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Nutzer: Silberrose
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geschrieben am: 29.07.2003    um 17:00 Uhr   
TRAUMGIER
Du hast mich gegriffen,
hingeworfen,
die Kleidung vom Leib gerissen,
zerrissen, zerfetzt.
Nun liege ich
verschnürt, geknebelt
fast bewegungslos.
Und spüre
Deine saugend heißen Lippen
und Zähne überall;
bissig ergreifenden Schmerz,
der bis in die letzte Ecke meiner Seele dringt.
Kein Fluchtweg, nur Gefühl.
Scharfe Fingernägel
tief in meinem Fleisch
zeichnen bizarre Muster Deiner Gier.
Alles wird rot
wie das Blut,
daß die Wände des Raumes herabfließt
und meine Sinne
in ein unwirklich sinnliche Farborgie taucht.
Deine Finger
kriechen am Knebel vorbei,
ich lutsche an ihnen,
als ob es mein Leben bedeutet.
Dann wandern sie an mir herab,
pressen sich in mich,
wollen mich zersprengen.
Ich bäume mich auf,
will mich Dir öffnen,
höre aber nur Dein Lachen
mild, aber Lichtjahre entfernt.
In der raumlosen Stille
beginnen sirrende Schläge
einen hungrigen Tanz,
vermischt
mit zarten Berührungen,
überall und nirgendwo.
Ich verliere den Halt,
wo bin ich,
wo berührst DU mich
und wo
wo kommt dieser
lüstern
gierige
Schmerz nur her.
Mein Kopf so leer,
in ihm explodierende Lust,
so groß, so unendlich und unfassbar.
An der Seite
der nicht mehr vorhandenen Gedanken vorbei
ein tiefer Blick in die Unendlichkeit.
Das Gefühl unterzugehen,
im Nichts
zu verschwimmen,
zu sterben.
Bring mich doch endlich um,
nimm mich ganz,
nimm mir alles,
zerreiße mich,
zerteile mich,
töte mich
und
laß mich trinken trinken ertrinken in uns...
Geändert am 31.07.2003 um 18:12 Uhr von SilberRose
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Nutzer: SM_sub
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geschrieben am: 29.07.2003    um 19:05 Uhr   
Mindiyana ,schreibt auch wieder hier.
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Nutzer: Mindiyana
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geschrieben am: 31.07.2003    um 15:10 Uhr   

Gut erkannt; was andere können, kann ich auch!
Betrifft aber nur alte Sachen im mom, ich hab nämlich bessere Zielorte gefunden.

Mindi

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Nutzer: freiflug1
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geschrieben am: 31.07.2003    um 21:05 Uhr   
Wie jede Nacht wanderte ich durch die nächtlichen Strassen, streifte umher, beobachtete, amüsierte mich, las Gedanken, tauchte ein in die menschlichen Abgründe, nahm still an ihnen teil, ohne dass es jemand bemerkte. Manchmal streift mich ein Blick. Kurzes Erkennen flackert in den Augen auf und dann schaltet sich aber der Verstand ein, dass es mich nicht geben darf und die Augen wenden sich wieder ab. Nebel streiften durch die Stadt, wie so oft im nächtlichen London. In den Kneipen herrscht um diese Uhrzeit meist ein lautes Treiben. Manchmal mische ich mich unter dieses Volk, aus Betrunkenen und Huren. Am liebsten sind mir dir Adeligen, die hier ihrer steifen Welt entfliehen. Und ich werde in Ruhe gelassen, strahle eine seltsame Aura aus, die mich wie ein Schutzschild einhüllt. Nur hin und wieder spüre ich einen wissenden Blick auf mir. Ich bin immer wieder verwundert, wer dieses Wissen in sich trägt. Manchmal ist es ein Bettler, der am Wegesrand sitzt und auf ein paar Münzen hofft. Ein andermal ist es wieder ein Kind, das um diese Zeit herrenlos durch die gefährlichen Strassen Londons streunt. Oder eine Wirtstochter, die zwischen all den Betrunkenen ausschenken muss. Und ich lächle dann zurück, die Angst nehmend, die sich oft in diesen Gesichtern ausbreitet.

Hin und wieder spüre ich auch einen verwunderten und bewundernden Blick auf mir. Ich lege noch immer Wert auf mein Äußeres, passe mich den jeweiligen Zeiten an. Jetzt trage ich ein dunkelblaues Seidenkleid, meine Taille eng geschnürt. Und ich sehe nicht so aus, als wenn ich um diese Zeit hierher gehöre. Wenn ich dann einen solchen Blick auf mir spüre, dann spiele ich meist damit, kokettiere. Wie herrlich ist es, das unschuldige Mädchen zu spielen, das Hilfe benötigt! Und wenn mir dann diese Hilfe gewährt wird und ich doch in den Gedanken lesen kann, welche Hilfe mir wirklich zu Teil werden soll. Manchmal suche ich mir unter diesen hilfsbereiten Geschöpfen mein Opfer.

Auch diesmal war ich unterwegs und suchte mein Opfer für diese Nacht. Ich gehe dabei immer sorgfältig vor, wenn auch ohne Plan. Wenn ich mein Opfer sehe, es höre, rieche, dann weiß ich, dass es das meine ist. Und erst dann ersinne ich einen Plan, wie ich weiter vorgehe. Und dann muss sich dieses Opfer bewähren, denn danach entscheidet sich das weitere Schicksal.

Und so streifte ich umher, lauschend und suchend. Und mit einem Male habe ich das Opfer der heutigen Nacht gefunden. Oh ja, er gefällt mir! So hübsch ist er und so beliebt! Inmitten seiner Freundesschar unterhält er in einer Schenke die ganze Gesellschaft. Und doch ist er so grausam, spielt mit der ihm umgebenden Meute! Er würde mein heutiges Opfer werden! Ich war schon gespannt, wie er sich verhalten würde. Ich ging in die Schenke, setzte mich an einen leeren Tisch mit guten Blick auf ihn. Ich bestellte ein Glas Wein, von dem ich eh nichts trinken würde.

Dann ließ ich einen großen Teil meiner Aura fallen und begann, ihn zu beobachten. Ganz direkt blickte ich ihn unverwandt an mit einem spöttischem Lächeln auf meinem Gesicht. Nicht lange dauerte es, bis er sich meiner bewußt wurde. Immer wieder stockte er in seinen Scherzen, sein Blick suchte immer wieder den meinen. Das was ich da mit ihm machte, war er nicht gewöhnt. Normalerweise war er es immer, der sich mit Blicken die Frauen sicherte.

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Nutzer: freiflug1
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geschrieben am: 31.07.2003    um 21:06 Uhr   
Seine Scherze und Antworten wurden immer automatischer. Schon längst hatte er die Gesprächsführung an andere abgegeben. Bis er fast völlig verstummte, in meinem Blick gefangen war.

Er war so weit. Ich stand auf, verließ die Schenke und bedeutete ihm mit einer kleinen, kaum merklichen Geste, mir zu folgen. Ich wußte, er würde es tun. Und kaum stand ich wieder auf der Strasse, so kam auch er aus der Schenke hinaus. Ich spielte weiter mit ihm, setzte nun wieder einen ganz anderen Blick auf, einen Blick, der ihm wieder mutiger werden ließ. Sollte er ruhig glauben, er habe die Situation in der Hand!

Und es folgte einer dieser öden Dialoge. Schon war ich enttäuscht, dass er nichts besseres auf Lager hatte. Das wollte ich mir nicht länger anhören und ich gab ihm eindeutige Signale meiner Bereitwilligkeit, die doch so gar nicht zu meinem Äußeren passen wollten. Amüsiert nahm ich seine Verwirrung in mir auf, als ich meine Lippen langsam ableckte, ihn wie zufällig berührte, ihm immer näher kam. Merklich konnte man seine wachsende Erregung spüren.

Ich ging wieder von ihm fort, schritt in eine dunkle Nebengasse. Dies sollte mein heutiger Schauplatz werden. Erstaunt folgte er mir, so voller Erwartungen. Nun endlich hatte er begriffen, was ich ihm glauben lassen wollte, von mir zu bekommen. Wieder wurde er frech, umfing mich, küsste meinen einladenden Ausschnitt, der meine Brüste so voll zur Geltung brachte.

Auch ich genoß diese Berührungen, schloß meine Augen, fühlte. Und dann tastete er sich mit seinem Mund weiter nach oben, bis zu meinem Hals. Oh ja, wie ich diese Stelle liebte! Wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise, aber das sollte er bald zu spüren bekommen. Denn jetzt wagte er sich noch weiter hinauf, gleichzeitig begannen seine Hände meinen Busen zu massieren. Ich genoß diesen letzten Augenblick der Hingabe und freute mich doch auch über das, was gleich folgen würde.

In dem Moment, in dem er mir einen Kuss auf meine Lippen geben wollte, fasste ich seine Hände, zog sie nach hinten, so dass er sich nach hinten krümmen mußte, um diesen Griff ertragen zu können. Wie ich diesen erstaunten Blick doch liebte, wenn sie meine Kraft zu spüren bekamen! Denn aus diesem Griff war ein Entkommen unmöglich! Mit weit geöffneten Augen sah er mich an, verwirrt, versuchend, zu begreifen, was da gespielt wurde. Und ich gab ihm die Erklärung, nahm seinen linken Arm und vergrub darin meine Zähne, schmeckte von seinem köstlichen Blut.

Entsetzen machte sich auf seinem Gesicht breit, als er langsam begriff, was ich war! All diese Selbstsicherheit, die er noch in der Schenke um sich verbreitet hatte, war mit einem Mal fort. Statt dessen begann er nun zu winseln.

Wie ich das haßte! Nein, so kam man bei mir nicht weiter! Aber das, was ich suchte, kam auch selten genug vor. Wenn mir jemand Mut und Kampfgeist entgegenbrachte, dann ließ ich ihn manchmal leben, wenn er mir gefiel. Dann durfte er mit mir mitkommen, wurde in meine Gemächer eingelassen, in denen er mir fortan dienen durfte. Und die meisten dienten mir schon nach kurzer Zeit gerne, schenkte ich ihnen doch auch ungeahnte Höhen der Lust, wenn ich mich ihrer bediente, von ihrem Saft trank, nie genug, um ihnen ernsthaft zu schaden, doch immer so viel, dass sie fast darum bettelten, mir wieder etwas schenken zu dürfen. Denn in dem Augenblick, in dem ich trank, konnte ich die Geister verschmelzen lassen, ihnen ein wenig von meinen dunklen Leidenschaften schenken.

Aber diesen jammernde, winselnde Etwas, was ich nun vor mir hatte, verdiente es nicht, dieses Geschenk von mir zu erhalten. Jedenfalls nicht mehrmals. Er würde es einmal von mir erhalten und dann nie wieder. Unnachgiebig zog ich ihn nun zu mir heran. Er spürte, was ich vorhatte, geriet in Panik. Aber das hielt mich nicht ab. Ich fixierte mit meinem Blick die pulsierende Halsschlagader. Und schließlich versenkte ich meine Zähne in ihr. Wie immer, wurde mein Opfer ab diesem Moment schlagartig ruhig. Denn nun erlebte es diese einmaligen Gefühle. Und ich saugte und trank. Bis ich spürte, dass der Tod nicht mehr fern war. Ich ließ von ihm ab, sah zu, wie der letzte Lebenshauch mein Opfer verließ, welches ein seeliges Lächeln auf den Lippen hatte.

In diesem Augenblick liebte ich meine Opfer und wenn sie mich zuvor noch so sehr enttäuscht haben. Ich spüre, wie sich ihr Leben in Form ihres Blutes in mir ausbreitet, ein Teil von mir wird.

Zufrieden lächelnd kehre ich wieder in die Wirklichkeit zurück. Ich lasse ihn einfach liegen. in dieser Zeit kümmert sich eh niemand um einen Toten, der in den nächtlichen Strassen umgekommen ist. Eine sehr praktische Zeit für Kreaturen wie wir es sind.

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Nutzer: freiflug1
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geschrieben am: 31.07.2003    um 21:08 Uhr   
Ich wende mich ab und will die dunkle Gasse wieder verlassen. Als ich plötzlich erstaunt bemerke, dass ich beobachtet werde. Am Eingang der Gasse lehnt lässig ein Mann. Und er lächelt mich an, spöttisch, so wie ich es eigentlich gerne tue. Und das merkwürdigste an ihm ist, dass ich nichts von ihm empfange!

Und da wird es mir klar: er ist genau so eine Kreatur wie ich! Und da ich ihn nicht mal gespürt habe, muss er eine sehr mächtige Kreatur sein! Wie lange ist es schon her, dass ich einen der unsrigen getroffen habe! Und die waren dann meist nur niedrige Geschöpfe. Noch nie hatte ich einen gesehen, der meiner ebenbürtig oder gar überlegen war. Lediglich mein Schöpfer hatte diese Qualitäten besessen.

Einen Moment lang zögerte ich. Aber dann trat ich auf ihn zu, seinen Blick erwidernd. Er verzog keine Miene, blickte mich noch immer mit diesem spöttischen Lächeln an. Ich war ziemlich verwirrt, da ich nicht in seine Gedanken dringen konnte. Es war, als fehlte mir ein Sinn. Und doch war ich mir ziemlich sicher, dass er die meinen sehr wohl lesen konnte.

Ich fühlte mich von ihm gleichermaßen angezogen und erschreckt. Ich stand nun direkt vor ihm. Und da nahm er mich einfach, packte mich, trug mich. Und ich konnte nichts gegen ihn ausrichten, wandte all meine Kraft auf, die aber wirkungslos an ihm verpuffte. Nach einer Weile gab ich meinen Widerstand auf, der ja auch so sinnlos war. Er trug mich auf die Strasse, in der nicht weit entfernt eine Kutsche stand. Als wir eingestiegen waren, preschte diese los.

Während der ganzen Fahrt hielt er mich umfangen. Und ich spürte, wie ich langsam dieses Gefühl genoß, das mir so völlig fremd war, denn bisher hatte ich noch niemanden gefunden, der mir überlegen gewesen wäre. Bis zu diesem Zeitpunkt war mich auch nicht klar gewesen, dass ich mich danach gesehnt hatte! Und doch wollte ich mir dies noch nicht eingestehen, kämpfte noch mit mir.

Die Kutschfahrt hatte sein Ende genommen. Wieder nahm er mich auf seine Arme und trug mich in seine Gemächer. Erstaunt sah ich mich um, hatte doch alles, was ich sah, so viel Ähnlichkeit mit dem, womit ich mich umgab. Hunderte Erinnerungen aus den vergangenen Jahrhunderten waren in einem geschmackvollen Ambiente angesammelt.

Uns eilten, sobald wir eintraten auch sogleich helfende Hände entgegen, weibliche und männliche, von denen ich sofort sah, dass er genauso mit ihnen verfuhr, wie ich mit den meinen. Einen Augenblick lang war ich derart erstaunt, dass ich gar nicht mehr darüber nachdachte, welche Rolle ich denn nun spielen sollte.

Dies wurde mir erst wieder bewusst, als ich in den Keller getragen wurde, der sich als ein stattliches Verlies entpuppte. Nun wurde mein Kampfkraft wieder wach, denn ich ahnte, was mir blühen würde. Wie wild schlug und schrie ich um mich. Aber ich hatte keine Chance. Völlig unbeeindruckt fixierte er mich mit dem Gesicht zu Wand an schweren Eisenketten. Und die mussten auch schwer sein, wollten sie meiner Kraft widerstehen! Wie wild zog ich an ihnen, bäumte mich auf. Aber da war nichts zu machen, sie hielten. Er musste genau gewusst haben, wie stark sie sein müssen, um mich darin zu halten.

Und dann war da dieser Schmerz! Noch nie hatte ich das gespürt! Mit kräftigen Schlägen bekam ich nun eine lange Peitsche zu spüren! In diesem Moment verfluchte ich das Wesen meines Seins, denn ich wäre gerne in diesem Schmerz versunken und hätte mich in eine sanfte Ohnmacht fallen lassen, wie es die Menschen in solchen Situationen manchmal konnten. Aber ich musste es voll miterleben. Und er schlug mich hart, so dass schon bald meine Haut aufsprang und mein vampirisches Blut zum Vorschein kam. Von der Ferse bis zum Nacken behandelte er mich auf diese Weise, so daß ein menschliches Opfer dies wohl schon längst nicht mehr ausgehalten hätte. Und als er endlich fertig war, ich nur noch auf einer Wolke des Schmerzes schwebte, die ich noch nie zuvor erlebt hatte, da kam er mir näher. Bei seiner ersten Berührung zuckte ich zusammen. Und dann begann er meine Wunden zu lecken, mein Blut in sich aufzusaugen, dass ihn noch stärker machen konnte, als er ohnehin schon war. Er leckte mich ebenso von unten bis oben ab, wie er mich zuvor mit der Peitsche behandelt hatte.

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Nutzer: freiflug1
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geschrieben am: 31.07.2003    um 21:08 Uhr   
Und ich befand mich in einem Chaos meiner Empfindungen. Ich haßte ihn! Und doch fühlte ich mich von seiner Macht so stark angezogen! Er hatte mir so viele Schmerzen gegeben und nun verwöhnte er mich mit seiner Zunge und stahl mir dabei doch auch etwas von meinem kostbaren Blut.

Als er fertig war, entfernte er sich von mir, ließ mich alleine zurück. Ich hing in meinen Ketten, verwirrt, verletzt, erregt, verzweifelt. Und so ließ er mich die ganze restliche Nacht, bis ich bei eintretender Dämmerung in den tiefen Vampirschlaf fiel, sicher von dem dunklen Verlies umhüllt.

In der nächsten Nächten wiederholte sich das Spiel wieder von vorne. Die Wunden, die jedesmal wieder über Nacht geheilt waren, wurden mir immer wieder erneut zugefügt und jede Nacht leckte er mir wieder die Wunden sauber.

Ich fühlte, wie ich schwächer wurde, denn ich bekam in all diesen Nächten auch keine Tropfen Blut zu trinken. Und in dem gleichen Maße, in dem auch mein Körper schwach wurde, begann sich auch mein Geist zu beugen. Ich merkte, wie ich meinen Geist dem seinen unterordnete. Noch verwirrender war für mich die Erkenntnis, dass ich sein Kommen geradezu herbeisehnte, sobald ich bei Sonnenuntergang erwachte, obwohl mir jedesmal erneut diese unsäglichen Schmerzen hinzugefügt wurden.

Und als er mir dann wieder eines Tages meine Wunden saubergeleckt hatte, ich spürte, wie kaum noch ein Tropfen Blut in mir war, ich am liebsten sterben wollte und doch nicht konnte, da ich nun mal unsterblich war, da erlöste er mich von meinen Fesseln. Alle Kraft hatte ich eingebüßt und ich konnte mich nicht mehr aus eigener Kraft auf den Beinen halten. Sicher wurde ich von ihm aufgefangen und er bedeckte mich am ganzen Körper mit sanften Küssen. Trotz meines Zustandes erwachte in mir die Leidenschaft und ich küsste ebenso jede Stelle seines Körpers, die ich erreichen konnte.

Eines führte zum anderem. Voller Leidenschaft begannen wir uns zu lieben. Und in dem Moment, in dem wir den Gipfel der Lust erreichten, fand ich seinen Hals und vergrub meine Zähne in ihn. Und ich trank und trank, wußte in diesem Moment, wer er war, erfuhr seine Geschichte und fühlte seine Liebe! Seine Liebe für mich, die er schon lange beobachtet hatte, ohne dass ich es gemerkt hatte. Er hatte mich unter vielen ausgewählt und zu seiner Gefährtin auserkoren. Und während ich trank, spürte ich auch, wie meine Kräfte wieder in mich zurückflossen und mehr noch, sich sogar noch vergrößerten.

Bis er mich mit einem Ruck wegstieß. Mein Taumel endete abrupt, aber ich wurde sogleich wieder von seinen Augen gefangen. Und da wurde es mir mit einem Schlag klar! Auch ich liebte ihn!

Da vernahm ich zum ersten mal seine Stimme: „Für immer die meine?“ Es gab nur eine Antwort: „Für immer die deine!“.

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Nutzer: Danya_vanDawn
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geschrieben am: 31.07.2003    um 21:11 Uhr   
Allein

Du bist fort...
Nicht für immer...
Nur heute...
Ich fühle mich leer...
Einsam...
Allein...

Wie machst du das nur...?
Mich so zu besitzen...
Dass ich nur halb bin...
Und nur ganz...
Wenn du wieder da bist...

Ich bin ein Teil von dir...
Gehöre dir ganz...
Vertraue mich dir an...
Lasse mich bei dir fallen...

Du umfängst mich...
Hältst mich...
Quälst mich...
Benutzt mich...
Schenkst mir Lust...
Liebst mich...

Und ich liebe dich...
Mit meinem Körper...
Meinem Geist...
Meiner Seele...

Komm zurück...
Und...
Ich werde vor dir knien...
Nicht weil du es so wünscht...
Nein...
Weil ich es so will...
Denn ich bin dein...
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"Autor"  
Nutzer: süße-sub
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geschrieben am: 01.08.2003    um 02:06 Uhr   

danya und Silberrose, das sind schöne Gedichte!

Freiflug, eine kombinierte Vampir-SM-Story - ist ja interessant! gg Sowas hab ich auch noch nie gelesen ...

Gruß von
subbi



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"Autor"  
Nutzer: Bigmoon
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geschrieben am: 01.08.2003    um 02:40 Uhr   

man o man der Bursche hat ja ganz schön gekleckert beim speisen /
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"Autor"  
Nutzer: devotelfchen
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geschrieben am: 31.08.2003    um 21:41 Uhr   
schiebtz
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"Autor"  
Nutzer: Mindiyana
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geschrieben am: 01.09.2003    um 18:47 Uhr   

Nadelung

Ich will dein Nadelkissen sein
Verzehr mich voller Leidenschaft
Nach deiner Hand, die ach so sanft
Durchlöchert meine zarte Haut

Es hat gepiekt, es hat gebrannt
Und meine Blicke unverwandt
Durchbohrten zärtlich dein Gesicht
Doch wolltest du das nicht!

Verhüllst mein Aug' mit schwarzem Tuch
Ich rieche dich, mein Ohr dich sucht
Doch Stille quält mich, bin allein
In meiner endlos süßen Pein

Ein Streicheln deiner warmen Hand
Ich fühle es, hab dich erkannt
Du tust nur, was du machen musst
Und steigerst grenzenlos die Lust

Erbebend liege ich vor dir
Du gibst die nächste Nadel mir
Sie foltert mich, ich stöhne laut
Wie gern hätt' ich dich angeschaut!

Sekunden bleiben stehn und ich
Begehr' mit jeder Faser dich
Und als ich endlich schreien will
Hältst du mit wildem Kuss mich still ...

© Mindiyana

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"Autor"  
Nutzer: Bigmoon
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geschrieben am: 01.09.2003    um 19:00 Uhr   

wow das ist dir wieder gelungen

gruß Big
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"Autor"  
Nutzer: Mindiyana
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geschrieben am: 01.09.2003    um 19:02 Uhr   
Dankeschön, Big!
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"Autor"  
Nutzer: Mindiyana
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geschrieben am: 09.10.2003    um 03:55 Uhr   



Spannung

Ausgeliefert, prickelnde Erwartung
Konzentration, die in Verlangen schwappt
Warten, Geduld, ängstliche Spannung
Sekunden, Minuten - die Zeit steht still

Ein Kuss auf die zarten Honiglippen
Dann ein Schlag; ein Zucken, Erbeben
Köstliches Zittern, Schweiß auf der Stirn
Warm und kundig und fest - das bist DU

Und wieder ein Schlag, der mich rasend macht
Darf ich denn stöhnen, schreien, mich winden?
Blut kommt in Wallung und Hitze im Bauch
Ausharren gegen die Fesseln gestemmt

Hilflos genießen, verurteilt zu fliegen
Energisch, sicher, gezielt deine Hand
Sie fordert, lockt und quält mich zugleich
Dein Blick duldet keinerlei Widerspruch

Ich darf dir nicht in die Augen sehen
Mein Körper ein Spielball, Werkzeug der Lust
Unbändig gebändigt, beherrscht, kontrolliert
Durch dich - deine Kraft und Macht über mich

Ich lasse mich gehen, lasse mich fallen
Und stürze ins Bodenlose, so tief
Und dort - dort fängst du mich sicher auf
Trägst mich hinauf zum Gipfel der Welt ...

© Mindiyana

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"Autor"  
Nutzer: aktuell
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geschrieben am: 09.10.2003    um 08:38 Uhr   
von meiner süßen verfasst würde es mir noch besser gefallen
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"Autor"  
Nutzer: Mindiyana
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Anzahl Nachrichten: 175

geschrieben am: 09.10.2003    um 15:15 Uhr   
Das ist klar, aktuell!
Frag sie doch; vielleicht schreibt sie dir ja mal sowas. )
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"Autor"  
Nutzer: Sugar_Baby_Love
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geschrieben am: 10.10.2003    um 01:02 Uhr   
schiebtz, weil diesen Thread einfach wundervoll findet

Sugar
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"Autor"  
Nutzer: süße-sub
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geschrieben am: 10.10.2003    um 04:14 Uhr   
lächelt zu Sugar Baby Love




Spuren

Spuren von Tränen auf Deiner Haut
Du sagst, sie gehören wohl manchmal dazu,
doch mag dies auch noch so sehr stimmen,
so stimme ich dem nur höchst ungern zu

Spuren von Schweiß auf Deiner Haut,
DU wolltest Dich eigentlich gar nicht "so" kleiden,
doch um meinen Wunsch erfüllen zu können,
bist Du bereit, auch ein wenig zu leiden

Spuren der Peitsche auf Deiner Haut,
die ich Dir zur Strafe gezeichnet habe,
sie zu empfangen war niemals Dein Wunsch,
sie zuzulassen ist jedoch Deine Gabe.

Spuren der Fesseln auf Deiner Haut,
kaum noch zu sehen, doch betracht` sie als Zierde
in unserer Vereinigung entstanden
am Ziel und am Höhepunkt unserer Begierde.

Spuren der Zeit auf Deiner Haut,
ich werde sie niemals als Makel sehŽn,
beweisen sie doch, was mich glücklich macht,
dass wir "ewig" gemeinsam durchs Leben gehŽn.

Spuren Deines Ichs in meiner Seele,
unauslöschlich und tief darin eingegraben,
Deine Wärme, Deine Liebe, Dein gesamtes Wesen,
will ich für alle Zeit in mir tragen.

Mr. G.


Geändert am 10.10.2003 um 04:15 Uhr von süße-sub
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"Autor"  
Nutzer: _Soul_
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geschrieben am: 03.11.2003    um 21:35 Uhr   
schade das nichts neues mehr kommt und der thread hier in vergessenheit geraten ist... ich hab sowas leider nicht und mit selbst schreiben funkts auch nicht... also... ich hoffe der eintrag erinnert ein paar leute an das bereits hier egschriebene...

Gruß
Soul
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"Autor"  
Nutzer: Silberrose
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Anzahl Nachrichten: 86

geschrieben am: 15.05.2004    um 12:35 Uhr   
das ganze wieder leicht hochhebt

süße sub gibts dich noch??
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"Autor"  
Nutzer: süße-sub
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geschrieben am: 02.07.2004    um 04:05 Uhr   
Hallo Silberrose, hallo ihr Lieben!

Jaaa, eigentlich gibt's mich gar nicht mehr g, aber heute habe ich mal wieder reingeschaut. Und da euch der Thread so gefallen hat, lasse ich euch auch was hier.





Die Entscheidung

von Lustrousblack


Teil 1

Warum sind die Dinge wie sie sind?"
"Ich weiß es nicht"
"Warum bin ich bei dir?"
"Weil du dich dafür entschieden hast."
"Ich liebe dich nicht!"
"Ich weiß!"
"... und ich werde dich verlassen!"
"Ja, schon morgen."
"Und trotzdem hältst du mich in deinen Armen. Warum tust du das?"
"Weil ich mich dafür entschieden habe!"

Sie liegt vor ihm. Sie ist still. Ihr Schweigen ist gleichsam ein Pakt, ein Einvernehmen ... Ihre Arme sind an die Bettpfosten gefesselt. An ihren Fußgelenken umschließen sie Ledermanschetten. Eine Spreizstange, die zusätzlich an den Fußenden fixiert ist lässt ihr wenig Bewegungsspielraum. Sie ist offen! Offen für ihn!
Sie sieht ihn an, ihr Mund halb geöffnet, die Augen weit aufgerissen. Sie hat ein wenig Angst - weniger vor dem, was er tut, als vielmehr vor sich selbst: Vor ihrer eigenen Empfindung; vor dem Ozean an Gefühl, der ihren Körper zu überschwemmen droht. Sie versucht sich zu konzentrieren - auf ihn und auch auf ihren eigenen Körper. Sie möchte ihre Muskeln spüren, jeden einzelnen und sie merkt, dass ihr das immer schwerer fällt. Ihr Körper droht ihr zu entgleiten, droht zu einer geronnen Masse aus Gefühl zu werden. Gestaltbar, veränderbar - in seinen Händen! Ist das eine Drohung oder ein Versprechen ... Sie schließt ihre Augen ...

Er kniet neben ihr. Er streift über ihren Körper - nur mit seinen Augen. Er vermeidet es sie anzufassen. Er beobachtet sie, genießt ihre Bewegungen, sieht wie sich ihr Brustkorb in langsamen, tiefen Atemzügen hebt und wieder senkt. Er sieht das leicht nervöse Zucken ihrer Lippen. Beobachtet, wie ab und an ihre Zunge ein wenig hervorschnellt. Sie vibriert mit ihren Kniekehlen, soweit die Fesselung das zulässt. Er ist bei ihr, ganz nah und doch unerreichbar für sie. Er steht auf, geht zum Schrank und holt einen schwarzen Seidenschal. Er verbindet ihr die Augen und jetzt ... kann sie ihn nicht mal mehr sehen. Aber sie spürt das sanfte Auf und Ab der Matratze, jedes Mal, wenn er sich bewegt.

Manchmal schwimmt sie in einem Meer der Phantasien. Lässt sich treiben ... gleitet dahin, bis ein Strudel sie herunterreißt. Und sie kämpft - mit aller Kraft; doch es ist vergeblich. Und alles, was sie will ist sich spüren, Widerstand - Körper! Doch da sind nur ihre Phantasien und irgendwann gibt sie auf. Wie Treibholz fühlt sie sich angespült an einem fremden Strand und sie wartet darauf ... gefunden zu werden...

Er hat sie gefunden. Zu einer Zeit, als sie schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte.
Anfangs hat er sie einfach nur angesehen, ihr lange in die Augen geschaut. Ohne Kalkül. Er hat immer gesagt, dass er nicht auf der Suche sei. Doch in diesem Moment hat er ganz sicher etwas in ihren Augen gesucht. Etwas, dass ihm die Einlösung all jener Wünsche versprach, die in ihm aufgestiegen waren, als er sie zum ersten Mal gesehen, als er ihr gegenüber gestanden und ihren wunderschönen Körper bewundert hat. Er hat es in ihren Augen gesucht und er hat es nicht gefunden. Aber dann hat sie ihn in ihre Arme genommen, hat ihn umschlungen - und die Antwort, die ihre Augen verweigert haben, hat ihm ihr Körper in diesem Augenblick entgegengeschrieen.

Es ist dunkel um sie herum und sie will endlich spüren. All ihre Sinne ersetzen das tastende Suchen ihrer Augen. Sie hört aufmerksam auf seinen Atem und dann spürt sie die Klammern an ihren Brustwarzen. Es tut nicht einmal weh - sie spürt so wenig. Sie ist beinahe traurig - doch sie weiß, dass sich das ändern wird. Sie spürt seine Hand, die ihr über den Bauch fährt und sie möchte einfach nur schreien "Fass mich an! Fass mich an! Herrgottnochmal ..." aber sie ist still und folgt mit ihren Gedanken den Bewegungen seiner Hand, um nur ja nichts zu verpassen.

Er löst die Fesseln an der Stange, greift zu und zieht sie nach oben. Unwillkürlich sind ihre Beine gezwungen dieser Bewegung zu folgen. Sie stöhnt leise, während er ihre Beine und einen Teil ihres Unterleibs nach oben schiebt. So weit, bis sich ihm beide Öffnungen darbieten. Er hält inne, genießt den Anblick Er ist versucht sie dort zu küssen. Stattdessen greift er aber nach dem Stahlplug, der neben ihm liegt. Er nimmt kein Gleitgel, sondern benutzt ihre natürliche Feuchtigkeit, weitet erst ein wenig mit dem Finger ihren Hintereingang, und lässt das schimmernde Objekt dann langsam verschwinden.

...
Geändert am 02.07.2004 um 05:49 Uhr von süße-sub
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geschrieben am: 02.07.2004    um 05:52 Uhr   
Teil 2

"Warum machst du mich so geil?"
"Weil ich deine Träume erfülle."
"Aber ich weiß nicht mal genau, was meine Träume sind. Am Ende gelangen wir an einen Punkt, den ich nie träumen konnte, weil ich ihn gar nicht gekannt habe ..."
"Ich begleite dich auf einer Reise ins Traumland, damit du frei sein kannst und an Orte gelangst die du noch gar nicht kennst."
"Und warum tust du das?"
"Weil es mich geil macht!"

Sie spürt das Gewicht in ihrem Hintern und das Gewicht seiner Hände auf ihrem Körper; den Druck seiner Finger, wenn er ihre Brustwarzen zwischen die Finger nimmt und langsam, genussvoll zwirbelt. Sie spürt das Bett, die Matratze, die vergeblich den Druck aufzufangen sucht. Sie spürt Stahl, Finger, Härte und dann - völlig überraschend - seine Zunge ...

Er löst ihre Fesseln, nimmt ihr die Spreiztange ab und stellt sich in die Mitte des Raumes. Sie liegt auf dem Bett, schwer atmend aber still. "Komm her!" sagt er bestimmt. "Knie dich hin, die Stirn, Hand und Ellbogen auf den Boden!" Sie reagiert nur noch, hat längst aufgehört zu denken. Sie weiß das alles richtig ist. Sie folgt ihm. Sie tut was er sagt. Sie trägt keine Fesseln mehr und ist dennoch gebunden: gebunden an sein Wort. Und gebunden an die süße Erwartung, die sein Wort verspricht. Sie hört seine Schritte, wagt aber nicht aufzusehen. Sie hört es Zischen und schluckt ihren Speichel herunter: "Den Arsch höher!" Sie ist sein Spielzeug - sie spielen ihr Spiel...

Er lässt die Gerte auf ihren Arsch klatschen. Sie zuckt und stöhnt leise. Er schlägt wieder zu und noch ein Mal. Weiter...! Intensiviert die Härte seiner Schläge von mal zu mal. Ihr Hintern wird rot. Sie trägt nun sein Zeichen. Er streichelt sie und spürt die Hitze ihrer Backen als Resultat seiner Zielstrebigkeit. Und er spürt Hitze in seinem Körper: spürt das Leben, das durch seine Adern zieht. Seine Gedanken sind bei ihm und doch ganz auf sie fixiert. Er spürt, wie sein Herz schlägt, wie es das Blut durch seine Adern pumpt. Und er spürt, wie es die Lust, die der Anblick dieser Frau in ihm auslöst, mit jeder Sekunde mehr und intensiver durch seinen Körper jagt. Er achtet auf jede ihrer Bewegungen, auf jeden Atemzug. Er ist ihr Spielzeug - sie spielen ihr Spiel ...

"Was ist Liebe?"
"Ich weiß es nicht, vielleicht ist Liebe nichts weiter als eine schwache Ahnung davon, das richtige zu tun"
"Und? Tun wir das richtige?"
"Ich habe keine Ahnung!"

Sie atmet schwer, schluckt, ihr Körper bebt, ist ganz von glänzenden Schweißperlen bedeckt. Es gibt keinen klaren Gedanken mehr. Es gibt keine Welt mehr, kein Gestern und kein Morgen. Es gibt keinen Raum mehr der sie umgibt. Sie spürt ihren Körper, sie spürt sich selbst. Sie spürt seine Berührungen. Sie fühlt sich, wie eine weiße Taube, die er in seinen Händen hält und dann ... lässt er sie fliegen!

Er packt ihre Haare, zerrt sie zum Bett. Drückt ihren Oberkörper auf die Matratze und stellt sich hinter sie. Er dringt in sie ein, obwohl er schon längst in ihr ist. Doch erst jetzt vollzieht sein Körper das, was sein Geist längst getan hat. Er nimmt sie ... stößt einfach zu. Er fickt ihre Möse, ihren Körper, nimmt sie auf.
Dann kommt er, stöhnt laut, krümmt sich über ihr, schlägt mit seiner Stirn auf ihre Schulter. Er möchte weinen aber es geht nicht. Nein! Das ist kein kleiner Tod, es ist eine Geburt, jedes Mal wieder aufs Neue. Jedes mal hat er das Gefühl, wiedergeboren zu werden. Er ist ihr nicht dankbar, dieses Gefühl kommt - vielleicht - später; denn dieser Moment gehört ihm ganz allein! Er hat sich entleert und fühlt sich dennoch angefüllt - von Kraft und Leidenschaft. Noch morgen wird er diese Nacht in seinen Muskeln spüren.

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geschrieben am: 02.07.2004    um 05:52 Uhr   
Teil 3

Wie viele Jahre hat er dieses Spiel gespielt in der Hoffnung vor sich selbst davonlaufen zu können? Und jetzt, wo er zum ersten Mal das Gefühl hat angekommen zu sein, weiß er dass sie ihn verlassen wird, dass sie es ist, die davonlaufen wird. Die Erkenntnis kommt plötzlich, doch sie erfüllt ihn nicht mit Bitterkeit. Er hat es von Anfang an gewusst! Und er hat sich darauf eingelassen ... Und dennoch: in diesem Moment, mit seiner Stirn auf ihrer Schulter und seinem noch harten Schwanz in ihrer Möse, spürt er das feuchte Rinnsal auf seiner Wange und ihm wird klar, ... dass er doch weinen kann.

Sie liegt in seinen Armen. Sie fühlt sich geborgen und sicher. Sie kuschelt sich an ihn, schmiegt sich an seinen Körper, wie ein kleines Kätzchen. Sie reibt ihren Kopf an seiner Brust und dann schläft sie ein.

Sie liegt in seinen Armen. Er hält sie umfangen. Er hat sie zurückgeholt. Sie ist jetzt bei ihm. In diesem Augenblick gehört sie ganz ihm. Er spürt ihren leisen Atem. Er taucht seine Nase in ihr Haar und atmet tief ein. Er will alle Sinne an ihr teilhaben lassen, bevor es zu spät ist. Er denkt an den kommenden Tag, vergräbt seine Nase in ihrem Nacken und dann schläft er ein.

"Ich werde jetzt gehen!"
"Ja - ich weiß"
"Wir haben uns dafür entschieden, damit diese Nacht nur uns gehört!"
"Ja - und die Nacht ist vorüber?"
"Und jetzt lässt du mich gehen - einfach so?"
"Ja!"
"Warum tust du das?"

Er antwortet nicht, wendet sich von ihr ab und geht zum Fenster. Eine Weile bleibt sie noch hinter ihm stehen. Für den Bruchteil einer Sekunde ballen sich ihre Fäuste - dann geht sie. Er steht am Fenster und sieht ihr nach, wie sie langsam die Strasse überquert. Er hält die Gardine in seiner linken Hand. Sie dreht sich nicht mehr um. Seine Gedanken sind bei ihr. Er kennt sie gut. Und langsam formt sich die Antwort, die er schon lange gekannt hat, die er aber einfach nicht fähig war ihr zu geben: "Weil ich dich liebe!"

Ende
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Nutzer: _Soul_
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geschrieben am: 02.07.2004    um 22:11 Uhr   
danke für einen weiteren beitrag :) ich dachte dieser thread wäre nun endgültig gestorben...

Gruß
Soul
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