein geldgieriger Vater das so wollte. Irgendwie seltsam, aber seine Laune stieg zunehmend. Es tat ihm gut unter anderen Menschen zu sein, den Duft von Popcorn und Softgetränke zu riechen und im Stimmgewirr kein Wort zu verstehen.
„Ich hätte gerne eine Cola und Popcorn, Rasmus!“
Erklang es von Vico, der hibbelig neben dem ältesten Italiener stand und an der Schlange entlang linste, nur um zu sehen, wann sie endlich an der Reihe waren. Haaach, das dauerte mal wieder alles! Sie würden sicher den Film verpassen!
Felice konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen als er bemerkte, wie Vico auf heißen Kohlen saß. Er besah sich kurzfristig die Leute und linste dann zu Lucien hinüber, der sich ebenso kurz anstellen musste, um an Karten zu kommen. Na, hoffentlich bekam der dies gebacken.

„Wenn es geht, hätte ich auch gerne eine Cola.“
Mehr wollte er wirklich nicht haben.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 25.04.2006    um 21:44 Uhr   
"Ich hätte gerne vier Karten für das Kino 3."
"Gerne. Loge oder Parkett?"
In diesem Augenblick fühlte er sich plötzlich wirklich überfordert, aber der Blick aus seinen hellen Augen flog über die Zettel, die am Kassenschalter hingen. Als er sah, dass die Logenplätze teurer waren, entschied er sich für sie. Sie sollten schließlich auch gut sehen können.
So saßen sie also eine Viertelstunde später im Dämmerlicht im Kino. Unauffällig betastete er die Bezüge der Sessel. Alles fühlte sich so ungewohnt, so neu an. Als der Film begann, konnte er seine Augen kaum von den flirrenden, schnellen Bildern nehmen, auch wenn er das Fernsehn gewöhnt war. Ins Kino zu gehen, war dann doch etwas anderes.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 25.04.2006    um 22:35 Uhr   
Nachdem so ziemlich alles geklärt wurde und sie einen wirklich guten Platz ergattern konnten, lehnte sich Felice entspannt zurück. Er mochte diese Kinosessel, sie waren ein Stück Luxus und er fand sie immer sehr bequem. Langsam überschlug er die schmalen Beine und griff frech in den Popcorneimer seines Bruders. Er schmunzelte, als jener sich da flüsternd beschweren musste. Danach gab er jedoch Ruhe, da endlich der Film begann, nachdem die Werbung geendet hatte.
Der Film war besser, als er gedacht hatte. Es gab einige witzige Stellen, die auch meist sehr sarkastisch waren. Ah, er liebte Sarkasmus! Während er den Film intensiv verfolgte, trank er seine Cola leer. Es war irgendwie angenehm, auch wenn da die Tatsache da war, dass ein Toter nicht unweit von ihm sitze und doch irgendwie…, sehr lebendig war. Seltsam.

Nach neunzig Minuten war auch der beste Film zu Ende. Felice wartete, bis die Menge nach draußen getreten war und folgte dann den anderen. Er sah sich nach einer Uhr um und stellte fest, dass es halb Zehn wurde. Das war aber eine ziemlich späte Zeit! Nicht für ihn, sondern den Jungen. Kurz presste er die Lippen zusammen und senkte den Blick. Sollte er es sagen? Er wusste nicht, wie die weitere Planung aussah und wartete erstmal ab.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 25.04.2006    um 22:53 Uhr   
Im Gegensatz zu der stickigen Luft im Kinosaal umschmeichelte der sanfte Wind hier draußen die Haut und ließ an Abenteuer denken. Der Vampir schaute auf eine der nahen Kirchturmuhren und stellte erstaunt fest, dass es noch recht früh war. Obwohl, vielleicht wollten die anderen schon ins Bett. Er sollte nicht davon ausgehen, dass jeder seine Vorliebe für das Nachtleben teilte.
"Nun, wenn ich ehrlich bin, bin ich mir nicht ganz sicher, wie es weiter gehen soll. Du wolltest gerne tanzen gehen, oder Felice? Dann sollten wir Vico aber zunächst nach Hause bringen, denn ich glaube kaum, dass er mit in diese..." Man merkte, dass er nach dem richtigen Wort suchte. "Diskos darf. Oder wollen wir etwas anderes unternehmen?"
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