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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 09.05.2006    um 20:56 Uhr   
"Oh, das hast du Recht," gab Rasmus ganz unbefangen zu. Das letzte Mal hatte er ein solches Fest vor knapp drei Jahren miterlebt. Es musste irgendeine Vernisage gewesen sein, aber so genau konnte er sich schon nicht mehr daran erinnern. Hier passierte so viel, dass sich jeder, der sich alles merken wollte, besser zwei Köpfe anschaffte. Er lächelte Felice freundlich zu. "Und du musst mir nicht danken. Ich habe ja fast nichts gemacht. Wenn du dich bedanken willst, dann bei diesen reizenden Damen und Herren!" Er deutete auf die Bediensteten und nickte zufrieden. Als Felice jedoch zum Twister-Spielen abbeordert wurde, musste er leise lachen. Langsam verstand er Lucien. Die Brüder waren wirklich eine Wohltat für die Seele.
Luciens Blicke lagen tatsächlich die ganze Zeit auf Felice. Er bewunderte die Geschmeidigkeit seiner Bewegungen, seine Art zu Lächeln und seine Stimme, die so liebevoll war, wenn er mit dem Bruder sprach. Dieses Fest war eine hervorragende Möglichkeit das alles festzustellen. Seine Finger lagen elegant in einander verwebt auf dem weißen Tisch. Der Geruch von frühblühenden Rosen lag leicht in der Luft und er hatte das Gefühl, dass diese Nacht eine der Schönsten war, die er seit langem erlebt hatte. Als sich Felice ihm näherte, nickte er ihm sanft zu und deutete auf den freien Platz ihm gegenüber. Er hatte nicht erwartet, dass der Junge sich ihm zuwenden würde.

"Sehr gerne. Es war eine gute Idee ein Fest zu veranstalten. Das haben wir alle mal wieder gebraucht. Wein?"
Lucien schenkte etwas ein. Es war ein lieblicher Weißwein. Frisch und nicht zu stark. Fragend bot er es dem Jungen an.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 21:16 Uhr   
Geschmeidig ließ er sich auf den freien Stuhl nieder, der ihm angeboten wurde, und warf noch einen letzten Blick zu den fröhlichen Menschen zurück. Er sah, wie Vico fröhlich weiter aß und konnte sich somit ruhig Lucien zuwenden.
„Oh nein, danke. Ich habe zurzeit nicht viel für Wein übrig.“
Er lächelte zart, aber ablehnend. Man konnte sich vorstellen wieso. Zumindest konnte es Lucien.

„Ich dachte, es wäre ein guter Zeitpunkt ein Gespräch zu führen.“
Er räusperte sich angespannt.

„Ich will nicht wissen, wie ich mich letzten Abend benommen habe und ich hoffe, dass deine Wut auf mich etwas abgeflacht ist. Wenn du der Meinung bist, mich deswegen zurechtweisen zu müssen, dann tu dir bitte keinen Zwang an. Mir ist klar dass ich gewisse Regeln verletzt habe, dich und mich in Gefahr gebracht habe und bin zutiefst betrübt darüber. Ehrlich, ich habe den ganzen Morgen darüber nachgedacht.“
Er seufzte leise auf und senkte den Blick.

„Wahrscheinlich fehlt mir Unterhaltung, darum werde ich mir eine Arbeitsstelle suchen. Es ist einfach besser für mich. Sobald Vico wieder in die Schule geht oder Privatunterricht erhält, werde ich noch viel weniger beschäftigt sein als zuvor. Aber…, das ist nicht die Sache wieso ich hierher gekommen bin.“
Wie sollte er es ausdrücken? Nervös nestelte er am Saum seines einfachen, schwarzen Shirts herum. Ihm als Dichter fehlten einfach die Worte, unglaublich

„Es…hat mir wehgetan zu sehen, dass ich dich enttäuscht habe. Ich wollte das wirklich nicht, Lucien. Frag mich nicht wieso, aber meine Gewissensbisse waren immens gewesen. Aber…, wie hätte ich es dir erklären sollen? Oh Mann… .“
Er griff sich mit einer zarten Hand an die Stirn und seufzte tief auf. Er wusste wirklich nicht, wie er diese peinliche Situation von gestern beschwichtigen konnte.

„Ich verspreche dir meine Finger vom Alkohol zu lassen und die Maskerade aufrecht zu erhalten. Ich verspreche dir auch solche Orte zu meiden und mich nicht mehr so gehen zu lassen.“
Seine Stimme war leise, aber fest. Endlich hob er wieder den Kopf und blickte abwartend auf die schönen Bergseeaugen. Wie würde er nur reagieren?
Anscheinend wusste Felice nun jedoch, was ‚Maskerade’ bedeutete.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 09.05.2006    um 21:36 Uhr   
Das kleine Wunder, dem er beiwohnte, ÃŒberraschte ihn tatsÀchlich. Er hatte nicht erwartet, dass Felice sich so bereitwillig entschuldigte. Ganz im Gegeteil. Er hatte vermutet, dass der Junge sich an seinen Tisch setzte und die Sache der vergangenen Nacht einfach ÃŒberging. Durch dieses EingestÀndnis, das er brachte, verÀnderte sich Luciens Anschauen ein wenig. Er zog das Weinglas zurÃŒck und stellte es nah des Tischandes ab, wÀhrend seine hellen Augen noch immer auf Felice' zarter Gestalt lagen. Als der Junge geendet hatte, nickte er langsam und bedÀchtig. Er ÃŒberschlug die Beine und lehnte sich in seinem Stuhl zurÃŒck. Die anderen FestgÀste bemerkten sie fast gar nicht. Rasmus hatte sich Vico zur Seite genommen und aß mit ihm grÃŒne Götterspeise mit Sahne, wÀhrend er ihm Geschichten von Piraten und anderen Abenteurern erzÀhlte. Wirklich eine gute Gelegenheit ein GesprÀch zu fÃŒhren. Einen Moment dachte er noch nach, aber dann begann er leise zu sprechen.
"ZunÀchst einmal bin ich dir nicht mehr böse, Lucien. Meine Wut war aus der Sorge um dich geboren. Der Maskeradenbruch tat sein Übriges, aber ich hÀtte trotzdem nicht ausrasten dÃŒrfen. Das war mein Fehler. Es freut mich jedoch zu hören, dass du den Vorfall von letzter Nacht bereust. Du hast uns alle in große Gefahr gebracht und das nur, weil du deine Grenzen nicht gekannt hast. Ich hoffe, dass sich das jetzt geÀndert hat. Du musst dem Alkohol nicht ganz absprechen, aber du solltest ihn nur noch in Maßen genießen.
Aber lass uns das alles vergessen. Es soll Vergangenheit sein. Dein Gewissen hat dich bereits genug bestraft und ich glaube nicht, dass du so schnell wieder unÃŒberlegt handeln wirst. Die Idee mit einer Arbeit finde ich ÃŒbrigens gut. Allerdings wÃŒrde ich es gutheißen, wenn du nur eine Halbtagsstelle annehmen wÃŒrdest, allein wegen deiner Gesundheit.
Aber eins musst du mir noch beantworten: Woher weißt du, was die Maskerade ist. Du hörst dich an, als hÀtte man dir davon erzÀhlt."
Er konnte sich nicht vorstellen, dass der Junge zu seinem Vater gegangen war. Hatte er mit Rasmus gesprochen? Also blieb ihm nur der Weg, dass Felice ihm seine Informationsquelle nannte. Ah, Neugier war wirklich ein Fluch!
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 09.05.2006    um 21:53 Uhr   
Vico erfreute sich darüber, dass Rasmus sich um ihn kümmerte. Zusammen schmeckte Götterspeise immer gut und die Geschichten fand er toll. Er lauschte dem Älteren ganz genauso und weitete hier und dort mal die Augen, als es gefährlich wurde oder Rasmus seine Geschichte besonders toll ausschmückte.
Felice lächelte erleichtert auf. Er war froh, dass Lucien ihn nicht schellte. Der Mailänder stand zu seinen Fehlern. Eine Charakterstärke, die sicherlich unerwartet ans Licht trat, aber einen angenehmen Nebeneffekt hatte. Er hätte sich nicht gut fühlen können, wenn er die Sache einfach totgeschwiegen hätte.

„Das, ist mein Geheimnis.“
Wisperte er mit Respekt und einem gewissen frechen Funkeln in den wunderbaren, tiefbraunen Augen.

„Aber wieso hast du dich zurückgezogen? Gefällt dir die Party nicht?“
Lasziv lehnte er sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Seine Aufmerksamkeit galt wieder der Belegschaft, seinem Bruder und Rasmus. Eine Zeigefinger kratzte gedankenverloren seine Wange.

„Anscheinend magst du diese Gepflogenheiten der Menschen nicht so, was? Oder ist es dir zu voll und zu langweilig geworden? Ach, ich könnte es verstehen.“
Zumindest ein bisschen und er wäre auch gar nicht enttäuscht gewesen.

„Wieso gehst du nicht einfach, wenn du etwas Besseres zutun hast?“
Aufmerksam sah Felice wieder zu Lucien zurück.
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geschrieben am: 09.05.2006    um 22:05 Uhr   
Amüsiert schüttelte der Unsterbliche den Kopf. Felice Gedanken waren wirklich angenehm. Musste ihm die Party nicht gefallen, weil er etwas abseits saß? Das war doch eine Milchmädchenrechnung. Mit einem sanften Lächeln stützte er sein Kinn auf die angewinkelten Handflächen. Kurz huschte sein Blick noch über Felice, bevor er antwortete.
"Doch, das Fest ist wunderbar. Aber heute Abend ziehe ich es vor alles aus einiger Entfernung zu betrachten. Es ist wundervoll. Na ja, vielleicht nicht für jeden, aber mir macht es Spaß. Man nimmt viele Kleinigkeiten wahr, die man sonst nicht sehen würde. Ein atemberaubendes Spektakel. Aber Felice, ich muss dich trotzdem bitten mir zu verraten, wer dir die Dinge über die Maskerade erzählt hat. Ich möchte sichergehen, dass er dich nicht betrogen hat. Das könnte uns alle in Schwierigkeiten bringen. Seit gestern weiß ich erst, wie wichtig Geheimhaltung ist und wann sie nicht angebracht ist. Bitte, nimm es mir nicht übel, aber nenn mir den Namen!"
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geschrieben am: 09.05.2006    um 22:25 Uhr   
„Ecilef“
Hatte Felice ganz ernsthaft gewispert, als er sich verschwörerisch vorgebeugt hatte um Lucien diese Information zukommen zu lassen. Dann lachte er aber amüsiert auf und drückte sich wieder zurück. Wenn man fit mit den Gedanken war, dann hatte man diesen Braten gerochen.

„Der Begriff 'Maske' stammt vom arabischen ab: Maskharat. Ich weiß auch nicht, aber von der Aussprache her habe ich eine ziemliche Ähnlichkeit entdeckt. Darum war es nicht schwer eins und eins zusammen zu zählen. Dazu noch die unübersehbare Logik. Wahrscheinlich hättet ihr ziemliche Probleme wenn ihr Öffentlich zeigen würdet, was ihr seid, nicht wahr? Es tut mir Leid, dass ich zu blauäugig war, Lucien, aber nun verstehe ich es.“
Er kannte dieses Leben nicht, er musste die Gepflogenheiten erst lernen und er hoffte, dass die kleinen Unebenheiten so klein verblieben, dass sie niemanden Schaden anrichteten.
Dann senkte sich jedoch sein Blick. Ein Schatten von Bitterlichkeit flog für einen Bruchteil einer Sekunde über sein schönes Gesicht hinweg. Was, wenn es doch einmal schief laufen würde? Wäre er nicht eine schreckliche Gefahr für die ganze Sippschaft? Aber…, Rasmus war auch hier, er war doch auch noch ein Mensch, oder nicht? Er hatte es auch geschafft die ganze Sache geheim zu halten, aber er, er war nicht Rasmus. Es gab nichts was sie gleich hielt, außer dem Land und wahrscheinlich dem Temperament.
Nachdenklich biss er sich auf die Unterlippe, während sein Blick auf jenen besagten Menschen ruhte, der sich herzlich um seinen Bruder kümmerte.
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geschrieben am: 10.05.2006    um 11:25 Uhr   
Ein überraschtes, aber durchaus anerkennedes Lächeln hob seine Mundwinkel, als er den verschwörerisch klingenden Namen hörte. Es war ihm Rätsel, wieso ihn diese kleine Spielerei so aufmunterte, aber er würde sich gewiss nicht beschweren. Er legte die Hände in den Schoß und nickte langsam.
"Dieser Ecilef muss ein wirklich schlauer Mann sein. Es stimmt tatsächlich, dass es etwas damit zutun hat. Es gibt einige Regeln, die die Maskerade betreffen, aber das Wichtigste hat er schon erkannt. Niemand darf jemals erfahren, dass es Wesen, wie uns wirklich gibt. Und sollte es doch ans Tageslicht kommen, so ist der Verantwortliche mit dem Tod zu bestrafen. Ich mache mir jedoch keine Sorgen. Mit einem so tollen Berater, wie diesem Ecilef brauchst du keine weiteren Erklärungen."
Er zwinkerte ihm zu und ließ kurz seinen Blick schweifen. Rasmus schien wirklich Gefallen an Vico gefunden zu haben, denn mittlerweile tanzten die beiden, wenn auch etwas seltsam zur Musik. Es sah lustig aus sie zu beobachten und Lucien hätte es am liebsten für immer festgehalten. Dann schaute er jedoch wieder zu Felice hinüber und lächelte.
"Aber nun lass uns die Sache wirklich vergessen. Es ist passiert und wir können nichts daran ändern. Lass uns das Fest genießen und Spaß haben. Einverstanden, Felice?"
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geschrieben am: 10.05.2006    um 20:17 Uhr   
Seine Laune wurde mit einem sarkastischen Grinsen quälend langsam zu Boden gedrückt. Er versuchte, dass Schlimmste zu verhindern, doch eher er sich versehen konnte war es zu spät gewesen.
Er hatte sich umgedreht, die Beine überschlagen und sah ebenso intensiv auf Rasmus und seinen kleinen Bruder, die sich nach der süßen Stärkung austobten. Auch wenn die tiefbraunen Augen auf den zwei Jungs lagen, so war er doch mit den Gedanken weit weg von jenen Festlichkeiten. Seine Hand umfasste sanft das zarte Kinn. Sichtlich eine Denkerpose, die er sich versehentlich angeeignet hatte.
Was nur, wenn er dieses Geheimnis nicht bewahren konnte? Nein, er würde es niemals aus Boshaftigkeit in die Welt setzen. Aber er war sich sicher – ja, er konnte es sich lebhaft vorstellen! – dass es sein könnte, dass er irgendwann einen bösen Fehler begehen würde. Auch wenn es nur eine grobe Vermutung war, eine Voraussicht, so war sie doch nahe liegend.
Er legte seufzend den Kopf in den Nacken und schloss für einen kurzen Augenblick die Lider, dann erhob er sich elegant und schien sich gar leicht zu Felice hin zu verneigen.

„Einverstanden. Ich lasse dich nun wieder deinen voyeuristischen Neigungen frönen und erlöse Rasmus von seiner plötzlichen Bürde. Es wird spät, ich möchte nicht, dass Vico in den Genuss kommt bis zum Morgengrauen wach zu bleiben.“
Das musste wirklich nicht sein, nicht wahr?
Er lächelte versonnen und wendete sich ab, doch noch lange konnte er sich nicht mehr an der Freude entsinnen, die er gehabt hatte, seit er mit Vico einkaufen gewesen war. Felice gönnte seinem Bruder noch ein paar Minuten, der ihn mit großen Augen flehend angesehen hatte, dann aber packte er seine zarte Hand und führte ihn in das Anwesen, nachdem er sich freundlich verabschiedet hatte. Erst, nachdem er Vico ein paar Gedichte rezitiert hatte und ihm lange noch über die pechschwarzen Haare strich, als er eingeschlafen war, traute er sich das Zimmer wieder leise zu verlassen.

„In meiner wunden Brust, kommt stille Engellust.“
Er rieb sich nachdenklich die Stirn, als er jene Worte leise wisperte. Wurde ihm ein Gedicht etwa zum Verhängnis? Unsinn! Es war ihm unverhofft in den Sinn gekommen, als er diese schöne Pflanze gesehen hatte, mehr nicht. Eine dumme Laune der Natur.
Dennoch zog es Foscari vor, nicht mehr in den Garten zu gehen. Er schlenderte durch die Gänge und suchte diese große Bibliothek auf, die Lucien ihn einst gezeigt hatte. Es würde sicher niemand etwas dagegen haben, wenn er sich dort ein bestimmtes Buch heraussuchen würde. Er hoffte, Allegro hatte es gelesen, denn so genau erinnerte er sich nicht mehr an den Titel.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 11.05.2006    um 14:46 Uhr   
Was war das nur für eine seltsame Gefühlsregung im Gesicht des jungen Menschen? Er konnte sich des Gefühls nicht erwehren, dass ihn eine seltsame Traurigkeit überfallen hatte, die er sich nicht erklären konnte. Eigentlich sollte doch alles wieder in Ordnung sein, nachdem sie sich ausgesprochen hatten, nicht wahr? Was war es dann das sein Herz so schwer machte? Es wäre kein Problem für ihn gewesen es herauszufinden, aber er erinnerte sich an ein Versprechen, das er dem Jungen einmal gegeben hatte. Er würde nicht in seine Gedanken eindringen, so er nicht die ausdrückliche Erlaubnis von ihm bekam. Nun gut, besondere Situationen erforderten besondere Methoden, aber ein kleines, seelisches Tief? Nein, das war nicht das Selbe.
"Oh, ich glaube, dass Rasmus kein Problem damit hat sich um Vico zu kümmern, aber ich verstehe, dass du das Fest lieber mit ihm, als mit mir verbringen möchtest. Guten Abend, Felice."
Mit einem freundlichen Lächeln neigte Lucien seinen Kopf. Nun ja, Künstler waren oftmals melancholisch. Er sollte sich keine Gedanken mehr darum machen. Er lehnte sich lieber ruhig zurück und sah zu, wie Rasmus und Vico die letzten Sekunden Spaß miteinander hatten.
Im Laufe des Abends gesellte sich Rasmus zu ihm. Sie saßen lange beieinander ohne auch nur ein Wort zu wechseln. Auch wenn zwischen ihnen viele Jahre lagen, so verstanden sie sich meistens lautlos. Schließlich war es jedoch Lucien, der die Stille brach.

"Danke, dass du die Vorhänge zugezogen hast, Rasmus. Ohne dich würde ich sonst nicht hier sitzen können und das schöne Fest genießen."
"Ach das, nicht der Rede wert. So oft, wie du mir schon das Leben gerettet hast, hast du noch einiges bei mir gut." Der junge Italiener lächelte charmant und neigte seinen Kopf zur Seite. Oh ja, Lucien schätzte ihne wirklich sehr.
"Wenn das so ist, vergesse ich das wohl noch öfter." Und wieder kehrte Schweigen ein. Erst, als es schon fast Mitternacht war, meinte Lucien erneut:
"Sag, ist dir an Felice irgendetwas außergewöhnliches aufgefallen?"
"Wenn man von der Tatsache absieht, dass er sich heute, wie ein normaler Mensch mit mir unterhalten hat nicht. Er wird mir langsam sympathisch. Ich denke, er hat sich langsam eingewöhnt. Warum fragst du?"
"Es war nur so ein Gefühl..."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 11.05.2006    um 16:23 Uhr   
Oh, er hatte eine kleine Ewigkeit gebraucht in diesem Urwald aus Büchern das zu finden, was er suchte. Er sah gar nicht auf die Uhr und wusste doch, dass die Zeit unweigerlich weiter lief, auch ohne ihn zu fragen ob er es eigentlich wollte.
Seine schlanken Finger blätterten eifrig in dem dicken Buch herum, nachdem er von der kleinen Leiter hinab gestiegen war und sich einfach auf den Boden gesetzt hatte. Er seufzte verzweifelt auf, als er die Stelle nicht auf Anhieb finden konnte, doch dann hoben sich seine zarten Lippen zu einem sanften Lächeln.

„Et vera incessu patuit dea. Und an ihrem Gang erkannte man, dass sie in Wahrheit eine Göttin war.“
Rezitierte er erneut mit sanfter, leiser Stimme.
Sein Blick glitt zu der Zimmerdecke hinauf, die irgendwie kein Ende nehmen wollte.

„Komisch, ich dachte, Botticelli beschriebe Dido damit, aber in Wirklichkeit war es Venus.“
Eine seltsame Erkenntnis, wieso fiel ihm diese erst jetzt auf? Was hatte das Überhaupt alles zu bedeuten? Und wieso musste er dabei an Lucien denken?
Mürrisch schlug er das Buch wieder zu und drückte sich wieder auf die Beine. Er kletterte gewand auf die Leiter zurück und schob es in die kleine Nische, aus der er es gekramt hatte. Für eine Zehntelsekunde blieb er wie erstarrt stehen, dann sah er zu, dass er wieder nach unten kam und den Raum verließ, als wäre er nie da gewesen.
Er fühlte sich dazu verpflichtet in jenen späten Abendstunden wieder zurück zu der kleinen Gartenparty zu gehen. Immerhin hatte er diese angezettelt, also sollte er sie auch rechtmäßig beenden. Mit viel Glück bekam er vielleicht noch einmal Gelegenheit, mit Rasmus zu sprechen, falls dieser sich noch nicht zurückgezogen hatte. Wenn doch, so würde er einfach den Worten der anderen lauschen.
Als er zwischen Tür und Angel stand, fiel ihm plötzlich ein was Lucien gesagt hatte, als er sich entfernen wollte. Erst jetzt registrierte er es und erneut erfüllte es ihn mit Trauer.
„…aber ich verstehe, dass du das Fest lieber mit ihm, als mit mir verbringen möchtest.“
Das stimmte gar nicht! Er hatte doch ganz normale Verpflichtungen wie jeder andere Mensch vor und nach ihm auch! Oder war es nun doch eine versteckte Eifersucht, die der Vampir an den Tag gelegt hatte? Er konnte es sich nicht erklären… .
Seine Schritte führten ihn weiter nach draußen. Längst war es nicht mehr so voll wie am Anfang und nur noch vereinzelt saßen Leute in der Dunkelheit, die Hier und Da von den Fackeln verscheucht wurden, die Rasmus organisiert hatte. Aus einer Ecke schnappte er sich eine Einkaufstüte und begann die Tische von Papiertüchern und anderen Müllresten zu befreien, die die Gäste da gelassen hatten.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 11.05.2006    um 16:24 Uhr   
Unweigerlich kamen ihm Erinnerungen hoch. Er schmunzelte sacht als er an die erste Begegnung mit Lucien dachte. Der Abend in diesem herabgekommenen Hotel und jenem wundervollen Garten. Die Tatsache, dass er ihn so dreist mit harter Wahrheit konfrontiert hatte und das Erlebnis einer kleinen Entführung seines Bruders. Gott, war er außer sich gewesen! Ob er heute genauso reagieren würde, wenn Lucien plötzlich nicht mehr da wäre?
Nein, zuerst wäre es sicher nur pure Panik. Angst, doch noch sterben zu müssen nach all den Opfern, die er gebracht hatte. Dann wäre es aber sicherlich Sorge und Wut darüber, dass er nicht auf sich aufgepasst hatte. Wie würde Lucien reagieren wenn er plötzlich nicht mehr da wäre? Oh, das hatte er zu genüge erlebt, doch er wusste, dass sein Handeln nur aus Mitleid entstand. Letztens… .
Ein leises Seufzen huschte wieder aus seiner Kehle. Ein Laut, dass er einfach wegwarf ohne zu überlegen, was es bedeuten konnte. Er hatte in Gedanken versunken aufgehört die Tische abzuräumen und stand nur da. Mit den Händen stützte er den Oberkörper ab und starrte mit den tiefbraunen Augen auf einem imaginären Punkt des Tisches.
…war sein Handeln wirklich nicht grundlos gewesen, als er sich in jener Nacht den Arm aufgeschnitten hatte. Ja, er hatte sich nach Tod und Erlösung gesehnt, doch er hatte auch erwartet, dass Lucien ihn mit barschen Worten prügeln würde. Dass er sagen würde, was für ein Weichei er doch wäre und wie es wirkte, so heulend in einer dreckigen Gasse zu sitzen. Aber er hatte wieder Mal nur Mitleid erweckt. Ihre ganze fundamentale Beziehung beruhte doch auf Mitleid, oder nicht? Was sonst würde ein Vampir so toll an einem sterbenskranken Menschen finden, dass er diesen an sein Bein kettet? Das er gar ein Blutsband auslegte, eventuell gegen den Willen von Allegro, seinem Vater? Gott, was fand Lucien nur an ihm?!
Endlich hatte er sich auf die Bank gesetzt und schwenkte leicht zusammengekauert die Einkaufstüte vor sich her.
Vampire und Menschen gehören einfach nicht zusammen. Es ist das Beste, wenn er so schnell wie Möglich damit beginnt auf Distanz zu gehen. Noch hegt Lucien Mitleid, doch was will er hegen, sobald es ihm besser geht und er über dem Berg ist? Felice würde sich verändern und Lucien wahrscheinlich auch. Letzterer würde ihn eventuell weiterhin im Hause dulden, aber würde er ihn auch weiterhin beachten? Würde er ihn ignorieren, als wäre alles nur eine kleine, nichtsnutzige Affäre gewesen? Als wäre er nicht mehr der schutzbedürftige Mensch?
Nein, er konnte kein Gleichnis zu Rasmus finden. Lucien und der Älteste, sie hatten eine ganz andere Verbindung und Beziehung. Sie war speziell und einmalig, dass war sie bevor er aufgetaucht war und das würde sie sein, nachdem er nicht mehr gebraucht wird.
Gebraucht, für was…?
Die ganzen Gedanken bereiteten ihm wieder Kopfschmerzen, so hielt er seine Hand keuchend an die zarte Stirn und stand plötzlich wieder auf, um seine eigens auferlegte Aufgabe zu beenden.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 11.05.2006    um 16:24 Uhr   
Ein letztes Unternehmen wäre sicherlich angebracht. Hatte er nicht die Oper erwähnt? Sobald er ein Guhl ist würde er sowieso nicht mehr sonderlich auf Lucien eingewiesen sein. Ein stiller Abschied würde seine Seele jedoch gut tun, zumindest er brauchte das.
Sacht presste er die Lippen aufeinander.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 12.05.2006    um 23:05 Uhr   
Was für ein trüber und zugleich heiterer Abend! Wie lange hatte er sich schon nach neuen, großen Gefühlen gesehnt und nun? Nun war er in einem Zwiespalt, den er sich nicht erklären konnte. Es war eine Mischung, die er nur schlecht beschreiben und genau so schlecht ertragen konnte. Rasmus saß ihm noch lange schweigend gegenüber und er fühlte sich in seiner Gegenwart wirklich wohl. Und doch war er ein wenig betrübt. Felice machte so einen betrübten Eindruck, oder bildete er sich das nur ein? Warum betraf ihn das eigentlich so sehr? Vielleicht, weil er schon wieder begann Menschen ganz unvampirisch zu behandeln? Weil seine Gefühle völlig unvamprisch waren? Er konnte es sich nicht erklären, aber er würde es schon noch herausfinden.
Als Rasmus sich von ihm verabschiedet hatte, blieb er noch ruhig sitzen und beobachtete die Szenerie. Ach, was hatte er Gefallen daran gefunden. Zu lange hatte er das schon nicht mehr gemacht! Nach einer Ewigkeit, wie es ihm schien, hellte sich seine Laune jedoch auf. Leichtfüßig, fast unbemerkt, tauchte Felice wieder auf der Party auf. Er hatte schon gedacht der Junge hätte sich zurück gezogen, doch nun zierte ein Lächeln seine Lippen. Eine Weile beobachtete er ihn. Wie er aufräumte, sich auf dem Tisch abstützte und nachdenklich in die Luft starrte. Es faszinierte ihn so sehr, wie ein einziger Mensch, ganz ohne besonderes, vampirische Fähigkeiten so etwas vollbringen konnte. Langsam erhob er sich und verschwand in den Schatten der Nacht. Er wollte nicht, dass Felice ihn vorher sah. Und so sollte es ihm gelingen sich hinter den Jungen zu schleichen und plötzlich ganz leise zu sagen.

"Was stimmt dich so nachdenklich, Felice?"
Seine Stimme war nicht mehr, als das sachte Flüstern der Blätter im Wind und doch zärtlich und umschmeichelnd. Nein, niemals würde man soetwas erwarten.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 12.05.2006    um 23:24 Uhr   
Was hatte er sich wieder erschrocken! Sein ganzer Leib war zusammengezuckt, als ganz unverhofft eine wundersame, anziehende Stimme hinter ihm erklang. So nah, dass die Stimme es schaffte eine Gänsehaut zu erwecken. Gut, dass man dies durch die Kleidung nicht sehen konnte.
Felice war aufgesprungen und hatte sich schnell, aber dennoch sehr geschmeidig, zu Lucien umgedreht.

„Ähm…, ich… .“
Was ihn so nachdenklich stimmte? Ach, er wusste es auch nicht genau. Diese ganze melancholische Stimmung war sehr bedrückend. Sie war einfach da und er wusste nicht, wie er am Besten damit umgehen sollte.

„Ich räume doch nur auf.“
Entgegnete er ausweichend. Sofort machte er sich auch wieder an die Arbeit, damit seine Aussage auch einen Funken an Wahrheit besaß.

„Außerdem mag ich es nicht, wenn du dich so anschleichst.“
Das machte ihn doch nur wahnsinnig.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 12.05.2006    um 23:35 Uhr   
"Entschuldige, es sah nur so aus, als wärst du tief in Gedanken versunken. Ich frage mich schon den ganzen Abend, was es sein kann, was in deinem schönen Kopf herum schwirrt und dich so melancholisch macht. Und wenn ich ehrlich bin, lässt es mir keine Ruhe dich so zu sehen. Magst du es mir nicht sagen?"
Beiläufig schmiss er einige Plastikbecher in den blauen Sack und schaute dabei kurz in Felice' Gesicht. Ihm war nicht bewusst, dass er den Jungen so nervös machte und so lehnte er sich einfach an den Tisch und betrachtete ihn ruhig. Wie er wohl einmal sein würde? Würde er seine zarte Art, die man erst nach einer Weile erkannte, behalten oder würde er abhärten und zu einem dieser steinharten Menschen werden? Er hoffte nicht. Ein winziges Seufzen entschlüpfte seinen Lippen und er legte den Kopf kurz in den Nacken um hinauf zu den Sternen zu sehen, doch dann legte sich sein zärtlicher Blick wieder auf den Jungen. Ob er ihm nur nicht sagen wollte, was in ihm vorging? Oder wusste er es tatsächlich selbst nicht. Er kannte dieses Gefühl und doch wünschte er sich den Jungen genau zu verstehen. Es war ein stiller, geheimer Wunsch und er war sich selbst nicht bewusst, dass es so war. Felice hatte ihn in seinen Bann gezogen auf eine Art und Weise, die er nicht ganz verstand...
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 12.05.2006    um 23:50 Uhr   
„Oh, ich war auch in Gedanken… .“
Entwich es ihm im ehrlichen Tonfall.
Dann wurde sein Tun immer halbherziger, bis es schließlich ein jähes Ende fand. Er ließ sich neben Lucien nieder und senkte den Blick auf den Boden. Noch sagte er nichts. Er suchte nach einer Erklärung zu seiner Verfassung und zu den Gedanken, doch er wusste nicht, was er erzählen sollte und was nicht.

„Lucien ich, … .“
Begann er leise und bedacht.

„…ich möchte dir zuerst sagen, dass ich die Abende sehr gerne mit dir verbringe. Ich wollte dich vorhin nicht kränken, indem ich einfach wieder gegangen bin, aber ich muss mich doch auch um meinen Bruder kümmern. Bitte prangere mich deswegen nicht an.“
Er lächelte vorsichtig, doch noch immer sah er nicht zu dem Vampir auf. Trotzdem spürte man, dass Felices Aufmerksamkeit nur dem Blassen Gastgeber galt.

„Und um mein Verhalten zu erklären, nun… . Ich habe einfach so ein dumpfes Gefühl im Magen. Mein Gott, ich fürchte mich einfach davor irgendwann einen großen Fehler zu begehen und dieses ganze Anwesen in Gefahr zu bringen. Es ist nicht so, dass ich dies beabsichtige, nein, niemals würde ich es tun, aber die Angst ist dennoch da.“
Er legte eine kleine Pause ein, lehnte sich zurück und hob den Blick zum Nachthimmel hinauf.

„Ach ich bilde mir nur etwas ein… . Hm, wo ist Rasmus, ist er schon ins Bett gegangen?“
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geschrieben am: 13.05.2006    um 00:00 Uhr   
Ein unglaublich liebevolles Lächeln hellte das Gesicht des Schönen auf. Das war es also, was den Jungen so bedrückte! Es war einmal vorgekommen, dass er sie alle in große Gefahr gebracht hatte, aber ein zweites Mal? Nein, das traute er ihm einfach nicht zu. Dafür war Felice einfach zu klug und er glaubte, dass ihm langsam wirklich etwas daran gelegen war sie nicht zu verraten.
Und so kam es, dass er sich nicht mehr zurückhalten konnte. Bewegt von Felice' einzigartige, liebenswürdige Sorge und dem zärtlichen Wunsch des Jungen, ihn nicht zu verletzen, legte der Unsterbliche seine, kühle Hand an die Wange des Menschen und sagte leise und behutsam.

"Ach Felice, niemals würde ich dich dafür schelten, dass du mit dem Menschen, der dir am meisten verbunden ist, deine Zeit verbringst. Es gibt nichts, wofür ich mehr Verständnis haben können. Aber deine Sorge ehrt dich.
Und du musst dir keine Gedanken machen. Ich bin mir sicher, du bringst uns nicht in Gefahr. Du bist clever und weißt, was du machen kannst, und was nicht. Sorge dich bitte nicht!
Und Rasmus? Ich denke er wird in meinem Zimmer sein. Er wollte noch etwas lesen."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 13.05.2006    um 00:16 Uhr   
Es war seltsam, aber diesmal zuckte Felice bei der Berührung nicht zurück. Nein, es war gar so, als könnte er diesen Zuspruch nun gut gebrauchen. Als hätte er sich danach gesehnt und es erwartet, denn die Lider senkten sich langsam und er schien es zu genießen, warum auch immer.
Doch dann bemerkte er seine komische Reaktion. Er ruckte mit dem Kopf zur Seite und löste somit den Kontakt der kalten Hand und der warmen Wange.

„Clever? War ich gestern Abend etwa auch clever gewesen? Nein, sicherlich nicht.“
Er stand behutsam auf und ging ein paar Schritte, bevor der Leib wieder zur Ruhe kam und Felice Lucien den Rücken zugewendet hatte. Das war nicht höflich, aber deutlich eine gewisse Schutzreaktion anstatt Abweisung.

„Hm, glaubst du wirklich dass es gut ist mich hier zu halten? Ich könnte mit doch ein Hotelzimmer nehmen und dort wohnen. Wahrscheinlich wäre das deinem Vater auch lieber. Ich weiß nicht…, ach, ich weiß nicht… .“
Was hatte er denn da nur für Gedanken? Schien er nicht mit der Tatsache klar zu kommen, dass er sich gestern daneben benommen hatte? Aber das war er doch selber Schuld gewesen. Gott ja, es war pure Absicht gewesen! Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass Lucien so voller Sorge hinterher rennen würde.
Woher, woher hatte er dies überhaupt gewusst? Keine Frage, da muss ihn jemand gesehen haben. Du meine Güte, waren diese Vampire etwa überall?
Er schauderte kurz und strich sich elegant durch das Haar.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 13.05.2006    um 00:27 Uhr   
Ohne ein Zeichen von Enttäuschung beobachtete er, wie sich der Junge von ihm abwendete. Es war ihm klar gewesen, dass er diese Berührung nicht zulassen würde und doch hatte er einen Moment das Gefühl, dass er sie gebraucht hatte. Wahrscheinlich war es nur eine Wunschvorstellung seines alten, verbrauchten Verstands. Nachdenklich lagen seine hellen Augen auf Felice Rücken. Gerne hätte er ihm Trost gespendet, aber anscheinend war der Junge nicht bereit diesen anzunehmen. so konnte er nur hier stehen, ihn ansehen und sich seine eigenen Gedanken machen, auch wenn diese ein wenig trüb waren.
"Du warst betrunken, Felice! Und ich unvorsichtig. Ich hätte dir viel früher von der Maskerade erzählen müssen. Mach dir deswegen keine Vorwürfe mehr! Es ist Vergangenheit und es ist nichts passiert. Kein Grund noch Schuld zu fühlen.
Und... wenn du wirklich nicht hier leben möchtest, kann ich dir eine Wohnung besorgen. Ich würde verstehen, wenn es dir unheimlich ist, zwischen Unsterblichen zu leben. Aber was meinen Vater betrifft, so brauchst du nicht zu glauben, du seist unwillkommen. Wenn es so wäre, dann würdest du schon nicht mehr hier sein. Er akzeptiert dich, Felice. Wenn du trotzdem fort möchtest, werde ich dich nicht aufhalten. Solltest du aber nur glauben, du wärst hier nicht erwünscht, dann muss ich dir sagen, dass du falsch liegst. Ich genieße deine Anwesenheit."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 13.05.2006    um 00:44 Uhr   
“Du…, genießt meine Anwesenheit?“
Vorsichtig hatte sich Felice umgedreht und warf einen Blick über seiner schmalen Schultern zurück zu dem weitaus Älteren. Ein flüchtiges Lächeln schien sein schönes Gesicht flüchtig aufzuhellen. Dann ging er wieder auf Lucien zu und ließ sich neben ihm auf seinen vorherigen Platz nieder. Die schmalen Hände griffen nach der Sitzbank.

„Weißt du, ich glaube, ich habe Vampire immer mit Zombies verwechselt. Jetzt, wo du mir die meisten Fragen beantwortet hast fällt es mir durchaus leichter damit zu leben und damit umzugehen, auch wenn ich Ab und Zu nicht ganz verstehe, wieso Dies und Das so ist, wie es ist, aber das ist nicht wichtig. Jetzt stört es mich nicht mehr, hier zu sein. Nein, ehrlich gesagt fühle ich mich nun sehr sicher hier und darum ist es auch nicht der Grund, wieso ich weggehen wollte. Es ist diese Angst, verstehst du?“
Diese dumme Angst die wahrscheinlich ebenso nur eine dumme Einbildung war.
Felice setzte sich etwas um, jedoch so, dass er besser zu Lucien blicken konnte.

„Na ja, ich verschiebe das mit dem Hotelzimmer lieber noch etwas. Vico fühlt sich hier auch ausgesprochen wohl und ich möchte ihn ungern wieder in eine fremde Umgebung stecken. Es ist dennoch erstaunlich, wie ihr uns toleriert. Und wie ganz besonders du mit uns umgehst. Mit mir umgehst. Du bist seltsam, Lucien.“
Er konnte sich durchaus ein freches Schmunzeln nicht verwehren. Er hoffte nebenbei nur, dass der Vampir wusste dass er dies nicht ernst gemeint hatte.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 13.05.2006    um 11:24 Uhr   
"Ja, das verstehe ich sehr gut, Felice. Schließlich war ich auch einmal ein Mensch in unsterblicher Gesellschaft. Es ist ein seltsames Gefühl zu wissen, dass man selbst kaum etwas gegen ein Wesen, wie einen Vampir ausrichten kannt, dass man auf seine Gnade angewiesen ist, daran erinnere ich mich gut. Deswegen möchte ich nicht, dass du das Gefühl hast eingesperrt zu sein. Du sollst tun und machen können, was du möchtest. Ich vertraue dir, dass du mich nicht in Gefahr bringst, denn dazu bist du jetzt durchaus in der Lage. Dein Wissen und mein Vertrauen sind wertvolle Waffen in der vampirischen Gesellschaft. Aber ich bin mir sicher, dass du sie nicht einsetzen wirst und deswegen werde ich dir die Freiheit lassen, die du möchtest. Dass du freiwillig in diesem Haus bleibst, weiß ich wirklich sehr zu schätzen, mein Freund."
Zärtlich ruhte sein Blick auf der zerbrechlichen Gestalt des Menschen. Was er gesagt hatte, entsprach der Wahrheit und er würde jeden, der es wagte daran zu zweifeln, eines besseren belehren. Er war jemand, der sein Wort hielt, so lange man ihn und seine Familie nicht wirklich in Gefahr brachte. Es war schon vorgekommen, dass er sich deswegen auf so manchem Fest lächerlich gemacht hatte, aber das waren eben die Spiele zwischen Lucretia und ihm und jeder wusste, dass es Spiele waren. Er strich sich das Haar aus dem hellen Gesicht und sah hinauf zum Mond. Wenn es so etwas, wie Gerechtigkeit gab, dann würde er sie Felice und seinem Bruder zu Teil werden lassen, denn sie hatten es mehr als verdient.
"Übrigens..." Sprach er nach einer Weile in der er selbst in Gedanken versunken war. "...habe ich für morgen einige Privatlehrer in unser Haus bestellt. Du kannst zwischen ihnen wählen, welcher dir am geeignetsten vorkommt deinen Bruder zu unterrichten. Wenn du möchtest, kannst du auch gerne selbst Unterricht nehmen, allerdings stellt sich dann die Frage in was. Einer der Lehrer ist ein sehr guter Rhetoriker, aber ich frage mich, ob man Talent durch Technik beschweren sollte, oder ob man es auf diese Art weiter entwickelt. Es wird wohl das Beste sein, wenn du selbst entscheidest."
Er nickte ihm zu und seine Finger umschlossen die dunkle Tischplatte. Ja, er würde sich nicht scheuen die besten Lehrer für die beiden Brüder aufzutreiben, möge ihr Preis noch so hoch sein. Die Bildung der beiden war ihm wirklich wichtig. Dann lächelte er jedoch erneut.
"Aber darüber machen wir uns morgen Gedanken. Wir sollten lernen jeden Augenblick zu genießen ohne besorgte Gedanken in die Zukunft zu richten."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 13.05.2006    um 11:44 Uhr   
„Oh nein, das ist schon in Ordnung. Trotz allem werde ich Vico vorrangig entscheiden lassen, immerhin ist es dann sein Lehrer mit dem er auskommen muss. Ich berate ihn dann nur etwas, falls er Zweifel hat. Was meine Bildung angeht…, nun ja. Da ich wirklich arbeiten möchte werde ich kaum Zeit haben, aber ich finde, so ein Bücherladen wäre der geeignete Ort für mich. Ich könnte meine Interesse nebenher ausleben und durch gewisse Anregungen der Kunden selbst neugierig auf neue Sachen werden.“
Seine Stimme war leise und alles klang sehr überzeugt. Es gab einfach keinen besseren Ort den er sich im Moment ausmalen konnte. Eventuell kam dann die Muse wieder, die er durchaus verloren hatte – warum auch immer.

„Kennst du einen dieser Läden? Ich könnte dann morgen früh vorbei gehen und fragen, ob die eine Aushilfe gebrauchen könnten. Zudem wüsstest du dann wo ich bin, falls etwas sein sollte. Aber da du ja den ganzen Tag verschläfst wird dies wohl nicht der Fall sein.“
Er grinste sanft und überschlug die Beine. Sein Ellenbogen stützte sich auf der Tischplatte ab und die Hand durfte nun dem schönen Kopf Halt gewähren. Seine tiefbraunen Augen huschten kurz über Lucien hinweg. Diskret und dennoch präzise.

„Oh und da fällt mir noch etwas ein. Dieser Lehrer sind doch nicht etwa…? Ich meine, es wäre mir egal wenn du mir versprechen könntest, dass sie es verdeckt halten und meinen Bruder nicht anfassen. Ich glaube, ich könnte dann ziemlich böse werden, weißt du.“
Gar verlegen senkte er wieder den Blick zu Boden und fasste mit den leicht blassen, dünnen Fingern nach einer seiner pechschwarzen Haarsträhnchen.
Er pausierte kurz und atmete tief ein, bevor seine sanfte Stimme wieder erklang.

„Und da wir gerade wieder bei dem Thema sind. Wie ist das eigentlich? Dürfen Vampire voneinander auch Blut trinken? Und wenn du einen Menschen aussaugst, stirbt er dann oder lässt du etwas übrig?“
Interessiert hatte er sich vorgebeugt und sah Lucien erwartungsvoll an.
Kein Tag schien zu vergehen, an dem Felice keine dieser Fragen auslassen würde. Doch man sollte es verstehen, nur so konnte er am Besten mit den ganzen, seltsamen Dingen umgehen. Nur so konnte er sagen, dass er über die Materie bescheid wusste. Anders nicht.
Schnell war jedoch die vorherige Verlegenheit gewichen und machte jenem neuen Schauspiel durchaus widersprüchlich Platz.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 13.05.2006    um 12:07 Uhr   
Nachdenklich hatte er seinen Kopf in die Handflächen gestützt. Die hellen Augen wanderten langsam über den sternbedeckten Himmel, ohne die Bilder zu erkennen, oder sie gar zu benennen. Es war eine einfach Geste des Nachdenkens. Dann nickte er aber und sein Blick legte sich auf das Gesicht des Jungen, der so ruhig und doch so neugierig vor ihm saß.
"Es gibt viele Buchläden in Rom. Es kommt ganz darauf an, für was du dich interessiert. einige Geschäfte verkaufen nur religiöse Bücher, andere nur Kochbücher, aber die meisten haben alles im Angebot. Ich könnte Rasmus bitten dir die Geläufigsten zu zeigen." Mit einem Zwinkern fügte er hinzu: "Ich habe eine kleine Antipathie gegen Sonnenlicht, weißt du?
Aber was deinen Bruder betrifft, so habe ich Menschen engagiert. Ich dachte, dass es nicht gut ist andere meiner Art mit ihm allein zulassen. Man weiß nie, wie sie reagieren, auch wenn es ein Maskeradenbruch wäre, wenn sie Vico in meinem Haus etwas antun würden. Trotzdem, die Gefahr ist zu groß. Es sind alles junge, sehr gebildete Menschen, denen ich zutraue, dass sie ihm die bestmögliche Bildung vermitteln. Du musst dir darum keine Gedanken machen."
Bei den nächsten Fragen geriet jedoch auch er erneut ins Grübeln. Es gab noch so viel, was er dem Jungen erzählen musste und wollte!
"Es ist durchaus denkbar einem anderen Unsterblichen von seinem eigenen Blut zu geben, aber es hätte die gleiche Wirkung, wie bei euch Menschen. Sie sind dann an dich gebunden. Das kann von großem Vorteil sein. Ein Vampir, der an dich gebunden ist, wird dir keinen Schaden zufügen und in unserer Gesellschaft kann dir das oft passieren. Nun ja, aber das ist ein Thema für sich.
Wenn wir trinken, dann töten wir unsere Opfer nicht, nein. Es würde auffallen, wenn die Straßen plötzlich von Leichen überschwemmt wären. Die Menschen merken noch nicht einmal, dass sie etwas Unnatürliches erlebt haben. Beim trinken fallen sie in eine Art Extase. Deswegen benutzt man beim Jagen auch häufig die eigene Attraktivität. Die Menschen glauben dann, es wäre ein sehr angenehmes, sexuelles Erlebnis gewesen, die Maskerade bleibt so gewahrt und der Vampir ist genährt. Es ist ein gut ausgeklügeltes System."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 13.05.2006    um 12:26 Uhr   
Es hatte ihn wirklich beruhigt zu hören, dass sein Bruder von Menschen unterrichtet wurde. Wohl hatte Lucien dieselben Sorgen, oder aber er wusste, wie Felice sich fühlen würde wenn er erfuhr, dass vampirische Leute in der Nähe seines Bruders waren. Nein, er wäre alles andere als beruhigt.
Wenn Rasmus ihm die Läden zeigen würde, dann hätte er auch eine neue Gelegenheit sich diesem Menschen zu nähern. Ja, das war eine durchaus gute Idee. Er könnte ja morgen selbst zu Rasmus gehen und ihn danach fragen, immerhin war er alt genug um selbstständig zu sein. Zumindest weitgehend selbstständig.
Den Erklärungen hatte er mit großem Interesse gelauscht. Nun, wo er wieder willenlose Antwort erhalten hatte, schien er sehr befriedigt zu sein. Einen Moment schien er zu schweigen, dann fasste er sich an sein Kinn und sah erneut zu Boden.

„Dann könnte es doch einen wahnsinnigen Vampir geben, der irgendwann alle anderen Vampire von sich abhängig macht. Oder, wenn diese Blutsbände wild durch die Gegend geflechtet werden, dass Gruppierungen entstehen und…“
Er stoppte als er bemerkte, was für einen Schwachsinn er hier von sich gab. Das alles hatte sicherlich System, genau, wie Lucien es gesagt hatte.
So lächelte er verzeihend und neigte den Kopf entschuldigend.
Dann begann er eine Weile zu schweigen. Seine Fragen waren beantwortet und er wusste nicht, welches Thema er nun anschneiden sollte. Er wusste nicht, was den Vampir interessierte, also blieb er nur ruhig sitzen und genoss den Wind, der mit seinen feinen Strähnchen spielte.
Und dann, dann kam die unweigerliche neue Frage in ihm auf.
Unsicher blickte er zu Lucien und presste die Lippen aufeinander.
Durfte er solch eine Frage stellen? Wie würde er reagieren? Er musste es wissen!

„Und..., und unterliegst du selbst einem Blutband, Lucien?"
  TopZuletzt geändert am: 13.05.2006 um 12:31 Uhr von FeliceFoscari
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 13.05.2006    um 12:39 Uhr   
"Ja, das alles ist durchaus möglich, wobei es bei uns Vampiren so ist, dass auch wir dreimal von dem Blut des gleichen Unsterblichen trinken müssen und es ist doch recht unwahrscheinlich, dass das jemand freiwillig macht. Für uns ist es mehr, als gefährlich einem solchen Band zu unterliegen. Wir würden unsere eigenen Erzeuger verraten, für denjenigen unter dessem Bann wir stünden. Niemand von uns macht das frewillig."
Er schüttelte seinen Kopf und überlegte kurz. "Natürlich gibt es auch Gruppierungen. Eine bestimmte... Vampirfamilie... bindet ihre Kinder beispielsweise mit einem Blutsband an sich, aber das ist die Ausnahme und ein großer Nachteil für diese Unsterblichen."
Die letzte Frage des Jungen überraschte ihn. Es war ungewöhnlich so direkt zu fragen, aber erforderte eine ehrliche Frage nicht eine ehrloche Antwort? Nur ungern erinnerte er sich an die Geschehnisse vor einigen Tagen.
"Nein... ich... ich... bin lediglich eine Stufe näher daran, als ein normaler Unsterblicher."
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