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eure meinung zum thema "türkei in der eu"

Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 06.10.2004    um 22:08 Uhr   
eröffnung von mir: wenn die türkei reif für die eu ist, dann kann man quasi jeden aufnehmen. ein land, in dem zwangsheirat (30000 pro jahr - geschätzter wert) und ermordung von (weiblichen) familienmitgliedern eher regel als ausnahme ist, hat in der eu NICHTS verloren. gerhard schröder ist offenbar etwas kurzsichtig dem gegenüber. und: angela merkel kann mich auch, weil ihre ablehnung zum eu beitritt der türkei reine opposition ist. hauptsache dagegen.
was denkt ihr?
Geändert am 06.10.2004 um 22:17 Uhr von grmpf

Geändert am 08.10.2004 um 05:43 Uhr von grmpf
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 07.10.2004    um 00:01 Uhr   

das war mal wieder ein toller beitrag. da werden leute beschimpft und nicht eingegriffen. das forum schlittertz unter die nullmarke .. *g


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Nutzer: no1
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geschrieben am: 07.10.2004    um 04:43 Uhr   
Sicher eine kontroverse Ansicht, bzw. eine kontroverse Formulierung. Die Meinung halte ich aber nicht für derart radikal, dass ich es zensieren müsste.

chaser: Das war mal wieder ein toller Beitrag.

no1
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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 07.10.2004    um 09:54 Uhr   
(zitat)eröffnung von mir: wenn die türkei reif für die eu ist, dann kann man auch das neanderthal aufnehmen.(/zitat)
Das ist populistische Hetzpropaganda. (zitat) ein land, in dem zwangsheirat (30000 pro jahr - geschätzter wert) und ermordung von (weiblichen) familienmitgliedern eher regel als ausnahme ist, hat in der eu NICHTS verloren. (/zitat)Familienmitglieder werden auch in Deutschland, Spanien, Frankreich...usw. ermordet. Was die Zwangsheirat betrifft, werden hoffentlich einige fundamentalistische Türken mit Beginn der Aufnahmeverhandlungen einsichtiger werden. Schlussendlich waren ein Großteil der Deutschen bis 1945 stramme Nazis. Sie sind es heute nicht mehr. Politische Einsicht ist also möglich, bei vielen, nicht bei allen.

Fakt ist: die schariamäßige Strafbarkeit des Ehebruchs wäre in der Türkei jetzt Gesetz, wenn nicht die Option auf EU-Mitgliedschaft zur Vernunft gemahnt hätte.

Verlöre jedoch die Türkei die klare Chance zur Aufnahme in die EU, hätten wir möglicherweise bald Staatsislamismus bis in das geographische Europa hinein.

Da wollen kleinkrämerische Nationalisten natürlich nichts von wissen...

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Nutzer: BlackShot
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geschrieben am: 07.10.2004    um 10:54 Uhr   
Verheugen hat das doch treffend ausgedrückt: Die theoretischen Voraussetzungen - ein demokratischer Rechtsstaat - ist in der Türkei gegeben. Die praktischen Voraussetzungen - eine geordnete Zivilgesellschaft - natürlich nicht. Aber man kann zumindest erkennen (und ich muss zugeben, darüber war ich selbst erstaunt) dass sich etwas bewegt. Und nicht alles ist dort so düsteres Mittelalter wie manche vermuten. Es gibt dort mehr weibliche Professoren als hier - nur als Beispiel.
Und im letzten Punkt muss ich Sweety zustimmen, die Option auf einen Beitritt zur EU in vielleicht zehn oder fünfzehn Jahren dürfte dem Reformeifer in der Türkei zuträglich sein - eine Absagae abträglich. Zumal zum ersten mal vor Beitrittsverhandlungen mehrfach betont wurde, dass diese auch jederzeit wieder abgebrochen werden könnten, wenn der Eindruck entsteht, die Türkei verfalle wieder in alte Denkweisen.
Im übrigen: Die Zustände in den neuen östlichen Mitgliedstaaten sind auch nicht gerade gemütlich und hier wurde auch nur darauf gesetzt, dass sie sich halt noch bessern werden. Warum nun also der Widerstand gegen die Türkei, die vorher noch mindestens zehn Jahre Zeit hat sich zu wandeln und zu bewähren?

BlackShot

ach übrigens trallalu: gähn


Geändert am 07.10.2004 um 10:55 Uhr von BlackShot
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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 07.10.2004    um 11:05 Uhr   
Nachschlag:

Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker zum Thema:

(zitat)"Seit 1963 hat Brüssel erklärt, dass die Türkei nach Europa gehört. Wir dürfen ihr Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen zu Europa heute nicht verweigern: Klar ist: Es wird verhandelt; das Ergebnis ist offen! Die Türkei ist anders. Ob zu anders, entscheiden wir in den Verhandlungen. Ihre Regierung ist islamisch. Sie ist rechtstaatlich demokratisch gewählt, wie nirgends sonst in der islamischen Welt. Sie hat die entscheidende
Verbesserung für Menschenrechte eingeleitet. Weisen wir sie ab, jubeln die Fundamentalisten, das Volk weint. Sollen denn die Generäle wiederkommen, die das Kurdenproblem nur militärisch lösen wollen? Europa ist von 1,5 Milliarden Muslime umgeben. Im Umgang mit ihnen brauchen wir eine
rechtsstaatliche demokratische Türkei." (/zitat)

Ach, könnten wir doch noch mal so einen Bundespräsidenten haben...

sweety
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Nutzer: StereoSushi
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geschrieben am: 07.10.2004    um 12:48 Uhr   
Verlöre jedoch die Türkei die klare Chance zur Aufnahme in die EU, hätten wir möglicherweise bald Staatsislamismus bis in das geographische Europa hinein.

-------------------------------------------------------------

glaubst wirklich, dass die türkei jemals die aussicht auf einen platz in der eu verliert???

ich jedenfalls nicht!
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 07.10.2004    um 16:44 Uhr   
@trallalu & sweety:
habt ihr nix besseres zu bieten, als leute, die sich gegen eine aufnahme der türkei in der eu zu wort melden als rassisten und nationalisten zu verleumden? das ist ja niedlichstes antifa-jugendzentrum-geplärre.
aber noch niedlicher war die begründung, daß mord an familienmitgliedern schliesslich auch woanders passiert und die sache mit den zwangsehen...egal. wird sich schon irgendwie klären.
ich denke schlicht, daß die türkei ERST ihre menschenrechtsverletzungen in den griff bekommen sollte. DANN kann man über eine eu aufnahme verhandeln. die muß dann nichtmal 10-15 jahre dauern. aber derzeit reden wir über ein land, in das ein "kalif von köln" aufgrund von menschenrechtsverletzungen nicht zurückgeschickt werden kann. das zumindest sagt sozialdemokrat otto schily. fazit: die türkei ist nicht koscher genug, um einen der ihren ausgeliefert zu bekommen aber reif für eu verhandlungen? paradox, oder?

mfg, grmpf der hetznazi :-)
Geändert am 07.10.2004 um 16:45 Uhr von grmpf
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 07.10.2004    um 17:48 Uhr   

"Die Türkei war nicht Europa, ist es nicht und wird es nicht sein, weder geografisch noch historisch, noch kulturell. In der Türkei wird noch immer gefoltert, und selbst schwerste Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Was ist denn das für eine Gesellschaft, deren eine Hälfte, die weibliche, so gut wie keine Rechte hat? Wo Väter ihre Töchter töten, weil sie, selbst nach einer Vergewaltigung, angeblich die Familienehre verletzt haben?"

Das ist ein Zitat von Ralph Giordano und dem schließe ich mich voll an.

Sollte sich die EU in der Rolle sehen, menschenverachtende Pseudodemokratien auf einen humanitär-demokratischen Weg zu bringen, gäbe es sicher noch 126 andere Staaten auf der Erde, die auch dringend in die EU müßten.

In meinen Augen verkommt die EU von einer politischen Union zu einer Freihandelszone beliebigen Vereinscharakters.

Erst Demokratisierung - dann Beitrittsverhandlungen

Celestine
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 07.10.2004    um 21:03 Uhr   
kann dem nur zustimmen, auch wenn ich mich etwas grober ausgedrückt habe.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 07.10.2004    um 21:10 Uhr   
und wieder ein eifriger und zitatwütiger leser des stern, der glaubt, dem ollen weizsäcker mit einem fähnchen im winde paroli bieten zu können um eine gelinde ausgedrückt populistische meinung zu stützen. :-)
leider hat das deutsche volk nicht mehr solch weiser staatsmänner hervorbringen können in fünfzig jahren .. das lag wohl auch daran, daß niemand deren meinung hören wollte.
das zitat des 1923 geborenen hamburgers ist recht aus dem zusammenhang gerissen und sollte unter dem gedanken des 'wird deutschland wieder gefährlich ?' gelesen werden. auch sollte berüksichtigt werden, daß er bislang alles, an was er glaubte, einfach über bord warf. da fallen mir auf anhieb npd und kpd ein. danach widmete er sich der aufgabe, sich gegen jede art von menschenrechtsverletzung zu erregen, - dazu gehört auch antitürkismus. und dann zitiert noch so jemand wie celestine den armen mann naja, selbst grössere denker wurden bisher in diesem sinne vergewaltigt. *g
einen weiteren schlenker vermerken wir letztes jahr, als er aufs gehässigste alle bisherigen pazifistischen gesinnungen und alles, was er geschrieben, gesagt und auch gelebt hat, über bord warf und sich gegen die antikriegsbewegung stellte. das hat etwas zu tun mit dem israelkonflikt, spielt aber keine rolle.

-------------

der einleitende beitrag ist zweifellos beleidigend und diskriminierend. dies zu ignorieren und das unrecht zu verschlimmern durch verfolgung derer, die darauf aufmerksam machen, spricht bände über die moralische verfassung der betroffenen. wer nichts sagt, der ist auch mittäter.

trotz aller vorbehalte denke ich , daß herr schröder trotz der in seiner biographie beschriebenen widrigsten umstände, es wenigstens zu etwas gebracht hat und nicht die schuld an seinem ungemach auf andere, bevorzugt türken schiebt. ihn einen idiot zu nennen ist laut strafgesetzbuch eine schwere beleidigung. ich hoffe, daß der schmierer für seine äusserungen unter ausschöpfung aller rechtlichen möglichkeiten zur verantwortung gezogen wird. ebenso wie alle die, welche solch eine schmierei hier dulden. daß frau merkel anders geschrieben wird, versteht sich svon selbst. das zum thema politische bildung. als nachfolgerin und küken vom ollen kohl hat sie dessen ziele, was die türkei betrifft, nie angegriffen. offensichtlich ist sie nur auf stimmenfang - von leuten wie deinereiner. kleinvieh macht ja auch mist .. ;-)

kinder, die solche parolen von eltern und erziehern eingeimpft bekommen, können mir nur leid tun. denn sie wissen nicht, was sie tun. und können wohl nicht anders als sich 'grober' auszudrücken. oder etwa grobschlächtiger ?
doch scheint mir etwas dran zu sein an der theorie, daß ein land genau die politiker bekommt, welche es auch verdient.

wovor habt ihr eigentlich angst ?
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 07.10.2004    um 21:25 Uhr   
bezüglich der umsetzung der eu-normen und verfassung hinkt das achsodolle deutschland widerwillig hinterher und zeigt mit dem schmutzigen finger auf andere. wäre die türkei ebenso faul und träge, hätte es nie eine chance gehabt, überhaupt als beitrittsland in frage zu kommen. in der türkei boomt es - hier nicht.

die eu hat eine umfangreiche definition des begriffs diskriminierung erarbeitet, welche auch bei noch so widerborstiger umsetzung über kurz oder lang auch hierzulande zum tragen kommen wird. selbiges gilt auch für die überschuldung. die türkei könnte sich derzeit solche patzer nicht leisten. aber die glänzenden vorbilder wagen sich an obige unsachliche beurteilungen.
im übrigen entsprechen sich die hier ansässigen türken - soweit sie überhaupt jemand kennt - den in der türkei ansässigen liberaleren.

würden die in der türkei gesetzten impulse versiegen durch meinungen wie die obige, dann würde das land sein heil eben woanders suchen. wer hätte etwas davon ? war es nicht deutschland, das sich mehr menschenrechtsverletzungen zuschulden hat kommen lassen als jedes andere land der welt ? auf das leute wie mpf und celeste empört verweisen. hätten die siegermächte nicht allen grund gehabt, das deutsche reich bis auf den letzten standesrechtlich zu erschiessen ? hat nicht die ganze welt das böse deutschland an die hand genommen und ihm einen platz auf der weltbühne angeboten, in das es hereinwachsen konnte ? zu dieser zeit waren die türken gerade recht, eineurojobs abzuleisten und das wirtschaftswunder mitzugestalten. zu dieser zeit waren die türken den eltern und großeltern höchstwillkommen als eineurojobber. die guten deutschen organisierten sich in gewerkschaften und kämpften derweil um ihre 'rechte'.

wie definieren wir zwangsheirat ? werden in deutschland weniger ehen geschlossen wegen ungewünschter kinder, die dann auch in die brüche gehen ? zur ermordung von ( nicht nur weiblichen ) familienmitgliedern lohnt sich ein blick in die kriminalstatistiken ..

auch hierzulande werden vergewaltigte frauen - wie überall auf der welt stigmatisiert. das hat lange tradition. selbst das militär setzt dieses wissen ein und demoralisiert damit die verlierer auf generationen hin oder bezahlt verliererfrauen für deren dienste. das war auch hier so - vor 40 jahren. und ist immer noch so bei unserer bw.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 07.10.2004    um 21:26 Uhr   
ach ja - ein zitat von patrioten.org - kommt uns das nicht bekannt voe ? *g

patrioten.org Elke Heidenreich, Autorin:
"Am Bosporus fängt der asiatische Kontinent an, oder? Warum sollte der nun auch noch in die EU? Warum soll ein Land in die EU, dessen Väter immer noch Töchter zwangsverheiraten, dessen Frauen immer noch der so genannten Familienehre wegen umgebracht werden, auch wenn man sie vergewaltigt hat? In dessen Gefängnissen und Rechtsprechung es nicht nach den Menschenrechten zugeht? Außerdem glaube ich nicht an die Säkularisierung des Islam Das wird kämpferischer, nicht toleranter Und schließlich: Weshalb will man die Türkei eigentlich in der EU haben? Sind es strategisch-militärische Gründe? Andere fallen mir nicht ein"
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 07.10.2004    um 21:27 Uhr   
ich habe keine angst...ich lehne die eu verhandlungen zum derzeitigen zeitpunkt ab, weil sie ein ignorieren der u.a. von ralph giordano zitierten zustände bedeuten würden (wer nichts sagt ist auch mittäter...zitat starchaser).
das ding mit der schuldzuweisung auf türken konnte ich nicht nachvollziehen, ist wohl auch nicht so wichtig.
was meine eltern mir eingeimpft haben kannst du nicht beurteilen weil du mich nicht kennst. wird daher unter ulk abgehakt.
meine meinung zu frau merkel deckt sich mit deiner...stand schon in der eröffnung. wer lesen kann ist klar im vorteil :-)
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 07.10.2004    um 21:28 Uhr   
Peter Glotz, SPD-Politiker und Institutsdirektor an der Universität St Gallen:
"Die Türkei ist nicht Litauen, sondern wäre der größte Staat der EU, dazu innerlich gespalten und voller Probleme Nimmt die EU die Türkei auf, wird diese EU endgültig zu einer Freihandelszone mit gelegentlicher Politik-Koordination"
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 07.10.2004    um 21:42 Uhr   
gefunden bei linksruck.de:

In der Türkei wohnen 12 Millionen Kurden, denen das Leben zur Hölle gemacht wird.
Seit 1984 führt die Türkei einen Vernichtungskrieg gegen die Kurden. Dabei ist dem Staat jedes Mittel recht. Etwa 37.000 Menschen sind nach offiziellen Angaben seither getötet worden.
Seit 1991 wurden 4.000 Dörfer zerstört, über 3 Mio Menschen vertrieben. Hunderte wurden auf offener Straße erschossen, weitere Hunderte von Staatssicherheitskräften ermordet und als "unaufgeklärte" Morde verkauft. In den Gefängnissen, in denen Folter zum Alltag gehört, sitzen Tausende von PKK-Anhängern und Linken.
Hunger ist eine andere Waffe, die das Militär in Kurdistan einsetzt. Die Lebensmittel sind rationiert. Tagesration: 100 Gramm Reis und drei Glas Wasser.
Die Unterdrückung hat Tradition: Seit dem 1. Weltkrieg ist die Türkei dabei, die Kurden zu "türkisieren". Das heißt, ihnen ihre Sprache, Kultur und politische Selbstbestimmung zu verweigern. Seit Jahrzehnten wehren sich die Kurden.
Innerhalb der Grenzen der Türkei sind bis Ende der 30er Jahre 28 Kurdenaufstände entbrannt, die jedesmal blutig niedergeschlagen wurden. Sobald man sich für Frieden, für eine politische Lösung des Kurden-Konfliktes äußert, wird man vor Gericht gebracht. Einige Abgeordnete, die das taten, sitzen seit Jahren im Gefängnis. Kurz nach Beginn der Kurdenproteste wurde der Künstler Ahmet Kaya verhaftet, weil er vor Kameras gesagt hatte, daß er die kurdische Realität anerkenne, das heißt, daß in der Türkei Kurden als Volk existieren.

ohne worte
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Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 07.10.2004    um 22:18 Uhr   
Wenn ich mich nicht irre gab es gestern einen Bericht, im ZDF
über die Kurden. Zum einen sei ihnen jetzt zugestanden worden ihre Sprache zu lernen und zu sprechen, auf der anderen Seite wird aber die grösste Kurdische Zeitung mit über 120 Anklagen überzogen, wegen irgendwelchem Pillekram......
Leider habe ich den Bericht nicht vollständig gesehen, daher kann ich hier nur oberflächlich wiedergeben was in dem Bericht gezeigt und gesagt wurde.

Die Türkei in die EU warum nicht, aber erst dann wenn Sie es geschafft hat ihr Minderheitenproblem(och welch niedliche Formulierung) in den Griff zu bekommen und zwar Menschenrechtlich Richtig.... Ansonsten ja dann wird die EU zur reinen Freihandelszone......Was man tun könnte wäre die Türkei in den illustren Kreis der EWR Staaten aufzunehmen und wenn Sie sich um 360Grad gedreht hat, kann man über eine Aufnahme in die EU weiterverhandeln.....


griez
Meno
Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare
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"Autor"  
Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 07.10.2004    um 22:34 Uhr   
sag ich ja...und ich finde es traurig, wenn man mir hier mehr oder weniger direkt rassismus, dummheit und was weiß ich vorwirft, nur weil ich aufgrund solcher tatsachen vorbehalte gegen einen eu beitritt der türkei habe. aber es ist immer leicht, menschen als grobschlächter, stammtischstrategen und nazis zu betiteln, nur weil sie eine andere meinung vertreten oder auch nicht bereit sind, jedes wort auf die goldwaage zu legen.

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 07.10.2004    um 22:40 Uhr   

einen 'bericht' vom 29.10.1999 14:03:22 rauszukramen, sagt nicht viel aus. und der bezug auf die dreissiger ist ja wohl dreist - da haben die deutschen so richtig nach herzenslust rumgeschlächtert :-)
zudem ist es lustig, daß der autor im grunde genommen mit weitgehend unbelegten zahlen, darzustellen versucht, daß deutschland als bereitwilliger helfershelfer genau die benannten taten verschuldet hat. und daß es recht doppelbödig ist, gegen kurden zu mobilisieren, die ja alle als potentielle schläfer gelten, obwohl man selbst den terror gegen die kurden tatkräftigst unterstützt. es hat ja wohl seinen grund, daß du diese aussage verschluckst, gelle ? *g


daß es noch recht unrund läuft in der türkei, das sei nicht abgestritten. das liegt meines erachtens daran, daß sich die beamten und gesichtslose leute wie du nach wie vor nicht so recht den vorschriften unterwerfen und erst im lauf der zeit aus dem dienst entlassen werden.
ein problem, das wir auch hier haben, wie der neueste jahresbericht von amnesty gut belegt, welcher bei deutschland so richtig in die vollen geht. hier wird gefoltert, diskriminiert, folter angedroht und zug um zug geltendes recht abgeschafft. beispiele sind daschners meinung, einsatz von gewalt als letztes Mittel sei unvermeidbar, schilys vorstösse und die breitflächige diskriminierung und spaltung des volkes durch regierung und opposition. alle beteiligten sind nach wie vor im amt und vom wähler bestätigt. die letzten jahre finden wir eine bedenkliche zunahme von polizeiliche misshandlungen und mysteriösen todesfällen in haft und bei abschiebungen. die frauenhäuser sind überfüllt. verfolgten wird der schutz verwehrt. die farce der terrorprozesse, in denen einer der angeklagten immer noch im gefängnis darbt. von der seit fünfzig jahren andauernden diskriminierung der türken und anderen 'minderheitsproblemen'wollen wir erst gar nicht sprechen.
die berichterstattung von amnesty erachte ich im übrigen als fundierter an als beiträge ohne quellenangabe in irgendwelchen foren..*g

die türkei hat sich die letzten jahre erheblich verbessert im ranking - und bei uns geht der lift nach oben.

es kann auch nur angst sein, was die leute in die ausländerfeindlichkeit treibt, was denn sonst ? den hintern hochgeschoben und sich mal 'die' türken angeschaut hat ja kaum jemand.. doch ist diese angst weder rational noch ökonomisch. die financial times hat erst eine studie rausgebracht, welche besagt, daß die zuwanderung dem einwanderungsland *nur* vorteile beschert, - nicht nur wirtschaftliche. vielleicht ist der artikel ja auch online ?


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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 07.10.2004    um 22:55 Uhr   
@starchaser: es kotzt mich an, daß ich mir von leuten wie dir ausländerfeindlichkeit vorwerfen lassen muß. ich war nie rechts, bin es nicht und werde es hoffentlich nie sein. ist dein weltbild so eng gestrickt, daß man sofort in die rechte ecke geschubst wird, nur weil skepsis äußert...skepsis einem land gegenüber, in dem es zum guten ton, zur tradition und zur "ehre" gehört, daß vergewaltigte frauen und mädchen von ihren vätern erschossen werden, weil sie "schande über die familie" gebracht haben? die türkei ist mehr als dein kumpel ali, bei dem du dir mittags deinen döner reinziehst.
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 07.10.2004    um 23:23 Uhr   

stimmt, - sie hat uns viel mehr zu bieten als nur das zeugs von der dönerbude ;-)

hast uns vielleicht ein paar erläuterungen zu deinem titelbeitrag ?
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"Autor"  
Nutzer: Trallalu
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geschrieben am: 07.10.2004    um 23:43 Uhr   

darf ich auch an dieser stelle mal zaghaft daran erinnern warum es mir eigentlich geht?

ich hätte gerne, dass dieser verletzende, menschenverachtende und beleidigende eingangsbeitrag wg. eindeutigem verstoß gegen die nutzungbedingungen gelöscht wird.

danke
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 08.10.2004    um 01:43 Uhr   

die kleinmütigen nutzungsbedingungen spielen nur eine marginale rolle, hier geht es um eindeutige verstöße gegen die rechtsordnung und deren duldung.
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geschrieben am: 08.10.2004    um 01:54 Uhr   
Nein, hier geht es um das Thema "Türkei in der EU". Löschanträge oder Beschwerden gehören ins Op/Mod oder an E-Mail an Autor
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 08.10.2004    um 05:42 Uhr   
also bevor ihr jetzt noch in tränen ausbrecht oder die die generalbundesanwaltschaft bemüht...ich hab den eingangsbeitrag editiert. und nase schnäuzen nicht vergessen :-)
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Nutzer: BlackShot
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geschrieben am: 08.10.2004    um 10:44 Uhr   
grmpf:
(zitat)gefunden bei linksruck.de:
(/zitat)

du beschwerst dich über antifa-geplärre und ziehst dann die pappnasen vom linksruck heran? ;o)

und zum thema mal ein ausschnitt aus einem aktuellen "human rights watch" bericht, über die türkei:

(zitat)(...)Die Aussicht auf einen EU-Beitritt ist ein entscheidender Katalysator für den Reformprozess, so Human Rights Watch. Integration in Europa, von vielen als die Verwirklichung der Ideale des Gründervaters der Republik, Mustafa Kemal Atatürk, angesehen, hat sich als eine zwingende Notwendigkeit erwiesen. Sie hat den Widerstand gegen Reformen überlagert, ebenso wie die monolithische Auffassung von der türkischen Gesellschaft, die den Staatsapparat lange auf Kosten von Menschenrechten dominiert hat.

"Echte Aussichten auf eine EU-Mitgliedschaft kamen zu einer Zeit, als politische Gewalt zurückging und die Zivilgesellschaft wuchs. Das half, die letzten Reformen in der Türkei voranzutreiben", sagte Sugden. "Ein starker Ruck bei der Überwachung der Polizei und entscheidende Schritte zur Einbindung der internationalen Gemeinschaft bei den Bemühungen, Vertriebene in ihre Heimat zurückzuführen, werden die Türkei dorthin bringen, wo sie im Dezember stehen muss."(...)(/zitat)

der rest lässt sich hier lesen:
Link

die menschenrechtswächter scheinen das alles weitaus weniger pessimistisch zu sehen als einige kandidaten hier(und bevor jemand da irgendeinen unsinn erzählt: nein, die haben kein interesse die tatsächliche menschenrechtssituation zu verschweigen, um eine freihandelszone mit der türkei zu bekommen.)ich will gar nicht verhehlen, dass im rest des berichtes durchaus noch mängel erähnt werden, an der umsetzunge der angegangenen reformen, aber der tenor bleibt - die türkei hat sich weiterentiwckelt und tut es noch immer.
also wie sieht es aus grmpf und co.? könnte vielleicht das ewig gestrige bild von der mittelalterlichen, blutrünstigen türkei doch nur aus den eigenen vorurteilen entspringen, denen man sich nicht stellen will?

und ganz am rande zum thema freihandelszone: nicht dass ich eine rein wirtschaftliche ausrichtung der EU befürworten würde, aber:
1. begann die geschichte der EU als nichts anderes als eine Wirtschaftsunion.
2. ist sie heute soweit davon entfernt nur eine freihandelszone ihrer Mitgliedstaaten zu sein, wie die bundesrepublik davon, nur eine freihgandelszone ihrer bundesländer darzustellen.
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