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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 25.01.2003    um 23:03 Uhr   
mach ichŽn thread nochŽn bissel picsiger

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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 02:31 Uhr   
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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 02:34 Uhr   

Geändert am 26.01.2003 um 02:48 Uhr von blueLili
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Nutzer: teufelLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 02:52 Uhr   
Mondnacht

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff
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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 02:55 Uhr   


Blumenmeer

Oftmals träume ich von der Sonne,
sehe das Blumenmeer vor mir,
Rosen, Tulpen, Nelken,
Ein Blumenmeer von solcher Vielfalt
wie sie noch nie da war.
Es riecht schön,
die Düfte betäuben mich,
leiten mich.
Düfte des Lebens,
der Liebe,
doch die Düfte halten nicht an.
Ich wache auf,
sehe das Grau der Stadt,
rieche den Smog,
will zurück zum Blumenmeer,
und schliesse meine Augen,
träume weiter.
Vom Blumenmeer.

© by Moonangel
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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 02:58 Uhr   
~°~°~°~°~


Dunkelheit und Licht



In tiefschwarzer Nacht

Ein Stern am Himmel lacht.


Wolken versenken diesen Stern,

er scheint dann unendlich fern.


Der Stern

Er bleibt, strahlt weit

Trotzt des WolkenŽs Dunkelheit.


Manch dunkle Stunden

Hat dieser Stern überwunden.


Er strahlt am weiten Himmelszelt

Leuchtet in die ganze Welt.


Sternenlicht wird Dich erinnern,

dunkle Stunden bei Dir lindern.


Auch in Dir strahlt ein Licht

Auch wenn Dunkelheit den Strahl oft bricht.

(unbekannterweiss der Autor heisst)
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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 02:58 Uhr   


Meeresstrand
Ans Haff nun fliegt die Möwe,
Und Dämmrung bricht herein;
Über die feuchten Watten
Spiegelt der Abendschein
Graues Geflügel huschet
Neben dem Wasser her;
Wie Träume liegen die Inseln
Im Nebel auf dem Meer.

Ich höre des gärenden Schlammes
Geheimnisvollen Ton,
Einsames Vogelrufen -
So war es immer schon.

Noch einmal schauert leise
Und schweiget dann der Wind;
Vernehmlich werden die Stimmen,
Die über der Tiefe sind.

~°~ Theodor °o° Storm ~°~
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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:06 Uhr   



B l ü t e n


Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,
nicht jede wird zur Frucht,
sie schimmern hell wie Rosenschaum
durch Blau und Wolkenflucht.


Wie Blüten gehn Gedanken auf,
hundert an jedem Tag - lass blühen!
Lass dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!


Es muss auch Spiel und Unschuld sein
und Blütenüberfluss,
sonst wär die Welt uns viel zu klein
und Leben kein Genuss.

Hermann Hesse

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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:07 Uhr   
Das Geheimnis der Blüte

Kennst du die Tage und die Stunden,
in denen Trübsal dich erdrückt
und dadurch alle offnen Wunden
zum Mittelpunkt des Daseins rückt ?

Dann denkst du nicht an Herzensfrieden,
an Gott und seinen Schöpfungstraum,
Du gärst in Kesseln, die noch sieden
vor Lebensfrust und Zweifels - Schaum.

Doch es gibt Wege zum Entkommen
aus Düsternis und Schmerzens - Wehn.
Du hast zum Teil sie schon erklommen.
wenn du beschließt, zum Wald zu gehn.

Stell dich an den Waldesrand
und werfe allen Seelenschmerz,
der dich an dein Leiden band,
in aller Elfen Mitleids -Herz.

Dann sieh in eine Blumenblüte
und öffne jeden Sinn dafür,
dass Gottes unfassbare Güte
sich offenbart durch diese Tür.

Wenn jetzt Vertrauen prägt dein Sein,
wird alles weitere geschehn.
Du gehst den Schritt zu Gott hinein,
doch Er kommt dir entgegen zehn.

Die Folge ist, dass alle Freude,
die diese Blüte dir geschenkt,
in dir beginnt zu wachsen heute
und auch dein Leben sinnvoll lenkt.

Hans Peter Neuber
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Nutzer: blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:08 Uhr   
Die Rose

Du bist so alt
sehr alt
dir fehlt
das jugendliche Ungestüm
der Tulpe

von Schmerzen
und Verletzungen
weißt Du genug
deshalb weißt du auch
so gut damit umzugehen

irgendwann
tat dir deine Wunde so weh
da hast du sie nach außen gestülpt
sie allen gezeigt

aus den Narben
sind Blüten gewachsen
deine Schönheit ist gereift

und immer noch bist du
die einzige Blume
die steht
für die Liebe

(unbekannt)
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:14 Uhr   
i) Sie war ein Blümlein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an dem Blümlein hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.

Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.

Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel fraß die ganze
Von ihm so heißgeliebte Pflanze.

(1783)
(W.Busch)
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:20 Uhr   
~°Die Rose°~


Als sich die Rose erhob, die Bürde
Ihres Blühens und Duftens zu tragen
Mit Lust:
Hat sie, dass es der letzte sein würde
Von ihren Tagen,
Noch nicht gewusst.
Nur, dass sie glühnder noch werden müsste,
Reiner und seliger hingegeben
Dem Licht,
Spürte sie - ach, dass zum Tode sie rüste
So wildes Leben,
Bedachte sie nicht ...


Als dann am Abend mit Mühe der Stengel
Ihre hingeatmete Süße
Noch trug,
Hauchte sie, fallend dem kühlen Engel
Welk vor die Füße:
"War es genug?"


(E.Roth)
Geändert am 26.01.2003 um 03:53 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:30 Uhr   
Drachen

Lilchen
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:30 Uhr   
Der Drache

Seine Schwingen groß und breit,
jederzeit zum Flug bereit,
tief in seiner Höhle wohnt
weder Mensch noch Tier verschont.
Tausende von Jahren alt
lebt in GebirgŽ und auch im Wald,
er hat Wissen, er hat Macht,
ist riesengroß und voller Pracht.

Man fürchtet seine Kraft oft sehr,
meist kommt man ihm deshalb micht näher,
denn wenn er speit mit seinem Odem
verbrennen Bäume und der Boden.

(unbekannt)

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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:31 Uhr   
Drachenliebe

Der Drache hatte schon viele Schlachten geschlagen
Und einiges an Blut vergossen,
für die Ideale an die er glaubte.

Er war vernarbt an Geist und Körper
Und doch hatte er nie den Glauben daran verloren,
dass es jemanden geben musste,
der seine Qualen,
aber auch Sehnsüchte verstand und teilte!

Er schwor sich, diesen Menschen zu halten,
wenn er ihn fände,
und ihn mit seinem Leben zu schützen,
wenn nötig!

Doch als der Tag gekommen war,
seinen Eid einzulösen,
und diesen Menschen zu halten und zu schützen,
war der Drache nicht fähig seine Liebe
zu gestehen, aus Furcht diesen Menschen
auf immer zu verlieren.

Trotz allem aber wich, er seiner Liebe
Niemals von der Seite,
so sehr es ihn auch schmerzte sich nicht
offenbart zu haben
und sah die Jahre ins Land gehen,
mit brennendem Herzen
und einer Träne,
die er niemals weinte.

(unbekannt)

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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:33 Uhr   
130 voll machts

Lilchen
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:33 Uhr   
Reise eines Drachen

Hoch im Licht und weit vom Feld,
zieht er kreisend über dem Land dahin.
Er kennt es schon Jahrhunderte
und niemals wunderte,
oder fragte er: Warum?
Alles hat seinen Platz hier und wird seinen Platz finden,
ob früher oder später, was macht es ihm aus?
“Ich kann warten!” sagt er sich
und kreist dahin - mit ihm der mächtige Wind.
Und sie jagen davon, durch die Lande.
Allwissend und ohne Müdigkeit -
und nur manchmal,
jagt er seine Beute.

(unbekannt)
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:33 Uhr   
Der Drache ist auf der Suche...

Wenn ein Drache auf die Suche geht,
dann ist er meist allein.
Manchmal fliegen ihm die Möwen zu
und lassen ihn nicht allein!
Benötigt er Gesellschaft, flüchten alle
und lassen ihn grübeln.
“Warum wohl?” so fragt er sich stets
und sinnt darüber nach.
“Wie wäre es wohl?” so lautet die nächste Qual,
die er sich selbst auferlegt.
Gleichwohl er denkt, die anderen quälten ihn damit.
Er reist selbst an die hundert Meilen -
und manchmal ist es ihm,
als fliege er vorbei...

(unbekannt)
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:35 Uhr   
Herr der Lüfte

Wenn der Drache sich erhebt,
ist ein Rauschen zu hören.
Steigt er empor,
so verdunkelt sich die Sonne.
Sein Flügelschlag wirbelt die Luft umher.
Immer schneller, immer weiter.
Den Kopf nach vorn gestreckt
und der Wind trägt ihn davon.

(unbekannt)

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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:35 Uhr   

Geändert am 19.02.2003 um 11:29 Uhr von blueLili
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:35 Uhr   
Drachenruhe
Drachen schlafen nicht.
Sie schwingen majestätisch durch die Lüfte,
jagen erregt ihre Beute,
halten begierig nach allem Neuen Ausschau.
Drachen zählen ihre Schätze,
erleben die Essenz der Juwelen,
atmen die Magie des Goldes.
Ungeduldig sinnen sie über gestellte Rätsel nach,
versuchen zu träumen
und leben den uralten Traum der Menschenkinder.
Findet man einen in seiner Höhle,
mit geschlossenen Augen,
kaum merklich hebt sich der Körper
und sinkt wieder,
ein ruhendes Wesen.
Doch schnell hebt sich listig ein Augenlid,
wird selbst mit geschlossenen Augen,
alles wahrgenommen.
Denn Vorsicht:
Drachen schlafen nicht!

(unbekannt)

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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:36 Uhr   
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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:36 Uhr   
Die Sonne wird dunkel, durch das Volk geht ein Gemunkel.
Die Blicke wenden sich gegen den Himmel,
die Glocken beginnen mit ihren Gebimmel.

Gefahr, Gefahr, klingt es durch das Land und das am laufenden Band.
Die Sonne wird dunkel, doch was ist hier der Grund, es sind keine
Wolken, hinter denen sie sich versteckt,
es sind keine Wolken, die sie verdeckt.

Es sind riesige Drachen, sie kreisen um die Erde,
die Drachen fliegen wieder,
was immer auch aus ihnen werde.

Die Drachen sind zurück, ein Teil der Erde ist verzückt,
der Andere verrückt.
Ein Teil erfreut, der Rest zerstreut.
Die Drachen fliegen um die Erde,
wie eine große Herde, die Drachen sind zurück,
oh wie bin ich verzückt.

Wieder bringen ins Lot werden die Drachen das,
was haben die Menschen gemacht tot.

Die Drachen waren nicht da, die Erde wäre gestorben um ein Haar.
Die Drachen bringen das Wasser zurück, daher bin ich so beglückt.

Die Drachen speien Feuer, daher sind sie vielen einfach nicht geheuer.
Die Drachen sind wieder da, oh wie ist nun die Erde wieder klar.

Die Erde ist wieder grün, wie sie einmal war.

DIE DRACHEN SIND WIEDER DA


© Ludwig-Giwdul

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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:37 Uhr   
Was unterscheidet den Menschen vom Tier,
oh bitte, sagt es mir.
Ich glaube es ist der Verstand unser eigener,
doch gibt es Menschen, die nenne ich Meider.
Es ist traurig aber wahr,
solche gibt es als ganze Schar.

Als es noch Drachen gab, die guten,
ließ sich viel gutes unter ihrer Obhut vermuten.
Ich hoffe und wünsche uns Menschen allen
- auch den Bösen -
laßt euch von eurem Übel
durch den weißen Drachen erlösen.

Warum spuckt ein Drachen Feuer uns entgegen?
Nicht des Verbrennens wegen!
Das Licht des Feuers soll uns erleuchten
und zeigen den Weg,
wie man auch besser durchs Leben geht.

© Roswitha Willner

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geschrieben am: 26.01.2003    um 03:38 Uhr   
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