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geschrieben am: 12.07.2004 um 23:48 Uhr
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Noch immer über Kazukis Bemerkungen, in Sachen Bettgeschichten, lachend, joggte Yori auf das Häuschen zu. Er wollte nicht wissen was man sich außerhalb der Band über ihn und Masamori erzählte. Na gut, sie legten es ja auch darauf an und so manche Fotos die bei den Fotoshootings entstanden waren, waren mehr als eindeutig.
Für solche Gedanken hatte er nun aber eher weniger Zeit. Im Haus, das vor Menschen nur so wimmelte, war der Weg zu den Garderoben mit großen Zetteln ausgeschildert, so dass Yori kein Problem hatte die seine zu finden, außerdem riefen ihm mindesten sieben Leute zeitversetzt zu
>>Dritte Tür von links!<<
Als er also in seine Garderobe gegangen war, die er sich mit Masamori teilen musste, fand er aber anstatt des Gitarristen Yoshi vor, der ihm ziemlich rasch sein Kostüm zu warf.
>>Was machst du denn hier?<< Fragte Yori, als er ein seltsames Stückchen Stoff gefangen hatte. >>Stand da draußen nicht, dass deine Garderobe irgendwie einen Raum weiter ist?<<
>>Schon, aber Patricia hat mich gebeten dir beim Anziehen zu helfen, weil das wohl doch etwas schwieriger wäre. Sie selbst hilft wohl gerade Masa.<<
>>Ah ja… verstehe.<< Yori schaute sich das Stoffstück in seinen Händen genauer an und musste erkennen dass es genau das war. Ein einfaches Stück Stoff. Weißer Stoff, um genau zu sein, und wenn man den nicht doppelt nahm, würde man dadurch mit Sicherheit alles sehen. Misstrauisch ließ der Leadsänger seine Finger über sein Kostüm gleiten.
>>Nur damit ich nichts falsch verstehe: Wir drehen heute schon „Murder“ zu Ende, wie es geplant war, ja? Letztes Mal habe ich doch was völlig anderes getragen.<<
>>Oh, also hat Sakaida dir nichts gesagt. Wir mussten das Drehbuch kurzfristig umschmeißen, weil unsere gesamte Ausrüstung, also alle Kostüme, die Requisiten und sogar die Nebendarsteller auf dem Flughafen festsitzen. Irgendwer hat sich mit einem seltsamen Tropenfieber angesteckt und nun hat man sich entschlossen, die Leute erst mal unter Quarantäne zu stellen. Von daher war Hashamoto so freundlich und hat uns ein neues Script geschrieben. Von daher sind die Anweisungen, die ihr im Bus bekommen habt auch nicht mehr aktuell. Tut mir Leid, wegen dieser katastrophalen Planung.<<
Yori seufzte nur, schien aber nicht sonderlich überrascht zu sein. Nee, heute müsste schon etwas wirklich schreckliches passieren um ihn aus der Fassung zu bringen.
>>Okay, was heißt das denn genau?<<
>>Das heißt, dass du dich jetzt erst mal ausziehst und dir diesen hübschen, hautfarbenen Slip anziehst.<< Yoshi schien das gerade sehr lustig zu finden, als er mit dem netten Wäschestück herum wedelte und in Yoris geschocktes Gesicht sah.
>>Oh, ich wusste schon immer, dass du ein Sadist bist. Gib schon her und ergötze dich an meinem göttlichen Körper.<< Als der Leadsänger erkannt hatte, dass es keinen Sinn hatte sich gegen diese fantastische Kleiderordnung zu wehren, nahm er Yoshi den Slip ab und schloss dann erst mal die Tür der Garderobe ab. Zwar kannte er die ganze Crew, aber er war doch nicht so exhibitionistisch veranlagt, als dass er sich ihr freiwillig nur im Adamskostüm präsentieren wollte. Schnell lag also ein Haufen Kleider vor ihm auf dem Boden und er selbst stand im hautfarbenen Slip mit dem weißen Stück Stoff auf dem Arm irgendwie verloren vor Yoshi, der sich noch immer halb kringelig lachte.
>>Ist doch gut. Wenn du so weiter machst, kriegt mein Selbstbewusstsein noch einen Knacks.<< Lachte auch Yori.
>>Na, das müssen wir doch auf alle Fälle verhindern. Also, Arme hoch und gib mir den Stoff. Wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe, ist das gar nicht schwer.<<
Das waren ja tolle Aussichten. Yoshi hatte also keine Ahnung so wie er sprach, aber der Sänger konnte sich dazu keine Gedanken mehr machen, weil der Bassist mit Stoff und vor allem kleinen Haltenadeln an ihm herum hantierte und er Angst um seine, bis jetzt unversehrte, Haut haben musst. |
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