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geschrieben am: 28.12.2011 um 15:11 Uhr
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Neujahr / Sylvester
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Der letzte Tag im Jahr wird überall auf der Welt gefeiert ... und wurde nach Papst "Silvester I."
benannt, der am 31. Dezember 335 starb. Schon die Germanen und Römer feierten Sylvester.
Nicht immer war der 31. Dezember der letzte Tag im Jahr. Römer ließen früher am 1. März das
neue Jahr beginnen bis sie 153 vor Chr. beschlossen, den 01. Jan. als Neujahrstag zu wählen.
Aber mit der Kalenderreform von 1582, als der julianische Kalender von Julius Cäsar durch den
gregorianische Kalender von Papst Gregor XIII. ersetzt wurde, wurde Silvester in den meisten
christlichen Ländern zum letzten Tag des Jahres.
Guten Rutsch ?
Warum rutscht man eigentlich ins neue Jahr ? "Rutsch" - da handelt es sich um ein Fremdwort
aus dem Jüdischen. "Rosch" aus "Rosch ha-Schana", das "Anfang des Jahres" heißt, wurde zu
"Rutsch" eingedeutscht. Das jüdische Neujahrsfest richtet sich nach dem "jüdischen Kalender"
und findet deshalb im September / Oktober statt.
In Mitteleuropa soll das Schwein zu Silvester Glück bringen
Entweder als Schweinefleisch, Schweinskopf-(sülze). Saurüssel oder als Süßigkeit, wie z.B. als
Marzipanschwein. Essen von Geflügel gilt als negatives Omen, da Glück ja wegfliegen könnte.
Russland
Der 31. Dezember ist der wichtigste Festtag, Weihnachten & Silvester werden dort zusammen
gefeiert. Die Weihnachtsgeschenke gibts erst am 6. Januar. Am 7. Januar wird nochmal festlich
gefeiert, bis am 11. Januar nach dem orthodoxen Kalender das neue Jahr beginnt. Die Russen
feiern in 11 Zeitzonen 11 mal den Jahresanfang am 31. Dezember jeweils 0 Uhr. Weihachts- &
Neujahrszeit ist fast Fastenzeit. Es wird meist auf Fleisch verzichtet und einfache Gerichte wie
Borschtsch und Kutya stehen auf dem Speiseplan.
Japan
In Japan feiert man das Neujahrsfest bis zum 7. Januar. Die ersten drei Neujahrstage sind dort
Ruhetage. Vor Silvester wird die Wohnung und das Haus sauber gemacht. Kurz vor Mitternacht
erklingen 108 Glockenschläge, mit denen 108 Begierden des Menschen und 108 Übel des alten
Jahres vertrieben werden. Dazu werden Mochi-Reisklöße, die Glück bringen sollen, gegessen.
China - Korea - Vietnam
In China, Korea & Vietnam feiert man erst am Tag des ersten Vollmonds nach dem 21. Januar,
also Anfang Februar. Das chinesische Neujahrsfest ist das größte Fest und dauert 3 Tage lang.
Charakteristisch sind prächtige Drachen- & Löwenumzüge, zahlreiche abergläubische Bräuche
und Riten. So werden alle Fenster geöffnet, um das neue Jahr hereinzulassen. Wichtig ist das
Familienessen am letzten Tag im Jahr, bei dem alle Familienmitglieder anwesend sein müssen.
Griechenland
Auf jeden Fall gehört Gebäck wie Früchtebrot oder Neujahrsbrote, in die Münzen eingebacken
werden, zu Silvester. So auch beim griechischen Basiliusbrot, das nicht nur sehr gut schmeckt,
sondern auch mit Geld gespickt ist, damit einem das Geld im neuen Jahr nie ausgehe. Bei dem
traditionellen Silvesterglücksspiel im Familienkreis geht es aber nicht um´s Geld, der Gewinner
soll im nächsten Jahr nur besonders viel Glück haben.
Frankreich
Unsere Nachbarn und auch die Schweizer, feiern meist ohne Feuerwerk in das neue Jahr. Zum
"Bonne Année", dem Neujahrsgruß wird nicht mit Sekt, sondern mit Champagner angestoßen.
Am Dreikönigstag enden die Feierlichkeiten. Es gibt den Königskuchen, den "Galette des Rois"
aus Blätterteig, Mandelcreme und Marzipan. Demjenigen, der die kleine darin versteckte Figur
findet, winkt besonders viel Glück im neuen Jahr.
Spanien
Während die Turmuhren 12 x schlagen, essen Spanier bei jedem Glockenschlag 1 Weintraube.
Für jede Weintraube darf man sich dann etwas wünschen.
Österreich
Der Neujahrswalzer auf dem Wiener Rathausplatz ist Tradition. So ohne Schwein rutscht man
nicht ins neue Jahr Das tierische Glückssymbol ist überall. Gern wird der Winter mit Weihrauch
ausgeräuchert und Winterdämonen vertrieben. Vielerorts wird das "Neujahrssingen gepflegt",
man zieht von Haus zu Haus, singt was vor und wird dann beschenkt.
Grossbritannien
Die Engländer beschenken sich mit Fleisch gefüllte Törtchen. Am Neujahrstag besucht man die
Nachbarn, verspeist selbstgebackenen Kuchen und mitgebrachten Wein. In Schottland genießt
man Schwarzen Laib ( "Black Run" genannt ) und sogenannte "Haggis", gefüllte Schafsmägen.
Regional wird auch der "Hot Pint-Punsch", der Silvesterpunsch, getrunken.
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USA
In den USA hat man diese Sitten teilweise übernommen, besonders den Besuch der Freunde,
Verwandten und Nachbarn. Und auch hier wird dann anständig gegessen und getrunken.
12 Weintrauben hat sich Huschelchen schon zurückgelegt ... :-)
:-w |
| Im übrigen gilt ja hierzulande derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht. |
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