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Nutzer: yori
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geschrieben am: 10.07.2004    um 19:21 Uhr   
Yori saß auf dem Sofa und wollte wenigstens in diesem Augenblick mal das Elend selbst spielen und streckte er sich einfach lang auf dem Sofa aus um sich auszuruhen. Ja, das hatte er sich jetzt verdient – bildete er sich ein.
Yoshi schaute sich gerade selbst noch den Zettel an, den er für heute benötigte als Sakaida – manchmal sollte man ihn fesseln, knebeln und in den Kofferraum sperren – Kazukis Zettel haben wollte.

>>Sieh’ mal da auf dem Tisch nach.<< Er deutete auf den Tisch auf den der Jüngste gerade seinen Zettel geschmissen hatte und beobachtete dann, wie Yori, beinahe panisch aufsprang. Man musste keine Gedanken lesen können um zu erkennen was er dacht: „Mist, wo ist denn +mein+ Zettel?“ Wie ein aufgescheuchtes Huhn huschte Yori plötzlich durch den Bus, hob hier eine Zeitung hoch, schob da ein Kissen zur Seite und schaute Masamori über die Schultern, da er ja fast vermutete, dass sich der Gitarrist seinen Zettel geschnappt hatte um ihn für ihn aufzubewahren. Masamori zog allerdings lediglich ein amüsiertes Gesicht.
>>Brauchst du irgendwelche Medikamente, oder geht das noch so?<<
Yoshi schüttelte da drüber nur grinsend den Kopf. Ach ja, Masa und Yori, wenn man die beiden aufeinander los lässt, bekommt man immer etwas zu lachen. Jetzt schwenkte der Bassist aber Yoris Anweisungen.

>>Mein Zettel!<< Yoris Stimme zeigte so etwas, wie tiefe Erleichterung, als er sich seinen Zettel schnappte und wieder aufs Sofa setzte.
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 10.07.2004    um 20:22 Uhr   
„Oh ja, danke Yoshi.“
Ungeachtet über Yoris Tänzchen oder den Späßen zwischen Masamori und dem Leadsänger, blätterte Sakaida interessiert in dem handlichen Plan von Kazuki herum. Als er sah, dass Kazuki tatsächlich die Perücke tragen musste, kicherte er leise auf. Das wird ein Spaß! Sorgsam legte er den Plan des Drummers auf den Seinen und steckte ihn in die Hosentasche. Sie hatten noch viele Einstellungen vor, selbst sogar mit Kazuki. Es wirkte, als hätte bei den ersten Drehs irgendwie alles nicht gepasst – jedoch konnte dies dem Pianisten egal sein, so hatte er wenigstens etwas zu tun und konnte seine überschüssige Energie loswerden. Mit einem leisen Gähnen legte auch er sich schließlich auf den Rücken und schob seine Hände unter seinen Kopf, um etwas Ruhe zu tanken die er sicherlich gut gebrauchen könnte.
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 11.07.2004    um 20:06 Uhr   
Yoris Augen überflogen die Anweisungen. Davon war eigentlich alles klar. Er wusste was zu tun war und das reichte. Also wurde der Zettel nun sorgfältig gefaltet und in die Hosentasche gesteckt, was sich als schwierig erwies, da das Ding in etwa zwanzig Seiten umfasste. Erst als die Zettel in seiner Hosentasche verstaut waren, fiel ihm ein, dass er ja auch noch seine normale Tasche dabei hatte. Na ja, auch egal. Nun schloss er jedoch erst einmal die Lider. Masamori piekste ihm allerdings sofort wieder in die Seite, als er mit dem Tee angelaufen kam worauf Yori die Augen wieder öffnete.
>>Oh Masa, lass das.<<
>>Oh Yori, sei nicht so verkrampft.<< Ahmte der Gitarrist den Sänger nach und legte ihm die freie Hand auf die Schulter, während die andere ihm den Tee reichte.
>>Sorry, na komm, setz’ dich zu mir und sei ein braver Junge.<<

Wenn sie in diesem Tempo weiterfahren würden, würden sie in einer halben Stunde am Set sein. Danach etliche Stunden in der Maske, Einweisungen und letzte Hinweise, dann würden sie endlich drehen können. Ah, was für ein Mist.
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 11.07.2004    um 21:02 Uhr   
Es war zwar nicht genau eine halbe Stunde gewesen, aber auf den genauen Zeitpunkt kam es da auch nicht mehr drauf an.
Die Bandmitglieder hatten sich in der Zeit mit verschiedenen Dingen beschäftigt: Sakaida und Yoshi spielten eine Runde MahJongg, Masamori und Yori blödelten sicherlich durch die Gegend und Kazuki war bislang auch nicht mehr aufgetaucht und schlief somit noch seinen gerechten und wohlverdienten Schlaf, auch wenn er verdammt kurz sein sollte. Aber besser als gar nichts.

Plötzlich kam Ken, ein Crewmitglied welcher bislang neben dem Fahrer gesessen hatte, nach Vorne und stemmte die Arme an die Hüfte um sich einen kurzen Überblick zu verschaffen. Dann sprach er einfach los:
„Okay Leute! In drei Minuten werden wir das Set erreichen und den Film in den Kasten kriegen, ich hoffe ihr seid gut motiviert.“ Ken zog ein freches Grinsen und sprach nach seiner kleinen Pause weiter. „Auf den Zetteln, die ihr ja von Yoshi bekommen habt, stehen die genauen Anweisungen. Wenn wir da sind geht ihr direkt in den vorbereiteten Raum wo ihr euren Fummel anwerft und dann geht’s ab zur Maske. Irgendwelche Fragen?“ Wie der kleine Feldwebel hob er die Brauen, aber Ken wäre nicht Ken gewesen, hätte er nicht eine Frage zuvor gehabt. „Wo, zum Henker noch mal, ist Kazuki?“ Sakaida streckte sich mit einem leisen Gähnen und wuschelte sich kurz durch das tiefblaue, kurz geschnittene Haar mit dem frechen, ungleichmäßigen Pony und sah zu Ken, wobei er ein Augenlid zukniff. „Hey, irgendwie würde ich das jetzt auch mal gerne wissen!“ Genau, seitdem er aus dem Abschnitt mit den Betten gehuscht war, hatte er Kazuki-san auch nicht mehr zu Gesicht bekommen.
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geschrieben am: 11.07.2004    um 21:30 Uhr   
Richtig. Masamori und Yori lagen sich einmal mehr herumblödelnd in den Arm, da der Gitarrist wirklich behauptet hatte, Yori wäre eine Niete im Bett. Als der ihm das Gegenteil beweisen und das Hemd ausziehen wollte, hatte er sich frech auf Masamoris Knie gesetzt und bekam leider einen Lachanfall. Das hatte sich auch nicht geändert, als Ken den eigentlichen Tourbus betreten hatte. Na gut, aus dem Lachen war ein Kichern geworden, aber das zählte ja nicht, oder? Nachdem sich der Leadsänger die ganzen Hinweise angehört hatte, nickte er verstehend und stand auf um Masamori nicht zu sehr zu belasten.
>>Wo, zum Henker noch mal, ist Kazuki?<<
>>Hey, irgendwie würde ich das jetzt auch mal gerne wissen!<<
Yori hörte sich noch diesen Mini-Dialog zwischen Sakaida und Ken an, bevor er sich einklinkte.
>>Der Gute schläft noch. Ich denke, ich werde ihn wecken gehen.<<
Damit hatte der Sänger sich seiner Meinung nach zur Genüge erklärt und auch Yoshi, der eigentlich friedenstiftend diese Aufgabe übernehmen wollte, traute sich nicht irgendetwas zu sagen, da er Yori nicht schon wieder aufregen wollte.
Der ging allerdings ganz friedlich zur Tür des Schlafabteils und öffnete sie, so dass er nun in den Raum treten konnte. Als die Tür hinter ihm wieder zu war, zog er langsam den Vorhang vor Kazukis Kajüte weg und berührte dessen Schulter mit seiner Hand.

>>Kazuki, aufwachen. Wir sind gleich da.<< Flüsterte er nah an seinem Ohr und sah, ob der andere aufwachte.
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geschrieben am: 11.07.2004    um 21:51 Uhr   
Ruhige Minuten hatte der Drummer in seinem kleinen Reich, verborgen hinter einem einfachen Vorhang, verbracht. In den guten eineinhalb Stunden hatte er sich nur zweimal umgedreht und von dem her lag der Drummer nun mit dem Gesicht zu Yori gewandt. Die Lider waren geschlossen, die Hände irgendwie unter das Kissen geschoben und die Decke bedeckte seinen Leib in einer Querlage.
>>Kazuki, aufwachen. Wir sind gleich da.<<
Als er jedoch irgendetwas in seiner Traumwelt vernahm, was mit seinem Ton dort gar nicht hin gehörte, konnte Yori ein Brummen aus tiefster Kehle vernehmen und sehen, wie er sich die Decke über den Kopf zog. Jetzt schien nur noch das: "Mami, lass mich nur noch fünf Minuten liegen" zu fehlen, dann wäre dieses ganze Bild richtig perfekt gewesen! Scheinbar wird sich Yori etwas mehr anstrengen müssen, denn der Drummer war so gar nicht willig, aufzustehen. Diese wohlige Wärme und diese Ruhe schienen ihm nun viel lieber zu sein als der sicher aufkommende Stress und die Angst, irgendwas falsch zu machen. Jedoch – könnte man nicht auch bei dem Dreh Spaß haben? Sicherlich! Doch daran wollten seine Sinne noch nicht denken.
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geschrieben am: 11.07.2004    um 22:16 Uhr   
Als sich der Drummer nicht weiter bewegte und auch keinen Laut mehr von sich gab, versuchte Yori sein Glück noch einmal. Die Hand auf Kazukis Schulter drückte etwas fester zu und begann den Schlagzeuger leicht zu rütteln.
>>Na komm schon, Kazuki. Yoshi und Ken werden sonst ganz sicher böse. Ich verspreche dir auch einen frisch aufgesetzten, heißen Kaffee.<<
Plötzlich griff Yori nach der oberen Bettkante, weil der Bus eine rasante Kurve machte. Verdammt. Das war knapp gewesen. Ruhig schaute er dann aber doch wieder zu Kazuki hinunter und fragte sich, wie er dem jungen Mann nur helfen konnte. Er mochte es nicht, wenn jemand so in sich gekehrt war, wie er, weil er Angst hatte, dass es ihm dann schlecht ging. Er kannte das ja von sich. Es war nicht gut, wenn man alles in sich hinein fraß.
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geschrieben am: 11.07.2004    um 22:29 Uhr   
Oh, es wäre sicherlich nicht schlimm gewesen, wenn Yori bei der Kurve auf Kazuki gefallen wäre. Denn erstens wäre er weich gelandet und zweitens wäre dies sicherlich am effektivsten zum Wecken gewesen. Letztendlich musste Kazuki aber mit der rüttelnden Hand vorlieb nehmen und murrte wieder leise auf.
Nachdem das Rütteln wohl nicht enden wollte, wagte sich der Kopf wieder unter der Decke hervor und Yori wurde von einem dunklen, verschlafenen Augenpaar angeblinzelt. Ein müdes Gähnen entweicht dem Drummer ein paar Sekunden nach dem Blick, wobei ihm Tränen der Müdigkeit in die schmale Augenform stiegen. Als diese Reihen von selbstverständlichen Aktionen vorbei war, wischte er sich mit der rechten Hand über das Gesicht und murmelte leise eine Entschuldigung. Vorsichtig wurde die Decke zurück geschlagen und nur mühsam konnte er sich aufrappeln.

„Sind, sind wir schon da?“ Flüsterte er leise und etwas zurückhaltend, da er ja selbst noch genau wusste, wie eklig er vor wenigen Stunden gewesen ist. Aber lass diesen Tag nur passieren, dann wird es morgen doch schon sicherlich besser aussehen, oder? Natürlich – aber was er auch wusste war die Tatsache, sich nochmals entschuldigen zu müssen für seine Taten, das wird er sicher gleich tun.
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geschrieben am: 11.07.2004    um 22:47 Uhr   
>>Hey… .<< Yori lächelte, als er sah, dass der Schlagzeuger die Augen öffnete und strich sich selbst das rote Haar aus dem Gesicht.
>>Ja, Ken war schon da und sagte wir sollten uns fertig machen. Wir müssten jeden Moment da sein.<< Ah, das klang alles schon viel besser, als dieses Rumgemeckere. Lässig lehnte er sich an das andere Bett und schaute zu Kazuki hinab.
>>Weißt du eigentlich was? Die wollen mir für den Dreh eine Perücke verpassen! Eine Perücke! Ich hasse diese Dinger doch so sehr. Außerdem habe ich sie beim ersten Teil auch nicht getragen. Dann sind wir wohl so was, wie Leidengenossen.<<
Er ruckte mit den Schultern und lächelte noch einmal. Plötzlich steckte Masamori den Kopf durch die Tür, rief ein hektisches „Beeilung“ in den Raum und schmiss die Tür wieder zu. Yori verzog nur überrascht das Gesicht. Natürlich, das wollte er auch schon immer mal machen. Dachte er ironisch.
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geschrieben am: 12.07.2004    um 12:36 Uhr   
Als Masamori kurz in das Zimmer gekommen war, oder besser gesagt nur sein Kopf, schwang er seine Beine aus dem Bett und drückte kurz den Rücken durch, ehe er die Haarsträhnen mit den Rastas ordnen musste. Es schien eine ganze Weile zu dauern bevor er wieder leise seine Stimme erhob.
„Entschuldige meine Stimmung heute, sie ist nicht gerade die Beste. Seit heute morgen ist irgendwie alles bei mir schief gelaufen, tut mir wirklich leid. Es ist nicht deine Schuld, nicht dass du dies nun denkst.“
Er wusste zwar, dass sie keine Zeit für ein sentimentales Gespräch hatten, aber dies musste jetzt einfach sein. Leicht hob er den Blick und sah Yori entgegen. Es schien, als würde er mit jeder neuen Bewegung und Aktion wacher werden, darum bildete sich ein feines Lächeln auf seinen Lippen.
„Ist wohl besser wenn du es einfach nicht beachtest. Wie schon gesagt komme ich mit Gefühlen nicht so richtig klar – auch nicht mit meinen eigenen. Falls ich irgendwas gesagt habe, was dich verletzte, dann verzeih es mir bitte und sei nachsichtig. Ich mache es ja nicht mit Absicht.“
Oh nein, ganz und gar nicht! Es passierte eben immer irgendwie, wenn er sich so – bedrängt fühlte und nicht wusste, wie er reagieren sollte. Da war er wie eine verängstigte Katze die keinen anderen Ausweg mehr sah als den Angriff.
Mit einem leisen Seufzen stand er dann schließlich auf und legte eine Hand in seinen Nacken, wobei er den Blick jedoch wieder auf den Boden gelenkt hatte.

„Ich, ich weiß dass du mir nur helfen willst – genau wie es Yoshi, Masamori und Sakaida wollen und doch habe ich irgendwie Angst davor, weil ich es kaum kenne. Also, also frage ich dich nun: Kannst du mir verzeihen? Nur das eine Mal?“
Es war ja sowieso nur Yori gewesen, dem er so zugesetzt hatte - der seinen seltsamen Launen ausgeliefert war obwohl es keinen guten Grund dazu gegeben hatte und genau weil Kazuki dies wusste, bat er nun inständig um Verzeihung. Nebenbei wurde eine Notiz für sich selbst erschaffen, dass er wirklich etwas vorsichtiger mit seinen Launen umgehen sollte. Na ja, es war ja nicht schlecht wenn er sie zeigte, jedoch nicht so auf die Art, die er heute vollzogen hatte.
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 12.07.2004    um 16:35 Uhr   
Yoris lange, schmale Finger umgriffen das Geländer der oberen Schlafkabine noch immer, als Kazuki langsam aufstand. Mittlerweile begann er die Welt nicht mehr zu verstehen. Für sich selbst fasste er also zusammen:

1. Stress ist nicht gut.
2. Besonders nicht für Kazuki.
3. Ich sollte mir nichts aus Kazukis seltsamen Launen machen (wie auch immer).
4. Außerdem war das alles ja nicht so gemeint.
5. Unser lieber Drummer hat Angst vor dem Unbekannten.
6. …und vor Hilfe.

Innerlich schüttelte er den Kopf und zerknüllte die ebenso erstellte Liste. Und er musste feststellen, dass er anfing sich für alles Listen zu erstellen, egal wie sinnig oder unsinnig sie doch waren. Dann hob sich jedoch seine Mundwinkel und er lächelte dem Schlagzeuger freundlich entgegen.

>>Hey Kazuki, das ist doch schon alles längst vergessen und vergeben. Ich habe mich nur ein wenig über deine Reaktion gewundert. Ich wusste ja nicht was los war. Und ein wenig schuldig habe ich mich wirklich gefühlt. Wir haben wohl beide Fehler gemacht.<< Er zuckte die Schultern und sah Kazuki ins Gesicht. >>Aber weißt du was? Wenn wir endlich diesen Dreh hinter uns haben, setzen wir beide uns einfach mal zusammen. Mir ging es nämlich mal ähnlich. Nicht, dass ich nicht mit Gefühlen klar kam, ich hatte zu viele davon, die mich fertig gemacht haben. Wenn du willst, erzähle ich dir dann mehr davon, einfach nur um dir zu zeigen, dass es einige gibt, denen es nicht anders geht. Du bist nicht anders, als wir Kazuki. Und hey! Du hast doch nicht etwa Angst vor mir, nicht wahr?<< Er zwinkerte dem Schlagzeuger zu und breitete letztendlich seine Arme aus.
>>Na, komm her! Schließlich sind wir Freund, oder?<<
Innerlich hatte er aber selbst Zweifel ob er nicht etwas Falsches gesagt hatte. Er hasste das Gefühl in der Magengegend, wenn der Körper irgendwelche Hormone und Botenstoffe ausschickte, die einen zweifeln ließen. Er kannte es nur zu gut und wollte nicht, dass es wieder zur Gewohnheit wurde. Also konzentrierte er sich dann doch lieber auf Kazuki.
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 12.07.2004    um 20:20 Uhr   
Aber diese Worte waren sehr gut ausgewählt, wenn nicht sogar schon perfekt! Kazuki brauchte einfach die Absicherung dass Yori ihm verzeihen konnte, damit er nachher beim Dreh auch voll dabei war. Andächtig – als sei es eine neue Form einer Predigt – hatte er den Worten des Leadsängers gelauscht und lächelte hier und da auf.
„Die Sache mit dem Gespräch ist vielleicht gar keine schlechte Idee, dass können wir gerne tun! Ich schulde dir ja sowieso noch einen Kaffee und eine Massage.“ Er zwinkerte und wunderte sich zugleich darüber, was ein paar Stunden Schlaf und ein wenig Offenheit denn so alles bewirken konnten.
Letztendlich musste er leise auflachen und schüttelte seinen Kopf.

„Ich und Angst? Pah, das ist doch wie Feuer und Wasser! Total ungleich. – Zumindest, was deine Wenigkeit betrifft.“
Plötzlich aber ließ er seine rechte Hand durch Yoris rotem Haar gleiten, ehe er sich hinab beugte und seine Arme um dessen Leib legte, damit er ihn sanft umarmen konnte – so, wie es Yori auch wollte. Diese Umarmung sollte aber nicht mehr als ein paar Sekunden betragen, denn sie hatten nun etwas wichtigeres zu tun, was ganz und allein für ihre Fans war.
„Aber wir sollten wohl am Besten losgehen, hm? Sonst beschweren sich die anderen auch noch, weil wir wieder so lange gebraucht haben.“
Kazuki öffnete die Türe, ehe er total vom Thema und zum eigentlichen Interessanten abwich, später – beim Kaffee – werden sie noch genügend Zeit haben miteinander zu sprechen.
„Eine Perücke, wie? Ich hoffe, dass ich meine nicht mehr tragen muss, die ist ja so was von schrecklich! Ich glaube, die stehen auf das ganze Zeug.“
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 12.07.2004    um 21:12 Uhr   
Yori kicherte leise, als er die Sache mit dem Kaffee und der Massage hörte. Das war doch absolut nach seinem Geschmack. So nickte er, wobei ihm natürlich die roten Haare mehr oder weniger tief in die Augen fielen.
>>Das hört sich klasse an. Ein Kaffee, eine Massage und ein tolles Gespräch. Was braucht man da schon mehr?<<
Als der Schlagzeuger ihm dann aber mit der Hand durchs Haar fuhr, zog er die Nase kraus und duckte sich leicht unter der Berührung hinweg. Das erinnerte ihn gerade an seine Kindheit. Damals hatte seine Oma ihm auch immer so durch die Haare gewuschelt. Er mochte das. Von Kazuki hätte er es zwar nicht erwartet, aber es war eine Geste, an der er gefallen gefunden hatte. Lächelnd legte er ebenfalls einen Arm um Kazuki und drückte ihn kurz, aber freundschaftlich an sich.

>>Du hast Recht. Sonst kriege ich wieder von Masamori eine drüber. Der hat’s heute auf mich abgesehen. Aber weißt du was viel schlimmer ist? Er hat gesagt, ich wäre schlecht im Bett. Kannst du dir das vorstellen? Ich! Tze…<<
Lachend ging er aus der Tür hinaus, als Kazuki plötzlich die Perückensache ansprach.
>>Hm, ich würde es dir ja gönnen, wenn du das Ding nicht tragen musst, aber ich glaube es kaum. Sakaida machte da vorhin mal eine seltsame Andeutung.<<
Er zuckte die Schultern und zwinkerte Kazuki über die gleiche zu, bevor er gänzlich aus dem Tourbus trat. Hier, auf einer riesigen Wiese, hatte sich eine riesige Crew versammelt, um ein riesiges Projekt durchzuziehen. Masamori winkte dem Sänger bereits hektisch zu und deutete auf ein kleines Haus.
>>Umziehen, aber zackig!<< Rief er ihm entgegen und Yori nahm seine Beine in die Hand um auf das Häuschen zu zu rennen.
>>Wir kommen ja schon, keine Panik!<< Erwiderte er und schaute ob Kazuki das auch wirklich verstanden hatte.
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 12.07.2004    um 21:58 Uhr   
Was man mehr braucht? Das war eine verdammt gute Frage! Sicherlich würden Kazuki da ein paar Dinge einfallen, jedoch hatte er diese in sich gelassen und somit Yori nur dieses süße Zwinkern geschenkt. Nun aber entweicht ihm ein tiefes Seufzen als er dem Jüngeren aus dem Tourbus folgte.
„Na ja, dass mit der Perücke habe ich mir schon irgendwie gedacht. Trotzdem blöd es mit meiner aktuellen Frisur zu tragen, dass ist immer so eine Quälerei.“
Als er aber dann die Sache mit "schlecht im Bett sein" wieder aufgriff, lachte er leise auf.
„Hatte er das wirklich gesagt? Wow – dann muss er dich ja noch besser kennen, als ich mir jemals vorstellen konnte!“
Frech biss er sich auf die Unterlippe und sah sich zuerst einmal kurz um, als sie endlich aus dem Bus getreten waren. Klar – er liebte ihr zu Hause auf Rädern, aber er war auch immer verdammt froh, wenn er endlich aus dem Ding steigen konnte. Auf eine ungewisse Art und Weise konnte es nämlich auch verdammt bedrückend wirken!
Als Yori aber plötzlich zu rennen begann und er die Geste von Masamori nur halb registriert hatte, konnten ihm nur noch die gesprochenen Worte des Rotschopfes helfen, ehe auch er kapiert hatte und schnell nacheilte. Jetzt kommt wohl die zweite, ziemlich stressige Phase dieses Tages auf ihn zu. Na ja, sein Kopf war wieder klar und er freut sich wenn er später an seine Drums saß und einen wilden Rhythmus schlagen durfte.
Hihi, endlich die angestaute Wut rauslassen!
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 12.07.2004    um 23:48 Uhr   
Noch immer über Kazukis Bemerkungen, in Sachen Bettgeschichten, lachend, joggte Yori auf das Häuschen zu. Er wollte nicht wissen was man sich außerhalb der Band über ihn und Masamori erzählte. Na gut, sie legten es ja auch darauf an und so manche Fotos die bei den Fotoshootings entstanden waren, waren mehr als eindeutig.
Für solche Gedanken hatte er nun aber eher weniger Zeit. Im Haus, das vor Menschen nur so wimmelte, war der Weg zu den Garderoben mit großen Zetteln ausgeschildert, so dass Yori kein Problem hatte die seine zu finden, außerdem riefen ihm mindesten sieben Leute zeitversetzt zu

>>Dritte Tür von links!<<
Als er also in seine Garderobe gegangen war, die er sich mit Masamori teilen musste, fand er aber anstatt des Gitarristen Yoshi vor, der ihm ziemlich rasch sein Kostüm zu warf.
>>Was machst du denn hier?<< Fragte Yori, als er ein seltsames Stückchen Stoff gefangen hatte. >>Stand da draußen nicht, dass deine Garderobe irgendwie einen Raum weiter ist?<<
>>Schon, aber Patricia hat mich gebeten dir beim Anziehen zu helfen, weil das wohl doch etwas schwieriger wäre. Sie selbst hilft wohl gerade Masa.<<
>>Ah ja… verstehe.<< Yori schaute sich das Stoffstück in seinen Händen genauer an und musste erkennen dass es genau das war. Ein einfaches Stück Stoff. Weißer Stoff, um genau zu sein, und wenn man den nicht doppelt nahm, würde man dadurch mit Sicherheit alles sehen. Misstrauisch ließ der Leadsänger seine Finger über sein Kostüm gleiten.
>>Nur damit ich nichts falsch verstehe: Wir drehen heute schon „Murder“ zu Ende, wie es geplant war, ja? Letztes Mal habe ich doch was völlig anderes getragen.<<
>>Oh, also hat Sakaida dir nichts gesagt. Wir mussten das Drehbuch kurzfristig umschmeißen, weil unsere gesamte Ausrüstung, also alle Kostüme, die Requisiten und sogar die Nebendarsteller auf dem Flughafen festsitzen. Irgendwer hat sich mit einem seltsamen Tropenfieber angesteckt und nun hat man sich entschlossen, die Leute erst mal unter Quarantäne zu stellen. Von daher war Hashamoto so freundlich und hat uns ein neues Script geschrieben. Von daher sind die Anweisungen, die ihr im Bus bekommen habt auch nicht mehr aktuell. Tut mir Leid, wegen dieser katastrophalen Planung.<<
Yori seufzte nur, schien aber nicht sonderlich überrascht zu sein. Nee, heute müsste schon etwas wirklich schreckliches passieren um ihn aus der Fassung zu bringen.

>>Okay, was heißt das denn genau?<<
>>Das heißt, dass du dich jetzt erst mal ausziehst und dir diesen hübschen, hautfarbenen Slip anziehst.<< Yoshi schien das gerade sehr lustig zu finden, als er mit dem netten Wäschestück herum wedelte und in Yoris geschocktes Gesicht sah.
>>Oh, ich wusste schon immer, dass du ein Sadist bist. Gib schon her und ergötze dich an meinem göttlichen Körper.<< Als der Leadsänger erkannt hatte, dass es keinen Sinn hatte sich gegen diese fantastische Kleiderordnung zu wehren, nahm er Yoshi den Slip ab und schloss dann erst mal die Tür der Garderobe ab. Zwar kannte er die ganze Crew, aber er war doch nicht so exhibitionistisch veranlagt, als dass er sich ihr freiwillig nur im Adamskostüm präsentieren wollte. Schnell lag also ein Haufen Kleider vor ihm auf dem Boden und er selbst stand im hautfarbenen Slip mit dem weißen Stück Stoff auf dem Arm irgendwie verloren vor Yoshi, der sich noch immer halb kringelig lachte.
>>Ist doch gut. Wenn du so weiter machst, kriegt mein Selbstbewusstsein noch einen Knacks.<< Lachte auch Yori.
>>Na, das müssen wir doch auf alle Fälle verhindern. Also, Arme hoch und gib mir den Stoff. Wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe, ist das gar nicht schwer.<<
Das waren ja tolle Aussichten. Yoshi hatte also keine Ahnung so wie er sprach, aber der Sänger konnte sich dazu keine Gedanken mehr machen, weil der Bassist mit Stoff und vor allem kleinen Haltenadeln an ihm herum hantierte und er Angst um seine, bis jetzt unversehrte, Haut haben musst.
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geschrieben am: 12.07.2004    um 23:49 Uhr   
Als er sich aber bereits knappe zehn Minuten später angezogen vorfinden durfte, schenkte er Yoshi ein anerkennendes Grinsen.
>>An dir ist ja wirklich eine Designerin verloren gegangen, mein Guter! Damit könntest du viel Geld verdienen. Zumindest als „Ankleideassistentin“.<< Schnell ging er noch einmal zu einem körperhohen Spiegel um sich darin anzusehen. Das sah wirklich nicht schlecht aus, was man ihm da verpasst hatte. Der weiße Stoff umspielte seinen Körper ziemlich geschickt. Man konnte gut erkennen, dass Yori eine recht nette Figur hatte und trotzdem war der Stoff so weit „geschnitten“, dass er im Wind flattern würde. Das Ganze war bodenlang und wenn man es sich genauer ansah, würde man feststellen, dass das doch sehr weiblich wirken konnte, wenn man da nicht mit Make-Up gegen angehen würde.
>>So, ab mit dir in die Maske. Das wird auch etwas dauern und ich kann mich endlich selbst umziehen.<< Forderte Yoshi und sorgte schon wieder dafür, dass wenigstens in dieser Garderobe Ordnung herrschte. Yori verschwand also auch aus der Garderobe. Die schicken hellblauen Hausschuhe, die Yoshi ihm gegeben hatte, damit er sich die Füße nicht abfror, passten natürlich so gar nicht zu seiner restlichen Kleidung. Als er sich also so durch die Gänge schlängelte, pfiff ihm doch tatsächlich einer der Technik-Leute hinter her, was auch immer die gerade hier machten.
>>Sexy, Yori, sexy!<<
Der junge Sänger lächelte nur und hob abwehrend seine Hand, bis er endlich in der Maske verschwand.
Aber auch Kazuki war natürlich nicht vergessen worden. Als er das Haus betreten hatte, durfte er sofort spüren, wie sich eine zierliche Hand um seinen Arm schloss. Es war die von Peer, Patricias Mann und ihrem persönlichen Stylisten. Auch wenn man Asiaten nachsagte, dass sie schmal gebaut sein, Peer, ihr Quotenschwede im Team, war noch um einiges dünner und vor allem höchstens 160 Zentimeter groß.

>>Kazuki, gut dass du da bist. Es gibt eine kleine Planänderung. Am besten kommst du gleich mit mir und ich zeige dir, was du anzuziehen hast.<<Das war allerdings keine Bitte, sondern ein absoluter Befehl gewesen, was Kazuki daran merken durfte, dass man ihm gar keine Zeit zum wiedersprechen ließ. Peer zog ihn schlicht und ergreifend hinter sich her und in einen kleinen Raum. Hier war es ausnahmsweise einmal ruhig, und als Peer die Tür abgeschlossen hatte, konnte man sich nur schwer vorstellen, dass im Rest des Hauses der Bär steppte. In kurzen Worten erklärte ihm der Schwede mit dem starken Akzent was Yori von Yoshi erfahren hatte, nämlich die Quarantäne-Sache.
>>Das ist also der Stand der Dinge. Von daher hat Patricia sich überlegt, dass du dieses stylische Teil anziehen sollst.<< Peer griff nach einer schwarzen, hauteng anliegenden Netzhose, die allerdings eher so aussah, als sei sie aus Spinnenweben gewebt.
>>Patricia sagte auch, dass du einen phantastischen Oberkörper hättest – woher sie das auch immer weiß – so dass du es dir leisten kannst oben ohne rum zu laufen. Allerdings soll ich darauf achten, dass du keine Brustbehaarung hast.<< Peer grinste schief, aber man merkte ihm an, dass er die Anweisungen seiner Frau wirklich ernstnahm und so würde er sicherlich auch Kazukis Brust von dem kleinsten Härchen befreien, wenn es das denn überhaupt gab. Es war eigentlich der typische Set-Alltag.

Geändert am 12.07.2004 um 23:49 Uhr von Yori
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 13.07.2004    um 12:18 Uhr   
Hoppla – wer ergreift ihn denn da so dreist am Arm, wobei er sich noch nicht mal richtig umgesehen hatte? Ein sehr überraschtes Augenpaar war dabei den sich entfernenden Yori zu beobachten, ehe sie sich auf die Person richteten, von welcher er aufgehalten wurde.
>>Kazuki, gut dass du da bist. Es gibt eine kleine Planänderung. Am besten kommst du gleich mit mir und ich zeige dir, was du anzuziehen hast.<<
„Oh, hey Peer! Schön dich zu sehen!“
Auf den Rest konnte er gar nicht mehr richtig reagieren, denn da wurde er von dem Schweden schon gezogen und stolperte mehr oder minder hinterher – wie, Planänderung? Wieso denn eine Planänderung? Was ist mit dem Zeug, was sie schon alles so verdammt mühsam gedreht hatten?
Als sie in dem Raum waren, lauschte er den erklärenden Worten von Peer und nickte hier und da – so sah dass also aus, ach Gott, die armen Menschen. Er war mehr als froh wenn er von irgendwelchen Krankheiten verschont blieb, auch wenn es nur eine leichte Grippe war, irgendwie machte ihn das immer verdammt fertig. Aber okay, ein neues Video also, ein völlig neues Konzept – hm, wieso nicht? Klang interessant!

>>Das ist also der Stand der Dinge. Von daher hat Patricia sich überlegt, dass du dieses stylische Teil anziehen sollst.<<
Wirklich ungläubig und mit einem leicht geschockten Ausdruck, sowie mit eine heruntergefallene Kinnlade, lachte er auf.
„Was? Ich soll dieses Ding anziehen? Wow – was drehen wir hier noch mal? Ein Musikvideo oder ein Softporno?“
Er konnte sich diese Worte einfach nicht verkneifen, er viel hier gerade aus allen Wolken! Langsam näherte er sich Peer und nahm ihm diese seltsame Netzstrumpfhose aus den Händen, um diese an seine eigenen Beine zu halten und zu begutachten.
„Nee, also jetzt mal im Ernst. Mehr kriege ich nicht? Ich muss sogar oben ohne rumlaufen, ganz ohne Häärchen? Ihr legt es wohl darauf an, dass ich mir eine Grippe einfange, was?“
Mit einem Schmunzeln sah er zu Peer und machte ein paar Schritte von ihm weg, damit er sich an einer gute Stelle mit einem Hocker umziehen konnte, als erstes musste er zumindest sein Oberteil loswerden. Jedoch, etwas Gutes hatte diese ganze Aktion, er wird wohl die Perücke nicht mehr tragen müssen.
„Kriege ich denn nachher wenigstens so eine Art Bademantel, damit ich mir nicht so nackt vorkomme und mir nicht den Hintern abfriere? Wäre echt nett!“
Als er sich so auszog, stellte er sich wieder ein paar eigene Fragen im Kopf. Wie war es mit den anderen? Liefen die auch so -…halbnackt herum wie er? Zumindest konnte er froh sein wirklich keine Brustbehaarung zu besitzen, er ist eine Hühnerbrust und stand dazu! Die Beine und Achseln waren auch rasiert, was er sehr hygienisch fand und sowieso ein muss war, wenn man androgyn wirken wollte.
„Aber solange du noch hier bist. Sag mir doch mal, was die anderen denn so anziehen und wie das neue Video vom Inhalt her aussehen soll.“
Denn langsam machte er sich so wirklich seine Sorgen.

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Nutzer: yori
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geschrieben am: 13.07.2004    um 16:19 Uhr   
In der Maske wurde Yori von einem Nebel aus Puder, Haarspray und Zigarettenqualm umfangen. Er drehte sich noch einmal um, um wenigstens noch einen Atemzug frische Luft zu ergattern, bevor er die Tür hinter sich ins Schloss zog und sich genauer umsah. Zwischen Taoka, Minami und Matsuo (ihren Make-up-Artists… oh, wie hasste Yori dieses Wort), saß Masamori und der Leadsänger musste seine Augenbrauen heben, weil der Aufzug des Gitarristen wirklich Weltklasse war. Er trug eigentlich das gleiche, wie Yori, sogar die phantastischen hellblauen Hausschuhe, allerdings war sein Outfit ganz in schwarz gehalten. So weit Yori das erkennen konnte, sparte man aber auch beim Make-up nicht an schwarz.
>>Hey, das sieht wirklich klasse aus Masa!<< Bemerkte er anstelle einer allgemein Begrüßung, weil die in der Crew so wie so unbeantwortet unterzugehen pflegten. Das war ein Phänomen, dass Yori schon ziemlich schnell kennen gelernt hatte. Minami, die sich um Masamoris Schminke kümmerte hob den Kopf und wischte sich beifällig eine Strähne aus dem Gesicht, die sich aus seinem Zopf gelöst hatte.
>>Das Kompliment nehme ich jetzt einfach mal entgegen. Masamori, du hältst den Mund. Dein Lippenstift ist noch nicht fixiert.<< Minami lächelte noch einmal und trug dann den Fixierer auf den schwarz geschminkten Lippen des Gitarristen auf. Taoka hingegen zog einen Stuhl zurück und machte eine einladende Geste in Yoris Richtung, wobei er sich ein hektischen Blicken auf die Uhr nicht verkneifen konnte.
>>Darf ich den Herrn dann bitten sich hinzusetzen. Wir haben ja auch nicht ewig Zeit.>>
>>Wir haben ja auch nicht ewig Zeit…<< Äffte der Leadsänger seinen Make-up-Artist lachend nach und setzte sich dann auf den Stuhl. Da prustete Masamori plötzlich los und Minami zog erschrocken den Pinsel mit dem Fixierer zurück.
>>Bist du verrückt geworden, Masamori-san?!<< Fuhr sie ihn verärgert an, wobei sie sich aber selbst ein Lächeln nicht unterdrücken konnte. >>Guck nur, wie du jetzt aussiehst!<< Masamori musste wirklich zugeben, dass der schwarze Strich, der von seiner Unterlippe bis zu seinem Kinn reichte, nicht wirklich sehr schön war, wenn man nicht auf bizarr-abartige Schminktechniken stand. Yori war allerdings so anständig und beschränkte sich lediglich auf ein zurückhaltendes Lächeln, weil er sich bewusst war, dass er an diesem versauten Make-up nicht ganz unschuldig war. Masamori schnappte sich auf einmal jedoch die Flasche mit dem Abschminkzeug – Yori konnte sich nie den Namen merken – und einige Wattepads.
>>Tut mir ja Leid! Warte ich schminke das wieder ab!<<
>>Lass bloß die Finger davon!<< Minami nahm ihm beinahe hysterisch die Sachen aus der Hand und legte ihre freie Hand an die Stirn. >>Wenn du das machst, siehst du hinterher aus, wie Frankenstein. Also halt nun schon still und sei ein braver Junge.<<
In dieser Zeit hatte Taoka Yori einen dieser Friseur Umhänge umgelegt und hatte damit begonnen sein Gesicht mit weißem Puder zu behandeln. Der Leadsänger zog die Nase leicht kraus, weil das Puder in seiner Nase kitzelte. Der dritte der Styling-Crew, Matsuo, hatte es sich derweilen bequem gemacht und rauchte seine Zigarette zuende. Nach und nach verwandelte Yori sich in ein sehr androgyn wirkendes Wesen, mit vornehm bleicher Haut, zart rot geschminkten Lippen und dunkel betonten Augen. Als Taoko dann auch noch anfing sein Gesicht mit einigen roten Bindis zu verzieren, jeweils drei über den Augenbrauen und eins auf Höhe des „Dritten Auges“, war nicht mehr zu sagen, ob Yori Mann oder Frau war. Diese ganze Verwandlung hatte eine gute Stunde in Anspruch genommen, aber nun war auch Masamori endlich fertig. Auch seine Haut war sehr hell, dafür waren die Lippen aber tiefschwarz und auch die Augen waren viel dunkler geschminkt, als Yoris. Seine Bindis waren schwarz und man hatte ihm die Fingernägel ebenfalls schwarz lackiert.
Währenddessen in hantierte Peer in der anderen Garderobe an einigen Ketten und Ringen herum, die irgend so ein Idiot so hingelegt hatte, dass sie sich ineinander verknotet hatten. Mit einem Gesichtsausdruck, der an den eines wütenden Plüschschafes erinnerte, erwiderte er konzentriert.

>>Ich weiß auch nicht so recht, aber nach dem Script wird es wirklich ein Musikvideo. Habe ich zumindest gehört. Kommst du mit der Hose klar?<<

Geändert am 13.07.2004 um 16:19 Uhr von Yori
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 13.07.2004    um 16:20 Uhr   
Plötzlich riss Peer seinen Arm triumphierend in die Höhe und strahlte breit, als er die Kette los bekommen hatte. Dann räusperte er sich allerdings und bemühte sich ein wenig um Ernsthaftigkeit.
>>Wenn du willst, kriegst du auch noch so ein Netzhemd, aber das müssen wir mit Patricia absprechen, weil Yoshi das gleiche tragen wird wie du. Wenn du also ein Netzhemd willst, dann musst du das ziemlich schnell sagen, okay? Aber eine Grippe wirst du schon nicht bekommen, keine Angst. Da drüben hängt schon dein Bademantel und sogar sehr nette hellblaue Hausschuhe, die deine Füßchen herrlich warm halten werden.<<
Peer grinste und zog sich einen Stuhl an einen Tisch. Dann wurde hektisch eine Dose Cola geöffnet und er lehnte sich entspannt zurück, wenn man in dieser Situation denn von entspannt reden kann.

>>Aber solange du noch hier bist. Sag mir doch mal, was die anderen denn so anziehen und wie das neue Video vom Inhalt her aussehen soll.<<
>>Ähm, ich bin nur für die Kostüme zuständig und nicht für die Gesamtplanung, schon vergessen? Aber Dank meines außerordentlichen Spürsinns und meinem Talent alles, wie ein Schwamm in mich aufzusaugen, kann ich dir da aber natürlich weiterhelfen. Also, die anderen sehen ähnlich aus wie du. Zumindest Yoshi wird in die gleichen Klamotten gesteckt, wie du. Sakaida bekommt sogar eine kleine fast Nacktaufnahme, wobei wir allerdings darauf bedacht sind, dass wir dem Kleinen, der das übrigens mit einigem Enthusiasmus aufgenommen hat, nicht überstrapazieren. Masamori und Yori… ähm, da drüben liegt ein Foto von ihren Kostümen. Masamori schwarz, Yori weiß. Aber nun zur Story. Wir haben uns eine uralte Legende ein bisschen umgemodelt. Es geht um ein verliebtes Götterpärchen – Yori und Masamori. Allerdings sind einige andere Götter, du und Yoshi, ziemlich eifersüchtig auf das Götterpärchen, weil nur die beiden zu lieben fähig sind. Also hecken sie einen Plan aus. Sie reden Masamori ein, dass Yori ihn nicht lieben, sogar betrügen würde, worauf Masamori total ausrasten wird. An dieser Stelle kommt Sakaida ins Spiel. Er wird den Sohn von Masamori und Yori spielen, der Masa versucht zur Vernunft zu bringen. Masa wird sich aber nicht beruhigen, weil er blind vor Liebe ist und Yori umbringt, weil er es nicht ertragen kann, dass er jemand anderen liebt als ihn. Die letzte Einstellung wird sein, wie du und Yoshi euch an Masamori schmiegt, während Sakaida den sterbenden Yori im Arm hält.
Das ist alles ziemlich verwirrend, ich weiß, aber es passt erstens zum Text und zum zweiten finde ich, dass das eine schauspielerische Herausforderung ist. Außerdem ist ziemlich genial, dass der schnelle Grundbeat des Liedes die Geschichte unterstreicht. Also, ich finde es gut.<< Nach diesen Erklärungen schaute Peer zu Kazuki hinüber >>Und, fertig? Die in der Maske warten sicher schon auf dich.<<
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 13.07.2004    um 22:37 Uhr   
>>… .Kommst du mit der Hose klar?<<
„Hey Peer, findest du nicht auch, dass man sich mindestens mit 25 Jahren schon allein anziehen sollte?“
Erwiderte der Drummer da frech und ließ dann mal – nicht nur sprichwörtlich – die Hosen runter. Sein Stück Stoff legte er auf den Hocker, ehe er sich das stylische Teil über die glatten Beine zog – ja, zumindest passte es ihm und saß gut um den Hintern, dazu kratzte der Stoff nicht – jetzt war glücklich!
„Ach, ich kenne doch Patricia, wenn die sich etwas in den Kopf gesetzt hat, will sie es auch.“ Mit einem sanften Lächeln sah er wieder zu Peer hinüber, der geschafft hatte irgendwas zu entwirren. „Außerdem, wenn ich einen Mantel kriege und sogar noch diese süßen, blauen Hausschüchen, bin ich doch rundum zufrieden!“ Und zudem wird weniger Stress gemacht, als sowieso schon herrschte.
Als er den Anfangsatz von Peers Erklärung hörte, lachte er leise auf und warf ein kurzes:
„Und genau deswegen habe ich dich gefragt!“ Doch dann lauschte er einmal mehr den Worten eines anderen, um ja alles mitzubekommen, was er bislang noch nicht gewusst hatte.
Wow, das war ein wirklich komplett anderes Konzept, als sie zuvor gedreht hatten und ja, auch wahrlich eine schauspielerische Herausforderung. Kazuki bekam es etwas mit der Angst zu tun – er sollte sich an Masamori schmiegen? Oh Gott, so was hatte er noch nie getan, noch nie! Aber gut, es gab für alles ein erstes Mal und außerdem war ja Yoshi noch bei ihm, das wird schon gehen.

„Es klingt verwirrend, ja, aber ich denke das wird schon seine Richtigkeit haben. Zudem wird sicher viel geschnitten, das passt schon.“
Er bildete wieder ein dreistes Lächeln und hatte endlich diese Netzhose geschlossen, die zuvor nicht so agieren wollte, wie er es sich gewünscht hatte.
>>Und, fertig? Die in der Maske warten sicher schon auf dich.<<
„Ja, nun bin ich fertig, Peer! Das war aber auch eine Geburt…“ Murmelte es leise von zwei recht sinnlich geformten Lippen hervor, ehe er sich kurz über den Oberkörper rieb und den Kopf leicht neigte, sodass die Rastas mit den einzelnen Strähnen in die linke Gesichtshälfte vielen.
„Jetzt nur noch der Bademantel und die netten Schuhe, dann bin ich fertig und die "Schminktypen" müssen nicht mehr warten.“
Kazuki war auch einer, der sich so gut wie nie irgendwelche Spezialbegriffe merkte. Zumindest huschte er zu dem Mantel hinüber, der da an einem Bügel hängte, und zog ihn sich über den recht nackten Leib. Als er ihn um sich gebunden hatte und in die Schuhe schlüpfte, war er höllisch auf Sakaidas Aufzug gespannt – also, wenn er noch nackter war als er, müsste er so gar nichts mehr anhaben. Aber nicht nur das, sondern auch der Aufzug von Yoshi, Masamori und Yori schienen ihn zu interessieren, mal sehen wie die Götter von Morgen aussehen werden!
„Bevor ich mir aber verlaufe in diesem Gebäude, zeigst du mir den Weg?“
Fragte Kazuki vorsichtig und ging schon mal in Richtung Türe.
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 14.07.2004    um 12:01 Uhr   
>>Hey Peer, findest du nicht auch, dass man sich mindestens mit 25 Jahren schon allein anziehen sollte?<<
>>Du bist so etwas, wie ein Star. Da spielt es keine Rolle, wie alt du bist. Du hast froh zusein, wenn dir jemand alles hinterher trägt, aufpasst, dass dein Kaffee nicht zu heiß ist und dir natürlich beim anziehen hilft.<< Peer grinste vor sich hin. Langsam tippte er an seine Coladose und lauschte dem metallisch-leeren Klang. >>Du kannst nicht schon leer sein.<< Erklärte er seiner Dose und warf einen ungläubigen Blick hinein >>So viel habe ich doch gar nicht getrunken!<< Peer schüttelte seinen Kopf und stand dann auf um zu Kazuki hinüber zu gehen. Wie selbstverständlich kniete er sich vor ihn und begann diese Netzhose an den Knien zu recht zu ziehen, weil die Maschen dort viel zu eng waren.
>>Ah, Patricia…sie ist eben eine Perfektionistin. Wenn ich sie nicht hätte, würde es mir manchmal wirklich schlecht gehen. Sie sorgt wirklich dafür, dass ich nicht jeden Morgen in irgendwelchen Bar aufwache und nicht mehr weiß, wie ich heiße und wo ich hingehöre. Sie ist ein absoluter Engel. Vertrau mir, eine Frau wie sie findet man nicht zweimal auf der Welt. Also, such dir einen schnuckeligen Kerl! Damit hast du es dann besser getroffen.<< Er knuffte Kazuki freundlich in die Seite und stand wieder auf um sich sein Werk zu besehen. Sehr schön. Dann wandte er sich jedoch wieder ab um Kazuki noch ein wenig an sich selbst herum werkeln zu lassen. Irgendwas war da sicher noch, was nicht so saß und er wollte den armen Schlagzeuger ja auch nicht zu sehr befummeln. Also wandte er sich wieder seinem Schmuck zu, der auch irgendwie sortiert werden sollte. Was sagte Patricia noch gleich? Die Kette mit den roten Steinen für Sakaida. Oder Masamori? Ähm, oder doch Kazuki? Mist! Bevor er sich aber weiter den Kopf zerbrechen konnte, hörte er aber auch schon wieder Kazukis Stimme.
>>Jetzt nur noch der Bademantel und die netten Schuhe, dann bin ich fertig und die "Schminktypen" müssen nicht mehr warten.<<
>>Sehr gut, sehr gut… du bist ohnehin viel zu spät dran. Hier schau mal! Vor fünf Minuten hättest du hier raus sein sollen! Die Maske? Na, pass auf, du gehst hier raus, dann die nächste Tür…<< Es folgte eine schrecklich komplizierte Erklärung, bis er die Tür aufmachte und Sakaida erblickte, der ebenfalls im Bademantel durch den Gang huschte. Er sah noch nicht sonderlich geschminkt aus und so fügte Peer an seine elendig lange Erklärung noch an
>>…oder du folgst einfach Sakaida.<< Der Stylist schlug Kazuki auf die Schulter und schubste ihn dann mehr oder weniger hinaus, während er noch rief
>>Hey, Sakaida! Nimm dich mal Kazuki an. Der weiß gerade nicht wo er hin muss und ich habe keine Zeit! Danke!<< Und damit war die Tür zu.
In der Maske nahm Yori gerade dankend einen der Bademäntel entgegen. Wenn er ehrlich war fror er nämlich gerade erbärmlich.

>>Wie lange haben wir denn noch bis zum Drehbeginn?<<
>>Eine halbe Stunde…<< Erwiderte Yoshi der seinen Kopf durch die Tür steckte. >>Hier, steckt deinen Kopf noch mal ins Script, sonst wird das eine kleine Katastrophe, vermute ich.<<
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 14.07.2004    um 22:16 Uhr   
>>… .Also, such dir einen schnuckeligen Kerl! Damit hast du es dann besser getroffen.<<
Bei diesem Satz zuckte nicht nur Kazukis Leib auf, sondern auch seine Nase. Was? Er sollte sich an einen Kerl schmeißen? Uhm ah, nein – nein, das war dann doch nicht eine Welt, die er unbedingt kennen lernen wollte.
>>Sehr gut, sehr gut… du bist ohnehin viel zu spät dran. Hier schau mal! Vor fünf Minuten hättest du hier raus sein sollen! Die Maske? Na, pass auf, du gehst hier raus, dann die nächste Tür…<<
Als er so an der Tür stand und der höchst komplizierten Beschreibung von Peer lauschte, musste er etwas schlucken. Sicher, mit diesem Wegweiser wird er sich dreimal verlaufen haben, bevor er endlich an der Maske angekommen ist. Als Peer jedoch die Tür öffnete und auch Kazuki sah, wie Sakaida vorbei ging, musste er lächeln. Na, wenn der nicht mal wie gerufen daher kommt!

>>…oder du folgst einfach Sakaida.<<
„Ja, das wäre wohl wirklich besser, Peer.“
Er schmunzelte sanft und trat aus dem Gang heraus, wobei er noch kurz eine Hand als kleinen Dank gen Peer hob und dann im schnellen Schritt zum wartenden Sakaida eilte. Dieser lächelte und ging weiter, als Kazuki aufgeschlossen hatte.

„Ach, schade dass du den Bademantel umhast, ich hätte nun gerne deine Klamotten gesehen!“
Fing der Jüngste der Band schon an zu plappern, mit einem leichten Hang zum Enthusiasmus, wie man von der Stimmlage hören durfte. Kazuki lachte aber nur leise auf und legte dem Jüngsten kumpelhaft einen Arm um die Schulter.
„Ach, Sakaida-Schätzchen. Ich denke, ich habe mehr an als du!“
„Ha, ja – da hast du wohl Recht!“ Der Pianist lachte munter auf und gab Kazuki einen sanften Knuffer in die Seite. Der Drummer jedoch erinnerte sich an Peers vorherige Worte, sodass er sich doch dafür entschied seinen Arm wieder von Sakaida zu nehmen. Das passierte jedoch so geschickt, dass Sakaida den wahren Grund nicht erkennen konnte – zum Glück! Mit einem recht uneinschätzbaren Lächeln folgte er seinem Bandmitglied, welcher in einen anderen Gang einbog.
„Wir sind gleich da. Ich glaube, das muss sogar die dritte Tür hier sein. Rechts glaube ich.“
Nach den wenigen Schritten linste Sakaida ein das Schild an der Türe, ehe er einfach in den Raum eintrat, dicht gefolgt von dem Drummer der sich trotz Mantel verdammt nackt vorkam. Als sie dann im Raum standen, sahen sich beide schon mal etwas um.

[Hust hust...}
Geändert am 14.07.2004 um 22:21 Uhr von Kazuki
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 15.07.2004    um 21:19 Uhr   
Als Sakaida und Kazuki die Maske betraten, die mittlerweile anstatt von Sauerstoff ein Gasgemisch aus Treibgasen, Puder und anderen Chemikalien beherbergte, durften sie Zeuge werden, wie man Yori gerade die Haare hochsteckte in alter, asiatischer Weise. Er sah wirklich aus, wie ein androgynes Götterwesen aus, das geradewegs aus einer Wolke auf ein Gelände mitten in Tokyo gefallen war. Aber auch Masamori war nicht zu verachten. Matsuo hob aufgeregt die Hände in die Höhe.
>>Hey Jungs, gut, dass ihr da seid. Setzt euch. Mir ist es egal, wer zuerst dran will, weil der Aufwand der gleiche ist und euer erster Take auch zur gleichen Zeit ist. Also, setzt euch.<<
Yori und Masamori hoben nur zeitgleich die Hand und grüßten ihre Freunde auf diese Art und Weise. Dann stand der Leadsänger allerdings auf und streckte sich kurz. Masamori tat es ihm gleich und sie verschwanden beide aus dem Raum. Ah, wenn die beiden einzeln auftraten, dann war irgendetwas passiert, unter Garantie.
>>So, das Problem hätten wir also auch geklärt. Einer setzt sich jetzt brav zu Matsuo und einer kommt zu mir. Kazuki, was gedenkst du denn mit deinen Haaren zu machen? Rastas sind nicht wirklich das was wir uns vorgestellt haben.<< Minami grinste und ging einen Schritt zurück.
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Nutzer: Kazuki
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geschrieben am: 15.07.2004    um 21:56 Uhr   
Als sie eingetreten waren, konnte sich der Drummer ein kleines Aufhusten nicht verkneifen. Gott, hier war aber eine verdammt schlechte Luft, die stand ja richtig!
>>Hey Jungs, gut, dass ihr da seid. Setzt euch. Mir ist es egal, wer zuerst dran will, weil der Aufwand der gleiche ist und euer erster Take auch zur gleichen Zeit ist. Also, setzt euch.<<
Nach diesen Worten von Matsuo zogen es Sakaida und Kazuki jedoch erstmal vor, den zwei Göttern freundlich zurück zu grüßen. Als diese jedoch dann aufstanden, gingen der Pianist und der Drummer einen Schritt zur Seite und ließen sie passieren, damit sie an ihnen vorbei zur Türe konnten. Nachdem Masa und Yori verschwunden waren, tauschten die übrig gebliebenen Mitglieder merkwürdige Blicke aus und ruckten dann fast gleichzeitig die Schultern. Doch dann nahm Sakaida das Angebot als Erstes auf und wirbelte kurz mit den Armen durch die Gegend.

„Schminkt mich! Schminkt mich! Nicht den Alten, bei dem ist Hopfen und Malz sowieso schon verloren!“
Kazuki – und die Crew selbst – konnte ein dreistes Lachen von dem Jüngsten vernehmen welcher sich dann in einen der vorgewärmten Stühle fallen ließ und sich wohl von Matsuo bearbeiten lassen wollte.
Indes der Drummer die frechen Worte überwunden hatte, drang da schon eine andere Stimme an sein Gehör.

>>Kazuki, was gedenkst du denn mit deinen Haaren zu machen? Rastas sind nicht wirklich das was wir uns vorgestellt haben.<<
Ungläubig weitet er die Augen und tapste langsam zu Minami zu, die sich dann wohl um ihn kümmern musste. Kurz griffen die Finger der rechten Hand nach ein paar Rastas, ehe er unwissend die Schultern zuckte und sich auf den Stuhl saß.

„Also am liebsten würde ich sie behalten. Ich will sie ungern abschneiden lassen…“
Murmelte er leise und legte seinen Kopf zurück, um Minami ansehen zu können.

„Aber ich wette nun, dass du sie rausnehmen willst, was?“
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Nutzer: yori
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geschrieben am: 15.07.2004    um 22:29 Uhr   
>>Schminkt mich! Schminkt mich! Nicht den Alten, bei dem ist Hopfen und Malz sowieso schon verloren!<< Bei diesen Worten des Jüngsten, schaute Minami grinsend zu Kazuki und Matsuo kicherte verhalten. Es war wirklich schlimm, was sie hier trieben. Ernsthaftigkeit kam selbst jetzt nicht auf. Das sollte zu denken geben. Matsuo legte Sakaida allerdings bereits den schönen Schutzumhang an und strich dem Pianisten einige der schwarzblauen Strähnen aus der Stirn. Man sah der Crew an, dass sie wusste, was sie tat. Minami sorgte ebenfalls dafür, dass Kazuki sich nicht den Bademantel – wie wichtig! – versaute und neigte dann den Kopf um den jungen Mann zu besehen.
>>Quatsch, ich würde dir da nicht reinreden. Wenn wir dir die jetzt abschneiden, hast du ohnehin nur noch zwei, wenn es hoch kommt sechs Millimeter Haare und das willst du wahrscheinlich weniger. Was ich dir allerdings anbieten kann, ist eine Perücke für den Dreh. Ich find dich damit immer richtig schnucklig!<< Minamis Stimme hatte etwas neckisches. Aber war das wirklich neckisch, oder unter Humor versteckte Wahrheit? Das war wirklich schwer auszumachen. Jedenfalls berührte die Make-up-Artistin nun zärtlich Kazukis Haar uns strich es ihm aus dem Gesicht um es nicht mit zuschminken. Dann mischte sie sich eine Grundierung zusammen und begann Kazukis Gesicht abzudecken.
>>Was hast du mit deiner Haut gemacht? Vor drei Tagen sah die noch nicht so gut aus. Hast du mehr getrunken?<< Erkundigte sie sich, wie es „Schminktypen“ eben zu tun pflegten, als sie mit dem Schwämmchen über Kazukis Lider fuhr, die er, ob er nun wollte oder nicht, schließen musste.
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