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Nutzer: Innocent.Angel
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geschrieben am: 13.06.2003    um 19:57 Uhr   
(3. Teil)
"Wir sind eingeladen." beantwortet sie meine vorherige Frage, als ich sie ins Bad führe, und ihr sorgfältig den verschmierten Lippenstift wegwische. Ich stehe hinter ihr, und sehe sie im Spiegel an. Ich habe schon versucht sie selbst zu schminken.. irgendwann werde ich das können, aber bislang rief das nur Gelächter hervor. Ich stehe hinter ihr, als sie ihr Makeup wieder repariert. "Wohin?" "Eine Party." Sie blickt mich im Spiegel an. "Die Premiere ist morgen. Ich dachte dann gäbe es die Party." "Dann auch." Sie spitzt die Lippen und wirft mir einen Kuss im Spiegel zu. "Aha." Sie probiert einen Schmollmund im Spiegel. Es klappt vorzüglich. "Ich habe nichts anzuziehen für die Premiere." Ich sehe sie an. Es ist eine Einladung, und ein Hinweis. Morgen will sie von mir angezogen werden. Ich genieße es, meine eigene kleine Modenschau.. aber.. ich habe einen Einfall. "Nimm Dir morgen frei."
"Aber.." Sie ist offiziell eine Praktikantin. Aber sie bekommt es nicht bezahlt. Das halbe Jahr erlaubt ihr in die Firma hineinzuschauen, und Kontakte zu knüpfen. Es ist kein Problem wenn sie morgen nicht zur Arbeit erscheint, aber wie in allem will Angela auch hier glänzen. Ich gebe ihr "den" Blick. Wenn ich ihn vor dem Spiegel ausprobiere, finde ich dass es etwas lächerlich aussieht, aber für sie ist es ein Signal. Ihr Mund öffnet sich leicht, als ob sie etwas sagen wollte, ich schaue fasziniert hin. Sie nickt. "Und die Party heute Abend?" "Jemand hat Geburtstag, und es kommen einige wichtige Leute." Wichtige Leute. Die Betonung verrät es mir. Kontakte. In ihrem erwählten Beruf ist es wichtig die richtigen Leute zu kennen. Sie ist noch keine drei Wochen in Frankfurt, aber sie weiß bereits wer "wichtig" ist, und wer nicht.
"Wo?" "Im Pavillon am Palmengarten." Das sagt mir auch direkt warum sie sich so gekleidet hat. Purer Jugendstil, und eine sagenhafte Lokation, wenn man es sich denn leisten kann. Ich möchte wetten, sie hat jemanden gefragt. Sie achtet auf solche Details. Ich mustere ihr Gesicht. Perfekt. Auch ohne Kosmetik, aber sie hat etwas mit ihren Augen getan, was sie noch mysteriöser erscheinen lässt. Und der Mund ist wieder blutrot. Ich werfe wieder einen Blick in den Spiegel, diesmal auf mich. "Wann?" "Um neun." Ich muss noch duschen, diesmal alleine. Sonst wird das heute nichts. Sie sieht meinen Blick, und reibt ihren Hintern an mir. Mit dem zu erwartenden Effekt. Ich lächele, und schiebe sie sanft aus dem Bad.
"Andras?" Sie steht im Türrahmen, und schaut mich über ihre Schulter an. Der schwarze Rock, die weiße Bluse, die schwarzen Haare.. monochromatisch.. aber was für ein Effekt. "Ja?" "Kann ich die Stiefel anziehen? Die geschnürten?" Ich weiß welche sie meint und nicke. Wir haben uns auf sechs Zentimeter Absatzhöhe geeinigt. Mehr will ich nicht, auch wenn sie sagt dass es kein Problem für sie ist. "Du hast noch Brote in der Küche." Erinnere ich sie. "Für Dich." Sagt sie, und schließt leise die Türe.

Nach dem Duschen rasiere ich mich sorgfältig, und während ich mich kritisch im Spiegel mustere (wie üblich sehe ich nicht was ihr an mir so gefällt) überlege ich mir was ich anziehen soll. Bleibt nur eines. Der Spencer. Und ein Rüschenhemd. Zu extrem? Ich zucke die Schultern. Dort werden Theaterleute zu finden sein, und ich denke es passt zu ihrem Outfit. Es nieselt leicht als wir das Haus verlassen, und meine alte Dame glänzt im Licht des automatischen Scheinwerfers. Ich bin viel unterwegs, manchmal 2000 km in einer Woche, und bis Angela kam, sah der Innenraum auch danach aus. Jetzt ist meine alte Dame sauber, poliert und gesaugt. Nicht dass Angela einen Ton, oder auch nur einen Blick in dieser Richtung geäußert hätte.. Ich öffne ihr die Türe, bewundere wieder einmal wie elegant sie die Beine in dem engen Rock hineinschwingt, und steige ein. Als wir losfahren schiebt sie mit einem schlanken Finger die Kassette ein. Spanische Kirchenlieder aus dem Barock. Habe ich vorher nie gehört, aber so langsam finde ich gefallen daran. Die Kassette ist von ihr.
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Nutzer: Innocent.Angel
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geschrieben am: 13.06.2003    um 20:00 Uhr   
Sechs Zylinder röcheln kurz auf.. flüstern, und wir gleiten davon. Man sagt immer, Männer lieben ihr Auto fast so sehr wie ihre Frau... da ist was dran. Aber für Angela würde ich meine alte Dame sofort verschrotten... ich habe einen Gedanken. Ich habe Angela schon oft mit Tieren verglichen... ein verspieltes Rennpferd, oder eine schlanke satte Katze... wäre sie ein Auto, dann ein Jaguar XK 120, racinggrün... elegant, stilvoll.... ich werfe einen Blick zu ihr herüber. Sie hat sich zurückgelehnt, hat die Augen geschlossen, hört die Musik, ihre linke Hand liegt leicht auf meinem Oberschen-kel. Irgendwie lässt sie mich damit Anteil nehmen, mitspüren, wie sehr sie die Musik mitnimmt. Sie ist in sich gesunken, aber diese kleine Berührung führt mich zu ihr. Ich lächele. Was will ich mit einem Auto. Kein Auto der Welt bringt mich dorthin wohin mich Angela führen kann.

Die Party ist so richtig edel. Ich kenne von den vierzig Leuten vielleicht gerade mal vier, ohne Angela, aber das reicht um Smalltalk zu betreiben. Es gibt ein Büfett, das optisch so sorgfältig dargeboten ist, dass sich scheinbar erst mal keiner daran traut, und klassische Musik. Mozart. Aber ich kann mich irren. Ich lerne da noch. Ich beuge mich zu ihr herunter. "Mozart?" Sie nickt. "Don Giovanni. Zweiter Akt, erste Szene." Ihre Augen leuchten. "Ich habe mal die Zerlina gespielt...." Ich erinnere mich. Ich habe die Oper vor Jahren mal gesehen.. es ging um einen Lüstling, Vergewaltigung, Mord und Todschlag... und einen wohlverdienten (und ohne Reue) Abstieg in die Hölle. Wenn ich für das, was ich mit meiner Liebsten mache, auch dorthin käme, könnte ich auch nichts bereuen. Ich hätte sie gerne mal auf der Bühne gesehen, aber auch wenn sie sagt dass es nicht ihr Ziel ist, erlebe ich es vielleicht doch noch. Aber sie will nicht Schauspielerin werden... sie will inszenieren.

Natürlich werde ich wieder wie üblich für jemanden aus der Szene gehalten, und mit gerunzelter Stirn gefragt, wo man sich denn gesehen habe (nirgends, niemals) aber nach einiger Zeit hat sich das Büfett gelichtet, und ich habe eine angeregte Unterhaltung mit einer spanischen Schauspielerin, nicht dass ich Spanisch könnte, und sie mehr als zwei Brocken Englisch oder Deutsch. Ich sehe zu Angela hinüber. Sie hält Hof, eine Königin, umringt von ihrem Hofstaat. Die wichtigen Leute? Nein. Das hat sie vorhin schon gemacht. Ich erinnere mich wie sie mit drei älteren Männern sprach, ernsthaft, nachdenklich, den Kopf leicht zur Seite geneigt, eine Haltung die sagt dass man ihre totale Aufmerksamkeit hat. Das Gespräch muss zufriedenstellend verlaufen sein. Die drei älteren Männer, ich glaube der eine ist Intendant hier an der Oper, schauen immer wieder fasziniert zu ihr hin. Sie wirft den Kopf nach hinten und lacht, es sind so um die sieben Männer, eine weitere Frau, alle attraktiv, charmant, galant und in Baggermodus. Nicht so plump wie häufig, aber deutlich. Auf so einer Party baggert man nicht, man gräbt mit Stil.
Ich mustere die andere Frau. Vielleicht... Angela würde das gerne einmal ausprobieren... aber die Frau gefällt mir nicht... zu ... künstlich. Ich schaue mich um. Wer das Geburtstagskind ist, weiß ich immer noch nicht. Meine Gesprächspartnerin sagt etwas, und schaut zu mir hoch. Ich beuge mich zu ihr hinunter um besser zu verstehen was sie sagt... spanisch kommt mir nicht so schwer vor, ich kann "fast" verstehen was sie sagt, aber nur fast. Vielleicht sollte ich es lernen. Ich merke Angelas Blick, und schaue zu ihr hinüber. Sie blickt "desinteressiert" zu Seite, aber dann blickt sie wieder zu mir. Ihre Augen sind die einer Katze. Raubtier. Und ihr gefällt nicht was sie sieht. Einer der Männer, ich glaube es ist ein Schauspieler der so langsam erfolgreich wird.. (sonst wäre er nicht hier) berührt sie an der Schulter, sie hält meinen Blick noch einen Moment, dann dreht sie sich lasziv zu ihm, lächelt, hebt die Arme, legt sie ihm auf die Schultern. Sie tanzt langsam auf der Stelle. Ich sehe seinen Blick. Gefangen, wie ein Karnickel im Scheinwerferlicht. Ich kenne das Gefühl das er jetzt spürt.
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geschrieben am: 13.06.2003    um 20:02 Uhr   
Ich entschuldige mich bei meiner Gesprächspartnerin, die mit hochgezogenen Augenbrauen meinen Blick verfolgt, und schlendere zu Angela hinüber, mitten in den Kreis ihrer Anbeter, wo ihr gerade jemand einen spannenden Schwank aus seinem Leben erzählt.. oder was auch immer. Ich höre nicht zu. Ich greife ihr ins Haar, ziehe sie an mich, ihre Hände gleiten von seiner Schulter, drehe sie zu mir, lege ihr meine linke Hand um die Taille küsse sie, während ich sie mit aller Kraft an mich drücke, sie nach hinten beuge, so dass ihr Busen sich scheinbar aus dem Korsett hebt, sie fallen würde, wäre da nicht meine Hand, so dass sie mich merkt, unzweifelhaft merkt, und solange, bis mir selbst beinahe schwindlig wird. Ich habe irgendwann die Augen geschlossen, und in diesem Universum existieren nur wir zwei, alles andere ist fern, entrückt. Als ich sie loslasse wankt sie leicht, und ihre Augen sind bodenlose Seen. Ich fühle mich ebenfalls kraftlos, aber das werde ich ihr nicht zeigen. Ich beuge mich zu ihrem Ohr. "20 Minuten." Beiße leicht in ihr Ohrläppchen, nicke den anderen Herrn der Schöpfung freundlich zu, die Blonde beißt sich gerade auf die Lippen, kehre zu meiner Gesprächspartnerin zurück, die mit großen Augen von mir zu Angela und zurück blickt. Ich lege eine verbogene Haarspange auf den Tisch, und blicke zurück. Angela steht inmitten ihrer Verehrer, die irgendwie aus dem Konzept gebracht wurden (keine Ahnung warum ), schaut zu mir, und ihr Mund ist immer noch leicht geöffnet.... und der Lippenstift ist schon wieder verschmiert. Sie lächelt leicht, eine Katze, die das Sahnetöpfchen geleert hat...
Meine Gesprächspartnerin wird intensiver. Der leichte Flirt wird massiv. Wie funktioniert das? Eine Frau sieht, dass man eine attraktive Partnerin hat, und plötzlich wird man selbst attraktiver? Ich sehe jemand den ich flüchtig kenne, begrüße ihn wie meinen besten Freund, streife die Senorita an ihm ab, und verlasse durch eine der französischen Türen das Gebäude. Es ist schon spät, und nur noch wenige Autos fahren den Ring entlang. Es nieselt immer noch, und es ist deutlich kühler geworden. Ich zünde mir eine Zigarette an, denke an nichts, und warte. Es nieselt, diese Art von Nieselregen der ganz leicht zu Schnee werden kann. Die Luft riecht ungewohnt für Frankfurt, aber links neben mir liegt der Palmengarten, ein Teil der grünen Lunge Frankfurts... aber es ist der Nieselregen der die Luft so sauber wäscht. Und die Geräusche dämpft, so dass alles fern zu sein scheint. Ich frage mich was ich richtig gemacht habe, um jetzt so glücklich zu sein.

Sie hat keine Uhr, trotzdem weiß ich dass es exakt 20 Minuten später ist. Sie taucht neben mir auf, wie ein Schatten, und ich ergreife ihre Hand. Führe sie an dem Gitterzaun des Palmengartens entlang, bis wir zu einer Buschgruppe kommen. Ich sehe sie an, streiche über ihre samtene Wange, und lege ihr meinen Finger in den Mund. Während sie an ihm lutscht, schauen wir uns nur an. Sie wirkt so ruhig... so sicher... Ich lege ihr eine Hand auf den Kopf, und drücke sie langsam nach unten. Der Boden ist feucht, und sie will ihren Rock nicht ruinieren, deshalb geht sie in die Hocke. Ich drücke ihr Gesicht gegen die Stelle wo ich schon auf sie warte, und mit langsamen, fast zeitlupenartigen Bewegungen befreit sie mich, und dann fühle ich ihren Mund.. Es ist kalt. Sie ist noch dünner angezogen als ich, und ein feuchtkalter Wind weht ab und zu vorbei, der Kontrast zu ihrer Wärme und der Kälte ist genial. Ich blicke nach oben, über den Busch hinweg. Auf der anderen Straßenseite steht eine Straßenlaterne, der Nieselregen verwandelt ihr Licht in ein Halogen. Es ist still, der Nieselregen schluckt die Geräusche... die kühle Feuchtigkeit gegen mein Gesicht, die feuchte Wärme ihres Mundes.. Ich spüre ihre Zunge, mit meinen Händen die Bewegungen ihres Kopfes, Angela geht vor, bleibt hängen, stößt an, ich drücke sanft, sie schluckt, geht weiter... verharrt so... ich habe das Gefühl sie zieht mir das Rückgrat heraus... ich hätte es gerne länger genossen aber....
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geschrieben am: 13.06.2003    um 20:04 Uhr   
(Ende vom Teil 2)
"Angela....." Sie hockt vor mir, still, bis auf ihre Zunge die mit mir spielt, wartet, ein erotisches Stilleben. Einen Moment verharren wir so, einen Moment der ewig dauern sollte, es aber nie tut, dann greife ich in ihr Haar, ziehe leicht. Langsam, sorgfältig, lässt sie mich frei. Sie steht auf, geschickte Finger ordnen meine Kleidung. Sie schaut mich erwartungsvoll an. Ich küsse sie.. schmecke sie und mich.. und sie schluckt gegen meine Lippen. Meine Knie zittern, am liebsten würde ich mit ihr zu Boden sinken... Sie lehnt sich an mich. Es ist Nacht, es nieselt, friedlich. Ich halte sie einfach nur, denke an nichts, fühle nur sie, kein Platz für irgendetwas anderes, spüre wie sich ihr Brustkorb hebt und senkt, rieche ihr Parfüm, ich habe immer noch nicht gefragt wie es heißt. Ich streiche über ihr Haar, und sie presst sich wortlos fester gegen mich, als ob sie in mich hineinkriechen wolle. Vom Pavillon höre ich Musik und Stimmen. Sie reibt ihr Gesicht gegen meine Brust wie eine Katze. Gibt ein leises Geräusch von sich. Es ist eines "ihrer" Geräusche, friedlich, liebevoll, und doch fordernd. Ich halte ihre Handgelenke mit einer Hand hinter ihrem Rücken zusammen. Sie hat ihr Gesicht an meine Brust gelehnt, und schaut mich von unten herauf an.

Als ich ihre ausgestreckten Arme langsam hinter ihrem Rücken anhebe, atmet sie einmal tief durch, dann ist sie still. Die Haare geben den Blick auf die Bissspuren von vorhin frei, im schwachen Licht der fernen Laterne ein dunkles Mal gegen ihre weiße Haut, die im Dunklen wie fleischgewordenes Mondlicht schimmert. Ihr Gesicht hat eine Ruhe, eine tiefe innere Schönheit die mir, nicht zum ersten Male, durch Mark und Bein geht. Als ich ihre Arme höher und höher ziehe, und sie immer mehr gegen mich gepresst wird, verändert sich nur ihr Atem, ihr Gesicht bleibt ruhig, die Augen in meinen, in ihren versunken. Ihre Haltung ist immer noch gerade, obwohl die Versuchung sich vornüber zu beugen, stark sein muss. Mein Arm zittert vor Anstrengung, Angela steht schon längst auf den Zehenspitzen. Meine Hand schnellt vor, zwischen uns , zu ihrem Nabel, hinter den Bund ihres Rockes, fährt über ihren flachen Bauch nach unten, findet sie... und hält sie in der hohlen Hand. Ihr Becken kreist langsam, fordernd. Drückt sich gegen mich, sanft aber machtvoll. Ich schaue sie an, beuge mich zu ihr hinunter. Ich schiebe meinen Oberschenkel zwischen ihre Beine, so dass sie jetzt auf meiner Hand und meinem Bein reitet. Hitze. So kann ich ihre Lippen nicht erreichen, und ich will die Position nicht aufgeben. Also küsse ich sie auf ihr Haar, auf die Stirn, während ich es beinahe schaffe sie anzuheben... meine andere Hand sucht und findet sie... ich fordere sie mit dem Zeigefinger, dem Fingernagel, die Handfläche fest gegen sie gedrückt, feuchte Hitze, ihre Bauchmuskeln arbeiten unter der Haut, kleine Zuckungen...ich suche die exakte Stelle...... Sie zieht die Luft scharf ein.. zittert am ganzen Körper, auch dort... ihre Augen werden bodenlos, als sie etwas sieht was ich nicht sehen kann. Sie beißt sich auf die Unterlippe, dann öffnen sich ihre Lippen, weiten sich immer mehr.

"Noch nicht, mein Schatz..." flüstere ich. Ihr Mund ist offen, ihre Augen sind Meere die mich aufsaugen. Ihr Körper ist gespannt wie eine Violinenseite. Meine linke Schulter ist flüssiges Metall, aber ich halte sie.. nur noch einen Moment, nur noch diese Sekunde.. ich sehe es an ihren Augen, ihre Augenlider flattern, sie zieht die Luft durch die Zähne... Ich flüstere ... "Jetzt."
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Nutzer: Innocent.Angel
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geschrieben am: 13.06.2003    um 20:10 Uhr   
Der Teil hat jetz nich wirklich was mit sm zu tun... *mal so feststellt* aber die Geschichte geht da nun mal weiter *gg* und einen Teil ham wa noch... den ich ja auch ziemlich interessant finde.. *g* aber den tu ich mal n bissl spädda rein... *fieslich grinsen tut*

Die Unschuldige
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geschrieben am: 13.06.2003    um 23:51 Uhr   
(zitat)*fieslich grinsen tut*
(/zitat)
Na, dann quäl mich mal und lass mich warten! :-( ;-)

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Nutzer: Innocent.Angel
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geschrieben am: 14.06.2003    um 19:28 Uhr   
hehe... na ja... das Quälen müsste ich bald echt mal drauf haben, so viele Stories wie ich da in letzter Zeit gelsen habe... *pfeifs und unschuldig kuggs*... wenn du's nich mehr aushältst, kannst ja auch selber nachkuggen.. *g* aufer lustschmerz seidde bei stories :) und sonst.. ma kuggen.. wenn ich nachher Ziet hab, kopier ichs...

Liebe Grüßles...

Die Unschuld
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Nutzer: Innocent.Angel
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:25 Uhr   
Angela Teil 3.
Der Einkauf

Sie schläft. Sie liegt auf der Seite, das seidene Tuch über ihren Augen ist verrutscht, das schwarze weiche Seil und ihr Haar ein schöner Kontrast zu ihrer weißen Haut. Sie hat irgendwas gemurmelt, als

ich die Decke wegzog, doch sie schlief weiter. Nun liegt sie vor mir, in ihrer ganzen Pracht, und ich ertappe mich dabei, dass ich wie ein Idiot grinse. Seitdem sie in mein Leben gerauscht ist, so ganz nebenbei alle Grundfesten erschüttert hat, passiert mir das häufig.

Nur ihre Hände sind gefesselt, ein kurzes Stück Seil, das an einem Haken am Kopfende des Bettes festgemacht ist. Sie schläft mit ihren Händen in Kinn und Kopfhöhe, auch wenn sie nicht gefesselt ist, und das Seil erlaubt ihr dieses. In den letzten zwei Wochen habe ich die Seillänge solange variiert, bis sie es kaum mehr stramm zieht. Der Knoten um ihre Handgelenke ist wohl in keinem Seemannsbuch zu finden, auch er solange variiert, bis er sich nicht mehr zuzog, und nun fest und zugleich sanft ihre Hände bindet. Ein Glücksfall, dieses Seil. Ich beuge mich vor, und mustere ihre Handgelenke, keine Reibungsrötungen. Endlich. Ich kann mich noch erinnern, wie erschreckt ich war, als sie mich geweckt hat, und ihre Hände blau waren.

Wir haben uns heute beide frei genommen, und es ist recht spät für sie, aber ich habe sie auch nicht viel schlafen lassen, gestern Nacht. Sie hat ziemlich heftig geflirtet.. ich lächele. Nur auf einer Pobacke ist noch eine leichte Rötung zu sehen, und auf ihrem linken Busen. Ihre Nippel sind noch immer leicht geschwollen...
Ihr Mund ist leicht offen, das Weiß ihrer Zähne ist zu sehen. Sie schläft noch tief und fest, wacht auch nicht auf, als ich vorsichtig das seidene Band löse, damit ich ihr Gesicht sehen kann. Vorsichtig streife ich den Vorhang ihrer Haare zur Seite. Sie wirkt jung so, wie ein Kind, das Gesicht entspannt, ruhig, friedlich. Wenn sie aufwacht, wandelt sich ihr Gesicht, wird lebhaft, ausdruckvoll, geheimnisvoll, zeigt Dutzende anderer Gesichter, aber jetzt ist sie nur sie. Heute Nacht kam sie nicht dazu ihr Haar zu einem Zopf zu binden, wie sie es sonst tut, es breitet sich aus um sie, ein Halo aus Haar... es hat mich geweckt, ich habe es eingeamtet. Ich lächele.

Ich decke sie wieder zu, sie murmelt etwas und kuschelt sich tiefer in die Decke, und ich gehe runter, setze Kaffee auf, und gehe etwas spazieren. Rein Zufällig am Bäcker vorbei, und da ich nun mal schon da bin.... Croissants. Sie mag Croissants, warm mit frischer Butter. Cholesterin ist ungesund, sagt sie. Ich schau nach, sie schläft immer noch, also arbeite ich noch ein wenig. Als ich das nächste Mal nachsehe, räkelt sie sich auf dem Bett, zieht an dem Strick, ihre Augen immer noch verschlafen und verträumt als sie mich unter schweren Lidern ansieht. Sie lächelt. Der Tag hat begonnen. Erst jetzt, in diesem Moment, wo ihr Blick uns wieder verbindet. Ich stelle das Tablett auf dem Nachtisch ab, gebe ihr einen Kuss, hake das Seil aus, und sie fängt mich mit gefesselten Händen ein.. gibt so einen undefinierbaren Ton von sich, riecht nach warmer Frau. Beinahe werde ich schwach, aber ich habe heute etwas vor mit ihr. Ich befreie mich, es dauert länger als gedacht, und ich muss sie etwas kitzeln, um mich in Sicherheit zu bringen. Sie lacht. Ich kenne keinen Menschen, der soviel lacht wie sie.

Sie runzelt die Nase, nimmt Witterung auf wie ein Hund. "Hhhm... Crossiiieees!" Jetzt lache ich. Sie schafft das immer ganz leicht. Ich öffne den Knoten, wickele das Seil ab, setze mich auf die Bettkante, und trinke langsam meinen Kaffee, während sie die Croissants vernichtet, dick mit zerlaufender Butter bestrichen, und mir von ihrem Traum erzählt. Er ist, wie üblich, farbenprächtig, Cinemascope, und wirr... und ergibt doch einen Sinn. Ein weiteres Kleinod für mich. Ein kleiner Fischkutter mit bunt bemaltem Rumpf, einem Regenbogen, und eine Möwe. Sie ist sich nicht sicher, ob sie die Möwe ist, oder der Fischkutter, aber dann ist der Fischkutter auf Schienen und zieht etwas in die Stadt, sie weiß nicht was es ist, will sich nicht umdrehen, weil so schwer, aber es ist wichtig, und dann ist die Last weg, und sie fällt vor Überraschung hin, liegt in einem Tutu auf der Bühne. Schwanensee.. und sie hat keine Schuhe an. Wenn sie jetzt tanzt, wird sie sich die Füße blutig tanzen, aber sie steht auf, und fängt an zu tanzen, alle schauen Hin, volles Haus, kein Ton aus dem Publikum, alle warten sie ob sie noch einmal stürzt, aber dann bekommt sie Flügel, und kann ohne Schuhe fliegen. Sie lächelt, als sie das sagt, und leckt sich Butter und Krumen von den Fingern ab, ich sehe fasziniert zu. Eine Katze. Meine Katze.
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:27 Uhr   
Es ist ein kleines Ritual. Vielleicht kann ein Psychologe ihre Träume deuten, ich tue es nicht. Manchmal genieße ich ihre erotischen Träume, ein solcher hat mich auf die heutige Idee gebracht. Aber meistens höre ich ihr nur zu, weniger die Worte, als die Stimme, ihre Augen, ihre Hände wenn sie erzählt, ihre Gestiken, die Krümel im Bett verteilen. Sie trinkt ihren Kaffee aus, springt aus dem Bett, wickelt die Decke wie eine Toga um sich, hebt herrscherisch den Kopf, und hält mir huldvoll die Hand hin. Ich küsse sie, sie beschwert sich darüber, daß mein Bart kitzelt, lacht, und entgleitet ins Bad... Cleopatra. Natürlich lässt sie auf der Strecke die Decke herabgleiten... und gewährt mir einen Blick auf ihren Rücken und mehr, als sie mit einer koketten Drehung im Bad verschwindet.

Ich sammele die Decke wieder ein, rieche kurz an ihr, rieche sie, und werfe die Decke wieder auf das Bett. Ich ziehe mich um, heute besonders sorgfältig, das Blender Outfit, wie ich es nenne. Armani, schwarzes Seidenhemd, dunkle Krawatte, ein goldenes Kettchen um sie zu halten, den dunkelroten Ring, die Longine am Lederarm-band. Schwarze Schuhe zum Spiegeln. Natürlich italienisch. Muss sein! Ich lächele über mich, in Motorradstiefeln fühle ich mich genauso wohl. Ich habe noch kurzes Haar, und war vorgestern beim Friseur. Glattrasiert, nur der Oberlippenbart blieb. Ein Kompromiss. Am Kinn hat Angela gewonnen.
Ich sehe respektabel aus. Und grinse mein respektables Spiegelbild unverschämt an. Aus dem Schlafzimmerschrank hole ich noch meinen alten weißen Trenchcoat, und lege ihn über das Treppengeländer, bevor ich das Schlafzimmer abschließe. Ich bringe das Tablett in die Küche, sehe ihre Schuhe im Flur stehen. Beinahe vergessen. Ich bringe ihre Schuhe noch eben schnell ins Schlafzimmer, schließe hastig zu, und gehe wieder nach unten. Tue so als ob ich arbeite. Etwas später kommt sie die Treppe herunter, in ein Badetuch gehüllt, mit einem aufmerksamen Blick. Sieht, wie ich angezogen bin. Sie ahnt etwas.

"Das Schlafzimmer ist abgeschlossen." Ich drehe mich in meinem Sessel um, und mustere sie. Eigentlich wäre das Badetuch auch ausreichend aber... ich nicke. "Ich weiß." Sie wirft mir einen funkelnden Blick zu. "Was wolltest Du denn im Schlaf-zimmer?" frage ich unschuldig. "Mich anziehen!" Ich schaue überrascht. "Kannst Du doch gar nicht. Du hast doch nichts zum anziehen." "Klar habe ich..." ihre Stimme wir leiser, verstummt, und sie sieht mich an, auf diese spezielle Art. Sie weiß jetzt, daß etwas im Busch ist für sie. "Du hast gestern gesagt, daß Du nichts zum anziehen hast." Erinnere ich sie. "Ich habe noch einen alten Trenchcoat für Dich. Damit Du nicht nackt rumlaufen musst. Nett von mir, oder? Ist etwas zu groß, ist aber besser als das Handtuch, nicht wahr?" Sie nickt langsam.
"Ich habe gar nichts?"
Ich nicke. "Gar nichts. Deshalb müssen wir heute auch einkaufen gehen." Sie blinzelt. "Also deshalb sollte ich mir heute frei nehmen! Du bist ein Schuft!" Ich lehne mich zurück, verschränke die Arme, und lächele sie an. "Ja, ich weiß." Ich sehe ihr an, daß sie jetzt am liebsten mit dem Fuß aufstampfen würde, aber ohne Schuhe kommt es nicht so gut. Sie hat den gleichen Gedanken, und eilt die Treppe hinunter zum Flur. "Wo sind meine Schuhe?"
"Du hast keine." Sie schaut mich an, ihre Augen bohren sich in meine. Ich halte ihrem Blick stand, lächele weiter. Dies ist der erste Moment, der erste Punkt an dem sie überlegt ob sie sich ergibt, oder nicht. Dann nickt sie, und geht wieder hoch ins Bad. Als sie wieder herunter kommt, bin ich in der Küche, und trinke meine zweite Tasse Kaffee. Sie hat den Trenchcoat an, den Gürtel um ihre Taille geknotet, es sieht absurd aus, die breiten Schultern des Mantels und diese Wespentaille, aber unheimlich erotisch. Ihre Waden sind zu sehen. Ihre Zehen auch. Sie kann Spitze tanzen, aber dies hat sie etwas gekostet, man sieht es ihren Zehen an. Sagt sie. Ich bin da anderer Meinung, ich habe nur vorher nicht gewusst wie viel Schmerz und Mühe in die schwerelosen Bewegungen einer Tänzerin hineinfließen. Sie versteckt einen Fuß hinter dem anderen.
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:30 Uhr   
Sie nimmt die Tasse, die ich ihr reiche, und schaut aus dem Fenster, fährt mit dem Finger über die kühle Scheibe. "Es ist November." Sagt sie. Ich nicke. "Ein warmer Tag. 18 Grad oder so." sage ich beiläufig. Schließlich unterhalten wir uns über das Wetter. Sie dreht sich zu mir um, das Gesicht ohne Makeup, aber die Lippen trotzdem rot. "Du hast sogar den Wetterbericht gehört." Ich nicke erneut. Sie schaut aus dem Fenster. Der Himmel ist strahlend blau, aber irgendwie ist alles andere grauer. November halt. Sie nimmt einen Schluck, hält die Tasse mit beiden Händen. Als ob sie jetzt schon friert. "Und wo kaufen wir meine Kleider?"
"In der Stadt. Da gibt es genügend Kaufhäuser." Ich trete hinter sie, und greife um sie herum in den Mantel, umfasse ihre rechte Brust. Der Nippel ist steinhart, und bohrt sich mir in die Handfläche. Sie zittert leicht, und lehnt sich gegen mich. "Und da ich weiß, daß Du keinen so guten Geschmack hast wie ich, überlässt Du das Reden auch besser mir." Sage ich. Sie nickt langsam. "Wie lange?" Ich knabbere an ihrem Ohr. "Das weißt Du doch. Kuss bis Kuss." Ich gebe ihr einen Klaps auf den Hintern. "Trink aus, wir müssen heute viel einkaufen, damit wir heute Abend gut gekleidet in die Premiere gehen können!" Als sie das Treppenhaus betritt, die Treppe hinunter geht, zögert sie einen Moment, dann setzt sie ihre schlanken Füße entschlossen auf die Kacheln. Ich mache mir eine geistige Notiz darauf zu achten, daß nichts auf dem Boden liegt, wo sie hinein treten kann. Der Weg zum Wagen ist nicht weit, aber sie steht schon ungeduldig vor ihrer Türe, als ich ihr die Türe öffne. Als ich den Wagen anlasse, schaut sie schräg zu mir hinüber.
"Ich hätte Dir nie von dem Traum erzählen dürfen."
Ich fahre aus dem Hof. "Doch, Kätzchen, das war genau richtig."

Den Rest des Weges sagt sie nichts, ist in sich versunken. Ich weiß, daß es ihre Art ist, sich auf ihre Rolle vorzubreiten, Lampenfieber zu bekämpfen. Ich habe sie noch nie spielen sehen, vielleicht werde ich das auch nie, aber ich kenne es aus ihren Erzählungen. Wenn wir so etwas machen, schlüpft sie in eine andere Rolle. Sie ist sie selbst, aber eine andere Variante von ihr. Die Angela, die das tun kann, und wird, was ich von ihr fordere. Und sie schafft es, in ihrer Hingabe bockig zu sein.. ich lächele.... heute bin ich vorbereitet. Als ich den Wagen im Parkhaus parke, und ihr die Türe öffne, schaut sie auf den Boden. Er ist staubig, mit dem Gummiabrieb unzähliger Reifen. Schmutzig. Ich merke wie sie sich sperrt. "Ich kann Dich auch zum Aufzug tragen." Sage ich, im Plauderton. "Kostet Dich nur was." Sie schaut auf, und ich sehe ihre Augen. No way, sie gibt jetzt nicht mehr klein bei. Entschlossen steigt sie aus, setzt beide Füße auf den staubigen Boden, schaudert. Ich zögere einen Moment. Ich habe die Stiefel, die ich ihr zu Weihnachten schenken will, im Kofferraum. Vielleicht ...

"Noch etwas?" fragt sie. Ihr Unterton ist motzig, sie reibt ein Fuß gegen ihre Wade, hat die Arme verschränkt. Der Trenchcoat hat keine Knöpfe, nur den Gürtel, und von der Seite her klafft er auf, und man sieht ihren rechten Busen... wenn man richtig steht. Ich kenne ihren Ton, und vergesse die Stiefel.
"Nur noch eines." Ich greife sie, sie ist wie immer federleicht, und küsse sie. Sie sagt, diese Küsse sind wie verschlungen werden.. vielleicht hat sie da recht. Aber wer hier wen verspeist, ist meiner Meinung nach noch nicht geklärt. "Stolz. Und es ist ganz normal, daß wir so einkaufen für Dich. Ich begleite Dich nur, weil ich Dein Diener bin, da Du nicht sprechen kannst, muss ich es halt für Dich tun. Und wenn ich Dich irgendwo hinstelle, oder Dich bewege, halte die Position."
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:31 Uhr   
Sie nickt gegen meine Brust, ich halte sie noch einen Moment, dann gehen wir los. Der Wetterbericht hat gelogen. Es mag zwar warm sein, aber es geht Wind. Mein Kätzchen ist ganz brav. Sie geht normal, tippselt nicht, geht meine Geschwindigkeit, und tut so, als wäre sie gekleidet wie eine Herzogin. Aber sie friert. Ich verstehe nicht, daß ich imstande bin, ihr das anzutun aber.... ich genieße es, und bereuen tue ich es irgendwie auch nicht. Ich knie mich nieder, angeblich um den Schnürsenkel neu zu binden, berühre den Boden. Kühler als erwartet. Ich bin ein Schweinehund. Hat sie eine Ahnung wie viel sie mir gibt? Ursprünglich hatte ich vor, sie von Kaufhaus zu Kaufhaus zu bewegen, aber entscheide mich jetzt, alles in einem Haus zu besorgen. Sie läuft, Kopf erhoben, Augen aufmerksam, herausfordernd, soll nur einer wagen etwas zu sagen. Die meisten Leute bemerken es sowieso nicht. Seltsam, da läuft im November eine schöne Frau nur mit offenem Haar und einem Trenchcoat bekleidet durch Frankfurt, und kaum nimmt es jemand wahr. Aber hier und da tut es jemand, blickt sie an, wenn ein Windhauch an dem Trenchcoat zerrt, sieht vielleicht ihren Busen, mit Sicherheit ihre Beine, die Beine einer Tänzerin. Viele Frauen können nicht elegant laufen, oder sagen wir es mal anders, sie kann sogar barfuss elegant gehen. Es ist die Art wie sie die Fußsohlen aufsetzt. Ich nehme ihre Hand, und sie zerquet-scht mir beinahe die Finger. Einmal muss ich sie um eine zerbrochene Flasche herumführen. Wenn sie so ist, muss ich wirklich aufpassen. Sie wäre glatt imstande einfach hindurchzulaufen. Es ist meine Verantwortung was jetzt geschieht, und das lässt sie mich spüren. Das ist es, was ich mit bockig meine...

Ein anderes Detail, an das ich nicht dachte, ist das Gittergebläse am Eingang des Kaufhauses. Und natürlich geht sie einfach weiter, ich auch, bin jetzt auch stur, und keiner von uns unternimmt etwas, als die warme Luft meinen Trenchcoat nach oben wirbelt, und für einen Moment sie bis zur Hüfte freigibt. Eine Frau mit Kinderwagen, schön warm angezogen, schaut uns sprachlos hinterher, ihre Augen geweitet, der Mund zu einem Oh geformt. Der Wachmann bemerkt es auch, sieht sie, mich, meinen Blick, und schaut weg. Dann sind wir drinnen. Hier ist es wärmer, aber der Boden ist ebenfalls Stein, muss ihr aber jetzt wie Fußbodenheizung vorkommen. Ich schaue auf die Uhr.

Sieben Minuten bis hierher. Zwei junge Frauen haben es auch wahrgenommen, schauen sich gegenseitig verblüfft an, und werden beide gleichzeitig rot. Ich muss lächeln, hätte zu gerne gewusst, was sie denken. Und meine Katze bewegt sich wie eine Königin. Fast erwarte ich, daß sich alle vor ihr verbeugen. Ich führe sie zur Rolltreppe. Ich bin deutlich größer als sie, und mein Trenchcoat ist lang, aber nun bemerkt es fast jeder hinter uns, unter uns, daß sie barfuss ist. Aber ihre Hand liegt nun lockerer in meiner Hand. Wir gehen auf die Lingerie Abteilung zu, halten am Rand inne. Ich suche eine Verkäuferin, und entdecke eine, die mir gefällt. Eine lieb lächeln-de Blondine, selbst sehr chic gekleidet, und, wie ich an Angelas Blick erkenne, auch ihr Fall. Jung, vielleicht zwanzig, schöne schlanke Figur, knielanges Kostüm, schöne Waden und Knöchel. Sie bedient eben gerade geduldig eine ältere Frau, und wir warten. Ich bemerke Angelas Blick, sie hat die eine Augenbraue fragend hochge-zogen. Sprechen darf sie nicht, aber mit ihrer Mimik.. ich lächele sie an. Ich weiß es nicht, vielleicht. Vielleicht. Eine andere Frau, eine weitere Verkäuferin, kommt an, sie wirkt etwas unsicher, ist älter, matronenhaft. Sie fragt uns, ob sie uns helfen kann. Ich schüttele den Kopf, sage, daß wir gleich bedient werden. Sie schaut uns mit gerunzelter Stirn hinterher.
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:31 Uhr   
Die junge Verkäuferin ist frei, und wir gehen zu ihr hin. Mit einem Lächeln wendet sie sich uns zu, das Lächeln verrutscht etwas, als sie Angela richtig sieht, aber fängt sich wieder. Ich hatte die richtige Nase, denke ich, als ihr fragender Blick von Angelas Füßen, zu unseren Händen, zu ihrem und meinem Gesicht huscht. "Wir brauchen etwas Unterwäsche." Sage ich, mit meinem freundlichsten Lächeln. "Sie hat keine mehr, und wir wollen heute Abend ausgehen. Und so geht das natürlich nicht." Ich lasse Angelas Hand los, und trete einen Schritt zurück, schaue sie an. "Unterwäsche ist schon notwendig, nicht wahr?" Die Verkäuferin nickt langsam, sucht Angelas Augen. Angela blickt zurück. Ich habe nie verstanden, wie Frauen miteinander nur durch einen Blick kommunizieren können, aber was auch Angela ihr sagt, die Verkäu-ferin entspannt sich, lächelt natürlicher.. etwas anders als vorher. Ihre Augen sind jetzt amüsiert und.. na, vielleicht täusche ich mich. "Was suchen sie denn?" fragt sie Angela. "Tja, da liegt das Problem" Sage ich. Ich zucke bedauernd die Schultern. "Sie kann jetzt nicht sprechen, also muss sie es mir überlassen, und Ihnen." Ich lächele noch breiter. "Etwas schickes schwarzes. Richtig sexy. Durchsichtig, tief geschnitten. Das Abendkleid, das wir noch kaufen, wird einen tiefen Ausschnitt haben."
"Ich verstehe." Sagt sie.
Ich lese ihr Namenschild. Nennen wir sie Schmidt.
"Welche Größe benötigen sie?"
Ich zucke hilflos mit den Schultern. Ich bin ja nur ein Mann, wie soll ich das wissen. Aber man ist ja einfallsreich. Ich greife in Angelas Trenchcoat, umfasse ihre Brust, spüre wieder ihre Brustwarze, und wie sie flach und schnell atmet, vibriert. Ich ziehe die hohle Hand wieder hinaus, halte sie der Verkäuferin hin. "Etwa diese Größe. Eine Handvoll." Fräulein Schmidt nickt. Ihr scheint es auch etwas warm geworden zu sein. Diese überheizten Räume im Winter...

"Ich kann ihnen da etwas zeigen."
Ich bin fürchterlich unsicher, kann mich nicht auf die passenden Dessous einigen, die Frau Schmidt mir zeigt. Also lasse ich mich intensiv von ihr beraten. Aber letztlich habe ich die Wahl auf drei eingegrenzt. Bezauberndes Nichts, schwerelos in meinen großen Händen, als ich den Stoff zwischen den Fingern fühle. "Fräulein Schmidt, ich bin hier überfordert. Können sie mir helfen? Ich würde gerne wissen wie es an ihr aussieht." Frau Schmidt ist mittlerweile ganz bei unserem Einkauf dabei. Ab und zu sieht sie Angela an, lächelt, und befeuchtet häufiger ihre Lippen. Auch Angelas Augen glänzen. Wir haben auch schwarze Strümpfe und Strumpfhalter gefunden. Frau Schmidt nickt, und führt den Weg zu den Umkleidekabinen. Ich gehe mit Angela in eine hinein, ziehe ihr den Trenchcoat aus, und genieße einen Moment den Anblick, wie sie dasteht, greife ihr kurz und hart zwischen die Beine.. sie zittert, lehnt sich gegen meine Hand.. ich sehe ihre Augen, und nehme die Hand weg, bevor sie auf dumme Ideen kommt. Ich verlasse die Kabine, wende mich hilfesuchend an Frau Schmidt. "Fräulein, können sie mir helfen..." ich halte ihr die bezaubernden Dessous hin, drücke sie in ihre überraschte Hand.. "Sie kann sich auch nicht selbst anziehen. Können sie ihr zur Hand gehen?"

Ich blicke sie an, als sie überrascht hochschaut. Dessous, eine schöne Frau, eine erotische Situation, ich versuche ihr mit meinem Blick zu sagen daß alles in Ordnung ist, und daß auch sie mal einen ungewöhnlichen Moment genießen kann. Ich sehe, wie sie die Entscheidung fällt, der Blick nach unten, dann wieder zu mir hoch.. genau wie bei Angela, denke ich. Ich bin fasziniert, als sie nickt, und vor mir in die Kabine geht. Es ist das erste Mal, daß ich jemanden anders in unser Spiel direkt einbaue, und ich bin erstaunt und erfreut, daß es geklappt hat. Frau Schmidt hat gar keine Ahnung was es für mich bedeutet, daß auch sie meinen Wünschen folgt. Als ich ebenfalls die Kabine betrete, und den Vorhang zuziehe, sehe ich den Blick der älteren Verkäuferin, und verschiedener Kunden. Sie wissen nicht was hier gerade passiert, nur daß es ungewöhnlich ist.
Ich widerstehe der Versuchung eine Verbeugung zu machen, lächele nur freundlich, und ziehe den Vorhang zu. In der Kabine ist es eng für drei Personen, ich presse mich an die verspiegelte Wand. Frau Schmidt hat der Mut verlassen. Die Kabine ist verspiegelt, und ich sehe, daß ihre Augen auf Angelas Schritt gerichtet ist. Sie ist kleiner als Angela und ich lege eine leichte Hand auf ihre Schulter.
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:32 Uhr   
"Und passt die Größe?"
Sie schaut erschreckt hoch, begegnet meinem Blick im Spiegel. nickt, ich nehme ihre Hand, lege sie auf Angelas Busen. Sie leistet nur wenig Widerstand, und der verschwindet, als ihre warme Hand Angelas kühlen Busen berührt. Über Angelas Haut weht ein Wind aus Gänsehaut. "Sicher?" Frau Schmidt nickt langsam. Im Spiegel sehe ich, daß auch sie Angelas Faszination erliegt. Ich lasse ihre Hand los, und für einen Moment bleibt sie wo sie ist, bevor sie sie zurückzieht, als wäre Angelas Busen heiß wie eine Herdplatte. Vielleicht ist es so. Ich schaue Angelas Nippel fasziniert an. Selbst unter dem Gürtel erschienen sie mir nicht so geschwollen wie jetzt. Ich suche Angelas Augen, aber sie ist wieder im Blickkontakt mit Frau Schmidt. Und dann beginnt Frau Schmidt Angela anzuziehen. Meine Katze dreht sich gehorsam, hebt die Arme, senkt die Arme, hebt ein Bein, und dann das andere... und Frau Schmidt wird sicherer, als sie sieht, daß meine Katze nicht krallt.
Auch ich knie vor meiner Angebeten. Daran hatte ich gedacht, wische ihre Füße mit einem Reinigungstuch sauber, bevor sie die Strümpfe angezogen bekommt. Sie hätte es gehasst, mit schmutzigen Füßen die Strümpfe anzuhaben. Es ist ein erotischer Moment, als Frau Schmidt langsam die Strümpfe hoch rollt, und so immer näher an Angelas blanke untere Lippen kommt, beinahe dachte ich sie würde sie berühren, aber nein.. soviel Mut hat Frau Schmidt dann doch nicht. Aber einen Moment lang ..

In dieser kleinen Kabine wird es Sommer, so warm ist mir. Und meinen beiden Komplizinnen. Mittlerweile weiß ich, daß Frau Schmidt Anna heißt. Das ist wichtig, für nachher. Wenn ich mich nicht täusche ist die ältere Verkäuferin die Vorgesetzte. Ich tue nicht viel, lehne gegen den Spiegel in meinem Rücken, sehe unser Tableau endlos in einer leichten Kurve, Angela, Anna, mich, Angela, Anna, mich..... und murmele meine Meinung über die entzückenden Creationen, mache Vorschläge... genieße. Nachdem ich dezent den Knick in meiner Anatomie geordnet habe. Nun haben wir alle drei Dessous ausprobiert. Ich sehe Angelas Blick über Anna hinweg, als sie den BH gerade wieder öffnet, und bewege mich so ungeschickt, daß ich Anna etwas schubse, und sie gegen Angela fällt, der BH offen, Angela sie in ihren Armen auffängt, Anna gegen ihren Busen fällt. Einen Moment schauen die beiden sich an, und dann küsst Angela sie.... und Anna küsst mit einer Leidenschaft zurück, die wahrscheinlich uns alle drei überrascht.

Der Moment dauert nicht lange an, ich räuspere mich, und Frau Schmidt fängt sich wieder. Ich bemerke Angelas Blick, sie ist hungrig. Ich habe meine Hände leicht auf Annas Schulter liegen... es ist der Moment. Diese Situation übertrifft all meine Erwartungen, aber ehrlich gesagt, traue ich mich nicht. Wenn etwas schief geht, ist vielleicht Annas Arbeitsplatz gefährdet. "Ich glaube wir müssen alle drei nehmen." Sage ich dann. Ich bin überrascht, daß meine Stimme zu ruhig klingt. Ich spüre unter meinen Händen wie sich Anna entspannt. Die richtige Entscheidung. Seufz. Ich bemerke Angelas enttäuschten Blick, ich werde es ihr später erklären. "Vor allem deshalb, weil sie so unartig war." Ich nehme Anna den Slip ab, den sie gerade hält, und führe ihn zu meiner Nase, rieche. "Sie hat sie alle feucht gemacht." Beinahe hätte ich Frau Schmidt gefragt, ob ihr das auch so ging. Ich lächele, und stecke den Slip ein und rieche zwei Frauen.
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:33 Uhr   
Ich verlasse die Kabine, gehe mit den beiden Dessous und den drei Preisschildern zu der Verkäuferin, die sich mit einem Mann unterhält, der mich kritisch mustert. Jede Wette, der Kaufhausdetektiv. Ich wende mich direkt an die Frau, ignoriere ihn. "Diese drei. Meine Frau behält das eine Dessous an. Und Anna hat ihre Wette gewonnen." Meine Frau. Es hört sich so richtig an. Aber leider ist es noch eine Lüge, sie ist es noch nicht. Aber ich werde sie nie wieder gehen lassen. Vielleicht führe ich sie an einer Leine in die Kirche. Nur um sicherzugehen. Die Verkäuferin schaut mich an. Ich lächele breit. Ich weiß, was sie fragen wird.
"Welche Wette?"
"Sie hat mit meinem Bruder gewettet, daß nichts sie aus der Ruhe bringen kann." Ich schaue zur Kabine hinüber. Beide sind noch drinnen.
"Und so war es. Sie ist wirklich kompetent." Ich hoffe es hilft ihr. Und der Umsatz. Für ein wenig Nichts, kostet das, was Frau doch wieder ausziehen sollte, keine Kleinig-keit. Und ich sehe so respektabel aus. Ich vergaß. Angela ist in ihrem Modus. Ich gehe zur Kabine zurück, und nehme Angelas Arme von Annas Schultern. Beide schauen irgendwie enttäuscht hoch.
"Danke sehr, Frau Schmidt."
Sie lächelt. Nein, sie grinst mich an. "War auch mir ein Vergnügen."
Ihre Augen sind auch schön. Schelmisch. Dann verlässt sie die Kabine, ich kann mich nicht zurückhalten, und lege ihr kurz die Hand auf den Hintern.. sie schaut mich über die Schulter lächelnd an, und zieht den Vorhang zu. Angela lächelt. Ich ziehe ihr den Trenchcoat wieder an. Und den Slip aus. Schließlich hat sie Strümpfe und Strumpfhalter an. Sie zieht einen Schmollmund. Ich gebe ihr einen kleinen Klaps.

Nach diesem Einkauf ist der Kleiderkauf eine Enttäuschung. Zwei ältere Damen bedienen, beide sehen sie aus als ob sie Reißnägel zusammen mit dem Diätjoghurt zum Frühstück zu sich nehmen. Kein Verkäufer. Ich lasse mir trotzdem Zeit. Ich quäle sie ein wenig, ziehe sie bestimmt ein Dutzend Mal um. Angela erträgt es geduldig, aber auch sie ist enttäuscht daß wir nur zu zweit sind. Dafür streichele ich sie wann und wo ich kann, und ernte dafür lodernde Blicke. Weil ich immer wieder aufhöre. Aber schließlich sind wir nicht deshalb hier. Ihr ist ihr Erscheinungsbild wichtig. Deshalb achte ich diesmal sehr genau darauf, wie sie sich selbst im Spiegel ansieht. Dazu muss sie immer aus der Kabine kommen, nur in Strümpfen. Auf und ab gehen. Sich drehen, das eine oder andere Bein nach vorne stellen... sie macht eine Show daraus. Natürlich. Meine eigene kleine Modenschau. Auch hier wieder Zuschauer, aber hier ahnt niemand etwas. Nur eine schöne Frau, die Kleider ausprobiert. Es ist normal, daß man nicht immer die Schuhe anzieht. Als sie das richtige Kleid anhat, sehe ich es ihr an, wie sie mit den Händen an sich herunterstreicht, sich vor dem Spiegel dreht, kein anderes Kleid erntet soviel Aufmerksamkeit. Und sie denkt ich hätte den Geschmack. Es ist nur ein Trick. Sie sucht es sich selbst aus.

Wir einigen uns wortlos auf das berühmte kleine Schwarze. Der Rockrand ist knapp sieben Zentimeter tiefer als die Strumpfbänder, Hälfte der Oberschenkel, und folgt den Konturen ihres Hinterns, ausgestellte Schultern, ist enganliegend wie eine zweite Haut und verwegen züchtig. Vorne. Es passt wie ein Handschuh, Angela hat Größe 34 und so ist es einfach für sie die richtigen Kleider zu finden. Der Rücken des Kleids ist eine andere Sache. Das Kleid hat einen Halskragen, hinten mit drei kleinen schwarzen Knöpfen geschlossen, betont ihren schlanken Hals. Aber dann öffnet sich das Kleid zu einem schlanken Oval, das indezent tief an ihrem Steißbein endet. Perfekt, wer auch immer dieses Kleid entwarf, hat es für Angela gemacht. Für dieses Kleid braucht Frau einen tief eingeschnitten Slip. Oder Mann spart ihn sich ganz. Nachdem sie nun so ein schönes Kleid hat, und es so eng anliegt, teile ich ihr mit, daß sie den BH nun auch nicht mehr braucht, und sammele ihn wieder ein. Wieder kommt das Preisschild zur Verkäuferin, und diesmal ernte ich einen vernichtenden Blick. Sie weiß zwar nicht genau was hier vorgeht, aber sie missbilligt es. Und weiß, daß ich der Bösewicht bin. Erinnert mich an meine erste Deutschlehrerin. Der konnte ich auch nichts vormachen.
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:34 Uhr   
Ich lächele sie so freundlich an wie möglich, bedanke mich für ihre Hilfe, und wende mich ab. Sehe den Hausdetektiv von vorhin. Ich lasse Angela für den Moment in der Kabine, und gehe zu ihm. Zeige ihm andeutungsweise was ich in der Tasche habe. "Es ist ein Spiel. Und das Preisschild wartet schon an der Kasse."
Er blickt mich an, schaut zur Kabine, wo Angela geduldig wartet, nickt leicht. Ich gehe zurück zur Kabine, lege den Trenchcoat über den Arm, und führe meine Angela hinaus. Sie ist jetzt richtig schick, und geht immer noch gerade, erhobenen Hauptes. Ihre Wangen sind rot, ganz ohne Rouge. Als wir die Rolltreppe hochfahren, sie in Strümpfen, steht der Hausdetektiv hinter uns, und ein älterer Mann. Beide haben einen schönen Blickwinkel, auf das was mir gehört. Und das ist es auch, was ich ihnen mit meinem Blick sage. Manchmal können Männer auch mit Augen sprechen. Ich habe meine Hand in diesem Rückenausschnitt. Es fühlt sich toll an, ihre Muskeln unter der Samthaut zu spüren, wenn sie geht, das Wiegen ihres Beckens, wie die Backen sich abwechseln anspannen.... Ihr ist nicht mehr kalt. Mir auch nicht. Ich könnte die Antarktis abtauen.

Der Schuhverkäufer, adrett, gepflegt, schlank, dunkle Haare, ein südländischer Typ, merkt sofort daß hier etwas Ungewöhnliches passiert, als ich sie zu einem Sitz geleite. Sie sitzt brav da, schaut sich aufmerksam um, hat die Beine elegant schräg untergeschlagen nebeneinander gelegt. Ich weiß nicht wie Frauen stundenlang so dasitzen können.... Ich erkläre ihm genau was ich suche, und er findet es für mich. Direkt auf Anhieb. Schwarz, 6 cm hohe Absätze, elegant, und acht kleine Riemchen, der letzte hoch über ihrem Knöchel. Irgendwie gehen sie alle auf. Ich suche trotzdem noch ein paar andere Schuhe aus, gleiche Absatzhöhe. Sie hat Schuhgröße 41, und das ist ihr wunder Punkt. Zu groß, sagt sie. Ich laufe in Kindersärgen. Zu groß, von wegen. Zierlich und schlank, wie der Rest von ihr. Ich strecke ihr rechtes Bein für sie aus, hebe es an, sie hält die Position, Tänzerinnenmuskeln spielen unter dem Strumpf, der Haut, und ich reiche dem Verkäufer den ersten Schuh. Er nimmt ihn, spielt mit ihm in seinen Händen, blickt von mir zu ihr, wird rot, zögert. Ich sehe seinen Blick. Er weiß mittlerweile in etwa was hier geschieht, aber er ist noch zu jung, zu unsicher, um die Situation genießen zu können. Schade für ihn. Ich nehme den Schuh aus seinen erleichterten Händen, und knie mich selbst vor sie hin, ziehe ihr das erste Paar an. Lasse mir Zeit dabei, genieße es.
Er verpasst etwas, der Blickwinkel ist perfekt. Ich tausche einen Blick mit dem Hausdetektiv aus, der nun auch schmunzelt, und leicht den Kopf über den jungen Verkäufer schüttelt. Ich denke, so ein Hausdetektiv hat auch schon eine Menge gesehen, er ist etwa Anfang fünfzig. Ich sehe es ihm an, daß er auch genießt, wie Angela dann auf und ab flaniert, sich dreht, und Schuhmode vorführt. Er, ich, und jeder andere Mann in der Nähe. Und Angela. Sie hat den Laufsteggang perfekt drauf. Mimikry. Sie hat nie modelliert, aber sie hat das Talent, das Charisma, die Kopfhal-tung, den Blick, der sagt "Na, gefalle ich euch? Mich kann man nicht kaufen, aber mit dem Kleid seht ihr auch so toll aus." Und der Männer die Brieftasche zücken lässt, damit ihre Frauen auch so toll aussehen. Sorry Guys. Sie kann aus einem Kartoffelsack, oder eben aus einem alten Trenchcoat Mode machen. Da könnt ihr Kleider kaufen wie ihr wollt. Oder Schuhe. Sie kann barfuss gehen.. aber mit hohen Absätzen schwebt sie. Ich weiß daß das Gehen dann nicht so einfach ist, aber sie wurde für solche Absätze geboren. Die Linie ihrer Waden alleine fordern diese Ergänzung, selbst Gott muss ihre Beine so geplant haben. Hätte ich sie in einem Rock kennengelernt, und hohen Schuhen, ich hätte mich ihr sofort und widerstandslos ergeben. Und sie wäre achtlos über mich drübergelaufen. Nancy Sinatra.. "these boots are made for walking..." und ich hätte es genossen. Aber nicht so sehr wie das hier. Aber damals trug sie Jeans und T-Shirt... und das hat uns gerettet.
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:34 Uhr   
Zum Schluss ziehe ich ihr die Schuhe an, die ich von vorneherein für sie gesehen habe. Auch wenn es unserem Verkäufer an Mut mangelt, hier war er perfekt. Er weiß es, ich weiß es, Angela weiß es. Manchmal kauft sie stundenlang Schuhe. Aber diese hier waren von Anfang an ihre. Es muss die Ballettausbildung sein, der durchge-drückte Rücken, die Kopfhaltung, diese Linie. Ich hebe ihre Arme, führe sie über ihren Kopf, und einen Moment lang steht sie in Flamencohaltung da, und die Linien ihren Körpers, und des Kleides, ihrer Beine und der Schuhe... perfekt. Sie hält die Position, und ich küsse sie. Direkt hier. Ich wollte noch etwas warten, aber es geht nicht. Ich muss sie küssen. Als sie meine Lippen spürt, löst sich ihre Anspannung, fließt sie um mich, liegt in meinen Armen, küsst mich mit einer Leidenschaft die mir die Knie zittern lassen, mich kraftlos macht. Sie ist wieder sie selbst, erlöst von meinem Spiel, und als sie ihre Hände herabgleiten lässt, lächelt sie, schaut sich ihr faszinierten Publikum an, und macht eine Verbeugung! Und lässt es aussehen wie die Eleganz persönlich, kein Knicks diesmal, sondern eine Ehrung des Publikums. Sogar der Hausdetektiv lächelt.

Sie greift meinen Arm. Fest, zieht mich ein wenig zur Seite. "Wir haben zu Hause was vergessen." Ich schaue sie überrascht an. Ich bin mir sicher, daß ich nichts verges-sen habe. Und ich wollte noch einen Mantel kaufen, mit ihr Essen gehen.
"Was denn!?" frage ich, als sie mich zur Kasse zerrt. Der Herd ist aus, es müsste alles klar sein zuhause.
"Kannst Du nicht wissen, es ist etwas, was ich mir überlegt habe.. aber Du hast es mir ja nicht möglich gemacht. Komm."
"Ich wollte Dir noch einen Mantel....."
"Egal. Beeil Dich!" Als sie mich aus dem Kaufhaus zerrt, sehe ich einen letzten Blick des Hausdetektivs, der jetzt spöttisch den Kopf schüttelt. Er sieht, wer hier wirklich die Hosen an hat. Diesmal gibt sie das Tempo vor, und ich muss große Schritte machen, um mit dem Stakkato ihrer Absätze mitzuhalten. Sie hallen wie Maschinen-gewehrschüsse durch das Parkhaus, und sie ist ungeduldig, als ich ihr die Wagentüre öffne. Wir fahren zurück, sie will mir nicht sagen was ich vergessen habe. Zuhause stürmt sie hoch, bleibt vor dem Schlafzimmer stehen.
"Schlüssel!" Ich verstehe nichts mehr, ziehe aber gehorsam den Schlüssel von der Badezimmertüre ab, und gebe ihn ihr. Die Schlösser sind alle gleich. Sie wirft mir einen Blick zu, als sie das sieht, der mir nichts Gutes verspricht. Sie schließt auf, stürmt ins Schlafzimmer, stellt sich vor den Spiegel. Schaut sich an. Sie sieht einfach Spitze aus. Ich stelle mich wie üblich hinter sie, nehme sie von hinten in die Arme, und sie lehnt sich wie üblich an. Sie lächelt. Ihr Lächeln ist seltsam.

"Was hast Du denn vergessen?" frage ich sie. Ihr Lächeln wird breiter, und ihre Augen glitzern. Eine Katze. Ich stelle gerade fest, daß ich die Maus bin. Aber ... ? Im Spiegel sehe ich sie, mich, und hinter uns das Bett, noch ungemacht von heute morgen, mit Krümeln. Und ihren Gesichtsausdruck. Was hat sie .... "Das!" Mit ihren Beinen stößt sie sich rückwärts ab.. ich wiege mehr als das Doppelte ihres Gewichts, aber damit habe ich nicht gerechnet. Ihre Beine sind stark. Ich verliere das Gleichgewicht, bleibe an der Bettkante hängen und falle rückwärts mit ihr auf das Bett. Sie lacht laut als wir fallen, und schafft es irgendwie sich in meinen Armen zu drehen, so daß sie bäuchlings auf mir liegt, als wir in die Matratze fallen. Das ist der Moment, wo der Lattenrost bricht... aber darauf, und auf mich, nimmt sie keine Rücksicht mehr.

(c) Andras
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Nutzer: Innocent.Angel
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geschrieben am: 30.06.2003    um 21:36 Uhr   
so.. finito.. das wars :)
mir persönlich gefällt ja die letzte am besten :)

Dat Unschuldische
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Nutzer: Silberrose
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geschrieben am: 27.07.2003    um 16:29 Uhr   
Deine Macht ist meine Ohnmacht
Deine Lust ist meine Qual

Meine Hingabe ist Dein Stolz
Mein Schmerz ist Dein Ziel.

Dein Wunsch ist meine Unterwerfung
Dein Zwang meine Erfüllung

Dein Fordern ist mein Gehorsam
Deine Fesseln sind meine Freiheit

Meine Sehnsucht nach Deiner Macht
ist grenzenlos


Du hast meinen Körper
geschunden
und ich bin glücklicher, als je zuvor

Dabei hast Du meine Augen
verbunden
und ich sah mehr, als je zuvor

dabei hast Du meine Gedanken
gekettet
und ich war freier, als je zuvor

dabei hast Du meine Hände
gefesselt
und ich fühlte mehr, als je zuvor

dabei hast Du meinen Stolz
geknechtet
und ich war aufrechter, als zuvor

Herr, damit hast Du meine Seele
befreit
und ich liebe Dich mehr, als je
zuvor!


~rösle~
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 28.07.2003    um 09:52 Uhr   
Schnurrt sehr leise und raunt.. Also Angela, die Geschichte bzw. die Teile lesen sich super :)

"Die stolze Helena" Teil 1

Eine mehrteilige Geschichte von Sklavin Sisa



"Was soll das heißen, ich krieg' die Beförderung nicht?" schnappte Helena entsetzt nach Luft. Verblüfft starrte sie die Überbringerin der schlechten Nachricht an... es war die altgediente Sekretärin vom Boß - und nur kurz streifte sie der Gedanke, daß der werte Herr nicht einmal Mut genug besessen hatte, um ihr den tödlichen Hieb selbst zu versetzen. Nein, er hatte die alte Gloria vorgeschickt... ausgerechnet, dieses Klatschmaul - und nun würde es bald die ganze Firma wissen, daß sich ihre Träume innerhalb weniger Sekunden einfach in Luft aufgelöst hatten.
Vor Helenas Augen explodierten gelbe Blitze. Sie knirschte mit den Zähnen, so sehr rang sie um Beherrschung. Das konnte der alte Weber doch nicht bringen! Seit Jahren holte sie tagtäglich die Kohlen für die Firma aus dem Feuer... hatte ihr ganzes Leben im Dienste der Arbeit gestellt... und nun das. Nein - mit ihr konnte man das nicht machen!

Die Sekretärin duckte sich unter dem lodernden Blick der jungen Frau - eine der Weihnachtskugeln, mit denen sie gerade das kleine Tannenbäumchen auf dem Schreibtisch schmücken wollte, entfiel ihren Händen - aber ein hämisches Grinsen konnte sie sich nicht verkneifen.
"Woher soll ich das wissen, Frau Wittke?" höhnte sie. "Reden Sie doch selber mit dem Boß darüber!"
"Das werde ich auch machen!" fauchte Helena und reckte das Kinn in die Höhe. "Gleich jetzt wird ich das machen!" zischte sie aufgebracht.
Die alte Gloria wurde plötzlich blaß. "Jetzt? Aber das geht doch nicht... Sie haben keinen Termin! Herr Weber ist nicht..." Doch sie sprach ins Leere. Sie stand schon alleine im Vorzimmer - und Helena war bereits ins Allerheiligste gestürmt.

Manfred Weber, seit über vierzig Jahren Chef der Weber-Werke, die sein eigener Vater kurz nach dem Krieg gegründet hatte, schaute irritiert von dem Schriftstück auf, das er gerade unterschreiben wollte, als er so plötzlich und ohne Vorwarnung gestört wurde. Vor ihm stand eine vor Wut bebende Helena Wittke... in einem Zustand, in dem er sie noch nie gesehen hatte, seit sie in seine Firma eingetreten war... und schon legte die junge Frau los.
"Herr Weber!" schnaubte sie. "Was soll das heißen, daß ich die Stelle der stellvertretenden Geschäftsführerin nicht bekommen habe? Sie wissen genau, daß ich seit Jahren auf diesen Platz hingearbeitet habe... unter Einsatz meiner vollen Kräfte... und mehrmals haben Sie mir diesen Posten in Aussicht gestellt! Wieso jetzt der Rückzieher? Finden Sie wirklich, daß das fair ist?"
Der alte Weber schnappte nach Luft, als er sich so plötzlich aus heiterem Himmel angegriffen fühlte... er warf einen irritierten Blick an dem aufgebrachten Racheengel vorbei... aber als er etwas sagen wollte, ließ sie ihn gar nicht zu Wort kommen.

"Ich würde Ihnen jetzt gern mit richtig deftigen Worten sagen, was ich von solchen Methoden halte, mit denen Sie arbeiten, Herr Weber! Von Ihnen, und von Ihren falschen Versprechungen über Beförderungen und einer Teilhaberschaft!" knirschte die junge Frau. "Aber das sind Sie mir gar nicht wert! Ich fühle mich so enttäuscht von Ihnen, wie ich das nie für möglich gehalten hätte! Nur damit Sie es wissen - in Zukunft können Sie ganz auf meine Mitarbeit verzichten! Ich kündige nämlich - fristlos!" So... das hatte sie ihm jetzt prächtig unter die Nase geknallt!
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Nutzer: Gast_SkiesDuMord
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geschrieben am: 28.07.2003    um 09:53 Uhr   
"Das können Sie nicht machen, Frau Wittke! Nicht so kurz vor Weihnachten... wir..." Helenas bebendes Kinn hob sich noch um ein paar Zentimeter, dann wirbelte sie um die eigene Achse und machte sich daran, ebenso schnell wieder aus dem Allerheiligsten zu stürmen - als sie mitten in der Bewegung stockte. Der alte Weber war nicht alleine gewesen... deshalb hatte Gloria sie nicht vorlassen wollen. Ihr funkelnder Blick glitt über die Gestalt des Besuchers, der kühl und reglos im Schatten der von ihr aufgestoßenen Tür stand. Der typische Geschäftsmann... elegant, kühl... und auf sehr attraktive Art arrogant wirkend. Reglos musterte er sie... von oben bis unten, wie ihr schien... und dann hatte sie sich wieder gefangen. Weil sie gerade so in Fahrt war, schoß sie noch einen wütenden Blick in seine hellen, klaren Augen - und dann stürzte sie hinaus. Leise schloß der Besucher die Tür hinter ihr, dann wandte er sich mit einem schmalen Lächeln an Weber. "War sie das?"
"Ja... die stolze Helena, wie sie leibt und lebt!" Weber schnaufte durch die Nase. "Sie ist verdammt wütend, weil sie die Stelle nicht bekommen hat - sie hätte ihr wirklich zugestanden! Ich hab ihr die Position meiner Stellvertreterin wirklich wie einen Köder vor die Nase gehalten, wenn sie mir den einen oder anderen Auftrag besorgen sollte..."
"Das mag sein!" Ungeniert lümmelte sich der Besucher in einem der bequemen Ledersessel und zündete sich dann eine Zigarette an. "Aber was sie verdient und was nicht, ist in Zukunft meine Entscheidung. Die Firma gehört nun mir... und ich kann mit dem Personal machen, was ich will!"
"Sicher... die Weber-Werke sind in Ihren Besitz über gegangen, Stocker!" mokierte sich der alte Boß. "Aber das heißt noch lange nicht, daß mein Personal in ihre Leibeigenschaft verkauft worden ist!" Er nickte Richtung Tür. "Die Wittke ist eine der besten, die sie in unserer Branche bekommen können... es ist nicht gut, sie einfach gehen zu lassen - auch wenn sie ein höllisches Temperament hat! Die Hälfte aller Aufträge hatten wir alleine ihrem Können - und ihrem Engagement zu verdanken! Die Kunden mögen sie..."

"Lassen Sie die Wittke nur mal meine Sorge sein!" knurrte der neue Eigentümer der We-We. "Ich werde schon dafür sorgen, daß sie die Kündigung zurückzieht..." Ein unheilvoller Funke klomm in den eisklaren Augen auf. "Wieso nennen Sie sie eigentlich die "stolze Helena?"
Weber stieß ein meckerndes Lachen aus. "Nun... weil diesen Leckerbissen von Frau ein Panzer umgibt, der so dick ist, wie die Eiskappen am Südpol. Ich habe oft beobachtet, wie sie angemacht wurde... immer und immer wieder - von Mitarbeitern, Kunden, Konkurrenten und völlig Fremden auf den Messen und Präsentationen... keine Chance. Je mehr sie um sie herum scharwenzelten, desto kühler und abweisender wurde sie. Ich glaube, sie mag keine Männer..." Eine kleine Pause, er dachte nach. "Sie ist die typische moderne Karrierefrau. Müßte ich sie charakterisieren, würde ich sagen, sie ist selbstbewußt, steht mit beiden Beinen fest im Leben - und verläßt sich auf niemand, außer sich selbst. Für ihre dreißig Jahre ist sie auch ganz schön arrogant. Das höllische Temperament haben Sie gerade live miterlebt. Und was die Männer angeht... Nun - sie hat jeden auflaufen lassen und wurde immer sarkastischer dabei. Ich habe kein einziges Mal erlebt, daß sie zu einem ihrer Verehrer entgegenkommend war..."
"Sie selbst auch?" wurde er beiläufig gefragt.
Der Alte verzog den Mund. "Nein... absichtlich nicht - so kam ich nie in die Position, mir eine Abfuhr einzuhandeln... Sie verstehen? Das wäre schlecht fürs Geschäft und für die Zusammenarbeit gewesen..." Stockers Mundwinkel zuckten spöttisch. "Eine weise Entscheidung... und jetzt lassen Sie uns konkret werden!" Er setzte sich auf und drückte die Zigarette im Ascher aus. "Sorgen Sie dafür, daß die Wittke Freitag diese Woche um Punkt 20 Uhr hier in diesem Büro ist... wie, das ist mir egal! Den Rest werde dann ich übernehmen. Das wird Ihre letzte Handlung als Chef dieser Firma sein... haben wir uns verstanden?"
Ja... Weber nickte... er hatte bereits angefangen, seinen Schreibtisch auszuräumen. Spätestens in zwei Tagen würde nichts mehr hier an die vergangenen vierzig Jahre erinnern... Nur kurz fragte er sich, was Stocker mit der Wittke vorhatte... das gewisse Lächeln des Mannes gefiel ihm nicht so recht. Aber dann sagte er sich, daß ihn das auch nichts mehr anginge. Helena wußte sich schon zu helfen... sein Nachfolger würde kein leichtes Spiel mit ihr haben.
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geschrieben am: 28.07.2003    um 09:55 Uhr   
Die Tage vergingen... wie angekündigt, begann Helena damit, ihr Büro zu räumen. Weber hatte keinerlei Versuch unternommen, ihre Kündigung anzufechten, als sie diese in schriftlicher Form bei Gloria abgab... und dies bestätigte sie nur in ihrem Vorhaben. Sie war so in ihre eigenen Probleme verstrickt und mit ihrer Wut beschäftigt, daß ihr gar nicht auffiel, wie sich ihre Umgebung benahm. Die Stimmung war ungewohnt gedämpft - was gerade in der Vorweihnachtswoche sonst gerade das Gegenteil war. Sie bemerkte nicht, daß die alte Gloria verschwand, daß an ihrer Stelle eine neue Empfangssekretärin saß. Die bedrückten Gesichter der Mitarbeiter fielen ihr auch nicht auf... und so wurde sie auch nicht stutzig, als ihr ein ziemlich schweigsamer und bedrückter Bürobote eine kurze Notiz von Weber überbrachte, in der er sie für Freitag in sein Büro bestellte. Warum, stand nicht dabei.
Grübelnd sah sie aus dem Fenster... starrte blind ins Weite. Dann zuckte sie die Schultern. Nun denn... wahrscheinlich wollte Weber ihr ihre Papiere und die Zeugnisse persönlich überreichen - das war das Mindeste, was sie nach über zehn Jahren in dieser Firma von ihm erwarten konnte!

Der Freitag verging ätzend langsam für die junge Frau. Am nächsten Tag würde Heiligabend ein. Sie saß in ihrem nun sehr nackten Büro - es war bereits alles ausgeräumt und keinerlei persönliche Gegenstände befanden sich mehr darin - und drehte quasi Däumchen. Ließ sich von der dezent getunten Weihnachtsmusik betüdeln, die aus den versteckt angebrachten Boxen tönte... Gelangweilt lümmelte sie sich auf dem Drehstuhl... die langen, schlanken Beine undamenhaft auf dem Schreibtisch überschlagen... die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Und starrte auf den kleinen, künstlichen Weihnachtsbaum auf ihrem Schreibtisch. Seltsam. Auch sie fühlte nichts in sich, was auf Weihnachtsstimmung schließen ließ. Die anderen Mitarbeiter waren bereits lange nach Hause gegangen - Freitags machte man im Büro hier immer um vierzehn Uhr Schluß... und heute war ihr letzter Tag. Man hatte eine kleine Abschiedsfeier für sie gegeben... mit Sekt und Kuchen und einem kleinen Geschenk. Und heute war ihr zum ersten Mal die Stimmung in der Firma bewußt geworden. Man hatte von einer Übernahme durch einen Großindustriellen gemunkelt, der die We-We einfach geschluckt hatte und nun alle Fäden in der Hand hielt. Zwanzig Prozent der Mitarbeiter war gekündigt worden - ohne Vorwarnung.

Der alten Gloria, dem Vorzimmerdrachen, heulte sie persönlich keine Träne nach - die war immer eifersüchtig gewesen und hatte ihr das Leben schwer gemacht, wo sie nur konnte... aber unter den Gekündigten waren ein paar ihrer Freunde gewesen. Ob das mit der neuen Geschäftsleitung stimmte? Ihre Gedanken stockten... ihr fiel der Fremde in Webers Büro ein, am Tag ihrer Kündigung. Seiner ganzen Ausstrahlung nach mochte das der neue Besitzer gewesen sein... Je länger sie darüber nachdachte, um so wahrscheinlicher kam ihr dies vor - und dann setzte sie sich ruckartig auf. Jetzt wußte sie auch, warum sie die Beförderung nicht erhalten hatte. Sie paßte anscheinend selber auch nicht in die Geschäftspolitik der neuen Firmenleitung hinein! Überhaupt - was war das für eine Geschäftsleitung, die es über sich brachte, den Angestellten eine Woche vor Weihnachten fristlos zu kündigen?

Ein schneller Blick auf die Uhr... zehn vor Acht... es wurde Zeit, daß sie sich auf den Weg machte... Das Gebäude war menschenleer. Das Klicken ihrer dünnen Absätze hallte in dem langen Korridor wider, der zum Aufzug führte. Warum Weber sie wohl so spät noch sehen wollte? Es war doch eigentlich alles gesagt worden... Irgendwie fühlte sie sich unbehaglich. Weshalb, wußte sie nicht - aber sie hatte ein seltsames Gefühl banger Vorahnung. Sie fröstelte und schlang die Arme um sich, während sie auf den Lift wartete und betrat dann die Kabine. Zögernd drückte sie den Knopf für die oberste Etage - da, wo sich die Geschäftsleitung befand... in dem Stockwerk, in dem sie ihr zukünftiges Büro gesehen hatte... in ihren Zukunftsträumen, die allesamt so rosig gewesen waren!
Im Spiegel, der die Kabine räumlich größer wirken ließ, kontrollierte sie noch einmal ihre Erscheinung. Zum Abschluß wollte sie nur den allerbesten Eindruck auf Weber machen. Aber das auf Figur geschnittene Kostüm saß perfekt - ebenso wie die Ziernähte ihrer Strümpfe. Das Leder der hochhackigen Pumps war makellos. Keine Locke ihrer langen, schwarzen Haare hatte sich selbständig gemacht... und das dezente Make-up ließ ihre braunen Augen nur noch sanfter und wirkungsvoller erscheinen. Nein... sie sah gut aus - und trotz ihrer geringen Größe von knapp Einssechzig sah sie sehr fraulich - und von Kopf bis Fuß nach Karrierefrau aus!
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geschrieben am: 28.07.2003    um 09:55 Uhr   
Ihre Schritte waren sehr langsam, als sie sich dem Vorzimmer zum Allerheiligsten näherte. Die Tür stand offen. Ein zögerlicher Blick hinein... der Raum war nicht leer. "Hallo... ich werde erwartet!" sprach sie dann die neue Empfangsdame an - in einem schüchternen, leisen Ton, der ihrer forschen Art eigentlich so ganz und gar nicht entsprach. Die groß gewachsene, überschlanke Blondine wandte sich zu ihr um und schätzte sie mit einem kühlen Blick blitzschnell ab, dann nickte sie. "Helena Wittke?" "Ja..." Helena hatte sich wieder gefangen. "Ich habe für zwanzig Uhr einen Termin!" "Ist mir bekannt!" erwiderte die neue Sekretärin und näherte sich der Tür. "Kommen Sie herein!"
Noch immer zögernd trat Helena einen weiteren Schritt in das Vorzimmer - und zuckte dann sichtlich zusammen, denn die Neue warf die Tür hinter ihr zu und drehte dann vernehmlich den Schlüssel im Schloß. "Was soll das?" schnappte sie nach Luft. Das kühle Lächeln wich der Blonden nicht aus dem Gesicht. "Machen Sie sich keine Hoffnung, Schätzchen!" höhnte sie. "Sie verlassen diesen Raum erst wieder, wenn wir mit Ihnen fertig sind!"
"Wie... wie darf ich das verstehen?" Unwillkürlich fuhr ihre Hand an die Kehle, umfaßte sie. Das Herz schlug ihr wie wild in der Brust. Wohin war sie hier geraten? Es schien, als wäre die neue Chefsekretärin nicht ganz bei Verstand!
"Das werden Sie noch früh genug verstehen!" kam der knappe Kommentar der Blonden, während sie mit großen, forschen Schritten um Helena herumging und jeden Zentimeter ihrer zierlichen Gestalt abschätzte. Dabei knirschte das schwarze Leder ihrer Hose leise... und Helena kam der Gedanke, was für eine seltsame Aufmachung das überhaupt für eine Vorzimmertipse war. Eigentlich sah sie eher wie eine Rockerbraut aus... oder wie eine Domina, denn sie hatte sich die hellblonden Haare straff aus dem Gesicht gebunden und die Augen extrem dick mit schwarzem Kajal umrandet. Selbst der rote Lippenstift war so dunkel, daß er fast schwarz wirkte. Der Gedanke hätte sie unter anderen Umständen ziemlich belustigt - gestand Helena sich ein. Aber dieser Situation fühlte sie sich nicht so recht gewachsen.
"Ich glaube... ich glaube, ich sollte jetzt zu Herrn Weber gehen - er wartet sicher schon auf mich!" krächzte sie mit versagender Stimme. Ihr Gegenüber lachte freudlos.
"Nein - Herr Weber ist nicht im Haus!" Ein weiterer, kühler Blick. "Aber Herr Stocker erwartet sie bereits... Sie sollten sich nicht noch mehr verspäten - das schätzt er nämlich ganz und gar nicht!"

Helena zuckte zusammen. Stocker? War das der neue Firmenbesitzer? Was wollte der denn von ihr? Sie hatte doch mit dem alten Weber einen Termin gehabt... aber die Blonde ließ ihr keine Zeit für lange Überlegungen. Mit einem immer noch kalten Lächeln öffnete sie ihr die Tür ins Allerheiligste und winkte sie hinein. Als die junge Frau an ihr vorbeiging, wisperte sie: "Viel Glück beim Boß... Sie werden es brauchen, Schätzchen!" Und dann gab sie ihr einen Stoß in den Rücken, der sie mitten ins Büro hinein katapultierte und drückte geräuschlos die Tür hinter ihr zu. Fassunglos wirbelte Helena zu der Tür herum - starrte das matt polierte Holz an... war verwirrter denn je. Dann hörte sie hinter sich ein Räuspern. Langsam drehte sie sich um. "Schön, daß Sie sich endlich dazu herablassen, bei mir aufzutauchen!" wurde sie angesprochen. "Sie sind zehn Minuten zu spät dran!" Hörbar schluckte sie. Starrte den Mann an, der an Webers Schreibtisch saß, als hätte er alles Recht der Welt dazu. Das war also Stocker. Der neue Besitzer der We-We... Es war tatsächlich der fremde Besucher von damals... Irgendwie hatte sie das geahnt!

Helenas Gestalt straffte sich. Äußerlich unbewegt erwiderte sie die strenge Musterung des Mannes. "Das liegt an Ihrem Drachen da draußen... der hat mich extra aufgehalten!" "Entschuldigungen werden nicht angenommen!" kam der knappe Kommentar auf die Erklärung. "Sie mindern auch nicht das Strafmaß!"

"Strafmaß?" Sie konnte nicht verhindern, daß ihre Stimme quietschte... dann hatte sie sich gefangen und lachte lauthals los. "Oh du meine Güte - wo bin ich denn nur hingeraten?" "Das werden Sie schnell genug merken, Frau Wittke!" Stocker verzog keine Miene. "Setzen Sie sich!" Er deutete auf den Ledersessel, der dem Schreibtisch gegenüberstand. "Ich habe mit Ihnen zu reden?"
Geschmeidig setzte sie sich und schlug die Beine übereinander. "Worüber denn? Ich habe gekündigt... es ist alles gesagt worden!" "Der Meinung bin ich nicht!" Die eisig glitzernden, grauen Augen funkelten sie an. "Die We-We werden auch in Zukunft nicht auf Ihre Mitarbeit verzichten können..."
"Das ist Pech für Sie!" Helena erwiderte den Blick ungerührt. So leicht ließ sie sich nicht einschüchtern - und daß er das versuchte, war ihr klar. "Aber wie ich hörte, ist auch unter Ihrer Geschäftsführung die Position des Stellvertretenden bereits vergeben... was bedeutet, daß ich meine Zelte hier abbrechen werde..."
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geschrieben am: 28.07.2003    um 09:56 Uhr   
"Das werden Sie nicht..." Fast sanft kam diese Erwiderung.
"Sie werden es sich noch einmal überlegen - dessen bin ich mir sicher!"
"Nein, das werde ich nicht!" Sie fühlte, wie sie Oberwasser bekam - wieder hob sich ihr Kinn arrogant. "Dessen bin ich mir sicher!" grinste sie. Dann setzte sie sich auf. "Also - was wollen Sie nun konkret von mir? Machen Sie mir Ihr Angebot, damit ich es ablehnen kann. Es ist Freitag Abend, morgen ist Weihnachten... ich würde gerne nach Hause gehen und die We-We endgültig hinter mir lassen..." Stocker lehnte sich zurück. Der Ausdruck seiner hellen Augen war plötzlich undurchdringbar geworden. Seine Miene nichtssagend. Keines seiner Gefühle ließ sich mehr von seinem Gesicht ablesen.
"Sie vergreifen sich etwas im Ton... Helena..." sagte er ruhig.
"Für Sie bin und bleibe ich Frau Wittke!" mokierte sich Helena und beugte sich mit einem herablassenden Lachen vor - im nächsten Moment grub sich etwas beißend quer über ihre Schulterblätter und sie schrie vor Schmerz und vor Überraschung auf. Instinktiv sprang sie auf die Beine, wirbelte herum - und sah sich der grimmig dreinblickenden Blonden aus dem Vorzimmer gegenüber. Gerade bog sie mit hämischen Grinsen eine schwarze Ledergerte in den Händen.
"Sind Sie verrückt geworden?" fuhr Helena auf, während sie mit den Fingern über die brennende Schulter rieb und sich fragte, wie dieser Drachen unbemerkt in das Büro treten hatte können. Zum Glück hatte der Stoff ihres schwarzen Kostüms den Hieb ziemlich gedämpft. "Ich dulde nicht, daß Sie den Herrn in diesem frechen Ton ansprechen!" knurrte die Blonde.
"Scheren Sie sich doch zum Teufel!" fauchte die junge Frau und funkelte sie wütend an. "Dafür könnte ich Sie anzeigen!"
"Das glaube ich nicht!" Die Blonde suchte Stockers Blick. Der nickte nur.
"Ist gut, Nora... warte draußen, bis ich dich rufe!" Als sie wieder alleine waren, wartete er, bis Helena ihn wieder ansah... dann runzelte er streng die Stirn. "Werden Sie jetzt kooperativ sein?"

Zögernd setzte sie sich wieder in den Sessel - mittlerweile hatte sie das Gefühl, in einen recht bizarren Albtraum geraten zu sein... aus dem sie hoffentlich bald wieder aufwachte! "Was ist, wenn nicht? Lassen Sie dann wieder Ihre Verrückte auf mich los?" fragte sie vorsichtig. Ihre Stimme wollte ihr immer noch nicht so recht gehorchen.
"Im Normalfall nicht!" Sein Lächeln war mehr ein Zähnefletschen. "Nicht, wenn es nicht nötig ist!"
"Ich habe für Ihre Art Humor leider nichts übrig, Herr Stocker!" schnaubte Helena indigniert. "Ich verstehe nicht, was Sie damit bezwecken... aber was es auch ist, es ist mir egal! Ich werde jetzt nämlich gehen! Unser Gespräch betrachte ich als beendet... über den Angriff Ihrer Verrückten werde ich ausnahmsweise hinwegsehen..." Noch während sie sprach, stand sie langsam auf und ging zur Tür. "Auf Wiedersehen..."

Ihre Finger schlossen sich gerade um die Türklinke, als sie ein leises Geräusch hinter sich hörte - und dann schob sich ein Arm an ihr vorbei und eine Männerhand drückte die Tür wieder zu. "Ich habe Ihnen nicht erlaubt zu gehen!" wisperte Stocker - so dicht an ihrem Ohr, daß sie unwillkürlich fröstelte.
"Ich habe Sie auch nicht um Erlaubnis gebeten!" zischte sie und starrte ihn empört von der Seite her an. "Lassen Sie mich hinaus!" "Sie werden es schon noch lernen, Helena..." Wieder dieses sanfte Timbre in der tiefen Männerstimme, das sie in ihrem tiefsten Inneren erschaudern ließ - das ihr aber auch gefährlicher als lautes Schreien vorkam. Gegen ihren Willen reagierte sie darauf. Sie hielt den Atem an und fragte neugierig: "Was werde ich lernen?"
"Mich um Erlaubnis zu bitten!"
Ruckartig fuhr sie zu ihm herum. "Ganz sicher nicht!" Er bewegte sich keinen Millimeter von der Stelle - was bewirkte, daß sie fast gegen seine Brust geprallt wäre. Nun mußte sie den Kopf weit in den Nacken beugen, wenn sie ihm in die Augen schauen wollte. Und das wollte sie. Sie war wütend. Temperamentvoll stampfte sie mit einem Fuß auf. "Treten Sie sofort einen Schritt zurück! Ich werde jetzt gehen..."
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geschrieben am: 28.07.2003    um 09:57 Uhr   
Amüsiert schüttelte er den Kopf und schaute auf sie hinab. "Weber meinte, Sie haben ein höllisches Temperament - das kann ich wirklich nur bestätigen, Helena!" schmunzelte er - und dann wurde er plötzlich ernst. Seine Hand glitt von der Tür und legte sich schwer auf ihre Schulter. "Aber das nützt Ihnen nichts... ich bin Ihnen überlegen!"
"Sie sind gar nichts!" brummte sie patzig und wich zurück, bis sie sich flach gegen das Holz der Tür preßte und seine Finger von ihrer Schulter rutschten. "Verrückt sind Sie, das ist alles! Wenn Sie mich jetzt nicht endlich gehen lassen, werde ich laut schreien!" "Schreien Sie nur... außer Nora und mir wird niemand Sie hören! Also sparen Sie sich den Atem... Sie werden ihn später noch dringend nötig brauchen!" Diese Worte ließen sie erneut stutzen. "Was soll denn das nun wieder heißen?" Wieder wechselte seine Stimmung von einer Sekunde auf die andere... keine Belustigung zeigte sich mehr in seinem Gesicht. Nun wirkte er wieder streng und unnahbar. "Kommen Sie jetzt, Helena - Schluß mit den Spielen! Konzentrieren wir uns endlich auf das Wesentliche..."
"Und das wäre?" Fast gegen ihren Willen kam ihr diese Frage über die Lippen. Tief bohrte sich der Blick seiner eisgrauen Augen in die ihrigen. "Ihre Unterwerfung..." Ihr Atem stockte... sie ließ dieses Wort in sich einwirken. Gestattete sich sekundenlang diese überraschende, so unerwartet auftretenden Kribbeln in ihrem Magen. Dann schüttelte sie den Kopf und schnaubte. "Mir reicht es jetzt! Ich gehe! Ich höre mir diese unverschämten Verrücktheiten nicht mehr länger an!"

Die Wut verlieh ihr ungeahnte Kräfte... ansatzlos stieß sie ihre Hände gegen seine Brust, so daß er zurücktaumelte - und schon hatte sie die Tür aufgerissen und stürmte hinaus. Hinter sich hörte sie sein Knurren. "Nora!" Aber da war sie schon an der Tür des Vorzimmers und drehte am Schlüssel... bereit, die verrückte Szene hinter sich zu lassen. Doch in der nächsten Sekunde wurde sie grob zurück gerissen und in den Raum zurück katapultiert. Mit einem wilden Aufschrei versuchte sie, sich der Blonden zu erwehren... aber diese Nora lachte nur amüsiert und dann ergriff sie überraschend kräftig Helenas Arm und drehte ihn ihr gnadenlos auf den Rücken... bis diese mit einem schmerzvollen Wimmern den Kampf aufgab. Der Druck auf ihr Schultergelenk wurde immer stärker und stärker... Helena mußte ihm nachgeben und sank mit einem Stöhnen in die Knie. Sofort wurde der Griff der Blonden lockerer, der Schmerz ließ nach. Fassungslos senkte die junge Frau den Kopf, krümmte sich. Verstand die Welt nicht mehr. "So ist es gut, Nora... laß sie knien... die Widerspenstige..." knurrte Stocker, während er sich langsam vor den beiden Frauen aufbaute.
"Soll ich sie für Sie bestrafen, Herr?" biederte sich die Blonde eifrig an. "Nein... laß es gut sein! Du kommst schon noch zum Zug... später...." Er lächelte sie an, dann wandte er sich an Helena. "Das war sehr dumm von dir..."
"Das sehe ich anders!" knirschte die Angesprochene atemlos. Noch immer war sie perplex über die Mühelosigkeit, mit der die Blonde sie überwältigt hatte. Von unten her funkelte sie aufgebracht zu ihm hoch. "Sie werden es schon noch bereuen, daß sie so mit mir umspringen! Was glauben Sie denn, wer wir sind!"
Stocker lachte... ihre wütend gezischten Worte schienen ihn köstlich zu amüsieren. "Ich weiß, wer und was ich bin!" grinste er. "Ich bin nämlich derjenige, zu dessen Füßen du kniest, kleine Helena... ich bin derjenige, der dir in Zukunft sagen wird, wo es lang geht - was du zu tun und was du zu lassen hast!" Als sie nur schnaubte, sprach er weiter. "Und du bist diejenige, die brav gehorchen wird... die mir dienen und mir zur Verfügung stehen wird. Du bist jetzt mein Eigentum, Helena... mein Besitz... und du wirst sehr bald dankbar dafür sein, daß du das alles sein darfst... und kannst!" "Ich wiederhole mich nur ungern!" knirschte sie. "Aber Sie sind verrückt... alle beide!"
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geschrieben am: 28.07.2003    um 09:58 Uhr   
"Es ist verrückt von dir, dich deiner Bestimmung noch länger zu widersetzen!" seufzte Stocker. "Ich habe auf den ersten Blick erkannt, wer du bist und was in dir steckt... jetzt braucht es nur ein bißchen Nachhilfe, um dir das auch selber bewußt zu machen!" Er nickte Nora zu. "Laß sie aufstehen!" Sofort zog die Blonde sie mit einem kräftigen Griff auf die Beine - aber als Helena sich befreien wollte, schüttelte sie sie kurz durch - eine kleine Warnung, das sein zu lassen. Da sie merkte, daß das aussichtslos war, konzentrierte sie ihre Aufmerksamkeit auf den Mann, der vor ihr stand. Stocker hatte gewartet, bis sie seinen Blick suchte. Er ignorierte ihren empörten Trotz und schaute sie nur streng an. "Ich werde dich jetzt mustern!" "Gehen Sie doch zum Teufel! Da passen Sie gut hin..." zischte sie stur.
Ein feines Lächeln umspielte seine schmalen Lippen. "Du wirst dich später einmal sehr über diesen nutzlosen Widerstand von deiner Seite her amüsieren... das verspreche ich dir!" sagte er leise - dann nickte er Nora erneut zu. Sofort fing diese an, Helena auszuziehen... alles mit einer Hand, so daß sie überhaupt keine Chance hatte, sich dagegen zu wehren. Schon wurde ihr die Kostümjacke über die Schultern gezogen... die dünne, rubinrote Seidenbluse folgte... dann der Rock. Helena erschauderte, als der Stoff ihre langen Beine entlang glitt und sich um ihre Füße bauschte. Hilflos fühlte sie sich den Blicken der beiden ausgesetzt - nur mehr mit ihrer Unterwäsche bekleidet. Und die schwarze, zarte Spitze verbarg nicht mehr viel vor ihren Augen. Verlegen wich sie seinem funkelnden Blick aus.

"Du gefällst mir immer besser, kleine Helena!" sagte er, mit so leiser, sanfter Stimme, daß es fast ein Schnurren war. Aber diesmal verbot sie es sich energisch, auf diesen Tonfall zu reagieren. "Ziehst du den Rest selber aus - freiwillig - oder soll ich das auch Nora befehlen?" Ihr Kopf hob sich. Sie schluckte. Dann entschied sie sich dafür, einen Rest von Selbstachtung zu behalten. "Ich mache es selbst!" wisperte sie. "Sehr gut!" Er lächelte maliziös. "Ich habe das nicht anders von dir erwartet!"
Ein Wink - Nora entließ sie aus ihrem Griff und sie war frei. Geistesabwesend rieb sie sich die malträtierten Handgelenke.
"Folge mir!" Langsam ging sie hinter ihm her, als er in sein eigenes Büro zurückkehrte... und sie gestand es sich nur ungern ein, aber sie war erleichtert, als er die Tür wieder energisch schloß und er die Blondine damit aussperrte. Ihre Gedanken rasten, während sie beobachtete, wie er den Schreibtisch umkreiste und es sich in seinem Ledersessel gemütlich machte. Fieberhaft suchte sie nach einer Möglichkeit, die untragbare Situation zu ihren Gunsten zu beeinflussen - oder ganz abzubrechen - aber so sehr sie auch überlegte, ihr fiel einfach nichts ein. Nicht in ihren schlimmsten Albträumen hätte sie sich so eine Situation ausmalen können. Sie, in der Gewalt eines Verrückten...
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