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geschrieben am: 02.05.2004 um 15:08 Uhr
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Hier geht es vor allem um die Angst vor dem Terrorismus, den man von israelischer Seite nicht fürchten muss. Kein Israeli hegt den Gedanken sich in die Luft zu sprengen. Das Christentum und das Judentum sind außerdem in vielerlei Hinsicht enger beieinander, als Christentum und Islam, was vielleicht daran liegen mag, dass das Judentum seit der Vertreibung aus dem gelobten Land ja in mitten Christlicher- wie auch islamischer Staaten- lebte. Das christliche Europa indes kannte schließlich bis spät in das 16. Jahrhundert die Araber und den Islam nur aus der Ferne. Der „Jude“ indes war der, zwar nicht unbedingt geliebte, aber doch inmitten der Christen lebende. Was doch besonders Schade und seltsam ist, ist letztlich doch der Fakt, dass es Zeiten gab in denen Juden viel besser mit Moslems leben konnten als heute. Man denke an die Zeit unter Saladin im tiefsten (angeblich dunklen) Mittelalter. Saladin metzelte Hunderte von Christen aus Rache für den Einfall vor 100 Jahren in das Gelobte Land nieder, doch betrieb er nicht die kranke Säuberungsaktion der Christen, die alles töteten, was lebte, als sie nach Jerusalem einfielen.
Heute herrschen andere Verhältnisse, seltsame wohlgemerkt, die vielleicht letztlich doch nur auf die Mentalität von zu verschiedenen Grundsätzen zu schieben sind, die aber eigentlich gar nicht so verschieden sind. Drei heilige Bücher, die alle mehr oder minder das gleiche aussagen, allein die Interpretation der Texte macht alles so verschieden und sicher auch so krank, wenn man sich Selbstmordattentäter ansieht. Koranschulen sind längst nicht mehr einfach nur Gelehrtenschulen, in denen man etwas über den Koran lernt. Vielmehr, wird man dort teils zum Terror hinerzogen. Man höre jeden Tag „Dschihad“ „du kommst in den Himmel, wenn du dich tötest, weil…“ und schon ist man die perfekte tickende Bombe. Es kann doch kein Protest sein, wenn sich ein zwölfjähriger in die Luft jagt und ein anderer, der dazu befragt wird sagt „Ich tue es, weil man gesagt hat, es ist richtig.“ Und um noch einmal kurz auf Arafat und Sharon einzugehen: Sharon ist ein Hardliner erster Güte, ja, und seine Methoden mögen teils grausam sein, aber solche Menschen kommen immer dann an die Macht, wenn alles andere scheitert. Nur darum haben wir Sharon dort, wo er steht. Sharon hasst Arafat und umgekehrt, die Gründe liegen in grauer Vergangenheit, als beide noch nicht Staatschefs waren. In die Zeit fällt schließlich auch die Gründung von Hamas, Fatach und wie sie alle heißen. Da diese Gruppen weitgehend im Dunkeln operieren, hat es auch wenig Sinn ihre Führer einem fairen Gericht vorzuführen. Diese fairen Gerichte wären ja wohl so oder so im Wesen. In Palästina wären sie undenkbar und Israel käme sicherlich die Todesstrafe raus. Aber jener Westen wird von den Fanatikern auch nicht geliebt. Und sich dafür von Fanatikern dafür rühmen zu lassen, dass man sich so dezent zurückhalte ist auch nicht unbedingt das wahre oder? Terroristen zu töten ist außerdem in vielen Fällen nicht schwer: Wenn man ruft: „Ich habe einen entdeckt!“ sprengt er sich in die Luft. Und wenn jemand auf dich zugerannt kommt, mit einem Sprengsatz, oder vielleicht ohne, aber einfach nicht auf Zurufe reagiert, würdest du warten, bis es zu spät ist? Ein Soldat ist ein Mensch und Menschen wollen leben. Anders verhält es sich mit den Fanatikern, auch mit den „Bossen“ der Gruppierungen: Ihnen ist der Tod ein willkommenes Mittel auf dem Weg zur Auslöschung des Israelischen Staates. Ein Frieden ist daher in Moment auch so fern: Jeder der Beteiligten will ein Anrecht auf ein richtiges Leben und jeder Verknüpft es mit anderen Ansprüchen. Im Gesamten gelingt es einfach nicht. Zuletzt noch ein Zweifelhafter Schmankerl: So eben wurde eine Familie in den Siedlungen von Fanatikern ermordet. Gerade an jenem Tag, an dem es doch eigentlich taktisch unklug wäre, so etwas zu tun, wo doch darüber abgestimmt wird, ob man die Siedlungen räumen soll. Wer ist hier der wahre Aggressor, hm? Ich sage nicht Israel ist es oder die autonome Palästinenserregierung. Der Aggressor sind die Fanatiker, egal aus welchem Lager sie stammen. Sie verhindern den Frieden und das hat absolut nichts mit Juden und Moslems zu tun. Sondern allein damit, dass es kranke Gehirne gibt, die die Ausrottung der Anderen fordern. Und am lautesten sind da noch immer jene der palästinensischen Fanatiker „Treibt die Israelis zurück ins Meer, wo sie herkamen!“ soll uns Frieden bringen? Solange Arafat diese Leute nicht unter Kontrolle bringt, ist ein palästinensischer Staat unmöglich. Es kann niemals einen Waffenstillstand auf Seiten der Israelis geben, wenn nicht die Fanatiker ihre Waffen abgeben. Auge und Auge, Zahn um Zahn bleibt in dieser Region wirksam, bis aufgehört wird, Augen auszustechen.
Man vergebe mir, dass ich keine der Italic oder Bold Funktionen verwende, aber ich habe keine Lust sie zu setzen. |
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