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Nutzer: jan1983
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geschrieben am: 30.05.2003    um 13:04 Uhr   
TOD ZUR UNZEIT

Jetzt bist Du schon gegangen, Kind,
Und hast vom Leben nichts erfahren,
Indes in unsern welken Jahren
Wir Alten noch gefangen sind.
Ein Atemzug, ein Augenspiel,
Der Erde Licht und Luft zu schmecken,
War Dir genug und schon zu viel;
Du schliefest ein, nicht mehr zu wecken.
Vielleicht in diesem Hauch und Blick
Sind alle Spiele, alle Mienen
Des ganzen Lebens Dir erschienen,
Erschrocken ziehst Du Dich zurück.
Vielleicht, wenn unsre Augen, Kind,
Einmal erloschen, wird uns scheinen,
Sie hätten von der Erde, Kind,
nicht mehr gesehen, als die Deinen.

Hermann Hesse


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Nutzer: hannah79
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geschrieben am: 30.05.2003    um 13:05 Uhr   
Die Erwähnung des Namens meines Kindes
bringt Tränen in meine Augen,
doch sie bringt auch immer Musik in meine Ohren.
Wenn Du wirklich mein Freund bist,
lass mich die wunderbare Musik seines Namens hören.
Sie besänftigt mein gebrochenes Herz
und singt zu meiner Seel.

Autor unbekannt
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geschrieben am: 30.05.2003    um 13:17 Uhr   
Ursula Wölfel: Feuerschuh und Windsandale

©1961- Hoch-Verlag, Düsseldorf


Feuerschuh und Windsandale

Von Tim, den anderen Kindern und einem Familienfest


Der Junge hieß Tim. Er war fast sieben Jahre alt.
Manchmal war er traurig. Er war nämlich ein besonders dicker Junge, der allerdickste in der ganzen Klasse.
Und besonders klein war er auch, der allerkleinste in der ganzen Schule!

Die anderen Kinder nannten ihn meist „Möpschen“ oder „Dicker“. Das meinten sie nicht böse. Aber Tim wurde oft sehr wütend darüber. Er schrie:
„Ihr häßlichen langen Bohnenstangen! Ihr dürren Klappergestelle! Ihr Zaunlatten!“
Dann lachten die anderen Kinde ihn aus, weil er sich so aufregte. Und Tim wurde sehr traurig, weil er so klein und so dick sein musste.

Er wohnte mit seinen Eltern in einer großen Stadt. Ihre Wohnung war in einem Keller. Wenn man sie besuchen wollte, musste man ein paar Stufen hinuntergehen. Die Fenster reichten bis auf die Erde. Eigentlich hätten sie gar keine Haustür gebraucht.

Tims Vater war ein Schuster. Aber er konnte nicht nur Schuhe flicken, er konnte auch wunderbare Geschichten erzählen. Besonders viel Geld verdiente er nicht, nur gerade genug für die Mutter und Tim.

Die Mutter machte sich nichts daraus, daß sie arme Leute sein mußten. Sie war nur froh, dass sie solche einen lustigen Mann hatte. Den ganzen Tag lachte und sang sie. Und ihre Backen waren so rot wie die Geranien vor den Fenstern.

......................
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geschrieben am: 30.05.2003    um 13:34 Uhr   
...............

Aber Tim wäre lieber ein reicher Junge gewesen. Er dachte: Dick sein und klein sein und arm sein, das ist zuviel Schlechtes auf einmal.

Darum wollte er selbst Geld verdienen.

Oft ging er morgens vor der Schule auf den Markt. Dort half er den Marktfrauen, wenn sie ihre Waren ausbreiteten. Er baute Türme von Kohlköpfen und Apfelsinen und machte Muster aus roten und weißen Rettichen.
Das konnte er sehr gut. Meistens bekam er einen Apfel, eine Banane oder eine schöne Traube dafür. Aber manchmal gaben ihm die Frauen auch einen Groschen. Die Eier- und Käsefrau gab ihm sogar immer zwei Groschen, wenn er alle Eier heil aus der Kiste geholt hatte.
Für das Geld kaufte er Bonbons. Die schenkte er den anderen Kindern. Er dachte, sie würden ihn dann nicht mehr auslachen. Aber das taten sie doch, wenn sie fanden, daß Tim so komisch aussah.

Da überlegte er sich etwas anderes. Er sparte sein Geld, bis er genug hatte für einen Riegel Schokolade, eine Zigarre und einen Dauerlutscher. Die Schokolade schenkte er der Mutter, die Zigarre gab er dem Vater, und den Dauerlutscher behielt er für sich selbst.

„Heute haben wir einen großen Tag!“ rief der Vater. „Ein Familienfest!“

Er räumte seine Schustersachen weg und steckte die Zigarre an. Und dann erzählte er von der Zeit, als er noch ein Wanderschuster war. Denn früher hatte er jeden Sommer sein Handwerkszeug in den Rucksack gepackt und war durch die Dörfer gezogen. Er hatte den Leuten die Schuhe geflickt. Dafür durfte er bei ihnen schlafen und essen. Unterwegs hatte er viel erlebt. Davon konnte er immer wieder erzählen.

Die Mutter saß dabei und aß ihre Schokolade, und Tim leckte an seinem Dauerlutscher, immer schön sparsam, damit er lange reichte.
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geschrieben am: 30.05.2003    um 14:54 Uhr   
Tim will nicht mehr Tim sein und die Geschichte von einem dicken König

Eines Tages ging Tim zu seinem Vater in die Werkstat und sagte:

„Bald habe ich Geburtstag!“

„Was wünschst du dir ?“ fragte der Vater.

„Ach, gar nichts“, antwortete Tim. „Nur, daß ich nicht mehr Tim sein muß.“

„Du möchtest wohl lieber anders heißen“, meinte der Vater. “Dann will ich mir einen schönen neuen Namen für Dich ausdenken. Wie findes du Adolar? Oder Dagobert? Das klingt doch großartig! Oder ich denke mir etwas ganz Neues aus. Vielleicht nenne ich dich Zaunkönigsohn? Oder Kikuli Kikulorus?“

Aber Tim machte immer noch ein trauriges Gesicht. Er sagte:
„Du verstehst mich nicht, Vater. Ich will keinen neuen Namen. Tim gefällt mir sehr gut. Ich möchte einfach nicht mehr ich sein. Ein anderer Junge möchte ich sein.“

„Hm“, machte der Vater und fuhr sich mit der Hand durch die Haare . „Das ist sehr schwierig. Wie möchtest du denn sein ?“

„Groß!“ sagte Tim. „Und dünn!.........Heute haben die Kinder in der Schule ein Lied von mir gesungen. Das heißt:

Tim der Dicke,
geht über die Brücke,
da macht die Brücke rums,
und der Tim macht Plups!

Das haben sie sich ausgedacht. Und alle heben mitgesungen und gelacht. Ich habe mich furchtbar geärgert.“

„Das war falsch“, meinte der Vater. „Du hättest auch lachen sollen. Ich glaube es hat einmal einen berühmten König gegeben, der hieß Tim der Dicke. Von dem haben die Leute auch immer solche Spottlieder gesungen. Aber er hat einfach gelacht und mitgesungen. Und weil er so lustig und so klug war, hat ihn eine ganz schlanke, wunderschöne Prinzessin geheiratet. Sie bekamen sechs Kinder. Drei spindeldürre Prinzen und drei kugelrunde kleine Prinzessinnen. Und immer waren sie lustig und vergnügt.“

Aber Tim war nicht vergnügt.

„Ich bin doch kein König!“ rief er ärgerlich.
„Wenn ich ein König wäre, ließe ich alle frechen Kinder verhauen! Oder ich würde mich einfach auf mein Pferd setzen und ganz weit fortreiten. Aber ich muß ja immer hierbleiben und mich auslachen lassen. Ich bin eben nur ein armer Keller-Schuster-Junge!“

„Ach!“ sagte der Vater! „Ich glaube, du möchtest auch andere Eltern haben! Das wird ja immer schlimmer!“ Und er fuhr sich wieder mit der Hand durch die Haare. Wie ein trauriger Igel sah er nun aus.

„Nein! Nein!“ rief Tim schnell. „Ich habe euch doch so lieb! Ich will nie und nie andere Eltern haben!“ Und er gab dem Vater einen Kuß.
„Siehst du!“ sagte der und lachte. „Und wir wollen nie und nie einen anderen Tim haben! Uns gefällst du am allerbesten von allen Kindern auf der Welt. Also müssen wir dir etwas anderes zum Geburtstag schenken.“

Was denn?“ fragte Tim.

Der Vater machte ein geheimnisvolles Gesicht.
Er sagte:
„Ich glaube, wir schenken dir in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Das haben die anderen Kinder in deiner Klasse noch nie von ihren Eltern bekommen.“

Soviel Tim auch fragte und bettelte, die Eltern verrieten ihm nichts. Sie lachten immer nur. Dann lachte Tim auch. Wenn es ein so großes Geheimnis war, mußte es etwas Wunderschönes sein. Vielleicht eine elektrische Eisenbahn? Oder ein Bauernhof mit allen Tieren? Oder ein lebendiges Pony zum Reiten? Man konnte sich die herrlichsten Sachen ausdenken.
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Nutzer: hannah79
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geschrieben am: 30.05.2003    um 19:39 Uhr   
Lass mich in den letzten Stunden meines Lebens nicht allein. Bleibe bei mir, wenn mich Zorn, Angst, Traurigkeit und Verzweiflung heimsuchen und hilf mir, zum Frieden hindurchzugelangen. Denke nicht, wenn Du ratlos an meinem Bette sitzt, dass ich tot sei. Ich höre alles, was Du sagst, auch wenn meine Augen gebrochen scheinen. Das richtige wäre, mir etwas zu sagen, was es mir nicht schwerer sondern leichter macht, mich zu trennen.

So vieles, fast alles, ist mir jetzt nicht mehr wichtig. Ich höre, obwohl ich schweigen muss und nun auch schweigen will. Halte meine Hand. Ich will es mit der Hand sagen. Wisch mir den Schweiß von der Stirn. Streiche mir die Decke glatt. Wenn nur noch Zeichen sprechen können, so lass sie sprechen. Dann wird auch das Wort zum Zeichen.

Und ich wünsche mir, dass Du beten kannst. Klage nicht an, es gibt keinen Grund. Sage Dank. Du sollst von mir wissen, dass ich der Auferstehung näher bin als Du selbst. Lass mein Sterben, Dein Gewinn sein. Lebe Dein Leben fortan etwas bewusster. Es wird schöner, reifer und tiefer, inniger und freundlicher sein als es zuvor war, vor meiner letzten Stunde, die meine Erste ist.


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Nutzer: hannah79
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geschrieben am: 30.05.2003    um 19:40 Uhr   
Ich sah einen neuen Himmel

Und eine neue Erde. Ich hörte eine laute Stimme: Seht, hier wohnt Gott bei den Menschen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein.

Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Klage, noch Leid, noch Schmerz. Denn was früher war, ist vergangen!

Offenbarung 21, 1-4

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Nutzer: Gast_einsame
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geschrieben am: 30.05.2003    um 20:31 Uhr   
Zwei Menschen
in Gottes Hand
Mann und Frau
sie halten sich an der Hand

Zwei Menschen
in schützender Hand
sie suchen Geborgenheit
aus der sie niemand entreißen kann

Zwei Menschen
in treuer Hand
sie suchen Gemeinschaft
die begleitet und führt

Zwei Menschen
in Gottes Hand
sie brauchen ein Zeichen seiner Nähe
eine Kraftquelle des Lebens

Mann und Frau
sie spüren
wir verkörpern diese Nähe
mit der Wärme unserer Haut

Mann und Frau
sie spüren
wir sind Symbol dieser Nähe Gottes
füreinander Sakrament

Sakrament ist Gabe
Gott liebt uns in unserer Liebe
bedingungslos
in guten und bösen Tagen

Sakrament ist Aufgabe
hört nicht auf zu lieben
die Nähe verdirbt sonst zu
Gleichgültigkeit
zu Hass und Entfremdung

Alois Müller
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Nutzer: Gast_einsame
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geschrieben am: 30.05.2003    um 20:47 Uhr   
Das Frühstück

Er goss den Kaffee in die Tasse,
er goss Milch zum Kaffee,
er gab Zucker in den Milchkaffee
er nahm den Kaffeelöffel
und rührte um.

Dann trank er seinen Kaffee
und stellte die Tasse hin-
ohne mit ihr zu reden.

Er zündete sich eine Zigarette an,
er blies Ringe mit dem Rauch,
er klopfte die Asche in den
Aschenbecher-
ohne mit mir zu reden,
ohne mich anzusehen.

Er stand auf,
er setzte den Hut auf,
er zog den Regenmantel an,
denn es regnete.

Dann ging er fort in den Regen,
ohne ein Wort, ohne einen Blick.
Und ich, ich habe mein Gesicht in die
Hand gelegt und habe geweint.

Jaques Prevert
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Nutzer: elke72
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geschrieben am: 30.05.2003    um 21:16 Uhr   
Lieber Cedi!

Nie hab ich in Deine Augen sehen können....und doch sind sie mir bekannt...

...nie hab ich Deine Stimme höenkönnen...und doch kenne ich einige Deiner Worte...

....nie habe ich Deinem heiteren Tun zuschauen können...und doch weiß ich von Deinen großartigen Taten...


Ich singe für Dich "Tears in heaven"....das Lied, das ich so oft für meine beiden kleinen Engerl gesungen habe salzigem Geschmack in meinem Mund von den unzähligen Tränen, die über meine Wangen kullern...

Du liebst bestimmt Musik...so wie Deine Mama...meine seelenverwandte Schwester....



Deine Mama und ich haben uns erst vor kurzem gefunden...ich denke, es war der Abend vor dem Tag, an dem die vielen hier auf Erden, die Dich so unendlich lieben bereits 4 Wochen ohne Dein Lachen weiterleben müssen...

...und doch ist uns, als würden wir uns schon Jahre kennen...und mir ist, als würde ich Dich kennen...
...ich habe viel von Dir gelernt...und viel von Deiner Mama...das Wolkenschauen zum Beispiel...

...und...daß man Versprechen halten muß...daß man mit diesem Gedanken Unmögliches schaffen kann....


Cedi, ich wünsche Dir so sehr, daß es Dir nun gut geht....
Dein Papa hat Dich sicherlich gleich empfangen, als Du zu ihm kamst...jetzt bist Du bei ihm....und Ihr beide...schaut auf MamaHannah...und die anderen...aber besonders auf MamaHannah, die Euch so vermisst und sooo tapfer, wie Du es ihr gelernt hast den schweren Weg weitergeht...

Wenn ich an Dich denke...und das ist sehr oft...stelle ich mir vor, daß Du meine beiden Engerl gefunden hast...und ihr 3 zusammen mit Angie, die in Deinem Alter war als sie starb...und den vielen anderen Kindern, die bei Euch auf uns warten...tanzt....Ringelreiher im Kreis...Eure wunderschönen Augen strahlen und man hört Euer schallendes Lachen weithin...

...manchmal ist mir, als würde ich Euch hören können...oder ist es das Rauschen des Windes?

...manchmal ist mir, als würd ich das Strahlen Eurer Augen sehen...oder sind es die Strahlen der Sonne?



Ihr seid bei uns....das weiß ich!


Liebe Hannah!

Danke für alles...


...eine innige Umarmung...


Elke
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"Autor"  
Nutzer: elke72
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geschrieben am: 30.05.2003    um 21:37 Uhr   


Tränenbild für Elena

...Es ist ganz von alleine entstanden 3 Wochen nachdem mein noch ungeborenes Kind ein Engel wurde...


Elena, Lea-Gabriel...

...Dominik, Azzura, Michael, Noel, Nico, Tobias, Luca...und wie Ihr Sternenkinder alle heißt...


Cedi, Angie, Martin...


Ihr bleibt für immer in unseren Herzen...
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"Autor"  
Nutzer: Mistymoon
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geschrieben am: 30.05.2003    um 22:18 Uhr   
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren!

Alles Gute für Euch!
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"Autor"  
Nutzer: 2ner
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geschrieben am: 31.05.2003    um 00:19 Uhr   
Neunhundert Minuten vor Geburtstag und die Geschichte von einem dummen Mann

Am letzten Tag vor dem Geburtstag war Tim ganz durcheinander vor Aufregung. In der Schule konnte er unmöglich aufmerksam sein. Er wartete immer nur auf das Schellen. Dann war wenigstens wieder eine Stunde herum.
Beim Lesen wußte er nicht, wo er das Buch aufschlagen mußte. Beim Rechnen sagte er:

„Elf weniger zwei ist sieben!“

Und als der Lehrer fragte in welchem Monat Weihnachten ist, rief Tim: „Morgen!“

Als er nach Hause kam, sollte er einkaufen gehen. Die Mutter gab ihm einen Zettel. Darauf stand:

1 Paket Salz
6 Eier
1 Pfund Reis
2 Zitronen

„Ich brauche keinen Zettel“, sagte Tim. „Ich bin doch schon fast sieben Jahre alt. Es genügt, wenn ich mir die Anfangsbuchstaben merke. Salz, Eier , Reis, Zitronen.......wenn ich das zusammen lese, dann heißt es SERZ.“

Er ließ den Zettel auf dem Schrank liegen und ging in den Laden. Aber unterwegs mußte er wieder soviel an den Geburtstag denken, daß er alles vergaß.
Nur das die Anfangsbuchstaben S-E-R-Z hießen, das wußte er noch.

Er schaute sich die Waren im Laden an. Vielleicht würde ihm dann wieder alles einfallen?
Und schließlich kaufte er Seife, Eier, Rosinen und Zigarren.

Die Mutter lachte sehr, als er das nach Hause brachte.

„Nun muß ich Seifensuppe kochen und Rosinen hineintun!“ rief sie.

„Aber die Eier waren richtig!“ sagte Tim. „Das habe ich noch ganz genau gewußt.!“ Der Vater lachte auch. Er freute sich über die Zigarren.

Nachmittags schlossen die Eltern sich in der Werkstatt ein. Der Schusterhammer pochte, die Nähmaschine ratterte, der Vater pfiff, und die Muter sang. Aber Tim durfte nicht zu ihnen hinein.

............
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"Autor"  
Nutzer: Kongobuster
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geschrieben am: 31.05.2003    um 00:37 Uhr   
ein voll trauer erfülltes beileid ausspricht...
"leider bin ich kein großartiger dichter oder so.... doch trotzdem möchte ich dir sagen das ich deine gefühle wirklich teile, denn auch ich verlor einen menschen der mir sehr nah stand."

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"Autor"  
Nutzer: jan1983
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geschrieben am: 31.05.2003    um 01:09 Uhr   
Für einen Augenblick bleibt die Erde stehen und ein zarter Sonnenstrahl tastete sich sachte durch die Wolkendecke, er war klein und leuchtete sehr hell in das Leben derer , die ihn trafen.
Wir ahnten nicht, dass er keine Chance bekommen würde, noch heller zu werden.
Kleiner Sonnenstrahl, wir können es nicht begreifen, dass du nicht mehr bei uns bist und vermutlich werden wir es nie verstehen.
Wir haben soviele Fragen, auf die es keine Antworten gibt.Eines möchten wir dir sagen: Danke, dass du bei uns warst.
Es war ein wunderschöner Augenblick und dein Licht wird immer weiterleuchten
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"Autor"  
Nutzer: *dieFee*
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geschrieben am: 31.05.2003    um 02:05 Uhr   
.....


Menschen, die man liebt,
sind wie Sterne
sie können funkeln und blinken
noch lange nach ihrem Erlöschen.

Unsere geheimsten Tränen suchen
nie unsere Augen.

(Khalil Gibran)

Immer, wenn sie von dir erzählen kleiner Cedi,
fallen Sonnenstrahlen in ihre Seelen.
Ihre Herzen halten dich gefangen, in liebevoller
Erinnerung so, als wärst du nie gegangen.
Was bleibt sind Liebe und Sehnsucht
Und alle fragen wir uns: Warum?


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"Autor"  
Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 31.05.2003    um 08:56 Uhr   
Bist du denn fremd hierhergezogen?
Ach, warum weinst du, Nachtigall?
Und hast ermattet dich verflogen?
Ach, warum weinst du, Nachtigall?

Hast hohe Berge überschritten,
Bist über Flüsse tief geglitten,
Hast Trennung du vom Freund erlitten?
Ach, warum weinst du, Nachtigall?

Ach, wie so bitter klingt dein Flehen!
Neu lässt du meinen Schmerz erstehen!
Du möchtest deinen Freun wohl sehen?
Ach, warum weinst du, Nachtigall?

Du kannst doch deine Flügel breiten
Und kannst sie ja zum Fluge weiten
Und alle Schleier überschreiten!
Ach, warum weinst du, Nachtigall?

Liegt deine Stadt in Feindes Banden?
Ward denn dein guter Ruf zuschanden?
Ist denn dein Freund in fremden Landen?
Ach, warum weinst du, Nachtigall?

Du wohnst im Lenz im Rosenhage,
Dir duften Blüten alle Tage,
Doch immer neu klingt deine Klage...
Ach, warum weinst du, Nachtigall?

Ihr Augen, die im Schlafe ruhten,
Erwachend hebt ihr an zu bluten,
Mein Herz verbrennt in hellen Gluten!
Ach, warum weinst du, Nachtigall?

(Yunus Emre)
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 31.05.2003    um 08:58 Uhr   
Nicht alle Schmerzen sind heilbar,
denn manche schleichen
Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
Und während Tage und Jahre verstreichen,
Werden sie Stein.
Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
Sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
Bis in den Traum.
Der Frühling kommt wieder
mit Wärme und Helle,
Die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
Da blüht nichts mehr.

Cedi grüsse auch die Menschen die ich verloren habe und sehr vermisse
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: shadow_light
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geschrieben am: 31.05.2003    um 12:14 Uhr   
Steh' nicht weinend an meinem Grab,
ich bin nicht dort unten, ich schlafe nicht.
Ich bin tausend Winde die weh'n,
ich bin das Glitzern der Sonne im Schnee,
ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn,
ich bin der sanfte Regen im Herbst.
Wenn du erwachst in der Morgenfrühe,
bin ich das schnelle Aufsteigen der Vögel
im kreisenden Flug.
Ich bin das sanfte Sternenlicht in der Nacht.
Steh' nicht weinend an meinem Grab,
ich bin nicht dort unten, ich schlafe nicht.

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"Autor"  
Nutzer: 2ner
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geschrieben am: 31.05.2003    um 13:06 Uhr   
.............

„Geh spielen!“ riefen sie durch die Tür. Aber Tim mochte nicht spielen. Er mochte auch nicht Aufgaben machen. Gar nichts mochte er. Alle Augenblicke klopfte er an der Werkstattür und fragte:

„Wieviel Uhr ist es jetzt?“

Dann rief der Vater: „Jetzt ist es neunhundert Minuten vor Geburtstag!“ Oder: „In vier Minuten ist es sechzehn Stunden vor morgen früh!“ Oder: „Gleich ist es sieben Jahre weniger einen halben Tag!“

Abends konnte Tim nicht einschlafen. Die Mutter brachte ihm Zuckerwasser. Aber das half auch nicht. Sie rief den Vater. Der setzte sich auf Tims Bett und erzählte:
„Es war einmal ein Mann, dem dauerte es immer viel zu lange von einem Geburtstag bis zum anderen. Er war sehr reich. Deshalb sagte er zu seiner Frau: ,Von morgen an habe ich jeden Tag Geburtstag. Morgen , übermorgen und überübermorgen, das ganze Jahr. Du mußt mir jeden Tag einen Geburtstagskuchen mit Kerzen auf den Tisch stellen. Und Geschenke will ich natürlich auch haben.’ So gab es nun jeden Tag Kuchen und Geschenke für ihn. Jede Morgen kamen seine Frau und seine Kinder und wünschten ihm viel Glück. Viele Monate lang taten sie das. Zuerst gefiel das dem Mann sehr gut. Aber allmählich wurde es ihm langweilig. Und eines Tages rief er: ,Zum Donnerwetter! Wann habe ich endlich richtig Geburtstag ?’----,Der richtige Geburtstag war vor einer Woche’, sagte seine Frau. ,Du hast nur nichts davon gemerkt, weil wir jetzt jeden Tag Geburtstag feiern.’ Da merkte der Mann endlich, wie dumm er gewesen war. Von nun an wollte er nur noch einmal im Jahr Geburtstag haben, wie alle Leute.“

„Der arme Mann“, sagte Tim. „Der mußte noch fast ein ganzes Jahr warten. Ich brauche nur noch eine Nacht zu schlafen. Aber ich glaube, ich werde bis morgen früh wach bleiben.“
Da kam die Mutter wieder. Sie sang ihm Schlaflieder, wie damals, als er noch ein ganz kleiner Junge gewesen war. Und als sie fünf Lieder gesungen hatte, schlief Tim endlich ein.
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Nutzer: hannah79
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geschrieben am: 31.05.2003    um 14:16 Uhr   
Friederike Sophie Christiane Brun
(1765 - 1835)


Ich denke dein, wenn sich im Blütenregen
Der Frühling malt,
Und wenn des Sommers mildgereifter Segen
In Ähren strahlt.

Ich denke dein, wenn sich das Weltmeer tönend
Gen Himmel hebt,
Und vor der Wogen Wut das Ufer stöhnend
Zurücke bebt.

Ich denke dein, wenn sich der Abend rötend
Im Hain verliert,
Und Philomelens Klage leise flötend
Die Seele rührt.

Beim trüben Lampenschein in bittren Leiden
Gedacht ich dein;
Die bange Seele flehte nah am Scheiden:
Gedenke mein!

Ich denke dein, bis wehende Zypressen
Mein Grab umziehen;
Und auch in Tempes Hain soll unvergessen
Dein Name blühn.



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Nutzer: Gast_einsame
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geschrieben am: 31.05.2003    um 17:22 Uhr   
Heute noch

Heut noch miteinander
reden.
Zurückgehen,
das Gespräch
von neuem beginnen.
Morgens könnte einer
von uns
tot,
stumm,
blind,
gelähmt sein.
Heute noch zurückgehen,
noch einmal hören,
sich überwinden,
verzeihen,
das Urteil
über einen Menschen
aufheben.
Heute noch-
die Sonne wird
über zwei Versöhnten
untergehen.

Martin Gutl
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"Autor"  
Nutzer: hannah79
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Anzahl Nachrichten: 663

geschrieben am: 31.05.2003    um 20:23 Uhr   
Beatsteaks
MietziŽs Song

You showed me, colours IŽd never seen,
there was so much we used to share
You took me places, that I never been

I close my eyes again and think of you

I hear your voice with every passing day,
I see my sister`s laughing face,
I think about the things we used to say

I close my eyes again and think of you...
I close my eyes again and think of you...

I see myself in you, in all those little things you do,
took you in bed at night,
knowin` that everything`s allright,
time slips away so fast,
sunny skies get overcast

I know ... I know
I Know ... I know

I can`t be there beside you
I can`t be there to guide you
I can`t be there to hold you know

Close my eyes and think of you
yeah yeah, yeah yeah

Close my eyes and think of you...

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"Autor"  
Nutzer: *dieFee*
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Anzahl Nachrichten: 570

geschrieben am: 31.05.2003    um 23:24 Uhr   
.....

dieses gedicht habe ich für deine mama und deinen onkel ausgesucht kleiner..... es soll sie ein wenig tösten



Zwei Rosen

Es war in einer Vollmondnacht,
schlief unruhig, bin aufgewacht.
Ich hatte einen schlimmen Traum,
schaute erschüttert in den Raum.

Dämmernd fiel das Mondlicht ein,
erblickte doch in seinem Schein,
ein klitzekleines Engelein.
"Wie kamst denn du zu mir herein?"

Ich traute meinen Augen kaum.
"Vielleicht ist es ja noch der Traum?"
"Oh nein, mein Kind, ich kam zu dir,
denn ich glaub, du brauchst mich hier."

"Mein Englein, lieb ist es von dir,
doch wie willst du denn helfen mir?
Spüre weder Licht noch Wärme,
ich niemals vom Leben schwärme."

"Ich weiß, du liebes Menschenkind,
kam drum vom Himmel her geschwind,
um dir etwas Trost zu geben,
du gehörst nämlich ins Leben.

"Sag mir Englein, ob's schöner ist,
da, wo du ansonsten bist?
Gibt's auch im Himmel Zank und Streit,
Krankheit, Armut, Krieg und Leid?"

"So viele Fragen stellst du mir,
doch glaub mir, ich wär lieber hier,
unter Menschen, ich mag Kinder,
Tag und Nacht, Sommer und Winter.

Im Himmel gibt es all dies kaum,
denn er ist ohne Zeit und Raum.
Unterwegs ist meine Seele,
Einsamkeit schnürt ab die Kehle."

Nun kommt das Englein nah zu mir.
"Ich weiß, die Menschen fehln auch dir.
Im Himmelreich, da traf ich zwei,
sie wünschen sich nur eins herbei,...

dass froh du endlich wieder lachst,
aus deinem Leben etwas machst.
Gern hätten sie's mit dir geteilt,
ihr Tod hat sie zu früh ereilt.

Von Herzen grüßen beide dich,
sie finden dein Leid fürchterlich.
Schau bitte vorwärts nicht zurück,
erbaue dir dein neues Glück!

Bevor ich nun nach Hause geh
und hoff, dein Herz tut wen'ger weh,
hab ich dir ein Geschenk gebracht,
von Zweien, die an dich gedacht."

Das Englein sprach in jener Nacht,
viele Stunden lag ich wach.
Glaubte am Morgen an einen Traum,
doch zwei Rosen lagen im Raum.

(Kerstin W.)


euch stumm drückt


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Nutzer: hannah79
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geschrieben am: 01.06.2003    um 01:05 Uhr   
Und Jesus rief laut "Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er" Lk 23, 46.
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