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geschrieben am: 17.08.2002 um 10:20 Uhr
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Ich gehe zu einem kleinen See,
voller klarer, kleinen Linien,
voller Fische, voller Ruhe,
voller Licht und Glanz.
Je näher ich schreite,
desto kalter wird der Wind,
der klare Glanz, wandelt zu einem traurig' grau.
Je näher ich wandere,
desto weniger werden die Linien,
als würder der See sterben.
Jetzt bin ich am Ufer, grau der Himmel,
weg die Sonne, keine Linien, kein Glanz
nährt die Augen.
Ich schaue in das Wasser hinein,
und sehe mein Spiegelbild,
jedoch ich erkenne nicht mein Sein.
Man sieht den Umhang, der mich schützt,
wenn ich durch die Gefilde der Trauer marschiere.
Man sieht meinen Ring der Hoffnung,
im Spiegelbild leuchten wie eine Sonne.
Man sieht mein Amulett glänzen,
als verbirgt es eine Kraft?
Mein Spiegelbild real?
Es ist kalt, der Tag hat sich jetzt davongemacht.
Die Sterne fangen an aufzuwachen,
erstrahlen zu einem hellen Leuchten,
das den Mond übersteigt,
der Mond scheint zu lachen,
wie ein Uhu, der kreischend,
aus seinem Zweig über mich fliegt,
und mir sagt du bist hier nicht alleine.
Ich sitze an dem Ufer auf einem liegenden Stamm,
schaue über den ruhigen See, ohne Linien,
doch voller Glanz durch die Sterne.
Der Wind ist kalt, so sehr er weht,
im See keine Linie ihn fortträgt.
Ich habe ein kleines Boot mitgebracht,
so groß wie meine Hand,
so zerbrechlich wie ein braunes Blatt im Sturm.
Kleinste Äste halten das kleine Segel,
ich habe das Boot Abschied getauft,
beladen mit meinen Gedanken,
setze es auf das Wasser auf,
lasse es frei, frei zu sein auf dem See,
segeln zu gehen, worin der Wind es trägt,
zu fliegen mit den Sternen,
zu jagen mit der Eule,
zu leben mit dem Glanz,
der auf der Oberfläche ein schwaches Licht zu mir wirft.
Das Boot das fährt ohne mich und doch mit mir,
nimmt mich mit in den See, Ewigkeit.
Ich sehe das Boot segeln über die jetzt schwachen Linien,
die das Boot steuern von unsichtbarer Hand.
Das Boot nimmt Kurs auf das Herz des Sees,
als wäre es das Ziel der Hoffnung.
Wind kommt auf, dunkle Wolken lassen Regen fallen,
auf den See, als wäre er ein See der Tränen,
auf das ich mein Schmerz verbrannte,
zu gehen, auf die Sterne, um mir Licht zu spenden,
in Stunden der Gedanken.
Das Boot geht aus meinen Augen,
als das Wasser bekam alkane Macht,
vielleicht hat es sich auch über mich lustig gemacht.
Der See verwandelt sich in eine große Welle,
zu verschlingen alles, was das Ufer trägt,
doch nichts berührt mein Dasein,
kein Tropfen fällt auf mich herab.
Der See ein Strudel, als würde er das Boot verschlingen,
sollte mir das ein wenig Glück herbeibringen?
Ich sehe nochmal das Boot auf dem Rand der Welle fahren,
schneller als jeder Uhu, als würde es mir davonfahren wollen,
nur gerichtet auf das Ziel, verschwindet in der Mitte,
geht hinfort.
Der Himmel reißt auf, die Sterne leuchten hell auf,
als würde die Sonne vorbeisehen,
und mir einen Tag ohne Schatten bescheren,
es ist Nacht und doch Tag, helle Punkte leuchten auf,
Wind vergeht, der See erstrahlt, in einem golden Glanz,
als wäre er selbst das Edele Metall,
die Linien formen mein Gesicht,
und ein Blitz leuchtet auf, Urspung in dem See,
hinauffahrend in die dunkle Ewigkeit der Räume.
Wieder Nacht, als wäre es nur ein Traum,
ich fühle mich als hätte ich neue Kraft,
meinen Weg zu gehen, ohne zurück zu sehen.
So schreite ich meinen Weg,
durch mein eigenes Gefilde tief in mir,
zu suchen in mir mein Eigenes Spiegelbild,
was mich führt zu meinem Ebenbild
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Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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