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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 08.05.2006    um 21:59 Uhr   
Er fasste ihn hart am Arm an und zog ihn mit sich aus dem Haus. Selbst wenn Felice versuchen wÃŒrde sich zu entwinden, die Kraft, die Lucien hatte, war einfach unmenschlich. Er zog ihn mit sich, bis sie eine abgelegene Straße erreicht hatten, wo er ihn plötzlich fest gegen eine Hauswand drÃŒckte. Seine HÀnde hatte er neben Felice' Kopf platziert und in seinen hellen Augen, die an Bergseen erinnernten, funkelte etwas, was man leicht, als wut deuten konnte, selbst in der Dunkelheit der Gasse. Seine Stimme war gefÀhrlich leise, als er dem Jungen zuflÃŒsterte:
"Wage es dich nicht noch einmal in der Öffentlichkeit etwas zu sagen, was die Maskerade verletzen könnte oder ich kann nicht dafÃŒr garantieren, dass dir nichts passiert. Und was die Sache mit dem Sex angeht. Es ist mir egal, wann du es mit wem treibst, ich will nur wissen, dass du nicht da bist. In deinem Zustand kannst du jeden Moment umkippen und dann auch noch der Alkohol. Wie leichtsinnig kann man eigentlich sein? Oder musstest du dir erst Mut antrinken?"
Ein zynisches LÀcheln huschte Ìber seine Lippen, bevor er den Kopf schÌttelte und seine Augen verengte. Am liebsten hÀtte er dem Jungen eine Lektion erteilt, die sich gewaschen hatte, aber er konnte einfach nicht. "War sie wenigstens gut, oder hat sich das Geld nicht gelohnt? Wenn du nur ein wort gesagt hÀttest, hÀtte ich dir doch besorgen können, wen du wolltest!"
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 08.05.2006    um 22:17 Uhr   
Oh ja, diese Reaktion kam sehr überraschend. Ein Keuchen aus leichtem Schmerz entwich seinen Lippen, als der Vampir ihn einfach aus der Bude zog. Hinaus aus dem Gestank und hinein an die etwas frischere Luft. Sofort fröstelte er leicht, als die Nacht seinen abgekühlten Leib umfasste. Dann, als Lucien ihn so grob gegen die Wand drückte, kniffen sich seine Lider zusammen. Ein Adrenalinstoß erschütterte seinen Leib und die gezischten Worte riefen eine Gänsehaut hervor.
„Verzeih mir… .“
Wisperte er, nachdem Lucien seinen ersten Satzabschnitt beendet hatte. Dann grinste er jedoch wieder. Seine braunen Augen funkelten amüsiert. Der Alkohol hatte seinen Leib noch immer fest im Griff.
„Mut antrinken? Ja, vielleicht musste ich mir Mut antrinken! Vielleicht hatte ich aber auch nur Lust auf einen wunderbaren Barolo-Wein! Hach, du weißt gar nicht, was dies für eine Köstlichkeit ist. Und nein, ich suche mir noch immer selber aus, mit wem ich ins Bett steige… .“
Felice leckte sich beiläufig über die Lippen, während er Lucien musterte. Hm, schade, dass er diese süßen Wonnen noch nie erlebt hatte. Ob er…? Hehehe, ein lustiger Gedanke!
Seine tiefbraunen Augen sahen ihr helles Gegenüber wieder fest an.

„Sagen wir es so, sie waren ausreichend. Aber…, höre ich da etwas so was wie Eifersucht heraus? Oh, ist der Vampir am Ende noch sauer auf dass, was ich erlebt habe? Oder ist es eine andere Eifersucht? Hm, Lucien?“
Herausfordernd blitzen seine Augen.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 08.05.2006    um 22:31 Uhr   
Nun war es an Lucien amÃŒsiert zu schmunzeln. Seine Lippen hoben sich und durch das Zusammenkneifen strahlten seine Augen noch ein bisschen mehr. Er ließ von Felice ab und schÃŒttelte seinen schönen Kopf. Die schwarzen Haare wehten leicht im Wind, als er von der Seite zu dem Menschen hinÃŒber sah.
"Oh, du hast keine Ahnung in den Genuss welcher LÃŒste ich kommen kann, aber die Sache mit der Eifersucht mag einen wahren Kern haben. Ich weiß es selbst nicht. Und jetzt lass uns nach Hause gehen, bevor du wirklich umkippst. Ich wÃŒrde dich nur ungern ein zweites Mal... schÃŒtzen mÃŒssen. Oder hast du eine geheime Gier danach."
Schmunzelte er. Er drehte sich um und ging die Straße entlang. Er warf keinen Blick zurÃŒck, denn sollte Felice ihm folgen, so wÃŒrde er sicher die Schritte auf dem Boden hören. Innerlich spÃŒrte er seine Wut. Die Wut auf sich, auf sein Fehlverhalten, aber auch auf Felice und seine Dummheit. Vielleicht sollte er wirklich noch einmal ernsthaft mit ihm reden. Wenn er denn irgendwann mal wieder nÃŒchtern war.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 08.05.2006    um 22:47 Uhr   
Wie interessant! Da war also doch Eifersucht? Hmmm, das ließ ungeahnte Neugier aufkommen.
Felice räusperte sich leicht und drückte sich von der kühlen Wand ab. Er versuchte so gut es ging mit Lucien schritt zu halten. Würde dieser nicht zu schnell laufen, wäre es kein Problem. Würde er aber fast flüchten, dann hatte er wahrlich Probleme.
Ein ernsthaftes Gespräch wäre sicherlich nötig, aber würde sich der Mailänder am nächsten Tag daran entsinnen? Wie würde er überhaupt reagieren? Mit Akzeptanz oder Ignoranz?
Eine Weile hörte man nichts mehr, aber dann erklang die weiche Stimme hinter Lucien auf. Der Junge war noch dicht bei ihm, somit anscheinend sofort gefolgt.

„Mich nach deinem Schutz sehnen? Möglich. Immerhin hast du mir diesen von Anfang an gewährt. Ich habe dich gewarnt, Lucien. Ich habe zu dir gesagt: Pass auf, Menschen gewöhnen sich schnell an gewisse Dinge. Aber nein, Signor Montaigner wollte ja nicht hören, also hat er nun den Salat.“
Er seufzte theatralisch auf.

„Oh, und was diese seltsamen Lüste betrifft. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich genießen kann. Solange ich das nicht erfahre, was du erfährst, bleibt mir nur eine bescheidene Neugier und Eifersucht erhalten.“
Meine Güte, wenn Felice trank schien er in Redseeligkeit zu verfallen.

„So wird dir und mir eine Eifersucht zuteil. Seltsam, nicht wahr?“
Wieder erklang ein fröhliches Kichern.

„Aber du bist meiner Frage wieder ausgewichen! Sag schon, wie kann ich deine Eifersucht besser definieren? Oder schämt sich der ehrenvolle Lucien am Ende noch? Hm, dann solltest du dir vielleicht auch etwas Mut antrinken!“
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 08.05.2006    um 23:04 Uhr   
Lucien hörte den Worten des jungen Menschen ruhig zu, auch wenn er ihm keine Beachtung schenkte. In zÃŒgigem Schritt gingen die beiden durch die dunklen, oft stinkenden Straßen der Stadt. Der Mond spiegelte sich auf dem Pflaster und die Hitze des Tages klebte noch immer an den HauswÀnden, als hÀtte sie den Heimweg noch nicht gefunden und die KÃŒhle der Nacht wieder zurÃŒckgedrÀngt. Der Unsterbliche achtete darauf, dass sie nur durch Straßen gingen, die die Kinder der Nacht mieden und die von Menschen verrucht waren. So kam es, dass er sich nicht weiter an Felice' Gerede störte. Schließlich drehte er sich aber doch um. Das heißt, er drehte seinen Kopf, so dass seine hellen, faszinierenden Augen einen Moment in die des Jungen sahen.
"Du hast Morgen so wie so alles vergessen, was ich dir jetzt erzÀhle, Felice, also quÀl mich nicht mit den Gedanken deines vernebelten Geistes. Du magst Ahnung von Poesie haben, aber von Etikette verstehst du nichts. Komm jetzt, ich will nicht, dass irgendwelche Diebe auf die Idee kommen einen Trunkenbold, wie dich auszurauben. Du wÀrst viel zu leichte Beute fÃŒr sie und ich brauche heute Abend keinen Ärger mehr."
Dann drehte er jedoch wieder seinen Kopf um und ging weiter. Trotzdem schaffte er es nicht schneller zu gehen, ganz im Gegenteil. Er lief immer langsamer, damit Felice auch gut Schritt halten konnte.
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geschrieben am: 08.05.2006    um 23:20 Uhr   
„Etikette? Hm… .“
Im Moment erschien es, als ob er keinen Anstand besäße, aber Lucien hatte keine Ahnung was früher im Hause der Foscari passiert war. Nein, er konnte das nicht behaupten, weil es einfach nicht die Wahrheit war. Es war nur eine waghalsige Vermutung eines unwissenden Vampirs, mehr nicht.
Das war langweilig, er hatte sich durchaus mehr erhofft. Wahrscheinlich hätte er die Antworten bis morgen vergessen, somit aber auch sicherlich die Fragen.
Nach einem tiefen Gähnen begann er zu schweigen. Sein Gang war schlendernd, immerhin hatte er keine Eile zurück zu kommen, denn er war in dem Anwesen genug eingesperrt.
Letztendlich gelangten sie jedoch sicher auf den Grund den man wohl Allegro zurechnen würde. Ob sein Bruder wohl schlief? Vorher musste er sich jedoch unbedingt baden, so wollte er ungern ein Bett mit seinem Bruder teilen, doch in seinem Zustand war das Mord. Na schön, dann würde er sich eben in diese tolle Bankschaukel – wie er es nannte – legen und warten, bis er seinen Rausch ausgeschlafen hatte. Danach wäre ein Bad viel viel angenehmer.
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geschrieben am: 08.05.2006    um 23:43 Uhr   
Lucien hatte Felice nicht aus den Augen gelassen, nachdem sie das Haus betreten hatte. Als der Junge in sein Zimmer gehen wollte, nahm er ihn wieder am Arm und zog ihn in eines der schönen Badezimmer. WÀhrend das, das Felice bereits kannte, vollkommen in Holz gehalten war, war das in dem sie jetzt standen vollkommen aus weißem Stein. Lucien schloss die TÃŒr hinter sich ab und steckte den SchlÃŒssel in seine Hosentasche.
"Du wirst jetzt ein Bad nehmen um dir den Gestank vom Körper zu waschen. Versuch noch nicht einmal daran zu denken mich heraus zuschicken. So betrunken, wie du bist, schlÀfst du mir noch ein und ertrinkst. Also, zieh dich aus, ich lasse dir Wasser einlaufen!"
Seine Stimme, so weich sie auch war, duldete keinen Widerspruch. Anscheinend war Lucien wirklich wÃŒtend. NatÃŒrlich war er das. Der Junge hatte ihn in Lebensgefahr gebracht. Da durfte er gereizt reagieren. Die Tatsache, dass er sich in einem Bordell herumgetrieben hatte, machte es auch nicht besser. Mit schnellen, zielstrebigen Schritten ging er auf die Badewanne zu und ließ Wasser einlaufen. Dann drehte er sich um.
"Soll ich dir vielleicht helfen, oder wird das heute noch was?"
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geschrieben am: 09.05.2006    um 00:05 Uhr   
Oh ja, er liebte es, wenn man seine Pläne zunichte machte, bevor er sie überhaupt ansatzweise ausüben konnte. Wieder musste er dem Ziehen des Franzosen nachgeben und stolperte ihm hinterher, wobei er ein gereiztes Schnauben nicht unterdrücken konnte. Lucien wirke so…, befehlerisch. Er spürte, dass er kaum noch Freiheiten hatten und wenn er es sich mal erlaubte, dann drehte der Blasse sofort durch. Seltsam, ob da doch mehr war als da sein sollte? Wenn ja, verstand er es nicht wirklich.
Kurz darauf fand er sich in einem neuen Badezimmer wieder. Diese Umgebung gefiel ihm persönlich besser, wobei die weiße Wand für die müden Augen sehr penetrant wirkte. Das Geräusch einer abgeschlossenen Türe ließ ihn herum fahren und er sah noch, wie Lucien den Schlüssel einsteckte.

„Hey! Ich bin alt genug um mich alleine zu waschen!“
Was sollte das denn jetzt? Zuvor sich abweisend geben und nun wieder den besorgten Vampir heraushängen lassen? Ah, das verwirrt doch!
Felice bemerkte den Druck in der Stimme des anderen. Diese festen Wörter, die nichts an sich hätten ändern lassen wollen. Dennoch rührte er sich nicht, sondern blickte den anderen hinterher. Mit Genuss beobachtete Felice wie Lucien zum zweiten Male Badewasser laufen ließ und erneut den Badezusatz mit großer Sorgfalt wählte. War es nicht egal, wie er roch? Spätestens morgen würde es verflogen sein.
Er zuckte leicht, als sich Lucien unverhofft umdrehte und diese recht lustige Frage stellte. Zumindest musste er deswegen amüsiert aufkichern.

„Ich bin betrunken! Denkst du, da ziehe ich mich noch großartig aus?“
Er rümpfte die feine Nase und torkelte näher.

„Ich gehe am Besten mit Klamotten rein, dann sind die auch schon sauber. Ist doch praktisch!“
Überzeugt stützte er sich am Wannenrand ab und sah, dass er sowieso noch warten musste, bis noch mehr Wasser hineingelaufen war.
  TopZuletzt geändert am: 09.05.2006 um 09:48 Uhr von FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 13:59 Uhr   
Kurz leckte er sich über die Lippen. Es war eine Geste, die er sich aus seiner Zeit als Mensch ganz unbewusst aufgehoben hatte und die man nun nur noch selten sah. Kein Wunder. Mehr als 200 Jahre untotes Leben hinterließen eben ihre Spuren. Nun ging er jedoch langsam einige Schritte zurück. Sein Ziel war eine in die Wand eingelassene Bank aus Stein. Nur zögerlich setzte er sich und schob die dunklen, nassen Strähnen aus seiner Stirn. So sehr ihn das Verhalten Felice' faszinierte, so sehr ärgerte es ihn in diesem Moment auch. Er lehnte sich zurück und beobachtete den Jungen. Er musste viel getrunken haben oder er vertrug nur wenig. Darüber sollte er sich informieren. Die Tatsache, dass Felice mit seinen Kleidern in die Badewanne steigen wollte, gefiel ihm nämlich gar nicht. Allein die Vorstellung ließ ihn aus irgendeinem unerfindlichen Grund schaudern. Als er sich wieder so weit unter Kontrolle hatte, dass er glaubte in angemessenem Tonfall reden zu können, sagte er:
"Wage es dich nicht, Felice! Ich habe dich nicht hier hergeschleppt, damit du mir noch mehr Blödsinn anstellst, sondern damit du dir diesen Gestank vom Körper wäschst. Es ist kaum auszuhalten. Entkleide dich, steige in die Wanne, oder ich lege wirklich Hand an!"
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 14:13 Uhr   
Die harten Sätze hinter seinem Rücken riefen ein erneutes Kichern hervor. Er salutierte und begann sich dann langsam summend auszuziehen.
Was war schrecklicher? Der ernste, verhaltene, angespannt und meist aggressiv wirkende Felice oder der kindliche, plappernde und keine Scheu kennende?
Er hatte ziemlich viel Intus, wenn man ehrlich sein sollte. Er vertrug viel da er sich in den letzten Monaten selbst auf die Probe gestellt hatte. Sicher, noch immer schwirrten die Reste der Tablette in seinem Leib umher, aber es schien ihn nicht wirklich interessiert zu haben. Oder, er hatte einfach die Kontrolle über sich verloren.
Das schwarze, leicht enge Oberteil fiel galant zu Boden. Trotz seines Verhaltens hatte er sich ein wenig Scham und Anstand verwahrt, sodass er Lucien den Rücken zugewendet hatte. Seine Haut war glatt und gepflegt, aber irgendwie strahlte sie zu wenig. Man sah ihm die Anstrengungen deutlich an, die er tagtäglich durchmachen musste. Noch dazu war sie schrecklich blass, er könnte Lucien sicherlich bald Konkurrenz machen. Aber wenn alles gut gehen würde, dann hätte er genug Zeit um sich komplett zu erholen.

„Oh, ich weiß, du bist sauer auf mich.“
Erklang Felice Stimme plötzlich. Sie wirkte etwas gefasster, anscheinend versuchte er sich zusammenzureißen.

„Aber, so bin ich eben. Alkohol macht aus mir einen ganz anderen Menschen. Ich wollte dich nicht in Gefahr bringen. Lucien. Darum ist es wohl besser wenn du mir erklärst, was es mit dieser Maskerade auf sich hat. Ich kenne es nicht!“
Ein zahmes Kichern erklang erneut, so ganz schien er sich nicht im Griff zu haben.
Alkohol war wirklich böse. Nur eine einzige Person auf der Welt wusste, wie sie bei Felice reagierte.
Während er auf Antwort wartete, zog er sich die Hose aus. Das war eine ziemlich wackelige Angelegenheit. Hoffentlich fiel er nicht um.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 09.05.2006    um 14:25 Uhr   
Sein Blick huschte nur flüchtig über das bisschen nackte Haut, das Felice ihm zeigte. In den letzten Jahren hatte er davon wirklich schon genug gesehen. Trotzdem beobachtete er ihn. Es war nicht auszudenken, was passieren würde, wenn der Junge ausrutschte und sich den Kopf am Rand der Badewanne aufschlug. Nein, er war nicht gewillt das hinzunehmen. Felice war so schon viel zu geschwächt, da konnte er eine Verletzung nicht gebrauchen. Also stand er langsam auf und stützte die Schulter des Jungen ohne ihn jedoch anzusehen. Er sollte nicht glauben, dass er ihn angaffte. Wenn er es gewollt hätte, hätte er es auf viel subtilere Art getan. Einen Moment schwieg er und überlegte, aber dann sagte er schließlich doch noch etwas.
"Ja, das sollte ich wirklich, Felice. Aber jetzt bade dich und dann gehe schlafen. Du würdest dir heute Abend ohnehin nichts mehr merken. Ich nehme an, dass du kein besonders großes Verlangen nach einem Abendessen hast, nicht wahr?"
Nun, zumindest ihm wäre nach dieser Nacht der Appetit vergangen, aber Menschen waren ja bekanntlich verschieden. Kurz spannte er seine Schultern an und schaute auf den Schaum, der auf der Wasseroberfläche hin - und her schwankte. Dann lächelte er.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 14:42 Uhr   
Der zusätzliche Halt den er von Lucien bekam war hilfreich. Nebenbei hatte er bemerkt dass es wohl keinen Sinn hatte, den anderen irgendwie auflockern zu wollen. Wahrscheinlich hatte er ihn wirklich sauer gemacht und er versuchte mit dieser Abwesenheit und Ignoranz einen möglichen Wutausbruch zu unterdrücken.
Nachdenklich schien der Blick von dem Mailänder zu sein, der plötzlich auf Lucien lag.
Ja, so würde es wohl sein, auch wenn er es sich nicht erklären könnte. Immerhin wirkte der Vampir sehr selbstbewusst und gefasst, konnte er wirklich außer sich sein? Er hatte den Bogen überspannt, ihn und wohl das ganze Anwesen in Gefahr gebracht und dennoch ging er so human mit ihm um? Da stimmte doch wirklich etwas nicht… .
Felice sagte kein Wort mehr als er endlich im Wasser war. Er tauchte kurz unter und hielt dann eine Hand über die Augen, während das warme Wasser seinen Leib zärtlich umschloss und die ganzen, schrecklichen Gerüche vernichtete.
Er bekam zunehmend Kopfschmerzen. Gut, verdammt, die Flasche war zuviel gewesen und er hatte sich schrecklich benommen, aber das war eben nun etwas, was er nicht mehr ändern konnte. Hm…, es hatte eben nie jemanden interessiert was er tat und wie er es tat, solange er schön seine Gedichte schrieb und nebenbei versuchte, den Horizont zu erweitern und das Gespür empfindlicher zu machen.
Er hob abwinkend die Hand als Lucien fragte, ob er Hunger verspürte. Nein, das tat er tatsächlich nicht, aber hatte Lucien vergessen dass er dessen Blut noch trinken musste? Wenn er nach dem Bad ins Bett gehen würde, würde er sicherlich erst am Nachmittag wieder aufwachen – wenn überhaupt.

„Was ist denn mit dem Blut? Wenn du noch immer der Meinung bist, mich am Leben erhalten zu wollen, dann empfinde ich diese Situation als durchaus passend.“
Er wüsste nicht, was er machen würde, wenn er nüchtern war. Wahrscheinlich hätte er sich dagegen gesträubt, aber wer garantierte ihm, dass er dies nun einfach hinnehmen würde? Nur, weil er betrunken war?
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 09.05.2006    um 14:56 Uhr   
Als der Junge endlich in der Badewanne saß, nahm Lucien wieder auf der Steinbank Platz. Er überschlug die schlanken Beine und schloss die Augen. Er war erschöpft, dabei war die Nacht noch nicht einmal halb herum. Sicher, er hätte Felice vorher aufklären müssen. Jetzt durfte er ihm keine Vorwürfe machen. Und trotzdem... die Gefahr in die der Junge sie alle gebracht hatte, war nicht auszudenken. Vielleicht hätte er, betrunken wie er war, einem anderen Menschen von den seltsamen Wesen auf dem Anwesen außerhalb der Stadt erzählt. Vielleicht hätte die Nachricht die Runde gemacht. Bei Kain, sie wären alle tot gewesen! Erleichtert schüttelte er seinen Kopf und seufzte leise auf. Wie gut, dass er ihn rechtzeitig gefunden hatte. Oder hatte er etwa bereits ausgeplaudert, was er wusste? Nein, das hätte er ihm gesagt. Da vertraute er ihm.
Als Felice jedoch das Blutsband ansprach, öffnete er seine Augen. Langsam schüttelte er wieder seinen Kopf, eine Geste, die ihn im Moment ausmachte.

"Nein, nicht in diesem Zustand, Felice! Ich habe deine Schwäche einmal ausgenutzt. Ein zweites Mal werde ich es nicht tun. Wir warten, bis du wieder bei klarem Verstand bist. Auf eine Nacht mehr, oder weniger mag es nicht mehr ankommen.
Außerdem solltest du selbst entscheiden, ob du es wirklich willst und das geht in diesem Moment kaum."
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geschrieben am: 09.05.2006    um 15:08 Uhr   
Felice nickte verstehend.
Also ist ein Tag mehr oder weniger tatsächlich nicht schlimm. Das war gut zu wissen, wenn etwas passieren würde, so müsste er nicht in Panik verfallen.
Plötzlich überkam ihm eine schreckliche Müdigkeit. Er schreckte leicht auf und setzte sich aufrecht hin, nur so konnte er halbwegs wach bleiben. Um Lucien nicht allzu lang warten zu lassen, griff er nach einem Shampoo und wusch sich schnell die Haare sowie den Körper. Nach einer halben Stunde war er fertig. Er zog sich seine Sachen wieder an und strich sich seufzend durch das Haar.
Er wusste nicht, wieso, aber er fühlte sich nicht gut. Da war etwas, was wie ein schwerer Stein sein Herz zerdrückte. Ob es etwa die Tatsache war, dass er Lucien enttäuscht hatte? Ach, keine Ahnung, er wollte nun ins Bett.
Abwartend sah er auf Lucien, dann drehte er sich jedoch um und ging auf die Türe zu. Davor blieb er stehen und schob seine Hände in die Hosentaschen.
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geschrieben am: 09.05.2006    um 15:19 Uhr   
Ruhig hatte er den Jungen beobachtet. Die dreckigen, alten Kleider hätte er nicht anziehen müssen, denn auf einem Schemel lag ein Bademantel aus flauschigem, weißen Stoff. Aber, er wollte ihn nich auffordern sich erneut auszuziehen. Also nickte er und öffnete die Tür. Er fasste sanft nach der Schulter des Jungen und brachte ihn schweigend zu seinem Zimmer. Er wollte nicht, dass er auf dem Weg abhanden kam. Bevor er ihn aber ins Bett entließ, glitten seine blauen Bergseeaugen über das Gesicht des schönen Menschen. Hatte er sich so sehr in ihm geirrt? Oder war er am Ende selbst noch zu unvorsichtig gewesen? Die Fragen quälten ihn, weil er keine Antwort fand. Schließlich nickte er dem Jungen aber zu.
"Gute Nacht, Felice. Träum süß und schick Vico zu mir, sollte etwas vorfallen!"
Er drehte sich um und ließ den Jungen allein. Er musste jetzt in sein Zimmer, sich ablenken, mit Rasmus reden oder ein gutes Buch lesen, musste die Gedanken los werden, die ihm so furchtbar zu schaffen machten. Als er seine Räume betrat und niemanden fand, ließ er sich auf sein Bett fallen. Es war so ungewöhnlich, aber sofort überfiel ihn Schlaf. Man konnte nur hoffen, dass Rasmus rechtzeitig auftauchten und die Vorhänge vorziehen würde.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 16:01 Uhr   
Er sah Lucien noch nach und wollte etwas sagen, doch der Blasse ging einfach weiter und er wollte ihn auch wirklich nicht aufhalten. So blieb es nur bei dem Versuch. Ein leises Husten brachte er mit in das Zimmer. Vorsichtig zog er sich wieder aus, torkelte kurz und war froh gegen das Bett mit dem Bein gestoßen zu sein, so landete er zumindest weich.
Er schlief ein, ohne sich großartige Mühe zu machen seinen halbnackten Leib zu bedecken.

Seine Nacht war furchtbar gewesen und er schlief lange, sehr lange, bis zum späten Nachmittag. Als die Lider sich zaghaft hoben und die tiefbraunen Augen einen Blick wagten, stellte er fest, dass er zugedeckt und in richtiger Position im Bett lag. Sein Bruder war nicht da und diese Tatsache beunruhigte ihn ungemein, doch er schaffte es nicht, sich sofort auf die Suche zu machen.
Plötzlich kamen ihm gewisse Erinnerungen an den vergangenen Abend auf. Der Wein, der seine Sinne gelähmt hatte, die Mädchen, die ihn überanstrengt hatte und Lucien, der mit wütender Stimme sprach und mit besorgten Augen dreinblickte. Oh Gott, was hatte er nur getan? Wie hatte er sich nur so, so…, daneben benehmen können? Wie hatte er es nur geschafft seinen Anstand zu vergessen um lächerliche Triebe zu verfolgen? Er schämte sich und er bereute es. Sie würden ihn sicherlich töten wenn er so weiter machte.

„Maskerade.“
Wisperte er leise und er begann zu verstehen, denn das Wort war erklärend genug.

Es verging eine Weile, bis Felice sich umgezogen und gewaschen hatte. Er war sofort auf die Suche nach seinem Bruder gewesen und fand ihn im jenen großen Garten wieder. Er malte und erleichtert lächelte Felice ihm zu als er entdeckt wurde.

„Vico! Meine Güte, wo treibst du dich rum?“
„Felice, du bist wach!“
Freudig sprang sein Bruder auf und ließ alles stehen und liegen. Sie umarmten sich herzlich und er war froh, dies zu können.

„Du hast so tief geschlafen, ich konnte dich nicht mal mit fiesen Wangenkniffen aufwecken, die du nicht magst! Da dachte ich mir, dass ich dich liegen lasse und mir die Zeit vertreibe. Ich weiß ja auch, ich kann anstrengend sein.“
Sein kleiner Bruder lächelte fröhlich und Felice wusste gar nicht, was er sagen sollte.
Er konnte keine Ausflüge machen wie gestern Abend. Nein, vor ihm stand das Wesen, was ihm eine gewisse Verantwortung übertrug. Er brauchte seinen Bruder mehr denn je, und nicht irgendwelche Huren. Ja, das begriff er nun und er bereute erneut.

„Oh Vico, das tut mir so Leid! Ich war so fertig, ich wollte Geld holen und habe mich in Rom verlaufen. Das ist wirklich eine große Stadt! Aber nun bin ich nur für dich da und habe auch eine Idee. Komm!“
Die Wahrheit würde der Junge nicht verstehen und wahrscheinlich nur schockieren, darum verschonte er ihn damit.
Zusammen verließen sie das Gebäude. Sie gingen nicht weit und kamen auch nach eineinhalb Stunden wieder zurück.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 16:01 Uhr   
Es Dämmerte schon, als Felice einen Grill im Garten aufstellte. Er hatte nicht viel Ahnung davon, aber er würde hier schon nichts in die Luft jagen.
„Hey, während du mir nur doof zuguckst kannst du ja mal ins Anwesen gehen und ein paar Leute einladen! Eventuell findet sich jemand, der Hunger hat auf gut gebratenes Fleisch.“
Felice zwinkerte dem Kleinen sanft. Dieser erhob sich vom Gras und nickte fröhlich.

„Ob wir das überhaupt machen dürfen?“
Wisperte der Bursche verschwörerisch, der sich leicht zu seinem Bruder hinab gebeugt hatte, um ihm jene Frage zukommen zu lassen.

„Ach, was kann man dagegen einwenden? Hier ist es so öde, da muss ich mich eben unterhalten! Also geh jetzt bevor ich alles alleine esse!“
Er grinste und nickte auf die Einkauftaschen, die noch unausgepackt herum standen.
Vico zuckte sacht zusammen und setzte sich dann sofort in Bewegung. Er klapperte so ziemlich alle Räume ab und als er Rasmus gefunden hatte, stürmte er auf ihn zu.

„Rasmus, Rasmus! Wir grillen! Magst du uns nicht Gesellschaft leisten? Wir haben extra eingekauft und es wird sicher ein ganz toller Abend!“
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geschrieben am: 09.05.2006    um 16:45 Uhr   
"Verflucht und mir erzählst du immer, wie unvorsichtig wir Menschen sind! Dass wir kein Verantwortungsbewusstsein haben, dass wir nicht weitreichend planen können und uns ständig in Gefahr bringen! Und du? Du liegst hier rum auf deinem Bett und hast die Vorhänge nicht zugezogen, du verdammter Idiot! Ich weiß ja nicht, ob das nicht gefährlich ist, aber in meinen Augen ist die Tatsache nur noch ein Häufchen Asche zu sein nicht ganz so angenehm. Mensch, wenn du dich das nächste Mal aufs Ohr haust, mach's im Keller! Du bist so dämlich, dass du quietschst!"
Als Rasmus in ihr Schlafzimmer kam und Lucien im tiefsten Schlaf vorfand, hätte er beinahe einen Herzinfarkt bekommen. Er konnte nur von Glück reden, dass es mehr als ein paar lauter Worte bedurfte um einen Vampir aus seinem Schlaf aufzuwecken. So fluchte und schimpfte er, als er die Vorhänge zuzog, jedoch nur, weil er sich Sorgen machte. Erst, als er sicher war, dass kein Sonnenstrahl mehr in den Raum kommen konnte, legte er sich neben den Vampir und schlief ein.

Vico würde ihn am nächsten Tag vor der Tür zu Luciens Zimmern finden. Als er den Jungen sah, musste er schmunzeln. Es tat gut wieder von ein paar jüngeren Wesen umgeben zu sein und Vico hatte wirklich ein sehr einnehmendes, charmantes Wesen. Sein Bruder war wahrscheinlich ähnlich, wenn er sich doch nur endlich einmal öffnen würde.

"Hey, Vico! Grillen? Das klingt ja ganz phantastisch! Was hältst du davon, wenn ich uns noch Wackelpudding mit Sahne besorge? Zum Nachtisch versteht sich! Habt ihr denn schon Musik oder müssen wir dafür auch noch sorgen?"
Man merkte ganz deutlich, dass Rasmus dafür wirklich zu begeistern war. Sicher, er war schließlich auch nur ein Mensch und zudem ein sehr guter Esser. Gebratenes Fleisch kam ihm da nur gerade Recht und ein bisschen menschliche Gesellschaft war auch nicht zu verachten.
"Wir könnten eine richtige, kleine Gartenparty feiern. Vielleicht kann ich ja ein Twister-Spiel auftreiben. Das macht sicher Spaß. Oder was meinst du?"
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geschrieben am: 09.05.2006    um 17:14 Uhr   
Strahlende Kinderaugen blickten aufgeregt zu ihm hinauf. Wenn Vico ehrlich sein musste, so ist er bislang noch nie in den Genuss einer Gartenparty gekommen. Auch nicht mit ganz einfachem Grillen. Ihre Kindheit war wirklich nicht sehr ausgelassen und lustig gewesen.
Ob Felice so war wie sein Bruder? Das konnte man herausfinden, wenn man sich ganz schwer anstrengen wollte. Da die Meisten dabei sehr schnell das Interesse verloren, wusste es also nur Vico und Felice war es mehr als recht.

„Oh Rasmus, das ist toll! Du hast so tolle Ideen! Wir sind gerade erst zurückgekommen und Felice versucht gerade den Grill anzuzünden. Also haben wir so gut wie noch gar nichts und suchen natürlich freiwillige Helfer!“
Er kicherte amüsiert und aufgeregt.

„Wenn du noch welche kennst die gerne mitfeiern wollen, dann bring sie doch mit! Ich finde hier irgendwie niemanden und ich möchte auch nicht durch die Räume gehen. Immerhin weiß ich nicht, ob ich das darf.“
Im Gegensatz zu Felice schien Vico ein schlauer Bursche zu sein. Der dachte nämlich ein bisschen Voraus und versuchte so wenige Probleme wie möglich zu machen. Aus den Erzählungen, die sein älterer Bruder ihm immer berichtete wenn er schlief meinte er heraus gehört zu haben, dass Lucien es nicht mochte wenn ungeplante Dinge herein brachen.

„Oh, und bring Lucien mit sobald er zurück ist! Ich will ihm unbedingt etwas zeigen!“
Zurück? Ah, wahrscheinlich wusste der Bursche nichts über die momentanen Verhältnisse. Felice hasste es, seinen Bruder Märchen auftischen zu müssen, aber er sagte, dass Lucien arbeiten ist – wie ganz normale Menschen – und immer erst Abends zurück kommt.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 09.05.2006    um 17:29 Uhr   
"Also, ich fasse nochmal zusammen:

1. Wackelpudding und Musik besorgen
2. Twister suchen
3. Andere Gäste einladen
4. Lucien mitbringen

habe ich noch was vergessen?" Er schaute den Jungen fragend an und lächelte dabei sehr sanft. Er mochte ihn wirklich gerne und es fiel ihm schwer dem Kleinen eine Bitte abzuschlagen. Dann klopfte er ihm auf die Schulter, drehte ihn herum und schickte ihn mit einem leichten Klaps wieder in den Garten. In spätestens einer Stunde würde die Sonne vollkommen untergegangen und Lucien wach sein. Bis dahin hatte er genug Zeit alles zu organisieren. Er lud ein paar der Küchenmädchen und Küchenjungen ein und bat sie, für den Fall, dass die Jungen nicht genug eingekauft hatten, noch etwas Fleisch bereit zu halten. Dann wies er sie an Wackelpudding zu kochen und kramte aus einem uralten Schrank tatsächlich ein Twister-Spiel. Er brachte alles in den Garten und versprach sofort wieder zukommen. Er wollte nur Lucien abholen.
Die Sonne war wirklich noch nicht lange untergegangen, als die beiden Freunde, die kleine Party mit ihrer Anwesenheit beglückten. Rasmus hatte Fackeln aufstellen lassen und freute sich schon auf den Geschmack von frischem Fleisch. Er klopfte dem Unsterblichen auf den Rücken und ging dann zu einem der Tische hinüber.
Lucien hingegen sah sich ein wenig missmutig um.

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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 18:14 Uhr   
Vico kicherte fröhlich auf und huschte schnell davon, nachdem er den Klaps verspürt hatte.
„Danke, Rasmus! Du bist toll!“
Rief er noch, bevor er abbog und nach draußen eilte.
Draußen fand er seinen Bruder etwas grummelnd vor. Er kam nicht dahinter, wie er am Besten das Feuer anwarf und nur mit vereinten Kräften schafften sie es letztendlich. Vico hatte immerhin die Bedienungsanleitung gelesen und es Felice erklärt. Der Mailänder sollte sich mal ein Beispiel daran nehmen!
Während Felice Fleisch und Würstchen grillte sowie würzte und langsam durch Rasmus richtige Atmosphäre aufkam, linste er ab und zu zu Vico hinab, der hier und da noch an einem ziemlich großen Bild malte, was er aber sehr geheim hielt, selbst vor seinem Bruder! Er schnaubte und eifersüchtig. Er hatte bislang die Bilder immer sehen dürfen, aber nun war es schrecklich geheim.
Als dann plötzlich Rasmus und Lucien zu sehen waren, war der Kleine hellauf begeistert. Angestrengt verbesserte er noch an dem Bild herum, bevor er wirklich sicher gehen konnte, dass es perfekt war. Erst, als sich Rasmus entfernt hatte, wagte es Vico aufzustehen. Mit einem fröhlichen Grinsen stellte er sich vor dem komisch guckenden Vampir.

„Hallo Lucien! Schau mal, für dich!“
Er hob die gut 35 auf 50 cm große Leinwand zu Lucien hinauf, aber so, dass er nur den Rücken sah und nicht direkt erblicken konnte, was der Bursche ihm da gegeben hatte. Verlegen senkte Vico den Blick und ließ die Fußspitze über das Gras huschen.

„Ich habe mir sehr viel Mühe gemacht, ich hoffe, es gefällt dir.“
Wenn Lucien sich bereit erklären wollte und es umdrehte, so würde er ein prachtvolles Bleistiftgemälde in seinen Händen halten. Neugierig hatte sich auf Felice umgedreht und das Bild ruhig betrachten können, als Vico es noch in seinen Händen hielt. Er staunte nicht schlecht. So ein großes Werk hatte er noch nie von seinem Bruder gesehen! Verwundert hatte Felice registriert, dass sein Bruder wohl den ganzen Tag schon daran gesessen haben musste. Respekt! Es sah wunderbar aus!
Es zeigte ein Porträt von Lucien, was seiner Schönheit wirklich schmeichelte. Umrahmt war das edle Antlitz mit wunderschönen Rosenranken. Die Pose, die Felice mit einer Hand einnahm war perfekt. Es war verblüffend, dass Vico es rein aus bildlichen Gedanken malen konnte!

„Wenn…, wenn du es magst werde ich es gerne noch kolorieren. Ansonsten kannst du es ruhig wegschmeißen.“
Noch immer war der Kleine ganz verlegen und sah starr auf den Boden.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 09.05.2006    um 19:29 Uhr   
Oh ja, Rasmus hatte wirklich Talent, wenn es um das Organisieren von Partys ging. Wahrscheinlich hatte seine Mutter ihm das in die Wiege gelegt. Ihre Nachbarschaftsfeste waren einfach atemberaubend gewesen und wenn er nur etwas mehr Zeit gehabt hätte, dann hätte er sicher auch etwas Phantastischeres zaubern können, dabei konnte man nicht sagen, dass das, was er jetzt auf die Beine gestellt hatte, schlecht war. In nur einer Stunde hatte er Musik, Spiele, Fackeln, Weissbrot und Salate besorgt. Es gab tolle Weine, aber auch Nichtalkoholisches. Jetzt saß der Italiener zufrieden auf seinem Platz und beobachtete Vico, der Lucien ganz verlegen ein Bild reichte. Ach, Kinder waren so herrlich ehrlich. Wenn sie Angst hatten zeigten sie es, ebenso, wie jedes andere Gefühl und eben auch Verlegenheit.
Lucien lächelte dem Jungen sanft zu. Ach, er war wirklich niedlich, so verlegen, wie er jetzt vor ihm stand, das große Bild in den Händen. Langsam nahm er es entgegen und drehte es um. Wenn er noch atmen würde, so hätte er jetzt sicher die Luft angehalten. Das Bild war bezaubernd! Zwar hatte Felice erzählt, dass sein Bruder ein Künstler sei, aber so viel Kunstfertigkeit hatte er einem kleinen Jungen dann doch nicht zugetraut.

"Mon dieu! Vico... das ist ganz vortrefflich! Niemals in meinem Leben würde ich so etwas wegschmeißen und es wäre mir eine Ehre, wenn du dieses Bild colorieren würdest. Es ist so wundervoll, so detailgetreu. Du hast meinen vollsten Respekt, kleiner Mann. Wirklich, dieses Werk ist umwerfend."
Er beugte sich etwas hinab und nahm den Jungen in seine Arme. Er hielt ihn nur kurz und streichelte ihm durch das Haar. Dann richtete er sich auf und lächelte ihm zu.
"Da hast du dir ein kleines Fest wirklich verdient!"
Das Lächeln, das er ihm schenkte war strahlend breit und schön, wie die Sonne selbst.
"Ich werde das Bild nur schnell ins Haus bringe, dann bin ich wieder bei dir!"
Er drehte sich in einer eleganten Bewegung um und verschwand ein paar Minuten im Haus. Als er jedoch wieder auf der Party erschien, wirkte er viel entspannter und erleichterter, als noch vor ein paar Minuten. Seine hellen Augen sahen sich strahlend um. Schon lange war nicht mehr so viel Leben im Hause Montaigner gewesen. In vollen Zügen genoss er die Nacht. Das Geschwatze der Angestellten erfüllte ihn mit Freude und der Geruch des Essens stimmte ihn zufrieden. Einige Momente stand er einfach nur da und ließ es sich gut gehen, aber dann zog er sich unter einen großen Baum zurück, wo man einen einzelnen, weißen Tisch aufgestellt hatte. Von hier aus konnte er alles gut beobachten. Und genau das war es, was seine Augen wollten. Jede Empfindung nahm er in diesem Moment über sie auf. Ruhig glitt sein Blick über die Festgesellschaft, bis sie schließlich an Felice hängen blieben. Hoffentlich hatte er sich gut erholt. Die letzte Nacht war seiner Gesundheit sicher nicht förderlich entgegen getreten. Nun, er konnte sich bereits wieder gerade auf den
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 09.05.2006    um 19:30 Uhr   
Beinen halten. Das war positiv.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 20:36 Uhr   
Der kleine Mann, wie man ihn benannt hatte, hielt ebenso die Luft an. Er wusste gar nicht was er machen würde, wenn es Lucien nicht gefiel. Er hatte sich solche Mühe gegeben und war schon in den frühen Morgenstunden dabei gewesen, sich auszumalen, welche Position die Beste wäre. Die, die er gewählt hatte, wirkte unverfangen und edel. Ja, genau so stellte er sich Lucien manchmal vor, wenn er in seinem Zimmer war oder auf der Arbeit nachdachte.
Er breites Lächeln erhellte die Züge des Kindes als er erfuhr, wie begeistert der Blasse doch war. Es freute ihn wirklich, dass er es auch bald colorieren würde. Er nickte zu Lucien und sah ihm hinterher, wie er das gute Stück ins Haus brachte.
Felice wendete lächelnd seinen Blick ab. Er war mindestens genauso verblüfft wie Lucien. Er hätte wirklich nie gedacht dass Vico sich so gemausert hatte. Er schien aufzublühen, ganz anders, als früher. Die Ruhe tat den Geschwistern sichtlich gut und irgendwo spürte er einen Funken von Eifersucht, denn er hatte erwartet dass er es sein würde, den Vico malte.

Die Zeit verging und die Stimmung war ausgelassen. Felice verließ den Grill und übergab das Handwerk an jemanden der meinte, ihn ablösen zu müssen. Er nickte dem Angestellten dankend zu und setzte sich – wohl sehr überraschend – zu Rasmus.

„Danke für deine Hilfe.“
Er neigte sacht den Kopf und richtete seinen Blick ruhig auf den Älteren. Eines musste man Felice wirklich überlassen: Er wusste, wann er sich bedanken musste und tat dies dann ohne Scham.

„Es ist überraschend wie schnell du dies auf die Beine gestellt hast. Ja, ich bin wirklich beeindruckt. Ich hoffe, es hat dir keine Umstände bereitet, aber es scheint, als wurde so was schon ziemlich lange nicht mehr getan, was?“
Denn auch Felice viel die allgemeine Gelassenheit der Anwesenden auf. Es freute ihn sehr dass seine kleine Idee Anschluss gefunden hatte.
Plötzlich kam Vico zu ihm gelaufen und zog ihn an der Hand.

„Komm Felice! Lass uns mal Twister spielen!“
„Oh uhm, was? Ich bin doch nicht gelenkig!“
„Noch nicht, Felice, noch nicht!“
Der Junge kicherte versonnen und Felice lächelte entschuldigend zu Rasmus. Gerne hätte er mit ihm mehr als diese paar Wörter gewechselt, aber er gewöhnte sich langsam an die Tatsache, dass seine Vorhaben immer gestört wurden. Na ja, fast immer.
Er fühlte sich zwar noch nicht so richtig gut, aber wenn er sich matt fühlen würde, so zeigte er es nicht. Fröhlich spielte er mit Vico und einem anderen dieses seltsame Spiel und stellte schnell fest, dass er aufpassen musste was er tat, denn immerhin war sein Rücken noch nicht so stabil wie er sein sollte.
Irgendwann war er aber wirklich fertig. Er trank ein Glas Wasser und beobachtete, wie Vico an einer Wurst knabberte. Er hatte auch gegessen und er musste sagen, dass es sehr gut geschmeckt hatte. Plötzlich spürte er jedoch die Beobachtung. Er hatte gar nicht bemerkt, wie Lucien sich entfernt hatte.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 20:36 Uhr   
So trafen sich schon bald ihre Blicke und er überlegte einen Moment lang, bevor er das Glas abstellte und sich erhob. Im geschmeidigen Gang näherte er sich dem Blassen und als er bei ihm war, neigte er den Kopf.
„Darf ich mich kurz zu dir setzen?“
Fragte er höflich. Soviel zum Thema Etikette.
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