|
|
|
geschrieben am: 22.02.2003 um 02:05 Uhr
|
|
Morgendlicher Rosenstrauß
Ich
trat in mein Zimmer.
Die
Fenster...standen...weit auf,
draußen
schien die Sonne.
Wie
wunderbar:
Aus
tiefsattem, köstlichstem,
noch
taublättrigem, noch taufeuchtem, noch tauglitzerigem
Dunkelglanzgrün,
flimmernd, schimmernd, glimmernd,
mitten
im
schattenkühlen, ebenerdigen, weinrebenkletterumhangenen
Gartenhausraum,
Rosen!
Ein
ganzer
großer, wundervoller,
prachtender, prahlender, prangender,
strahlender,
stolz-stattlicher
Strauß!
Weiße, gelbe, lichtnußbraune,
rote,
zarte, blasse, rührend sanftrosaknospende,
fast
mystisch,
schwarzblau, samtschwer
schillernde
und
feuerigst, traumhaft, rauschherrlichst
lodernde
aus wildem, aus
üppigstem, aus prunkendstem
Orange!
Langsam,
zauberisch...wie...mich bannend,
zog es mich
näher.
Ah,
wie das herzduftete!...Ah...wie das seelendurchfrohte!
Ah,
wie das
wohl...tat!
Und
ich stellte das
Glas,
behutsam, sorglich, vorsichtig,
andächtig, versunken,
wieder...auf...meinen
alten,
buchenen, konzeptpapierbedeckten, tintenfleckenüberkleckten,
simpelen
Schreibtisch.
Arno Holz
|
|
|
|
|