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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:04 Uhr   
ie Staubhexe

Komm, Katze“ rief Hexe Rydia „laß uns die gute Stube blinkeplank putzen, damit sie zum funkelnden Glanz deiner wunderhübschen Augen passt.“
Die Katzendame, die auf den Namen „Katze“ hörte, verdrückte sich schnell.
Wie der Blitz war sie auf dem Schrank gehopst und hatte sich dort hinter der großen Keksdose verkrochen.
Rydia seufzte. Es war jedesmal dasselbe, wenn es darum ging, im Hause ein wenig für Ordnung zu sorgen.
Vor sich hinschmollend griff sie nach dem Staubwedel und begann, in sämtlichen Ecken und Winkeln damit herumzuwedeln.Dabei sang sie: „Stauborium, pitz-potz-putz!
Simsalaborium-fort mit dem Schmutz“
Ein leichtes Hüsteln, welches zwischendurch immer wieder aus ihrer Kehle kroch,zeigte, wieviel Staub sie dabei aufwirbelte.
Mit finster zusammengezogenen Augenbrauen und mit schön-schaurig-erhobener Stimme sang sie weiter:
„Sti-Sta-Stu-Stauborius
mit dem Staub, da ist jetzt Schluߓ
Aus dem Kamin kam plötzlich ein zischendes Geräusch. Es knisterte und wabberte und knackte in der Kaminöffnung und kurze Zeit später, mit einem – Huuuuuuuuuiiiiii - huschte eine Gestalt in die Stube.
Auf einem Besen und mit fliegenden , tiefroten Röcken zog sie eine schwungvolle Bahn durch Rydias Stube.
Dann ließ sie sich nieder, stieg vom Besen ab und rief:
„Hey, Puppe, was machste so 'nen Wirbel, häh?“ rief sie Rydia zu, während sie ihren Besen in die Ecke pfefferte.
„Äh...ich mach‘ si-sa-sauber-staubrein. Und wer bist du? Und was machst du hier?“
„Ja, sach‘ ma‘ Fräulein. Wat soll denn das? Laß doch den Staub Staub sein.Is schließlich ein Teil von mir, odda?“
„Oh,äh..., ich weiß nicht.......“ begann Rydia.
„Nu stotter‘ hier ma‘ nich‘ so rum, nich‘ wahr. Hör mir ma‘ lieber zu und lass das Ding da weg“ die Staubhexe deutete auf den Staubwedel in Rydias Händen.
Diese begriff die Welt nicht mehr, und war so perplex, dass sie nicht dazu in der Lage war, etwas Sinnvolles zu erwidern. Mit dümmlich aufgerissenem Mund und ebensolchen Augen stand sie da und starrte auf den Staubwedel. Dann schaute sie zur Staubhexe und blickte von dort aus wieder auf den Staubwedel.
„Nu‘ blick mich nich‘ so an, wie 'ne Kuh, wenn's blitzt, sondern pack das Ding in deiner Hand ma‘ in die hinterste Ecke deiner Stube hier.“
Endlich konnte Rydia etwas erwidern „Nö, schließlich will ich es hier blitzeblanksauber haben.“
„Freiheit dem Staub“ rief die Staubhexe und ihre Worte ließen gelbe Blitze durch die Stube zucken.
Rydia zuckte zusammen und erstaunt beobachtete sie, wie schließlich zwei dicke Tränen aus den Augen der Staubhexe quollen.
Nachdem diese sich einen Weg über deren Wangen, Kinn und Hals bis hin zum roten Rockkragen gebahnt hatten, um dort auf NimmerWiedersehen zu verschwinden, schluchzte die Staubhexe mit kindlicher Stimme „Weißte, wenn es überall Staubfrei is‘, dann wird es mich nimma mehr geben und das läßt mich nich' gerade vor Freude hüpfen und Jucheee brüllen., sondern jämmerlich und erbärmlich schluchzen und fluchen und weiß der Geier wat noch!“ Rydia blickte mitfühlend zu der schluchzenden Staubhexe.

vv
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:05 Uhr   
Diese schien zu spüren, dass Rydia ein offenes Ohr zu haben schien und sprach daraufhin mit dem anfänglichen Schwung: „Hey, Puppe! Wie wäre es mit 'nem Deal? Häh?“
„Ein Deal? Was für ein Deal denn?“ Rydia runzelte die Stirn.
„Na, ich seh‘ ma‘ zu, dass meine allerliebsten Staubkörnchen nich‘ mehr wahllos in deiner Stube rumtanzen und du richtest ihnen hier eine Ecke ein, wo weder Putzerei noch Staubwedelei etwas zu suchen haben, odda? In dieser Ecke werd‘ ich jedes einzelne Staubkörnchen hüten, wie ein Schäfer seine Schafe. Ergebnis: Dir und mir is‘ gedient! Na? Wat sagste dazu, häh?“
Rydia überlegte und nachdem sie zu dem Schluß gekommen war, dass Staubwedelei und Putzerei nicht gerade zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehörten, willigte sie schließlich ein.
„Braves und kluges Kind“ lobte die Staubhexe erfreut.
Hurtig wurde eine geeignete Ecke für die Staubkörnchen gesucht und mit :
*PomboriumSimsalaberiatz
Husch-husch-husch, auf euren Platz*
dirigierte die Staubhexe jedes einzelne Staubkörnchen in diese Ecke.
Es war ein lauschiges Eckchen neben dem Kamin.
„Und dort bleibt jedes einzelne Staubkorn jetzt und bis in alle Ewigkeit?“ fragte Rydia.
„Darauf kannste dich verlassen, Puppe, so wahr ich die Staubhexe Else Stäubchen bin. Na, wat sagste nu‘ ?“
„Prima! Ja, einfach prima ist das! Nie wieder Staubwedeln, wie fein!“
„Mein Auftrag is‘ es, so viele Hexen und Menschen wie möglich von dieser Methode zu überzeugen. Denn der Staub darf nimma aussterben. Ohjemine! Nich‘ auszudenken! Dies wär' der Untergang von mir, Staubhexe Else Stäubchen. Ob die Menschen dabei mitmischen?“
„Ach, und wenn nicht, so reicht es doch, wenn alle Hexen sich auf diesen Deal einlassen, oder?“ zerstreute Rydia die Zweifel der Staubhexe.
„Recht haste, kluges Kindchen. So isset ! So wahr ich Else Staubkörnchen heiße *Hi* ! Ein dreifaches >Hoch< für den Staub der Welt!“
Rydia stellte sich vor die Ecke, in der die Staubhexe sämtlichen Staub ihrer Hütte versammelt hatte, breitete beschwörend die Hände darüber aus und sprach: „Ich taufe dich auf den Namen „Schmutzeckchen.“
Und bevor sich die Staubhexe aus dem Staube machte rief sie laut: „Und die Moral von der Geschicht‘ : vernichte deine Schmutzeck‘ nich‘!
*Hi* Dieses süße, kleine Schmutzeckchen lebe hoch!“ Dann raffte sie ihre Röcke, schwang sich auf den Besen und wirbelte davon, ohne den geringsten Staub aufzuwedeln.

(© Astrid Hinkelmann)


Geändert am 25.01.2003 um 21:25 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:24 Uhr   
ie Geschichte von der Puddinghexe

Ob ihr es glaubt oder auch nicht, das Hexenreich ist schon sehr merkwürdig: Da gibt es eine Hexe beispielsweise, die nennt sich Alberta, die Puddinghexe. Sie verhilft den Menschen, die zu lange stehen müssen, zu schmerzenden Beinen. Die Betroffenen haben das Gefühl, Pudding in ihren Knien zu haben. Alberta ist immer sehr stolz auf ihre Arbeit und lässt keine Gelegenheit aus, der Welt zu zeigen, dass es sie gibt.
Doch leider, leider bedenkt Alberta nicht immer, dass es außer ihr noch eine weitere Puddinghexe gibt. Dies ist ihre Schwester Kunigunde. Auch sie legt auf den Titel 'Puddinghexe' sehr großen Wert. Doch Kunigunde hat eine andere Aufgabe als Alberta: Sie sucht Menschen heim, die Pudding kochen wollen. Immer wenn in der Küche Unerfahrene einen Pudding zubereiten wollen, ist Kunigunde zu Stelle. Sie hext so lange herum, bis die Speise angebrannt und nicht mehr zu genießen ist.

Vor einigen Tagen bat mich meine beste Haushexe von allen, ihr etwas Arbeit bei der Essenszubereitung abzunehmen. In diesem Fall sollte ich nicht Kartoffeln schälen, sondern den Nachtisch bereiten. Dies mache ich immer sehr gern, da ich danach die Reste aus den Töpfen auslöffeln darf. Also stimmte ich freudig erregt zu und durfte mir sogar den Pudding aussuchen. Es sollte ein Riesentopf Schokoladendessert werden. Tatendurstig suchte ich mir die Zutaten heraus, natürlich mit erheblicher Unterstützung meiner holden Gattin. Denn welcher Normalsterbliche, der vom Kochen soviel versteht, wie ein Bulle vom Eierlegen, weiß schon so genau, welche Zutaten benötigt werden?
Nach wenigen Augenblicken war auf dem Küchentisch alles aufgebaut und ich startete mit der Arbeit. Meine Gemahlin wollte derweil einige Einkäufe tätigen.
Frohgemut machte ich mich ans Werk, was sollte denn schon passieren? Die Gebrauchsanleitungen waren alle deutlich lesbar, und ich hatte sogar meine Brille bei mir.
Also, den Topf auf den Herd, dann einen Liter nicht zu kalte Milch hinein. Dann warten, bis die Milch kochte.
Ich wartete, fünf Minuten, zehn, vielleicht auch fünfzehn Minuten. Nichts tat sich.
Hmh. Was hatte ich wohl falsch gemacht? War doch alles in Ordnung, bloß die Milch wollte nicht kochen.
Ich überprüfte den Herd. Die Platte war heiß, ich verbrannte mir sogar die Finger. Aber der Topf, was war denn mit dem Topf los? Er wollte und wollte nicht heiß werden.
Und dann sah ich die Bescherung: Das Gefäß stand gar nicht direkt auf der Kochplatte...

vv
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:24 Uhr   
Ein mir unbekanntes Wesen stand hinter dem Topf und hielt ihn mit Bärenkräften hoch. Die Adern am Kopf schwollen an, aber es gab nicht auf. Dabei grinste mich die Kreatur furchterregend an und zeigte mir dabei ihren fast zahnlosen Mund. Ich fuhr sie an: "Was machst Du in meiner Küche? Lass sofort den Topf los!"
"Ich bin Kunigunde, die Puddinghexe, wenn Du es schon so genau wissen willst," krächzste das Wesen. "Ich esse für mein Leben gern Pudding und wenn Du mir die Hälfte abgibst, soll es Dein Schaden nicht sein."
"Da hört sich doch wohl alles auf," schrie ich die Hexe an, "sieh zu, daß Du Dir Deinen Pudding woanders holst. Das hier jedenfalls ist meiner. Und der ist nur für mich!"
Kunigunde lachte häßlich und begann, den Topf mit der Milch hin und her zu schwenken, bis die Milch begann, herausspritzte.
Ich versuchte natürlich, sie daran zu hindern, doch alles was ich erreichte, war, die Hexe wurde immer wilder und ausgelassener: "Er gibt mir keinen Pudding, er gibt ihn mir nicht," sang, nein gröhlte sie, "dann soll er auch keinen haben, der arme Wicht."
Mit diesen Worten schüttelte sie den Behälter so stark, daß ich über und über mit Milch bespritzt wurde. Dann, als der Topf leer war, verschwand die kleine fürchterliche Hexe auf Nimmerwiedersehen.
Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld: Überall Milchspritzer. Zu allem Überfluß kam jetzt auch noch meine Holde vom Einkaufen zurück und brach fast in Tränen ob des Chaos' aus. Meine Erklärungen nutzten nichts, wer glaubt schon an Hexen?
"Du hast Dich wieder zu blöd angestellt," maulte sie, "verschwinde aus der Küche. Und den Pudding kannst Du auch vergessen."
Das war mein Erlebnis mit der Puddinghexe Kunigunde. Nun gut, ich bin hart geblieben, sie hat nichts abbekommen. Aber leider habe auch ich keinen Nachtisch bekommen und meine Frau lacht sich heute noch scheckig über meine Ausreden mit der Puddinghexe.

(© KarlHeinz Graumann)



Geändert am 25.01.2003 um 21:26 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:34 Uhr   
ie Milchhexe

Die Hexe Schlabbertrunkonia und der Zauberer Nimmerkrank wohnen in einem alten Haus, im Wald, bei den sieben großen Tannen.
Weil das Haus für einen alleine doch sehr groß wäre und die beiden außerdem gute Freunde sind, wohnen sie gemeinsam dort.
Jeder hat hat ein eigenes Schlafzimmer mit Kachelofen und weil ein Schlafzimmer und noch ein Schlafzimmer zusammen zwei Schlafzimmer sind, gibt es in diesem Hexenundzaubererwaldhaus also zwei Schlafzimmer.
Dann wären da natürlich noch die anderen Zimmer, die von Schlabbertrunkonia sowie von Nimmerkrank gemeinsam benutzt werden.
Genau neun weitere Zimmer findet man dort noch:
Eine Hexenundzaubererküche, ein Zaubererundhexenbadezimmer, ein Grübelundnachdenkzimmer, ein Bücherundschreibzimmer, ein Hexenkesselundzauberbuchzimmer, ein Schlechtelauneundlautfluchen-
zimmer, ein Hüpfimdreieckundlachlautzimmer, ein Ideenundmalzimmer und ein Besenundzauberstabzimmer!
Jeden morgen frühstücken Schlabbertrunkonia und Nimmerkrank gemeinsam in der warmen Hexenzaubererküche. Der runde Tisch ist dabei vollgestellt von allerlei Dingen, die zu einem ausgiebigen Frühstück so dazugehören. Brot, Brötchen, Cornflakes, Butter, Marmelade, Honig, Wurst, Käse, Eier, Orangensaft, Tee, Kaffee und MILCH !
Und beide wissen, diese Ichfrühstückebisichplatzetageszeit ist der schönste Teil des Tages!
Nur in einem Punkt, da sind sie sich überhaupt nicht einig! Nämlich wenn es um MILCH geht!
Während Schlabbertrunkonia MILCH für ihr Leben gern trinkt, schüttelt sich Nimmerkrank schon beim Anblick dieser weißen Flüssigkeit. Insgeheim wünscht er sich, dieses erbärmlichschmeckendeundriechende Getränk nie wieder in seiner Nähe zu haben und erst recht nicht auf dem Tisch, bei der doch ach so schönen Ichfrühstückebisichplatzetageszeit.
Als er den Anblick dieser Milch nun überhaupt nicht mehr ertragen kann und ihm selbst der Tee, bei diesem milchschlürfendem Geräusch von Schlabbertrunkonia , nicht mehr schmeckt, da kann er seinen, um diese Tageszeit sonst schweigendenundnurkauenden, Mund nicht mehr halten! "Potzblitzkrötenbeinundmäusedreck"...ruft er plötzlich so laut, das Schlabbertrunkonia erschrocken zusammenzuckt und ihr die Tasse mit der MILCH auf den Boden, der sonst so sauberen Hexenundzaubererküche, fällt.
"Ja, beim heiligen Rabinski, sag' mal Nimmerkrank, was ist denn in dich gefahren? Ooooh...... eine Zumzauberkesselschreiende Unverschämtheit ist es, mich bei der Ichfrühstückebisichplatzetageszeit zu stören. Sieh' ! Los, sieh' her was du angerichtet hast, du.....Achichweißnichtwasdubist! Meine wunder-wunderschöne Milchschlürftasse ist nun hinüber!!!! Ja !!!! Hinüber ist sie und liegt dort in Achichweißnichtwievielen Scherben!
Verflixtunddreimalpaukenschlag! Aus was soll ich bitteschön jetzt morgens meine Milch trinken? Hä? Kannst du mir dies, an diesem unglückseligen Morgen mal verraten?"
Nimmerkrank, selbst erschrocken von dem, was soeben geschehen ist, zuckt ratlos die Schultern! Er schaut auf die Scherben am Boden, sieht dann hoch zu Schlabbertrunkonia , und weiß gar nicht so recht was er sagen soll! Gut, er hatte etwas die Beherrschung verloren als er so losbrüllte, aber nie und nimmer hat er doch gewollt, das die Milchschlürftasse von Schlabbertrunkonia, nun in tausend Stücke zerteilt, dort auf dem Hexenundzaubererküchenboden liegt!
"Beim heiligen Krötenfuß, Schlabbertrunkonia, es tut mit wirklich Siebentannenmäßig leid!
Was sollen wir denn nun tun?"

vv
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:34 Uhr   
"Das fragst du mich, du Unglücksrabe? Beim heiligen Rabinski, sieh zu wie du heute deine Zeit verbringst! Ich hab' erst mal genug von dir!"
Schlabbertrunkonia springt vom Stuhl auf und mit hocherhobenem Kopf stolziert sie aus der Hexenundzaubererküche, den zerknirschten Nimmerkrank keines Blickes mehr würdigend.
Sie geht schnurstracks ins Schlechtelauneundlautfluchenzimmer und schließt sich dort ein.
Nimmerkrank währenddessen, fegt die Scherben der Milchschlürftasse zusammen und begibt sich danach ins Grübelundnachdenkzimmer!
"Sicher," murmelt er vor sich her, "ich könnte meine Zauberkräfte anwenden und die Scherben wieder zur Milchschlürftasse zusammen zaubern! Aber einer Hexe ist es verboten, aus einer Tasse zu trinken, die schon einmal zerbrochen war! Ach ich Unglückstropf! Nun ist Schlabbertrunkonia böse auf mich und hat mit Sicherheit keine Lust, mit mir unsere täglichen Späße im Hüpfimdreieckundlachlautzimmer zu haben !"
Schlabbertrunkonia sitzt im Schmollwinkel des Schlechtelauneundlaut-
fluchenzimmer. Sie hat sich vorgenommen dieses Zimmer so schnell nicht mehr zu verlassen. "Soll Nimmerkrank doch sehen wie er sich heute die Zeit vertreibt" murmelt sie vor sich hin.
So vergeht Stunde um Stunde!
Während Nimmerkrank vergeblich versucht, auch allein an all' den sonst so lustigen Dingen Spaß zu haben, sitzt Schlabbertrunkonia noch immer im Schlechtelauneundlautfluchenzimmer.
Ihre Wut hat sich gelegt und sie beginnt sich zu langweilen.
"Hmmmm......." murmelt sie " was Nimmerkrank wohl gerade macht? Bestimmt ist er im Hexenkesselundzauberbuchzimmer und probiert gerade eine lustige neue Zauberformel aus.
Ob ich mal nachsehen soll ? NEIN...ich bleibe hier, schließlich bin ich ja wütend!"
Nimmerkrank hat festgestellt, das ihm ohne die Ideen von Schlabbertrunkonia gar nichts so richtig Spaß macht! Sogar das Milchschlürfende Geräusch vermißt er! Das hätte er ja niemals für möglich gehalten.! "Ach," denkt er sich, " nie wieder würde ich Schlabbertrunkonia beim Milchschlürfen innerlich verfluchen, wenn sie doch nur nicht mehr wütend auf mich wäre!
Was ist schon ein Milchschlürfendes Geräusch gegen diese Langeweile die ich ohne unsere Späße habe!"
Auch Schlabbertrunkonia denkt und denkt und denkt!
"Was ist schon eine Milchschlürftasse" denkt sie sich "Viel wichtiger ist es doch einen Freund zu haben, mit dem man Späße machen kann. Ob Nimmerkrank ohne mich genauso viel Spaß hat ? Vielleicht will er mit mir ja gar nichts mehr unternehmen, wo ich doch immer so schnell wütend bin?"
Leise schließt sie die Tür vom Schlechtelauneundlautfluchenzimmer auf. Sie drückt vorsichtig die Türklinke hinunter und auf Zehenspitzen schleicht sie aus dem Zimmer.
Zur selben Zeit schleicht Nimmerkrank aus dem Ideenundmalzimmer in Richtung Schlechtelauneundlautfluchenzimmer. Er will doch mal sein rechtes Ohr an die Türe legen und lauschen, ob Schlabbertrunkonia noch im Zimmer ist und wenn ja, ob sie wütend flucht.
Auf halbem Wege prallen die beiden gegeneinander und schauen sich verdutzt an. Dann müssen sie laut lachen und lachen und lachen! Gar nicht mehr aufhören können sie!
Ach, was sind sie froh, das sie wieder gemeinsam fröhlich sein können. Sie tanzen vor Freude durch alle Zimmer und nehmen sich vor, wegen einer solchen Kleinigkeit keinen Streit mehr anzufangen. Eine neue Milchschlürftasse kann man sich schließlich immer wieder besorgen und beim Milchschlürfendem Geräusch, kann man sich ein wenig Watte in die Ohren stopfen!
Darin sind sich beide einig.

(© Astrid Hinkelmann)
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:40 Uhr   
er Besen

Es war einmal, es war einmal - vor gar nicht allzulanger Zeit, da lebte in einem kleinen Ort in Vorarlberg ein junges Mädchen. Das Mädchen, das mit ihrer Familie oben am Berg wohnte, mußte jeden Morgen ins Tal hinuntersteigen um in die Schule zu gehen - und am Nachmittag mußte sie wieder zurück nach Hause.
Das viele Laufen gefiel ihr überhaupt nicht, und sie überlegte sich, wie sie ohne zu laufen, hinab-, aber auch wieder zurück hinaufkommen könnte.
Sie dachte an Schlitten, Fahrräder, Ski, ... , aber nichts davon konnte ihr beide Wege ersparen. Eines schönen Tages erzählte sie ihrer Mutter von dem Problem, doch die lachte nur und meinte: "Tja, du müßtest eben eine Hexe sein, dann könntest du den Weg mit deinem Besen fliegen."
Das kleine Mädchen dachte lange darüber nach und kam dann zu dem Schluß, dies sei wohl wirklich die einzige Lösung, und darum machte sie sich auf die Suche nach jemand, der ihr weiterhelfen könnte. Sie fragte im Dorf herum, sie suchte in der Bibliothek nach Büchern, aber sie fand nicht die kleinste Spur einer Hexe.
Dann hatte sie eine Idee: Sie würde einfach im Telefonbuch nachsehen!
Gesagt, getan! Sie rannte sofort ins Wohnzimmer zum Telefon und schlug das Telefonbuch auf.
" ... Hammer ... Hegel ... HEXE!" Da war es. Zwar nur ein Eintrag, aber mehr wollte sie ja gar nicht. Sie wählte die Nummer, wartete ein Weilchen und plötzlich nahm jemand ab und sagte: "Gregoria Gurkenzahn, Hexe für Modernes und nicht ganz so Modernes, womit kann ich Ihnen helfen??"
Das kleine Mädchen war erstaunt, denn so sollte sich eine Hexe doch wirklich nicht anhören, nicht so geschäftsmäßig, und dafür mit einer krächzigen, furchtbaren Stimme.
Trotzdem nahm sie allen Mut zusammen und antwortete: "Grüßgott, hier spricht Sahra. Ich möchte einen fliegenden Besen kaufen."
"Soso, einen Besen möchtest du kaufen? Wozu benötist du ihn denn?"
"Ich brauch ihn für meinen Schulweg, damit ich nicht so lange laufen muß, und mehr Zeit zum Spielen habe."
"Soso, zum Spielen brauchst du die Zeit? Das ist natürlich ein guter Grund. Womit kannst du denn bezahlen?"
Bezahlen! Daran hatte Sahra gar nicht gedacht!
"Ich könnte dir meinen Teddybär geben, mit dem ich immer spiele."
"Nein, nein, ich will dir nicht dein Spielzeug wegnehmen. Ich hatte mehr an sowas gedacht wie eine gute Tat zusätzlich am Tag. Und solange du das einhältst, wird der Besen bei dir bleiben, aber sobald du einen Tag ausläßt, wird der Besen wieder zu mir zurückkehren. Bist du damit einverstanden?"
Ob sie damit einverstanden sei? Natürlich war sie das! Eine gute Tat pro Tag, ein lächerlicher Preis. Sie sagte zu, und schon am nächsten Tag stand der Besen vor ihrer Tür, und sie flog mit dem Besen in die Schule.
Eine Weile ging es auch ganz gut, und jeden Tag bezahlte sie für den Besen mit einer guten Tat. Doch Sahra wurde älter, aus dem Kind wurde eine Jugendliche, und mit der Zeit nahm sie den Besen für selbstverständlich. Und so, eines schöne Tages, vergaß sie auch die gute Tat, und der Besen verschwand auf nimmerwiedersehen im blauen Himmel.
Aber es machte Sahra fast nichts aus, denn sie hatte ja gestern den Fürerschein gemacht, und wer braucht schon einen fliegenden Besen, wenn er ein Auto hat???

(© Moritz)
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:41 Uhr   
ooopssaaaa Mooooon .. hab dich voll überlesen..
tut mia sorrüü tsum

Lilchen

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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:46 Uhr   
ine Nacht auf dem großen Fluß

Es war das ideale Wetter zum Nachtangeln. Also hatte ich kurzentschlossen meine Angeltasche ins Auto gepackt und war zum großen Fluß gefahren. Es war warm, sternenklar und der Vollmond ließ das Wasser in einem goldenen Licht erstrahlen. Ich ließ mich in meinem kleinen Boot den Strom hinuntertreiben, unentschlossen, wo ich denn mein Angelglück versuchen sollte, und genoß die herrliche Stille, die nur von dem Zirpen der Zikaden und einem gelegentlichen Ruf eines Käuzchens von den Bäumen der Waldinsel unterbrochen wurde. Aber plötzlich...
"Jahimmeldonnerwetternocheinmal, Quallenfeuer, Topmastbruch und Segelriss!! Wo, zum Klabautermann, bin ich denn hier gestrandet?"
Eine grauenhaft schrille Stimme hatte die Idylle jäh unterbrochen. Ich fragte mich, wer um Himmels Willen hier mitten in der Nacht so herumschrie und ob eventuell etwas passiert sei und ich Hilfe leisten könnte.
Also steuerte ich mein Boot in die Richtung, aus der diese Fluch-Tirade erklungen war - Richtung Waldinsel.
Ich fuhr mein Boot in einer kleinen Bucht an den Strand und band es gerade an einem Baustamm fest, als sich mir ein eiskalte Hand auf die Schulter legte und diese schrille, etwas rauhe Stimme erklang erneut.
"Jakreuzteufelschneckenschleimnocheinmal, Sailor, wo bleibst du denn so lange, jetzt aber Žrein in deine Schaluppe und nix wie hinterher!!" Mir wäre vor Schreck beinahe das Herz stehengeblieben und ich drehte mich, auf das Schlimmste gefaßt, ganz langsam um.
Vor mir stand eine wunderschöne, junge Frau mit wallendem, blonden Haar, großen, ausdruckvollen Augen und einem kirschroten Mund. Sie trug ein altmodisches, sehr weit ausgeschnittenes Kleid, welches allerdings ziemlich lädiert aussah und ausgebleicht, als wenn es schon viel zu oft gewaschen worden wäre. "Ähh hallo, ich ..." stammelte ich, unfähig, zu glauben , was ich sah. "Wat is, wat is, komm mien JungŽ, wie hebbt kein Tied, wie müdd achterran, schnacken künnt wie ock op See " hörte ich gerade noch und wurde von ihr in mein Boot geschoben. " Du nimmst die Pinne, fürŽn Antrieb sorgŽich schon " und schon trieben wir auf dem großen Fluß stromaufwärts. Gegen die Strömung. Seltsam. " Wer sind Sie und wo fahren wir hin und überhaupt....." hob ich an und wurde direkt wieder von ihr unterbrochen:
"Paß op, KäptŽn, Du stüerst und ick vertell di wat. Domit du mi versteist, wer ick hochdütsch schnacken.

vv
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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:48 Uhr   
Ich bin die Seehexe Esmeralda Waterloo Spinacker und mein Captain ist mit unserem Schiff diesen brackigen Bach Žraufgesegelt, weil er unbedingt in eine bestimmte Werft muß, die auch alte spanische Galeonen restaurieren kann." "Bach?", dachte ich, "das ist der große Fluß und sie sagt Bach dazu". Weiter kam ich gar nicht, denn sie setzte schon wieder an. (Oh, diese Stimme!) "Überhaupt, was heißt schon alt, und wieso restaurieren, habŽich den KäptŽn gefragt, aber der Döspaddel mußte ja unbedingt hier hochschippern. Da hab ich mir vor lauter Wut mit der Nixe Maria Heringssteert und dem Wassermann Kalle Flunderflosse, ein einheimischer Tölpel, einen auf die Lampe gegossen. Aber das hiesiege Muschelbier ist wohl stärker, als ich das gewöhnt bin, und so bin ich wohl irgendwie baden gegangen und finde mich in diesem grässlichen Wald wieder. Mann, das ist mir ja schon 300 Jahre nicht mehr passiert! Also hab ich mir schnell ein Boot herbeigehext, damit ich mein Schiff verfolgen und wieder an Bord gehen kann, bevor einer was merkt. Wenn der Klabautermann nämlich weiß, daß ich nicht an Bord bin, nimmt er das Schiff in Besitz und dann ist es verloren. Also, halt Ausguck, Sailor, wir müssen den Pott schnell wiederfinden."
"Das ist ja wohl das bekloppteste, was ich je in meinem Leben gehört habe", dachte ich, "wo ist die denn ausgebrochen?" Aber da rief sie schon: " Da vorne ist er, geh längsseits Mann, ich spring dann Žrüber"
Es scheuerte und knirschte an meinem Dollbord, als mein Boot den Baumstamm streifte, der träge im Strom schwamm. Ich muß wohl eingenickt sein in dieser herrlichen Stille, die nur ab und an durch das klagende Rufen eines Käuzchens unterbrochen wurde. In der Mitte des großen Flusses sah ich ein Schiff auf mich zufahren. Es war ein großes Segelschiff, wahrscheinlich eine alte spanische Galeone auf dem Weg zur Bootswerft "Hansebau", die sich auf die Restauration so alter Schiffe spezialisiert hatte. Ich ruderte ein bißchen näher heran. Schön war das Schiff, mit einer herrlichen Galeonsfigur. Eine schöne, junge Frau mit wallendem, blonden Haar, großen, ausdrucksvollen Augen und einem kirschroten Mund. Aber was war das jetzt?
TÄUSCHTE ICH MICH, ODER HATTE SIE MIR GERADE ZUGEZWINKERT?

(© Uwe Stuerck)

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geschrieben am: 25.01.2003    um 21:58 Uhr   
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:00 Uhr   

voll machts 100

Lilchen

Geändert am 26.01.2003 um 03:50 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:08 Uhr   
jaaaaooo.. lieb..



bye Lilchen


Geändert am 25.01.2003 um 22:18 Uhr von blueLili

Geändert am 05.02.2003 um 11:58 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:20 Uhr   
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:24 Uhr   


Schwarzes Einhorn

(Geschrieben von Eisiges Herz und schwarzer Stahl)

Schwarzes Einhorn komm herbei
deine Macht, Gedanken frei

Komm zu mir, durchbor mein Herz
vorbei soll er sein dieser schreckliche Schmerz

kann nicht mehr lachen und auch nicht lieben
wäre ich bloß allein geblieben

mit gebrochenem Herz und großer Freude
stehe ich nun auf dieser Weide

Ich werd nicht gehn, ich warte hier
bis du den Todt bringst sanft zu mir

Oh du schwarzes Einhorn bald bin ich dein
meine Seele wirst besitzen du allein

Körper und Seele wirst du trennen
meine Geheimnis bald erkennen

Was DU dan tust ist mir egal, denn dann ist zuende meine Qual




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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:28 Uhr   
Guido J.F. Gdowzok
Das Einhorn
Friedrich hatte Langeweile. Die hatte er manchmal, wenn er allein in seinem Zimmer saß. Wenn ihm ganz besonders sterbenslangweilig war, dachte er an das Einhorn. Von dem hatte ihm seine Oma einmal erzählt. In einem großen Buch hatte sie geblättert und ihm ein Bild gezeigt. Das Einhorn galoppiert nachts über die Wolken, hatte sie gesagt. Und es nimmt den, der es sieht, mit auf eine phantastische Reise in das Land, das die Erwachsenen nicht sehen können.

"Ach das wäre toll, wenn ich auf dem Einhorn reiten könnte", dachte Friedrich, und weil die Sonne schon untergegangen war, saß er am offenen Fenster und lauschte. Denn wenn ein echtes Einhorn über die Wolken galoppiert, das muss man ja schließlich hören. Doch so sehr Friedrich sich auch anstrengte, er hörte niemals mehr als das Rauschen der Blätter im Wind oder das Fauchen vom fetten Kater von den Leuten, die im Haus unter ihnen wohnten. "Puste mir mal ins Ohr", bat er seinen Freund Frank, "dann höre ich vielleicht besser, wenn das Einhorn über die Wolken galoppiert." Klar, dass Frank ihm ins Ohr pustete. Sogar in alle beide. Half aber alles nichts.

"Vielleicht kann man das Einhorn gar nicht hören", sagte Frank eines Tages, "das ist bestimmt wie eine Sternschnuppe, und die leuchten nur." Das war eine gute Idee. "Weißte was", sagte Frank, "ich werde gucken, ob ich das Einhorn sehe, und dann sage ich dir schnell bescheid." Von nun an saß auch Frank jeden Abend an seinem Fenster. So sehr er sich aber auch anstrengte, er sah niemals mehr als das Funkeln der Sterne oder den Schatten vom fetten Kater von den Leuten, die im Haus über ihnen wohnten. "Probiers mal mit einem Streichholz", sagte sein Freund Felix zu ihm, "dann siehste im Dunkeln besser, wenn das Einhorn über die Wolken galoppiert." Klar, er probierte das mit dem Streichholz. "Autsch!", jetzt hatte er sich die Finger verbrannt. Half aber alles nichts.

"Wenn man das Einhorn nicht hören und nicht sehen kann", sagte Felix, "dann kann man vielleicht nur einen Luftzug fühlen, wenn das Einhorn über die Wolken galoppiert." Das war die beste Idee der Welt, fanden Friedrich und Frank. "Und wenn das Einhorn über die Wolken kommt, dann komme ich schnell zu euch gelaufen", versprach Felix seinen Freunden. Und nun saß auch Felix jeden Abend an seinem Fenster, spukte auf seinen Zeigefinger und hielt ihn in den Abendwind, so wie es die Seefahrer tun. So sehr sich Felix aber auch anstrengte, er spürte niemals mehr als das Pieksen einer Mücke oder das Fell ... richtig, vom fetten Kater von den Leuten, die im Haus gegenüber wohnten, denn der schlich um seine Beine. "Spuck du mal", sagte er zu Friedrich, "vielleicht geht's mir deiner Spucke besser.

vv
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:29 Uhr   
." Klar spuckte Friedrich. Und auch die Spucke von Frank probierte Felix aus. Und hielt seinen Zeigefinger tapfer in den Abendhimmel, bis er eine Gänsehaut bekam. Half aber alles nichts. Da waren d! ie Freunde enttäuscht. Dabei wären sie zusammen so gerne auf dem Einhorn über die Wolken geritten in das Land, das die Erwachsenen nicht sehen können.

Eines Tages aber rief die Oma von Friedrich an. Friedrich erzählte ihr von dem Plan, das Einhorn zu finden, und dass alles schiefgegangen wäre. "Du must nicht traurig sein", sagte Oma, "das Einhorn kommt nämlich nicht auf den Regenwolken galoppiert, sondern auf den Wolken der Phantasie. Und die sind in dir drin, ganz nah bei deinem Herzen. Wenn du das nächste mal am Fenster sitzt, dann hälst du dir ganz fest die Ohren zu, dass du keinen Mucks mehr hörst. Frank kneift ganz fest seine Augen zu, aber er darf nicht blinzeln. Und Felix macht eine Faust, so fest bis sein Daumen blau wird."

Und genau das taten die drei. Friedrich steckte die Finger in beide Ohren. Und als er in sich reinhorchte, da konnte er plötzlich auch das Einhorn galoppieren hören. Frank schloss die Augen, das war leicht. Und als er in sich reinschaute, da konnte er endlich auch das Einhorn über den Wolken sehen. Felix machte eine Faust, zuerst mit der rechten, dann mit der linken Hand. Und dann zur Vorsicht auch mit allen beiden. Und als seine Daumen fast ganz blau waren und wie sein Herzschlag pochten, da konnte er das Einhorn spüren, wie es dicht an seinem Herzen vorbei galoppierte. Und weil die drei dicke Freunde waren, war ihr Einhorn groß und stark. Und es nahm sie mit in das Reich der Phantasie. Hoch über die Dächer der abendlichen Stadt ...

Du denkst jetzt bestimmt, das gäbe es nur im Märchen. Stimmt nicht: Auch wenn Du erwachsen bist, kannst du auf die Suche nach dem Einhorn gehen. Denn dazu ist es nie zu spät. Du brauchst nur ein wenig Mut, und wenn du ganz vorsichtig in Dein Herz schaust, dann wirst Du es sehen, hören, spüren. Vergiss, das Du erwachsen bist, und Du wirst es finden, und dann ... halt Dich gut fest!

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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:34 Uhr   



Das Einhorn auf der Flucht

Ich habe ein Einhorn gesichtet
Und deshalb dies hier Gedichtet
Es hatte ein langes Silbernes Horn
und in seinem Fuß steckte ein Dorn.

Oh je dacht ich
Das arme Tier.
Ich schlich mich heran
Versteckte mich dann

und Nein

Es lief weg
Ich stolperte aus meinem Versteck
und lief hinter ihm her.
Das war ziemlich schwer.
Denn das Tier war schnell
und ich war langsam.
Damit endet dieses Gedicht
Denn ich habe das Einhorn nicht mehr „gekricht“.

(v. Nea aus Gryffindor)



Geändert am 25.01.2003 um 22:38 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:41 Uhr   
bin jetzt auch im chat.. brauch Žne klone Pause

.......

Grüßle und Knuddler auch da lässt

pai pai Lilchen

PS:spielst meine Ablösung was?

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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:42 Uhr   
naja die 110 mach ich jetzt auch noch voll..
so isset ja nicht

Lilchen

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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:45 Uhr   
*seuftselts*
nix los im chat

Lilchen

naja sagen wir mal fast nix

Geändert am 25.01.2003 um 22:47 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:54 Uhr   
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geschrieben am: 25.01.2003    um 22:59 Uhr   
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geschrieben am: 25.01.2003    um 23:00 Uhr   
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