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Nutzer: kalte_seele
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geschrieben am: 08.01.2006    um 17:15 Uhr   
Besiedelt wurde der Kontinent in der Hauptsache von, durch englische Lehensherren gebeutelter, britischer Zivilbevölkerung. Dezimiert wurden die australischen Ureinwohner von der britischen Armee. Und was das riesige Gefängnis angeht: Stimmt, so war das vor ein paar Jahrhunderten. Und dann in der Gegenwart zu sprechen, dass die dort ansässigen Bewohner ausgelagerter Problemmüll seien, ist dann wohl daneben. Denn bist es nicht du, der sagt, dass man jedem Kriminellen (mit Ausnahme der Weltkriegsdeutschen und deren Nachkommen) Generalpardon erweisen sollte?

Mal labert er so, mal so.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 11.01.2006    um 19:24 Uhr   
ich habe lediglich den terminus "problemmüll" definiert und legitimiert. daß die ehemaligen mörder die aborigines dezimierten ist bekannt, sie nahmen einfach, was sich ihnen anbot. später unterstützt von der armee (ergo waren friedliche aborigines weniger wert als gewaltverbrecher aus der heimat. die stolen generation ging ganz ohne miltär ab..). und daß australien den rassismus pflegt ist auch kein geheimnis. ansonsten müßten sich die "pioniere" ja zu tode schämen.
mehr habe ich nicht gesagt. alles andere sind nur konstruktionen @ kalte

die türkei floriert übrigens im moment mit einem wirtschaftswachstum, von dem deutschland nur träumen könnte !
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 11.01.2006    um 19:53 Uhr   
so niedrig wie der standart insgesamt in der türkei ist, kann es quasi auch nur nach oben gehen. und wenn man mit eu mitteln vollgepumpt wird, ist das ja auch nicht so schwierig.
außerdem ist das wirtschaftswachstum nicht der punkt - die türkei kann wirtschaftlich wachsen wie sie will. solange es ein kulturell unterentwickeltes land ist, daß in mittelalterlichen traditionen verankert ist hat die türkei in der eu nichts verloren. guck dir die parallelgesellschaft an, die wir in deutschland haben. diese parallelgesellschaft existiert, weil die türken nicht wollen. ganz im gegenteil (hab ich schon mal erwähnt) zu den italienern. diese kamen als erste welle von gastarbeitern nach deutschland und haben sich prima integriert. ich kenne keinen, der ein problem mit italienern hat. ein liebenswertes volk mit vielseitiger kultur, netten menschen und außerdem in jeder hinsicht gut entwickelt. und nun guck dir die türkei dagegen an. ich lach mich tot.... da ist NICHTS... und da kommt auch auf lange sicht NICHTS. und solange sie raus aus der eu bleiben macht das auch NICHTS :-)
Geändert am 11.01.2006 um 22:25 Uhr von grmpf
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 27.01.2006    um 21:33 Uhr   
unter rückständig verstehe ich wohl was anderes - leute, die andere menschen nach nationalitäten einordnen und ihnen damit irgendwelche merkmale zuweisen und unterschieben. tut mir leid, aber die wissenschaft ist gewiß nicht das fundament solch einer einstellung .. nur die persönliche leistung ist entscheidend, - sonst nix. und diese leute kommen überall unter. warum verlassen sonst die besten talente im moment den deutschen boden ? ich empfehle dir als einstieg klaus bade und wenn du das alles gelesen und verstanden hast, nenne ich dir noch ein paar namhafte soziologen :-)
was macht nun einen deutschen aus, einen italiener oder türken ? und das wohl nicht ohne grund.man könnte meinen, du verteidigst dabei eine familiengeschichte. bis heute bist du uns die antwort schuldig.
was die italiener betrifft, so ist deine sichtweise recht schönfärberisch, findest nicht ? ich unterstelle dir mal unkenntnis und nicht fadenscheinigkeit. aber du solltest deine historischen defizite wirklich mal ausgleichen. es gibt eine menge literatur zum "gastarbeiter", - das wenigste wurde verfilmt. kein wunder, da es unappetitlich sein könnte.
italien war lange zeit ein auswanderungsland, weil es seine eigenen leute nicht ernähren konnte. als norditalien industrialisierte und die süditaliener in den norden zogen, wurden die migranten sehr abfällig behandelt. also wanderten sie weiter nach deutschland, um körperlich schwere, lebensgefährliche arbeiten unterbezahlt zu leisten, für die sich die deutschen zu schade waren. zwar ging es bei adenauer darum, auch deutsche frauen in die wirtschaft zu integrieren. doch ging der gedanke verloren, weil die frauen ja dann ihr eigenes geld verdient hätten und der fuchtel der deutschen männer weichen könnten. ganze italienische familien zogen nach deutschland und selbst die kinder arbeiteten in steinbrüchen, bei steinmetzen usw. in den weltkriegen wurden die pendler zu zwangsarbeitern, die ruhrindustrie brauchte leute - da waren auch ruhrpolen und ostjuden. sie wurden bis heute nicht entschädigt. die ruhrunternehmen wiederum finanzierten h.i.t.l.e.r und holocaust. als adenauer die wehrpflicht gegen den willen des volkes etablierte und die ruhrkohle motor der industrialisierung wurde, zeigten sich die süditaliener versöhnlich und es kam zu den abwerbeverträgen. das eher rural geprägte münchen wurde zur italienischen stadt. die meisten deutschen autos sind aus italienischer hand gefertigt.
zugegeben - die süditaliener fanden hier durch den heimtückischen ludwig erhard im ausbeutenden deutschland ihre identität - sie wurden besser behandelt als von ihren norditalienischen landsleuten. das will was heißen !
im gegensatz zu den später hinzugezogenen türken hatten sie ihre heimat quasi ums eck. sie wurden in lager evakuiert und dort von teutschen schäferhunden und werksschutz isoliert (wie in der DDR die fremdvertragsarbeiter). also wo kommen die "parallelen" gesellschaften nun her, wer hat sie erfunden ?
was du nicht schreibst, ist die sache, daß die italiener sehr willkommen waren als billige arbeitskräfte. sie wurden zudem in barackenlagern im sinne von auschwitz gehalten und die guten deutschen gastronomen dübelten schilder vor ihren häusern mit "keine ausländer". heute werden nur noch hunde nicht geduldet. ;-)
und natürlich hatten die italiener schon wegen des gleichen glaubens (und damit ähnlicher traditionen) sowie ihres "feurigen" wesens und ihrer vorliebe für "wine, women and song" einen gewissen vorteil gegenüber den ihrem glauben verpflichteten türken. auf der anderen seite, - wenn du die damaligen zeitungen durchgehst -, wirst du eine sehr rassistische meinung vorfinden. die deutschen männer-eichen fürchteten, die teutsche frau an die weitaus rassigeren und sexuell offeneren südländer zu verlieren. schlechte karten für die importeure der italienischen pfannkuchen (heute bekannt als "pizza").
im gegensatz zu den italienern konnten die türken nie ihr migrationsziel erreichen : ein paar jahre alemanja und dann reich heimzukehren. das lag wiederum an politischen gegebenheiten, an enttäuschten hoffnungen und weiten strecken.
Geändert am 27.01.2006 um 21:37 Uhr von starchaser
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geschrieben am: 27.01.2006    um 21:34 Uhr   
"parallele gesellschaft" dürfte nur die einwanderer der ersten generation betreffen, sie waren überfordert mit den für sie haltlosen und religiös nicht zu rechtfertigenden zuständen, welche sie in deutschland vorfanden. inzwischen haben wir die dritte und vierte generation, welche du in dieselbe schublade verfrachtest.
die EU-kommission denkt offensichtlich ähnlich wie ich, - sie fördert den beitritt der türkei in die EU. mehr zählt nicht, - mögest du auch noch so sehr in die in deutschland stets bewährte feindbildkiste greifen. wie gesagt - verschaff dir erst einen historischen überblick und urteile dann. schließlich hat die türkei kulturell in europa eine ganze epoche geprägt. auch die aufklärer fanden das osmanische reich recht gut. sie haben keine juden vergast und auch sonst die kultur nur gefördert. das zu erkennen bedarf jedoch mehr als solch haltloser aussagen, - nämlich der beschäftigung mit der historie. ;-) und wenn es die schiere angst ist, nen job zu verlieren, weil ein ausländer besser qualifiziert ist, dann isses arm !

und noch etwas : die wenigsten türkischen unternehmen beanspruchen hilfen der EU. dazu sind sie viel zu stolz !

PS : nicht falsch verstehen - auch deutschland war auswanderungsland. viele fegten die gassen in paris oder stichwort lippische ziegler. ich denke, zur ergänzung findet sich genug material unter wikipedia. ich verstehe nach wie vor nicht, warum menschen angst haben müssen voreinander, weil sie verschieden sind. :-)

Geändert am 27.01.2006 um 21:38 Uhr von starchaser
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 27.01.2006    um 22:38 Uhr   
klar war deutschland auswanderungsland...teilweise beobachtet man wieder solche tendenzen... als kellner in tiroler wintersportgebieten o.ä.
nur von einer parallelgesellschaft spricht keiner - das wort existiert anscheinend nur im zusammenhang mit türken.
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geschrieben am: 28.01.2006    um 00:12 Uhr   
was du als parallel definierst, sind nur hausgemachte feindbilder. parallel bedeutet übrigens nicht feindlich gesinnt sondern nur anderst. also wo ist das schlimme, in einer "leitkultur", welche individualismus überbetont ? ;-)
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 28.01.2006    um 09:42 Uhr   
hausgemachte feindbilder? es gibt menschen aus der türkei, die leben hier seit mehr als 25 jahren und sprechen keine drei worte deutsch. das ist kein hausgemachtes feindbild, das ist ne tatsache. aber mal was ganz anderes - was genau findest du denn an einer eu mitgliedschaft der türkei so erstrebenswert? erklär mir (oder um deine wortwahl zu benutzen) erklär "uns" wo du die vorteile siehst. was ist an einer eu mit türkei besser als an einer eu ohne türkei.
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geschrieben am: 28.01.2006    um 13:07 Uhr   
(zitat)was du nicht schreibst, ist die sache, daß die italiener sehr willkommen waren als billige arbeitskräfte. sie wurden zudem in barackenlagern im sinne von auschwitz gehalten....(/zitat)

Infam....mehr fällt mir dazu nicht ein.

Bisajon

Celestine
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geschrieben am: 28.01.2006    um 13:45 Uhr   
dein wortschatz (auschwitz, fremdenfeindlichkeit...das ganze blabla) outet dich lieber chaser einfach nur als weltfremden linken spinner. du lebst in der wahnvorstellung, jeden ausländer lieben und als den besseren menschen behandeln zu müssen aus angst, man könne dich sonst für einen nazi halten. das ist traurig. ich für meinen teil gehe weiterhin bei adem (türke der älteren generation mit kiosk gegenüber von dem ministerium in dem ich arbeite) meinen kaffee trinken und klöne ne runde, lehne aber den eu beitritt der türkei trotzdem ab. und lass dir eins gesagt sein - die blinde liebe zur türkei die du an den tag legst ist sehr einseitig. ich hatte auch mal eine dogmatische JUZ phase mit naivem antifageplärre. so wie du jetzt. und sei sicher daß diejenigen, für die du dich starkmachst über dich lachen.
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geschrieben am: 28.01.2006    um 18:26 Uhr   
(zitat)Infam....mehr fällt mir dazu nicht ein.(/zitat)
richtig, die behandlung war infam und menschenverachtend. dies sollte auch der kleine historische überblick darstellen. auschwitz war übrigens zunächst ein barackenlager für "gastarbeiter", damals "fremdarbeiter".

(zitat)dein wortschatz (auschwitz, fremdenfeindlichkeit...das ganze blabla) outet dich lieber chaser einfach nur als weltfremden linken spinner(/zitat)
solange ich nicht in deiner gedanken-welt leben muß, bin ich dieser deinen welt gerne fremd. auch frage ich mich, wie du zu deinem urteil bezüglich antifa oder linke gesinnung gekommen sein magst.

(zitat)hausgemachte feindbilder? es gibt menschen aus der türkei, die leben hier seit mehr als 25 jahren und sprechen keine drei worte deutsch. das ist kein hausgemachtes feindbild, das ist ne tatsache.(/zitat)

eventuell wollen sie sich einfach nicht mit dir unterhalten ? na und wenn schon ? natürlich konnten die ehemaligen "gastarbeiter" mehr als drei worte deutsch. sprachkenntnisse waren jedoch im job und im leben gar nicht nötig. die erste generation lebte von dem gedanken, in deutschland gutes geld zu machen und dann zu remigrieren. die dagebliebenen hatten nach dem rückzug aus dem arbeitsleben kaum kontakte mehr zu den einheimischen, - was sicherlich an der angeblichen "integrationspolitik" bis 2005 lag. jetzt beziehen sie ihre dürftige rente (haben ja zu mindestlöhnen gearbeitet) und leben zum großen teil in konklaven. genügt das, um ihnen einen vorwurf zu machen ? die folgegenerationen haben in der regel nicht den makel der fehlenden sprachkenntnis. hier waren vor allem die frauen im zuge des familiennachzuges das problem. heute bietet jeder moscheenverein entsprechende sprachkurse an.
bezeichnend ist auch, daß du im selben absatz auf sprachdefizite verweist und andererseits einen quotentürken aus dem hut zauberst, welcher diesem vorwurf nicht gerecht wird.

(zitat)was genau findest du denn an einer eu mitgliedschaft der türkei so erstrebenswert?(/zitat)
es wäre langweilig, die texte oben nochmal zu kopieren. als initiator des threads stünde es dir gut zu gesichte, ab und an die meinungen gegenüberzustellen, anstatt weiter zu polarisieren oder gar persönlich zu werden ;-)

(zitat)du lebst in der wahnvorstellung, jeden ausländer lieben und als den besseren menschen behandeln zu müssen aus angst, man könne dich sonst für einen nazi halten.(/zitat)
nein, - ich plädiere nur gegen die pauschale zuweisung von merkmalen an ausländern. dabei trete ich nicht ein für die behandlung ausländischer leute als bessere menschen, sondern nur für die präsenz derselben als "gleichwertige" menschen.

dies trägt jedoch nicht viel zum thema bei - dem beitritt der türkei in die EU. die ehemaligen gastarbeiter haben sehr wenig zu tun mit der modernen türkei.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 28.01.2006    um 18:42 Uhr   
jetzt beziehen sie ihre dürftige rente (haben ja zu mindestlöhnen gearbeitet) und leben zum großen teil in konklaven (zizat starchaser)
---

genau das meine ich mit weltfremder spinner. guck dir die verhältnisse z.b. von vw arbeitern an: nicht nur, daß vw seine pausenregelung den gebetszeiten der türken angepasst hat (was ich klasse finde), auch die löhne und renten sind dieselben wie die eines deutschen arbeiters bei vw.
bißchen weniger wallraff lesen mein süßer :-)
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geschrieben am: 28.01.2006    um 23:49 Uhr   
walraff ist ein revisionist ;-)

und was empört dich daran, daß ausländer genauso entlohnt werden wie einheimische - bei gleicher leistung ? frauen gebührt sicher auch weniger money als den männeckens ! abwinkertz

ich möchte kurz ein paar zahlen nachliefern :
jedr dritte deutsche ist inzwischen nachfahre eines migranten der zeit nach dem krieg. es gibt also kaum mehr "deutsche". 22 millionen gastarbeiter, flüchtlinge, asylbewerber und vertriebene leisteten ihren beitrag zum wiederaufbau deutschlands seit dem zweiten weltkrieg. (umgerechnet die hälfte der bevölkerung..) deutschland bedarf inzwischen als schrumpfland 60.000 küchenhilfen, köche und kellner, tausende pflegekräfte und 50.000 putzhilfen. das handwerk sucht geeignete lehrlinge und in sachsen fehlen ärzte. jede sparte sucht arbeitskräfte, - motiviertere und leistungswilligere als deutsche. zudem sucht deutschland laut VDI händeringend hochqualifizierte informatiker mit einem jahresgehalt nicht unter 70.000 teuris (jeder setzt in 15 bis 20 jahren eine million teuris um für ALG-deutsche). die jungs würden sogar gebetsräume und koschere kantinen zur verfügung stellen, - wie es die großen firmen längst schon tun.
wie gesagt - nicht die nationalität ist der entscheidende faktor, sondern die leistung. da läßt die deutsche kwaliteit ziemlich nach. die meisten jungdeutschen verstehen ja nicht mal den sinn einfacher texte, wie PISA beweist.
brauchst du noch mehr argumente ? oder hast du etwa bessere zahlen zur hand ?
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 29.01.2006    um 00:09 Uhr   
es empört mich überhaupt nicht.... das einzige was mich empört ist deine unterstellung, daß ausländer generell zum mindestlohn bezahlt würden oder worden sind. ich hab das anhand des vw beispiels lediglich richtiggestellt. und was soll dein blabla über die entlohnung von frauen? hab ich irgendetwas davon gesagt??? und was hat das mit dem thema zu tun??? dein versuch mir das wort umzudrehen läuft ins leere.
Geändert am 29.01.2006 um 00:18 Uhr von grmpf
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geschrieben am: 29.01.2006    um 22:39 Uhr   
auch bmw und daimler stellen inzwischen gebetsräume und koschere kantinen. das ist der zustand heute, - jedoch nicht vor 40 jahren.
du wirfst zu viel in einen topf. von welcher generation sprichst du - der heutigen oder der leute aus den 60ern ? letztere sind soziologisch gänzlich anders zu betrachten als die folgegenerationen. wolfsburg wurde von gastarbeitern aufgebaut und eigentlich alles, was "deutsch" war, von migranten gebaut. selbst die deutschen autos. wenn ich mich auf die erste generation beziehe, ist es doch unsinnig, auf heutige normen zu verweisen.

zudem haben die gastarbeiter ohnehin nichts mit dem beitritt zu tun. wie gesagt, ist der türkischstämmige deutsche in keinster weise zu vergleichen mit einem bürger der modernen türkei.
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geschrieben am: 30.01.2006    um 16:57 Uhr   
definiere "moderne türkei"
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geschrieben am: 30.01.2006    um 20:39 Uhr   

keine antwort ist auch ne antwort ;-)

hm, - ich dachte dies sei eine geläufige redewendung. istanbul wurde 300 und ein paar zerquetschte nach christus zu konstantinopel und damit zur römische hauptstadt. dann wurde es byzanz, ebenfalls hauptstadt einer weltmacht und traumland der staatstheoretiker. das osmanische reich wiederum lehrte europa das fürchten. und seit atatürk transformierte das land zur demokratischen marktwirtschaft. und das ist die moderne türkei, welche 1922 den sultan abschaffte und seit 1923 eine republik ist, welche sich 1925 gegen kurdisch-islamische einflüße in der weltlichen politik wehrte, seit 1926 europäisches recht anwendet, das lateinische alphabet einführte, erstmitglied von NATO und europarat ist und unter erdogan weitreichende änderungen auf sich genommen hat, um den seit 1963 versprochenen beitrittsverhandlungen gerecht zu werden. den rest kannste in den popyläen nachlesen. wikipedia hilft sicher auch weiter..
seit dem 03. 03. 1924 hat die republik ihre (selbst geschaffene) verfassung, ich denke, seit diesem tag ist mit fug und recht von einer modernen türkei zu reden. seit jahren schon ist das land nicht nur ein politisch moderner staat sondern auch eine aufstrebende landschaft.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 30.01.2006    um 22:19 Uhr   
die türkei ist ein politisch moderner staat und die erde ist eine scheibe. :-)
ich erinnere mich, daß es bis vor zwei jahren nicht möglich war, den sog. "kalifen von köln" in dieses achso moderne land zurückzuschicken weil man befürchtete, daß ein fairer und rechtsstaatlich korrekter prozess dort nicht stattfinden könnte. deine vorstellung von einem modernen staat?
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 30.01.2006    um 22:43 Uhr   
wo steht das ? meines wissen rief der kaplan auf zu menschenmord und ihm drohte ein - begründeter - hochverratsprozeß. dieser hätte früher in der türkei ein todesurteil nach sich gezogen. also bring nix durcheinander !
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Nutzer: Gast_Genie
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geschrieben am: 31.01.2006    um 01:15 Uhr   
grmpf, wieso diskutierst du hier noch immer mit einem Menschen, der selbst in einem Trauer-Thread die Antworten analysiert und eine irrwitzige Diskussion samt Beleidigungen anstrebt? Das zeugt doch wohl mehr als genug davon, was für eine geistige Leuchte, unser starchaser ist. Dass dir das nicht langsam zu dumm hier wird, verblüfft mich durchaus. Ist wohl dein größter und längster Beitrag bisher und du kannst dich nicht davon trennen, was? ;-p
Dummheit frisst, Intelligenz säuft, das Genie macht beides.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 31.01.2006    um 15:11 Uhr   
bei sowas hab ich ein gedächtnis wie ein elefant:

auszug:
Im August 2003 hatte bereits die für Asylrecht zuständige Kammer des Verwaltungsgerichts befunden, Kaplan habe in Deutschland kein Recht auf Asyl mehr, dürfe aber nicht abgeschoben werden, weil ein fairer Prozess in der Türkei nicht garantiert sei. Es müsse damit gerechnet werden, dass durch Folter erpresste Zeugenaussagen in das Verfahren einfließen. Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit der Europäischen Menschenrechtskonvention. Das Oberverwaltungsgericht sieht dagegen grundsätzlichen Klärungsbedarf, ob die Menschenrechtskonvention für das Verbot einer Abschiebung in die Türkei herangezogen werden kann

der ganze artikel:
h**p://www.handelblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200013,200050,739829/SH/0/depot/0/

@genie: lange nicht gesehen bzw. gelesen *gg

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geschrieben am: 31.01.2006    um 19:14 Uhr   
um 15 h haben ministerien geschlossen ?

die regelungen der EMRK sind in deutschland meistgehend nicht umgesetzt. die offizielle begründung lautet, daß die menschenrechte den rechtsfrieden gefährden (siehe das von dir zitierte OVG) ;-)

daß deutschland ein bisserl foltern für gut empfindet, wissen wir ja inzwischen. und daß die zuständigen sehr wohl auf folterergebnisse zurückgreifen, ist auch bekannt. also warum siehste das alles nur mit einem auge ? beide staaten können voneinander lernen und ihre ineffizienten rechtssysteme gemeinsam aufpushen.
der kalif ist ein schlechtes beispiel : bei kaplan ging es darum, daß ihm als staatsfeind in der türkei das todesurteil drohte. der selbsternannte kalif hat angeblich zum morden aufgefordert und mörder aktiviert. daß das kalifat abgeschafft ist, ist so klar, wie deutschland keinen führer braucht (obwohl immer mehr so einen fordern). die erwartungsgemäße strafe jedoch verbietet eine abschiebung des asylanten. somit haben die zuständigen gerichte mit ihrer zustimmung zur abschiebung nicht nur verwaltungs-, grund- oder asylrecht gebrochen. dazu kommt, daß kaplan gesundheitlich schwer angeschlagen war, was nicht einmal angesprochen wurde.
ist ein staat rückständig, wenn die mehrheit den tod fordert für angebliche verbrechen ? dann wäre die USA ja voll rückläufig. und auch BND und polizei in deutschland zeigen immer wieder regelbrüche.

zur EU noch ein nachtrag : falls du überhaupt dazu beiträgst, dann sind das maximal 7 teuris im monat, also peanuts. dafür erhältst du im gegenzug ein vielfaches. wobei ich gar nicht auf die kostenersparnisse von frieden, gefestigter rechtssicherheit und die möglichkeiten der freien niederlassung eingehe. dieser minimale betrag steuert dazu bei, das wohlstandsgefälle im gesamten europäischen raum abzubauen und erwies sich bisher für die deutschen nur als gewinnträchtige subvention. selbst ehemalige angebliche todfeinde wie deutschland und frankreich fanden wieder zusammen. warum also nicht die wiege der europäischen kultur aufnehmen ? ;-)
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 31.01.2006    um 20:13 Uhr   
nur kurz zu der ersten frage: wir haben gleitzeit, kernzeit und andere nettigkeiten. ich persönlich fange gegen 6 uhr an und verschwinde in der regel zwischen 14-15 uhr. du weißt doch - der frühe vogel hat gold im mund :-)

und zu deinen anderen ausführungen muß ich sagen, daß du im kern nicht unrecht hast. theoretisch kann jeder vom anderen lernen aber ist das gewollt? die ablehnung die ich (auch aus kulturellen gründen) gegen einen eu beitritt der türkei hege (zum heutigen zeitpunkt) dürften gründe sein, die auch ein großer teil der türken unterschreiben würde. warum also etwas erzwingen was derzeit eher von politikern als von der breiten masse der bevölkerung gewünscht wird? warum sollte auf breiter front etwas funktionieren, was nichtmal in unserem kleinen deutschland zufriedenstellend geklappt hat.

nachtrag: logo sind die usa rückständig. die sind drauf und dran, die "schöpfungslehre" in den schulen wieder einzuführen und dafür darvins theorie von der evolution als blasphemischen unsinn zu verbannen. bush unterstützt dieses treiben sogar...kein witz...leider.

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geschrieben am: 05.02.2006    um 23:48 Uhr   
immerhin disziplin !

(zitat)die ablehnung die ich (auch aus kulturellen gründen) gegen einen eu beitritt der türkei hege (zum heutigen zeitpunkt) dürften gründe sein, die auch ein großer teil der türken unterschreiben würde. (/zitat)
das wage ich zu bezweifeln


(zitat)warum also etwas erzwingen was derzeit eher von politikern als von der breiten masse der bevölkerung gewünscht wird? (/zitat)
zahlen, fakten ?

(zitat)logo sind die usa rückständig. die sind drauf und dran, die "schöpfungslehre" in den schulen wieder einzuführen und dafür darvins theorie von der evolution als blasphemischen unsinn zu verbannen. bush unterstützt dieses treiben sogar (/zitat)
nebenbei hat auch die in der schule unterrichtete evolutionstheorie ihre schwächen. zudem sind nicht "die usa" drauf und dran, sondern ein paar eltern in einem relativ unbedeutenden bezirk. nur weil ein paar leute NPD wählen (was ganz andere größenverhältnisse sind), ist doch nicht jeder deutsche ein rechtsextremist, oder ?
auch sei angemerkt, daß uncle bush dies meines wissens keineswegs unterstützt. soweit mir befürwortet er lediglich, daß die kreationistische lehre auch in den unterricht im nicht naturwissenschaftlichen bereich einfließt. da ich davon ausgehe, daß der präsident der vereinigten staaten auch die verfassung kennt, ist das populismus. schließlich stellt der verfassungszusatz klar, daß kirche und staat nichts miteinander zu schaffen haben.
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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 08.02.2006    um 19:57 Uhr   
Wäre nicht gerade jetzt die Aufnahme der Türkei in die EU ein deutliches Signal an die säkularen Kräfte in Ländern wie Iran, dass sich demokratische Reformen doch lohnen?

Europa könnte damit mehr Erfolg haben als die "Bomb-sie-in-die-Demokratie"-Strategie eines Herrn Bush.
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