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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 19.05.2006    um 21:08 Uhr   
Oh Himmel! Solch eine Antwort hatte er absolut nicht erwartet! Darum verfiel der recht hübsche Mailänder in ein fröhliches Lachen.
„Oh uhm…! Das ist aber durchaus auffällig, Signore Écrisivont! Aber da wir gerade bei Lehre sind… .“
Er zögerte und biss sich auf die Unterlippe.
Überlegend drehte er sich auf den Bauch und wusste nicht, ob er diese unverschämte Frage stellen sollte, aber…, was hatte er schon zu verlieren? Außerdem lenkte es ihn von der Übelkeit ab, die noch immer in seinem kranken Leib tobte.
So nahm er seinen Mut zusammen und blickte zu dem Blassen zurück.

„Du hattest mir im Garten erzählt, dass man in zweihundert Jahren eine Menge lernt, in jeder Hinsicht. Willst du mir das nicht etwas genauer definieren?“
Wie die Unschuld in Person zwirbelte an einer seiner Haarsträhnen, die gerade so günstig auf die Wange gefallen war.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.05.2006    um 17:49 Uhr   
Luciens helle Bergseeaugen huschten über Felice' Körper. Sie fanden immer wieder Grund sich einen Moment vor Erstaunen in bewegungsloser Ehrfurcht zu Ruhe kommen zu lassen. Einmal war es die Farbe der Haut, ein anderes Mal die Form der Augen und danach das seidige Schwarz der Haare die der Junge so unschuldig um seinen Finger wickelte. Einen Moment saß Lucien nur da und beobachtete ihn. Er genoss diese Augenblicke in denen er einfach seiner Lust nachgehen durfte. Die meisten Menschen hielten ihn schließlich noch für einen Jugendlichen und wer ließ schon zu, dass so jemand einen anstarrte? Als er sich schließlich doch von der Schönheit des Mailländers losreißen konnte, lächelte er verschmitzt. Hatte er im Garten also doch ein Thema angesprochen, was ihn interesssierte. Wahrscheinlich hatte er ihn damit nur überrumpelt und Felice kam sich ein bisschen überrannt vor, aber jetzt wollte er anscheinend wirklich darüber sprechen. Einen Grund, der dagegen sprach, wollte Lucien auch nicht einfallen. Es würde sicher ein sehr anregendes Gespräch werden, denn er fand es wirklich spannend zu sehen, wie der Junge über diese Dinge dachte.
"Nun, wenn ich ehrlich bin, dann dachte ich dabei an Sex. Jeder Vampir hatte wahrscheinlich mehr davon, als Dolly Buster und ihre Pornodarsteller-Clique zusammen je haben werden. Dementsprechende Erfahrung haben wir natürlich auch. Deswegen dachte ich, dass du mich fragen könntest, wenn du etwas wissen möchtes." Er zwinkerte wissend und legte seinen Kopf auf die angewinkelte Handfläche, den Blick auf Felice gerichtet.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.05.2006    um 18:05 Uhr   
„An Sex?“
Also wenn er jetzt ehrlich sein sollte, hatte er so was erwartet, aber dass es dann tatsächlich zur Aussprache kam wunderte ihn doch sehr.

„Ja ich…, ich habe darüber gelesen. Also…in einem Lexikon. Da stand drin, dass Vampire ein ziemlich außergewöhnliches Sexleben haben sollten, was wahrscheinlich nur darauf beruht, dass sie so ziemlich leicht an Nahrung kommen.“
Er räusperte sich leicht und wunderte sich gleich darauf, was so in Lexika stand. Wenn man sich wirklich die Zeit nahm und einfach mal durch so ein Buch blätterte, fand man die seltsamsten Dinge.

„Ich soll dich also fragen, wenn ich so was wissen möchte? Und was willst du dann tun? Mir erläutern, wie es am Besten funktioniert?“
Seine Wangen nahmen einen leichten, rötlichen Ton an. Ach, er hasste seine Erziehung.

„Lernt man nicht besser aus eigener Erfahrung? Du kannst mir zwar Hilfe geben, aber ob es so funktionieren wird, ist doch mehr als fraglich.“
Nun lächelte er wieder leicht und drehte sich auf den Bauch. Der wehrte sich noch ziemlich gegen seinen ungewöhnlichen Inhalt. Sacht strich er seine Haare zurück und linste zu dem Blassen hinüber.

„Und hast du mir nicht gesagt, du hättest keine Erfahrung?“
  TopZuletzt geändert am: 21.05.2006 um 18:14 Uhr von FeliceFoscari
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.05.2006    um 18:23 Uhr   
Er schmunzelte noch immer, als er sich ebenfalls langsam auf den Bauch legte, den Kopf mit beiden Händen stützte und seine Beine anwinkelte. Nachdem er einen Augenblick gebraucht hatte um die richtige Position zu finden, strich er sich eine der dunklen Strähnen aus dem weißen Porzellangesicht und kicherte leise.
"Ich glaube, du verwechselst Erfahrungen mit Liebschaften. Man kann Erfahrungen sammeln ohne Liebschaften zu haben. Viele meiner Bekannten benutzen diese Masche, wie du schon bereits sagtest, um an Nahrung zu kommen. Ich halte nicht viel davon, auch wenn ich zugeben muss, dass ich dem nicht abgeneigt bin, wenn ich wirklich dringend Nahrung brauche. Ansonsten sollten Liebschaften das bleiben, was sie sind. Nämlich einmalige Erlebnisse, zumindest wenn man ein Mensch ist."
Den letzten Teil seines Satzes sagte er mit einigem Wehmut in seiner sonst so weichen Stimme. In dieser Beziehung war er noch ganz Mensch. Auch wenn er nichts mehr dabei empfand, so war Sex doch etwas, das man mit demjenigen teilen sollte, den man mochte, oder nicht? Na ja, wahrscheinlich war das wirklich noch ein Überbleibsel aus seiner Zeit, als Mensch.
"Wie dem auch sei. Wir haben alle unsere Erfahrungen gesammelt, mehr, als jeder Sterbliche und in sofern brauchst du keine Scheu zu haben."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.05.2006    um 18:40 Uhr   
„Hm…“
Entwich es ihm da plötzlich etwas trotzig, doch im Allgemeinen blieb der Mailänder schrecklich ruhig, nur, dass er sich plötzlich auf die Seite drehte und sich aufrichtete. Elegant rutschte er zum Fußende des Bettes und setzte sich auf den Rand. Seine Beine baumelten leicht.

„Du brüstet dich gerade mit den Dingen, die du mir vorhin vorgeworfen hast. Seltsam, nicht wahr?“
Er wendete den Kopf leicht und schickte einen abschätzenden Blick über seine Schulter zurück zu Lucien. Er wollte die Reaktion sehen, die er eventuell wahrnehmen konnte.

„Zudem behalte ich dass doch lieber für mich. Wenn etwas sein sollte, dann werde ich dich sicherlich nicht mit diesen banalen Dingen belasten, sondern konsultiere mehrseitige Bücher.“
So, wie er es immer getan hatte.
Schmunzelnd sah er zur Zimmerdecke hinauf.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.05.2006    um 18:54 Uhr   
Wenn er versucht hatte den Vampir damit aus der Reserve zu locken, dann war er kläglich gescheitert. Lucien lächelte nur ganz breit und biss sich kurz auf die Unterlippe, als würde er überlegen, wie er Felice' kleinen Angriff am besten abwehren könnte. Er wickelte eine Strähne um seinen Finger, so wie der Mailländer es vor ihm getan hatte und schüttelte dabei langsam den Kopf.
"Nein, ich brüste mich nicht damit, Felice. Ich sage nicht, dass ich ein guter Liebhaber bin und die Mädchen anfangen zu weinen, wenn sie mich erlebt haben. Ich sage nur, dass ich ein bisschen mehr Erfahrung, als du habe, was allein auf dem Altersunterschied basiert. Aber ich kann verstehen, dass du lieber Bücher befragst. Ihnen macht es nichts aus, wenn du rot wirst."
Mit einem charmanten Lächeln drehte er sich um, so dass er auf dem Rücken lag und seinen Baldachin ansehen konnte. Wie er gesagt hatte: Der Abend war noch lustig geworden! Am besten ließ er das Thema jetzt auf sich beruhen, denn er befürchtete, dass Felice sonst wieder einen kleinen Anfall bekam und er wollte wirklich nicht, dass er sich aufregte. Dabei hatte er das Thema wirklich nicht angeschnitten. Felice war auf keinen Fall so naiv, dass er nicht wusste über was er im Garten geredet hatte. Was war also der Sinn hinter seiner Frage gewesen? Wollte er sich tatsächlich nur mit ihm unterhalten und sprach deswegen das nächstbeste Thema an, das ihm einfiel? So einfallslos würde er ihn normalerweise gar nicht einschätzen. Es musste also etwas anderes sein. Nachdenklich tippte Lucien sich auf die Unterlippe. Konnte es etwa sein, dass...?
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geschrieben am: 21.05.2006    um 19:05 Uhr   
„Ich…, ich werde doch nicht rot!“
Ach, wahrscheinlich würde er es wieder werden, wenn er wüsste, was für Gedanken der Vampir gerade verfolgte!
Er drückte die zarten Lippen aufeinander und drückte sich dann elegant auf die Beine. Ruhig ging er um das Bett herum und ließ sich dann auf dem Stuhl nieder, auf welchem zuvor Lucien gesessen hatte. Er überschlug seine Beine und schenkte sich noch etwas Mangosaft ein. Dabei bemerkte er den seltsamen Blick und die Bewegungen des Blassen.

„Stimmt etwas nicht…?“
Hinterfragte er ihm leisen Ton.

„Wenn es um die Bücher geht und du dich somit in deine Ehre gekränkt fühlst, kann ich dich sehr wohl fragen. Aber was weißt du denn besser, als ich? Ich kenne die Anatomie der Menschen und bin in diversen Stellungen eingeweiht. Was soll es denn da noch geben?“
Abwartend schwenkte er sein nun wieder volles Glas mit Mangosaft, bevor er es an seine Lippen setzte und ruhig ein paar tiefe Schlücke davon nahm.
Ah, eine seltsame Diskussion. Wieso hatte er nur dieses Thema angeschnitten?
Gott, seine Neugier ging Wege, die er nicht kontrollieren konnte.
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geschrieben am: 21.05.2006    um 19:18 Uhr   
Überrascht darüber, dass Felice noch immer nicht den Mund hielt, drehte er sich auf die Seite. Seine Augen fixierten den Jungen. In einer flüssigen Bewegung setzte er sich auf, stützte die Arme hinter seinem Körper ab. Wenn er ehrlich war, verstand er wirklich nicht, was den Mailänder jetzt noch dazu bewegte weiter zu diskutieren. Aber, er fand es interessant zu sehen, wie er reagierte, was er machte oder nicht machte und wie er argumentierte. Also legte er den Kopf leicht schief und sagte, was er dachte.
"Um meine Ehre zu verletzen brauch es etwas mehr, als ein Buch, Felice." Mit einem zarten Lächeln fügte er aber hinzu:
"Ich habe mich lediglich gerade gefragt warum du dieses Thema anschneidest und dann so - sagen wir - angespannt reagierst. Du hast doch anscheinend genügend Erfahrung. Du kennst viele Positionen, du kennst die Anatomie eines menschlichen Körpers und hast schon viel darüber gelesen. Nun stellt sich mir die Frage: Warum erzählst du mir das? Möchtest du mehr Praxiserfahrung?"
Das Schlimme an dieser Frage war, dass Lucien so charmant lächelte, dass man nur schwer sagen konnte, ob sie nun ein Scherz oder ein ernsthaftes Angebot gewesen war.
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geschrieben am: 21.05.2006    um 19:29 Uhr   
Starr vor Schreck und dieser verdammten Ehrlichkeit wusste er gar nicht, wie er reagieren sollte, nur die schönen Augen weiteten sich ein Stück.
„Ich…, ich… .“
Stotterte Felice unbeholfen, wobei er sein Glas abgesenkt hatte und dieses nun nervös in seinen Händen drehte.
Hatte es danach geklungen? Okay, er hatte sich selbst soeben gefragt, wieso er das tat, aber er wusste es nicht! Oder…, wusste er es vielleicht doch und wollte es sich nur nicht eingestehen? Meine Güte, in was für Situationen er zurzeit gerät!

„Verzeih mir. Wieso hast du nicht gleich gesagt, dass du solch ein Thema nicht in die Länge ziehen möchtest?“
Der Mailänder erhob sich und ging unschlüssig ein paar Schritte im Raum hinein, dann drehte er sich jedoch und sah zu, dass er auf einem der Sessel beim Tisch platz nahm. So konnte Lucien zumindest nicht wieder die Röte sehen, die er erneut spürte.

„Ich wollte lediglich wissen, was ich nicht weiß und du besser zu wissen scheinst. Aber es ist gut. Ich höre schon damit auf… .“
Er schluckte schwer und trank zügig den Mangosaft aus dem Glas.
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geschrieben am: 21.05.2006    um 19:38 Uhr   
Lucien kicherte leise. Wie niedlich der Junge doch war, wenn er in Verlegenheit gebracht wurde! Er reagierte noch fast, wie ein Jugendlicher in seiner Pubertät, wobei er darüber hinaus sein sollte, wenn er das richtig in Erinnerung hatte. Die Bettwäsche raschelte, als er sich langsam wieder auf den Rücken sinken ließ und unter seinen Baldachin sah. Nein, sollte er wirklich sagen was er dacht? Es wäre nur gerecht, denn Felice verdiente Ehrlichkeit.
"Oh Felice, ich wollte das Thema nicht beenden, sondern dir einen Gefallen tun. Ich dachte, es wäre dir unangenehm darüber zu reden und das ist es ja anscheinend auch. Sollte es das aber nicht sein, dann frage ich mich, was so verwerflich daran ist, sich nach mehr praktischer Erfahrung zu sehnen."
Er schaute zu Felice hinüber, denn auch wenn er ihn nur über Kopf sah, so interessierte ihn seine Reaktion.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.05.2006    um 20:00 Uhr   
Felice saß eine ganze Weile ziemlich steif im Sessel, der Blick starr auf die Tischplatte gewendet und das leere Glas fest in seinen Händen.
War er wirklich so…, kindlich? Und wieso klang jedes Wort wie ein schlimmer Vorwurf? Mein Gott, er hatte doch nur wissen wollen, was anders bei ihm war, als bei ihm! Und er hätte es wirklich als eine ganz normale Diskussion angesehen, hätte der Vampir nicht jedes Mal so komische Bemerkungen gemacht.
Mühsam straffte er seine Schultern und stellte das Glas auf den schweren Tisch ab. Es dauerte noch ein bisschen, aber dann sah er fest zu Lucien hinüber.

„Nichts! Aber du machst dich ja darüber lächerlich, wenn ich versuche ein bisschen von deiner Erfahrung zu ernten. Entschuldige, aber ich sage es noch einmal: Ich bin nicht Rasmus oder Vico! Ich bin nicht so einer, der sich vor dir stellt und dir direkt ins Gesicht sagt, was er will. Ich…, muss mich langsam voran tasten, aber du schlägst mich ja immer mit deinen Worten zurück.“
Man merkte, dass er versuchte, sich zu beherrschen. Diese impulsive Art steckte eben in vielen Italienern. Er biss sich fest auf die Unterlippe und atmete tief ein und aus.

„Vergessen wir das einfach.“
Er schüttelte nur noch den Kopf und hielt sich dann mit einer Hand die Stirn.
Wieso ist er überhaupt noch hier geblieben? Wieso ging er auch nicht hinaus? Nein, diesmal wollte er nicht weglaufen. Diesmal wollte er sich dem stellen, was danach passieren würde.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.05.2006    um 20:13 Uhr   
"Entschuldige, das war wirklich nicht meine Absicht, Felice. Ich bin nur verwundert. Zuerst sagst du mir, dass du deine Erfahrungen lieber aus Büchern sammeln möchtest, dann sagst du mir, dass du gerne hören möchtest, was ich darüber weiß, aber du stellst mir keine Fragen. Also muss ich mir Gedanken machen, was du wirklich willst. Da war es naheligend zu vermuten, dass es dir an Praxiserfahrung mangelt. Aber da kann ich dir nicht weiterhelfen. Wie du vielleicht schon bemerkt hast, bin ich ein Mann, ebenso, wie du und ich glaube kaum, dass du wissen möchtest, wie es ist einen Mann zu küssen - und ich meine richtig zu küssen. Das alles sollte kein Angriff sein, es war ein ehrliches Angebot, aber ich habe verstanden, dass du dich wirklich lieber selbst darum kümmern möchtest. Verzeih mir."
Er leckte sich sanft über die kühlen Lippen und klopfte auf das Bett, direkt neben sich.
"Komm, setz dich zu mir und wir reden über andere Dinge. Du musst noch schwach sein und solltest dich nicht aufregen. Vergessen wir das Thema, so wie du es gesagt hast."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.05.2006    um 20:23 Uhr   
Doch er schüttelte nur den Kopf.
Lucien verdrehte ja alles! Hatte er etwa keine Fragen gestellt? War er es nicht gewesen, der meinte, dass praktische Erfahrung gut wäre? Nun sagte er, er könnte es nicht, und ganz am Anfang hieß es, er sollte zu ihm kommen, wenn er etwas wissen wollte?
Ach, es war alles durcheinander!

„Schon gut. Ich gehe in mein Zimmer, ich muss wieder früh aus dem Bett.“
Er zögerte noch einen Moment, dann stand er jedoch auf und wendete seinen Blick, den man nicht definieren konnte, auf Lucien.

„Gute Nacht.“
Er verneigte sich knapp, rang sich zu einem sanften Lächeln ab und ging dann auf die Türe zu, die er auch schon öffnete. Wieder zögerte er, doch dann war er aus dem Zimmer verschwunden.

„So…, keine Männer küssen? Hm… .“
Da hatte er doch ein viel größeres Wissen, als Lucien es jemals haben würde.
Nein nein, er wusste nichts über den Mailänder und er wollte nun auch nichts mehr über Lucien wissen. Die Art, die er so langsam an den Tag legte, missfiel ihm.
Schnell fand er den Weg in sein Zimmer und seufzte erleichtert auf, als er es erreicht hatte. Dann entledigte er sich jedoch seinen Sachen und schlüpfte zu seinem Bruder ins Bett. Schlaf wäre nun die beste Medizin für seinen aufgebrachten Körper.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.05.2006    um 20:41 Uhr   
Lucien erwiderte nichts darauf. Er begann sich nur langsam auszuziehen, lief nackt durch das Zimmer um die Vorhänge zu zuziehen und versteckte seinen blassen Körper anschließend unter der Bettdecke. Er wusste nicht, was mit dem Jungen los war. Zeigte er ihm denn nicht, dass er Interesse an ihm hatte? Fühlte er sich vernachlässigt, dass er ständig überreagierte? Oder war es der Tumor in seinem Kopf? Was es auch immer war, langsam begann es ihn zu Stressen. Vielleicht sollte er wirklich ein paar Wochen verschwinden und Felice Zeit zum Nachdenken geben, aber wer sagte ihm, dass dem Jungen in dieser Zeit nichts passierte? Im Moment wusste er keinen Ausweg mehr aus diesem Dilemma. Er schloss seine Augen und knabberte auf seiner Unterlippe herum. Sicher, wenn er seinen Vater bitten würde im Falle eines Falles dafür zu sorgen, dass Felice überlebte, würde er es sicher tun, allein schon weil er es war, der ihn darum bat, aber wenn er ehrlich war, wollte er das nicht. Allegro sollte nichts damit zu tun haben. Allein der Gedanke, dass er durch das geteilte Blutsband ebenso Felice' Gefühle auf sich konzentrierte, verursachte Übelkeit in ihm.
Und so dachte er noch lange nach, bis er bei Tagesanbruch einschlief.
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.05.2006    um 21:08 Uhr   
Er hatte fürchterliche Kopfschmerzen, als der neue Tag begann, doch leider durfte er sich nicht schonen. Dazu kam noch eine bedrückende Müdigkeit. Meine Güte, so langsam musste er sich für eine Tageszeit entscheiden…, aber das hatte er sowieso vor gehabt. Er war Mensch und das sollte er auch bleiben.
Geduldig kümmerte sich Felice um Vico. Er ließ ihm Wasser ein und schickte ihn ins Bad, während er in die Küche ging und ein Frühstück auftrieb. Heute würden diese Lehrer hier antanzen, bis dahin wollte er alles Wichtige erledigt haben.
Als jene Lehrer dann auch kurz vor Mittag erschienen, hielt er mit seinem Bruder Kriegsrat. Er sagte ihm mit aller Ruhe, wieso er den und diesen Lehrer bevorzugte und zum Schluss einigten sie sich auf Mr. Fielding. Er war jung und hatte die größte Geduld bewiesen und als Felice dem Lehrer gewisse spezielle Fragen gestellt hatte, konnte Fielding sie auch am besten beantworten. Er unterrichtete auch einen breiten Fächerbereich, was Felice ziemlich gut fand. Die ersten Stunden begannen sogar heute schon, was er mehr als begrüßte.
Mit einem Stirnkuss verabschiedete sich Felice von seinem Bruder am Nachmittag. Rasmus war eingetroffen, der sich bereit erklärt hatte, ihm die verschiedenen Buchhandlungen zu zeigen. Die zwei Italiener waren somit in die Stadt gegangen und Felice hatte sich bei jedem der Läden, die Rasmus ihm geduldig gezeigt hatte, vorgesprochen. Leider bekam er nur von einem die Möglichkeit, am nächsten Tag noch mal vorbei zu schauen, wenn der Personalleiter da war, bei zwei anderen musste er sich schriftlich bewerben.
Nachdem diese anstrengende Sache erledigt war, streckte er sich. Er zögerte einen Augenblick, aber dann sah er zu Rasmus hinüber.

„Danke für deine Hilfe. Als Entschädigung lade ich dich zu einem Kaffee, oder Tee, oder was du auch immer möchtest, ein!“
Seltsam, aber Felice hatte sich schon ein wenig geändert, zumindest lächelte er den Älteren freundlicher an als zuvor.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.05.2006    um 21:22 Uhr   
"Na, nachdem ich mir beinahe die Füße angelaufen habe, sage ich da sicher nicht 'Nein'. Wenn du mir erlaubst, zeige ich dir ein tolles Café. Wird dir gefallen. Da trifft man Künstler aus aller Welt wenn man Glück hat und außerdem gibt's da den besten Kaffee in ganz Rom."
Er schlug Felice freundschaftlich auf die Schulter, steckte die Hände in die Hosentaschen und ging mit ihm durch die Straßen. Unterwegs traf er ein paar Bekannte, die er alle mit einem Heben des Arms begrüßte und ihnen einen Gruß zurief.
Keine Viertelstunde später standen sie in einem hübschen Café. Der Boden war mit dunklem Parkett bedeckt, die Sessel, die überall herumstanden waren aus feinem, beigen, braunen und roten Leder und gruppierten sich um kleine Tische. Überall saßen die Menschen und zeichneten Skizzen, schrieben auf Servietten herum oder unterhielten sich welche Saiten denn die besten wären. Rasmus ließ Felice ein bisschen Zeit um sich umzusehen, aber dann wählte er einen Platz am Fenster, überschlug die Beine, schnappte sich die Karte und legte sie zwischen sie beide, so dass sie beide wählen konnten. Seine Entscheidung war jedoch schnell getroffen.

"Also, ich nehme einen Irish Coffee und ein Glas Wasser."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.05.2006    um 21:43 Uhr   
„Super!“
Er freute sich sehr über dieses Künstler-Café, immerhin gab es so was nicht oft auf der Welt. Zumindest nicht an jeder Straßenecke. Aber hier in Rom schien es wohl alles zu geben, was man wollte und gebrauchen konnte.
Geduldig war er Rasmus gefolgt und wunderte sich nicht darüber, dass er Ältere bekannt war. Selten sah er im in Anwesen, aber vielleicht lag es auch einfach daran, dass dieses Anwesen so groß war, dass er nicht überall nachgucken konnte und eigentlich wollte er dies ja auch nicht.
Im Café sah er sich wirklich sehr genau und geduldig um. Er mochte das Farbenspiel des Parketts und der Stühle. Die Tatsache, dass hier die Meisten ihrer Muse nachgehen, zauberte ein zärtliches Schmunzeln auf seine Lippen.
Nach ein paar Minuten war er dann aber Rasmus gefolgt. Er ließ sich neben ihn auf einen der Stühle nieder und sah in die Karte hinein. Er brauchte eine Weile, nickte aber dann als er sich sicher entschieden hatte.

„Alles klar.“
Kommentierte er zu RasmusÂ’ Bestellung und hob sogleich den Kopf, um sich nach einer Bedienung umzusehen. Diese kam aber ohne eine Aufforderungen zu ihnen und er gab die Bestellungen ab.

„Einen Irish Coffee, ein Glas Wasser und eine große Tasse Kakao bitte.“
Die Bedienung nickte freundlich und verzog sich wieder.
Danach legte Felice die Karte wieder zusammen und steckte sie in den schwarzen Halter zurück, nachdem er es vorzog einen Augenblick zu schweigen.

„Oh!“
Platzte es plötzlich nach einer Schweigeminute hervor.

„Du weißt sicher noch gar nichts von unserem heutigen Vorhaben, nicht wahr? Wir, das heißt: Lucien, Vico und ich, wollten am Abend in die Oper gehen. Ich würde mich sehr freuen, wenn du uns begleiten würdest.“
Seit er Rasmus besser kannte – oder zumindest wusste, dass er nicht böse war – ging er ganz anders auf ihn zu. Er freundlich und respektvoll. Aber die anfänglichen Schwierigkeiten sollte man Felice nicht verübeln, immerhin hatten sie ihn einfach überfallen und verschleppt, da reagierte man eben gereizt.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 21.05.2006    um 21:58 Uhr   
"Ihr wollt in die Oper? Hm... eigentlich habe ich heute Abend was anderes vor, aber eigentlich würde ich lieber mitkommen. Ja, ich denke, dass das kein Problem sein sollte. Wirklich, das ist cool. Wisst ihr schon was gespielt wird, oder lasst ihr euch überraschen? Ähm, ich meine, lassen wir uns überraschen?"
Grinsend lehnte er sich zurück und beobachtete seinen Landsmann. Es tat gut mal wieder ganz unbefangen und ohne irgendwelche Geschäfte regeln zu müssen unter Menschen zu sein. Zwar konnte er Lucien gut leiden, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass sie mehr als zweihundert Jahre trennten und das merkte man an einigen Dingen. Hier konnte er einfach mal über so banale Sachen, wie menschliche Probleme reden. Wenn er denn Probleme hätte, aber wenn er nachdachte, führte er ein sehr beschauliches Leben. Es gab nichts, was er ändern würde. Na ja umso besser. Vielleicht sollte er sich eine Freundin anschaffen, dann kamen die Probleme meistens von ganz allein. Oh, seine Letzte war so ein hübsches Mädchen gewesen... und eine noch viel größere Furie! Oh, was regte sie sich auf, als er einmal eine Freundin zur Begrüßung auf die Wange geküsst hatte!
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geschrieben am: 21.05.2006    um 22:14 Uhr   
„Das ist toll. Lucien und Vico werden sich sicher darüber freuen.“
Ja, da war er sich irgendwie ziemlich sicher und es war ihm klar gewesen, dass Rasmus nichts darüber wusste. Immerhin hatte er keine Möglichkeit gehabt mit Lucien zu reden, nachdem er danach gefragt hatte.

„Oh, ich weiß nicht, was wir uns ansehen werden. Ich weiß ja nicht mal, was hier aufgeführt wird. Also überlasse ich das jetzt mal Lucien. Ich denke, dass er sich in diesen Dingen besser auskennt…, er ist ja so weise… .“
Ups, das Anhängsel klang etwas zynisch, darum räusperte sich Felice und lächelte entschuldigend.

„Aber wenn wir schon zusammen sitzen, finde ich, dass es eine gute Gelegenheit wäre, sich ein bisschen besser kennenzulernen! Mich interessiert nämlich viel.“
Und das würde Rasmus sicher bald genauso bemerken, wie der Vampir es bemerkt hatte. Die Neugier des Jüngeren war unerschöpflich und sein Wissen konnte nie fertig ausgebaut werden. Nein, nie.

„Wo kommst du eigentlich her? Wie alt bist du? Hast du Geschwister? Wo sind deine Eltern? Wie hast du Lucien kennen gelernt? Wohnst du nur im Anwesen? Machst du etwas beruflich?“
Das waren so grob die ersten Fragen gewesen, mit denen Rasmus so ganz unverhofft überschwemmt wurde. Und er konnte sicher sein, dass der Wissbegierige sie ausbauen würde, sobald sich die Gelegenheit dazu ergäbe.
Zur Stärkung brachte man Ihnen die Getränke und Felice zahlte auch gleich, dann musste er das später nicht mehr machen.
  TopZuletzt geändert am: 21.05.2006 um 22:14 Uhr von FeliceFoscari
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geschrieben am: 21.05.2006    um 22:30 Uhr   
Wenn man in der Gesellschaft von Unsterblichen lebte, dann bemerkte man schnell die kleinen Untertöne, die in den Worten mitschwangen und Rasmus lebte schon lange unter ihnen. So war es sicher kein Wunder, dass er die Ironie in Felice' Stimme bemerkte, aber er sagte nichts dazu. Na ja, er kam auch gar nicht dazu, denn Felice überschüttete ihn ja nur so mit Fragen. Nachdem er sie sich alle sortiert hatte, beantwortete er sie auch.
"Also ich bin 23, ich habe weder Eltern noch Geschwister, komme hier aus Rom und bin so etwas, wie ein... ähm... Kurier. Na, das ist schwer zu erklären. Lucien kenne ich schon lange. Als meine Familie starb hat er mich gefunden und einfach mitgenommen. Na ja und seitdem wohne ich bei ihm. Ja. Ich kenne es gar nicht anders. Ziemlich strange, oder? Ich meine, wer kann schon von sich behaupten, dass er solche Freunde hat? Höchstens du und ich, hm?
Wie steht's eigentlich mit dir und Lucien? Er sagte irgendwann mal er hätte das Gefühl, dass du ihm nie verziehen hättest, dass er dich damals aus Florenz mitgenommen hat. Er glaubt, dass du damals mit deinem Leben abgeschlossen hast und du nur deines Bruders wegen noch am Leben warst. Na ja, Lucien erzählt ohnehin viel. Ich glaube einfach, dass er sich ziemliche Gedanken um dich macht. Was hast du mit ihm angestellt, dass er so handzahm wird?"
Man merkte, dass Rasmus nicht im Geringsten eifersüchtig war und sich für Felice freute, dass er einen Freund, wie Lucien gefunden hatte, denn er hielt sehr viel von ihm. Eigentlich wollte er nur ein Gespräch aufbauen und ihre einzige Gemeinsamkeit war im Moment noch der Unsterbliche.
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geschrieben am: 22.05.2006    um 20:53 Uhr   
Er ergriff seine heiße Tasse mit der flüssigen Schokoladenmilch. Während Rasmus zu erzählen begann, nahm er vorsichtig ein paar Schlücke. Er hörte aufmerksam zu und warf dem Älteren Ab und An ein paar Blicke zu.
„Das tut mir Leid, mit deinen Eltern.“
Warf er leise ein, als Rasmus es gesagt hatte. Wenn die Gelegenheit gut war, würde er versuchen mehr darüber heraus zu finden. Immerhin wollte er gerne wissen, wieso Rasmus Waise war. Aber im Moment war das schlecht, da der andere natürlich auch etwas von ihm wissen wollte. Verständlich.
Vorsichtig stellte er die breite Tasse wieder ab und lehnte sich zurück. Seine Lider waren für einen kurzen Augenblick gesenkt und er musste nachdenken, wie er es am Besten ausdrückte. Immerhin wolle er, dass wenigstens Rasmus ihn verstand.

„Ja, es ist verdammt strange. Manchmal erwische ich mich dabei wie ich mir einrede, dass diese ganze Show hier auch nur eine Show ist, aber je mehr ich versuche es mir in den Schädel zu hämmern, desto mehr bemerke ich, wie groß meine Scheinwelt doch ist.
Ob ich ihn handzahm gemacht habe oder nicht, kann ich bei Gott nicht beurteilen, dazu ist meine Erfahrung gleich null. In der Sache, dass ich nur noch wegen meinen Bruder lebte, kann ich nur den Kopf nicken. Es war wirklich so gewesen.“
Wisperte er leise, sodass nicht jeder hörte, worüber er redete.

„Weißt du, ich hatte schon ein Ziel gehabt. In Wien wohnen nämlich meine Großeltern. Ich dachte, Vico vor meinem tot dahin bringen zu können. Wie es jedoch nach meinem Ableben verläuft wäre, weiß ich nicht. Also ist es besser so, wie es nun gekommen ist. Du weißt doch…?“
Fragend hob er die Brauen und hatte den Blick nun auf den Älteren gelegt.
Er wusste doch, dass er dabei war ein Blutsband zu weben?

„Er hat dieses…, Band als vorzeitige Lösung vorgezogen und er meinte, dass ich mich ja noch immer anders entscheiden könnte, wenn ich es möchte und Vico älter geworden ist. Ja, vielleicht werde ich das wirklich tun, denn wenn ich ehrlich bin, hält mich hier nicht viel außer mein Bruder und zurzeit läuft es mit Lucien eher schlecht.“
Er neigte den Kopf leicht, griff nach seinem silbernen Löffel und rührte in seinem Kakao herum.

„Lucien scheint mich nicht zu verstehen. Wenn ich versuche, etwas offener zu werden, habe ich das Gefühl, er drückt mich in meine alte Position zurück anstatt sich darüber zu freuen, dass ich es zumindest versuche.
Aber…, was rede ich da? Diese belanglosen Dinge interessieren dich sicherlich nicht. Wie…, wie sind denn deine Eltern umgekommen, Rasmus?“
Fragte er leise und vorsichtig.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 23.05.2006    um 21:18 Uhr   
"Ach, das mit meinen Eltern ist eine lange Geschichte und ziemlich verwirrt. Um dir das alles zu erklären, müsste ich ziemlich weit ausholen. Und wenn ich sage ziemlicht weit, dann rede ich von mehreren Generationen. Also, lass uns das lieber vergessen." Er lächelte charmant und stützte seinen Kopf mit den Händen. Kurz ließ er seinen Blick über Felice schweifen, aber dann schüttelte er den Kopf.
"Sicher interessieren mich solche Sachen. Ich bin Italiener. Klatsch und Tratsch ist alles wofür ich lebe, das müsstest du doch verstehen können." Zwinkernd nahm er seinen Worten den Ernst.
"Aber mal ehrlich, es interessiert mich. Lucien ist im Moment das einzige was uns verbindet und da möchte ich schon gerne wissen, wie du dich dabei fühlst. Das ist ja nie verkehrt um sich kennezulernen. Glaubst du, er möchte nicht, dass du dich ihm öffnest? Das klingt ein bisschen seltsam. So kommt er mir meistens nicht vor. Er sagt mir immer, dass ihm sehr viel daran liegen würde dich zu verstehen, denn du bist ein Buch mit sieben Siegeln für ihn."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 23.05.2006    um 21:36 Uhr   
„Ich bin mir da gar nicht mehr so sicher… .“
Das war er sich wirklich nicht mehr und irgendwo war es auch egal geworden. Wenn sie das nötigste miteinander reden, würde es doch sicherlich ausreichen, oder etwa nicht? Was gab es denn großartiges zu erzählen? Lucien wusste alles, was er wissen musste und mehr konnte er sich auch nicht aus der Nase ziehen. Mit seinem Verhalten war er eben so, wie er war. Entweder man akzeptierte es, oder aber man mied ihn.
Kurz rieb er sich über das Gesicht, dann trank er jedoch seinen Kakao aus. Felice schwieg in dieser Zeit und beobachtete die Leute ein wenig um sich herum. Er kannte niemanden, wie erschreckend.

„Aber was macht das schon? Ich kann dir leider keine Situation erklären, aber ich denke, es liegt auch an mir selbst damit fertig zu werden. Jedenfalls freue ich mich dass du uns heute Abend begleiten wirst. Ja, es wird sicher ein schöner Abend.“
Dessen war er zumindest sehr überzeugt.
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Nutzer: LucienAmadeus
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geschrieben am: 23.05.2006    um 21:48 Uhr   
Der ältere Italiener nickte verständnisvoll. Für ihn war es normal gewesen unter Vampiren aufzuwachsen, aber für Felice musste das etwas furchtbar Aufregendes, ja vielleicht sogar Erschreckendes sein, womit er nicht klar kam. Er nippte an seinem Irish Coffee und betrachtete den Jungen. Er glaubt zu wissen, was Lucien an ihm fand, denn hinter seinem Auftreten entdeckte er immer mehr den weichen Felice, der sich gerne geborgener fühlen würde, zumindest, wenn man ihn fragte.
"Das kann ich gut nachvollziehen, Felice. Ich würd's wahrscheinlich auch ziemlich heavy finden. Am besten ist es wohl, wenn du dir darüber klar wirst, was Lucien für dich ist. Dein Lebensretter, dein Freund, oder sogar dein Feind. Danach kommt ihr sicher besser miteiander klar, schließlich behandelt man Feinde anders, als Freunde.
Vielleicht ändert der heutige Abend ja auch irgendetwas daran. Gemeinsamkeiten helfen sich besser zu verstehen. Ach, das geht sicher irgendwie gut aus. Da bin ich mir sicher. Ihr seid beide echt okay, und es würde mich schwer wundern, wenn ihr nicht miteinander auskommen würdet."
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Nutzer: FeliceFoscari
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geschrieben am: 23.05.2006    um 21:59 Uhr   
„Ach, lass uns bitte aufhören darüber zu reden.“
Dieses Thema wurde ihm wirklich überdrüssig.

„Ich bin hier um mehr über dich zu erfahren und nicht um Lucien. Ich meine, dass ist eine Sache, die sich schon klären wird. Wenn nicht, ist mir das auch egal. Ich mag nun wirklich nicht darüber diskutieren oder nachdenken.“
Er lächelte Rasmus gütig zu. Immerhin sollte er sich dadurch nicht angegriffen fühlen. Nein, das hatte er wirklich nicht beabsichtigt.

„Aber danke für dein Kompliment, was ich zu gerne wiedergebe. Du bist auch okay, ja, du bist sogar ziemlich angenehm! Ich bin froh, dich zu kennen. Ich hoffe, dass ich ab und an zu dir kommen kann, wenn etwas sein sollte?! Ich würde mich zumindest darüber freuen. Vico hat an dir auch einen Narren gefressen.“
Mit einem ruhigen Schmunzeln lehnte er sich zurück und überschlug die Beine. Während er zu Rasmus blickte, spielten seine Finger mit ein paar Haarsträhnchen, die sich frech an seine Wange niedergelegt hatten.
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